2025: Acht zentrale Thesen der Berliner Register
Die Berliner Register haben im Jahr 2025 insg. 8286 Vorfälle erfasst. Die Zentralen Erkentnisse sind in acht kurzen Thesen zusammengefasst.
Wir stellen dir die Ergebnisse unserer Arbeit vor. Das sind Jahresberichte, Auswertungen, Pressemitteilungen und Selbstdarstellungs-Material.
Die Berliner Register haben im Jahr 2025 insg. 8286 Vorfälle erfasst. Die Zentralen Erkentnisse sind in acht kurzen Thesen zusammengefasst.
Wenn Feindbilder normaler werden, wird die Stadt unsicherer: Tausende Fälle von Rassismus, Antisemitismus und Queerfeindlichkeit in Berlin. Extrem rechte Botschaften und Aktionen breiten sich in Berlin weiter aus. Das zeigen die Berliner Register mit ihrem neuen Bericht für 2025: Von 8.286 solcher Fälle berichteten die Berliner Register – ein neuer Höchststand.
Der Jahresbericht 2024 gibt einen Überblick der Ergebnisse aller lokalen Registerstellen sowie eine Auswertung für die gesamte Stadt.
Im Jahr 2025 dokumentierte das Register Marzahn-Hellersdorf 970 extrem rechte, rassistische und diskriminierende Vorfälle. Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr blieb das Niveau damit weiterhin sehr hoch. Besonders auffällig waren der Anstieg körperlicher Angriffe sowie die weiterhin starke Präsenz extrem rechter Propaganda und Akteure im Bezirk.
Das Reinickendorfer Register dokumentierte 2025 insgesamt 288 extrem rechte und diskriminierende Vorfälle. Der Bericht stellt die Ergebnisse für den Bezirk Reinickendorf vor.
Das Spandauer Register dokumentierte 2025 insgesamt 150 diskriminierende und extrem Rechte Vorfälle. Die Broschüre stellt die Ergebnisse für den Bezirk Spandau vor.
Die Registerstelle Mitte dokumentierte im Jahr 2025 1.104 Vorfälle.
Im Jahr 2025 wurden 1.238 Vorfälle dokumentiert. Das entspricht einem Zuwachs von über 25 % verglichen zum Vorjahr. Insbesondere die Propaganda ist erneut stark gestiegen (+ 268). Die Anzahl der dokumentierten Angriffe blieb gleich, doch es wurden weniger verbale Übergriffe gemeldet (- 14). Die Jahresauswertung wirft einen genaueren Blick auf die Entwicklungen.
Das Lichtenberger Register dokumentierte 2025 insgesamt 891 extrem rechte und diskriminierende Vorfälle. Die Broschüre stellt die Ergebnisse für den Bezirk Lichtenberg vor.
Insgesamt dokumentierte das Register Neukölln 467 Vorfälle, die zweithöchste erfasste Zahl seit Beginn der Dokumentationspraxis im Jahr 2016. Die Broschüre stellt die Ergebnisse des Register Neukölln für das Jahr 2025 dar.
2025 registrierte das Register Steglitz-Zehlendorf mit 278 Vorfällen einen Höchststand seit Bestehen des Projekts. Besonders stark nahm die Zahl extrem rechter und diskriminierender Sticker und Schmierereien zu. Die Anzahl an Vorfällen, die sich gegen politischen Gegner*innen der extremen Rechten richteten, stieg um mehr als das doppelte an (63 Vorfälle).
Das Register Charlottenburg-Wilmersdorf dokumentierte für 2025 insgesamt 428 Vorfälle und damit so viele wie nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 2013. Die Broschüre stellt die Ergebnisse für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf vor.
Das Register Tempelhof-Schöneberg dokumentierte 2025 insgesamt 273 extrem rechte und diskriminierende Vorfälle. Die Broschüre stellt die Ergebnisse für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg vor.
Im Jahr 2025 wurden 666 Vorfälle verzeichnet. Kreuzberg ist besonders von Antisemitismus und LGBTIQ*-Feindschaft betroffen, auf Friedrichshain wirkt sich das Erstarken der extremen Rechten zunehmend auf linke Freiräume aus. Gewaltvolle Vorfälle haben stark zugenommen, vor allem Umsteigebahnhöfe sind betroffen.
Im ersten Halbjahr 2025 dokumentierte das Lichtenberger Register 476 Vorfälle. Dies bedeutet einen starken Zuwachs – nahezu eine Verdopplung der Zahlen - im Vergleich zum Vorjahr (1. Halbjahr 2023: 256 Vorfälle, 1. Halbjahr 2024: 286 Vorfälle).
In dieser Broschüre werden die bisher bekannte Vorfälle für das 1. Halbjahr dargestellt, um über die aktuellen Entwicklungen im Bezirk zu berichten. Die Auswertung fällt etwas kürzer aus, da es sich um einen Zwischenbericht handelt. Daher wird hier nur ein grober Überblick wieder gegeben.
Das Register Reinickendorf hat eine Broschüre mit dem Jahresbericht 2024 veröffentlicht. Sie enthält eine Jahresauswertung und die Chronik der dokumentierten Vorfälle. Die Broschüre ist online und gedruckt erhältlich. Bei Interesse an Druckexemplaren bitte eine E-Mail schreiben an: register-rd@lvs.stiftung-spi.de.
Berlin verzeichnet einen Höchststand an extrem rechten, rassistischen, antisemitischen und queerfeindlichen Vorfällen. Im Jahr 2024 dokumentierten die Berliner Register 7.720 Fälle – so viele wie nie zuvor.
Zwischen alltäglicher Bedrohung und Solidarität: Berliner Register ziehen Bilanz Ergebnisse der Dokumentation extrem rechter und diskriminierender Vorfälle 2024
In Spandau konnten 2024 deutlich mehr Vorfälle dokumentiert werden als in den Vorjahren (173 Vorfälle). Propaganda war die mit Abstand häufigste Vorfallsart. Wie in den Vorjahren stellte Rassismus das häufigste Motiv aller Vorfälle dar. Aus dem Ortsteil Spandau wurden die meisten Vorfälle gemeldet. Propaganda wurde von unterschiedlichen Akteur*innen überwiegend in Form von Stickern geklebt.
Noch nie wurden so viele Vorfälle erfasst wie im Jahr 2024: Die Berliner Register dokumentierten insgesamt 7.720 Meldungen– Erlebnisse und Beobachtungen aus dem Berliner Alltag. Der starke Anstieg der Vorfallszahlen ist vor allem auf die Zunahme extrem rechter Propaganda in den Berliner Ostbezirken sowie auf verstärkte antisemitische Bedrohungen zurückzuführen. ...
Die Registerstelle Pankow dokumentierte 2024 mit 582 Vorfällen einen Höchststand. Einschüchterungen und Angriffe auf zivilgesellschaftlich Engagierte nahmen zu, darunter auf Jugendfreizeiteinrichtungen. Rassismus war das häufigste Motiv unter den gezählten Angriffen und Beleidigungen: Erfasst wurden 21 Fälle von Anti-Schwarzen Rassismus, 12 muslimfeindliche und ein antiziganistischer Vorfall. ...
In der Auswertung 2024 der Registerstelle Steglitz-Zehlendorf wird ein Anstieg (extrem) rechter, rassistischer, antisemitischer und weiterer diskriminierender Vorfälle im Bezirk Steglitz-Zehlendorf verzeichnet.