Antisemitische Propaganda in Kreuzberg
Am Oranienplatz wurde eine antisemitische und terrorverherrlichende Schmiererei entdeckt.
Am Oranienplatz wurde eine antisemitische und terrorverherrlichende Schmiererei entdeckt.
An einer Bushaltestelle in der Adalbertstraße wurde mit einem schwarzen Marker ein großes Hakenkreuz geschmiert. Es wurde Anzeige erstattet.
Auf der Warschauer Brücke fand zwischen 11:00-17:00 Uhr eine Kundgebung statt, die rassistisch einzuordnen ist. Die Kundgebung lief unter dem Titel: "White lives don´t Matter - Change my Mind" (Das Leben von Weißen ist unwichtig – überzeuge mich vom Gegenteil). Der Anmelder ist für seine rassistischen und hetzenden Beiträge in den Sozialen Netzwerken bekannt.
Anlass für die Kundgebung war die rechtspopulistische Einordnung der Ermordung von Charles „Charlie“ James Kirk, einer Ikone einer rechtskonservativen Bewegung in den USA und Trump-Vertrauter, sowie die Verbreitung von Hetze gegen eine ZDF-Moderatorin.
Die Omas gegen Rechts veranstalteteten eine Gegenkundgebung.
An einem Parkscheinautomat am Paul-Lincke-Ufer wurde mit blauem Edding "Kinder Mörder Israel" geschmiert. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt.
In der Reichenberger Straße wurde der Schriftzug "Kindermörder Israel" geschmiert. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt.
Zwischen 22:00 und 22:30 Uhr ereignete sich ein sozialchauvinistischer Vorfall am Bhf. Ostkreuz. Eine schlafende Person, offensichtlich obdachlos und verletzt, schlief vor einem Fastfoodrestaurant auf dem oberen Bahnsteig. DB-Securitymitarbeiter weckten die Person unsanft auf und wollten sie aus dem Bahnhof entfernen, fixierten sie dazu am Boden. Beobachtende wurden angebrüllt, weiterzugehen. Es wurden auch Drohungen gegen Beobachtende ausgesprochen. Der Betroffene sprach nur gebrochen Englisch, wurde von der Security aber die gesamte Zeit auf Deutsch angesprochen. Er konnte sie daher nicht hinreichend verstehen.
Die dazugekommene Polizei legte dem Betroffenen sofort Handschellen an. Der Betroffene hatte zu keiner Zeit Gelegenheit sich zu äußern und wurde zudem von den Beamten geduzt. Die verletzte Person erhielt vor Ort keinerlei medizinische Versorgung.
Gegen 20:00 Uhr haben drei junge Neonazis (zwei Frauen, ein Mann), als sie an einer Frau und ihrem asiatisch wahrgenommenem Kind vorbeigelaufen sind, laut "Sieg Heil!" gerufen. Für die Mutter mit Kind wirkte die Situation sehr bedrohlich, da sich zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Personen in der Nähe aufhielten.
Gegen 0:20 Uhr kam es zu einer antisemitischen Beleidigung in der U3 in Richtung Hallesches Tor. Eine 25-Jährige und ein 29-Jähriger wurden im Rahmen eines kurzen Wortwechsels von einer 27-Jährigen und einem gleichaltrigen Mann gefragt, ob sie Juden seien. Die Frage bejahten die Angesprochenen, worauf sie von der Frau antisemitisch beleidigt wurden. Im Anschluss schlugen die Frau und der Mann gegen die Hand der 25-Jährigen und dem 29-Jährigen ins Gesicht. Die benachrichtigte Polizei nahm die Täter am Halleschen Tor fest.
In der Reichenberger Straße wurde ein rassistischer Sticker eines rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Nix Yallah Yallah - Amtssprache ist hier Deutsch!" entfernt.
Ein extrem rechtes Medienportal startete einen Shitstorm gegen eine Moderatorin des ZDF heute-journal. Das Medium warf der Moderatorin vor, die Ermordung von Charles „Charlie“ James Kirk, einer Ikone einer rechtskonservativen Bewegung in den USA und Trump-Vertrauter, relativiert und ihn beschimpft zu haben. Dazu wurden Aussagen ihrer Moderation neu zusammengesetzt und Teile weggelassen, um den Inhalt der Moderation gezielt zu verfälschen. Rechte Influencer sprangen auf den gut platzierten Spin an und veröffentlichten ebenfalls Beiträge. Anschließend sah sich die im Bezirk lebende Moderatorin auf den sozialen Netzwerken mit zahlreichen, massiven Hassnachrichten und Todeswünschen konfrontiert.
Gegen 17:00 Uhr blockiert eine Gruppe bei einer ankommenden S-Bahn die Tür zum Fahrradabteil. Als ein junger Mann of Color mit seinem Rad den Zug verlassen wollte, rief einer aus der Gruppe, der ganz vorne an der Tür stand, laut zum Rest der Gruppe: "Achtung ein Messerstecher! Macht Platz! Ein Messerstecher!".
