Rassistische Parolen und NS-Symbole in Britz
Auf eine Parkbank in der Nähe des U-Bahnhofes Britz-Süd wurden rassistische Parolen wie "Scheiß Moslems" sowie mehrere Hakenkreuze geschmiert. Die Schmierereien wurden weitestgehend entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf eine Parkbank in der Nähe des U-Bahnhofes Britz-Süd wurden rassistische Parolen wie "Scheiß Moslems" sowie mehrere Hakenkreuze geschmiert. Die Schmierereien wurden weitestgehend entfernt.
In der Josef-Nawrocki-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der die sog. "Remigration" forderte. Erstammte von der Gruppierung "Nordfeuer".
Auf einem Schild am Begonienplatz, nahe der Bushaltestelle "Unter den Eichen/Botanischer Garten", klebte ein rassistischer Aufkleber. Dieser hatte den Slogan "Abschieben schafft Sicherheit". Er ist bei verschiedenen extrem rechten Versandhändeln zu finden.
Eine muslimische Frau betete auf einer Bank an der Mönchstraße in der Altstadt Spandau. Zwei ältere Passantinnen blieben stehen, die eine zeigte mit dem Finger auf die betende Frau und beide empörten sich lautstark.
Bei einem Junioren-Fußballspiel in Neukölln-Britz wurden Spieler eines jüdischen Vereins durch das gegnerische Team und Zuschauer*innen beleidigt und angespuckt. Während des Spiels sei das Team des jüdischen Vereins mehrfach als "Scheiß Juden" beschimpft worden. Im Anschluss des Spiels sei es noch zu Auseinandersetzungen gekommen, bei denen die Betroffenen mit Stöcken und Messern verfolgt worden seien.
In der Seelingstraße in Charlottenburg wurden an einem Stromkasten Sticker entdeckt, die durch den Apartheidvorwurf Israel als gesamten Staat dämonisieren. Außerdem wurden Sticker, die sich gegen Antisemitismus richten, sowie der Davidstern auf einem Sticker mit der Aufschrift "Nie wieder ist jetzt", unkenntlich gemacht worden.
Ein Mülleimer wurde auf zwei Seiten besprüht. Es wurde ein Davidstern und darauf ein rotes Dreieck sowie der Schriftzug „Gaza Intifada“ gemalt.
Am Mauerpark wurde auf eine Bauzaun-Verdeckung u.a. folgender Wortlaut geschmiert: "From the river to the sea Palestine will be free!". Diese Parole wendet sich gegen das Existenzrecht Israels und ist daher als antisemitisch zu bewerten.
Ein türkischer Mann aus Bulgarien wurde bei der Wohnungssuche von einer Hausverwaltung in Mitte abgelehnt. Als er nach dem Grund fragte, stellte sich heraus, dass sie ihn für einen Roma gehalten hatten. Als er klarstellte, dass er dies nicht sei, entschuldigte man sich bei ihm. Aber "man" wisse doch, "wie die" seien, so wurde er um Verständnis gebeten.
In der Wilhelminenhofstr. wurde an einem Schild ein Aufkleber mit der Aufschrift "We hate Antifa" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Onlinehandel.
In der Langhoffstr. wurden ein extrem rechter Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel sowie die Schriftzüge "1161" und "NZS" entdeckt.
An der Tramhaltestelle Rhinstr. / Allee der Kosmonauten wurde ein weiterer extrem rechter Aufkleber aus demselben Onlinehandel entdeckt.
Am Schäfersee in Reinickendorf-Ost wurden extrem rechte Schmierereien entdeckt und unkenntlich gemacht, die sich gegen "Antifa" und "Grüne" richteten.
Auf einem öffentlichen Mülleimer in der Voxstr. am Potsdamer Platz wurde ein Hakenkreuzgraffiti entdeckt.
In der Lindenallee wurde ein rassistischer Aufkleber, der Bezug auf das sog. "Sylt-Lied" nahm, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Auf einen Mülleimer im Park gegenüber des Betriebsbahnhofs Rummelsburg wurde die Zahlenkombination "1161" gesprüht. Diese steht für "Anti-antifaschistische Aktion" und richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Die Zahlenkombination wurde übersprüht.
