SS-Rune in der Seumestraße angebracht
An einer Hauswand in der Seumestraße wurde mit weißer Kreide die NS-Rune "SS" geschmiert.
An einer Hauswand in der Seumestraße wurde mit weißer Kreide die NS-Rune "SS" geschmiert.
Gegen 3:00 Uhr am frühen Morgen wurde in der Adalbertstraße eine trans* Frau LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Auf dem Gehweg kam ihr eine Gruppe von drei Männern entgegen, von denen einer sie mit dem Wort "weirdo" beleidigte. Mit dem aus dem englischen stammenden Wort weird wird ein verrückter, kurioser oder sonderbarer Mensch bezeichnet. Es ist daher als Abwertung zu verstehen,
Gegen 4:10 Uhr wurde an der Tramstation Warschauer Straße / Grünberger Straße eine links und queer gelesene Person von einem sich selbst als Nazi bezeichnenden Neonazi aus Warschau gezielt angegriffen. Er schlug die Person mehrmals ins Gesicht und riß ihr Haare aus.
Der betroffenen Person geht es den Umständen entsprechend gut.
An einen Fahrradständer in der Rigaer Straße wurde der Schriftzug "PALI-NAZIS F´OFF" geschmiert.
Auf dem roten Fuß des Ersatzhaltestellenschildes der Tramlinie 21 am Wismarplatz wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.
Gegen 23:10 Uhr tritt ein Mann einer Person mit dem Fuß gegen den Hals. Ein alter Mann, von Armut betroffen und alkoholsüchtig gelesen, murmelte in der U-Bahn am Halleschen Tor vor sich hin, dass es hier stinken würde, als ob jemand gefurzt hätte. Darauf hin meinte ein ca. 30-jähirger Fahrgast zu dem Mann, dass es der alte Mann sei der stinke und trat dem Mann unvermittelt mit dem ausholenden Fuß wuchtvoll gegen den Hals.
Eine Mitreisende schrie den Täter darauf hin mit "Nein!" an. Eine weitere mitreisende Person bugsierte an der nächsten Haltestelle den Täter mit sich aus der Bahn. Unterstützt durch eine weitere männliche Person wurde dem Opfer indes weitere Hilfe angeboten.
In einem Restaurant in der Boxhagener Straße wurde ein Sticker entdeckt, der einen direkten Vergleich von Auschwitz und Gaza zog (Holocaustrelativierung). Abgebildet waren u. a. eine Hakenkreuzflagge und eine Israelflagge.
Von einem Fallrohr in der Warschauer Straße 11 wurde ein extrem rechter Sticker entfernt. Zu sehen war das stilisierte Konterfei eines Hitlerjungen und der Spruch "DIE DEUTSCHE JUGEND". Der Sticker war in den Farben der Reichskriegsflagge (schwarz, weiß, rot) gehalten.
An einem Zaun am Uferweg auf der Halbinsel Stralau wurde, nahe des Industriedenkmals Werftkran, der Zahlencode „1161“ geschmiert. Dieser, sich gegen die Antifa richtende, Code wird von extremen Rechten auch zur Gebietsmarkierung genutzt.
Von einem Parkscheinautomat in der Wühlischstraße, Richtung der Ecke Sonntagstraße, wurde ein Sticker entfernt. Abgebildet war der Schriftzug "THE WHITE RACE" und der Telegramkanal eines extrem rechten Medienkollektivs aus Bautzen.
In der Ritterstraße wurde von einem Mülleinmer ein Sticker entfernt, der sich gegen die politische Gegnerschaft richtete. Abgebildet war der Satz "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" und ein Stiefel, der auf ein Antifa-Logo tritt. Der runde Sticker war sehr klein, nur ca. 2 cm im Durchmesser. Er stammte aus einem extrem rechten Onlineshop auf Halle.
In der Wilhelmstraße wurde eine 22-Jährige von einem 76-Jährigen unvermittelt mit der Hand ins Gesicht geschlagen und im Anschluss rassistisch beleidigt. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr, als die Frau an einem auf dem Gewehg geparkten Auto vorbei laufen wollte, welches der Mann gerade entlud.
