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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Antisemitische Sticker in der Schönstedtstraße

    06.02.2024 Bezirk: Neukölln

    Auf einem Verkehrsschild in der Schönstedtstraße in Nord-Neukölln wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit antisemitischem Inhalt gesichtet. Die Sticker wurden überklebt.

    Quelle: Register Neukölln
  • Beschmierung von Wahlplakaten der SPD und Bündnis 90/ Die Grünen in Weißensee

    06.02.2024 Bezirk: Pankow

    Auf dem Hamburger Platz wurde ein großes Wahlplakt der Partei Bündnis 90/ Die Grünen mit dem Slogan "Volksverräter" beschmiert. Ebenso wurde ein großes Wahlplakat der Partei SPD mit dem Slogan "D3W" beschmiert. "D3W2 steht für "Der III. Weg" und bezieht sich auf die extrem rechte Partei mit dem gleichen Namen.

    Quelle: NEA (Antifa-Nordost)
  • NS-verharmlosende Schmiererei am Ostbahnhof

    06.02.2024 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Rand des Streetfoodmarkts am Ostbahnhof (Hermann-Stöhr-Platz/Lange Straße) wurde in schwarzer Schrift auf einem Werbebanner der Schriftzug "Grüne ins KZ" angebracht.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistischer Angriff in Oberschöneweide

    06.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Ortsteil kam es zu einem rassistischen Angriff. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Migrationsberatung für junge Menschen in Treptow-Köpenick - Diakoniewerk
  • Rassistische und extrem rechte Aufkleber in Wedding

    06.02.2024 Bezirk: Mitte

    An der Ecke Hochstädter Straße / Maxstraße wurden vier rassistischer Aufkleber des extrem rechten Kampagnenprojekts "1-Prozent", ein rassistischer Aufkleber der "Identitären Bewegung" sowie 3 weitere Aufkleber der "Identitäten Bewegung" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber waren unter anderem an zwei Wahlplakaten der SPD und einem Wahlplakat der Partei Die Linke angebracht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rechter Aufkleber im Prenzlauer Berg

    06.02.2024 Bezirk: Pankow

    In der Kastanienallee wurde ein Aufkleber einer extrem rechten Gruppe "Patriotische Jugend" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte den Slogan "Umweltschutz ist Heimatschutz".

    Quelle: NEA (Antifa-Nordost)
  • Weitere extrem rechte Graffiti und Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    06.02.2024 Bezirk: Lichtenberg

    In der Mittelstr. wurde die Zahlenkombination 444 (steht für: Deutschland den Deutschen) an eine Mülltonne gemalt. Weiter wurde "AFA verbieten" (steht für: Antifa verbieten) an eine Mülltonne gemalt, sowie die zuvor gemalten Zeichen von Hammer und Sichel durchgestrichen. In der unmittelbaren Umgebung wurden Aufkleber der extremen Rechten gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Antiziganistische strukturelle Benachteiligung in Niederschöneweide

    05.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Die Eigentümer*innen eines Hauses in der Fennstr. haben unrechtmäßig die Müllentsorgung und Wasserversorgung für das Haus eingestellt. Das Bezirksamt hat daraufhin eine Steigleitung auf dem Bürgersteig eingerichtet, sodass die Bewohner*innen Wasser in Kanistern abfüllen können. Die Mieter*innen waren bereits vor Monaten mit unrechtmäßigen Kündigungen konfrontiert.
    Mit der gezielten Verwahrlosung des Hauses werden antiziganistische Vorurteile in der Nachbarschaft geschürt.

    Quelle: BARE Berlin, Presseberichte Berliner Morgenpost vom 20.02.2024
  • Neonazi-Sprühereien und Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    05.02.2024 Bezirk: Lichtenberg

    In der Große-Leege-Str. wurde ein Graffito mit "Fasho" entdeckt. Daneben war ein Keltenkreuz gemalt. Ebenfalls wurde ein weiterer Schriftzug "Kämpfen wie Lenin, Siegen wie Lenin" ebenfalls mit einem Keltenkreuz übermalt, sowie das Symbol von Hammer und Sichel durchgestrichen. In der unmittelbareren Umgebung wurden Aufkleber von "Der III. Weg" sowie weitere extrem rechte Sticker entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • NS-verherrlichender Aufkleber in Marzahn

    05.02.2024 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Neben den Tram-Schienen in der Schwarzburger Straße Ecke Mehrower Allee wurde ein Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel entdeckt, dessen Motiv den Nationalsozialismus verherrlicht.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Rassistische Bedrohung in der U-Bahn

    05.02.2024 Bezirk: Berlinweit

    In Berlin bedrohte in der U-Bahn-Linie U9 eine Frau eine junge Passagierin mit Kopftuch. Zunächst kam sie bedrohlich auf die Passagierin zu. Sie rief: "Zieh die Scheiße ab!" Das bezog sich in abwertender Weise auf das Kopftuch. Und sie beschimpfte sie laut: "Schlampe". Dann versuchte sie mehrmals die junge Passagierin zu schlagen. Die betroffene Frau berichtete dies einer Zeitung.

    Quelle: Die Zeit 27.05.2024 (23/2024)
  • Rassistische Pöbelei in Spindlersfeld

    05.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Oberspreestr./ Ottomar-Geschke-Str. streifte ein Mann eine Schwarze Frau beim Überqueren der Straße. Daraufhin forderte der Mann eine Entschuldigung von der Frau, denn "wir sind in Deutschland". Als die Frau dies zurückwies, drohte der Mann ihr mit Gewalt.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Strukturelle Diskriminierung am Tempelhof-Schöneberger Wohnungsmarkt

    05.02.2024 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Ein Mann in Tempelhof-Schöneberg wurde auf dem Wohnungsmarkt im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine Diskriminierung anhand der sexuellen Identität. Zusätzlich kam es zu einer beleidigenden Aussage.

