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Register Charlottenburg-Wilmersdorf

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Vorfalls-Chronik


  • Beleidigung gegen politische Gegner*innen an der TU

    05.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die Präsidentin der Technischen Universität beschrieb in einem
    Zeitungsartikel: Ein "AfD"-Abgeordneter habe einen selbstverwalteten Raum in der "Technischen Universität" in Charlottenburg ohne Vorankündigung betreten. Der Abgeordnete habe die Anwesenden auf ein antifaschistisches Transparent an dem Universitätsgebäude angesprochen und das Gespräch zugleich filmen lassen. Der mehrmaligen Bitte der Anwesenden, das Filmen einzustellen und das Videomaterial zu löschen, sei nicht nachgekommen worden.
    Ein Student berichtete: Der Abgeordnete habe ihn als "Faschist" bezeichnet, und zwar gegenüber dem hinzugerufenen Universitätspersonal.

    Quelle: Register CW, Frankfurter Rundschau vom 10.02.26
  • Schwulenfeindliche Aufkleber in Charlottenburg

    05.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Sophie-Charlotten-Straße in Charlottenburg wurden mehrere schwulenfeindlicher Aufkleber entdeckt. Die Bezeichnung "Gay" und zwei Männlichkeitszeichen wurden darauf zur Diffamierung eines Fußball-Teams genutzt. Zudem wurde auch eine sexistische Beleidigung genutzt.

    Quelle: Register CW
  • Extrem rechte Aufkleber in Charlottenburg

    04.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Niebuhrstraße, am Hindemithplatz und in der Wilmersdorfer Straße wurden eine Reihe antimuslimisch-rassistische und extrem rechte Sticker entdeckt und entfernt. Mehrheitlich stammen die Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversandhandel. Mehrere Aufkleber trugen die Aufschrift „Wir müssen draußen bleiben“ und zeigten eine stereotype Abbildung eines bewaffneten Mannes und einer verschleierten, bewaffneten Frau in religiöser Kleidung. Auf einigen Aufkleber befand sich der Text: "Bitte flüchten Sie weiter. Es gibt hier nichts zu wohnen. Refugees not welcome". Ein weiterer Sticker war vom extrem rechten Compact-Magazin.

    Außerdem klebte an einer Rolltreppe im Bahnhof Charlottenburg ein extrem rechter Aufkleber, der sich gegen die Grünen richtet. Darauf war das Piktogramm von zwei Personen vor einem blauen Hintergrund zu sehen, die sich mit einen Regenschirm in schwarz-weiß-rot mit der Aufschrift "Deutschland" vor grüner Farbe schützen. Dazu war in Frakturschrift die Parole "Heimatschutz. Werft die Grünen aus dem Land!" abgebildet. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Versandhandel.

    Quelle: Register CW, Meldeformular Berliner Register
  • LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber in Charlottenburg

    04.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Schlossstraße in Charlottenburg wurde ein christlich begründeter LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Mit dem Aufdruck "Der Regenbogen gehört Gott!" und entsprechenden Bibelbelegen, wird das zentrale Symbol queerer Bewegung vereinnahmt. In einer gleichnamigen Petition wird die LGBTIQ*-Community in einen Zusammenhang mit Unzucht und Unmoral gestellt.

    Quelle: Register CW
  • Antifeministische Sachbeschädigung in Wilmersdorf

    03.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Am Leon-Jessel-Platz wurde eine beschädigte Bank des Projekts "Rote Bänke" entdeckt. Aus der Aufschrift "Nimm Platz gegen Gewalt an Frauen" wurde "Nimm Platz FÜR Gewalt an Frauen" gemacht. Die Bank musste anschließend neu gestrichen und gestaltet werden.

    Die roten Bänke sollen im Bezirk ein sichtbares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen, das Thema aus der Tabuzone holen und die Gesellschaft sensibilisieren.

