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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistischer Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" auf der Landsberger Allee

    10.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einem Straßenpoller auf der Landsberger Allee wurde ein rassistischer "White lives matters"-Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.

    „White Lives Matter“ (auf Deutsch: „Weiße Menschenleben zählen“) ist eine extrem rechte Parole, die als rassistische Umdeutung und Gegenbewegung zur antirassistischen Bewegung „Black Lives Matter“ (auf Deutsch: „Schwarze Menschenleben zählen“) entstand. Sie wird gezielt genutzt, um rassistische Diskriminierung zu verschleiern und gleichzeitig Vorurteile in Bezug auf „weiße Opfer“ von Gewalttaten nicht-weißer Täter*innen zu schüren. Die Parole ist Ausdruck weißen Überlegensheitsdenkens.

    Zudem wurden in der Hohenschönhauser Straße ab Ecke Otto-Marquardt-Straße mehrere extrem rechte Aufkleber mit folgenden rassistischen, sozialchauvinistischen und gegen politische Gegner*innen Motiven gemeldet:

    - "Dein Land liegt Dir am Herzen? # Remigration - Illegale Massenmigration stoppen!" (2x)

    - "Stolz statt bunt - Identität braucht keinen Regenbogen"

    - "Remigration - Für ein sicheres Deutschland"

    - "Hier wurde Antifa-Propaganda überklebt"

    - "Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu"

    - "Heimatliebe ist kein Verbrechen" (2x)

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber gegen Antifaschismus in Weißensee

    09.08.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Gartenstraße Ecke Else-Jahn-Straße wurden zwei Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt. Diese trugen u.a. die Slogan " Antifa-freie Zone" und "Antifaschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Aufkleber an einer Bushaltestelle in Marienfelde

    09.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle Nahmitzer Damm in Richtung Buckow wurden mehrere extrem rechte und rassistische Aufkleber entdeckt. Einige der Aufkleber stammten von zwei extrem rechten Versandhändlern. Auf einem der Aufkleber stand der Slogan „Schweigen heißt Zustimmung – dein Land! Hol es dir zurück!“. Zwei weitere neonazistische Aufkleber zeigten Motive, die sich gegen politische Gegner richteten, mit dem sozialchauvinistischen Slogan "Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu" und „Antifa verbieten!“. Daneben waren mehrere "AfD" Schmierereien zu sehen.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Extrem rechter Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    09.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Sporthalle hinter der Grundschule am Tränkegraben wurde u.a. ein gegen politische Gegner*innen und die LGBTIQ*-Community gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war auch ein durchgestrichenes Logo der "Antifaschistischen Aktion", ein durchgestrichenes Hammer und Sichel und eine durchgestrichene Regenbogenfahne zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Hakenkreuz-Schmiererei auf Wahlplakat in Lichtenberg-Mitte

    09.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einem Wahlplakat der Partei "Bündnis 90 / Die Grünen" wurde ein aufgemaltes Hakenkreuz in Kombination mit einem Hitlerbärtchen gemeldet und unkenntlich gemacht.

    In der Sewanstraße Ecke Michiganseestraße wurde zudem ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" entdeckt und entfernt.

    In der Delbrückstraße wurden zudem zwei Neonazi-Aufkleber gefunden und entfernt. Auf den Motiven standen die Parolen "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist Dein Land! Hol es Dir zurück!" und der gegen politische Gegner*innen gerichtete Slogan "Good night left side" in Kombination mit zwei darauf abgebildeten Reichsflaggen in schwarz-weiß-rot. Zudem wurden auf dem Motiv ein Black Lives Matters-Logo, eine Black Power-Faust, ein Anarchie-Zeichen, Hammer und Sichel und ein Symbol für gleichgeschlechtliche Liebe zerschlagen.

