Propaganda gegen politische Gegner*innen in Karow
In der Münchehagenstraße wurde eine Schmiererei gegen den Antifaschismus entdeckt. Die Schmiererei lautet „Scheiß Antifa“.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Münchehagenstraße wurde eine Schmiererei gegen den Antifaschismus entdeckt. Die Schmiererei lautet „Scheiß Antifa“.
Am Bahnhof Lichtenberg beleidigten zwei junge Männer im Vorbeigehen zwei Personen, die sich im Eingangsbereich des Bahnhofs aufhielten, unter anderem als „Penner“. Die zwei beleidigenden jungen Männer verhielten sich aggressiv und bedrohlich. Sie konnten durch ihr äußeres Erscheinungsbild der extrem rechten Szene zugeordnet werden.
Auf der Clayallee wurden mehrere Sticker aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Die Aufkleber richteten sich mit dem Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und der Darstellung verschiedener "linker" Symboliken gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. An der Ecke Clayallee und Propst-Süßmilch-Weg klebte neben einem dieser Sticker ein selbstgeschriebener Zettel mit dem Text: "Lyon. 'Die Linke' tötet." Damit wurde Bezug genommen auf den Tod eines französischen extrem rechten Aktivisten Anfang 2026.
Am Ausgang des S-Bahnhof Friedrichshagen wurden zwei antifeministische Aufkleber, die sich gegen gendersensible Sprache richteten, entdeckt und entfernt.
An einem Schild am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Anton-Saefkow-Platz wurde ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand "We hate Antifa".
Am Potsdamer Platz fand eine Friedensdemonstration mit etwa 100 Teilnehmenden statt. Teilnehmende zeigten ein Schild mit der Aufschrift "Es gab Zeiten, da wurde man wenigstens noch gefragt, ob Mann den totalen Krieg möchte". Das Schild zeigte dazu ein Bild von Joseph Goebbels. An der Kundgebung nahmen auch Personen aus dem Umfeld der Partei "Bürgerrechtsbewegung Solidarität" (BüSo) entdeckt. Die BüSo ist eine Politsekte, die teilweise antisemitische und extrem rechte Einstellungen vertritt.
An der Ostseite des Südkreuz wurde eine Schmiererei entdeckt die Zionisten und Nazis gleichstellt. Das ist NS-verharmlosend.
An einer Rutsche auf einem Spielplatz im Brombeerwinkel wurde eine "88" entdeckt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten zwei Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
An der Kreuzung Edisonstr./ Zeppelinstr. wurde der Schriftzug "FOTZENKINDER ANTIFA" entdeckt.
In einem Geschäft in der Blücherstraße sind in der Auslage mehrere politische Symbole mit Palästina-Bezug sichtbar (Palästina-Flaggen, Kufiys und weitere Gestaltungselemente). Im hinteren Geschäftsteil, von der Straße aus sichtbar, war ein Plakat mit arabischer Schrift angebracht, auf dem die Landesfläche Palästinas, einschließlich der Landesfläche Israels und des Westjordanlands, als eine zusammenhängende Landesfläche dargestellt wurde. Diese Darstellung spricht dem Staat Israel das Extistenzrecht ab.
Auf dem Alexanderplatz fand eine pro-iranische Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmenden statt. Ein Redner bezeichnete Israel als "Krebs" in der Region und delegitimierte Israel als "Apartheid".
In der Wustrower Straße Ecke Wartenberger Straße wurde ein aus einem Neonazi-Versand stammender Aufkleber gefunden und entfernt. Auf diesem stand die Parole "Antifa verbieten!".
Ein Behindertenverband erhielt eine beleidigende E-Mail, die sich in diffamierender Weise gegen ein sehr engagiertes Mitglied sowie Menschen mit Behinderungen allgemein richtete.
In den Straßen Helmholzstr., Otto-Krüger-Zeile, Mentelinstr., Tabbertstr. und Nalepastr. wurden insgesamt sieben Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt.
Rund um den U-Bahnhof Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Auf einem Briefkasten wurde zudem eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt und ebenfalls entfernt.
In der Jahnstraße / Ecke Hasenheide wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entfernt. In den Farben der Reichskriegsflagge war ein "deutsches" heterosexuelles Paar abgebildet und der Spruch in Frakturschrift "Ihr werdet uns nicht austauschen". Zudem verwies der Sticker auf den Webauftritt des extrem rechten Onlinehandels mit Internetadresse und QR-Code.
An der Bushaltestelle Pietschkerstr. wurde an der Scheibe des Wartehäuschens ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
Am Fenster eines Supermarktes in der Oberspreestr. wurden ein Hakenkreuz, Sig-Runen und der Zahlencode "88" entdeckt.
An der Kreuzung Fürstenwalder Damm/ Müggelseedamm wurde an einem Mülleimer ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heterosexuellen Familie, die sich mit einem schwarzen Regenschirm vor heruntertropfenden Regenbogenfarben der Regenbogenflagge schützt.