    Quelle: Register SZ, Miteinander im Kiez e.V.
  • Extrem rechter Videodreh in Charlottenburg

    03.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die extrem rechte Kleinstpartei "Die Heimat" (ehemals NPD) drehte an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg ein Video mit rassistischen Inhalten. In dem Video stehen acht Personen, die Kleidung der Partei tragen, hinter einem großen Ausdruck eines Schecks der Partei, ausgestellt an die AG City für die Erhaltung der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Ku'damm. Der Vorsitzende der Partei "Die Heimat" behauptet in dem Video, dass die Stadt kein Geld mehr für Weihnachtsbeleuchtung habe, sondern nur für "Asylantenheime". Zudem behauptete er, dass zukünftig von der Kirche Muezzin-Rufe erschallen würden. Mit diesen Erzählungen wird eine Feindschaft gegen geflüchtete Menschen und Muslim*innen geschürt. Während des Videodrehs wurden auch Sprechchöre angestimmt. Das Video wurde daraufhin auf den Social-Media-Kanälen von "Die Heimat" online gestellt.

    Die AG City teilte laut Presseartikeln mit, das Geld nach Erhalt zurücküberwiesen zu haben.

    Quelle: Register CW, Facebook, tagesspiegel vom 5.11.2025
  • NS-verharmlosende Inhalte auf verschwörungsideologischer Kundgebung in Charlottenburg

    03.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg hielten etwa 20 Verschwörungsideolog*innen und Reichsbürger*innen eine Kundgebung ab.

    In den Redebeiträgen und auf Schildern wurden verschiedene verschwörungsideologische Inhalte zur Corona-Pandemie geteilt. In einem Redebeitrag wurde die aktuelle Regierung mit dem NS-Regime gleichgesetzt. Dabei handelte es sich um NS-Verharmlosung.

    Quelle: Register CW, Youtube
  • Homofeindlicher Sticker in Charlottenburg

    02.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker wurde am U-Bahnhof Adenauerplatz entdeckt. Die Bezeichnung "Gay" und zwei Männlichkeitszeichen werden darauf zur Diffamierung eines Fußball-Teams genutzt. Zudem wird auch eine sexistische Beleidigung genutzt.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rechtes Vernetzungsevent in Charlottenburg

    02.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einer Bar in Charlottenburg fand eine Studenten-Party der europäischen Fraktion "ESN" (Europa der souveränen Nationen) statt. In der Wissenschaft wird die ESN, als "nicht unwesentlich aus rechtsextremen Parteien bestehend" eingeordnet. Neben "AfD"-Mitgliedern und Politikern waren bei dem Treffen unter anderem Mitglieder der polnischen Partei "Nowa Nadzieja", eine extrem rechte Influencerin aus dem Umfeld der "Identitären Bewegung" und ein Redakteur der neurechten Zeitung "Junge Freiheit" anwesend.

    Veranstaltung wie diese können der Vernetzung und des Austauschs ultrakonservativer bis extrem rechter Akteure und Parteien dienen.

    Quelle: Register CW, Instagram
  • Antiziganismus an Schule in Charlottenburg-Wilmersdorf

    01.11.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Schüler*innen beleidigten und mobbten ein Mädchen an einer Schule in Charlottenburg-Wilmersdorf mehrfach antiziganistisch, sowohl in ihrer Klasse als auch auf dem Schulhof. Infolgedessen wollte das Mädchen nicht mehr zur Schule gehen. Das Datum entspricht nicht den Vorfallsdaten.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Antisemitische E-Mail in Charlottenburg

    31.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die Organisator*innen einer Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus in Charlottenburg erhielten eine E-Mail, die zwei PDF-Dateien mit zahlreichen antisemitischen Aussagen enthielt. Der Verfasser behauptete unter anderem, Antisemitismus sei keine reale Form von Hass oder Diskriminierung, sondern ein „zionistisches Geschäftsmodell“, das von „jüdischen Funktionseliten“ zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme genutzt werde, hierfür würde auch die Schoah genutzt. Dadurch wird jede Form von Kritik an Antisemitismus und seiner Prävention delegitimiert.

    In den beigefügten Texten wurden Jüdinnen*Juden u. a. als Teil einer globalen Verschwörung dargestellt, die Politik, Medien und Wissenschaft steuere. Israel wurde mehrfach mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt und als „völkerrechtswidriger Siedlerkolonialstaat“ bezeichnet und damit dämonisiert und delegitimiert. Die Shoah wurde relativiert und Antisemitismusbeauftragte als „zionistische Propagandisten“ diffamiert. Zudem wurden klassische antisemitische Stereotype über „den Juden“ als angeblichen Lügner und Manipulator reproduziert und Gewalt gegen Jüdinnen*Juden legitimiert.

