Antisemitische Sachbeschädigung in Neukölln
Eine Gedenkstätte zwischen dem Tempelhofer Feld und der Hermannstraße wurde mit einem antisemitischen Schriftzug beschmiert.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Eine Gedenkstätte zwischen dem Tempelhofer Feld und der Hermannstraße wurde mit einem antisemitischen Schriftzug beschmiert.
Im Eingangsbereich eines Supermarktes am Rotkamp wurden verschiedene extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Es wurde ein NS-verherrlichender Aufkleber in Form einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und ein rassistisches Motiv mit der Aufschrift "Thank you for not mixing" gefunden und entfernt. Direkt daneben wurden auch zwei Aufkleber der 'AfD' gefunden mit der Aufschrift Aufschrift: "AfD - Wir sind Deine Stimme".
Rund um die Welsestraße und in der Wartinerstraße wurden zudem erneut drei aus einem extrem rechten Versand stammende Aufkleber gemeldet. Auf den gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiven stand "Keine Liebe für die Antifa!".
Am Spielplatz im Quartierpark Randow im Welsekiez wurde ein Aufkleber der „AG Körper und Geist“ der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift „Hart, sauber, gesund – Führt euren Körper“ gefunden.
Am Südkreuz wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Der Sticker richtete sich grundsätzlich gegen Vielfalt.
Auf Tischen eines Klassenraums in einer Schule in Charlottenburg-Wilmersdorf wurden Hakenkreuze, sowie antisemitische und rassistische Beleidigungen geschmiert.
An der Tramhaltestelle Drontheimer Straße in Gesundbrunnen wurde ein Hakenkreuz entdeckt und unkenntlich gemacht.
An der Ecke Maxstraße / Schererstraße im Ortsteil Wedding wurden zwei rassistische Aufkleber, die "Remigration" forderten, entdeckt und entfernt.
An der Ecke Brunnenstraße / Stralsunder Straße wurde der Schriftzug "Fack (sic!) Islam" entdeckt.
Auf dem Gehweg des Dannenwalder Wegs im Märkischen Viertel wurde eine 16-Jährige rassistisch beleidigt und angegriffen. Laut Angaben der Polizei wurde sie gegen 12:15 Uhr von einem unbekannten Mann beleidigt, während er auf ihr Kopftuch zeigt. Etwas später soll der Mann versucht haben, ihr das Kopftuch vom Kopf zu ziehen. Dabei wurde sie am Hals gewürgt und erlitt Schmerzen. Anschließend entfernte sich der Mann. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
An der Ecke Waldstraße und Ollenhauer Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Remigration jetzt!" an einer Ampel bemerkt.
In der Einkaufspassage vor dem Einkaufszentrum wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Refugees not welcome" entdeckt.
In der Rupprechtstraße wurde auf einer Regenrinne ein mit schwarzer Farbe aufgemalter Schriftzug der extrem rechten Gruppierung "EHL" ("Einheit Lichtenberg") festgestellt und überklebt. Der "EHL"-Schriftzug war mit dem neonazistischen Zahlencode "1161" kombiniert worden.
Zudem wurden in der Fischerstraße bis hin zum Hönower Weg Ecke Neuer Feldweg verschiedene extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Auf den Motiven stand u.a. "Deutsche Zone" in Kombination mit einem in Frakturschrift geschriebenen Hooligan-H und dem Bundesadler, "Remigration", "Asylbetrüger nicht willkommen", "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt" und "Du bist Deutscher! Mach was draus!". Außerdem wurde eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot und ein queerfeindlicher Aufkleber verklebt.
In der Delbrückstraße wurden zwei weitere, aus Neonaziversänden stammende Aufkleber, entdeckt und entfernt. Auf einem stand die queerfeindliche Parole "Gender mich nicht voll". Auf dem anderen Motiv war eine Reichsflagge in Kombination mit der Parole "Kein Verbot für schwarz-weiß-rot" zu sehen.
Bei Behörden im Bezirk Mitte wurde eine Person sozialchauvinistisch und rassistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Kochhannstraße wurden zwei Sticker mit der Aufschrift "Überklebt, Du Zecke!" entfernt. Die Sticker verwiesen zudem auf einen Telegramkanal eines extrem rechten Rechtsrocklabels.
Entlang der Hasenheide und Ecke Jahnstraße wurde ein Stickerserie mit der Aufschrift "Überklebt, Du Zecke!" entfernt. Die Sticker verwiesen zudem auf einen Telegramkanal eines extrem rechten Rechtsrocklabels.
Ein weiterer Sticker mit der Aufschrift "Kein Bock auf Zecken" im Stil des Designs von "Kein Bock auf Nazis" wurde ebenfalls entfernt.
In einer Bankfiliale am S-Bahnhof Halensee wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt. Mit dem Schriftzug "[Superman-Abzeichen] AFD vs: Allah" wird die Gottheit des Islams und der Islam generell als bedrohlich und pauschal böse eingeordnet. Zudem wird die Notwendigkeit suggeriert den Islam zu bekämpfen. Dies soll in Form einer als "heldenhaften" Gegenspieler dargestellten "AfD" passieren. Die genutzten Gut-Böse-Schemata und der implizite Aufruf zur Bekämpfung des Islams, können als antimuslimischer Rassismus eingeordnet werden.
