Schmiererei gegen Antifaschismus am Nöldnerplatz
Am Nöldnerplatz wurde der Neonazizahlencode "1161" in schwarzer Farbe auf einem gelben Briefkasten der Deutschen Post gemeldet und unkenntlich gemacht.
Am Nöldnerplatz wurde der Neonazizahlencode "1161" in schwarzer Farbe auf einem gelben Briefkasten der Deutschen Post gemeldet und unkenntlich gemacht.
An der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße wurden erneut zwei extrem rechte Aufkleber gemeldet. Auf einem Motiv war die gegen Antifaschist*innen gerichtete Parole "FCK Antifa" zu lesen, auf dem anderen Motiv wurde sich queerfeindlich mit dem Slogan "Stolz statt bunt - Identität braucht keinen Regenbogen" positioniert.
Gotlindestraße Ecke Plonzstraße wurde der neonazistische Zahlencode "1161" auf einem Mülleimer gemeldet.
Auch an der Bushaltestelle Kriemhildstraße der Linie 256 wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Auf einer Parkbank an der Rummelsburger Bucht wurde die in roter Farbe geschmierte rassistische Forderung nach Deportation in Form eines "Remigrations"-Schriftzuges gemeldet.
In einer Debattengruppe eines digitalen Infochannels kam es zu einer schwerwiegenden antisemitischen Bedrohung.
An der Überdachung der Bushaltestelle Bad Liebenwalder Straße wurden zwei rassistische Schriftzüge gemeldet. Dort standen die Parolen "Ausländer raus" und "Polen den Polen".
Eine Person wurde während der Fahrt in der U5 (Fahrtrichtung Kaulsdorf-Nord, im Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Frankfurter Allee, Magdalenenstraße und Lichtenberg) aufgrund eines sichtbaren hebräischen Tattoos von zwei Personen antisemitisch beleidigt und bedrängt. Als die betroffene Person die Situation zur Eigensicherung mit dem Handy filmen wollte, reagierten die Täter*innen zunehmend bedrohlicher. Insbesondere der männliche Täter trat äußerst aggressiv auf. Die betroffene Person wurde immer wieder antisemitisch angefeindet und als „Kindermörderin“ beschimpft.
Eine unbeteiligte junge Frau bewies Zivilcourage, stellte sich unterstützend vor die betroffene Person und forderte den Angreifer mehrfach auf, zu gehen. Die Täter*innen führten einen Kampfhund mit sich. Eine polizeiliche Anzeige wurde erstattet.
Zeug*innen können sich beim Lichtenberger Register melden.
In der Pfarrstraße Ecke Kernhofer Straße wurden mehrere gegen politische Gegner*innen gerichtete Aufkleber wie "Wokies not welcome" gefunden und entfernt. Das Wort „woke“ wird von der extremen Rechten als politischer Kampfbegriff eingesetzt, der zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit als „verrückt“ und „bedrohlich“ abwerten soll.
In der Nacht vom 10. auf den 11. Juli kam es in der Lückstraße zu einer rassistisch und politisch motivierten Hetzjagd. Drei vermutlich extrem rechte Jugendliche verfolgten einen Mann aus Polen auf der Straße. Der Betroffene suchte Zuflucht in einem dortigen Spätkauf.
Der Betreiber des Spätkaufs schützte den Betroffenen, indem er ihn in das Geschäft ließ, die Angreifer nicht einließ und sich deeskalierend dazwischen stellte. Daraufhin wurde auch der Späti-Verkäufer von der Gruppe körperlich bedroht.
Ein Augenzeuge beobachtete und dokumentierte den Vorfall mittels Video- und Audioaufnahmen. Auf den Tonaufnahmen ist laut Angaben des Zeugen ein Geständnis der Angreifer zu hören, in dem sie mit Tritten und Schlägen gegen den Betroffenen prahlen. Zudem fielen extrem rechte und misogyne Parolen wie „Schnappt die linke Zecke!“ und „Die linke Fotze da hinten, die schnappen wir uns auch noch!“.
Zusätzlich wurde berichtet, dass die Tätergruppe im selben Zeitraum zweimal versuchte, unbeteiligte Rollerfahrer während der Fahrt vom Fahrzeug zu stoßen.
