Schmiererei gegen politische Gegner in Mahlsdorf
An einer Straßenabsperrung in der Hummelstraße wurde eine „1161“ (Anti-Antifaschistische Aktion)-Schmiererei entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An einer Straßenabsperrung in der Hummelstraße wurde eine „1161“ (Anti-Antifaschistische Aktion)-Schmiererei entdeckt.
Am Eingang zum Gutspark Marienfelde wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Good night Left Side" entdeckt und entfernt.
Auf den Schaufenstern einer sozialen Einrichtung in Lichterfelde klebte ein Sticker mit transfeindlichem Inhalt. Der Aufkleber enthielt lediglich folgende Defintion: "woman an adult female human". Ähnliche Texte, die in Form von Lexikoneinträgen daherkommen und somit universelles Wissen beanspruchen, werden in transfeindlichen Kreisen verwendet. Sie suggerieren, dass es bei Menschen zwei natürliche Geschlechter gäbe und sprechen Transpersonen ihre Selbstbestimmung ab. Die Einrichtung arbeitet mit der gesamten Nachbarschaft im Kiez und ist seit Herbst 2023 regelmäßig von Stickern und Briefeinwürfen betroffen.
An der Friedhofsmauer am Mehringdamm wurden türkische Orchon-Runen "𐱅𐰇𐰼𐰰" (in lateinischer Schrift: "Türk") entdeckt und durchgestrichen.
Orchon-Runen werden häufig von den türkischen faschistischen "Grauen Wölfen" als Symbolik verwendet.
In der Erich-Müller-Straße Ecke Friedrich-Jacobs-Promenade, in der Hildegard-Marcusson-Straße (Ende/Südseite) am Medallionplatz und an der Rummelsburger Promenade wurden mehrere Sprühereien und Tags der extrem rechten Gruppierung "EHL" (= "Einheit Lichtenberg") und neonazistische "1161"-Zahlencodes gemeldet. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".
Am Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg-Nord wurde eine anti-antifaschistische Sprüherei in Form eines "Fck Antifa"-Schriftzuges gemeldet.
Die Linke Spandau erhielt eine E-Mail, die antimuslimischen Rassismus enthielt. Es stand auch in der E-Mail, dass „Terroranschläge gegen diese Parteien (Die Linke, Die Grünen und die Jugendorganisation der SPD-Jusos) gerichtet sein sollten“.
In der Altonaer Straße in der Nähe des U-Bahnhofs Hansaplatz wurden ein Schwarzer Mann und seine weiße Begleiterin von einem weißen Paar rassistisch und sexistisch beleidigt.
An einer Toreinfahrt in der Boxhagener Straße wurde mit rosaner Farbe "YOU.DE (Herz) GAS...A" (Lesart: Juden lieben es Gaza zu vergasen) gesprayt.
"You.de" wird im deutschsprachigen digitalen Raum, vornehmlich in Kommentaren, für das Wort "Jude" verwendet, um zu verhindern, dass antisemitische Botschaften schnell erkannt und gelöscht werden.
In einer Bar am Boxhagener Platz kam es am Wochenende zu einer massiven Bedrohung. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.
In der Möllenseestr. und im Müggelseedamm wurden insgesamt drei extrem rechte Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Im Park am Alten Wasserwerk wurde ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.
An der Turnhalle hinter der Kurt-Tucholsky-Oberschule in der Neumannstraße wurden zwei Graffiti der extrem rechten Kleinpartei „Der III. Weg“ sowie ihrer Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend (NRJ)“ entdeckt.
Bei dem ersten Graffiti handelt es sich um den Schriftzug „NRJ: Antidrogen, Körper und Geist stärken“, bei dem zweiten um „D3.W“. Das Kürzel stellt die Bezeichnung der Partei dar.
An einem Toilettenhäusschen in der Pilgramer Straße wurde ein mit pinker Farbe gesprühtes Hakenkreuz entdeckt.
Ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker wurde am U-Bahnhof Adenauerplatz entdeckt. Die Bezeichnung "Gay" und zwei Männlichkeitszeichen werden darauf zur Diffamierung eines Fußball-Teams genutzt. Zudem wird auch eine sexistische Beleidigung genutzt.
Gegen 6:00 Uhr verließen ein 20-jähriger Mann und eine gleichaltrige Frau eine Bar in der Ritterstraße. Auf dem Gehweg wurden sie von vier Unbekannten angesprochen und homofeindlich beleidigt. Dem Mann wurde Reizgas ins Gesicht gesprüht und er ging zu Boden. Daraufhin traten die Angreifer auf ihn ein und flüchteten dann.
In der Wuhlheide entlang des Ostendgestells zwischen Gleisen und Spielplatz wurde siebenmal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Am Wochenende des 1. und 2. November 2025 wurde ein 37-jähriger Berliner Comedian auf offener Straße in Berlin angegriffen, wie er auf Instagram berichtete. Zunächst habe der Angreifer gerufen: "Du scheiß Schlitzauge!" Der Betroffene habe versucht auf den Täter beschwichtigend einzureden. Schließlich habe dieser zugeschlagen. Der Betroffene erlitt ein Verletzung am Auge und im Gesicht.
