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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow-Zentrum

    23.07.2026 Bezirk: Pankow

    An der Haltestelle Dolomitenstraße wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Defend Vienna 1683". Ein solcher Aufkleber wurde von der extrem rechten Gruppe "Identitäre Bewegung" angeboten.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Hakenkreuz an Gedenktafel in Charlottenburg

    23.07.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Witzlebenstraße in Charlottenburg wurde eine Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus mit einem 40 - 50 cm großen Hakenkreuz beschmiert.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0900 vom 24.07.2026
  • Israelbezogene antisemitische Schmiererei in Dahlem

    23.07.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An der Ecke Faradayweg/Brümmerstraße, wurde die Schmiererei „Israhell“ entdeckt. Mit der Parole „Israhell“ wird Israel als Staat nicht lediglich kritisiert, sondern dämonisiert und als grundsätzlich böse dargestellt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Instagram
  • Neonazi-Graffiti in Wedding

    23.07.2026 Bezirk: Mitte

    In der Amsterdamer Straße wurde ein Graffiti mit durchgestrichenem Hammer & Sichel-Symbol und dem Schriftzug "NRJ-Tage" entdeckt und entfernt. "NRJ" steht für "Nationalrevolutionäre Jugend" die Jugendorganisation der Neonazi-Kleinpartei "Der III. Weg". Das Graffiti bewarb die "Tage der deutschen Jugend" beider Organisationen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistischer Angriff in der Frankfurter Allee

    23.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Frankfurter Allee soll am Nachmittag ein 56-jähriger Mann einen 50- und einen 39-jährigen rassistisch beleidigt, Passant*innen angespuckt und vom Boden aufgehobene Gegenstände in deren Richtung geworfen haben. Aufgrund einer gemeldeten Schlägerei kamen Polizeikräfte hinzu. Der Tatverdächtige spuckte in Richtung zweier Polizeikräfte und beleidigte diese. Ihm wurden eine Spuckschutzhaube und Handfesseln angelegt. Der Mann kam kurzfristig in einen Polizeigewahrsam und wurde anschließend entlassen. Die weiteren Ermittlungen übernahm der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0902 vom 24.7.2026
  • Transfeindlicher Angriff in Wedding

    23.07.2026 Bezirk: Mitte

    Eine trans Frau wurde an der Ecke Triftstraße und Teglerstraße in Wedding um 1:20 Uhr von einem an ihr vorbeifahrenden Fahrradfahrer transfeindlich beleidigt und ins Gesicht, an Hals und Schulter angespuckt. Der Staatsschutz ermittelte wegen Körperverletzung und Beleidigung.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register, Polizei Berlin 24.07.2026 Nr. 0889
  • Angriff an der Tramstation Warschauer Straße / Grünberger Straße

    22.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 4:10 Uhr wurde an der Tramstation Warschauer Straße / Grünberger Straße eine links und queer gelesene Person von einem, sich selbst als Nazi bezeichnenden, Neonazi aus Warschau gezielt angegriffen. Er schlug der Person mehrmals ins Gesicht und riss ihr Haare aus. Der betroffenen Person geht es den Umständen entsprechend gut.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Aufkleber gegen Antifaschismus in Pankow

    22.07.2026 Bezirk: Pankow

    An einem Getränkeautomaten am U-Bahnhof Pankow wurde ein Sticker mit der Aufschrift „Hate AFA, Love Mate“ entdeckt. „AFA“ steht für Antifaschismus bzw. Antifaschist*innen. Der Sticker wurde entfernt.

    Quelle: Pankower Register
  • Extrem rechte Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    22.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Ribnitzer Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber mit einer schwarz-weiß-roten Fahne im Hintergrund gefunden und entfernt. Einer hatte die Aufschrift "Kein Verbot für Schwarz-Weiß-Rot" und der andere "Antifa-freie Zone", beide in Frakturschrift. Auf dem zweiten Aufkleber waren außerdem ein durchgestrichener Punk, ein durchgestrichenes Logo der Antifaschistischen Aktion und eine durchgestrichene symbolisierte nicht-binäre Person zu sehen. Der Aufkleber kann also auch als queerfeindlich verstanden werden.

    In der Ribnitzer Straße Ecke Wustrower Straße wurde außerdem ein Aufkleber der jungen Berliner Neonazigruppe "Deutsche Patrioten Voran" entdeckt und entfernt. Darauf war das Gruppenlogo inklusive eines Reichsadlers abgebildet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Aufkleber in Karlshorst

    22.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Ilsestraße und in der Marksburgstraße wurden insgesamt fünf extrem rechte, rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gemeldet. Auf den Motiven standen Parolen wie "Sommer, Sonne, Remigration" (2x), "Gemeinwohl statt Asylprofiteure", "Abschieben schafft Wohnraum" und "Unser Land zuerst".