An der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gemeldet. Auf einem Motiv war die rassistische Parole "Dein Land liegt Dir am Herzen? Remigration! Illegale Massenmigration stoppen!" zu lesen, auf dem anderen Motiv wurde sich queerfeindlich mit dem Slogan "Stolz statt bunt" positioniert.
Die AfD nutzte in der Bezirksverordnetenversammlung den NS-Propagandabegriff "Flintenweiber" im Rahmen der Diskussion zu einem im Bezirk geplanten Frauenzentrum. Der Begriff kann als Herabwürdigung queerer Menschen und Frauen verstanden werden. Die Begrifflichkeit des „Flintenweibs“ wurde durch die NS-Propaganda institutionalisiert. Vor allem während des Überfalls auf die Sowjetunion ab 1941 prägte die Wehrmacht den Begriff, um sowjetische Soldatinnen im NS-Sprech als „unweibliche“, „blutrünstige“ oder „entartete Untermenschen“ zu verunglimpfen.
Auf Rückseite eines Snack-Automaten am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde eine "Der III. Weg" Sprüherei gemeldet.
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Sewanstraße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv "Antifa, Asozial, Nutzlos, Terroristisch, Idiotisch, Feige, Arbeitsscheu" in Kombination mit einem durchgestrichenen Logo der "Antifaschistischen Aktion" werden Antifaschist*innen auf ableistische und sozialchauvinistische Weise abgewertet. Auf dem anderen Motiv war die nationalistische Parole "Du bist Deutscher, mach was draus!" zu lesen und ein extrem rechter Versand wurde beworben.
Auf der Glaswand eines Zugangs von der Fußgängerbrücke Lichtenberg zwischen Rosenfelder Ring und Robert-Uhrig-Straße wurden zudem zwei in schwarzer Farbe angebrachte Hakenkreuze gemeldet.
Im Umfeld der Tramhaltestelle Welsestraße wurden 4 Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "White lives matter" in Kombination mit den Farben der schwarz-weißroten Reichsflagge.
Im Stadtpark Lichtenberg wurde ein Hakenkreuz in weißer Farbe gemeldet. Dieses wurde auf den Treppenabschnitt im hinteren Teil des Parks auf der Rückseite des Theaters gesprüht.
In der Pablo-Picasso-Straße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und unkenntlich gemacht. Auf dem gegen Antifaschismus gerichteten Motiv stand die Parole "Love animals, hate Antifa".
In der Paul-Junius-Straße, am Eingang zum Fennpfuhlpark, wurden drei Aufkleber eines extrem rechten Musik-Labels mit der Aufschrift "Keiner hat den Kampfgeist von Opa" gefunden. Neben der Schrift ist ein Soldat auf einem Pferd zu sehen.
An der Rhinstraße Ecke Plauener Straße wurde auf einer Ampel ein Neonaziaufkleber mit der gegen Antifaschismus gerichteten Parole "Love animals, hate antifa" gefunden und entfernt.
An der Tramhaltestelle Rhinstraße Ecke Gärtnerstraße wurde zudem ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Make germany great again" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge entdeckt und entfernt.
Am Pavillon am Warnitzer Bogen wurden an einem Verkehrsschild insgesamt neun Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf allen Motiven stand die rassistische Forderung nach "Remigration jetzt!" in Kombination mit Werbung für den Naziversand.
Zudem klebten vor Ort noch zwei weitere Aufkleber - einer mit der LGBTIQ*-feindlichen Aufschrift "FCK LGBTQ" - und ein weiterer mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Parole "Good night left side" in Kombination mit zwei darauf abgebildeten Reichsflaggen.
An der Bushaltestelle am S-Bahnhof Nöldner Platz wurden drei Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Zwei davon richteten sich gegen Antifaschismus mit Parolen wie "FCK Antifa". Ein dritter Aufkleber beinhaltete den antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer NS-verherrlichenden Reichsflagge in schwarz-weiß-rot.
Im Landschaftsschutzgebiet Falkenberg - im Bereich hinter dem Tierheim - wurden auf einem öffentlichen Müllbehälter zahlreiche Nazisymbole entdeckt. Folgendes war darauf mit einem schwarzen Stift angebracht: "HH" (="Heil Hitler"), die Neonazizahlencodes "1161", "18" und "88", sowie ein Hakenkreuz und ein "SS"-Schriftzug.
