Vorfalls-Chronik
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30.08.2021 Bezirk: SpandauIn der U-Bahn-Station Altstadt Spandau wurde an einer Rolltreppe zum Ausgang Carl-Schurz-Straße ein Fake-Parteiaufkleber gegen die FDP entdeckt. Seit ca. zwei Jahren tauchen immer wieder Fake-Parteiaufkleber auf, die sich gegen demokratische Parteien richten.Quelle: Register Spandau
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Rassistischer Vorfall auf dem Wohnungsmarkt
26.08.2021 Bezirk: SpandauIn Spandau fand eine rassistische Diskriminierung im Bereich Wohnen/ Vermietung statt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen -
Reichsbürger-Inhalte in Telegram-Chat
24.08.2021 Bezirk: SpandauIn einem Chat der "Engelsburg-Spandau", einem regionalen Ableger der neu-rechten, verschwörungsideologischen Akademie Engelsburg-Chatgruppen wurden Reichsbürger-Inhalte verbreitet ("BRD-Besatzungsverwaltung").
Quelle: Register Spandau -
Haselhorst: Frau nach antimuslimischem Angriff schwer verletzt
19.08.2021 Bezirk: SpandauEine 39-Jährige wollte gegen 15:15 Uhr im U-Bahnhof Haselhorst mit ihrem Fahrrad den Aufzug betreten. Ein Mann mit Fahrrad drängelte sich vorbei und stieß dabei mehrfach mit dem Rad gegen ihr Bein. Nach Verlassen des Aufzugs schlug der Mann ihr plötzlich gegen Kopf und Oberkörper, riss ihr Kopftuch herunter und äußerte rassistische Beleidigungen. Als die Frau zu fliehen versuchte, warf der Täter ihr sein Fahrrad hinterher, woraufhin sie zu Boden stürzte. Er schlug weiter auf sie ein und zerstörte dabei auch das Handy der Frau. Anschließend flüchtete er. Die Frau kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, der antimuslimisch-rassistische Angriff wurde angezeigt.Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 20.08.2021 -
Schülerin von Lehrer antimuslimisch angegriffen
17.08.2021 Bezirk: SpandauAn einer Spandauer Schule ereignete sich gegen 9 Uhr ein anti-muslimisches Mobbing und ein anti-muslimischer Angriff auf eine Schülerin durch einen Lehrer. Zunächst äußerte sich der Lehrer der Schülerin gegenüber abfällig über ihr Kopftuch, fragte, warum sie dieses trage und behauptete, dass dies nicht in Ordnung und verboten sei. Dies allein ist bereits ein Verstoß gegen die Religions- und Persönlichkeitsfreiheit. Doch danach riss der Lehrer der Schülerin das Kopftuch vom Kopf. Die Schülerin kam schwer traumatisiert und weinend nach Hause. Ein Gespräch mit der Schulleitung am 18.08.2021 blieb ergebnislos, da diese sehr unfreundlich und abweisend reagierte und mitteilte, keine Zeit zu haben. Die Schülerin ist seit längerer Zeit Opfer von Mobbing, weshalb die Mutter bereits versucht hatte, ein Gespräch mit der Schulleiterin zwecks eines möglichen Schulwechsels oder Klassenwechsel zu führen. Auch hier wurde sie wiederholt abgewiesen. Die Familie hat den Vorfall beim Schulamt gemeldet.Quelle: Register Spandau -
Rechte Schmähkampagne gegen Die Grünen
11.08.2021 Bezirk: SpandauAm Spandauer Damm wurde ein Anti-Grünen-Wahlplakat entdeckt. Unter dem Slogan "Grüner Mist" wurde vor dem vermeintlichen Eintreten von „Masseneinwanderung“, „Arbeitslosigkeit“ und „Klimasozialismus“ gewarnt, sollten die Grünen an der Regierungsbildung beteiligt sein. Das Plakat ist Teil einer bundesweiten rechten Schmähkampagne gegen die Grünen, hinter der Medienberichten zufolge eine AfD-nahe Werbeagentur aus Hamburg zu stecken scheint. Ähnliche Plakate wurden ebenso in anderen Berliner Bezirken gesichtet.Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Stickerserie vom "Demokratischen Widerstand“
