Sticker gegen politische Gegnerschaft in der Lasdehner Straße
An den Fahrradständern vor den Grundschulen in der Lasdehner Straße wurde ein "FCK Antifa"-Sticker entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An den Fahrradständern vor den Grundschulen in der Lasdehner Straße wurde ein "FCK Antifa"-Sticker entfernt.
Im Bezirk Mitte kam es zu einem transfeindlichen Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen wird Weiteres nicht veröffentlicht.
In der Margaretenstraße Ecke Wönnichstraße wurde ein roter, aus dem Neonazispektrum stammender Aufkleber mit dem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv "Organisiert die Anti-Antifa - Good night left side!" gefunden und entfernt.
Auch gegenüber einer bekannten Neonazikneipe in der Margaretenstraße wurden weitere Aufkleber mit dem gleichen Motiv gefunden und entfernt.
Auf einer Versammlung wurden u.a. antisemitische Parolen gerufen.
In der Kolonnenstraße wurden zwei antisemitische Sticker entdeckt.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein antiziganistischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Es ereignete sich ein antiziganistischer Vorfall in Schöneberg unter der Beteiligung mehrerer staatlicher Behörden.
An der Kreuzung Buschkrugallee/Späthstraße im Bezirksteil Britz wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen antifaschistisches Engagement richtete.
An der Ecke von Hermsdorferdamm und Am Waldpark in Hermsdorf wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Linker Mainstream raus aus unseren Schulen!" entdeckt und unkenntlich gemacht. Der Aufkleber stammt aus einer an Schüler*innen gerichteten Kampagne der "Jungen Nationalisten" von 2019.
In der Kyritzer Straße wurde auf einem Schild vor einer Oberschule ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entdeckt. In der Hellersdorfer Straße wurde von einem Sportstudio-Parkplatz ein „FCK Antifa“-Aufkleber entfernt, und von einem Supermarktparkplatz in der Nähe ein „We Hate Antifa„88“-Aufkleber entfernt.
In der Glauchauer Straße, dem Kastanienboulevard, der Carola-Neher-Straße und der Maxie-Wander-Straße wurden diverse Aufkleber gefunden und entfernt, die für die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ warben. Zudem wurden in der Hermsdorfer Straße, der Döbelner Straße und dem Roßweiner Ring 10 Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt. Sie enthielten den rassistischen Slogan „Remigration Jetzt“ und andere richteten sich mit Motiven wie „Good Night Left Side“ gegen politische Gegner*innen.
In der Leipziger Straße im Ortsteil Mitte wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber entdeckt und entfernt.
An einem Supermarkt im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber der "JN" entdeckt.
Zwischen den Bahnhöfen Lipschitzallee und Wutzkyallee wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Radios "Kontrafunk" gesichtet und entfernt.
An der Bushaltestelle "An der Mühle" in Tegel wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Keine Chance den Zecken! Der Heimat zuliebe!" entdeckt und entfernt. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet.
An der Bushaltestelle Schützallee wurde ein Sticker entdeckt, der den Kiez als "Nazi Kiez" markiert. Der Sticker wurden entfernt.
Auf eine Ankündigung des Bezirksamts Mitte bei Facebook zur dekolonialen Umbenennung des Nettelbeckplatzes in Wedding in Martha-Ndumbe-Platz erfolgten extrem rechte und rassistische Hass-Kommentare.
In einer Unterführung in der Pfarrstraße Ecke Wiesenweg wurde ein mit weißer Farbe auf eine große Werbewand aufgesprühtes Hakenkreuz gemeldet. Dieses wurde unkenntlich gemacht.
Ein queerer Mann of Color wird von einem Nachbarn massiv bedroht und belästigt.
Auf der Karl-Marx-Straße in Nord-Neukölln wurde eine NS-verharmlosende Schmiererei entdeckt und unkenntlich gemacht. Diese suggerierte die Gleichsetzung von Zionist*innen mit den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus.
Auf einem Parkautomat vor dem Jugendamt wurde zudem ein Aufkleber entdeckt, der die Situation in Gaza mit der Schoa gleichsetzt.
In der Kottmeierstr. wurde auf dem Gehweg der Schriftzug "NS AREA" (deutsch: nationalsozialistisches Gebiet) entdeckt.
Vor einer Einkaufspassage in der Dolgenseestraße beschimpften drei Jugendliche eine Passantin mit den queerfeindlichen Worten "Bist du ein Junge oder ein Mädchen? – Ich glaube, das ist ein Es. Pfui!".
In der Hausotterstraße im Ortsteil Reinickendorf wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die von einem Neonazi-Versand stammten. Ein Aufkleber zeigte eine blonde junge Frau mit zwei langen geflochtenen Zöpfen. Sie trug eine Uniform des nationalsozialistischen "Bund Deutscher Mädchen" und hielt eine Fahne in Reichsfarben. Daneben stand: "Nix "Yallah, Yallah" Hier wird Deutsch gesprochen!", wobei das Wort Deutsch in Fraktur geschrieben war. Der zweite zeigte Menschen in Zügen und trug die Aufschrift "Asylbetrüger nicht willkommen".
In einer DHL-Filiale in Hellersdorf verweigerte eine Mitarbeiterin einer Person gegen 15:45 Uhr ein Paket. Sie behauptete, dass auf diesen Namen kein Paket vorläge. Als einige Zeit später eine Freundin der betroffenen Person vorbeikam, bekam sie das Paket ausgehändigt. Dies war der betroffenen Person dort bereits mehrmals passiert auch ein anderer Kunde, der muslimischen Glaubens war, wurde ähnlich behandelt.