Am Alexanderplatz fand eine Kundgebung gegen den Angriff auf den Iran mit etwa 100 Teilnehmenden statt. Eine Rednerin bezeichnete Israel als "zionistische Entität" die es zu zerschlagen gelte. Die "siedlerkoloniale Entität" und ihre imperialen Herren würden sich von den "Körpern unserer Völker" ernähren. Auf der Kundgebung wurden Flaggen des Irans und Palästinas sowie Portraits von Ali Khamenei gezeigt. Teilnehmende riefen die Parole "Kindermörder Israel". Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit den Parolen "1,2,3,4 - Israel no more", "From the sea to the river - Palestine will live forever", "From the river to the sea - Palestine will be free" und "There is only one state - Palestine 48" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen.
Rund um zwei Grundschulen in der Welsestraße und in der Wartinerstraße wurden mehrere aus einem extrem rechten Versand stammende Aufkleber gemeldet. Auf den gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiven stand "Keine Liebe für die Antifa!".
In den Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung in Neu-Hohenschönhausen wurde zudem ein Flugblatt von einer extrem rechten Website eingeworfen.
In der Hasselwerderstr. und in der Schnellerstr. wurde jeweils ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet.
In der Mentelinstr. wurden neun Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen entdeckt und entfernt.
Auf einem Plakat an einen Stromkasten an der Ecke Ackerstraße / Bernauer Straße in Gesundbrunnen wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und unkenntlich gemacht. Der Zahlecode wurde auf ein Werbeplakat der Grünen geschmiert, das vorher beschädigt wurde. Der Stromkasten wurde bereits im Dezember und Januar mit dem Schriftzug "Deutschland den Deutschen" beschmiert.
Sicherheitspersonen der S-Bahn haben am Potsdamer Platz einen friedlichen, vermutlich wohnungslosen Mann mit unverhälnismäßiger Gewalt aus der S-Bahn gezerrt und zunächst festgehalten.
Auf eine Baustellenabsperrung in der Petersburger Straße / Ecke Ebelingstraße wurde ein großes, schwarzes Hakenkreuz geschmiert.
In der Galenusstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser hatte den Slogan "Kampf der Rotfront".
In Briefkästen entdecken Bewohner*innen des Ortsteils Flyer der extrem rechten Partei "Der III. Weg". Der Flyer trägt den Slogan "Kein zweites 2015! Grenzschließung jetzt"
An der Kreuzung Filehner Str./ Gehsener Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" an einem Stromkasten entdeckt und entfernt.
Am Nachmittag rief ein Mann mehrfach "Sieg Heil" am Rathenauplatz.
Am Gorgasring wurde ein rassistischer Aufkleber mit dem Slogan „Asylbetrüger nicht willkommen! Heimatreise statt Einreise!” entdeckt und entfernt.
In der Wilhelmsaue wurde ein rassistischer Sticker mit dem Slogan "Brüste & millionenfache Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Baumschulenstr. wurden die Schriftzüge "Antifa Huren-Söhne" und "Antifa = Hitler" an einer Hauswand entdeckt.
Am Rand eines Flashmobs zum Thema Care in der Karl-Liebknecht-Straße beschimpfte ein Mann die Teilnehmerinnen mit: "Ihr Frauen könnt nix" und behauptete, provoziert von einem Schild "Rollenbilder sind nicht in Stein gemeißelt", man könne nicht gegen die Natur ankämpfen, dass Frauen eben schwächer seien.
In der Kastanienallee läuft eine Person mit sich selbst redend. Ein Passant überholt die Person, während die Person lautstark von "Scheiß [N*]Wort" redet.
Vor dem Bundesministerium des Innern in Moabit fand eine propalästinensische Kundgebung mit etwa 40 Teilnehmenden statt.Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und „Zionisten sind Faschisten - töten Kinder und Zivilisten“. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Eine Teilnehmerin zeigte ein Schild, das Israel als "Epstein Regime" bezeichnete und damit Verschwörungsmythen über eine angebliche Beteiligung Israels an den Taten des Sexualstraftäters bediente. Das gleiche Schild behauptete, Deutschland würde von Zionist*innen gesteuert. Mit "There is only one state - Palestine 48" und der arabischen Parole "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Außerdem wurde mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert.
In der Wollankstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser hatte verschiedenste durchgestrichene Nationalfahnen. Darüber hinaus hatte der Aufkleber eine durchgestrichene Progress-Pride-Fahne.
Am Schöneweide Center wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen, der diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnete, entdeckt und entfernt.
