Am Nachmittag des 29. März kam es während des Berliner Landespokal-Halbfinales rund um das Paul-Kalkbrenner-Sportfeld an der Fischerstraße zwischen Sparta Lichtenberg und dem BFC Dynamo zu Ausschreitungen durch Anhänger des Gastvereins sowie zu politisch motivierten Straftaten.
Gegen Ende der Spielzeit (ca. 16:25 Uhr) entzündeten BFC-Anhänger außerhalb des Stadions Pyrotechnik. Als die Polizei dies dokumentierte, eskalierte die Situation: Einsatzkräfte im Bereich des Gästeblocks wurden massiv mit Böllern und Glasflaschen beworfen sowie tätlich angegriffen. Die Polizei setzte Pfefferspray und körperlichen Zwang ein; das Spiel musste für rund 15 Minuten unterbrochen werden.
Im Zuge der Auseinandersetzungen wurden insgesamt 12 Polizeikräfte, ein Ordner sowie ein Kind (Knalltrauma) verletzt.
Neben den gewalttätigen Ausschreitungen kam es zu NS-verherrlichenden Straftaten in Form des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen: Gegen zwei Anhänger des BFC Dynamo wurden Strafanzeigen gefertigt, da sie im Stadion den Hitlergruß gezeigt haben sollen.
Zudem wird gegen einen BFC-Anhänger wegen der verbalen Beleidigung einer Einsatzkraft ermittelt. Darüber hinaus wurden von der Polizei zwei Anzeigen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs aufgenommen; vier Personen wurden vorübergehend festgenommen.
Insgesamt waren rund 150 Kräfte der Berliner Polizei und der Bundespolizei im Einsatz.
Quelle: Polizeimeldung Nr. 0353 vom 30.03.2026, Tagesspiegel vom 30.03.2026, Kicker vom 30.03.2026, MOZ vom 30.03.2026, t-Online vom 30.03.2026