Gegen 15:00 Uhr wurde erneut ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels in der Straße der Pariser Kommune entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet.
Ab 15:00 Uhr fand vor dem Hauptsitz eines Unternehmen in Friedrichshain eine Kundgebung statt, die von pro-palästinensischen, linken und anarchistischen Gruppen organisiert wurde. Der Protest richtete sich gegen den Online-Modehändler und eine zivilgesellschaftliche Organisation, die zu Antisemitismus arbeitet und die an diesem Tag eingeladen war, einen nicht-öffentlichen Workshop zu dem Thema abzuhalten. Die Teilnehmenden warfen vor, eine „zionistische Agenda“ zu fördern und somit eine Mitschuld an einem „Genozid“ zu tragen. In Reden wurde Israel als Ganzes delegitimiert und Vergleiche mit dem Nationalsozialismus gezogen. Es traten auch Mitglieder der verbotenen Gruppe Samidoun bzw. Masar Badil auf, welche u.a. die Qassam-Brigaden, den bewaffneten Flügel der Hamas, verherrlichten. Teilnehmende skandierten zudem: „Ich komme hervor und in meiner Hand ist ein Messer! Wir sterben und Palästina lebt!“ oder "Ganz Palästina gehört uns, nein zur Zweistaatenlösung".
In der Prinzenstraße wurde das Stencil „FCK ZIO NZS“ entdeckt.
Um 9:00 Uhr wurde an der Innenseite einer Rolltreppe ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Remigration schafft Wohnraum" entdeckt.
Mehrere Sticker wurden in der Straße der Pariser Kommune, nahe der Kreuzung zur Rüdersdorfer Straße, entfernt. Die Sticker propagierten rassistische Inhalte und richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In der Rigaer Straße wurden mehrere Plakate einer Plakatserie angebracht. Abgebildet waren rechts-autoritäre politische Personen (Trump, Netanjahu, Musk, Putin...), eingearbeitet in scheinbare Originalfotos von Personen in NS-Uniformen. Darauf waren Hakenkreuze und andere NS-Abzeichen zu sehen. Dies wurde überschrieben mit "The turd Reich" (Das Fäkalien-Reich), in Anspielung auf das Dritte Reich. Durch diesen überspitzten Vergleich stellen die Plakate eine Verharmlosung des Nationalsozialismus dar.
Gegenüber des Kinderbauernhof am Leuschnerdamm wurde ein rassistischer Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entfernt "Abschieben schafft Sicherheit, kriminelle Ausländer raus".
Auf einem Spielplatz wurde ein rassistischer Spruch entdeckt, der eine rassistische Fremdbezeichnung enthält.
Auf einem Stromkasten in der Reichenberger Straße, zwischen Glogauer und Ratiborstraße wurde wiederholt eine rassistische Comiczeichnung entdeckt und entfernt. Diese stellte auf stereotype Weise den Kopf eines arabisch gelesenen Mannes als Terroristen dar und wird in Onlinekanälen genutzt.
In der Prinzenstraße, nahe Oranienplatz, wurde ein Sticker entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Zudem war ein Schlagring auf dem Aufkleber abgebildet.
Eine asiatisch gelesene Person wurde an der East-Side-Gallery innerhalb kurzer Zeit von verschiedenen Personen zweimal rassistisch angepöbelt und einmal aggressiv beleidigt.
Ein Mann bedrängte kurz nach Mitternacht eine Frau auf der Warschauer Brücke. Beim Eintreffen der Polizei äußerte er nationalsozialistische Parolen.
In Friedrichshain ereignete sich ein Angriff. Zum Schutz der Betroffenen wurde das Datum geändert und es werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Familie wurde in Kreuzberg im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine antiasistisch- und antimuslimisch-rassistische Diskriminierung.
In der Straße der Pariser Kommune, gegenüber dem Wriezener Karree, wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Für Deutschland" entfernt.
Es ereignete sich eine rassistisch motivierte strukturelle Benachteiligung. Zum Schutz der Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Gneisenaustraße wurde ein Sticker entdeckt, auf dem antisemitische Botschaften verbreitet wurden. Unter anderem wurde eine Gleichsetzung zwischen Zionismus und dem KluKluxKlan hergestellt, sowie durch Begriffe wie "Final Solution" (Endlösung) und Warschauer Ghetto die Shoa relativiert. Der Sticker mit z.T. abstrusen Aussagen war in englischer Sprache verfasst und enthielt die Telefonnummer des Weißen Hauses.
Am Ringcenter in der Frankfurter Allee wurde ein rassistischer Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entfernt. Auf Deutsch und Arabisch wurden arabisch gelesene Menschen als "Gruppenvergewaltiger" kriminalisiert und stigmatisiert.