Vor der Amerika-Gedenk-Bibliothek wurde ein antisemitischer Sticker unkenntlich gemacht. Darauf stand "FROM THE RIVER TO THE SEA PALESTINE WILL BE FREE". Zudem wurde damit ein Sticker "Antisemitismus ohne mich!" überklebt.
In der Seumestraße wurde an einem Elektrokasten die Wofsangel-Rune angebracht.
Wiederholt wurden die drei Stolpersteine in der Waldeyerstraße 1a mit einer unklaren schwarzen Flüssigkeit übergossen. Die Beschädigung wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht und das Bezirksamt wurde informiert.
Bei einem Bildungsverein von und für Schwarze Menschen wurden wiederholt der außen hängende Briefkasten zerstört.
An mindestens fünf Mülleimern rund um den Forckenbeckplatz wurden antimuslimisch rassistische Schmierereien angebracht. Angebracht wurde jeweils das Wort "Palinazi" mit Pfeilen in die Mülleimeröffnung.
Gegen 13:00 Uhr wurde eine mit Migrationshintergrund gelesene Frau von einem Mann mehrmals rassistisch u. a. mit dem N-Wort beleidigt. Zudem behauptete der Mann gegenüber einem Mitarbeiter des Ladens, dass die Frau ihn angeblich angegriffen hätte. Der Vorfall ereignete sich in einem Ladengeschäft in der Reichenberger Straße.
In der Frankfurter Allee, zwischen Colbe- und Mainzerstraße, wurde auf dem Gehweg eine Wolfsangel angebracht.
In der Buslinie 165, Haltestelle Eisenbahnstraße Richtung Märkisches Museum, lag gegen 9:00 Uhr ein Flyer der anti-muslimischen Bürgerbewegung Pax Europa mit rassistischem Inhalt auf dem Boden.
An einem Ampelübergang in der Gitschiner Straße wurde der Schriftzug „FCK Kikes“ geschmiert. „Kike“ ist eine ethnische Beleidigung, die sich gegen Jüdinnen*Juden richtet.
Zudem wurden in der Gitschiner Straße angebrachte Sticker zerstört, die sich mit den Aufschriften „Together against Antisemitism“ und „Wir schützen jüdisches Leben!“ gegen Antisemitismus richteten.
In der Prinzenstraße/Gitschiner Straße, wurden mehrere mit Kreide auf den Boden geschmierte Hakenkreuze entfernt.
Der Initiator der extrem rechten Gruppierung "Berliner Patrioten" veröffentlichte heute auf Instagram ein Propagandavideo, das vor dem Denkmal auf dem Kreuzberg aufgenommen wurde.
Auf einem Plakat eines Nachtclubs an der M10-Station Frankfurter Tor wurde der queerfeindliche Schriftzug "leckt euch doch die scheiße aus dem arschloch gays" entfernt. Direkt unter dem entfernten Plakat befand sich noch ein weiterer rassistischer Schriftzug: "Sucht eure Weiber doch im Kongo, das ist niedrig genug für deutsches Niveau". Der Schriftzug wurde ebenfalls entfernt.
Eine trans Frau wurde gegen 9:30 Uhr im Fahrstuhl am S-Bahnhof Warschauer Straße mit Beleidigungen wie "Scheiß Tunten, ihr seid so eklig!" und "Ihr scheiß Tunten gehört alle umgebracht!" attackiert. Weil die Betroffene als Punk auch als politische Gegnerin gelesen wurde, sagte der Täter beim Gehen auch, dass er stolz sei "rechts" zu sein und nannte sie eine "linke Fotze".
Gegen 12:00 Uhr kam es an der Ecke Palisadenstraße/Friedenstraße in Friedrichshain zu einem rassistischen Angriff auf einen Essenslieferanten. Nach einer Verkehrsunstimmigkeit zwischen zwei Fahrradfahrern beschimpfte ein etwa Mitte 30-jähriger, weißer Mann auf einem Fahrrad den betroffenen Kurier, der als Person of Color beschrieben wurde. Der Mann fuhr neben dem Betroffenen her, spuckte auf den Boden und trat ihm zweimal heftig gegen das Bein. Anschließend fuhr er weiter und beleidigte den Kurier lautstark rassistisch, unter anderem als „Kanacke“ und „Hund“.