    Quelle: Demokratiebüro Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Antisemitismus auf Veranstaltung in Charlottenburg

    30.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf dem Breitscheidplatz in Charlottenburg fand eine Spontankundgebung mit etwas 15 - 20 Teilnehmer*innen statt, auf der israelbezogene Antisemitische Sprechchöre gerufen wurde. Israel wurde dabei u. a. beschuldigt Kinder zu töten („Zionisten sind Faschisten – töten Kinder und Zivilisten“), was auf die antisemitische Ritaulmordlegende anspielt und durch die Parole "Yallah, yallah Intifada" wurde Gewalt gegen Juden*Jüdinnen verherrlicht.

    Quelle: Register CW
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    30.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Rolltreppe vom U-Bahnhof Adenauer Platz wurde ein Sticker mit "AfD"-Logo entdeckt, auf dem mittig ein Flugzeug abgebildet war und ober- bzw. unterhalb der Text "Remigration? Na klar!"

    "Remigration" wird seit einigen Jahren von der extremen Rechten, insbesondere der sogenannten "Identitären Bewegung" benutzt. Damit wird die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien gefordert.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antisemitische Beleidigung in Charlottenburg

    28.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einer Sitzung des Studierendenparlaments der Technischen Universität Berlin (TU) in Charlottenburg wurden jüdische Studierende ausgelacht, als sie ihre Sorgen vor Antisemitismus an der Uni teilten.

    Das Auslachen kann als Herabwürdigung von Jüdinnen*Juden im Zusammenhang mit ihren spezifischen Schutzbedarfen verstanden werden und diente dazu, ihre Betroffenenperspetive zu diskreditieren.

    Quelle: Register CW via Instagram
  • Racial Profiling in der U9 in Charlottenburg

    28.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Drei BVG-Kontrolleur*innen diskriminierten am Zoologischen Garten in der U9 eine Schwarze Person rassistisch. Trotz eines gültigen Fahrscheins forderten sie laut Zeug*innen die Person auf, die U-Bahn zu verlassen, und behaupteten, dass die Person obdachlos sei. Sie versuchten dies auch mit Gewalt durchzusetzen. Erst als sich mehrere Umstehende und die Zugführerin solidarisierten, ließen sie von der Person ab und diese konnte weiterfahren.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antisemitische Beschädigung eines Plakats

    24.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Am U-Bahnhof Heidelberger Platz wurde am Gleis ein beschädigtes Plakat einer Verständigungsinitiative gegen Antisemitismus entdeckt. Das Plakat warb für ein friedliches Miteinander zwischen Juden*Jüdinnen und Araber*innen. Die stilisierte jüdische Person darauf wurde gezielt herausgekratzt und mehrfach der Schriftzug "Free Gaza" auf das Plakat geschmiert und eingeritzt. Vorbeigehende jüdische Personen fühlten sich daraufhin diskriminiert und bedroht.

    Quelle: Register CW via Mail
  • Rassistische Veranstaltung in Charlottenburg

    22.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Bibliothek des Konservatismus fand ein Vortrag statt, in dem u. a. das Buch „Good morning Germanistan - wird jetzt alles besser?“ durch die beiden Autoren vorgestellt wurde. Der Begriff „Germanistan“ kann so verstanden werden, dass er durch die Anlehnung an Namen arabischer Staaten eine vermeintliche Rückschrittlichkeit Deutschlands verdeutlichen soll. Dies kann als rassistisch eingeordnet werden, weil arabische Staaten pauschal mit Rückständigkeit gleichgesetzt werden. Im Laufe des Vortrags wurden diese Bilder immer wieder aufgegriffen und untermauert. Beispielsweise wurden Muslim*innen wiederholt kollektiv mit Zwang, Gewalt und Terror in Verbindung gebracht. Muslimisches Leben kann dadurch als grundsätzliche Gefahr dargestellt verstanden werden. Weitere Inhalte des Vortrags betrafen LGBTIQ*-Personen: Aussagen zum Selbstbestimmungsgesetz und zu trans, inter und nichtbinären Menschen können als abwertend und ausgrenzend bewertet werden. Aussagen zu Politikerinnen können als antifeministisch motiviert eingeschätzt werden.