11.08.2021 Bezirk: SpandauAm Spandauer Damm wurde eine Stickerserie vom "Demokratischen Widerstand“ gesichtet, auf der die Star Wars Figur „Prinzessin Leia“ abgebildet war. Darunter fand sich der Link zu einer Homepage, auf der unter der auf den NS-anspielenden Überschrift „Bis zum umfassenden Sieg!“ zum Protest gegen den so g. „Corona-Putsch“ und die „Impf-Apartheid“ aufgerufen wird. Letztere ist als Verharmlosung von Rassismus einzuordnen. Des Weiteren werden auf der Homepage Veranstaltungen verlinkt, die eine Vernetzung in klar rechte Kreise nahe legen. Die Wahl von „Prinzessin Leia“ als Identifikationsfigur lässt vermuten, dass die Herausgeber des Mediums sich als Kämpfer gegen ein faschistisches System verstehen und einen verharmlosenden Vergleich zwischen dem Umgang mit Gegnern der Corona-Maßnahmen und den Inhaftierungen und Ermordungen von Gegnern in faschistischen Systemen ziehen.Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Rassistischer und LGBTIQ*-feindlicher Angriff auf LINKEN-Wahlkampfhelfer
08.08.2021 Bezirk: SpandauVor dem Staaken-Center in der Obstallee kam es gegen 19 Uhr zu rassistischen und LGBTIQ*-feindlichen Beleidigungen sowie einer Attacke gegen Wahlkampfhelfer der Partei die LINKE durch einen bisher unbekannten Passanten. Als zunächst einer der beiden Wahlkampfhelfer ein Wahlplakat an einer Laterne anbringen wollte, wurde dieser aggressiv von einem unbekanntem Mann angepöbelt, an der Schulter gefasst und lautstark mit den Worten "Transgender-Schwuchteln" und „Linke Zecken!" beleidigt. Der zweite Wahlkampfhelfer eilte dem anderen zur Hilfe und versuchte, die zunehmend bedrohlich werdende Situation durch ein Gespräch zu entschärfen. Der Mann äußerte sich jedoch weiter rassistisch über Migrant*innen und beschuldigte sie, in seinem Umfeld Vergewaltigungen begangen zu haben. Er machte deutlich, dass er die AfD wähle. Dann attackierte er den zweiten Wahlkämpfer und riss ein Wahlplakat der Linken ab. Im Beisein der Wahlkampfhelfers rief der Mann seine Bekannten übers Telefon an, um diese aufzufordern, dazu zu kommen und „Zecken zu klatschen". Er verschwand dann aber in ein Restaurant auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die von den Wahlkampfhelfern gerufene Polizei traf erst 20 Minuten nach dem getätigten Notruf ein und hinterließ bei den Betroffenen den Eindruck allgemeinen Desinteresses am Vorfall. Als die Einsatzkräfte den Unbekannten schließlich im Restaurant aufsuchen wollten, war dieser bereits verschwunden.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Wahlhelferinnen von Bündnis 90/ Die Grünen in Haselhorst verbal attackiert
08.08.2021 Bezirk: SpandauBeim Aufhängen eines Wahlplakates vor einem Wohnhaus in der Gartenfelder Straße wurden zwei Wahlhelferinnen von Bündnis 90/ Die Grünen von einer Anwohnerin als "grüne Faschisten" beschimpft, deren "Schmutz" sie nicht vor ihrer Wohnung hängen haben wolle.
Quelle: Bündnis 90/ Die Grünen Spandau -
Rassistische Diskriminierung einer Frau mit Behinderung
05.08.2021 Bezirk: SpandauIm Bereich Wohnungssuche/ Vermietung wurde eine Frau mit Behinderung rassistisch diskriminiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen -
Angriff auf Fahrkartenkontrolleur in der Wilhelmstadt
02.08.2021 Bezirk: SpandauIn einem Bus der Linie M49 fand gegen 13:00 Uhr eine Fahrkartenkontrolle statt. Ein 44-jähriger Fahrgast soll sich geweigert haben, seine Fahrkarte zu zeigen. Er soll stattdessen einem 43-jährigen Kontrolleur mehrfach gegen die Brust geschlagen und ihn rassistisch beleidigt haben. Die Polizei wurde zur Bushaltestelle "Pichelswerder" an der Heerstraße/ Ecke Brandensteinweg gerufen, der Angriff wurde angezeigt.Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 03.08.2021 -
Rassistische Cafe-Besucher*innen auf dem Marktplatz Spandau
02.08.2021 Bezirk: SpandauEine Familie mit Migrationsgeschichte saß mit ihren kleinen Kindern an einem Cafè-Tisch auf dem Marktplatz Spandau. Eine Gruppe älterer Frauen und Männer fühlte sich von den Kindern gestört und machte laut Bemerkungen, die Familie solle ihre "Gören" erziehen. Daraufhin brach ein Streit aus, in dessen Verlauf von Mitgliedern der Gruppe mehrfach rassistische Äußerungen gemacht wurden, die sich gegen Sint*izze und Rom*nja richteten (Z-Wort). Daraufhin rief die Familie die Polizei. Beide Seiten stellten Strafanzeige.
