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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechte Sticker in Friedenau

    11.09.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    In der Odenwaldstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber gefunden, die von einem extrem rechten Influencer angebracht worden waren und sich gegen politische Gegner richteten; darunter befanden sich ein Aufkleber mit der deutschen Fahne und der Aufschrift „Hier wurde linker Müll überklebt“ mit einem Wehrmachtssoldaten, der eine „Pssst“-Geste macht, und ein FCK-ANTIFA-Aufkleber („Fuck Antifa“, „Fickt die Antifa“).

    Zudem wurde in der unmittelbaren Nähe ein Aufkleber der "AfD" mit der Aufschrift „Deutschland. Aber normal“ gefunden.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Hakenkreuze und Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    11.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einer Hauswand in der Rhinstraße wurden mindestens sechs Hakenkreuze gemeldet.

    In der Rhinstraße wurde zudem neben einem Autohändler ein Neonazi-Aufkleber mit der Aufschrift "Gott mit uns" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge gefunden und unkenntlich gemacht.

    In der Gotlindestraße wurde zudem ein Neonazi-Aufkleber in Form einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge entdeckt und entfernt.

    Am Eingangsbereich des Zentralfriedhofes wurde zudem ein "Fck Antifa"-Schriftzug gemeldet und unkenntlich gemacht. Daneben wurden außerdem drei orangene "AfD" Schriftzüge gesehen. Auch diese wurden unkenntlich gemacht.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Infostand mit rassistischen Inhalten in Charlottenburg

    11.09.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" verteilte am Klausnerplatz Flyer und Zeitungen. Es wurde unter anderem die Ausgabe des Blauen Boten "Berlin. Stark. Machen" verteilt.

    In dieser Ausgabe werden neben anderen Themen deutsche „Messertatverdächtige“ in Berlin thematisiert. Es wird suggeriert, dass häufige Vornamen von Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Messertaten „Mohammed“ und „Ali“ seien. Diese werden zudem als „neue Deutsche“ bezeichnet, welche in Zeiten von angeblichen „Rekordeinbürgerungen“ deutsche Staatsbürger*innen geworden seien.

    Die Behauptung, Tatverdächtige im Zusammenhang mit Messerdelikten trügen hauptsächlich muslimisch/arabisch konnotierte Namen, kann als rassistisch gewertet werden, da sie ein pauschales Vorurteil gegenüber dieser Personengruppe aufgreift und (re-)produziert. Die Verbindung der Vornamen „Mohammed“ und „Ali“ mit „neuen Deutschen“ kann ebenfalls als rassistisch interpretiert werden, weil die Namen hier als Marker für eine vermeintlich migrantische bzw. muslimische Herkunft verwendet werden und dadurch zwischen „eigentlichen“ Deutschen und „neuen Deutschen“ unterschieden wird. Dadurch entsteht ein Othering, bei dem Menschen aufgrund eines als nicht-deutsch gelesenen Namens als anders bzw. weniger selbstverständlich zugehörig zu Deutschland dargestellt werden.

    Einzelne Passant*innen äußerten sich kritisch gegenüber der Aktion.

    Quelle: Register CW
  • Neonazistische Zahlencodes in Köpenick-Nord

    11.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An den Kreuzungen Mahlsdorfer Str./ Hoernlestr. und Mahlsdorfer Str./ Kaulsdorfer Str. wurde jeweils an einem Stromkasten der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistische Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    11.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf zwei extrem rechten und rassistischen Aufkleber, die am Rosenfelder Ring in Lichtenberg-Mitte gefunden und entfernt wurde, standen folgende Aussagen:

    „Was die Links-Partei noch fordert:“

    ​Aufgelistete Aussagen:

    ​„Unbegrenzte Zuwanderung aus Marokko/Nordafrika“

    ​„Keine weiteren Abschiebungen mehr“

    ​„Roma - Geschichte als Pflichtinhalt in der Schule“

    ​„Wahlrecht für alle Ausländer“

    ​„Ramallah (Gaza) soll Partnerstadt von Berlin werden“

    ​„Polizei entwaffnen und ANTIFA aufrüsten“

    ​Der Aufkleber nutzt mitunter Falschbehauptungen und Verzerrungen, um Vorurteile gegenüber Migrant*innen, Nordafrikaner*innen und der Minderheit der Sint*izze und Rom*nja zu schüren sowie Ängste in der Bevölkerung zu bedienen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Beleidigung in der S-Bahn in Mitte

    11.09.2026 Bezirk: Mitte

    In einer S-Bahn in Nähe des Alexanderplatzes beleidigte ein Mann mit einem Hakenkreuz am Oberarm eine Frau mit einem Kind im Kinderwagen rassistisch. Eine Mitfahrende schritt couragiert zugunsten der Betroffenen ein und rief telefonisch die Polizei.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische, extrem rechte Propaganda an einer Bushaltestelle in Mariendorf

    11.09.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle „Nahmitzer Damm/Marienfelde Allee“ wurde ein rassistischer Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels mit der Aufschrift "Schweigen heißt zustimmen, Dein Land! Hol es dir zurück!" auf dem Fahrplan gefunden. Daneben, auf dem Mülleimer, befand sich ein Hakenkreuz und auf dem Fahrplan neben dem Aufkleber war zudem ein "AfD"-Graffiti zu sehen.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Rassistischer Sticker in der Rotherstraße entfernt

    11.09.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In der Rotherstraße wurde von einem Fallrohr ein rassistischer Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entfernt. Abgebildet war ein Schaf und der Slogan "Sommer Sonne Remigration" und "Millionenfache Remigration".

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Russische Bedrohung von LGBTIQ*-Verein in Mitte

    11.09.2026 Bezirk: Mitte

    Russische Behörden den Berliner LGBTIQ*-Verein Quarteera, der queere Mirgant*innen aus dem postsowietischen Raum und aus Osteuropa unterstützt und seinen Sitz in Berlin-Mitte hat, als „unerwünschte Organisation“ eingestuft. Laut Quarteera richtet sich die Einstufung nicht nur gegen ihre Organisation, sondern auch gegen Personen, die sich nach Ansicht der russischen Behörden an deren Aktivitäten beteiligen. Deshalb könne die Entscheidung, obwohl sie in Russland getroffen wurde, „reale Risiken von administrativen Verfahren, Geld- oder sogar Haftstrafen für Mitglieder unserer Gemeinschaft sowie für Partner, Aktivist*innen und andere Personen mit sich bringen, zu denen wir berufliche und zivilgesellschaftliche Beziehungen unterhalten." Dies betreffe insbesondere Personen, die sich in Russland aufhalten, eine Reise dorthin planen oder die russische Staatsangehörigkeit besitzen. Solche behördlichen Einstufungen sind Teil der systematischen Einschüchterungs- und Bedrohungskampagnen gegen queere Vereine; Personen und die Zivilgesellschaft auch im Ausland seitens der russischen Behörden.

    Quelle: Quarteera e.V., Siegessäule vom 25.9.2026
  • Sachbeschädigung an Wahlplakaten in Schmöckwitz

    11.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Nacht wurden sieben Plakate der Linken in Alt-Schmöckwitz entfernt. Dabei wurden alle dort befindlichen Plakate der Partei entfernt. Bereits am Vortag kam es zu einer Sachbeschädigung am Auto einer Wahlhelferin.

    Quelle: Die Linke Treptow-Köpenick
  • Aufkleber gegen Antifaschismus in Karlshorst

    10.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Wallensteinstraße Ecke Ilsenstraße wurde ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "We hate Antifa" gefunden.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Friedrichshagen

    10.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Wupatzseestr. und in der Bruno-Wille-Str. wurden insgesamt drei extrem rechte Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Oberschöneweide

    10.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Ostendstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der die sog. "Active Clubs" bewarb. Diese Clubs gehören in das Spektrum des militanten Neonazismus.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow

    10.09.2026 Bezirk: Pankow

    Am S-Bahnhof Pankow wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber in Johannisthal

    10.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Entlang des Sterndamms zwischen Waldstr. und Winckelmannstr. wurden mindestens vier LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Neonazi-Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    10.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf dem Anton-Saefkow-Platz wurde ein Aufkleber aus einem bekannten Neonazi-Versand gemeldet und entfernt. Auf dem gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichteten Motiv stand "Fuck communism" und "Fuck Antifa". Zudem war darauf eine "Schwarze Sonne" und Werbung für den Versand zu sehen.