    Quelle: Register CW
  • Diskriminierende und extrem rechte Aushänge in Charlottenburg

    21.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Schlossstraße wurde ein selbst gedruckter Aushang an einem Straßenschild entdeckt und entfernt. Auf dem Aushang befanden sich Ausschnitte aus verschiedenen Zeitungsartikeln. Zwei Ausschnitte richteten sich mit christlich-theologischen Begründungen gegen homosexuelle Partnerschaften und die "Ehe für Alle" und können als LGBTIQ*-feindlich eingeordnet werden. Ein weiterer Ausschnitt brachte den Islam und alle Muslim*innen in einen Zusammenhang mit Terror und Gewalt und bediente damit antimuslimisch-rassistische Bilder.

    In der Windscheidstraße Ecke Kantstraße wurden außerdem zwei Aushänge entdeckt, welche für den rechten TV-Sender "Auf1" und andere extrem rechte Websites und Influencer*innen warben. Der österreichische TV-Sender verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte. Auf den Aushängen befanden sich ebenso rechte bis verschwörungsideologische Inhalte.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rassistischer Sticker in Wilmersdorf

    21.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Landhausstraße wurde ein Aufkleber mit dem rassistischen Spruch "Abschieben schafft Wohnraum" aus dem Sortiment eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Daneben war eine junge blonde Frau abgebildet, die mit ihren Händen ein Herz formte. Damit wurde zum einen suggeriert, dass nur Personen, die blond und weiß sind, in Deutschland bleiben dürfen. Zum anderen wurde behauptet, dass Abschiebungen die einzige Lösung von Ressourcenproblemen seien.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antifeministische Sachbeschädigung in Wilmersdorf

    17.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Am Nikolsburger Platz wurde eine beschädigte Bank des Projekts "Rote Bänke" entdeckt. Zu der mehrsprachigen Aufschrift "Nein" wurde "Ja" in verschiedenen Sprachen geschmiert. Aus der Aufschrift "Du bist nicht allein" wurde "Du bist cht allein" gemacht. Die Bank musste anschließend neu gestrichen und gestaltet werden.

    Die roten Bänke sollen im Bezirk ein sichtbares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen, das Thema aus der Tabuzone holen und die Gesellschaft sensibilisieren.

    Quelle: Pangea Haus
  • Antiziganistischer und rassistischer Beitrag in der BVV

    16.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einem Redebeitrag in der Bezirksverordnetenversammlung äußerte ein Vertreter der "AfD"-Fraktion im Zusammenhang mit einem Antrag zum Erhalt des Pangea-Hauses, dass bestimmte dort ansässige Vereine „entbehrlich“ seien. Dabei kritisierte er Beratungsangebote für „reisende Familienverbünde aus Osteuropa“ und unterstellte diesen unter Verweis auf angebliche Auskünfte von Jobcentern einen missbräuchlichen Bezug von Sozialleistungen. Durch die Verwendung von Chiffren wie „reisend“, „Osteuropa“ und „große Familienverbünde“ sowie das Narrativ des Sozialleistungsmissbrauchs wurden klassische antiziganistische Stereotype reproduziert.

    Im weiteren Verlauf des Redebeitrags sprach sich der "AfD"-Vertreter dafür aus, Vereine zu fördern, die „ausreisewillige oder ausreisepflichtige Ausländer“ bei der „Repatriation“ beraten, und verwies zustimmend auf sogenannte „Remigrationsmaßnahmen“. Der Begriff „Remigration“ ist eine zentrale Chiffre extrem rechter Diskurse für die massenhafte Abschiebung von Menschen mit Migrationsgeschichte. Zwar argumentiert die "AfD", dass sie unter dem Begriff etwas Anderes verstehe und diese Forderung mit demokratischen Werten vereinbar sei, sowie, dass ihnen jeder andere Begriff genauso Recht wäre, doch ändert dies nichts an seiner Bedeutung und Verbreitung im extrem rechten Diskurs. Durch die stetige Nutzung der "AfD"-Fraktion wird das dahinterstehende extrem rechte Konzept normalisiert.