    In der Gustav-Holzmannstraße wurden zwei Neonazi-Aufkleber mit den Parolen "Support your local Anti-Antifa" und "Antifa freie Zone" - welcher zusätzlich wegen einer durchgestrichenen Trans-Person auch noch transfeindlich ist - entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonazistisches Magazin am Alexanderplatz präsentiert

    09.08.2026 Bezirk: Mitte

    Am Alexanderplatz und in der Rochstraße wurde die neonazistische Zeitschrift „N.S. Heute“ für Werbefotos präsentiert. Die Aufnahmen wurden auf einem extrem rechten Social-Media-Kanal veröffentlicht und demokratische Akteur*innen im Begleittext als „volksfeindlich“ bezeichnet. Zudem wurde behauptet, man gebe „unsere deutschen Plätze nicht auf“.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • NS-verherrlichende Parolen in Alt-Treptow

    09.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend fuhr ein Mann mit einem Fahrrad an einem Restaurant in der Karl-Kunger-Straße vorbei und rief dabei zweimal: "Heil Hitler". Das Restaurant positioniert sich eindeutig antifaschistisch und antirassistisch im Kiez.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Wahlplakat in Pankow-Zentrum beschmiert

    09.08.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Kissingenstraße wurde ein Großplakat von DIE LINKE mit dem Slogan "Linksfaschisten" beschmiert.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Angriff auf Pressevertreter*innen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend wurde eine Presseperson von einem Mann angegriffen, der von einem Rechtsrockkonzert in der Bundeszentrale der Partei "Die Heimat" in der Seelenbinder Str. kam. Der Neonazi schlug auf die Kamera und rief eine NS-Parole.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick, Tagesspiegel 11.08.2026
  • Antimuslimisch-rassistischer Aufkleber am Alexanderplatz

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    An der Haltestelle der Straßenbahnlinie M4 am Alexanderplatz wurde ein Aufkleber mit der Parole „Islamisierung? Nein danke“ entdeckt und entfernt. Die Parole stellt muslimisches Leben und die gesellschaftliche Teilhabe von Muslim*innen als Bedrohung dar.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Diebstahl von Regenbogenflaggen in Prenzlauer Berg

    08.08.2026 Bezirk: Pankow

    Zwei Regenbogenflaggen wurden von einer Bar in Prenzlauer Berg entwendet. Der Betreiber beobachtete gegen 3:50 Uhr einen Mann dabei, wie dieser die an der Fensterfront befestigten Flaggen abriss und anschließend in Richtung U-Bahnhof Eberswalder Straße flüchtete.

    Quelle: Berliner Zeitung 10.8.2026
  • Extrem rechter Sticker mit Porträts von Straftäter*innen am Südkreuz entdeckt

    08.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am Südkreuz wurde ein Sticker mit der Forderung „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ entdeckt. Darauf befanden sich Porträts von Manuel Eder, Alfred Wohlleben, Bianca Witzschel und Alfred Schäfer. Bei allen vier Personen handelt es sich um verurteilte extrem rechte Straftäter*innen. Der Sticker ist in Reichsfarben gestaltet.

    Quelle: Instagramm
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag nach dem Verlassen des Konzertes auf dem Mandrellaplatz den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Abend nach dem Verlassen des Konzertes beim Überqueren der Seelenbinder Str. den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes an der Ampel des Mandrellaplatzes den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ in der Seelenbinder Str. zeigte beim Ankommen den Ordnern vor dem Tor den Hitlergruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß in Rahnsdorf-Wilhelmshagen

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf der Fähre zwischen Kruggasse und Neu Helgoland zeigte ein Gast der Fähre den Hitlergruß in Richtung der Gäste der Müggelseefischerei.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Homofeindlicher Schriftzug in Lichtenberg-Nord

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf der Rückseite eines Wahlaufstellers in der Ruschestraße Ecke Gotlindestraße wurde der homofeindliche Schriftzug "Schwule sterben aus" entdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Israelbezogen antisemitischer Aufkleber in Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der Sebastianstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber mit der englischen Aufschrift „Exist Resist Return“ und einer entsprechenden arabischen Aussage entdeckt und entfernt. Abgebildet waren eine Kufiya, die das gesamte israelische Staatsgebiet und die palästinensischen Gebiete vollständig abdeckt sowie ein Schlüssel, der für die Forderung nach einer Rückkehr palästinensischer Geflüchteter und ihrer Nachkommen steht.

