Rassistischer Sticker in Reinickendorf-Ost
In der Letteallee wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Online-Versandshop mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" unkenntlich gemacht.
In der Letteallee wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Online-Versandshop mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" unkenntlich gemacht.
An einem Briefkasten an der Ecke Zeltinger Straße/ Zerndorfer Weg wurden mehrere extrem rechte und rassistische Sticker, u. a. vom extrem rechten Versandshop "Druck 18" entdeckt und überklebt.
An der BVG-Informationstafel der Bushaltestelle Raschdorffstraße in Richtung Frohnau wurden zwei rassistische Sticker der Neonazipartei "Die Heimat" (ehemals "NPD") mit dem Slogan "White Lives Matter" und ein queerfeindlicher Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" mit der Aufschrift "Achtung, Gender Freie Zone" mit einem durchgestrichenen Gendersternchen gesichtet.
Am S-Bahnhof Waidmannslust wurde ein rassistischer Sticker auf einem Reinigungswagen entdeckt und unkenntlich gemacht.
An einem Briefkasten nahe der Bushaltestelle Krantorweg wurden zwei Sticker aus extrem rechten Online-Versandshops mit rassistischen Inhalten entdeckt und entfernt.
Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" führte auf dem Bauhaus-Parkplatz am Wilhemsruher Damm einen Infostand durch. Dort wurde die Ausgabe des Blauen Boten "Berlin. Stark. Machen" verteilt.
Unter anderen werden in dieser Ausgabe deutsche „Messertatverdächtige“ in Berlin thematisiert. Es wird suggeriert, dass häufige Vornamen von Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Messertaten „Mohammed“ und „Ali“ seien. Diese werden zudem als „neue Deutsche“ bezeichnet, welche in Zeiten von „Rekordeinbürgerungen“ deutsche Staatsbürger*innen geworden seien.
Die Behauptung, Tatverdächtige im Zusammenhang mit Messerdelikten trügen hauptsächlich muslimisch/arabisch konnotierte Namen kann als rassistisch gewertet werden, da sie ein pauschales Vorurteil gegenüber dieser Personengruppe aufgreift und (re-)produziert. Die Verbindung der Vornamen „Mohammed“ und „Ali“ mit „neuen Deutschen“ kann ebenfalls als rassistisch interpretiert werden, weil die Namen hier als Marker für eine vermeintlich migrantische bzw. muslimische Herkunft verwendet werden und dadurch zwischen „eigentlichen“ Deutschen und „neuen Deutschen“ unterschieden wird. Dadurch entsteht ein Othering, bei dem Menschen aufgrund eines als nicht-deutsch gelesenen Namens als anders bzw. weniger selbstverständlich zugehörig zu Deutschland dargestellt werden.
Bei einer Wahlkampf-Aktion der Partei "Die Linke" am Buddeplatz wurde ein Mitglied angegriffen. Ein ca. 50-jähriger Mann griff dem Aktivisten an den Hals und schrie "Ihr seid der Müll". Andere Mitglieder der Partei, die weiter weg standen, bekamen das mit und eilten schnell herbei. Der Täter beleidigte diese ebenfalls und ging anschließend in eine Gaststätte.
Auf einem Straßenschild in der Markgrafenstraße Ecke Edelhofdamm bemerkte eine Person einen rassistischen Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
Am U-Bahnhof Paracelsus-Bad an der Ecke zur Großsiedlung Weiße Stadt wurde ein Wahlplakat der Partei "Die Linke" beschmiert. Der abgebildeten Politikerin wurde ein Hitlerbart ins Gesicht gemalt. Nach dem Austausch des Plakats wurde diese NS-verharmlosende Schmiererei eine Woche später erneut entdeckt. Das Wahlplakat wurde daraufhin wieder ersetzt.
Eine Frau wurde mehrmals antisemitisch und sexistisch beleidigt sowie verbal und körperlich bedroht. Auch eine Morddrohung wurde in ihrer Anwesenheit ausgesprochen und sie wurde bis zu ihrer Haustür verfolgt. Seit circa einem Jahr ist sie wiederkehrenden Provokationen ausgesetzt. Die Morddrohung wurde der Polizei gemeldet.
