Hakenkreuz in Oberschöneweide
Auf einer Baustelle am Behrensufer wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "FOR THE FATHERLAND!" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf einer Baustelle am Behrensufer wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "FOR THE FATHERLAND!" entdeckt.
In der Grünanlage zwischen den Bahnhöfen Johannisthaler Chaussee und Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden an drei Mülleimern Hakenkreuzschmierereien gesichtet. Zusätzlich wurden dort erneut zahlreiche Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen antifaschistisches Engagement richten.
In der Anton-Saefkow-Parkanlage wurde ein Aufkleber der ehemaligen neonazistischen Partei "NPD", jetzt "Die Heimat" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv ist eine Reichsflagge zu sehen und ein aufgespannter Regenschirm, der eine traditionelle Familie mit Vater, Mutter und zwei Kindern als schützenswert darstellen soll. Diese extrem rechte Argumentationsweise beinhaltet, dass es neben dem traditionellen, klassischen Familienbild keine anderen Lebensweisen zu tolerieren gilt und z.B. die gleichgeschlechtliche Liebe ausschließt bzw. als Gefahr sieht.
An der Bushaltestelle Wröhmännerpark in der Neuendorfer Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker gesehen.
Auf der Kastanienallee wurden insgesamt acht Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und deren Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) entdeckt. Neben dem Aufdruck von Webseite und Kontaktdaten, hatten einige der Aufkleber rassistische Slogans, wie "Kriminelle Ausländer raus" oder "Ausländergewalt beenden. Massenabschiebung starten". Alle Sticker wurden entfernt.
In der Leisniger Straße soll ein Mann zwei Kinder mit Feuerwerkskörpern angegriffen haben. Die Kinder befanden sich auf dem Gehweg vor der Wohnung des Mannes. Der Mann beleidigte sie erst mit rassistischen Worten und warf dann einen Feuerwerkskörper aus dem Fenster. Eines der Kinder wurde getroffen und verletzt. Die Polizei ermittelte.
Auf der Märkische Allee / Ecke Havemannstraße wurde wie am Tag zuvor ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Der Sticker zeigte die rassistische Parole "Deutschland den Deutschen". Er wurde entfernt.
Auf dem Zietenplatz im Ortsteil Mitte versammelten sich etwa 10 Reichsbürger*innen und Verschwörungsideolog*innen um gegen die Umbennenung der Mohrenstraße in Anton-Wilhelm-Amo-Straße zu protestieren, in dem sie demonstrativ Schaumküsse aßen.
Am Weißensee wurde das Kürzel "D3W" entdeckt und übermalt. Das Kürzel steht für die extrem rechte Partei "III. Weg".
Auf dem Wanderweg an der Wuhle am Kienberg wurde das Graffiti "Zecken boxen" entdeckt. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet. Ein weiteres Graffiti in Marzahn-Süd an der Poelchaustraße lautete "Afa raus". Mit "Afa" sind antifaschistisch engagierte Personen gemeint.
Auf dem Auerbacher Ring wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für AAFA und bedeutet "Anti-Antifaschistische-Aktion".
Eine Moscheegemeinde im Bezirk Mitte fand in der Post antimuslimisch-rassistische Hassnachrichten vor.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einem Hausflur im Mollnerweg wurden erneut mehrere antisemitische Schmierereien entdeckt und übermalt. Darunter war beispielsweise der Schriftzug "Juden raus".
Auf eine Baustellenbarke am Auerbacher Ring wurde der antisemitische Spruch "Fuck Juden" geschmiert.
An der Haltestelle S Schöneweide/ Sterndamm wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Schöneweide wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Puschkinallee wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Parkanlage zwischen den U-Bahnhöfen Johannisthaler Chaussee und Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden erneut mehrere Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richteten.
Am Zaun des Kinder- und Jugendzirkus in der Bouchéstr. wurde ein Schild mit Hakenkreuzen gekennzeichnet. In demselben Zeitraum wurden ebenfalls Hakenkreuze an den Fenstern des Büros des Trägers einige Straßen weiter angebracht. Da gezielt zwei Standorte derselben Einrichtung mit Hakenkreuzen markiert wurden und sich die Einrichtung für Menschenrechte positioniert, ist hier von einer gezielten Einschüchterung auszugehen.
Auf der Schleusinger Straße/Ecke Trusetalstraße wurde ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Daneben klebte ein Aufkleber eines gleichschenkligen Keltenkreuzes.
In der Parcelsusstraße, Galenusstraße sowie Klaustaler Straße wurden verschiedene Aufkleber eines (extrem) rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt.
Am U-Bahnhof Cottbusser Platz zur Parkseite hin wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Der Aufkleber titelte "NS Zone" und hatte einen Hintergrund in Reichsfarben.
