Am Bahnhof Lichtenberg wurden ein Kind und seine Begleitpersonen in und vor einem Supermarkt von zwei Personen rassistisch beleidigt und bedroht. Nachdem die Grundschülerin einem Mann versehentlich auf die Ferse getreten war, reagierte dieser mit Vorwürfen und beleidigte die Betroffenen rassistisch. Er äußerte, Menschen wie die Jugendliche (PoC) und ihre Begleitung hätten „keinen Anstand“ und sollten „in ihr Land zurückgehen“.
Vor dem Supermarkt setzten der Mann und seine Begleiterin die Anfeindungen fort und steigerten sich zunehmend. Als eine Begleitperson das Verhalten als rassistisch benannte, wurde die Frau aggressiv, legte ihren Rucksack ab und versuchte, die Begleitperson anzugreifen. Ein unbeteiligter Passant griff in das Geschehen ein, stoppte den Angriff und machte die Täterin auf das anwesende Kind aufmerksam. Den Betroffenen gelang es schließlich, die Situation zu verlassen.
Bei den Täter*innen handelte es sich laut Augenzeug*innen nicht um organisierte Neonazis, sondern eher um Alltagsrassisten aus der Nachbarschaft.