Antisemitische Sachbeschädigung in Moabit
Das Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke in Moabit wurde beschmiert.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Das Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke in Moabit wurde beschmiert.
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Wedding wurden zwei Aufkleber einer christlich-fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt. Am Ausgang des S-Bahnhofs wurden außerdem rassistisch-einwanderungsfeindliche Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.
Auf dem Anton-Saefkow-Platz wurden 6 großflächig in schwarzer Farbe auf den Boden aufgesprühte Hakenkreuze gemeldet. Zudem wurde der neonazistische und gegen Antifaschist*innen gerichtete Zahlencode "1161" sowie eine antimuslimische Sprüherei entdeckt. Die Neonazischmierereien wurden im Laufe des Tages von der Polizei übermalt.
Zudem wurden an den Laternen entlang der Rhinstraße (auf der Seite einer Kleingartenanlage) und an den Zauntoren/-türen der KGA die neonazistischen Zahlen- bzw. Buchstabencodes "1161" und AAFA" gemeldet.
In der Mönkeberger Straße in Gesundbrunnen wurde ein E-Scooter mit einem Hakenkreuz beschmiert.
Um den Leopoldplatz wurden acht rassistisch-einwanderungsfeinliche Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.
In der Wartiner Straße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand der Slogan "Für die Gäste nur das Beste - Remigration Airlines".
In der Garystraße an der Ecke zur Thielallee wurde ein Graffiti der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Auf dem Fitnesspark im Volkspark Wuhlheide neben der Skatebahn wurde elfmal der Schriftzug "FCK ANTIFA" entdeckt.
In der Verlängerten Rathenaustr. wurde fünfmal der Schriftzug "FCK ANTIFA" sowie der Schriftzug "FUCK YOU LINKSFASCHISTEN" entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen Geflüchtete aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.
Am Eingang der Hermann-Scheer-Schule wurde über mehrere Meter der Schriftzug "FUCK ANTIFA Fotzen" entdeckt.
In der Kreutzigerstraße und in der Boxhagener Straße wurden sechs antisemitische Plakate entfernt. Auf Ihnen wurde zum Nakba-Gedenken aufgerufen. Im Text war Geschichtsrevisionismus dargestellt und die Existenz des Staates Israel wurde in Frage gestellt.
So beginnt die Erzählung 1948, die Bezeichnung des Staates Israel wird durchgängig in Anführungszeichen geschrieben und es ist die Rede vom Besatzungsparlament.
In der Randowstraße Ecke Vincent-van-Gogh-Straße wurden mehrere gegen Antifaschismus gerichtete Aufkleber aus einem Neonaziversand gemeldet. Auf dem Motiv stand die Parole "Love animals, hate antifa".
In der Wiecker Straße wurde zudem ein rassistischer Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Döp dödö döp - Sylt" in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt. Das "Döp dödö döp" ist eine Anspielung auf den Gigi d'Agostino-Song „L’amour toujours“ ("Sylt-Song"), der im Sommer 2024 mit einer verfremdeten Version, die rassistische Parolen enthielt, neue Bekanntheit erlangte.
In der Ostendstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet" mit den Farben Schwarz-Weiß-Rot sowie einem stilisierten Reichsadler entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Prinzenstraße wurde der angebrachte Code "1161" (Anti-Antifa) überklebt.
Am Fahrplan der Bushaltestelle Johannisthal Kirche wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
Auf einem Fußweg westlich hinter dem Metropolitan-Park wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass Anzeige erstattet wurde und die Schmiererei übermalt wurde.
Am Gleis des S-Bahnhofs Nöldnerplatz wurden mehrere "Anti-Antifa"-Aufkleber und ein sozialdarwinistisches Motiv "Linker Lump zur praktischen Arbeit" aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Der letztgenannte Aufkleber vermittelt die Botschaft, dass bestimmte Gruppen – hier politische Gegner*innen – weniger wert seien und „zur Arbeit gezwungen“ werden müssten. Dies entspricht sozialchauvinistischen oder hierarchischen Denkweisen, wie sie innerhalb der extremen Rechten verbreitet sind. Zudem ist die Zeichnung auf dem Motiv als queerfeindlich zu werten.
Am Ausgang Schiffbauerdamm des Bahnhofs Friedrichstraße wurde ein Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "Der III. Weg" entdeckt und überklebt.
Auf einem Baustellenschild in der Stubenrauchstraße in Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (Anti-antifaschistische Aktion) entdeckt.
Eine Mitarbeiterin einer Friedrichshainer Bibliothek wurde aufgrund ihrer Kopfbedeckung von einer Person rassistisch beleidigt.
In der Atzpodienstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" gefunden.
In der Erich-Lodemann-Str. wurde ein Aufkleber der "Identitären Bewegung" mit der rassistischen Forderung nach einer "Remigration" entdeckt und entfernt.