    Die Forderung einer umfassenden Rückkehr in das heutige israelische Staatsgebiet sowie die Aufforderung zum Widerstand stellt Israel in seiner Existenz als Schutzstaat und Zuflucht für alle vefolgten Jüdinnen*Juden infrage.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Frau zeigte beim Verlassen eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ in der Seelenbinder Str. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte beim Verlassen des Konzertes in der Seelenbinder Str. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Kühnen-Gruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte beim Ankommen in der Seelenbinder Str. den verbotenen Kühnen-Gruß.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Ku-Klux-Klan-Kapuze in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Frau, die ein Rechtsrockkonzert in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ besuchte, setzte sich beim Verlassen eine weiße Kapuze auf, die denen des Ku-Klux-Klans nachempfunden war. Sie lief so die Seelenbinder Str. entlang.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Morddrohung an einem Wahlkreisbüro von Berliner Abgeordneten in der Kreutzigerstraße

    08.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einem Wahlkreisbüro von zwei Abgeordneten in der Kreutzigerstraße wurde der Schriftzug "Tod den Grünen" angebracht. Zudem wurde ein abgenommes Wahlplakat vor die Tür gestellt. Dem darauf abgebildeten Kandidaten für die BVV Friedrichshain-Kreuzberg wurden die Augen ausgeixt und eine durchschnittene Kehle angedeutet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wönnichstraße Ecke Münsterlandstraße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf einem war die rassistische Parole "Für die "Gäste" nur das Beste! Remigration Airlines" zu lesen, auf dem anderen "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist Dein Land! Hol es Dir zurück!" und Werbung für den einschlägigen Nazi-Versand.

    In der Nöldnerstraße klebte zudem ein Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" mit der Aufschrift "Dann wähl doch die Heimat!".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • NS-verherrlichende Schmierereien und Anti-Antifa-Graffitis in Spandau

    08.08.2026 Bezirk: Spandau

    Auf dem Bullengrabenweg zwischen Egelpfuhlstraße und Päwesiner Weg wurden verbotene, NS-verherrlichende Schmierereien sowie „FCK Antifa“-Graffiti und ein Anti-Antifa-Zahlencode entdeckt.

    Bei den NS-verherrlichenden Schmierereien handelte es sich um die verbotene SA-Parole „Alles für Deutschland“, die zusammen mit der schwarz-gold-gelben Flagge auf dem Boden beschmiert war. Es wurde berichtet, dass Anzeige erstattet wurde.

    Darüber hinaus wurde ein weiteres Graffiti mit dem Schriftzug „AFD 1161” auf einem Eisengeländer an einer Fußgängerbrücke entdeckt. Der Zahlencode „1161“ steht für „Anti-Antifa“.

    Außerdem wurden zwei „FCK Antifa“-Graffiti auf Betonsitzbänken gesichtet. An der anderen Seite der Betonsitzbank waren „AFD“-Schriftzüge zu sehen.

    In der Nähe dieser Schriftzüge wurden an verschiedenen Orten „AFD“-Graffitis gesichtet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • NS-verherrlichendes Handzeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes in der Seelenbinder Str. das „88“-Handzeichen. Die Geste steht für die verbotene Losung: „Heil Hitler“.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-Verherrlichung in Kneipe in Lichtenberg-Mitte

    08.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Anschluss an das neonazistische „Lu-Fest“ in der Parteizentrale der Neonazi-Partei „Die Heimat“ in Berlin-Köpenick suchten mehrere Teilnehmende die als Treffpunkt der extrem rechten Szene bekannte Kneipe „Sturgis“ im Lichtenberger Weitlingkiez auf, um dort weiterzufeiern.

