NPD-Stand vor dem Angerfest in Müggelheim
Am Rande des Müggelheimer Angerfestes fand ein Informationsstand der NPD statt. Anwesend waren mehrere Neonazis der NPD und JN (Jugendorganisation der NPD).
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Rande des Müggelheimer Angerfestes fand ein Informationsstand der NPD statt. Anwesend waren mehrere Neonazis der NPD und JN (Jugendorganisation der NPD).
Am 02. Juni 2018 fand ein verschwörungsideologisches Treffen der Gruppe Blauer Himmel Berlin in Charlottenburg in einem Restaurant in der Leonhardtstraße in Charlottenburg statt. Dabei sollte laut Ankündigung über klimasekeptische Annahmen und verschwörungsideologische Behauptungen über Wettermanipulation gesprochen werden. Außerdem war angekündigt worden, über amerikanische Kriegsführung, die von Steuergeldern bezahlt wird, zu sprechen.
In der Rudower Str. wurden an einem Mülleinmer zwei Aufkleber der extrem rechten Identitären Bewegung mit rassistischen Inhalten entdeckt und entfernt.
Gegen 16.55 Uhr wurden zwei Männer im Alter von 30 und 38 Jahren an den Treptowers von einem Unbekannten rassistisch beleidigt, mit Bier bespritzt und mit der Bierflasche beworfen.
Vor dem S-Bhf. Schöneweide wurden zwei Aufkleber der NPD mit rassistischem Inhalt entdeckt und entfernt.
In der Kiefholzstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Prinz Eugen, Leonidas, Karl Martell: do it again" entdeckt und entfernt. Die Parole nimmt Bezug auf den spartanischen König Leonidas I., der Persien besiegte, der fränkische Hausmeier Karl Martell besiegte das umayyadische Al-Andalusund der habsburgische Feldherr Eugen Savoyen-Carignan besiegte das Osmanische Reich. Ihnen ist gemein gegen muslimische Armeen gesiegt zu haben. Dieser Aufkleber entstammt dem Angebot der extrem rechten Website Phalanx-Europa, die der extrem rechten "Identitären Bewegung" nahe steht. Die Identitäre Bewegung verbreitet die Behauptung, Europa stünde einer Islamisierung bevor. In diesem Sinne ist "Do it again" als Aufruf zu einer kriegerischen Auseinandersetzung gegen Muslim_innen zu verstehen.
Am 30. Mai 2018 fand in der Bibliothek des Konservatismus in der Fasanenstraße in Charlottenburg eine neurechte Veranstaltung statt. Bei der Diskussion mit dem Thema „Ist die Kulturrevolution gescheitert oder haben die ’68er gesiegt?“ wurden die Veränderungen durch die 1968er-Revolte aus antimoderner Perspektive kritisiert. Die Bibliothek des Konservatismus ist an einer konservativen Ideologiebildung und an antikommunistischen, antiliberalen und antimodernen Themen interessiert, in diesen Kontext ordnet sich der Vortrag ein.
In der Salvador-Allende-Straße wurde ein Stromkasten mit der Schmiererei "GNLS" in einem Kreuz entdeckt. "GNLS" steht dabei für "Good Night Left Side". Auf Aufklebern wird dieser Spruch gegen Antifaschist_innen oft mit Gewaltdarstellungen verbunden.
Am Abend wurde ein homosexuelles Pärchen im Treptower Park von einer Gruppe Jugendlicher angesprochen und von einem Jugendlichen homosexuellen-feindlich beleidigt. Nachdem die Betroffen baten in Ruhe gelassen zu werden, wurde einer der Männer geschubst und bedroht. Danach flüchteten die Angreifer und einer der Betroffenen folgte einem der Jugendlichen, als dieser dies bemerkte zog er ein Messer und bedrohte den Verfolger.