Auf einen Betonsockel im Hönower Wiesenweg Ecke Blockdammweg wurde "FCK GRN" gesprüht, ein Slogan, der sich gegen die Grünen als politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Slogan wurde übersprüht.
In der Brüsseler Straße in Wedding wurden drei israelbezogene, antisemitische Aufkleber mit der Aufschrift "No Pride in Israeli Apartheid" entdeckt und entfernt.
In einem Laden für Mode und Accessoires in Neukölln, wurden Kerzen, auf denen ein Davidstern und eine Menora abgebildet waren, zusammengeknautscht und kaputt gemacht. Alle anderen Kerzen waren intakt.
Das Schild des Sderotsplatzes in Zehlendorf wurde erneut mit schwarzer Farbe besprüht. Das Geschriebene auf dem Schild war nur noch schwer zu erkennen. Der Sderotplatz erinnert an die Städtepartnerschaft des Bezirks Steglitz-Zehlendorf mit der israelischen Stadt Sderot. Seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 07. Oktober 2023 dient der Platz zum Gedenken, indem Bürger*innen des Bezirks dort Blumen ablegen. Das Schild wurde bereits im Oktober diesen Jahres beschmiert und gereinigt.
Auf einem öffentlichen Aschenbecher in der Eitelstraße stand normalerweise die Aufschrift „Für die Zigarette danach“. Diese wurde so abgewandelt, dass dort nun „Für die Zionisten danach“ stand.
Auf einer Versammlung am Rathaus Neukölln wurden antisemitische und terrorverherrlichende Parolen gerufen.
Im Regierungsviertel in Tiergarten hielten pro-palästinensische Aktivist*innen ein Protestcamp ab. Im Camp wurden Schilder gezeigt, welche Israel als "Apartheid" bezeichneten. Es wurden israelbezogene, antisemitische Parolen gerufen.
In der Umgebung eines Supermarktes am S-Bahnhof Mahlsdorf wurden der Schriftzug "FCK AFA" (Fuck Antifa) sowie neun Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Aufkleber richteten sich mehrheitlich gegen Antifaschist*innen und stammten aus verschiedenen extrem rechten Onlinehandeln.
An der Nähe einer Jugendfreizeiteinrichtung in der Märkischen Allee wurden der neonazistische Zahlencode "1161" sowie ein extrem rechter Aufkleber mit der Reichsflagge und dem Slogan: "Hand in Hand für das Vaterland" entdeckt.
Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurden vier Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt, darunter "1161" und "Fuck 161", sowie vier extrem rechte Aufkleber, darunter ein Aufkleber des "III. Weg", sowie ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Marzahn wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer richtete sich gegen Antifaschist*innen, der andere stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel und forderte "Alles für's Vaterland", wobei eine Person mit Hassmaske dargestellt wurde.
In der Mehrower Allee wurde ein Aufkleber mit einer "Schwarzen Sonne" entdeckt und entfernt.
Auf einer Infotafel auf dem Bahnsteig am S-Bahnhof Schlachtensee wurde ein großes Hakenkreuz geschmiert. Es wurde der Bahn zur Entfernung gemeldet.
In einer Kita im Ortsteil Reinickendorf benutze ein Elternteil das N-Wort.
Eine Frau und ihre siebenjährige Tochter wurden von einem Fahrer eines Fahrdienstes während der Fahrt rassistisch beleidigt. Die Frau und ihr Kind verließen daraufhin das Auto, der Fahrer fuhr davon.
Eine 28-jährige Person wurde auf der Schloßstraße von einer 48-jährigen Frau erst mit rassistischen Worten beleidigt und dann getreten. Die Polizei wurde gerufen und die Täterin vorerst festgenommen.
Eine Person in Steglitz-Zehlendorf wurde auf dem Wohnungsmarkt im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine rassistische Diskriminierung.
Eine Person in Tempelhof-Schöneberg wurde auf dem Wohnungsmarkt bei der Wohnungssuche strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine behindertenfeindliche Diskriminierung. Zusätzlich kam es zu einer beleidigenden Aussage.
Unter einer Brücke in der Hellersdorfer Str. zündete ein Mann eine Couch an, auf der ein Wohnungsloser schlief. Der Betroffene musste im Krankenhaus versorgt werden.