    ​Vor Ort hielten sich unter anderem zwei Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ auf. Sie trugen öffentlich T-Shirts mit eindeutig extrem rechten und NS-verherrlichenden Motiven und Schriftzügen: ​Auf der Vorderseite war ein Schriftzug der US-amerikanischen Rechtsrock-/Hatecore-Band „Max Resist“ zu sehen und auf der ​Rückseite die rassistische Parole „White Power Rock ’n’ Roll“, die Aufschrift „Maximum Resistance“ sowie die großflächig abgedruckte Zahl „88“ (Szenecode für „Heil Hitler“), kombiniert mit Eisernen Kreuzen.

    ​Die Kleidung und das Auftreten unterstreichen die gezielte Raumeinnahme und Präsenz der extremen Rechten im Stadtteil.

    ​Hintergrundinformationen zum Kontext:

    ​„Lu-Fest“ (Treptow-Köpenick): Am 08.08.2026 fand in Köpenick das vom „Die Heimat“-Kader Sebastian Schmidtke veranstaltete Rechtsrock-Event mit ca. 300 Teilnehmenden statt (u. a. Auftritte von Michael „Lunikoff“ Regener, „Lifa“, Enrico „Schratti“ Hager und Tobias „Bienenmann“ Winter). Mitglieder der „Jägertruppe“ sowie der Partei „Die Heimat“ übernahmen dort Ordnerfunktionen. Im Umfeld des Festivals wurden offen verbotene Kennzeichen (wie der SS-Totenkopf) sowie der verbotene Kühnengruß gezeigt.

    ​Hintergrund zur Band „Max Resist“: US-amerikanische Rechtsrock-/Hatecore-Band aus dem Umfeld der neonazistischen Musiknetzwerke „Blood & Honour“ (in Deutschland verboten) und den „Hammerskins“. Mehrere Tonträger der Band sind in Deutschland von der BZKJ indiziert. Die Band nutzt historisch u. a. den SS-Totenkopf als Symbol und vertreibt ihre Musik/Merchandise über extrem rechte Netzwerke (u. a. „PC Records“).

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in, Rechts im Bild, Wikipedia, Tagesspiegel vom 10.08.2026, Instagram
  • Rassistische Pöbelei am S-Bhf. Ostkreuz

    08.08.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Vier Männer pöbelten gegen 22:30 Uhr am S-Bhf. Ostkreuz rassistische Äußerungen. Zwei stiegen in eine S-Bahn, die anderen zwei gingen Richtung Wasserturm zur Busstation und pöbelten dabei weiter. Sie kriminialisierten Migrant*innen bzw. nicht deutsch gelesene Menschen. Sie schauten dabei gezielt Reisende an, um sie mit ihren Aussagen zu provozieren.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Propaganda in Wedding

    08.08.2026 Bezirk: Mitte

    Am Martha-Ndumbe-Platz und in der Lindower Straße wurden zwei Aufkleber, die "Remigration" forderten, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rechte Streamer*innen stören erneut antifaschistischen Protest in Charlottenburg

    08.08.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einem Protest von etwa 50 Personen vor dem Eingang des Charlottenburger Rathauses gegen einen "AfD"-Bürgerdialog kam es zu Störungen durch rechte bis extrem rechte Streamer*innen. Diese filmten die Teilnehmenden unter anderem gegen ihr Einverständnis in Porträtaufnahmen ab. Insgesamt fünf Personen drängten an und in den Gegenprotest und machten immer wieder provokante Äußerungen gegenüber den Teilnehmenden. Eine Streamerin versuchte immer wieder einen Sticker mit der Aufschrift "Enkel gegen Links" an die Teilnehmenden zu verteilen. Dieses Motiv soll den politischen Gegner diffamieren, indem die zivilgesellschaftliche Organisation "Omas gegen Rechts" persifliert wird. Eine andere Person rief mehrfach "Alerta, Alerta, die Kassen sind leerer! Wer soll die bezahlen?" und spielte damit auf den extrem rechten Mythos an, dass antifaschistisch Protestierende vom Staat bezahlt würden. Die Teilnehmer*innen des Gegenprotests waren teils von dem Vorgehen der Personengruppe eingeschüchtert.