Am Kurt-Schumacher-Platz wurde ein rassistischer "White Lives Matter"-Aufkleber entdeckt und unkenntlich gemacht. Der Slogan ist eine extrem rechte rassistische Gegenparole zur antirassistischen Black-Lives-Matter-Bewegung.
Eine Person bemerkte auf der Gotthardstraße, dass ein Anhänger einer Fahrschule mit Hakenkreuzen, Keltenkreuzen sowie dem neonazistischen Code "C18" in roter Farbe beschmiert worden war. Der Code "C18" steht für die Neonazi-Gruppierung Combat 18, der bewaffnete Arm des weltweiten, neonazistischen Netzwerks „Blood & Honour“. Der Name mit dem Zahlencode „18“ steht für „Kampf(-gruppe) Adolf Hitler“.
Neben dem Anhänger waren Wahlplakate der Parteien SPD und FDP ebenfalls beschmiert.
Eine Person fand in der Buslinie X33 eine Ausgabe der Parteizeitschrift "Blauer Bote" der "AfD" in der Ausgabe "Sommer 2026" mit rassistischen Inhalten. Die Person entfernte die Zeitschrift aus dem Bus.
In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.
An der Ecke Gabrielenstraße/ Campestraße wurde an einem Briefkasten mit schwarzem Stift eine rassistische Parole geschmiert. Botschaften in derselben Schrift mit demselben oder ähnlichen rassistischen Inhalten wurden zuvor auch an anderen Orten im Ortsteil bemerkt. Der Schriftzug wurde überklebt.
Am S-Bahnhof Hermsdorf zeigte ein Mann zur Begrüßung zweier weiterer Männer zwei Mal hintereinander den Hitlergruß und rief dabei "Ave Caesar". Der Mann trug ein schwarzes T-Shirt mit einem brennendem Auto in rot/ orange und dem Schriftzug "1312". Seine zwei Bekannten reagierten positiv auf diese Begrüßung und lachten; es war deutlich, dass sie wussten, was damit gemeint war. Die Melder*in brachte den Vorfall zur Anzeige bei der Polizei.
Am Zeltinger Platz Ecke Edelhofdamm wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen aus dem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Eine Frau wurde in Reinickendorf antimuslimisch beleidigt und bedroht.
Erneut wurde am Kiefheider Weg, einmal an der Ecke zum Sagemühler Steig und einmal an der Ecke zum Regenwalder Weg, zwei rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversandhandel entdeckt und unkenntlich gemacht. Bereits zuvor wurden in der Gegend Sticker mit demselben Motiv entfernt.
In der Aroser Allee wurden erneut an einer Hauswand Aufkleber entdeckt, auf dem bei einem "FCK Antifa" stand. Der andere zeigte ein abgewandeltes Logo der Antifaschistischen Aktion mit der Fahne der Bundesrepublik und der Aufschrift "Patriotische Aktion".
Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) veranstaltete am S-Bahnhof Tegel einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt. Mehrere Personen demonstrierten gegen Stand; anschließend veröffentlichte der Bezirksverband der "AfD" einen Facebook-Beitrag mit einem Bild eines einzigen Demonstranten.
In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.
In einer Behörde in Reinickendorf wurde ein Mann rassistisch beschimpft und diskriminiert.
Die extrem rechte Partei "Die Heimat" veranstaltete erneut einen Stand auf der Berliner Straße Ecke Gorkistraße. Mit dem Stand sammelten sie Unterschriften für die Zulassung zur Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin.
Am Zeltinger Platz wurden Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel gemeldet, die sich gegen politische Gegner*innen richten. Einer diese beinhaltete den neonazistischen Zahlencode "1161", der für "Anti-Antifaschistische Aktion" steht. In der Ecke Welfenallee und Kasinoweg wurde zudem ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden.
Am Schäfersee wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" (ehemals: NPD) entdeckt. Der Sticker enthielt die Forderung, die Antifa zu verbieten und warf den Parteien SPD, Grüne und Linke vor, Terror zu unterstützen. Am Tag zuvor waren Sticker in anderem Design, jedoch mit ähnlichem Inhalt, auf der Facebookseite der Partei "Die Heimat" beworben worden. Diese richteten sich auch gegen "die Antifa" und "roten Terror".