Etwa vier Zeug*innen sprachen den Betroffenen danach an, boten Unterstützung an und fragten, ob er die Polizei rufen wolle.
Am Handlauf auf der parallel zur Elsenbrücke verlaufenden Parkwegbrücke wurde kurz vor der Halbinsel Stralau ein Hakenkreuz unkenntlich gemacht.
In der Lindenstraße wurden an einem Kasten fünf Sticker angebracht, auf denen stand: "Mehr Mauern, weniger Migranten".
Nach einer Public-Viewing-Veranstaltung zur Fußball-WM am Uber Platz kam es in der Nacht gegen 1:30 Uhr zu Ausschreitungen und körperlichen Auseinandersetzungen.
Laut Polizei erstreckte sich das Geschehen zeitweise über nahezu den gesamten Platz. Es wurden Flaschen auf Personen geworfen; ein unbeteiligter Mann wurde von einer Flasche getroffen, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab.
Nach Angaben von Zeug*innen sollen mindestens drei der Festgenommenen beziehungsweise beteiligten Personen aus dem Umfeld der extrem rechten Gruppierung „Deutsche Patrioten voran“ stammen. Die Gruppierung ist unter anderem durch rechte Mobilisierungen und Störungen von CSD-Veranstaltungen in Brandenburg aufgefallen.
In der Lenbachstraße wurde ein Sticker entfernt. Darauf abgebildet war ein Reh und darunter stand Migration. Dabei handelt es sich um eine Umwegkommunikation ( Re-h - Migration ) bzw. ein Bild-Wort-Spiel für das Wort Remigration.
Im Durchgang zwischen der Frankfurter Allee und der Rigaer Straße (Bezirksamt / Einkaufscenter) wurde eine Schmiererei angebracht. Im Schriftzug "SHOOT COPSS" wurden die Buchstaben SS als Rune dargestellt. Zudem wurde der Schriftzug "DEAD Ⓐ" angebracht.
Auf einem Werbeplakat von Claim an der Mauer zum RAW-Gelände wurde der Slogan "Muslime: Ein Teil von Dir! Ein zweiter Blick lohnt sich" insofern verändert, das das T durchgestrichen und darüber ein K geschrieben wurde.
Die Organisation CLAIM setzt sich bundesweit gegen antimuslimischen Rassismus sowie gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit ein
Eine nicht-binäre Person und eine Transfrau waren gegen 4:30 Uhr an der Kreuzung Mehringdamm/ Gneisenaustraße unterwegs, als sie von zwei Männern beleidigt wurden. Als sie darauf nicht reagierten, wurde die nicht-binäre Person unvermittelt mit Fäustschlägen angegriffen und stürzte zu Boden. Die Freundin eilte zu Hilfe und wurde ebenfalls zu Boden geschlagen. Auf beide am Boden liegenden Opfer traten und schlugen die Täter weiter ein.
Erst als mehrere Zeug*innen eingriffen, flüchteten die Täter in Richtung Großbeerenstraße.
Die Opfer erlitten Kopfplatz- und Schürfwunden und wurden vom alarmierten Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
In der Samariterstraße 1 wurden zwei Stolpersteine mit Davidsternen beschmiert. Die Stolpersteine wurden von Anwohner*innen gereinigt.
An einem Briefkasten in der Sonntagstraße entstand wiederholt ein Sachschaden. Zudem wurden die bedrohlichen Schriftzüge "Ich liebe die AfD" und "Linke jagen und vernichten" angebracht.
An einer Einfahrt in der Admiralstraße wurde ein Sticker entfernt, auf dem stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis, Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und unten darunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".
Die Infotafel des Industriedenkmals Werftkran auf der Halbinsel Stralau wurde beschmiert. Angebracht wurde dreimal der Zahlencode "1161" (Anti-Antifa) und die Schriftzüge "FCK ANTIFA" und "HATE ANTIFA".
Gegen 21:05 Uhr wurden an einem Späti nahe Blücherstraße zwei Frauen von drei ca. 40-jährigen Männern sexuell belästigt und beleidigt. Als sich die Frauen verbal dagegen wehren, wurden die Kommmentare im Sinne einer Objektifizierung immer ekliger und es wurde zudem "Sieg Heil" ihnen gegenüber geäußert.
