NPD-Schriftzug in Plänterwald
An der Wand der S-Bahn-Unterführung im Dammweg wurde die Aufschrift "NPD Jetzt" in einer Größe von ca. 1 x 2 m entdeckt.
An der Wand der S-Bahn-Unterführung im Dammweg wurde die Aufschrift "NPD Jetzt" in einer Größe von ca. 1 x 2 m entdeckt.
Ein Anwohner berichtete, dass auf der aushängenden Getränkekarte der Kneipe „Zum Henker“ die Getränke Fotze, Himmla, C4, KZ und Pink Panther angeboten werden.
Auf der Strecke des Wuhlewegs zwischen Birnbaumer Str. und Piepertswinkel wurden 26 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Die NPD-Berlin traf sich gegen 10 Uhr an der Kreuzung Wendenschloßstr./ Salvador-Allende-Str., um von dort aus eine Bustour gegen Geflüchtete in Berlin zu starten. Bis 15 Uhr waren in vier unterschiedlichen Bezirken Kundgebungen geplant. In Köpenick startete die Tour mit einer Kundgebung mit 7 TeilnehmerInnen. Sebastian Schmidtke, Landesvorsitzender der NPD, hielt bei der Kundgebung eine Rede.
Ein Mann, der noch gut zu Fuß war, pinkelte ca. gegen 18 Uhr an die Jalousie der Eingangstür des Zentrums für Demokratie in der Michael-Brückner-Straße. Da sich im Umfeld mehrere geöffnete öffentliche Toiletten befinden und die Eingangstür direkt an einer stark befahrenen Straße liegt, legt das die Vermutung nahe, dass es sich gezielt gegen die Einrichtung richten sollte.
Auf der Strecke des Wuhlewegs zwischen Birnbaumer Str. und Piepertswinkel wurden ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Außerdem wurden am Schulgebäude der Merian-Oberschule und in deren Umfeld ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Die am Vormittag entfernten JN Aufkleber am Wuhleweg waren am Abend komplett mit neuen Aufklebern ersetzt, die dann wieder entfernt wurden.
Anwohner_innen entdeckten auf dem Gehweg vom S-Bahnhof Altglienicke zur Paradiesstraße den mit weißer Farbe angebrachten Schriftzug "Scheiß Antifa". In der Nacht zuvor war bereits am S-Bahnhof ebenfalls mit weißer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert worden.
In der Kaulsdorfer Str. wurden 10 Männer beobachtet, die eindeutig durch ihre lauten Aussagen und ihre Kleidung dem extrem rechten Spektrum zuzuordnen waren. Diese trafen sich dort. Nach kurzer Zeit gingen 2 Personen in den gegenüberliegenden Aldi. Als diese bezahlen sollten, ließen sie sich sehr viel Zeit. Daraufhin kommentierte die Kassiererin "Und nach Ihnen die Sintflut.", worauf hin die Männer antworteten "Wir sind die Sintflut, die nationale Sintflut."
Am Morgen wurde auf der Fußgängerbrücke zum S-Bahnhof Altglienicke ein etwa 30 Zentimeter großes, mit weißer Farbe gemaltes Hakenkreuz entdeckt. Die Schmiererei wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.
In der Netto-Kaufhalle in der Kaulsdorfer Str. wurde ein Mann mittleren Alters mit Glatze und geflochtenem Zickenbart gesehen, der ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift "Ordnung, Disziplin und Sauberkeit sind UNSERE REGELN. Wer nicht spurt, der fliegt!". Die Sätze waren in Fraktur-Schrift gedruckt, möglicherweise um eine Ähnlichkeit zum Alt-Deutsch herzustellen. Die Schrift war in weiß und die Wörter "UNSERE REGELN" in rot. In der Kombination mit dem schwarzen Shirt kann eine Anlehnung an die Farben der Reichsflagge vermutet werden.
Im Umfeld des Piepertswinkel wurden 17 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Neu im Sortiment sind Aufkleber, die eine durchgestrichene Moschee abbilden mit der Unterschrift "Nicht mit uns!".
Kurz nach 19 Uhr explodierte vorm Haus der Jugend Köpenick ein Böller. Außerdem wurde zweimal die Parole „Hier regiert das Reich“ gegrölt. Der Jugendclub setzt sich seit Jahren für Demokratie und Toleranz und gegen Neonazis ein.
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurde auf dem Bahnsteig Richtung stadteinwärts ein Aufkleber der NPD gefunden, der sich gegen die Europäische Union richtete.
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurden mehrere Aufkleber der NPD entdeckt.