In einem Buch wurde von einem Bibliotheksnutzer ein Zettel hinterlassen. Darauf stand "Die Gemeinschaft tötet Kinder für Snufvideos! Bitte tretet aus!". Solche Zettel, mit immer der gleichen Botschaft, wurden in der Vergangenheit schon häufig in Büchern aufgefunden.
Die Botschaft schließt an extrem rechte, antisemitische Verschwörungsfantasien an. Adrenochrome (angebliche Droge, gewonnen aus Kinderblut) sind Hinweise auf die "QAnon"-Verschwörungserzählung, die antisemitische Bezüge beinhaltet. Der Verschwörungsmythos, dass Kinder entführt würden, um aus ihnen Adrenochrome zu gewinnen, gilt als eine moderne Variante der antisemitischen Ritualmordlegenden.
Es wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Antifa = Antideutsch, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, asozial" in Kombination mit einem durchgestrichenen Symbol der "Antifaschistischen Aktion" am Volkspark Mariendorf gefunden
Am S-Bahnhof Friedrichshagen wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Auf einer Bank im Park an der Schätzelbergerstraße wurden zwei Hakenkreuze entdeckt und entfernt.
In einem Restaurant in Wilmersdorf fand eine neurechte Lesung statt. Die Veranstaltung wurde klandistin von einem Autor organisiert, der der "Neuen Rechten" zugeordnet werden kann und der in der Vergangenheit bereits in leitender Funktion für die "Identitäre Bewegung" in Erscheinung trat. Unter anderem war auch ein Redakteur der neurechten Zeitung "Junge Freiheit" anwesend.
Veranstaltung wie diese können der Vernetzung und dem Austausch ultrakonservativer bis extrem rechter Akteure dienen.
Auf einem Mülleimer auf dem Arndtplatz wurde der Schriftzug "AUSLÄNDER RAUS! ISLAM = TERROR" entdeckt und entfernt.
In der Kaskelstraße wurde ein extrem rechter, gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "We hate Antifa" und ein queerfeindlicher Aufkleber gefunden und entfernt.
In der Bundeszentrale der Partei "Die Heimat" fand am Abend ein extrem rechtes Konzert mit ca. 20 Besuchenden statt. Dagegen protestierten Antifaschist*innen auf dem Mandrellaplatz.
An der legalen Sprayer*innenwand in der Altenhofer Straße Ecke Landsberger Allee wurde ein Graffiti mit dem Schriftzug "8.Mai 1945 - Wir feiern nicht!" in Kombination mit den Kürzeln "NRJ" (= "Nationalrevolutionäre Jugend") und "D3.W" (="Der Dritte Weg") und einem durchgestrichenen Hammer und Sichel zu sehen. Das neonazistische und NS-verherrlichende Graffiti wurde nach wenigen Stunden unkenntlich gemacht.
Ebenfalls am Altenhofer Dreieck wurde um ca. 14 Uhr ein Kampfsporttraining von bis zu 15 Personen beobachtet, bei denen es sich um Aktivist*innen der Neonazipartei "Der III. Weg" und seiner Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) gehandelt haben könnte.
Gegen 19:20 Uhr wurde am Ostkreuz aus einer Jugendgruppe heraus der Hitlergruß gezeigt.
Ein Besucher eines extrem rechten Konzerts in der Bundeszentrale von "Die Heimat" zeigte bei der Anreise in der Seelenbinderstr. den sogenannten Kühnen-Gruß. Es handelt sich dabei um eine verbotene Abwandlung des Hitlergruß.
Ein bekannter Neonazi filmte eine antifaschistische Kundgebung gegen ein Konzert in der Bundeszentrale der Partei "Die Heimat" auf dem Mandrellaplatz ab und stellte seinen Stream auf der Plattform "Youtube" in seinem Kanal online. Bereits in der Vergangenheit stellte der Neonazi Listen über politische Gegner*innen ins Netz. Neben ihm begleiteten noch zwei weitere Streamerinnen die Kundgebung.
In der Ottomar-Geschke-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am Platz des 18. März hielten zwei Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am Mittag verteilte die extrem rechte Partei "Die Heimat" am Allendecenter Informationsmaterial und Blumen.
Am Mandrellaplatz verteilte die extrem rechte Partei "Die Heimat" Infomaterial und Blumen.
In der Koppenstraße / Ecke Karl-Marx-Allee wurde ein Sticker "We hate Antifa" unkenntlich gemacht.
Zum Tag der Befreiung machten Reichsbürger*innen eine Veranstaltung am sowjetischen Ehrenmal.
