NS-verherrlichende Schmiererei in Niederschöneweide
Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde die Parole „NS Jetzt“ mit grünem Stift an die Wand geschrieben.
Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde die Parole „NS Jetzt“ mit grünem Stift an die Wand geschrieben.
An einem Einkaufscenter in Schöneweide wurde ein Schwarzer Mensch durch zwei Neonazis rassistisch beschimpft und geschlagen. Die beiden Täter fuhren mit einem Bus weiter nach Neukölln. Dort wurden ihre Personalien überprüft, weil sie rechte Parolen riefen.
Ein 24-Jähriger zog in der S-Bahn in Adlershof die Notbremse und verließ den Zug. Ein Zeuge, der dies beobachtete, informierte am S-Bhf. Schöneweide Bahnmitarbeiter über den Vorfall. Der 24-Jährige, der kurze Zeit später mit der nächsten Bahn eintrifft, erfährt dort, dass ein Zeuge seine Tat gemeldet hat. Daraufhin versetzte er dem Zeugen einen Kopfstoß und schlug ihn mit der Faust ins Gesicht. Er hob dazu den rechten Arm und schrie „Heil Hitler“. Es wurde Anzeige wegen Missbrauchs von Nothilfemitteln, Körperverletzung und Verwendens verfassungsfeindlicher Symbole aufgenommen.
An einem Laternenmast in der Neuen Krugallee Höhe Rathaus Treptow klebte ein Aufkleber mit der Aufschrift „Soviel Hitler war selten“ ohne ViSdP.
Am Abend wurde am S-Bhf. Plänterwald folgende Parole geschmiert: "Gewalt ist nicht angeboren!!! Gewalt wird provoziert. Der "NSU" war nur die Antwort auf all den Dreck der uns passiert".
In der Paradiesstraße wurde ein 46-Jähriger Mann gegen 17 Uhr von vier Männern zunächst rassistisch beleidigt und danach von drei Männern mit Stöcken geschlagen.
In einer Bushaltestelle Elsenstraße Ecke Karl-Kunger-Straße klebte ein Aufkleber der „Freien Kräfte Berlin Neukölln“ (FKBN) mit der Aufschrift „Nationaler Sozialismus Jetzt“.
Auf dem Graffiti im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurden auf das Bild einer Straßenbahnhaltestelle verschiedene Zahlenkombinationen gemalt wie beispielsweise die "88" oder die "18". Die Zahlen bedeuten "Heil Hitler" und "Adolf Hitler" und verharmlosen den Nationalsozialismus.
An die Scheibe des Büros der Linkspartei in der Brückenstraße wurde folgende Parole geschmiert: "NS jetzt - Fuck Antifa".
Ein weiteres Mal wurde an die Scheibe des Zentrums für Demokratie geschlagen, sodass die Scheibe noch weiter riss als bei der Beschädigung am 27. Oktober 2011. Fast täglich werden die Scheiben des Zentrums für Demokratie bespuckt.
In der Neltestraße und Am Adlergestell wurden Aufkleber der sogenannten Freien Kräfte entdeckt. Verantwortlich für die Aufkleber zeichnet sich Sebastian Schmidtke, der im Landesvorstand der NPD von Berlin sitzt.
An die Eingangstür des Zentrums für Demokratie wurde ein Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Gute Heimreise“ geklebt. Zusätzlich war ein Riss in der Scheibe der Eingangstür, der auf Gewaltanwendung schließen lässt.
In der Fließstraße wurde ein Hakenkreuz an eine Hauswand gesprüht. Am Zentrum für Demokratie wurde an ein Gitter ein Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Gute Heimreise“ geklebt.
Am Adlergestell wurden zwischen Nelte- und Dörpfeldstraße ca. 20 Aufkleber der NPD entdeckt.
Vorm Zentrum für Demokratie in Schöneweide klebte ein rassistischer Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Guten Heimflug“. Das Bild auf dem Aufkleber zeigt rassistische Stereotype eines schwarzen Menschen und von zwei Muslimen.
An eine Bushaltestelle in der Neuen Krugallee/ Baumschulenstraße wurden Hakenkreuz- und „NSDAP“-Schmierereien festgestellt.