    Die gezielte Beeinträchtigung demokratischer Proteste durch das Bloßstellen und Bedrängen durch rechte Streamer ist eine verbreitete extrem rechte Strategie, welche eine massiv einschüchternde Wirkung auf die Teilnehmenden haben kann.

    Quelle: Register CW via Youtube
  • Rechtsrockkonzert in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Bundeszentrale der neonazistischen Partei „Die Heimat“ fand ab dem Nachmittag ein Rechtsrockkonzert mit über 250 Gästen statt. Bei der An- und Abreise der Neonazis kam es mehrfach zu Hitlergrüßen, Kühnen-Grüßen und anderen rassistischen Gesten.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • White-Power-Zeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Abend nach dem Verlassen des Konzertes in der Seelenbinder Str. das White-Power-Zeichen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • White-Power-Zeichen in der Köpenicker Dammvorstadt

    08.08.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Ein Gast eines Rechtsrockkonzertes in der Bundeszentrale der Partei „Die Heimat“ zeigte am Nachmittag beim Verlassen des Konzertes das White-Power-Zeichen in der Seelenbinder Str.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Antimuslimisch-rassistische Veranstaltung

    07.08.2026 Bezirk: Mitte

    Am Alexanderplatz in Mitte veranstaltete die Bürgerbewegung Pax Europa eine mehrstündige Kundgebung unter der Bezeichnung „Aufklärung über den Politischen Islam“. In Redebeiträgen wurden muslimische Menschen und Eingewanderte aus mehrheitlich muslimischen Ländern wiederholt pauschal als demografische, politische und sicherheitspolitische Bedrohung dargestellt.

    Unter anderem wurde behauptet, Muslim*innen würden nichtmuslimische Gesellschaften unterwandern und bei zunehmendem Bevölkerungsanteil politische Dominanz anstreben. Ein Vertreter der veranstaltenden Organisation erklärte zudem, man müsse verhindern, dass zu viele Muslim*innen in die Politik gelangten. Weitere Beiträge brachten muslimische Menschen und Migration pauschalisierend mit Terrorismus, Messerangriffen und sexualisierter Gewalt in Verbindung.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Anti-Schwarze rassistische Pöbelei gegen Mutter in der U5

    07.08.2026 Bezirk: Mitte

    In der U5 zwischen Hauptbahnhof und Unter den Linden maßregelte eine ältere Frau wiederholt und zunehmend aggressiv eine Schwarze Mutter, weil deren Kind beim Husten zeitweise die Hand nicht vor den Mund hielt. Obwohl die Mutter weinte, das Kind verängstigt wirkte und mehrere Fahrgäste intervenierten, setzte die Frau ihre Äußerungen fort. Aufgrund der Unverhältnismäßigkeit und der anhaltend belehrenden, übergeordneten Haltung gegenüber der Schwarzen Mutter wird der Vorfall als anti-Schwarz rassistisch bewertet.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Extrem rechte Aufkleber an einer Bushaltestelle in Marienfelde

    07.08.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle Großbeerenstraße/Daimlerstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der sozialchauvinistischen und behindertenfeindlichen Parole "Antifa = asozial, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, arbeitsscheu" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Extrem rechte Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    07.08.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße stadteinwärts wurden zwei extrem rechte Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift "Dein Land liegt Dir am Herzen? #Remigration - Illegale Massenmigration stoppen!" gemeldet.

    Außerdem wurden an der gleichen Stelle zwei Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Hier wurde Antifapropaganda überklebt", zwei Aufkleber mit dem Motiv "Überklebt, Du Zecke!", ein Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration - Für ein sicheres Deutschland" und zwei Aufkleber mit der rassistischen Parole "Stolz statt bunt - Identität braucht keinen Regenbogen" gefunden.

    An der Tramhaltestelle Rhinstraße Ecke Plauener Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Parole "Schwarz, rot gold ist bunt genug" gemeldet und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
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