Vier Fans vom BFC Dynamo, einer davon mit einem Gürtel der neonazistischen Kleidermarke "Thor Steinar", sangen u.a. etwas von “Adolf Hitler Hooligans“ auf dem Tram-Gleis, der M5 Nähe des S-Bahnhofs Landsberger Allee.
An der Haltestelle Freienwalder Straße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit der Forderung "Remigration!" gefunden und unkenntlich gemacht.
An der Haltestelle Simon-Bolivar-Straße wurde ein rassistisches Aufklebermotiv der Neonazi-Kaderpartei "Der III. Weg" mit der Parole "Asylflut stoppen!" entdeckt und entfernt. Zudem ein rassistisches Aufklebermotiv aus einem Neonazi-Versand mit der Aufschrift "Flüchten Sie weiter! Hier gibt es nichts zu wohnen! Refugees not welcome!".
In der Nachbarschaft kam es in der Vergangenheit immer wieder zu rassistischen Pöbeleien. Nun fanden die Betroffenen zudem ein Hakenkreuz auf dem Briefkasten vor.
Drei offenbar der militanten Neonazipartei "Der III.Weg" zugehörige Aktivisten erschienen mit Schlauchtüchern der Partei gekleidet in einer Jugendfreizeiteinrichtung in Neu-Hohenschönhausen. Nach ungefähr 20 Minuten verließen die Neonazis die Einrichtung wieder.
Um 21:33 Uhr erhielt eine Mitarbeiterin, an die von ihr allein genutzte Handynummer vom Register Xhain, eine SMS mit beleidigendem Inhalt. Bereits im Vorfeld kam es mehrmals zu beleidigenden und bedrohlichen Nachrichten durch die Person. Es wurde erneut Anzeige erstattet.
Das Ende einer Rutsche im Bellevuepark wurde in den Farben Schwarz-Weiß-Rot angemalt.
In der Seelenbinderstr. wurden drei Aufkleber gegen politische Gegner*innen und ein antifeministischer Aufkleber gegen gendersensible Sprache entdeckt und entfernt.
In der Jahnstraße wurde ein Sticker entfernt, auf dem ein Foto der in Budapest inhaftierten Antifaschist*in Maja hinter Gittern und der Schriftzug "Rot in hell you scum!" (Verrotte in der Hölle, du Abschaum!) abgebildet war.
In der Bruno-Wille-Str. und an der Kreuzung Peetzseestr./ Falkenseestr. wurden insgesamt drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen, anderen enthielten rassistische Inhalte. Ein Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck88".
In der Ribnitzer Straße Ecke Am Berl wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden und unkenntlich gemacht. Auf dem rassistischen bzw. antimuslimischen Motiv war zu lesen: "Talahons abschieben!". Ebenfalls Am Berl klebte auf einem Verkehrsschild ein NS-verherrlichender Aufkleber, auf dem die nationalistische Parole "Deutschland, Deutschland über alles" auf einer schwarz-weiss-roten Reichsflagge abgebildet war.
Ebenfalls am Berl wurde ein in weißer Farbe auf einen Papiercontainer gesprühter neonazistischer Zahlencode in Form einer "1161" entdeckt.
Am Prerower Platz, Ecke Wustrower Straße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Parole "We hate Antifa" entdeckt und entfernt.
Am Hechtgraben hinter der Fritz Reuter Oberschule in Neu-Hohenschönhausen wurde zudem ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Deutschland verteidigen! Grimbart Studio" gefunden und unkenntlich gemacht. Das "Grimbart Studio" ist ideologisch der extrem rechten "Identitären Bewegung" zuzuordnen. Zudem wurde das extrem rechte "Tilda"-Motiv von "Nette Aufkleber" mit der Aufschrift "Kräuterschnäpse, statt linker Hetze!" entdeckt und entfernt.
Auf dem Vorplatz des S-Bahnhofes Wartenberg wurde auch noch ein Aufkleber der Neonazi-Parte "Die Heimat" mit dem rassistischen Slogan "White Lives Matter" gemeldet und entfernt.
Am Vormittag wurde ein Jugendlicher, der mit anderen Jugendlichen aus einem Supermarkt an der Kreuzung Ottomar-Geschke-Str./ Oberspreestr. kam, von einem Mann aus einer Gruppe heraus beleidigt. Dieser Mann brüllte dem Jugendlichen "Homo" hinterher.
Am Leihpunkt in der Friedenstraße wurde auf einem Infomationsschild ein Regenbogenherz zugeklebt. Das Regenbogenherz ist ein fester Bestandteil des Logos vom Träger des Leihpunkts. Nur unter großen Mühen konnte beim Entfernen eine Beschädigung des Schildes verhindert werden.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Manetstraße wurde ein Aufkleber der Neonazi-Kaderpartei "Der Dritte Weg" mit dem rassistischen Motiv "Asylflut stoppen!" gefunden und entfernt. Zudem wurde dort auch ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge in Kombination mit einer "Schwarzen Sonne" gemeldet und entfernt.