    Quelle: Livestream BVV 16.10.25
  • Rassistischer Flyer in Briefkasten in Westend

    16.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In Westend wurde ein Flyer des "AfD"-Bezirksverband Charlottenburg-Wilmersdorf und die Parteizeitung Blauer Bote des Landesverband der "AfD" (Ausgabe Sommer 2025) in einem Hausflur entdeckt. In dem Flyer wurde mit abwertender Sprache („Riesen-Asylantenheim“, „Asylanten“) Stimmung gegen die geplante Geflüchtetenunterkunft in der Soorstraße gemacht und ein Zusammenhang von Migration zu Kriminalität und Verwahrlosung hergestellt. In der Zeitung wurde die Einführung eines „Tags gegen Islamfeindlichkeit“ in Berlin kritisiert und Engagement gegen antimuslimischen Rassismus wurde pauschal in Zusammenhang mit „islamistischen Aktivisten“ gebracht. Die Inhalte können als rassistisch gewertet werden.

    Quelle: Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Flyer in der TU für eine extrem-rechte Veranstaltung

    15.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Mensa Hardenbergstraße der TU wurden zahlreiche Flyer zu einer extrem-rechten Veranstaltung entdeckt und entfernt. Die Flyer warben für eine vergangene Lesung einer Autorin, die zum Zeitpunkt des Vorfalls der Neuen Rechten zugerechnet wurde und sich zuvor im Umfeld der extrem-rechten "Identitären Bewegung" öffentlich gezeigt hatte. Die Veranstaltung fand in den Veranstaltungsräumen eines ehemaligen AfD-Politikers in Berlin statt.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Andauernde rassistische Äußerungen in Charlottenburg-Wilmersdorf

    09.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Ein Mitarbeiter eines Theaters äußerte sich wiederholt anti-asiatisch rassistisch und geflüchtetenfeindlich. Nachdem eine betroffene Person Unterstützung bei ihrem Arbeitgeber suchte und die Vorfälle bei einer internen Beschwerdestelle meldete, wurde der Mitarbeiter für zwei Wochen suspendiert. Eine Aufarbeitung, weitere Konsequenzen und ein langfristiger Umgang mit rassistischen Äußerungen waren zum Zeitpunkt der Meldung nicht bekannt.

    Quelle: Meldestelle AAR / GePGeMi
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    09.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Herderstraße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "White Lives matter" entdeckt und entfernt. 'White Lives Matter' (dt.: Weiße Leben zählen) ist eine Gegenkampagne der extremen Rechten zur antirassistischen Bewegung 'Black Lives Matter' (Schwarze Leben zählen), die nach dem rassistischen Mord an George Floyd auch in Deutschland zu vielen Demonstrationen gegen Rassismus und Polizeigewalt führte. Mit dem Slogan 'White Lives Matter' sollen die rassistischen Morde an PoC (People of Color) relativiert und verhöhnt werden.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antiziganistische Diskriminierung in Charlottenburg-Wilmersdorf

    08.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einem Termin, bei der eine rumänische Familie eine Wohnungslosenunterkunft zugewiesen werden sollte, wies die zuständige Person der Familie nicht nur keine Unterkunft zu, sondern überhäufte die Familie mit abwertenden Kommentaren, erteilte falsche Auskünfte und unterstellten ihnen Sozialleistungsmissbrauch.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Antisemitische Bedrohung in Charlottenburg

    07.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Eine Frau las auf ihrem Telefon in der U-Bahn einen Artikel auf Hebräisch. Ein Mann stieg an derselben Station aus wie sie, überholte sie und ging die Treppe hoch. Danach sah er sie direkt an und zeigte ihr den Hitlergruß.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Antiziganismus in Charlottenburg-Wilmersdorf

    01.10.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In Charlottenburg-Wilmersdorf fand ein antiziganistischer Vorfall statt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Vorfallstag.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Geschichtsrevisionistische Aushänge in Charlottenburg-Wilmersdorf

    25.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An verschiedenen Orten in Charlottenburg-Wilmersdorf wurden an Stromkästen und Laternenpfählen angebrachte Flyer entdeckt, die für einen Beitritt zu den "Internationalen Legionen" des ukrainischen Militärs werben. Auf den Aushängen war ein Schwarz-Weiß-Foto von deutschen Kriegsgefangenen zu sehen. Überschrieben war das Foto mit dem Aufruf "Nimm deine Revanche - Gemeinsam mit den ukrainischen Befreiern". Dies ist eine Bezugnahme auf eine angebliche Schmach durch den verlorenen 2. Weltkrieg, die es nun zu rächen gälte. Da der Krieg und seine Folgen durch das nationalsozialistische Deutschland verschuldet sind, handelt es sich bei dieser Darstellung um Geschichtsrevisionismus, der als Verharmlosung des Nationalsozialismus eingeordnet werden kann. Die Aushänge wurden auch von Anwohnenden kontrovers aufgenommen und Medien berichteten darüber.