Quelle: Outreach Mobile Jugendarbeit in Spandau-Mitte -
Facebook-Dokumentation NPD Spandau Juli 2021
31.07.2021 Bezirk: SpandauIm Juli 2021 veröffentlichte der Kreisverband NPD Spandau insgesamt 58 Beiträge. Inhaltlich beschäftigten sich diese mit rassistischen, antimuslimischen und antifeministischen Themen. In einem antifeministischen Beitrag, der in diesem Monat mehrfach gepostet wurde, fordert die Ortsgruppe, Familien zu fördern, statt „Randgruppenpolitik“ zu betreiben. Der Beitrag propagierte das klassische Familienbild als alleiniges Lebensmodell, das es zu fördern und über das es zu berichten gelte. Der Anstieg der Alleinerziehenden in Deutschland sei Ausdruck einer Gesellschaft voller „partnerschaftlicher Beliebigkeit“ und „Bindungsunfähigkeit“ wegen „eigener unsicherer Bindungen im Kindesalter“. Letzteres Argument ist als Seitenhieb auf den Besuch von Kindertagesstätten und die Berufstätigkeit von Frauen einzuordnen. Auch der Post vom Vormonat mit dem Slogan „Gut integriert bis etwas passiert“, bei dem vor der vermeintlichen Gefahr durch Menschen mit Migrationshintergrund gewarnt wurde, wurde diesen Monat mehrfach neu veröffentlicht. Insgesamt erzielten die Beiträge dieses Monats einige Reaktionen und wurden vereinzelt geliked oder kommentiert. Auffällig ist, dass sich mit Näherrücken der Bundestagswahl im September 2021 ein deutlicher Anstieg an Postings verzeichnen lässt.Quelle: Register Spandau -
Diskriminierende Fahrkartenkontrolle im Bus M32
29.07.2021 Bezirk: SpandauGegen 12:15 Uhr bestiegen zwei Frauen mit ihren beiden Kindern den Bus der Linie M32 auf Höhe der Nauener Straße. Sie bestiegen ihn durch den hinteren Eingang und besaßen Fahrscheine, die sie im Bus entwerten wollten. Als sie jedoch feststellten, dass der hintere Automat defekt war, ging eine der beiden Frauen in den vorderen Bereich des Busses, um die Fahrscheine dort zu entwerten. Die andere Frau blieb bei den Kindern. Bevor erstere mit dem Fahrschein zurückkehren konnte, erschien ein Kontrolleur bei letzterer hinten im Bus. Als die Freundin ihm das entwertete Ticket zeigen konnte, weigerte er sich, es anzuerkennen. Er stellte einen Zettel für das Bußgeld aus. Die Betroffenen fühlten sich durch das Verhalten des Kontrolleurs rassistisch diskriminiert.