In der Prierosser Straße, im Margheritenring, im Kornblumenring und in der näheren Umgebung wurden diverse Keltenkreuze und Odalrunen gesprüht. Außerdem wurde mehrfach die Kürzel "JN" ("Junge Nationalisten") und "NSF" ("Nationalsozialistische Front") gesichtet. Eine Schmiererei, die "Ausländer raus" forderte, wurde bereits übermalt.
Im Landschaftpark Johannisthal schrie am Abend eine Gruppe Jugendlicher "Sieg Heil!".
An einem Glasmüllcontainer wurde der Schriftzug "Ausländer raus" und ein Keltenkreuz gesichtet und teilweise übersprüht.
Daneben war außerdem die Schmiererei "FCK ZIO NZS" ("Fuck Zionisten-Nazis") angebracht. Hierbei handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus. Die Bezeichnung wird häufig als Code für Juden*Jüdinnen verwendet
In der Kleingartenanlage „Märkische Aue“ in Friedrichsfelde wurde eine gehisste Reichsflagge in schwarz-weiß-rot gemeldet.
An einem Laternenpfahl in der Wedellstraße in Lankwitz wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
In der Grenadierstraße, in der Nähe der S-Bahn-Station Stresow, wurde erneut ein Aufkleber der extrem rechten „Identitären Bewegung“ mit der Aufschrift „Heimat, Freiheit, Tradition“ entdeckt. Der Aufkleber wurde dieses Mal an einer anderen Stelle angebracht.
Am S-Bahnhof Westhafen wurde der Schriftzug "Fuck IsraHell" entdeckt.
Am Clara-Zetkin-Platz wurden mehrere extrem rechte Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel gefunden und entfernt. Sie richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und enthielten rassistische Slogans. Ein Aufkleber titelte "Kommunismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen", ein weiterer "Support your local Anti-Antifa" und enthielt u.a. ein durchgestrichenes Logo der "Black Lives Matter"-Bewegung. Ein weiterer Aufkleber trug den Slogan "Make Germany White Again".
Im Mollnerweg in Buckow wurde ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
Aus einer gastronomischen Einrichtung in Neu-Hohenschönhausen wurden wiederholte Vorfälle von Rassismus und Sexismus gemeldet. Ein Gast konnte mehrfach beobachten, wie Mitarbeitende aufgrund ihrer (wahrgenommenen) Migrationsgeschichte diskriminiert wurden:
Es kam u.a. zu verbalen Angriffe durch Kund*innen, indem sich ältere weibliche Gäste wiederholt lautstark abfällig äußerten und das Personal mit Migrationsgeschichte verbal beschimpften.
Männliche Gäste unterschiedlichen Alters machten zudem wiederholt anzügliche und sexistische Bemerkungen, die explizit mit der nichtdeutschen Herkunft der Mitarbeiter*innen verknüpft waren.
In Gesprächen an den Tischen wurden in einer Lautstärke, die für andere Gäste und das Personal deutlich hörbar war, erniedrigende und rassistische Weltanschauungen geteilt.
Als besonders problematisch wurde auch die fehlende Intervention empfunden. Es war zu keinem Zeitpunkt erkennbar, dass die Ladenbetreibenden oder andere Teammitglieder schützend eingriffen, Statements gegen dieses Verhalten abgaben oder den betroffenen Kolleg*innen Hilfestellung leisteten. Die Diskriminierung wurde somit im Raum stehen gelassen und normalisiert.
An der Kreuzung Borgmannstr./ Parrisiusstr. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Vor einer Schule in Alt-Hohenschönhausen wurde direkt vor dem Schultor am Straßengeländer ein rassistischer Aufkleber, der sich gegen Migrant*innen richtete, gefunden. Auf dem Motiv stand "One nation, one people, stop immigration! Defend europe" (Ein Volk, eine Nation, Einwanderung stoppen! Europa verteidigen) .
Einer muslimisch gelesenen Frau wurde am Nachmittag in einem Bus der Buslinie 200 Richtung "Zoologischer Garten" an der Haltestelle "Philharmonie" der Ausstieg an der vorderen Tür verweigert, während an früheren Haltestellen andere, deutsch gelesene Fahrgäste problemlos auch an der vorderen Tür hatten aussteigen können.
An der Kreuzung Ernst-Ruska-Ufer/ Hermann-Dorner- Allee wurden an einer Bank zwei Aufkleber der "Schwarz-weiß-roten Jugend" entdeckt und entfernt.
Am Zugang Lindenweg wurden mehrere Bäume mit Hakenkreuzen in hellroter Farbe besprüht.
Auf einem Spielplatz zwischen Ottomar-Geschke-Str. und Färberstr. wurde ein Hakenkreuz, Sig-Runen und eine "88" entdeckt.
In einem Gymnasium im Ortsteil wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.