Im Aufzug am U-Bahnhof Leinestraße in Nord-Neukölln wurde eine Person von einem Mann ableistisch und transfeindlich beleidigt. Dabei forderte der Mann, es solle eine erneute "Aktion T4" geben. Im Rahmen der „Aktion T4“ wurden im Nationalsozialismus fast 200.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen ermordet.
Ein an der Ecke Luisenstraße/Schiffbauerdamm erst kürzlich eingesetzter Stolperstein wurde mit einer unbekannten weißen Masse übergossen und mit Laub bedeckt.
An der Ecke Rahnsdorfer Str. wurden vier Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt. Ein weiterer Aufkleber wurde an der Ecke Flakenseestr./ Kalkseestr. entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am S-Bahnhof Mahlsdorf wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber rief zu Gewalt gegen Antifaschist*innen auf, indem er darstellte, wie eine Person mit einem Antifa-Logo und blutigem Kopf von einer Person mit einem blutigen Knüppel verfolgt wird, die Überschrift lautete "Jagdsaison". Ein weiterer Aufkleber stammte von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg", ein Aufkleber bildete eine "Schwarze Sonne" ab.
Zudem wurde an einem Fahrradständer in der Nähe ein Aufkleber mit der Aufschrift "Support your local Anti Antifa" entdeckt und entfernt.
Auf einer Ampel an der Ecke Eugenio-Botnari-Platz / Skandinavische Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Corruptiv. Propaganda für die Regierung" gesehen und entfernt. Hierbei handelt es sich um eine Anspielung auf die Recherchen des Medienhauses "Correctiv" zu extrem rechten Akteuren. Das Wortspiel, welches sich mit dem Begriff der "Korruption" zusammensetzt, diffamiert die Journalist*innen und Recherchen und kann als Teil eines extrem rechten Kulturkampfs verstanden werden.
An der Tür einer Bar in der Margaretenstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und entfernt. Dieser richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von Behindertenfeindlichkeit. Auf Wunsch der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
In der Weißenhöher Str. wurden an einem Mülleimer vor einem Fitnessstudio zweimal ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" sowie ein rassistischer Aufkleber gegen Geflüchtete entdeckt und entfernt.
An der Ecke Kornmandelweg / Blumberger Damm wurde der Schriftzug "D3W" (Der 3. Weg) sowie zwei rassistische Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei entdeckt.
In der U-Bahn, in der Linie U5 in Richtung Hauptbahnhof, in Höhe des Ortsteils Hellersdorf, wurde auf der Anzeigetafel ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am U-Bahnhof Cottbusser Platz wurde ein Aufkleber mit rassistischem Inhalt entdeckt und entfernt. Dieser entstammt einem extrem rechten online Versandhandel.
Auf einem Mülleimer am Nöldnerplatz wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Defend Europe" gefunden. Darauf ist ein Maschinengewehr abgebildet. Der Aufkleber verweist auf einen extrem rechten Online-Shop.
In der Ilsestraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels mit der Aufschrift "Kampfsport statt Drogen" gesehen und entfernt. Er klebte auf einem Straßenschild.
An der Ecke Lissabonallee/Potsdamer Chaussee wurde ein Sticker von einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Der Sticker richtete sich gegen die Partei "Bündnis 90/ Die Grünen". Die Webadresse des Versandhandels war auf dem Sticker abgedruckt.
Am Kiehlufer in Nord-Neukölln wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Corruptiv. Propaganda für die Regierung" gesichtet. Hierbei handelt es sich um eine Anspielung auf die Recherchen des Medienhauses "Correctiv" zu Akteur*innen der extremen Rechten. Das Wortspiel mit dem Begriff der "Korruption" diffamiert die Journalist*innen und Recherchen und kann als Teil eines extrem rechten Kulturkampfes gesehen werden.
Eine Schwarze Person erlebte eine rassistische Diskriminierung durch die Ausländerbehörde. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
An der Schönhauser Allee Ecke Erich-Weinert-Straße hielt ein Mann vor einem muslimischen Passanten an, musterte ihn mit einem feindseligen Blick und schaute auf dessen Handy. Anschließend stellte er eine abwertende Frage mit rassistischer Beleidigung, in der er den Mann mit Terrorismus in Verbindung brachte. Als der Betroffene nachfragte, ob er das wirklich gesagt habe, bestätigte der Mann dies und ging weiter.