Außerdem wuden in der Carola-Neher-Straße und in der John-Heartfield-Straße mehrere Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Auf der Märkischen Allee/Ecke Havemannstraße wurde ein Sticker einer Arbeitsgruppe der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden. Der Sticker hatte den Slogan: "Führt euren Körper. Hart. Sauber. Gesund" und verwies aus den Telegram-Kanal der Gruppe.
Im Clara-Zetkin-Park wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Auf dem Aufkleber war ein Wehrmachtssoldat vor einer schwarz-weiß-roten Flagge abgebildet. Dazu stand der Spruch: „Sie waren die besten Soldaten der Welt“.
Die Aufkleber wurden entfernt.
An einer Baustellenabsperrung an der Minna-Todenhagen-Brücke wurde der Schriftzug "ANTIFA JAGEN" entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Kiefholzstr. / Baumschulenstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der extrem rechten Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Mahlsdorfer Str. / Kaulsdorfer Str. wurde an einem Stromkasten der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Erwin-Bock-Str. wurde an einem Straßenschild der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt. Zudem wurden in der Straße vier extrem rechte Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Im Strandschloßweg wurden weitere fünf extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich mehrheitlich gegen Antifaschist*innen.
Im Mentzelpark wurden der Schriftzug "FCK ANTIFA" sowie "NS" (in einem Herz) entdeckt.
Auf dem Spielplatz in der Wieckerstraße wurden diverse Aufkleber aus verschiedenen neonazistischen Versänden entdeckt und entfernt. Folgende Motive wurden gefunden. Mit dabei waren ein rassistischer "Remigration jetzt!"-Aufkleber, ein NS-verherrlichender "Deutschland - Meine Heimat"-Aufkleber mit Reichsflagge und Reichsadler und ein sozialdarwinistisches Motiv mit dem Spruch "Linker Lump zur praktischen Arbeit!". Der Aufkleber vermittelt die Botschaft, dass bestimmte Gruppen – hier politische Gegner*innen – weniger wert seien und „zur Arbeit gezwungen“ werden müssten. Dies entspricht sozialdarwinistischen oder hierarchischen Denkweisen, wie sie im Rechtsextremismus verbreitet sind .
Zudem befanden sich an derselben Stelle auch noch Motive aus extrem rechten Versänden, die sich gegen demokratische Parteien richteten.
An einer Reinickendorfer Schule wurde ein Schwarzes Kind rassistisch diskriminiert.
Am Spielplatz im Stadtpark Lichtenberg wurde auf einem Mülleimer eine rassistische Parole in Form eines "Ausländer raus!"-Schriftzuges entdeckt.
Auf der Landsberger Allee wurde ein Sticker der neonazistischen Partei "Der III. Weg" gefunden. Der Sticker hatte den rassistischen Slogan "Deutschland den Deutschen".
Vor einem Supermarkt am U-Bahnhof Cottbusser Platz wurden drei Sticker der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt. Zwei der Aufkleber zeigten eine durchgestrichene Pride-Flag, der andere hatte den rassistischen Slogan "White Lives Matter". Die Aufkleber wurden entfernt.
Am Eingang Oberseepark, im Lindenweg Ecke Waldowstraße wurde auf einem Schild eine "1161"-Schmiererei entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-Antifaschistische-Aktion". Zudem wurde auch ein rassistisches "White Power"-Symbol bzw. ein Keltenkreuz auf dem Schild angebracht.
Laut verschiedenen Presseberichten kam es in einem Lichtenberger Supermarkt zu einem Angriff auf eine 37-jährige Mutter vietnamesischer Herkunft. Nachdem ihre Kinder ein Nudelpaket fallen ließen, soll ein Mitarbeiter die Familie verfolgt, die Kinder aggressiv ermahnt und die Mutter geohrfeigt haben. Die Frau stürzte zu Boden, erlitt Verletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden. Eine Angehörige berichtete zudem, der Mitarbeiter habe die Betroffene an den Haaren gezogen. Umstehende griffen nicht in das Geschehen ein.
Die Betroffene und ihre Angehörigen werten den Angriff als rassistisch motivierte Bedrohung und Gewalt. Die Polizei ermittelt.
Im Volkspark Friedrichshain ereignete sich ein Angriff gegen eine queere Person. Die Person erlitt Verletzungen. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Vor einer Moscheegemeinde in Moabit wurden antimuslimisch-rassistische Schmierereien entdeckt und entfernt.
An einem Laternenpfahl in der Hochstraße in Gesundrbunnen wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt.
In der Freienwalder Straße wurde die Schmiererei „From the River to the Sea“ sowie „Free Palestine“ entdeckt.