Ein extrem rechter Streamer versuchte gegen 16:00 Uhr das "Straßenfest der Vielfalt" am Annemirl-Bauer-Platz am Ostkreuz zu stören. Ihm wurde durch die Veranstaltenden ein Hausverbot ausgesprochen, worauf hin er einen Mitarbeiter der Security beleidigte. Im Livestream verbreitete er zudem die Lüge, dass "Holzpenisse an Kinder verteilt" worden wären und versuchte, Polizisten zu provozieren. Da er den Platzverweis auch durch die Polizei nicht zur Kenntnis nehmen wollte, wurde er in Haft genommen. Mit der Festnahme brach der Livestream ab.
Um seinen Gesinnungskameraden zu unterstützen, tauchte ein weiterer extrem rechter Streamer gegen 17:30 Uhr auf dem Fest auf. Als ihm durch die Veranstaltenden das Hausverbot ausgesprochen wurde, schubste er eine Mitabeiterin, die dies zur Anzeige brachte. Kurz darauf wurde er von der Polizei festgenommen, da er damit drohte, sich gegen das Hausverbot zu wehren und sich den Weg mit einer mitgebrachten Schreckschusspistole freizuschießen.
Am Bahnhof Westhaven wurde "zion scum" ("zionistischer Abschaum") an eine Werbetafel geschmiert.
Am Rande einer Demonstration gegen Wehrpflicht wurde ein Mann, der eine Antifafahne trug, auf der im Antifa-Emblem zwei Israelflaggen abgebildet waren, vor dem Brandenburger Tor von einem Demonstartionsteilnehmer angesprungen und ihm mit körperlicher Gewalt die Fahne entrissen. Bereits vorher war eine kleine Gruppe um den Fahnenträger von einer deutlich größeren Gruppe von Demoteilnehmenden aus der Demo an den Rand gedrängt worden.
In der Ausstellung eines Museums wurde ein Ausstellungsstück homofeindlich beschmiert und dadurch beschädigt.
Auf einer Baustellenbarke an der Hildburghauser Straße in Lichterfelde-Süd wurde ein queerfeindlicher Sticker entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heteronormativen Kleinfamilie, die sich mit einem Regenschirm vor einer Progress-Pride Flag "schützt". Im Regenschirm ist ein christliches Kreuz abgebildet.
Im Heinrich-Lassan-Park wurde ein Bank des Projektes „Rote Bänke“ – bei dem der Bezirksrat rote Bänke mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufgestellt hatte – mutwillig beschädigt. Die Aufschrift auf der Bank wurde durch Einritzungen in „Ein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ geändert.
Die Bänke dienen als sichtbares Symbol gegen geschlechtsspezifische Gewalt und sollen auf Hilfsangebote aufmerksam machen.
Es wurde ein antisemitisches Plakat gefunden, auf dem "The Protocols of the Elders of Zion" verbrannt wird.
"Die Protokolle der Weisen von Zion" sind ein antisemitisches Pamphlet. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von unbekannten Redaktoren vermutlich in Russland auf der Grundlage mehrerer fiktionaler Texte erstellt und gilt als zentrales Referenzdokument des weltweiten Antisemitismus und insbesondere des antisemitischen Verschwörungsdenkens. Die Protokolle geben vor, die Pläne jüdischer Weltverschwörer wiederzugeben.
An einer Ampel an der Kreuzung Brückenstr./ Schnellerstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt.
Erneut wurden in Neu-Hohenschönhausen mehrere großflächige, NS-verherrlichende Graffiti gemeldet:
In der Crivitzer Straße Ecke Grevesmühler Straße wurden Stromkästen mit der schwarz-weiß-roten Reichsflagge und dem Schriftzug "Chromfaschisten", sowie dem Kürzel "CF" besprüht.
Zudem wurde dort auch ein in chrom gesprühtes Graffiti mit "CF" und der Parole "Adolf unvergessen" entdeckt.
In der Nähe eines dort gelegenen Jugendtreffs befand sich ebenfalls ein in schwarz-weiß-rot besprühter Stromkasten.
An der Tiertafel in der Wustrower Straße wurde ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift „Love Football. Hate Antifa“ gefunden und entfernt.
Und neben dem Lindencenter in der Falkenberger Chaussee wurde ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" mit der Parole „Neuer deutscher Standard“ gemeldet und entfernt.
An der Ecke Brüsseler Straße / Lütticher Straße wurde ein Aufkleber, der "Millionenfache Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Vereinsstr./ Johannes-Werner-Str. wurde ein anti-muslimischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Teltowkanal, sowohl auf der West-, als auch auf der Ostseite in Lichterfelde wurden mehrere Schmierereien gegen Antifaschist*innen entdeckt und unkenntlich gemacht. Mehrere Schmierereien befanden sich in der Nähe des Hubschrauberlandeplatzes des Benjamin-Franklin-Krankenhauses. Eine weitere Schmiererei wurde in der Bäkestraße entdeckt.