In einer Kneipe in der Puchanstraße lief ein Radiobeitrag, in dem es um eine Demonstration für die Rechte von Geflüchteten in Deutschland ging. Die Demonstration hatte mit mehreren Tausend Teilnehmer*innen an diesem Tag stattgefunden. Eine alternativ aussehende Frau, die Gast in der Kneipe war, wurde von einem anderen Gast angesprochen, ob sie auch auf der Demo gewesen sei. Nachdem sie die Frage bejahte, beschimpfte und beleidigte der Gast die Frau u.a. mit diversen rassistischen und demokratiefeindlichen Parolen.
In der Tram 63 am S-Bhf. Köpenick fuhr ein Mann mit, der ein Hakenkreuz auf den Kopf tätowiert hatte.
In der Mahlsdorfer Str. wurden 5 Aufkleber entdeckt. Diese waren sowohl von der JN als auch von 'Pro Deutschland'.
An der Bushaltestelle Stubenrauchstr/ Springornstr malten Unbekannte den Slogan "Mord an Hess".
Am Nachbarschaftshaus Villa offensiv in der Hasselwerder Str. wurden zwei Fensterscheiben mit Steinen eingeworfen und die Briefkasten weggesprengt. In der Villa offensiv sitzt die Trägerin des Zentrums für Demokratie. In der gleichen Nacht wurden ein Flüchtlingsheim in Waßmannsdorf, das Anton-Schmaus-Haus in Neukölln und zwei Parteibüros in Spandau und Tegel mit rechten Parolen beschmiert. In Rudow wurden außerdem bei einem Einfamilienhaus, das schon häufiger von Neonazis attackiert wurde, eine Sachbeschädigung vorgenommen.
In der Gehsener Str. wurden 6 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Diese waren in Größe A5 und trugen die Aufschrift "Nationalen Sozialismus durchsetzen".
Im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide wurde an beiden Eingängen ca. 1 x 1 m groß die Parole „Mord an Hess“ geschrieben. Auf dem Wandbild wurde ein unleserlicher Schriftzug, der in zwei Hakenkreuze eingefasst war, entdeckt. Die Bundespolizei wurde informiert und die Schmierereien wurden im Verlauf des Vormittags entfernt.
Auf der Strecke S-Bhf. Köpenick - Mahlsdorfer Str .- Gehsener Str .- Kaulsdorfer Str. wurden erneut ca. 25 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt. Auf diesen befanden sich unter anderen Losungen wie "Nationalen Sozialismus durchsetzen!" und "Unser Kiez, unsere Stadt und unsere Regeln". Zusätzlich wurden in der Mahlsdorfer Str. zwei Hakenkreuze, die mit Wachsstiften auf Masten in einer Größe von ca. 15 cm gemalt wurden, entdeckt.
Auf der Strecke vom S-Bhf. Köpenick über die Mahlsdorfer Str. bis in die Gehsener Str. wurden ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
In der Argenauer Str. wurden 6 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Gegen 10 Uhr fuhr ein Mann, der ein antifaschistisches T-Shirt trug mit der S-Bahnlinie 9 zwischen Baumschulenweg und Schöneweide. Ein Fahrgast, der den Mann zunächst kurz gemustert hatte und sich einen Überblick über die im Waggon Anwesenden verschafft hatte, begann den Mann mit einem ausgeklappten Messer aufgrund des T-Shirts zu bedrohen. Nach dem Angriff, entfernte sich der Täter, ohne aufgehalten zu werden.
Im Center Schöneweide wurde ein Mann beobachtet, der eine schwarze Kapuzenjacke trug. Auf der Vorderseite war ein gelber Davidstern angebracht, auf der Hinterseite war ein großes „W“ abgebildet, darunter stand sinngemäß 'für immer schuldig' geschrieben.
In der S-Bahn in Schöneweide saß ein Mann mit einer an den Armen hochgekrempelten Jacke. Auf beiden umgekrempelten Ärmeln ist je ein gemaltes Hakenkreuz abgebildet.
Im Umfeld der Merian-Oberschule wurden erneut ca. 20 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
Während einer Veranstaltung im Parteibüro der Grünen in der Schnellerstraße lief eine Gruppe junger Männer vorbei. Nachdem diese wahrgenommen hatten, dass eine Veranstaltung in den Räumlichkeiten stattfand, kehrten sie kurz um, einer von ihnen zeigte den Hitlergruß, ein anderer tritt mit voller Wucht gegen die Scheibe, sodass sich die Veranstaltungsteilnehmer*innen erschraken und die Veranstaltung kurzzeitig unterbrochen wurde. Nach der Vergewisserung, dass kein Schaden entstanden war, wurde die Veranstaltung fortgesetzt.
Während des Karnevals der Tiere, einer Veranstaltung in Köpenick gegen Rechts bei der sich alle Teilnehmer*innen als Tiere verkleidet hatten, wurden Teilnehmer*innen von am Rand stehenden Personen beschimpft. Darunter sind auch Beleidigungen wie „Dich sollte man vergasen“ und „ihr habt hier nichts zu suchen, verpisst Euch aus Köpenick!“.