Auf einem Glascontainer an der Außenwand eines Hauses in der Paul-Zobel-Straße wurde eine "Nazis raus aus dem Knast"-Schmiererei gemeldet.
Beim Gehweg hinter einer Kita in der Treskowallee wurde eine gegen Antifaschist*innen gerichtete Sprüherei in schwarzer Farbe in Form der Parole "FCK Antifa" gemeldet.
Im Eingangsbereich eines Fitnessstudios in der Hohenschönhauser Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt.
In der Weitlingstraße wurde eine Schmiererei mit dem Neonazizahlencode "88" gemeldet.
Gegen Mitternacht wurde ein 19-jähriger Mann im Nibelungenpark in Lichtenberg Opfer eines mutmaßlich politisch motivierten Angriffs. Der junge Mann, der nach eigenen Angaben Mitglied der Partei Die Linke ist, war im Park zu Fuß unterwegs, als ihm ein unbekannter Mann entgegenkam.
Kurz nach dem Vorbeigehen beleidigte der Unbekannte den 19-Jährigen laut Polizeiangaben als "dumme Zecke" und warf ihm eine Glasflasche an den Hinterkopf. Der Verletzte konnte aus dem Park flüchten. Eine aufmerksame Anwohnerin bemerkte den Verletzten und alarmierte die Rettungskräfte. Der junge Mann musste mit Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Da ein politisches, gegen politische Gegner*innen gerichtetes Motiv im Raum steht, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung übernommen.
Am Lindencenter in Neu-Hohenschönhausen wurden erneut zwei Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung "Remigration jetzt!" und darunter der völkische und NS-verherrlichende Spruch "Blut und Boden - Treu bis in den Tod". „Blut und Boden – Treu bis in den Tod“ ist eine nationalsozialistische Parole. Sie kombiniert die rassistische Agrarideologie der NSDAP mit dem geforderten bedingungslosen Gehorsam und der extremen Opferbereitschaft für das NS-Regime.
Am Berl wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die gegen politische Gegner:innen der extremen Rechten gerichtete Forderung "Antifa verbieten!" in Kombination mit Eigenwerbung für den Versand.
An der Bushaltestelle Gehrenseestraße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung nach "Remigration".
An der Tramhaltestelle Welsestraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gemeldet. Auf dem Motiv stand die Parole "Deutschland meine Heimat" in Kombination mit einem Reichsadler und einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge.
In der Wartenberger Straßer hinter dem S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde zudem ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Parole "Deutsche Jugend Voran" in Kombination mit dem Logo der Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) und Werbung für den Internetauftritt der Partei zu sehen.
Auf einem Sportplatz am Upstallweg wurde auf einem grünen Mülleimer der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Ein 12-jähriger Junge befand sich alleine in der Straßenbahn M13 auf dem Weg in Richtung Frankfurter Allee, als er von einer ihm gegenüber sitzenden älteren Frau intensiv angestarrt wurde. Als der Junge sich im Gesicht kratzen wollte und dafür die Hand hob, schrie die Frau ihn unvermittelt an. Sie rief sinngemäß: „Fass mich nicht an, du scheiß Ausländer, ich rufe die Polizei an“.
Der Junge erklärte daraufhin, dass er sie überhaupt nicht berührt habe. Eine weitere anwesende Frau griff couragiert ein und versuchte, die Situation zu beruhigen und mit der älteren Frau zu sprechen. Die Seniorin stieg schließlich an der Haltestelle S+U Frankfurter Allee aus der Straßenbahn aus. Der 12-Jährige kam sichtlich erschrocken und verängstigt nach Hause.
Am Lindencenter in Neu-Hohenschönhausen wurde ein Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Forderung "Remigration jetzt!" und darunter der völkische und NS-verherrlichende Spruch "Blut und Boden - Treu bis in den Tod". „Blut und Boden – Treu bis in den Tod“ ist eine nationalsozialistische Parole. Sie kombiniert die rassistische Agrarideologie der NSDAP mit dem geforderten bedingungslosen Gehorsam und der extremen Opferbereitschaft für das NS-Regime.