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistische und extrem rechte Propaganda in Wedding

    22.07.2026 Bezirk: Mitte

    Am Martha-Ndumbe-Platz Ecke Lindower Straße wurde ein Aufkleber, der "Remigration" forderte und ein "whitelivesmatter"-Aufkleber, entdeckt und entfernt. In der Lindower Straße wurden außerdem zwei Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, gefunden und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Sachbeschädigung an zwei Parteibüros in Charlottenburg

    22.07.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Nacht vom 22. auf den 23.07.2026 wurden an der Geschäftsstelle von Die Linke Charlottenburg-Wilmersdorf in der Behaimstraße ein großes Hakenkreuz sowie die Buchstabenfolge „KWV“ geschmiert. „KWV“ steht für „Königs Wusterhausen verteidigen!“ und ist das Kürzel einer kleinen neonazistischen Jugendgruppe.

    Das Wahlkreisbüro von Petra Vandrey und Christoph Wapler der Partei Bündnis 90/Die Grünen in der Windscheidstraße wurde ebenfalls mit der Buchstabenfolge "KWV" beschmiert.

    Quelle: Die LINKE Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Schmierereien gegen Antifaschismus in Lichtenberg-Nord

    22.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Am Grenzgraben hinter dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde Richtung Allee der Kosmonauten wurden etwa zehn Schmierereien gesichtet, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richten (1161 und AAFA, beides steht für "Anti-antifaschistische Aktion").

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Wendenschloß

    21.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Köpenzeile/ Flansweg wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf den Aufklebern wurden Antifaschist*innen mit den Faschist*innen im Jahr 1933 gleichgesetzt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • "Fuck Antifa"-Schmiererei in Marienfelde entdeckt

    21.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    In Berlin-Marienfelde wurde an der DEGEWO-Baustelle am Lichterfelder Ring eine Schmiererei mit der Aufschrift „Fuck Antifa“ entdeckt. Die Schmiererei war zum Zeitpunkt der Feststellung noch nicht entfernt worden.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Hakenkreuz am Wismarplatz

    21.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf dem roten Fuß des Ersatzhaltestellenschildes der Tramlinie 21 am Wismarplatz wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Hakenkreuz in Lichtenberg-Nord

    21.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einem Rohr am Friedrichsfelde-Lichtenberger Grenzgraben wurde ein Hakenkreuz entdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonaziaufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    21.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An einem Laternenmast in der Ferdinand-Schulze-Straße (auf Höhe des ehemaligen Baumarkts) wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gemeldet. Auf dem Motiv war die gegen Antifaschismus gerichtete Parole "Antifa freie-Zone" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonazistischer Zahlencode in Lankwitz

    21.07.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An einer Grünanlage in der Hildburghauser Straße wurde der Zahlencode „1161“ auf eine Parkbank geschmiert. Dieser gegen die Antifa gerichtete Code wird von extremen Rechten auch zur Gebietsmarkierung genutzt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Pöbelei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten am Bahnhof Lichtenberg

    21.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Um etwa 12:00 Uhr ereignete sich eine gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Pöbelei am Bahnhof Lichtenberg. Die Mitarbeiterin einer Beratungsstelle begleitete eine Schwarze Frau, die den Kinderwagen mit ihrer 3-jährigen Tochter schob, durch den S-Bahnhof Lichtenberg zu einer Beratungsstelle im Weitlingkiez. Auf Höhe des Taxistands schrie ein Mann, der ca. 50 Meter entfernt stand, laut: "Scheiß Linke! Scheiß Faschisten!" und schaute wütend in ihre Richtung. Anschließend entfernte er sich und ging in den Bahnhof.

    Quelle: Berliner Register
  • Queerfeindliche und rassistische Aufkleber in Falkenhagener Feld

    21.07.2026 Bezirk: Spandau

    Am Germersheimer Platz wurde ein queerfeindlicher Aufkleber mit der Aufschrift „#Stolzmonat statt Pridemonth“ entdeckt. Darauf ist zu sehen, dass der Fahnenmast dieser sogenannten „Stolz-Flagge“ in der Pride-Flagge steckt, die horizontal steht. Der Aufkleber wurde überklebt.

    Außerdem wurden viele kleine Sticker mit der Aufschrift „Deutschland zuerst“ auf Plakaten der Partei Die Linke zum Thema Milieuschutz entdeckt. Auch diese Aufkleber wurden überklebt.