In der Prinzenstraße und rund um den Moritzplatz wurden im August mehrere Sticker entfernt, die einen direkten Vergleich von Auschwitz und Gaza zogen.
An der Ecke Scharnweberstraße / Müggelstraße wurden an einem Tramleitungsmast drei Davidsterne angebracht und in deren Mitte jeweils ein rotes Hamasdreieck. Das rote Dreieck wird von der Terrororganisation Hamas als Markierung für Angriffsziele verwendet und ist hier gegen den Staat Israel gerichtet. In unmittelbarer Nähe waren zudem am Fallrohr eines Wohnhauses Sticker angebracht mit der Aufschrift "Genozid" und "ethnische Säuberung".
In einem Wohnhaus in der Lausitzer Straße wurden gegen 8:00 Uhr an einer Wand im Flur ein Hakenkreuz und eine SS-Rune angebracht. Inzwischen wurde Schmiererei kreativ umgestaltet.
Im Rudolfkiez wurden mehrere rechte Sticker verschiedener Motive und Herkunft entfernt. In der Rotherstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels aus Halle: "Alice für Deutschland" entfernt. Am Rudolfplatz und auf dem Spielplatz "Ritter Rudis Burgenland" wurden mehrere rassistische ("Remigration") Sticker und solche, die sich gegen die politische Gegnerschaft richteten, entfernt.
Zwei Frauen werden in der linken Kneipe im Samariterviertel von einer Gruppe von Nazis beleidigt und mit Pfefferspray angegriffen.
Gegen 0:35 Uhr zeigte eine Person in der U-Bahn den Hitlergruß und rief mehrmals lautstark "Sieg Heil". Der Täter wendete sich dabei in Richtung asiatisch gelesener Fahrgäste. Ein Fahrgast informierte die Polizei und versuchte auf deren Anweisung die Notbremse zu betätigen, die jedoch nicht funktionierte. Er verließ die Bahn am Strausberger Platz und wartete auf die Polizei. Weitere Fahrgäste senkten still ihre Blicke und reagierten nicht. Der Täter wurde von der Polizei am U-Bhf. Frankfurter Tor festgenommen.
Etwa 400 Anti-Israel-Demonstrant*innen versammelten sich am Nachmittag am Checkpoint Charlie, skandierten u. a. „Kindermörder Israel!“ und „Israel is a Terrorstate!“ Etwa 20 Personen beteiligten sich an einer pro-israelischen Gegendemonstration.
Eine Gegendemonstrantin stand mit einer Israel-Flagge und einem Plakat, dass an die Geiseln und das Leid der Opfer der Hamas-Terroristen erinnerte am Rand. Eine Frau versuchte ihr die Flagge und das Plakat zu entreißen, wobei die Gegendemonstrantin an der Hand verletzt wurde. Eine zweite Frau kam hinzu und beschmierte die Gegendemonstrantin mit roter Farbe, riss ebenfalls an der Flagge.
Zum Schutz wurde die Gegendemonstrantin von der Polizei zum U-Bhf. Kochstraße begleitet. Mehrere Demonstrant*innen verfolgten sie, die Polizei hinderte sie daran, in den gleichen Waggon zu steigen.
An der nächsten Station stiegen die Personen um, bedrängten und beleidigten die Gegendemonstrantin. Zwei Frauen fielen dabei wieder besonders auf. Sie ließen sich auch von einer Hilfeleistenden nicht beeindrucken, die sich mutig vor sie stellte. Als die Gegendemonstrantin und ihre Helferin aus der U-Bahn ausstiegen, um der Situation zu entkommen, verfolgten die beiden Frauen sie weiter, bedrängten sie immer wieder. Erst als die junge Helferin laut um Hilfe rief, suchten die beiden Angreiferinnen das Weite. Ein Mann am Bahnsteig rief die Polizei.
In einem Bus in Friedrichshain wurde ein Schwarzer Mann von zwei Männern rassistisch beleidigt und bedroht.
Ein Verein in Kreuzberg erhielt eine rassistische Mail. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.
Gegen 23:45 Uhr wurden zwei Männer am Halleschen Tor von einer Gruppe aus Drogen angeboten. Als sie ablehnten und weitergingen, wurden sie von der Gruppe verfolgt, homofeindlich beleidigt und anschließend angegriffen. Die Täter flüchteten in Richtung Mehringplatz.
Die Betroffenen erlitten teils schwere Verletzungen am Kopf, an den Armen und im Bereich des Oberkörpers. Alarmierte Rettungskräfte brachten sie zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Einer der Betroffenen musste einige Tage später am Kopf operiert werden.
Update:
In einer Schule wird ein Schüler mit dem N-Wort beleidigt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
In der Prinzenstraße wurde die Schmiererei „Zionazis töten“ entdeckt.