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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Beleidigende Post an antifaschistische Initiative

    12.12.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An eine antifaschistische Initiative in Tempelhof wurde ein beleidigender Brief geschrieben, der darüber hinaus auch rassistische Beschreibungen enthielt, die mit ausgeschnittenen Zeitungsartikeln scheinbar belegt werden sollten.

    Quelle: Persönliche Meldung
  • Erneut extrem rechte Aushänge in Charlottenburg

    12.12.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Wilmersdorfer Straße direkt gegenüber eines Shoppingscenters wurde verschiedene, teils handschriftlich verfasste Aushänge entdeckt, die unter anderem für den rechten TV-Sender "Auf1" und eine extrem rechte Website warben. Der österreichische TV-Sender verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.

    Auf den Aushängen wurde u. a. behauptet, dass Deutschland derzeit eine Diktatur des Verfassungsschutzes sei, die vorgeben wolle, welche Partei gewählt werden dürfe. Dabei wurden Vergleiche zur Gestapo des Nationalsozialismus gezogen und damit der Nationalsozialismus verharmlost.

    Quelle: Register CW
  • Extrem rechte Sticker in Lankwitz

    12.12.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf der Malteserstraße in Lankwitz wurden neun Sticker des österreichischen TV-Senders "Auf1" entdeckt. Der TV-Sender verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Extrem rechte Sticker in Lichterfelde West

    12.12.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In der Drakestraße in Lichterfelde West wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen richtete. Auf dem Sticker wurden diese in herabwürdigender Weise als "Zecken" bezeichnet. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Versandshop. Er wurde entfernt. Außerdem wurden im Schweizer Viertel im selben Ortsteil zwei Sticker der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" entdeckt. Der Inhalt der Sticker brachte queere Menschen mit Pädophilie in Verbindung und unterstellte, dass Kinder vor queeren Menschen geschützt werden müssten.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal; Bürger*innenmeldung per E-Mail
  • Neonazi-Propaganda in Mitte

    12.12.2025 Bezirk: Mitte

    Am U-Bahnhof Museumsinsel wurden zwei Neonazi-Aufkleber entdeckt und entfernt, einer der "Jägertruppe Berlin Brandenburg" und einer des "Germania Active Club" mit dem Text: "Nett hier. Aber waren Sie schon mal in einer National Befreiten Zone?"

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazistischer Zahlencode in Rahnsdorf

    12.12.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Laternenpfahl an der Haltestelle Fürstenwalder Allee/ Schule wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistische Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    12.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Möllendorffstraße Ecke Rutnikstraße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Masseneinwanderung ist kein Naturgesetz" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Schmiererei in Charlottenburg

    12.12.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Zillestraße wurde eine rassistische Schmiererei entdeckt. Unter einem gemalten Penis wurde das N-Wort, eine rassistische Fremdbezeichung für Schwarze Menschen, geschmiert.

    Quelle: Register CW
  • Anti-antifaschistischer Aufkleber auf Wahlkreisbüro in Lichtenberg-Mitte

    11.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einer Fensterscheibe eines Wahlkreisbüros der Partei Die Linke in der Alfred-Kowalke-Straße wurde erneut ein anti-antifaschistischer Aufkleber von einem extrem rechten Versand entdeckt und entfernt. Der Aufkleber war wieder direkt über ein Foto eines Mitglieds der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus geklebt. Auf dem Motiv war "FCK Antifa" zu lesen. Auf dem Aufkleber war außerdem sehr klein das Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus.'" Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.

    Quelle: Lichtenberger Register, Die Linke Lichtenberg
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow

    11.12.2025 Bezirk: Pankow

    An einer Glasscheibe an der Tramhaltestelle S+U Pankow wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift „Überklebt, du Zecke!“ entdeckt und entfernt.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    11.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Vulkanstraße Ecke Landsberger Allee wurde ein Aufkleber eines neonazistischen Versandhandels mit der Aufschrift "Better dead than red" gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonazistische Propaganda in Alt-Hohenschönhausen

    11.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Hohenschönhauser Tor wurde ein Aufkleber eines neonazistischen Versandhandels mit der Aufschrift "Better dead than red" entdeckt und entfernt.