Ein Mülleimer vor der Geschäftsstelle der Partei "Die Grüne" in der Brunowstraße wurde mit einer rassistischen Botschaft in schwarzer Farbe beschmiert. Eine sehr ähnliche Botschaft in derselben Schrift war schon eine Woche zuvor an der Schaufensterscheibe des Ehrenamtsbüros in der Grußdorfstraße geschmiert worden.
In der Finsterwalder Straße, Ecke Steinkirchener Straße in Wittenau, wurde aus Richtung einer Bar das Lied L'Amour Toujours von Gigi D'Agostino abgespielt. Dazu grölten mehrere Personen den umgedichteten rassistischen Text „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“. Ob der Gesang tatsächlich aus der Bar oder aus der unmittelbaren Umgebung kam, konnte nicht eindeutig festgestellt werden.
Am S-Bahnhof Hermsdorf wurde im Aufzug mit schwarzem Stift das Wort "Remigration" geschmiert. Dies ist eine extrem rechte Forderung und wird von der Neuen Rechten als Kampfbegriff in politischen Kampagnen verwendet, in denen sie die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien fordert. Der Schriftzug wurde entfernt.
Der Bezirksverband der Partei "AfD" veranstaltet einen Infostand auf dem Ludolfinger Platz. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt.
In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.
Auf dem Schaukasten des SPD-Büros in Hermsdorf wurde eine Schmiererei entdeckt. Es handelte sich um die rassistische Forderung nach "Remigration". Ein Schriftzug mit demselben Inhalt wurde einen Tag später auch, ganz in der Nähe des Schaukastens, am S-Bahnhof Hermsdorf entdeckt und später entfernt.
Auf der Zeltinger Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber mit den Aufschriften "Antifa verbieten!" und "1161" entdeckt und unkenntlich gemacht. Beide richten sich gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten. Der extrem rechte Zahlencode "1161" steht für "Anti-Antifaschistische Aktion".
Am S-Bahnhof Tegel wurde extrem rechte Propaganda gefunden. Es handelte sich um eine Liste zur Sammlung von Unterschriften, damit die extrem rechte Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) zur Abgeordnetenhaus-Wahl zugelassen wird.
Die extrem rechte Partei „Die Heimat“ (ehemals NPD) hatte einen Stand auf der Berliner Straße.
Im Rosengarten in der Titiseestraße in der Rollberge-Siedlung kam es zu einem rassistischen Vorfall. Eine von Rassismus betroffene Angestellte wies eine Gruppe aus circa acht bis zehn weißen Personen auf das Grill- und Feuerverbot im Rosengarten hin. Die Menschen aus der Gruppe ignorierten die Person und das Verbot, äußerten sich abfällig und sprachen ihr ab, dass sie überhaupt etwas zu sagen hätte. Die Person entfernte sich, rief in einer Chatgruppe um Hilfe und zudem die Polizei. Als ihre weiße, deutsche Kollegin eintraf, sprach die Gruppe ausschließlich mit der Kollegin und machte rassistische Äußerungen darüber, wem es angeblich erlaubt sei Feuer zu machen und wem nicht. Als die Security eintraf und der Gruppe einen Platzverweis erteilte, verließen die Menschen zunächst nicht den Garten. Nach einiger Zeit gingen sie. Die betroffene Person fühlte sich abgewertet, nicht ernstgenommen und bedroht durch das Verhalten der weißen Gruppe. Die Polizei erschien nicht.
Entlang des Fürstendamms und Maximiliankorsos klebten auf Verkehrsschildern erneut circa 60 bis 70 extrem rechte Sticker, die teilweise entfernt wurden. Die meisten dieser Aufkleber dienten der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" zur Eigenwerbung. Andere richteten sich gegen politische Gegner*innen und stellten den extrem rechten Zahlencode "1161" ("Anti-Antifaschistische Aktion) dar.
Die Fensterscheibe des Ehrenamtsbüros in Tegel wurde erneut mit einer rassistischen Botschaft in schwarzer Farbe beschmiert. Der Schriftzug wurde entfernt.
Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) veranstaltete in der Gorkistraße einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt.
In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.