In der Brückenstr. wurden fünf Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Schnellerstr. wurden weitere zwei Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Im Landschaftspark und in der Herrenhausstr. wurden insgesamt 15 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter mehrere Aufkleber der "schwarz-weiß-roten Jugend" sowie Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Am Kiezgarten in der Fischerstraße wurde ein antifeministischer Aufkleber mit der Aufschrift "Gender mich nicht voll" entdeckt und entfernt. Dieser kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
An einem Supermarkt gegenüber vom Bahnhof Lichtenberg wurde ein gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichteter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand "FCK Antifa".
In der Weitlingstraße Ecke Münsterlandplatz wurde ein Aufkleber des extrem rechten "Wilhelm Kachel"-Versandes mit der Aufschrift "Goldene Regel: Deutschland zuerst" gemeldet.
Und in der Archenholdstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" mit dem Motiv "Islamisierung? Nicht mit uns!" entdeckt und entfernt.
In der Dillgesstraße in Lankwitz wurde ein Sticker des extrem rechten Vereins "Ein Prozent" entdeckt. Der Sticker hatte den Slogan "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt. Unsere Heimat ist nicht verhandelbar". Der Sticker wurde unkenntlich gemacht.
In der Schottstraße wurden zehn Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf dem einem Motiv war die Parole "NS-Zone" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und einem durchgestrichenen Punk, einem durchgestrichenen Hammer & Sichel-Symbol und einem durchgestrichenen Logo der antirassistischen "Black lives matter"-Bewegung zu sehen. Auf dem anderen Motiv stand: "Achtung" Hier wurde antideutsche Propaganda entfernt!".
Am S-Bahnhof Westend und in der Seelingstraße in Charlottenburg wurden rassistische Sticker entdeckt. Die Botschaft lautete "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" entdeckt. Der Spruch knüpft an eine rassistische Erzählung der "Überfremdung" an.
Der Spruch stammt aus einem extrem rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Gerichtsstraße in Wedding wurde ein rassistisch-einwanderungsfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Ecke Eichborndamm und Am Rathauspark wurde ein rassistischer Sticker des neurechten Social Media Kanals "Wilhelm Kachel" entfernt. Auf dem Sticker war eine weiße blonde Frau zu sehen, die mit dem Finger zeigt. Über dem Bild stand in weißer Schrift mit blauer Unterlegung "Nett hier! Aber gehörst du nicht abgeschoben?".
In der Gartenfelder Straße in Haselhorst wurde ein rassistischer Sticker entdeckt, der aus einem extrem rechten Versandhandel (refugeesnotwelcome.de) stammt und die Aufschrift „Remigration schützt unsere Frauen“ trägt. Der Sticker wurde größtenteils entfernt.
Am Bersarinplatz wurden zwei rassistische Sticker eines rechten Onlinehandels in eine positive Botschaft umgedeutet. Von der Aufschrift "Remigration" wurden die ersten beiden Buchstaben unkenntlich gemacht, so dass migration zu lesen war.
In der Edisonstr. wurde der Schriftzug "FIGHT ANTIFA" auf einer Länge von ca. 4 m an einer Hauswand entdeckt.
An der Kreuzung Wattstr./ Helmholzstr. wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" auf einer Länge von ca. 3 m an einer Hauswand entdeckt.
In der Wilhelminenhofstr. wurde auf einer Länge von ca. 3 m die Schriftzüge "FCK 161" (Fuck Antifa) und der Zahlencode "164" (AfD) sowie "ZECKEN FOTZEN" und "LINKE FASCHOS" auf der Fensterfassade eines Geschäftes entdeckt.
In der Helmholzstr. wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Wilhelminenhofstr. wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen sowie ein Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Auf dem Kaisersteg wurde ein weiterer Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Eine Person wurde am S-Bahnhof Südkreuz aufgrund eines antifaschistischen Aufnähers an der Jacke angesprochen und als "Scheiß Anti-Deutscher" beleidigt und aufgefordert die Jacke abzugeben. Durch das Eingreifen einer dritten Person wurde die Situation entschärft. In der Bahn kam der Täter jedoch erneut auf die betroffene Person zu und fing wieder an zu beleidigen und auch zu drohen. Kurz vor dem S-Bahnhof Lichterfelde eskalierte die Situation und der Täter schlug der betroffenen Person ins Gesicht und stieg danach aus.
An einem Straßenschild an der Kreuzung Melli-Beese-Str./ Walther-Huth-Str. wurden zehn extrem rechte Aufkleber entdeckt. Darunter Aufkleber einer "schwarz-weiß-roten Jugend", mehrere Aufkleber, die die Reichsfarben enthalten und aus einem neonazistischen Onlinehandel stammten sowie mehrere Aufkleber gegen Gegner*innen der extremen Rechten.
Am Schild der Bushaltestelle Baumschulenstr./ Königsheideweg wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "NO ISLAM" entdeckt.
Im Landschaftspark Johannisthal zeigten drei Jugendliche mehrfach den Hitlergruß.
In der Blankenburger Straße, Elisabeth-Christinen-Straße, Rolandstraße und Lindenberger Straße wurden insgesamt über 15 Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber hatten unterschiedlichste Motive und Slogan. Sie äußerten sich teilweise gegen Antifaschismus, LGBTIQ*-Rechte und anderes.