    In der Rhinstraße wurde zudem ein Neonazi-Aufkleber mit der Parole "Deutschland, Deutschland über alles" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge gemeldet und entfernt.

    Auch in der Ruschestraße Ecke Bornitzstraße wurden auf einem Stromkasten bzw. auf einer Ampel zwei Neonazi-Aufkleber mit NS-verherrlichenden Motiven gefunden. Auf dem einen war eine Reichsflagge und ein Reichsadler in Kombination mit der Parole "Deutschland meine Heimat" zu sehen, auf dem anderen eine Reichsflagge in Kombination mit dem Slogan "Souveränität gibt es nur in diesen Farben" (also in schwarz-weiß-rot). Zudem wurde eine Internetseite beworben.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    10.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Massower Straße wurden vor einem Supermarkt zwei Aufkleber der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war der rassistische Slogan "Remigration rettet Leben" in Kombination mit der Internetadresse der Kampagne zu sehen.

    Auf einem extrem rechten und rassistischen Aufkleber, der in der Skandinavischen Straße in Lichtenberg-Mitte gemeldet und entfernt wurde, standen folgende Aussagen:

    „Was die Links-Partei noch fordert:“

    ​Aufgelistete Aussagen:

    ​„Unbegrenzte Zuwanderung aus Marokko/Nordafrika“

    ​„Keine weiteren Abschiebungen mehr“

    ​„Roma - Geschichte als Pflichtinhalt in der Schule“

    ​„Wahlrecht für alle Ausländer“

    ​„Ramallah (Gaza) soll Partnerstadt von Berlin werden“

    ​„Polizei entwaffnen und ANTIFA aufrüsten“

    ​Der Aufkleber nutzt mitunter Falschbehauptungen und Verzerrungen, um Vorurteile gegenüber Migrant*innen, Nordafrikaner*innen und der Minderheit der Sint*izze und Rom*nja zu schüren sowie Ängste in der Bevölkerung zu bedienen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Sachbeschädigung an einem Auto in Schmöckwitz

    10.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine Wahlhelferin der Linken parkte ihr Auto mit sichtbaren Plakaten der Linken in Schmöckwitz. Als sie nach einiger Zeit wieder kam, war an allen vier Reifen die Luft abgelassen.

    Quelle: Die Linke Treptow-Köpenick
  • Wolfsangel in der Kreutzigerstraße

    10.09.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Im Durchgang von der Frankfurter Allee zur Kreutzigerstraße wurde eine Wolfsangel geschmiert.
    Zudem befand sich an einem Hauseingang in der Proskauer Straße eine mit kleinen Häkchen an den Enden angebrachte Wolfsangel. Die kleinen Häkchen sollen scheinbar verhindern, dass das Symbol eindeutig erkannt und zugeordnet werden kann. Diese Art Schmierereien treten seit Monaten im Gebiet vermehrt auf.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • "Der III. Weg" - Aufkleber in Weißensee

    09.09.2026 Bezirk: Pankow

    Auf der Prenzlauer Promenade wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten Partei"Der III. Weg" bzw. ihrer Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") entdeckt. Auf den Motiven stand die Parole "Sport frei".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber in Johannisthal

    09.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Lindhorstweg wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heteronormativen Kleinfamilie, die sich mit einem Regenschirm vor einer Pride Flag "schützt". Im Regenschirm war ein christliches Kreuz abgebildet.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistische Schmiererei auf einem Wahlplakat in Friedenau

    09.09.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Auf einem Wahlplakat vom Kandidat Orkan Özdemir am Breslauer Platz wurde ein rassistisches Graffiti entdeckt und entfernt.