    Quelle: X, BZ von 30.09.2025
  • Rassistische Veranstaltung in Charlottenburg

    24.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der "Bibliothek des Konservatismus" in der Fasanenstraße fand ein Vortrag statt. Der Vortragende brachte in seinem Vortrag Geflüchtete und Migration aus "kulturfremden Ländern" in eine Verbindung mit "schwerer Gewalt und Sexualdelikten" und schrieb ihnen eine destabilisierenden Wirkung auf das öffentliche Gemeinwesen zu. Dabei nutzte er immer wieder Begiffe wie "Migrationsproblem" und "Massenmigration" und stellte diese als "unkontrolliert" dar. Diese Darstellungen können als rassistische Narrative verstanden werden, die Angst und Feindschaft gegen Geflüchtete schüren.

    Quelle: Register CW
  • Rassistischer Sticker in Wilmersdorf

    22.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Bushaltestelle Rüdesheimer Platz wurde ein Sticker eines rechten Versandhandels entdeckt und entfernt, der "Abschieben schafft Sicherheit" propagierte. Damit werden geflüchtete Menschen pauschal mit Kriminalität, Gewalt und gesellschaftlichem Zerfall verknüpft und so als kollektive Bedrohung markiert.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rassistischer Vorfall im Westend

    22.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Es kam an diesem Tag zu einem rassistischen Vorfall im Westend. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Antisemitismus auf Veranstaltung in Charlottenburg

    19.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf einer propalästinensisches Spontankundgebung am Bahnhof Zoologischer Garten in Charlottenburg kam es zu verschiedenenen israelbezogenen antisemitischen Äußerungen auf Schildern und in Sprechchören.

    Mit „There is only one state, Palestine ’48“ wurde die Auslöschung Israels gefordert und damit das Existenzrecht des jüdischen Staates bestritten. Außerdem wurde "From the River to the Sea - Palestine will be free" gerufen und auf Schildern gezeigt. Durch ein Palästina "vom Fluss zum Meer" wird Israel ebenfalls das Existenzrecht abgesprochen. Die Rufe „There is only one solution, Intifada revolution“ oder "yallah, yallah Intifada" verherrlichten zudem Gewalt gegen Jüdinnen*Juden.

    Zusätzlich wurde Israel beschuldigt Kinder zu töten („Zionisten sind Faschisten – töten Kinder und Zivilisten“), was auf die antisemitische Ritaulmordlegende anspielt und durch die Parole "Gaza - Hamas - Qassam" wurde der antisemitische Terror der Hamas verherrlicht.

    An der Kundgebung nahmen etwas 40 Personen teil.

    Quelle: JFDA e. V. vom 22.09.25, Tagesspiegel vom 19.09.25, Democ vom 24.09.25, Register CW
  • Rassistischer Beitrag in der BVV

    18.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Bezirksverordnetenversammlung brachte die "AfD"-Fraktion einen Antrag ein, in dem sie ein "Remigrationsprogramm für ausländische Obdachlose" vorschlug.

    Der Begriff „Remigration“ wird in extrem rechten Diskursen als Chiffre für die massenhafte Ausweisung oder Abschiebung von Menschen mit Migrationsgeschichte genutzt, auch unabhängig von deren Staatsbürgerschaft. Damit richtete sich der Antrag gegen die gleichberechtigte Zugehörigkeit von Migrant*innen und ihren Nachkommen und kann als rassistisch eingeordnet werden.

    Zwar argumentiert die "AfD", dass sie unter dem Begriff etwas Anderes verstehe und diese Forderung mit demokratischen Werten vereinbar sei, sowie, dass ihnen jeder andere Begriff genauso Recht wäre, doch ändert dies nichts an seiner Bedeutung und Verbreitung im extrem rechten Diskurs.