Quelle: Anlaufstelle des Registers Spandau -
Rassistischer Angriff in Hakenfelde
24.07.2021 Bezirk: SpandauEine 26-Jährige war gegen 23:20 Uhr in der Niederneuendorfer Allee unterwegs, als sie von einem 31-jährigen Mann aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses heraus rassistisch beleidigt und mit einer Flasche, die sie nur knapp verfehlte, beworfen wurde. Der Angriff wurde angezeigt.Quelle: Pressemitteilung der Polizei vom 25.07.2021 -
Rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt
13.07.2021 Bezirk: SpandauEin Mann wurde im Bereich Wohnungssuche/ Vermietung rassistisch diskriminiert. Zum Schutz des Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Quelle: Berliner Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, Fair mieten – Fair wohnen -
Banner "Refugees Welcome" mit Eiern beworfen
30.06.2021 Bezirk: SpandauIn der Nacht zum 30. Juni wurde ein Banner, das an einem straßenseitigen Fenster des alternativen Hausprojekts "Jagow 15 - Mietshäuser Syndikat" hing, mit Eiern beworfen und verschmutzt.Quelle: Bürger*innenmeldung -
Facebook-Dokumentation NPD Spandau Juni 2021
30.06.2021 Bezirk: SpandauIm Juni 2021 veröffentlichte der Kreisverband NPD Spandau insgesamt 28 Beiträge. Inhaltlich beschäftigen sich diese mit rassistischen und antimuslimischen Themen. Mehrmals forderte die Partei mit dem Hashtag „#UnserVolkZuerst“: „Europa den Europäern“ und „Masseneinwanderung stoppen!“. Die Messerattacke eines Mannes somalischer Herkunft in Würzburg vom 25. Juni 2021 instrumentalisierte die NPD Spandau für ihre Zwecke und veröffentlichte zu diesem Anlass auf ihrer Facebookseite mehrfach einen rassistischen Beitrag. Gewarnt wurde mit dem Slogan „Gut integriert bis etwas passiert“ vor der vermeintlichen Gefahr durch Menschen mit Migrationshintergrund. „Falsch verstandene 'Buntheit'“, "Toleranz und Weltoffenheit“ seien nicht die Lösung, sondern das Problem selbst. In einem anderen rassistischen Beitrag zum Thema Familienpolitik, der wöchentlich gepostet wurde, forderte die Partei u.a. kostenlose Kindergartenplätze, mehr Kindergeld und Steuervergünstigungen für Eltern - wobei diese Leistungen ausschließlich für deutsche Kinder und Familien gelten sollen. Die Beiträge dieses Monats erzielten in der Regel kaum Reaktionen und wurden lediglich vereinzelt geliked oder kommentiert.
Quelle: Register Spandau -
Anti-Schwarzer Rassismus im Jugendamt Spandau
25.06.2021 Bezirk: SpandauEine Schwarze junge Frau erfuhr beim Termin im Jugendamt Rassismus.
Quelle: Each One Teach One (EOTO) e.V. -
Rassistische Äußerung in einem Second-Hand-Laden
23.06.2021 Bezirk: SpandauIn einem Laden für Gebrauchtwaren und Second-Hand-Kleidung verwendete eine Kundin eine rassistische Bezeichnung für Sint*izze und Romn*ja und äußerte, diese würden immer die Kleidercontainer aufbrechen und Gebrauchtkleidung stehlen. Weder das Verkaufspersonal noch die anwesenden Kund*innen widersprachen.Quelle: Register Spandau -
Sticker gegen Antifa in der Wilhelmstadt entdeckt
18.06.2021 Bezirk: SpandauAn Laternenpfählen an der Adamstraße und am Földerichplatz wurden Sticker entdeckt, die sich gegen die Antifa richteten.
Quelle: Register Spandau -
Männerpaar im Spektepark beleidigt
04.06.2021 Bezirk: SpandauGegen 18:00 Uhr gingen zwei Männer im Spektepark miteinander spazieren. Als sie an zwei Jungen vorbeikamen, fragte einer von ihnen, der gehört hatte, dass sie sich auf Englisch unterhielten, ob sie "gay" (schwul) seien, woraufhin diese das bestätigten und ergänzten, dass sie verheiratet seien. Der Junge wollte wissen, ob sie Deutsche seien. Auch das wurde bestätigt, woraufhin der Junge mehrfach "Hurensohn" rief. In der Nähe sitzende Erwachsene schritten nicht ein, lachten aber, als einer der Männer dem Jungen entgegnete:"Deine arme Mutter!"Quelle: Register Friedrichshain-Kreuzberg -
Frau in U7 antimuslimisch beleidigt
01.06.2021 Bezirk: SpandauZu einer muslimischen Frau in der U7 machte ein Mann die antimuslimische, rassistische Bemerkung: "Hier ist Deutschland und nicht Kopftuchland."