In der Rotherstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Du wirst abgeschoben!" mit einem dargestellten weißen, jungem Mann mit energischem Blick und Fingerzeig, entfernt.
An der Haltestelle Nahmitzer Damm wurde ein Schriftzug angebracht, der muslimische Menschen mit einem rassistischen Begriff beleidigt. Damit wurde ein linkes Graffiti übermalt.
In einer Bar in Charlottenburg fand eine Studenten-Party der europäischen Fraktion "ESN" (Europa der souveränen Nationen) statt. In der Wissenschaft wird die ESN, als "nicht unwesentlich aus rechtsextremen Parteien bestehend" eingeordnet. Neben "AfD"-Mitgliedern und Politikern waren bei dem Treffen unter anderem Mitglieder der polnischen Partei "Nowa Nadzieja", eine extrem rechte Influencerin aus dem Umfeld der "Identitären Bewegung" und ein Redakteur der neurechten Zeitung "Junge Freiheit" anwesend.
Veranstaltung wie diese können der Vernetzung und des Austauschs ultrakonservativer bis extrem rechter Akteure und Parteien dienen.
Eine propalästinensische Demonstration zog mit ca. 250 Teilnehmenden durch Mitte, wobei es zu zahlreichen antisemitischen Äußerungen kam. Teilnehmende riefen „No peace“ und sprachen Israel mit den Parolen „There is only one state, Palestine `48“ und auf Arabisch "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" das Existenzrecht ab. Auch ein Redner ließ daran keinen Zweifel, dass Israel in seiner Gesamtheit ein „Besatzungsstaat“ sei. Es sei das Land der „Kanaananen und Palästinenser. So datiert er den Anspruch auf das ganze Land und die jüdische Besetzung antisemitisch bis in die Antike zurück. Des Weiteren forderte er zum „Widerstand gegen Israel mit allen Mitteln, die man zur Verfügung hat“, auf. Er schloss: „Palästina ist unser Land und wird als Staat […] Gerechtigkeit weltweit verbreiten,“ was in diesem Kontext nur erlösungsantisemitisch zu verstehen ist. Eine teilnehmende Person zeigte ein Bild mit einer blau-weißen Schlange mit Davidstern, die sich um die Erde wickelt. Das Bild bediente damit das antisemitische Narrativ, dass sich die Welt im Würgegriff der hinterlistigen und gefährlichen Jüdinnen*Juden befinde. Dazu zeigte sie ein weiteres Bild mit der Abbildung eines Nazi-Wehrmachtsgenerals. Teilnehmende riefen in Sprechchören: „Down, down with IsraHell!“ Die Behauptung, dass sich Jüdinnen*Juden im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ebenfalls ein klassisches antisemitisches Narrativ, das in diesen Sprechchören mit dem Wunsch nach der Beseitigung Israels verbunden wurde. Außerdem wurde in Sprechchören von einigen Teilnehmenden die eliminatorisch antisemitische Hamas bejubelt. Ein Teilnehmer beschimpfte eine am Demo-Rand für proisraelische Solidarität demonstrierende FDP-Politikerin als „Bitch“ und schrie weiter: „Israel ist eine Nutte. Kann nicht am Leben bleiben.“
In der Oranienburger Straße in Mitte wurde ein nationalchauvinistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt.
Die Suche nach einem Kitaplatz für ein behindertes Kind gestaltet sich schwierig. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Bezirk Lichtenberg ereignete sich eine gefährliche Körperverletzung gegen politische Gegner der Extremen Rechten. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Auf der Frankfurter Allee in Höhe des U-Bahnhofes Magdalenenstraße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei gemeldet. Das Hakenkreuz wurde unkenntlich gemacht.
In der Gaußstr. wurden auf dem Gehweg drei Hakenkreuze entdeckt.
An der Haltestelle Rixdorfer Str. / Britzer Str. wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt. Daneben wurde mit dem selben Stift der Schriftzug "AfD Zone" angebracht.
In der Einkaufspassage führt die extrem rechte Partei "Der III. Weg" einen Infostand durch.
In Lichtenberg ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
An der Kreuzung Mahlsdorfer Str. / Kaulsdorfer Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" an einem Stromkasten entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Gehsener Str. / Filehner Str. wurde an einem Verkehrsschild ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In Steglitz-Zehlendorf kam es zu einer NS-verherrlichenden Äußerung. Zum Schutz der meldenden Person wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum verändert.