An der Tramhaltestelle Welsestraße und Prendener Straße wurden mehrere Neonaziaufkleber aus einem bekannten Versand endeckt und entfernt. Auf den Motiven stand "Good night left side", "Make germany great again" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge, "Deutschland meine Heimat" in Kombination mit Reichsadler und Reichsflagge und "Für die Gäste nur das Beste - Remigration airlines". In einem Fall war nur eine Reichsflagge abgebildet.
Auch entlang der Falkenberger Krugwiesen wurden mehrere Naziaufkleber entdeckt und entfernt. Es handelte sich um die Motive "Deutschland meine Heimat", "Love animals, hate Antifa", "Für die Gäste nur das Beste - Remigration Airlines" und einen Aufkleber in Form einer Reichsflagge.
In der Pablo-Picasso-Straße befand sich auf einem Ortseingangsschild nach Hohenschönhausen zudem ein extrem rechter Aufkleber mit einer darauf abgebildeten "Schwarzen Sonne", einer vermummten Person und dem Spruch "Violent Unrest".
Am Parcour bzw. auf dem Spielplatz in der Erich-Kurz-Straße wurden die Neonazizahlencodes "88" und "1161" entdeckt.
Auf einem Bus am Wellenwerk in der Landsberger Alle, der als Sprühwand dient, sind mehrere Hakenkreuze, der Schriftzug "Hitler" und der Neonazizahlencode "1488" in schwarzer und grüner Farbe aufgesprüht worden.
In der Rhinstraße Ecke Allee der Kosmonauten wurde zudem ein in blauer Farbe gesprühter Neonazizahlencode in Form einer "88" gemeldet.
Am S-Bahnhof Lichtenberg (S75) fiel eine Fahrkartenkontrolleurin durch extrem rechte Symbolik und rassistisches Verhalten auf. Die Frau wies am Bein ein sichtbares „444“-Tattoo auf. Der Zahlencode "444" steht in der extrem rechten Szene für den rassistischen Slogan „Deutschland den Deutschen“ (basierend auf dem vierten Buchstaben des Alphabets, dem „D“).
Die Kontrolleurin beleidigte migrantisch gelesene Fahrgäste und zeigte ihnen zudem den Mittelfinger.
Eine Regenbogenbank am Rathaus Lichtenberg wurde komplett übermalt bzw. die Regenbogenfarben unkenntlich gemacht.
Am späten Sonntagabend kam es an der Ecke Dolgenseestraße 41–43, nahe dem dortigen Fußballplatz, zu einem lautstarken homofeindlichen Vorfall. Eine Person beschimpfte eine andere Person über einen Zeitraum von etwa 5 bis 10 Minuten massiv und weithin hörbar. Dabei fiel unter anderem die homofeindliche Beleidigung „schwule Drecksau“. Zudem wurde die betroffene Person offenbar von der aggressiven Person des Ortes verwiesen bzw. „rausgeschmissen“.
In der Ilsestraße wurde ein rassistisches Aufklebermotiv mit der Parole "One nation, one people, stop immigration - defend europe" gefunden und entfernt.
Ebenfalls in der Ilsestraße klebte ein weiterer rassistischer Aufkleber mit dem Slogan "One nation, one people, stop immigration - defend europe" auf einer Wohnungstür. Daneben klebte zudem ein Aufkleber aus einem Naziversand mit der rassistischen Forderung "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise!".
In einem Mehrfamilien-Wohnhaus in der Prendener Straße wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und gemeldet. Daneben fand sich der Schriftzug "AfD". Bereits in der Vergangenheit wurden dort auch schon Hakenkreuz-Schmierereien vorgefunden.
An der Tramhaltestelle Oberseestraße wurde vor einer Bar ein Aufkleber aus der Fanszene des polnischen Erstligisten Pogon Szczecin gemeldet. Das Motiv richtete sich mit einem durchgestrichenen Hammer und Sichel-Symbol gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Der BFC Dynamo spielt(e) am 27.6.26 gegen Pogon Szczecin im Sportforum in Alt-Hohenschönhausen.
Ein ca. 8 Jahre alter Junge zeigte einer Passant*in auf der Landsberger Allee zur Begrüßung den sogenannten „Hitlergruß“.