Quelle: Outreach Mobile Jugendarbeit in Spandau-Mitte -
Stellungnahme von Aktivistin des „III. Weg“ in der Jagowstraße verteilt
01.06.2021 Bezirk: SpandauIn der ersten Juniwoche fanden Nachbar*innen der Jagowstraße ein Stellungsschreiben einer Person von der extrem rechten Kleinstpartei „III. Weg“ im Briefkasten. In diesem äußert sie sich zu einem durch Unbekannte verteilten Flyer, in dem unter der Überschrift „Achtung Neonazi-Rentnerin in Ihrer Nachbarschaft!“ vor ihr und der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gewarnt wird. Außerdem schließen die anonymen Verfasser*innen eine Beteiligung der Person an den Brandstiftungen gegen das alternative Hausprojekt „Jagow 15“ vom 9. und 18. April (siehe Chronik) nicht aus. In dem Stellungsschreiben dazu dementierte die Person die Beteiligung an den Brandstiftungen, bestätigt aber ihre Unterstützung der extrem rechten Kleinstpartei „III. Weg“, warb um Mitstreiter und lud die Nachbarschaft ein, sich bei einem „Kaffee oder Bier“ über Unklarheiten und Fragen auszutauschen. Das gleiche Stellungsschreiben wurde zuvor am 25. Mai 2021 in der Mönchstraße verteilt.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Facebook-Dokumentation NPD Spandau Mai 2021
31.05.2021 Bezirk: SpandauIm Mai 2021 veröffentlichte der Kreisverband NPD Spandau insgesamt 18 Beiträge. Die meisten verbreiteten eindeutig rassistische, antimuslimische und antifeministische Propaganda. So wurde z.B. mehrfach ein antimuslimischer Beitrag geteilt, in dem vor der „Islamisierung Deutschlands“ gewarnt und Muslim*innen vorgeworfen wird, sie würden „Biodeutsche“ intolerant behandeln, sobald die Mehrheitsverhältnisse kippten. Ein „Deutschland als Land der Deutschen“ könne es lediglich mit der NPD geben.Quelle: Register Spandau -
III. Weg verteilte Flyer in der Altstadt und Neustadt in Spandau
29.05.2021 Bezirk: SpandauEinige Akteur*innen der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" zogen mit Bollerwagen über den Markt, vor das Rathaus und anschließend durch die Altstadt in Spandau und verteilten Flyer. Außerdem wurden von ihnen antifaschistische Plakate entfernt. Auf der Website des "III. Weg" spricht die neonazistischen Kleinstpartei davon, die Straßen von "antideutscher Propaganda gesäubert " und "geistige Umweltverschmutzung" entfernt zu haben. Anschließend warfen sie Flyer in Briefkästen in der Neustadt.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
Hakenkreuz am SPD-Kreisbüro
28.05.2021 Bezirk: SpandauAm SPD-Kreisbüro in der Bismarckstraße wurde ein gesprühtes Hakenkreuz entdeckt. Es wurde Anzeige erstattet und das Hakenkreuz wurde entfernt.Quelle: Register Spandau -
Person vom „III. Weg“ verteilte Stellungnahme in der Altstadt Spandau
25.05.2021 Bezirk: SpandauDas Büro der Spandauer Integrationslots*innen in der Mönchstraße wurde gegen 12 Uhr durch ein bekennendes Mitglied der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“ aufgesucht. Die Frau verteilte eine Stellungnahme, in der sie sich zu einem durch Unbekannte verteilten Flugblatt äußerte, in dem unter der Überschrift „Achtung Neonazi-Rentnerin in Ihrer Nachbarschaft!“ vor ihr und der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gewarnt wurde. Außerdem hatten die anonymen Verfasser*innen eine Beteiligung der Person an den Brandstiftungen gegen das alternative Hausprojekt „Jagow 15“ vom 9. und 18. April (siehe Chronik) nicht ausgeschlossen. In der Stellungnahme dementierte die Person die Beteiligung an den Brandstiftungen, bestätigte aber ihre Unterstützung der extrem rechten Kleinstpartei „III. Weg“, warb um Mitstreiter und lud die Nachbarschaft ein, sich bei einem „Kaffee oder Bier“ über Unklarheiten und Fragen auszutauschen.
Quelle: Integrationslots*innen Spandau -
Flyer vom "III. Weg" in der Neustadt
14.05.2021 Bezirk: SpandauIm Kiez um den Lutherplatz in der Neustadt (Ortsteil Spandau) wurden Flyer der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" in Briefkästen entdeckt. In einem Flyer wurden Frauen direkt angesprochen, "Sicherheitstipps" gegeben und und es wurde unterstellt, dass Frauen in der Umgebung von Unterkünften für Geflüchtete sexuelle Gewalt durch Asylbewerber drohe. Im zweiten Flyer wurde ein Zusammenhang von erhöhter Kriminalität und der Gewährung von Asyl hergestellt und zur Einrichtung von Bürgerwehren aufgerufen.