Der Journalist und Chefredakteur eines rechten Onlineportals veröffentlichte im Social-Media-Dienst X einen Beitrag. Sein Vorschaubild zeigte den Queerbeauftragten des Landes Berlin und dazu einen Text zu einem wegen Kinderpornografie verurteilten Mann. Erst beim Klick auf "mehr anzeigen" erfuhr man, dass der verurteilte Mann und der Queerbeauftragte zwei verschiedene Menschen sind. Dies konnte so wirken, dass es sich bei dem straftätigen Mann um den Queerbeauftragten gehandelt hätte, was falsch ist. Der Queerbeauftragte des Landes Berlin erwirkte drei Tage später vor dem Landgericht Frankfurt am Main eine einstweilige Verfügung, die dem Journalisten die Verbreitung des Postings untersagte. Das Landgericht nannte den Vorgang eine "schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung" des Queerbeauftragten. Der Journalist veränderte daraufhin den Einleitungstext leicht und beließ das Foto.
Auf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurden drei rassistische Aufkleber, die die Forderung nach einer sog. "Remigration" enthielten, entdeckt und entfernt. Daraufhin klebte ein junger Mann sofort einen weiteren rassistischen Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18", der dann ebenfalls entfernt wurde.
Im Bezirk Lichtenberg ereignete sich ein rassistischer körperlicher Angriff. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein rassistischer Angriff mit gefährlicher Körperverletzung. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein rassistischer Angriff mit Körperverletzung. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein rassistischer Angriff mit gefählicher Körperverletzung. Das genaue Datum ist dem Berliner Register nicht bekannt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen
Bei einer Veranstaltung an der Freien Universität Berlin (FU Berlin) kam es zu einer strukturellen Benachteiligung einer Person mit Behinderung. Mitmach-Aktionen waren so gestaltet, dass die Person nicht teilnehmen konnte. Auch nach mehrfachem Aufmerksam-machen auf die Situation und Unterstützung durch weitere anwesende Personen wurde keine Alternative angeboten und die Person mit Behinderung blieb von den Angeboten ausgeschlossen.
Am Nachmittag trafen sich ca. 15 größtenteils Jugendliche der "Deutschen Jugend Voran" (DJV) und Vertreter der Partei "Die Heimat" in der Bundeszentrale in der Seelenbinderstraße.
Am Rummelsburger Ufer, Höhe Charlotte-Salomon-Hain, wurde auf einem Gittertor der neonazistische "1161"-Zahlencode entdeckt.
Auch am Rummelsburger Ufer, Höhe Hildegard-Marcusson-Straße befand sich der neonazistische Zahlencode „1161“ in gesprühter Form auf Privateigentum (Garagenkomplex).
Zudem befand sich ein geschmierter "1161"-Zahlencode auf einem Absperrpoller in der Georg-Löwenstein-Straße.
An der Tür eines Lichtenberger Clubs ereignete sich antiasiatischer Rassismus. Die Details werden zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht.
Die Organisator*innen einer Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus in Charlottenburg erhielten eine E-Mail, die zwei PDF-Dateien mit zahlreichen antisemitischen Aussagen enthielt. Der Verfasser behauptete unter anderem, Antisemitismus sei keine reale Form von Hass oder Diskriminierung, sondern ein „zionistisches Geschäftsmodell“, das von „jüdischen Funktionseliten“ zur politischen und wirtschaftlichen Einflussnahme genutzt werde, hierfür würde auch die Schoah genutzt. Dadurch wird jede Form von Kritik an Antisemitismus und seiner Prävention delegitimiert.
In den beigefügten Texten wurden Jüdinnen*Juden u. a. als Teil einer globalen Verschwörung dargestellt, die Politik, Medien und Wissenschaft steuere. Israel wurde mehrfach mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt und als „völkerrechtswidriger Siedlerkolonialstaat“ bezeichnet und damit dämonisiert und delegitimiert. Die Shoah wurde relativiert und Antisemitismusbeauftragte als „zionistische Propagandisten“ diffamiert. Zudem wurden klassische antisemitische Stereotype über „den Juden“ als angeblichen Lügner und Manipulator reproduziert und Gewalt gegen Jüdinnen*Juden legitimiert.
Eine Person beleidigte eine andere antiziganistisch.
Auf einem Stromkasten auf der Albrechtstraße/Ecke Filandastraße wurden zwei Sticker der extrem rechten Gruppe „aktiv.berlin“ mit dem Slogan „Heimat, Freiheit, Tradition“ entdeckt. Ein Aufkleber war bereits unkenntlich gemacht worden, der andere wurde entfernt.
An der Bushaltestelle U Wittenau wurde ein Aufkleber von "Auf1" mit der Aufschrift "Zeit zum aufwachen" gemeldet. Der österreichische TV-Sender "Auf1" verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.
Der Reinickendorfer Kreisverband der Neonazi-Partei "Die Heimat" postete im Oktober einzelne Beiträge auf Facebook. Es wurden Beiträge mit antimuslimisch-rassistischen Inhalten geteilt. Außerdem wurde für ein Grillfest am 3. Oktober 2025 geworben.
In der Plönzeile wurde ein gesprühtes Hakenkreuz entdeckt.