    Zusätzlich fragte ein Vertreter der AfD in einer mündlichen Anfrage das Bezirksamt nach dem Entfernen einer rassistischen Propagandaaktion des rechten Mediums "Deutschlandkurier" - ein sogenanntes Mahnmal für die Opfer der "Massenmigration". In der Beantwortung der Anfrage wurde die volksverhetzende Wirkung der Aktion hervorgehoben und begründet, dass das Entfernen die Demokratie schütze. Der Fragesteller hatte einige Wochen zuvor im Interview mit dem besagten Medium in seiner Position als Bezirksverordneter die Errichtung des sogenannten Mahnmals als "ganz wichtigen Schritt" bezeichnet. Seine mündliche Anfrage kann als erneute Sympathiebekundung mit dieser rassistischen Aktion eingeordnet werden.

    Quelle: Livestream BVV 18.09.25
  • Erneut Sticker gegen politische Gegner*innen in Wilmersdorf

    17.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Bushaltestelle Rüdesheimer Platz und in der Aßmannhauser Straße wurden erneut extrem rechte Sticker verklebt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richten. Zwei Sticker stammten von einem extrem rechten Onlineversandhandel und zeigten verschiedene linke Symbole mit der Aufschrift "Hier wurde Gedankenabfall überklebt". Zwei andere Sticker warben für die extrem rechte Kampagne "Ein Prozent" und haben die Aufschrift "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt". Zudem war ein Sticker durch einen Edding zu der Aussage "No Place for Islamisierung" verändert worden. Mit dem Narrativ einer angeblich "drohenden Islamisierung" wird antimuslimischer Rassismus verbreitet.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antipalästinensisch-rassistische Schmiererei in Charlottenburg

    15.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf dem Kurfürstendamm wurde ein Schriftzug "Viva Palästina" durchgestrichen und darunter mit Edding "existiert nicht!" geschmiert. Die Nicht-Anerkennung eines palästinensischen Hoheitsgebiets kann als Rassismus eingeordnet werden.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antisemitische Schmiererei in Wilmersdorf

    14.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf Glascontainern in der der Nähe des U-Bahnhofes Berliner Straße in Wilmersdorf wurde mehrfach die israelbezogene antisemitische Schmiererei "Fuck Israhell" entdeckt. Mit der Parole "Israhell" wird Israel als Staat nicht einfach kritisiert, sondern dämonisiert und als grundsätzlich böse dargestellt.

    Quelle: Meldung via Instagram
  • Extrem rechte und rassistische Propaganda im Rathaus Charlottenburg

    11.09.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im Rathaus Charlottenburg wurden mehrere Flyer eines extrem rechten Verlages entdeckt und entfernt. Diese warben für das Buch „Remigration“ eines Aktivisten der extrem rechten „Identitären Bewegung“ (IB). Nach Angaben des ZDF fordert der Autor darin millionenfache Abschiebungen von Menschen mit Migrationsgeschichte, auch von Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit, sofern sie aus Sicht des Autors nicht ausreichend „assimiliert“ seien.

    Auf dem Werbeflyer wird „Remigration“ als Lösung gegen angebliche gesellschaftliche Probleme wie „Islamisierung“, „Böller-Attacken“ oder „Gruppenvergewaltigungen“ dargestellt. Damit werden Migrant*innen und migrantisierte Menschen pauschal mit Kriminalität, Gewalt und gesellschaftlichem Zerfall verknüpft und so als kollektive Bedrohung markiert. Diese Gleichsetzung reproduziert rassistische Stereotype, die die Zugehörigkeit von Millionen Menschen in Frage stellen und ihre Entrechtung legitimieren sollen.

    Im Flyer wird klassische extreme rechte Rhetorik genutzt, indem behauptet wird, durch das Buch ein vermeintliches „Tabu“ zu brechen. Dadurch wird der Eindruck erzeugt, eine „unterdrückte Wahrheit“ zu enthüllen, die aber im Widerspruch zu dieser Darstellung regelmäßig öffentlich propagiert und besprochen wird.

    Am Ende des Flyers befindet sich zudem ein QR-Code, der direkt auf die Website der extrem rechten „Identitären Bewegung“ führt.

    Quelle: Linksfraktion der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf
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