    Quelle: Die Linke Spandau
  • Schmierereien der Neonazipartei "Der III. Weg" am S-Bahnhof Hohenschönhausen

    21.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurden zwei, in weißer Farbe auf einem Getränkeautomaten auf dem Bahnsteig aufgesprühte, Schmierereien der Neonazipartei "Der III. Weg" gemeldet. In einem Fall war ein Ehrenkranz mit "III. Weg" zu sehen. Im anderen Fall der Schriftzug "Der III. Weg".

    In der Zingster Straße wurde zudem ein Aufkleber von der Jugendorganisation des "III. Wegs", der "NRJ" ("Nationalrevolutionäre Jugend"), mit der Aufschrift "Vaterland - Erbe und Schicksal" gefunden und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Sozialchauvinistischer Angriff am Halleschen Tor

    21.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 23:10 Uhr tritt ein Mann einer Person mit dem Fuß gegen den Hals. Ein alter Mann, von Armut betroffen und alkoholsüchtig gelesen, murmelte in der U-Bahn am Halleschen Tor vor sich hin, dass es hier stinken würde, als ob jemand gefurzt hätte. Daraufhin meinte ein ca. 30-jähriger Fahrgast zu dem Mann, dass es der alte Mann sei der stinke und trat dem Mann unvermittelt und ausholend mit dem Fuß voller Wucht gegen den Hals.
    Eine Mitreisende schrie den Täter darauf hin mit "Nein!" an. Eine weitere mitreisende Person bugsierte an der nächsten Haltestelle den Täter mit sich aus der Bahn. Unterstützt durch eine weitere männliche Person wurde dem Opfer indes weitere Hilfe angeboten.

    Quelle: Berliner Register
  • Antisemitischer Sticker in der Boxhagener Straße

    20.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In einem Restaurant in der Boxhagener Straße wurde ein Sticker entdeckt, der einen direkten Vergleich von Auschwitz und Gaza zog (Holocaustrelativierung). Abgebildet waren u. a. eine Hakenkreuzflagge und eine Israelflagge.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Friedrichshagen

    20.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In den Straßen rund um das Gerhard-Hauptmann-Gymnasium wurden insgesamt acht extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sechs der Aufkleber richteten sich gegen Antifaschist*innen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Sticker in der Warschauer Straße entfernt

    20.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Von einem Fallrohr in der Warschauer Straße wurde ein extrem rechter Sticker entfernt. Zu sehen war das stilisierte Konterfei eines Hitlerjungen und der Spruch "DIE DEUTSCHE JUGEND". Der Sticker war in den Farben der Reichskriegsflagge (schwarz, weiß, rot) gehalten.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Schmiererei auf der Halbinsel Stralau

    20.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einem Zaun am Uferweg auf der Halbinsel Stralau wurde, nahe des Industriedenkmals Werftkran, der Zahlencode „1161“ geschmiert. Dieser, sich gegen die Antifa richtende, Code wird von extremen Rechten auch zur Gebietsmarkierung genutzt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Hakenkreuz in Baumschulenweg

    20.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Mülleimer an der Bushaltestelle S-Bahnhof Baumschulenweg wurde ein Hakenkreuz entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-Relativierung auf Kundgebung in Wedding

    20.07.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa fünf Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Plakat der politischen Gegner*Innen überklebt in Pankow-Zentrum

    20.07.2026 Bezirk: Pankow

    An der Straßenbahnhaltestelle Pankow Kirche wurde ein Plakat der Partei Die Linke entdeckt, das mit dem Logo der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ beklebt worden war. Zudem war der Zahlencode „1161“ angebracht, der in der rechtsextremen Szene als Code für „Anti-Antifa“ verwendet wird. Der Schriftzug „Linke“ wurde durchgestrichen und durch „Rechte“ ersetzt.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • Rassistische Beleidigung in einem Kaffee

    20.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    „Die Schwarze kriegt auch einen Kaffee?“ Mit dieser rassistischen Äußerung beleidigte ein Gast in einem Schöneberger Café eine Frau. Die Betroffene verließ daraufhin das Café, ohne ihr Getränk zu erhalten. Als die Cafébetreiberin anschließend einen "AfD"-Anstecker am Oberteil des Mannes bemerkte, fragte sie ihn, ob er der Partei angehöre. „Ja, klar bin ich von der AfD“, habe er laut Berliner Zeitung geantwortet. Daraufhin verweigerte sie dem Mann den bestellten Latte macchiato und gab ihm sein Geld zurück.

    Quelle: Berliner Zeitung
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