    Auch an der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße wurden zwei Aufkleber mit dem Motiv "Better dead than red" und zudem ein "Fck Antifa"-Aufkleber gemeldet und zum Teil entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonazistischer Zahlencode in Steglitz

    11.12.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An einem Parkautomat in der Feuerbachstraße wurde erneut der neonazistische Zahlencode "1161" (= Anti Antifaschistische Aktion) entdeckt. Der Code war bereits vor einigen Wochen an gleicher Stelle aufgetaucht und wurde unkenntlich gemacht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Extrem rechte Aufkleber in der Köpenicker Dammvorstadt

    10.12.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Elcknerplatz/Borgmannstr. wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ sowie ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen, der diese in entmenschlichender Form als „Zecke“ bezeichnete, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Rudow

    10.12.2025 Bezirk: Neukölln

    In der Nähe der U-Bahnstation Rudow wurde ein extrem rechter Sticker entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker ist die "Schwarze Sonne" aus SS-Runen vor einer schwarz-weiß-roten Fahne abgebildet.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Neonazi-Propaganda in Mitte

    10.12.2025 Bezirk: Mitte

    In der Straße Unter den Linden wurden vier Aufkleber der Neonazi-Gruppierung "Jägertruppe Berlin Brandenburg" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anti-antifaschistische Schmiererei in Karlshorst

    09.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am Walde in Karlshorst wurde der auf einem Geländer angebrachte neonazistische und gegen Antifaschist*innen gerichtete Zahlencode "1161" gemeldet und unkenntlich gemacht.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Aufkleber von "Der III. Weg" in Marzahn-Nord

    09.12.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurde an einem Ticketautomat ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit dem Slogan "Europa verteidigen" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Behindertenfeindlicher Angriff in Prenzlauer Berg

    09.12.2025 Bezirk: Pankow

    Im Aufzug am S-Bahnhof Schönhauser Allee kam es zu einem körperlichen Übergriff gegen eine Person mit Rollator. Nachdem bereits eine Person mit Fahrrad in den Aufzug eingestiegen war, versuchte eine weitere Person ebenfalls einzusteigen und schubste die betroffene Person trotz des begrenzten Platzes im Aufzug aggressiv. Dabei kam es zu verbal aggressiven Äußerungen. Als die betroffene Person reflexartig eine Abwehrbewegung machte, wurde sie geschlagen. Trotz mehrfacher Hilferufe und eines belebten Bahnsteigs griff niemand ein. Um weiterer Gewalt zu entkommen, verließ die betroffene Person den Aufzug.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Extrem rechte Propaganda am Alex

    09.12.2025 Bezirk: Mitte

    Am Alexanderplatz wurde ein Aufkleber der Gruppierung "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das rassistische Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen seien demnach gleichwertig und dürften nebeneinander existieren, doch eine Vermischung von Kulturen sei nicht gewünscht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • NS-Parole in Gropiusstadt gerufen

    09.12.2025 Bezirk: Neukölln

    Polizist*innen setzten das Hausrecht gegen einen Gast einer Kneipe durch. Als er sich einige Meter von den Polizist*innen entfernt hatte, rief er lautstark eine nationalsozialistische Parole. Die Polizei nahm den Vorfall auf.

    Quelle: Polizeimeldung vom 09.12.2025 (2550)
  • NS-verherrlichender Vorfall im Weitlingkiez

    09.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Weitlingstraße Ecke Sophienstraße zeigte ein Tourist einem Passanten im Gespräch seinen Ring mit einem darauf abgebildeten Reichsadler in Kombination mit einem Hakenkreuz. Das Zeigen des Hakenkreuzes in der Öffentlichkeit wird nach dem Strafgesetzbuch (StGB) unter dem § 86a als "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen" geahndet.