Die Neonazipartei „Der III. Weg“ führte vor dem Einkaufszentrum Lindencenter in Hohenschönhausen einen Infostand durch. Nach eigenen Angaben in den sozialen Medien verteilten Aktivisten der Partei dabei Flyer im Rahmen ihrer bundesweiten Kampagne „Unsere Alternative heißt Revolution!“ und suchten das direkte Gespräch mit Passant*innen.
Die Neonazipartei "Die Heimat" (ehemals NPD) führte am am Riz-Center Ribnitzer Straße Ecke Zingster Straße einen Infostand mit mindestens drei Teilnehmenden durch.
In der Ahrenshooper Straße Ecke Zingster Straße wurden insgesamt drei Neonaziaufkleber gemeldet und entfernt. Auf zwei Motiven waren gegen politische Gegner*innen gerichte Parolen wie "Antifa verbieten!" und "Antifa = antideutsch, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, asozial" zu lesen. Ein weiterer Aufkleber stammte vom Berliner Stützpunkt der Neonazipartei "Der III. Weg". Auf dem Motiv wurde mit dem Logo der Partei Eigenwerbung betrieben. Als Zusatz befand sich darunter die Parole "Familie, Heimat, Tradition".
In der Zingster Straße Ecke Barther Straße wurde zudem ein Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand der rassistische Slogan "White lives matter".
In der Ernst-Barlach-Straße wurde eine homofeindliche Parole gegen Fans des BFC Dynamo gemeldet. Auf eine Eingangstür wurde in schwarzer Farbe "BFC: You are gay!" gesprüht.
Am S-Bahnhof Wartenberg wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der LGBTIQ*-feindlichen Parole "Deutsche Farben und Werte, statt bunter Ideologie!" entdeckt und entfernt.
Im Übergang am S-Bahnhof Storkower Straße, in Richtung Storkower Bogen, wurde der rassistische und NS-verherrlichende Neonazizahlencode "1488" gemeldet.
In der Oderbruchstraße Ecke Landsberger Allee wurde ein Aufkleber von der extrem rechten Berliner Jugendgruppierung "HKO" (="Headkicks only")-Crew gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber stand "Padophilen die Fresse polieren! Division H.K.O.". Diese junge Neonazigruppierung gibt vor, zum Schutz von Kindern mit Gewalt gegen Pädophilie vorzugehen. Pädophilie wird von der extremen Rechten aus strategischen und ideologischen Gründen instrumentalisiert. Auch laut dem Verfassungsschutz setzen extreme Rechte zunehmend auf das Thema Pädokriminalität. Mit Aktionen wie dem "Pedo-Hunting" treffen sie auch auf gewaltbereite, bislang eher unpolitische Jugendliche.
An der Bushaltestelle Vincent-van-Gogh-Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" gefunden.
Auch rund um die Tramhaltestelle Welsestraße wurden 5-6 weitere Exemplare des rassistischen "Remigration"-Motivs gefunden und entfernt.
In einer Bahn der M17 wurden zudem auf Höhe Neu-Hohenschönhausen zwei Hakenkreuz-Kritzeleien in Kombination mit dem Spruch "Für die AfD" gemeldet.
In der Pablo-Picasso-Straße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem NS-verherrlichenden Motiv war eine Reichsflage, ein Reichsadler und die Parole "Deutschland, meine Heimat!" zu sehen.
Am Nachmittag wurde im öffentlichen Raum nahe der Schalkauer Straße eine Person dabei beobachtet, wie sie einen lautstarken Livestream mit rassistischen Inhalten auf der Plattform TikTok durchführte und Passant*innen ungefragt filmte.
In dem fortlaufenden Livestream äußerte sich die Person mehrfach negativ über die Stadt Berlin sowie über das Thema Migration. Dabei fiel unter anderem die nationalistische, rassistische und ausgrenzende Parole, Berlin müsse „wieder deutsch werden“.
Eine nachträgliche Überprüfung des öffentlich zugänglichen Profils der Person durch die meldende Person ergab zudem eine deutliche Nähe zur extrem rechten Szene. Auf dem Account wurde unter anderem ein Video hochgeladen, das einen Informationsstand der Neonazipartei „Die Heimat“ (ehemals NPD) am 13.6.2026 am nahegelegenen Allee-Center (Landsberger Allee 277) positiv darstellt und bewirbt. Die Inhalte des Accounts vermitteln insgesamt eine starke Sympathie für die Positionen dieser Partei.