    Zudem wurden an der Hauptstraße 70 Graffiti in derselben Schriftart entdeckt, die den gegen politische Gegner gerichteten Slogan „Kill Antifa“ trugen, und diese wurden ebenfalls entfernt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Rassistische Schmierereien in Weißensee

    09.09.2026 Bezirk: Pankow

    An einer Hauswand in der Streustraße wurden mehrfach großflächige Schmierereien mit der Aufschrift „124“ entdeckt. Die Zahl wird in der extrem rechten Szene als Bezug auf die Parole „Ausländerbefreites Deutschland“ verwendet. Die Schmierereien wurden mehrfach nebeneinander an die Hauswand gesprüht.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Verteilaktion von Propaganda mit rassistischen Inhalten in Charlottenburg

    09.09.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" verteilte erneut am U-Bahnhof Adenauerstraße Flyer und Zeitungen. Es wurde unter anderem die Ausgabe des Blauen Boten "Berlin. Stark. Machen" verteilt.

    In dieser Ausgabe werden neben anderen Themen deutsche „Messertatverdächtige“ in Berlin thematisiert. Es wird suggeriert, dass häufige Vornamen von Tatverdächtigen im Zusammenhang mit Messertaten „Mohammed“ und „Ali“ seien. Diese werden zudem als „neue Deutsche“ bezeichnet, welche in Zeiten von „Rekordeinbürgerungen“ deutsche Staatsbürger*innen geworden seien.

    Die Behauptung, Tatverdächtige im Zusammenhang mit Messerdelikten trügen hauptsächlich muslimisch/arabisch konnotierte Namen kann als rassistisch gewertet werden, da sie ein pauschales Vorurteil gegenüber dieser Personengruppe aufgreift und (re-)produziert. Die Verbindung der Vornamen „Mohammed“ und „Ali“ mit „neuen Deutschen“ kann ebenfalls als rassistisch interpretiert werden, weil die Namen hier als Marker für eine vermeintlich migrantische bzw. muslimische Herkunft verwendet werden und dadurch zwischen „eigentlichen“ Deutschen und „neuen Deutschen“ unterschieden wird. Dadurch entsteht ein Othering, bei dem Menschen aufgrund eines als nicht-deutsch gelesenen Namens als anders bzw. weniger selbstverständlich zugehörig zu Deutschland dargestellt werden.

    Einzelne Passant*innen äußerten sich kritisch gegenüber der Aktion.

    Quelle: Register CW via x und Instagram
  • Antisemitische Beleidigungen im Fußballverein

    08.09.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Bei einem in Charlottenburg-Wilmersdorf ansässigen Fußballverein kam es zu antisemitischen Nachrichten im Zuge eines Konflikts zwischen Jugendabteilung und des jüdischen Vorstandvorsitzenden. In einem offenen Brief berichtet der Vorsitzende von Äußerungen, wie „Israel-Schweine“ oder „für Juden spielen wir nicht“.

    Das Vorfallsdatum entspricht dem Veröffentlichungsdatum des offenen Briefs.

    Quelle: Register CW
  • Antisemitische, verschörungsideologische Äußerungen an der Falckensteinstraße

    08.09.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Ein Mann saß gegen 10:50 Uhr an einer Straßenkreuzung in der Falckensteinstraße und äußerte in englicher Sprache laut antisemitische Verschwörungsideologien, u. a. "Die Juden kontrollieren alles" und dass "das Geld zu den Juden fließe". Eine Passantin rief ihm auf deutsch zu, dass das nicht geht und er so nicht über Juden reden könne, woraufhin der Mann nur freundlich lachte. Mit den Äußerungen bediente der Mann extrem rechte, antisemitische Verschwörungserzählungen.

    Quelle: Berliner Register
  • Mehrere Wolfsangeln südlich der Frankfurter Allee geschmiert

    08.09.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Geschmierte Wolfsangeln wurden gleich an mehreren Stellen entdeckt. In weißer Farbe auf dem Boden Wühlisch-/ Ecke Gärtnerstraße, auf einer Fensterbank in der Krossener Straße und in roter Farbe auf einer Bank an der Grünfläche Frankfurter Allee/ Gürtelstraße.

    Weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich sehende, Zeichen in weißer Farbe, mit einem kleinen Häckchen an einem Ende des Zeichens, wurden am Ostkreuz Ausgang Sonntagstraße und an einer Ladestation für E-Autos, sowie einen Hauseingang in der Seumestraße angebracht.

    Das Graffiti reiht sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Queerfeindlicher Angriff im Berliner Regenbogenkiez

    08.09.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Im Schöneberger Regenbogenkiez hat es einen queerfeindlichen Angriff gegeben. Wie die Polizei mitteilte, soll eine erkennbar der LSBTIQ+-Community angehörende Person auf dem Gehweg der Motzstraße aufgehalten haben, als sich zwei Unbekannte auf einem E-Scooter näherten.

    Sie sollen die 38-jährige Person daraufhin geschlagen haben. Diese erlitt Gesichtsverletzungen, lehnte eine medizinische Versorgung jedoch ab.

    Quelle: Tagesspiegel und Polizeimeldung
  • Rassistischer Angriff in Westend

    08.09.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Vor einer roten Ampel am Theodor-Heuss-Platz musste eine Frau verkehrsbedingt nach einem Spurwechsel teils auf der linken Spur halten. Eine 52-jährige Fahrerin eines dahinter befindlichen Autos ist daraufhin dicht aufgefahren und hat mehrmals gehupt. An der Ampel stieg sie aus, trat an das geöffnete Fenster der anderen Frau, schlug ihr unmittelbar ins Gesicht und beleidigte sie währenddessen rassistisch.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1289 vom 01.10.2026
  • Rassistischer Aufkleber in Friedrichshagen

    08.09.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Müggelseedamm/ Fürstenwalder Damm wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war die Forderung nach einer sog. "Remigration" sowie die NS-Losung "Blut und Boden - Treu bis in den Tod" enthalten.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Sticker in Reinickendorf-Ost

    08.09.2026 Bezirk: Reinickendorf

    In der Letteallee wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Online-Versandshop mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" unkenntlich gemacht.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Wolfsangel am Dong Xuan Center in Lichtenberg-Nord

    08.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einer Außenwand des Dong Xuan Centers und an der Tramhaltestelle Loeperplatz wurde jeweils eine Wolfsangel-Schmiererei in weißer Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld gefunden. Die Wolfsangel wurde über einen Schriftzug gesprüht, der zu einem Schüler*innenstreik am 25.9.2026 aufrief.

    Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.

    Die Graffitis reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Anti-Schwarze rassistische Beleidigung in Altstadt

    07.09.2026 Bezirk: Spandau

    In der Altstadt Spandau kam es zu einer anti-schwarz rassistischen Beleidigung. In der Mönchstraße wurde eine junge, Schwarze Frau von einem jungen, weißen Mann mit dem N-Wort beschimpft.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Schmierereien in Wilmersdorf

    07.09.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Berliner Straße in Wilmersdorf wurden an verschiedenen Laternenphälen israelbezogene antisemitische Schmierereien entdeckt. Unter anderem stand dort "Stop Gaza Holocaust" und "Fuck ZIOs". Die Bezeichnungen "Zionism", "Zionisten" oder "Zios" werden häufig als Code für das Juden*Jüdinnen und das Judentum verwendet. Es handelt sich um eine Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll. Zudem ist die Gleichsetzung der Gewalt im Gaza-Streifen mit dem Holocaust als Verharmlosung der Verbrechen des Nationalsozialismus zu bewerten.

    Quelle: Berliner Register via Instagram
  • Aufkleber gegen Antifaschismus in Neu-Hohenschönhausen

    07.09.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Prerower Platz wurden zwei gegen Antifaschismus gerichtete Aufkleber mit der Aufschrift "Fck Antifa" gefunden und entfernt.

    Auf der Falkenberger Chaussee, in der Nähe der Tramhaltestelle Welsestraße, wurde zudem ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand "Good night left side" in Kombination mit zwei Reichsflaggen in schwarz-weiß-rot.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
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