    Das Gesetz verbietet allgemein das öffentliche Verbreiten oder Verwenden von Kennzeichen (Symbolen) ehemaliger nationalsozialistischer Organisationen. Dazu gehören Hakenkreuze, SS-Runen, der Hitlergruß und ähnliche Symbole.

    Ein Ring mit einem Hakenkreuz, der in der Öffentlichkeit getragen wird, ist für eine unbestimmte oder nicht überschaubare Anzahl von Personen sichtbar und erfüllt damit das Kriterium der "öffentlichen Verwendung".

    Ein Verstoß gegen § 86a StGB kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistischer Aufkleber in der Köpenicker Dammvorstadt

    09.12.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Stand am Forum Köpenick wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Aufkleber in Prenzlauer Berg

    09.12.2025 Bezirk: Pankow

    An einem Briefkasten in der Gleimstraße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Remigration schützt Frauen“ entdeckt und entfernt.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • Rassistischer Sticker in Charlottenburg

    09.12.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Zillestraße in Charlottenburg wurde an einer Baustellenabsperrung ein Sticker mit der Botschaft "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" entdeckt. Der Spruch knüpft an eine rassistische Erzählung der "Überfremdung" an.

    Der Spruch stammt aus einem extrem rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.

    Quelle: Register CW
  • Antisemitismus auf Demonstration in Mitte

    08.12.2025 Bezirk: Mitte

    Ca. 3000 Teilnehmende feierten mit einer Demonstration durch Mitte den ersten Jahrestag der „Befreiung vom Assad-Regime“ in Syrien. Von Gruppen mit Palästinafahnen gingen die Parolen aus "From the river to the sea, Palestine will be free" und auf Arabisch "Vom Wasser zum Wasser, Palästina bleibt arabisch", mit denen Israel das Existenzrecht abgesprochen wird.

    Quelle: Registerstelle Mitte, JFDA, Focus vom 08.12.2025
  • Extrem rechte Propaganda in Moabit

    08.12.2025 Bezirk: Mitte

    In der Straße Alt-Moabit wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel mit der Aufschrift "Ganz Deutschland hasst die Antifa" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Sticker, Schmierereien und ein Hakenkreuz in Lichterfelde-Ost

    08.12.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf dem Ostpreußendamm wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf einem Briefkasten entdeckt. Außerdem fanden sich im Umfeld mehrere Schmierereien, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richteten, sowie ein Sticker eines Abgeordneten der "AfD". Ein weiterer Sticker des Abgeordneten klebte auf einem Laternenpfahl auf der Morgensternstraße. Der rassistische Sticker propagierte das Konzept der sogenannten "Remigration". Auch auf der Morgensternstraße fanden sich mehrere Schmierereien gegen antifaschistisch Engagierte. Die entdeckten Sticker und das Hakenkreuz wurden entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • LGBTIQ*feindliche Aufkleber im Zug in Spandau

    08.12.2025 Bezirk: Spandau

    Am Montagmorgen wurde im Zug RB21 Richtung Potsdam ein Aufkleber der Partei "Der III. Weg" entdeckt. Auf dem Aufkleber, der mit drei Linien und dem "Dritte Weg"-Emblem auf dem Hintergrund einer Regenbogenfahne versehen ist, steht „Deutsch Bleiben Statt Mainstream“.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazistische Zahlencodes in Adlershof

    08.12.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Unter der Bahnbrücke Dörpfeldstr./ Ottmar-Geschke-Str. wurden die Schriftzüge "HH88" (Heil Hitler) sowie "1161!" (Anti-Antifa) entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-verharmlosender Aufkleber im Weitlingkiez

    08.12.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Zachertstraße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber gemeldet. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistische Beiträge auf Internetplattform

    08.12.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf der Nachbarschaftsplattform nebenan.de kommentierten zwei Nutzer*innen einen Beitrag mit diversen rassistischen Beleidigungen, wie beispielweise rassistische Fremdbezeichungen für Sint*izze, Rom*nja und für Schwarze Menschen, nachdem die Beitragsstellerin von einer anderen Nutzerin auf unsensible Sprache hingewiesen wurde.

    Quelle: Meldung via Mail
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