    Quelle: Fair mieten – Fair wohnen
  • Zahlencode gegen Antifaschist*innen in Adlershof

    05.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Halle des S-Bhf. Adlershof wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlen stehen für "Anti-Antifa", wobei es sich um eine Strategie der extremen Rechten gegen politische Gegner*innen handelt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Zahlencode gegen Antifaschist*innen in Friedrichshagen

    05.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf dem Marktplatz Friedrichshagen wurde auf einem Wahlplakat der LINKEN der Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlen stehen für "Anti-Antifa", wobei es sich um eine Strategie der extremen Rechten gegen politische Gegner*innen handelt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Antisemitischer Online-Vorfall in Berlin

    04.02.2024 Bezirk: Berlinweit
    Eine jüdische Organisation erhielt auf ihrem Instagram-Account einen antisemitischen Kommentar mit Motiven des antijudaistischen und israelbezogenen Antisemitismus.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung

    04.02.2024 Bezirk: Berlinweit

    Einem sehbehinderten Mann wurde die Teilhabe an einem kulturellen Angebot verwehrt.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • Behindertenfeindlicher Hass-Kommentar

    04.02.2024 Bezirk: Berlinweit

    Eine Person erhielt in den Sozialen Medien unter einem Video einen behindertenfeindlichen Hass-Kommentar. In Bezug auf die Behinderung der Person in dem Video wurde in dem Kommentar die Ermordung von Menschen mit Behinderung in der Vergangenheit verherrlicht und zurückgewünscht, insbesondere die systematische Verfolgung und Vernichtung zur Zeit des Nationalsozialismus.

    Quelle: Berliner Register via Instagram
  • Extrem rechte Aufkleber des "III. Weg" u.a. in Adlershof

    04.02.2024 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Bereich Radickestr./ Anna-Seghers-Str./ Wassermannstr. wurden insgesamt 10 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Acht der Aufkleber stammten von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und waren LGBTIQ*-feindlich, zwei weitere forderten "Remigration".

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Homofeindlicher Angriff auf 23-Jährigen

    04.02.2024 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Ein 23-Jähriger wurde in der Havemannstraße in Marzahn von vier unbekannten Männern zunächst homofeindlich beleidigt. Als er die Unbekannten fragte, was das soll, sollen drei Personen aus der Gruppe auf ihn eingeschlagen haben. Als der Betroffene von ihnen zu Boden gebracht wurde, traten sie weiter auf ihn ein. Nachdem ein Mitarbeiter eines Imbisses hinzu kam, ließen die Angreifer von dem Betroffenen ab und flohen. Der 23-jährige Betroffene erlitt eine Schnittwunde am Unterarm und Verletzungen am Hals. Er musste in einer Klinik behandelt werden. Es wurden polizeiliche Ermittlungen wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0262 und Tagesspiegel vom 04.02.2024
  • Rassistische Propaganda im U-Bhf. Frankfurter Allee

    04.02.2024 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf einem Fotoautomaten im U-Bahnhof Frankfurter Allee wurde auf dem Werbeplakat mit schwarzem Edding ein Fadenkreuz auf das Gesicht gezeichnet und die Worte ""Headshot 4 Kanacken" (Kopfschuss für K-Wort) geschrieben.

    Quelle: Berliner Register
  • Serie von extrem rechten Aufklebern in Alt-Hohenschönhausen

    04.02.2024 Bezirk: Lichtenberg

    In der Konrad-Wolf-Str. wurden weitere Aufkleber von einem extrem rechten Versandhandel mit der Aufschrift "Lieber Kernkraft als Flüchtlingsstrom" bemerkt. Auch wurde ein Aufkleber von der extrem rechten Kleinstpartei "Der III.Weg" bemerkt und entfernt. Ein weiterer Aufkleber in der Mittelstr. mit der Aufschrift "Deutsche wehrt euch" und der Reichsflagge wurde ebenfalls entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Verschwörungsideologische Kundgebung in Tiergarten

    04.02.2024 Bezirk: Mitte

    In Tiergarten kam es zu einer verschwörungsideologischen Kundgebung. Die Kundgebung fand auf dem Platz der Republik statt und forderte den Rücktritt der Bundesregierung. Die etwa 30 Teilnehmende sind dem verschwörungsideologischen und Reichsbürger*innenmilieu zuzurechnen.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • AfD-Infostand in Lankwitz

    03.02.2024 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Wie der Bezirksverband der AfD auf seinen Social-Media Kanälen mitteilte, hielt dieser einen Infostand in der Paul-Schneider-Straße ab. Dort wurde die AfD-Zeitschrift „Blauer Bote“ verteilt. In der Ausgabe Winter/Frühjahr 2024 wird ein Zusammenhang zwischen sozialen Problemen, wie Kriminalität und Wohnungsnot und Migration konstruiert, der als rassistisch gewertet werden kann. Weiter entsteht der Eindruck, dass Antisemitismus in erster Linie ein „importiertes Problem“ darstellt, das mit „illegalen Flüchtlingsströmen“ nach Deutschland gekommen ist. Diese Propaganda fördert die Ausgrenzung und Stigmatisierung von Migrant*innen und Muslim*innen

    Quelle: Register Steglitz-Zehlendorf
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