In eine Toilettentür einer Friedrichshainer Schule wurde ein Hakenkreuz geritzt. Die Schulleitung wurde informiert. Das Hakenkreuz wurde nicht zeitnah entfernt.
Gegen 21:00 Uhr wurden zwei Frauen im Weidenweg, Ecke Auerstraße, nahe der U-Bahnstation Weberwiese, aus einem Auto heraus queerfeindlich und sexistisch beleidigt und bedroht.
Zuvor waren den Betroffenen vier junge Männer in einem Auto aufgefallen, die sich in der verkehrsberuhigten Fahrradstraße gefährlich verhielten. Das Auto fuhr einem anderen Fahrzeug dicht auf, versuchte in Schlangenlinien zu überholen und Druck gegenüber dem Fahrer aufzubauen. Als eine der Betroffenen das Verhalten mit einem Blick und einer fragenden Handbewegung kommentierte, wendeten die Männer und fuhren entgegen der Fahrtrichtung zurück in die Einbahn- und Fahrradstraße. Sie hielten mit lautem Bremsgeräusch neben den Betroffenen, lehnten sich aggressiv aus dem Fenster und bedrängten sie verbal.
Obwohl die Betroffene sagte, dass sie kein Gespräch wolle und in Ruhe gelassen werden möchte, wurden die Männer lauter. Sie beleidigten die beiden Frauen unter anderem als „dumme Lesben“ und „dumme Fotzen“.
In der Bänschstraße / Ecke Voigtstraße wurde die mit blauer Farbe angebrachte Schmiererei "1161" (Zahlencode für Antif-Antifa) unkenntlich gemacht.
In der Grünberger Straße war ein runder Sticker angebracht, in den Farben der Reichskriegsflagge und in der Mitte ein Hakenkreuz.
Gegen 15:00 Uhr wurde eine 23-jährige Frau am Lausitzer Platz rassistisch angegriffen. Zwei Männer kamen auf sie zu, beleidigten sie rassistisch, zogen ihr an den Haaren und schlugen ihr gegen den Kopf, die Rippen und den Kiefer. Als die Frau zu Boden ging, traten sie weiter auf sie ein.
Als ein Zeuge der Frau zu Hilfe kam, flohen die Täter.
Die Frau flüchtete sich nach Hause, wo sie zunächst ohnmächtig wurde und später die Polizei alarmierte. Ein Rettungswagen brachte sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus.
An einem Mülleimer im unteren Görlitzer Park waren die Worte ""FCK CRCK NGGR" (Fuck Crack N-Wort) geschmiert.
An der Bushaltestelle in der Kottbusser Straße wurde ein Sticker entfernt, auf denen stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und darunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".
An einem Bauzaun in der Petersburger Straße wurde die angebrachte Schmiererei "PALI-NAZIS RAUS" abgeändert in "ALL NAZIS RAUS".
Die vom Projekt StoP - Stadtteile ohne Partnergewalt Ende letzten Jahres am Springbrunnen am Mehringplatz aufgestellte StoP-Bank mit der Botschaft „Hier ist kein Platz für Gewalt an Mädchen und Frauen“, wurde beschädigt. In die Bank wurden mehrere Hakenkreuze geritzt, sowie die völkischen Parolen „Ehre, Stolz“ und weitere, nicht eindeutig erkennbare Schmierereien angebracht.
Am 19.06.26 wurde die Bank von Mitarbeiter*innen abgeschliffen und neu bemalt.
Gegen 13:30 Uhr warfen am Urbanhafen drei Kinder einen Gehweg-Pflasterstein in das offene Zelt einer obdachlosen Person. Die Person wurde nicht verletzt, der Stein verfehlte sein Ziel.
In der Markgrafenstraße wurden die Schmierereien "FCK KIKES" an einem Laternenpfal und "KILL ALL KIKES!" nahe eines Einkaufsladens in der Rudi-Dutschke-Straße unkenntlich gemacht.
"Kike" ist eine ethnische Beleidigung, die sich gegen Jüdinnen*Juden richtet.
An einer Hauswand in der Friedrichstraße Ecke Hedemannstraße wurde der Spruch "BIG UP HAMAS" (Respekt für die Hamas) angebracht. Das S war als Hakenkreuz dargestellt.