Quelle: Bürger*innenmeldung -
"III. Weg"-Flyer in Hakenfelde
14.05.2021 Bezirk: SpandauAnwohner*innen der Schützenstraße in Hakenfelde fanden Flyer der extrem rechten Kleinstpartei "III. Weg" im Briefkasten und meldeten diesen Vorfall beim Register Spandau. Die Partei, die eine extrem rechte Mobilisierung vor Ort anstrebt, warnt auf dem Flyer explizit Frauen vor "exotisch aussehenden, fremden Männern" und "trinkenden Asylanten, die Angst und Schrecken" verbreiten.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Erneut rassistische Flyer vom "III. Weg" im Briefkasten der Integrationslots*innen
05.05.2021 Bezirk: SpandauIm öffentlich zugänglichen Briefkasten der Integrationslots*innen wurden Flyer der extrem rechten Kleinstpartei gefunden, in denen sie einen "Ausländerbonus" bei der Einstellung im öffentlichen Dienst und bei Kontrollen zur Einhaltung von Pandemiemaßnahmen unterstellten. Außerem wurde behauptet, Gottesdienste würden bezüglich der Einhaltung der Hygienevorschriften kontrolliert, Moscheen jedoch nicht. Darüber hinaus fordern sie die Bevölkerung auf, ihnen solche Beobachtungen zu melden.
Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH -
Pitbull in Staaken auf Grundschüler gehetzt
01.05.2021 Bezirk: SpandauEin Grundschüler ging zwischen 17:00 und 18:00 Uhr an seiner Schule in Spandau-Staaken vorbei. Ihm entgegen kamen zwei Männer mit einem Hund der Rasse Pitbull. Als sie näher kamen, riefen sie dem Jungen diskriminierende Beleidigungen zu, bezeichneten ihn u.a. als „Scheiß Ausländer!", und sagten, er solle zurück in „sein Land" gehen. Der Schüler versuchte, die Männer zu ignorieren und weiterzulaufen. Daraufhin ließen sie den Hund von der Leine und hetzten ihn auf ihn. Der Junge sprang über einen Zaun und wurde von dem Hund verfolgt, der die Zähne fletschte und ihn beißen wollte. Um sich zu schützen, trat der Junge nach dem Hund, woraufhin dieser jaulend weglief. Die zwei Täter waren verschwunden.Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Flyer vom "III. Weg" im Briefkasten der Integrationslots*innen Spandau entdeckt
27.04.2021 Bezirk: SpandauIm öffentlich zugänglichen Briefkasten der Integrationslots*innen wurden verschiedene Flyer der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden, die für die 1. Mai-Demonstration mobilisierten bzw. sich für einen Systemwechsel aussprachen und Menschen mit Fluchtgeschichte kriminalisierten.
Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH -
Flyer vom "III. Weg" für Integrationslots*innen Spandau
15.04.2021 Bezirk: SpandauIm öffentlich zugänglichen Briefkasten der Integrationslots*innen wurden verschiedene Flyer der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden, die für die 1. Mai-Demonstration mobilisierten, die nationalistischen Werte der Partei bewarben und Menschen mit Fluchtgeschichte kriminalisierten.
Quelle: Gesellschaft für Interkulturelles Zusammenleben GIZ gGmbH -
"III. Weg"-Aufkleber in der Neustadt
13.04.2021 Bezirk: SpandauVier Tage nach dem ersten, mutmaßlich rechten Brandanschlag, am 9. April 2021, auf das alternative Wohnprojekt „Jagow15“ in der Spandauer Neustadt wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "III. Weg" an die Haustür der „Jagow15“ geklebt.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
Wieder Graffiti-Schmierereien bei der "Jagow 15"
11.04.2021 Bezirk: SpandauZwei Tage nach der schweren Brandstiftung, am 9.04.2021, im alternativen Hausprojekt "Jagow 15" in der Spandauer Neustadt wurden Briefe an die Mieter*innen im Hausflur zerrissen und antirassistische Plakate und linke Symbole an der Hausfassade, dem Ladenfenster und der Eingangstür mit goldener Graffiti-Farbe übersprüht. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr.