In einem Zug der Linie U6 in Wedding zeigte ein Mann den Hitlergruß und beleidigte einen Schwarzen Mann neben ihm mit dem N-Wort und als "Penner". Als eine Zeugin Zivilcourage zeigte und ihn darauf ansprach, beleidigte der Mann sie sexistisch und als "Volksverräterin". Als die Frau den Zug verließ, rief er ihr "Sieg Heil" hinterher. Keine andere Person im Zug griff ein.
Auf einem Treppengeländer am Anton-Saefkow-Platz wurde ein Neonaziaufkleber mit dem Motiv "Good night left side" und zwei schwarz-weiß-roten Reichsflaggen gefunden.
Im Fennpfuhl wurden auf einem Mülleimer zwei weitere aus einem bekannten Neonaziversand stammende Aufkleber gefunden und entfernt. Auf den Motiven war die Parole "Deutschland, Deutschland über alles" vor einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und die Parole "Antifa-freie Zone" mit einem durchgestrichenen Antifa-Logo, einem durchgestrichenen Punk und einer durchgestrichenen, symbolisierten nicht-binären Person, ebenfalls vor einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge zu sehen.
Am U-Bahnhof Oranienburger Tor im Ortsteil Mitte wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt.
Auf einer Fahrt mit einem Ridesharing-Dienst äußerte der Fahrer antisemitische Vernichtungsfantasien und befürwortete die Schoa.
In der Ratiborstraße wurde die Schmiererei „KILL ZIOS“ entdeckt. Im Wrangelkiez wurden zwei Schmierereien entdeckt, die mit schwarzem Edding geschrieben wurden. In der Oppelner Straße wurde "From the Mountains to the sea Palestine will be free" angebracht und in der Falckensteinstraße "Gaza is freeing".
Eine Frau beleidigte eine andere am Arbeitsplatz mit einer antiziganistischen Fremdbezeichnung.
Im Arthur-Müller-Weg wurden an zwei Verkehrsschildern insgesamt sechs Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Sie hatten rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte, andere richteten sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten.
Auf die Sitze an der Bushaltestelle "Ostpreußendamm Süd" wurden erneut Hakenkreuze geschmiert. Nachdem bereits gemeldete Schmierereien entfernt worden bzw. unkenntlich gemacht worden waren, wurden neue Hakenkreuz-Schmierereien entdeckt. Sie wurden der Polizei erneut zur Entfernung gemeldet.
An der Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber hatte einen rassistischen Inhalt, ein Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen und ein Aufkleber bildete die Reichsfarben ab. Alle Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Alten Hellersdorfer Straße wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Dieser forderte „Härtere Strafen für Kinderschänder“ (eine langjährige neonazistische Parole). In der Quedlinburger Straße am Nauener Ring wurde ein Aufkleber der „Jungen Nationalisten“ entfernt. Zudem wurde in der Zerbster Straße auf einem Mülleimer eine „DJV“-Schmiererei (Deutsche Jugend Voran) entdeckt und entfernt. An der Haltestelle Landsberger Chaussee/Zossener Straße wurde außerdem eine „NRJ Berlin“-Schmiererei (Nationalrevolutionäre Jugend) entfernt. An der Neuen Wuhle Höhe Zossener Straße war der neonazistische Zahlencode „88“ (für „Heil Hitler“) gesprüht, auch dieser wurde entfernt.
Auf der Schloßstraße wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Der Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen. Außerdem wurden Aufkleber des rechten Internet-Radios "Kontrafunk" gefunden. Alle Aufkleber wurden entfernt.
In der Straße Am Plänterwald wurde an einer Hauswand ein Hakenkreuz entdeckt.
Im Archibaldweg wurde auf einem Mülleimer direkt an der Treppe runter zur S-Bahn Nöldnerplatz ein queerfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Flutstr. und in der Spreestr. wurde jeweils ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie waren anti-muslimisch und anti-Schwarz motiviert und stammten beide aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck88".
Ein 44-Jähriger wurde gegen 17:00 Uhr von einem Unbekannten in der U1 Richtung Warschauer Straße rassistisch beleidigt und bespuckt. Der Täter wechselte an der Station Warschauer Straße von der U-Bahn in die S-Bahn. Zeugen verfolgten ihn, bis dieser am S-Bhf. Frankfurter Allee durch alarmierte Einsatzkräfte festgenommen werden konnte.
In der Hadlichstraße wurde gegenüber eines Supermarkts ein Aufkleber mit dem rassistischen Motiv „Defend Europe“ entdeckt und überklebt. Der Aufkleber war aus einem extrem rechten Onlineversandhandel.
Ein weißer Mann mit dem T-Shirt-Motiv "Ich scheiß auf Weltoffenheit, solange es keinen Weltfrieden gibt", beleidigte in der Siegfriedstraße eine Frau mit Hijab als F*** . Als eine Person mit Zivilcourage neben ihm gehend fragte, was er gerade gesagt habe, wurde der Täter auch gegenüber dieser Person direkt aggressiv und beschimpfte sie ebenfalls u.a. als F*** und drohte ihr Schläge an.
Gegen 10:20 Uhr beschimpfte ein älterer Mann mit Glatze und E-Roller eine POC, die neben dem Aufzug Reisende um Geld für Essen bat. Eine unbeteiligte Person forderte den Mann auf, die Beleidigungen zu unterlassen. Der Mann schrie die Person an und äußerte weitere Beleidigungen, wie z. B. "Versifftes Pack, wegen Euch gibt es solche Probleme überhaupt!". Er stieg dann später in die Ringbahn Richtung Ostkreuz.
In der Rother- und der Rudolfstraße wurden erneute Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entfernt. Sie trugen die Aufschrift "Eure Vielfalt tötet". Damit wurde auf eine Umkehr des Slogans "Rassismus tötet" angespielt.
Die Sticker stammen von einem extrem rechten Onlinehandel und sind Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.