Rechte Streamer stören antifaschistischen Protest in Charlottenburg
Bei einem Gegenprotest von etwa 30 Personen vor dem Eingang des Charlottenburger Rathauses gegen einen AfD-Bürgerdialog kam es zu Störungen durch rechte bis extrem rechte Streamer. Diese filmten die Teilnehmenden unter anderem gegen ihr Einverständnis in Porträtaufnahmen ab. Insgesamt vier Personen drängten in den Gegenprotest, drückten dabei zum Teil gegen die Transparente und machten provokante Äußerungen gegenüber den Teilnehmenden der Versammlung. Mehrmalige Aufforderungen, Abstand zur Kundgebung zu halten, wurden ignoriert, stattdessen kam es zu einer als bedrohlich wahrgenommen Äußerung gegenüber einer Teilnehmerin. Die Teilnehmer*innen des Gegenprotests waren teils massiv von dem Vorgehen der Personengruppe eingeschüchtert. Mitglieder der AfD-BVV-Fraktion führten Interviews mit den Streamern vor ihrer Veranstaltung.
Die gezielte Beeinträchtigung demokratischer Proteste durch das Bloßstellen und Bedrängen durch rechte Streamer ist eine verbreitete extrem rechte Strategie, welche eine massiv einschüchternde Wirkung auf die Teilnehmenden haben kann.