Während der noch laufenden Bauarbeiten wurde auf dem Platz der Befreiung in Adlershof eine der dort befindlichen Gedenkstelen nach Auskunft der dort tätigen Bauarbeiter in der Nacht vom 15. zum 16.9. schwer beschädigt. Am Freitagmorgen wurde bei Baubeginn entdeckt, dass mit schweren Eisenstangen versucht wurde die Kupferblende an der Gedenkstele für gefallenen Soldaten der Roten Armee zu zerstören. Die Polizei wurde informiert und nahm den Vorfall der Sachbeschädigung auf.
Am Vormittag stand Udo Voigt (Parteivorsitzender der NPD) mit einem Wahlkampfstand am S-Bahnhof Köpenick.
Am Parteibüro der LINKEN in der Brückenstraße wurde eine Scheibe beschädigt.
An der Ecke Schnellerstr./ Michael-Brückner-Str. klebten an Scheiben und Pfählen mehrere Aufkleber der NPD.
Ca. 50 Neonazis sammelten sich in Schöneweide, um zu einer Wahlkampfveranstaltung der NPD am Alexanderplatz zu fahren. Auf der Internetseite der Partei war eine Kundgebung mit Konzert in Schöneweide angekündigt worden. Die Veranstaltung fand dann aber Alexanderplatz statt. Dort versammelten sich insgesamt 150 Teilnehmende.
In der Buntzelstraße wurden massiv NPD-Wahlplakate aufgehangen. Im selben Zeitraum werden Plakate der demokratischen Parteien von Laternen herunter gerissen und zerstört.
In der Radickestraße wurde die Aufschrift „Lüge“ auf einem Wahlplakat der Partei Die Linke entdeckt. Der Schriftzug wurde 2008 zweimal auf Gedenksteine für antifaschistische Widerständler geschmiert. In der Anna-Seghers-Straße wurde über ein Plakat der SPD, das den Schulanfang in Berlin thematisiert „Alles Lüge“ geschmiert.
Am S-Bahnhof Adlershof wurde am hinteren Ausgang ein Hakenkreuz entdeckt.
Zwischen 6 und 7:30 Uhr am Morgen wurden Vertreter_innen der SPD am Bahnhof Schöneweide an einem Infotisch von drei angetrunkenen Neonazis, die aus der Kneipe „Zum Henker“ kamen, genervt und belästigt. Im Verlauf der Auseinandersetzung riefen die Neonazis Verstärkung aus der Kneipe „Eisenbahner“. Bevor die nun größere Gruppe den Stand der SPD angreifen konnte, schritt die Polizei ein, erteilte Platzverweise und übernahm den Schutz für den Infostand der SPD.
Auf dem Graffiti im Fußgängertunnel am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein Hakenkreuz und eine Sprechblase an eine Figurengruppe gemalt, in der „Sieg Heil“ steht. Der Zeitpunkt der Bemalung ist unbekannt.
In der Kneipe „Zum Henker“ hielt der Bundesvorsitzende der NPD Udo Voigt eine Wahlkampfveranstaltung ab.
Am S-Bahnhof Schöneweide veranstaltete die NPD eine Wahlkampfkundgebung. Ca. 10 Parteianhänger und ein Wahlkampfmobil waren vor Ort. Redner waren u.a. der Parteivorsitzende Udo Voigt und Sebastian Schmidtke, der auf Listenplatz Nr. 3 für für die NPD in Treptow-Köpenick antritt. Für diesen Tag hatte sich Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister von Berlin für einen Wahlkampauftritt im Center Schöneweide angekündigt. Nach der Kundgebung der NPD fand dieser Auftritt statt. Bei seiner Ankunft wurde er von den Neonazis der NPD ins Center begleitet. Nachdem diese ein paar Fotos der Anwesenden geschossen hatten, verließen sie die Wahlkampfkundgebung der SPD.
Die NPD beteiligte sich mit einigen Personen an einer Menschenkette um den Müggelsee, die sich gegen die geplanten Flugrouten des Großflughafens BBI richtete. An der Menschenkette beteiligten sich mehr als 20000 Teilnehmer*innen.
Im Kranbahnpark fand das alternative „Kontrollverluste-Festival“ statt, zu dem mehrere Hundert Menschen kamen. Neonazis versuchten den ganzen Tag über Teilnehmer*innen der Veranstaltung zu fotografieren. Die Neonazis versammelten sich im Verlauf des Tages im „Hexogen“ und im „Henker“ in der Brückenstraße.