In der Zeltinger Straße wurde ein Aufkleber vom extrem rechten Verein "Ein Prozent" gefunden und entfernt. Dieser zeigt weiße Kinderhände, die sich aus einem Abgrund aus Regenbogenfarben emporrecken und darauf ist zu lesen: "Keine Gender-Ideologie in Schulen und Kitas! Finger weg von unseren Kindern!". Diese Aussage kann als LGBTIQ-feindlich verstanden werden.
Im Bus X33 in Richtung Wilhelmsruher Damm an der Haltestelle Kamener Weg äußerte sich ein Fahrgast beim Aussteigen rassistisch gegenüber zwei anwesenden Frauen mit Kindern. Die meldende Person setzte der rassistischen Aussage etwas entgegen.
Entlang des Maximiliankorsos wurden mehrere extrem rechte Sticker auf Straßenschildern entdeckt. Einige richteten sich gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten und hatten die Motive "Antifa verbieten!", "Fuck Communism" mit einem durchgestrichenen Hammer und Sichel oder den neonazistischen Zahlencode "1161" (AAFA/Anti-Antifaschistische Aktion).
Auf dem Gelände der Georg-Schlesinger-Schule an der Kühleweinstraße wurde ein extrem rechter Sticker entdeckt und entfernt. Das NS-verherrlichendene Motiv beinhaltete den antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer NS-verherrlichenden Reichsflagge in schwarz-weiß-rot.
Am 20.6. veranstaltete der Bezirksverband der "AfD" einen Infostand in Wittenau. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt.
In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.
In der Einkaufsstraße Alt-Tegel wurde ein Graffiti mit dem Zahlencode „161“ durch das Ergänzen einer „1“ in den neonazistischen Code „1161“ („Anti-Antifaschistische Aktion“) verändert. Der gegen Antifaschist*innen gerichtete Code wird von der extremen Rechten auch zur Markierung von Präsenz im öffentlichen Raum genutzt. Die ergänzte „1“ wurde später mit einem „X“ durchgestrichen.
An der Bushaltestelle Hubertusweg wurde sowohl auf einem Mülleimer als auch an Stromkästen der extrem rechter Zahlencode "1161" und Schmierereien mit der rassistischen Forderung nach „Remigration“ entdeckt und teilweise überklebt.
An der Kreuzung Gorkistraße Ecke Buddestraße wurde mit einem schwarzen Stift "Fuck Islam" auf einen Ampelpfahl geschmiert.
Am Senftenberger Ring wurden Sticker, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten, unkenntlich gemacht.
Auf einem Sticker wurde u. a. der entmenschlichende Ausdruck "Zecke" für politische Gegner*innen genutzt und ein anderer hatte ein queerfeindliches Motiv.
An der Endhaltestelle der Buslinie X21 Quickborner Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber u.a. mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und Botschaften gegen politischer Gegner*innen entdeckt.
Am Mittelfeldbecken wurden zwei extrem rechte Aufkleber an Straßenschildern unkenntlich gemacht. Beide hatten die Farben der Reichsflagge.
An mehreren Orten in Frohnau wurden extrem rechte Sticker an Verkehrsschildern und Bushaltestellen entdeckt. Betroffen waren unter anderem die Kreuzungen Frohnauer Straße/Welfenallee, Am Eichenhain (Ecke Karmeliter Weg und Hangeweg) sowie Zeltinger Platz/Fürstendamm. Dokumentiert wurden unter anderem Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ und ihrer Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (NRJ), die sich gegen ihre politischen Gegner*innen richteten. Zudem wurden rassistische Sticker mit der Aufschrift „Abschieben schafft Wohnraum!“ sowie ein gegen politische Gegner*innen gerichteter Sticker mit der Aufschrift „Fuck Communism“ der extrem rechten Jugendgruppe „Deutsche Patrioten Voran“ (DPV) festgestellt. Ein Teil der Sticker wurde überklebt. Am Hangeweg befanden sich die Sticker an einem Straßenschild in unmittelbarer Nähe von drei Stolpersteinen.
An der Bushaltestelle S+U Wittenau wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt. Auf dem Sticker stand in Frakturschrift "Hier wurde linker Müll überklebt", mit einem Wehrmachtssoldaten in der Mitte und einer Deutschlandflagge als Hintergrund.
Auf dem Spielplatz am Buddeplatz in Tegel wurde ein Hakenkreuz auf dem Kletterturm bemerkt. Die NS-verherrlichende Schmiererei wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.