Quelle: Bürger*innen-Meldung -
NS-Verharmlosung auf Querdenker-Demo
10.04.2021 Bezirk: SpandauAuf der Querdenker-Demo mit Captain Future, die von einem Mitglied von Elter-stehen-auf Kladow angeführt wurde, zeigten Teilnehmer*innen NS-verharmlosende Plakate und verglichen die Corona-Pandemie-Maßnahmen mit der Judenverfolgung in der NS-Diktatur. Auch die Regierung wurde auf Plakaten als Diktatur bezeichnet und Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen mit dem Recht auf Widerstand gegen Diktaturen begründet. Auf dem Demonstrationszug wurde eine Originalaufnahme der NS-Zeit per Tonband zitiert, in der von der "Ausmerzung aus dem Volkskörper" gesprochen wurde, was offenbar einen Vergleich von der Judenverfolgung und Menschen, die gegen die Pandemie-Maßnahmen und ungeimpft sind, darstellen sollte. Auf der Demo wurden außerdem Ausgaben der extrem rechten Zeitung "Demokratischer Widerstand" verteilt.
Quelle: Register Spandau -
Flyerserie vom "III. Weg" in Staaken
08.04.2021 Bezirk: SpandauErneut wurden Flyer der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" in Staaken (Maulbeerallee) entdeckt, in der Menschen mit Migrationshintergrund kriminalisiert werden.
Quelle: Stadtteilzentrum Obstallee/ Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. -
Obdachloser Familie mit zwei Kindern Unterbringung verweigert
07.04.2021 Bezirk: SpandauEiner rumänischen Familie mit zwei Kindern wurde die Unterbringung nach ASOG bei der Sozialen Wohnhilfe mit Verweis auf den ausstehenden ALG II-Bescheid verweigert.
Quelle: DOSTA – Dokumentationsstelle Antiziganismus / Amaro Foro e.V. -
Journalist erhält rassistische Leserbriefe
31.03.2021 Bezirk: SpandauNachdem der Journalist Robert Klages im Newsletter für Spandau des Tagesspiegels über nachbarschaftliche Entwicklungen in der Neubausiedlung „Pepitahöfe“ in Spandau Hakenfelde berichtet hatte, erhielt er rassistische Leserbriefe an seine Arbeitsmailadresse. Demnach seien für Müllprobleme und Lärmbelästigungen ausschließlich Nachbarn mit Migrationshintergrund verantwortlich. So heißt es u.a.: „Es sind einfach zu viele nicht Deutsch Sprechende in dieser Wohngegend eingezogen.“ und „Integrationsunwillige" sollten bestraft werden. Der Journalist stufte das Leserfeedback als rassistisch ein und machte über einen Tweet auf der Plattform Twitter darauf aufmerksam.Quelle: Tweet via Twitter vom 31.03.2021 -
Diverse Sticker "III. Weg" an der Heerstraße und im Umfeld des Staaken-Centers
30.03.2021 Bezirk: SpandauSticker der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg", die für eine Demo am 1. Mai mobilisierten, wurden an Mülleimern an der Heerstraße entdeckt, entfernt oder überklebt.
Quelle: Stadtteilzentrum Obstallee/ Bürger*innen-Meldung -
Propaganda vom "III. Weg" im Bus entdeckt
30.03.2021 Bezirk: SpandauIn einem Bus der Linie 137 wurde ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf -
Bürgerbüro der Partei Die Linke in Hakenfelde beschädigt
28.03.2021 Bezirk: SpandauAuf die Scheiben des Bürgerbüros von Franziska Leschewitz (Die Linke) wurden Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" geklebt. Vor dem Büro wurden Böller gezündet, außerdem war rote Farbe verprüht. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt.
Quelle: Berliner Register -
Minderjähriger Junge im Bus rassistisch beleidigt
22.03.2021 Bezirk: SpandauEin Junge (BIPoC) drängelte sich im vollen Bus an einigen anderen Fahrgästen vorbei. EIn Mann reagierte verärgert und machte eine rassistische Bemerkung. Der Junge wehrte sich, woraufhin der Mann ihn mit: "Du kleiner, frecher (N-Wort)." Andere Fahrgäste schreiten ein, so dass die Situation nicht eskalierte.