Eine alternativ aussehende Frau mit ihrem Kind wurde in der Gehsener Str. beim Abkratzen von Nazi-Aufklebern von einem älteren Mann angesprochen. Nachdem sie ihm erklärte was sie dort tut, forderte er sie erst auf damit auf zu hören. Nachdem sie ihr Unverständnis für diese Forderung aussprach, bedrohte der Mann sie und ihr Kind und verfolgte beide über eine längere Strecke.
An der Ecke Bahnhofstr./ Lindenstr. wurde ein Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An der Ecke Kaulsdorfer Str./ Hoppendorfer Str. wurden zwei Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An der Hintertür des Zentrums für Demokratie wurde mit blauem Edding in einer Größe von ca. 1 x 1 m die Aufschrift "Mord an Hess" angebracht. Diese wurde sofort entfernt.
In der Fußgängerunterführung auf dem Mauerradweg wurde ein Hakenkreuz an die Wand gesprüht.
In der Ludwig-Klapp-Str. wurde an einer Baustellenabsperrung ein gemaltes Hakenkreuz entdeckt.
Auf der Brücke zwischen Niederschöneweide und Oberschöneweide wurde mit blauen Edding in einer Größe von ca. 1 x 1 m "Mord an Hess" geschrieben.
Bei einem Putzspaziergang, der veranstaltet wurde, um rechte Propaganda in Niederschöneweide zu entfernen, wurden mehrere Parolen, Schriftzüge, Symbole und Aufkleber der rechten Szene in der Schnellerstraße, der Fließstraße, der Spreestraße, der Brückenstraße und im Fußgängertunnel am S-Bhf. Schöneweide entdeckt und entfernt.
In der Hämmerlingstraße wurden 5 Aufkleber der Jungen Nationaldemokraten entdeckt und entfernt.
In der Fließstraße wurde ein Graffiti mit dem Wortlaut „Zona Nationalista AN-OS“ an eine Mauer gesprüht. „AN-OS“ steht für Autonome Nationalisten Oder Spree.
Im Spreetunnel wurde mit weißer Wandfarbe großflächig "NS", "Fuck Antifa", "Stop.€U!" u.a. geschrieben. Die MBR hat die rechtsextremen Schmierereien der Polizei gemeldet.
In der Straße Griechische Allee wurde an einem Stromkasten mit einer Schablone "Schöneweide bleibt national" gesprüht.
An der Bushaltestelle Neue Krugallee/ Baumschulenstraße wurden Aufkleber der NPD mit rassistischen Inhalten entdeckt. Außerdem wurden die Parolen „Kanacken raus“ und „NS Jetzt“ mit Edding an die Scheibe geschrieben.
Am S-Bhf. Baumschulenweg wurde am Treppenaufgang zwischen der Bank und dem 1€-Laden der Schriftzug "Mord an Hess" angebracht. Am Briefmarkenautomaten vorm Kaisers Supermarkt in der Baumschulenstraße wurde ein Hakenkreuz geschmiert. Beides wurde zur Anzeige gebracht.
In der TRAM-Linie 27 zeigte ein betrunkener Mann den Hitlergruß. Als er Wilhemlminenhofstr./ Edisonstr. ausstieg, rief er zusätzlich „Heil Hitler“.
Im Umfeld des S-Bhf. Köpenick wurden 5 Aufkleber der JN entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten vor einer von Neonazis frequentierten Kneipe in der Spreestraße wurde ein Aufkleber entdeckt, der Freiheit für den Kriegsverbrecher Erich Priebke fordert.
Auf dem Vorplatz des S-Bhf. Schöneweide wurde der Schriftzug "Dortmund geht uns alle an!" und ein Verweis auf die Internet-Seite des "Nationalen Widerstand Berlin" mit Kreide geschrieben.
An der Kreuzung Michael-Brücknerstr./Brückenstraße wurde ein Mann von drei Neonazis bedrängt. Die Angreifer nahmen dem Betroffenen sein Basecap weg, schubsten ihn und schlugen ihm ins Gesicht. Der Betroffene flüchtete in einen Dönerimbiss, wo ihm die Angestellten zur Hilfe eilten und die Angreifer unter Zuhilfenahme eines Dönerspießes abwerten. Die Täter beschimpften die Angestellten daraufhin rassistisch. Die Polizei führte eine erkennungsdienstliche Behandlung der drei Angreifer durch. Das LKA ermittelt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung. Die Polizei bestätigte laut einem Pressebericht, dass die Angreifer aus der rechten Szenekneipe „Zum Henker“ kamen. Für ihren Kneipenabend sind die drei Rechtsextremisten offenbar extra angereist. Sie stammen aus Neuruppin, Hamburg und Rümpel (Schleswig-Holstein).