In der Brückenstraße eröffnete offiziell der Laden „Hexogen“ in dem Waren für „den nationalen Aktivisten“ verkauft werden.
Am Zentrum für Demokratie am Michael-Brückner-Platz wurden drei Jalousien so stark beschädigt, dass sie aus der Führungsschiene herausbrachen. In derselben Nacht hängte die NPD viele Wahlplakate in Schöneweide auf.
In Schöneweide jagten am Mittag drei Neonazis einen Pressefotografen durch die Brückenstraße. Die Verfolger waren aufgrund ihrer Kleidung eindeutig als Neonazis zu erkennen und hielten sich zuvor an dem rechten Szeneladen "Hexogen" auf. Dem Journalisten gelang die Flucht in ein Geschäft.
Innerhalb einer Woche wurden die Sitzflächen im Bushaltehäuschen am S-Bhf. Plänterwald mit Hakenkreuzen beschmiert.
Ein Mann, der mit zwei Freundinnen an der Kreuzung Bahnhofstraße/ Friedrichshagener Straße stand, wurde gegen 17.30 Uhr aus einem Kleinbus heraus rassistisch beleidigt. Der Fahrer des Kleinbusses stieg aus und sprühte dem 20-jährigen Mann Reizgas ins Gesicht. Ein zweiter Kleinbus hielt an und dem 20-Jährigen wurde von einer unbekannten Person ins Gesicht geschlagen. Der Mann wurde verletzt.
In der Michael-Brückner-Str. 11/12 wurde mit einer Schablone schwarz u.a. geschrieben: "Nationaler Sozialismus ist machbar, Herr Nachbar." Im Tunnel am S-Bhf. Schöneweide wurden mindestens 20 NPD Sticker geklebt. Auch im Fahrstuhl am Tunnel klebten rechtsextreme Aufkleber.
In der Kneipe „Zum Henker“ fand eine „Autogrammstunde“ der rechtsextremen Band "Marci & Kapelle" statt, zu der sich 30 Neonazis versammelten.
Am Zentrum für Demokratie klebte an der Jalousie ein Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Deutschland zuerst! Inländerfreundlich“.
An der Kreuzung Stubenrauchstraße/ Springbornstraße, an den Bushaltestellen und im Wohngebiet wurden Wahlkampfplakate der NPD aufgehängt. Auf allen Plakaten steht „3 Stimmen für die NPD“, darunter dann jeweils unterschiedliche Parolen. Auf einem Plakat wird ein Zusammenhang zwischen brennenden Autos und Linken hergestellt mit den Parolen „Abends werden Faule fleißig“ und sinngemäß „Hart gegen Linkskriminelle vorgehen“. Ein weiteres Plakat thematisiert Bildung: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Mehr Geld in Schulen!“. Ein weiteres beschäftigt sich mit dem Thema Umwelt: „Umweltschutz ist Heimatschutz!“. Die Plakate wurden auch auf der Rudower Seite am Zickauer Damm gehängt.
Am Michael-Brückner-Paltz wurden drei Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Deutschland zuerst! Inländerfreundlich“ entdeckt und entfernt.
Eine Fensterscheibe des Parteibüros der Partei die Linke in der Brückenstraße wurde beschädigt. Hinter der Scheibe war ein Wahlkampfplakat mit der Parole „Das soziale Berlin“ zu lesen.
An ein Fenster des Zentrums für Demokratie am Michael-Brückner-Platz wurde ein Aufkleber der NPD mit der Parole „Kauft deutsche Produkte! Unsere Volkswirtschaft stärken!“ geklebt.
Ein Imbiss in der Wilhelminenhofstraße wurde gegen 3.15 Uhr von einem 18-Jährigen aus rassistischen Motiven mit einem brennenden Gegenstand beworfen. Der 29-jährige Imbissbetreiber löschte das Feuer.
Ein vietnamesischer Anwohner in der Wilhelminenhofstraße wurde am 11. und 12. Juli im Treppenhaus seines Wohnhauses von deutschen Nachbarn geschlagen. Es wurde Anzeige erstattet.