Quelle: Outreach Mobile Jugendarbeit in Spandau-Mitte -
Anti-Schwarzer Angriff im Falkenhagener Feld
19.03.2021 Bezirk: SpandauGegen 21:00 wurde ein 55-jähriger Mann in der Wunderwaldstraße im Falkenhagener Feld von einem 51-Jährigen rassistisch beleidigt und angegriffen. Er befahl außerdem seinem Hund, den Mann anzugreifen, trat ihm gegen den Oberschenkel und beschädigte auch das Fahrrad des Opfers. Die Polizei wurde verständigt und der Täter festgenommen.Quelle: ReachOut, Pressemitteilung der Polizei vom 20.03.21 -
Aktivistin vom "III. Weg" störte Veranstaltung
15.03.2021 Bezirk: SpandauAm Ende der Auftaktveranstaltung der Internationalen Wochen gegen Rassismus versuchte eine
Aktivistin der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg", die sich vorher wie eine Teilnehmerin verhalten hatte, die Veranstaltung zu stören. Sie trat plötzlich in die Mitte der Kundgebung und warf dort einen Stapel rassistischer Flyer vom "III. Weg" in die Luft. Die Flyer wurden vom Veranstalter aufgesammelt und die Person wurde gebeten, das Material zurückzunehmen und zu entsorgen sowie die Kundgebung zu verlassen.Dieser Bitte kam die Person nicht nach. Ein weiterer Teilnehmer, der einen Flyer zurückgeben wollte, wurde mit einer abwehrend schlagenden Armbewegung bedroht. Die anwesende Polizei wurde auf den Vorfall hingewiesen und machte eine Personalienfeststellung. Bei der Veranstaltung waren Personen mit Fluchterfahrung, Erwachsene wie Kinder. Die Flyer enthielten rassistische Zuschreibungen, u.a. stellten sie Asylsuchende als kriminell dar.Quelle: Stabsstelle für das Integrationsmanagement, Koordination Geflüchtetenfragen -
Frau beim Bäcker LGBTIQ*-feindlich beleidigt
15.03.2021 Bezirk: SpandauEine Frau forderte einen anderen Kunden beim Bäcker auf, Maske zu tragen. Daraufhin wurde sie LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Als sie ihn noch einmal etwas energischer dazu aufforderte, drohte er ihr mit körperlicher Gewahlt. Als die Bedienung einschritt, erledigte der Mann seinen Einkauf und verließ den Laden. (Datum anonymisiert)
Quelle: Outreach Mobile Jugendarbeit in Spandau-Mitte -
LGBTIQ*-feindliche Beleidigungen in Facebook-Gruppe
07.03.2021 Bezirk: SpandauIn einer Spandauer Facebook-Gruppe kam es zu einem Austausch zur Frage „Was war das Schmerzhafteste, was man euch je an den Kopf geschmissen hat?“ Ein Gruppenmitglied schilderte ihn habe sehr getroffen, als ihm persönlich jemand gegenüber äußerte, Schwule müsse man allesamt vergasen. Daraufhin antwortete ein Gruppenmitglied im Chat, dass er dieser Aussage zustimme und beleidigte den Betroffenen LGBTIQ*-feindlich. Das betroffene Gruppenmitglied meldete diesen Vorfall an die Gruppenadministrator*innen, woraufhin der Verantwortliche aus der Facebook-Gruppe entfernt wurde. Danach machte das Gruppenmitglied die LGBTIQ*-feindlichen Beleidigungen in einem öffentlichen Post publik und erhielt daraufhin Solidaritätsbekundungen anderer Nutzer*innen.Quelle: Betroffenenmeldung -
Diskriminierung beim Altstadtspaziergang
06.03.2021 Bezirk: SpandauZwei Männer gingen gegen 12 Uhr über den Spandauer Marktplatz und unterhielten sich auf Bulgarisch. Sie lachten und wurden daraufhin von einer älteren Dame beleidigt und aufgefordert, Ruhe zu geben. Als sich die Frau weiter abwertend über die, für sie, fremde Sprache äußerte und einforderte, in Deutschland Deutsch zu sprechen, versuchten die Männer, sie zu ignorieren und gingen weiter. Sie meldeten den Vorfall dann bei der Mahnwache gegen Intoleranz, Gewalt, Rassismus und Antisemitismus, die an diesem Tag auf dem Marktplatz stattfand.Quelle: Mahnwache Spandau -
Hakenkreuz und Runen am Mädchen*laden und im Koeltzepark
02.03.2021 Bezirk: SpandauAn der Hauswand des BDP-Mädchen*ladens in der Spandauer Neustadt wurden ein Hakenkreuz, die Odal-Rune und weitere Symbole der extremen Rechten entdeckt. Außerdem war die Botschaft "EVIL EMPIRE END '45-'17" an die Hauswand gesprüht. Es wurde Anzeige erstattet. Im nahe gelegenen Koeltzepark und am Lutherplatz fanden sich die gleichen Symbole sowie ein weiteres Hakenkreuz.
Quelle: BDP-Mädchen*laden