Extrem rechter Aufkleber in Friedrichshagen
Am Eingang des Goldmannpark wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Der Aufkleber bildete u.a. einen Wehrmachtssoldaten ab.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Eingang des Goldmannpark wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Der Aufkleber bildete u.a. einen Wehrmachtssoldaten ab.
In der Behmstraße wurde ein Hakenkreuz an einem Verkehrsschild entdeckt und überklebt.
In der Nacht kam es zu einem homofeindlichen Angriff in der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die drei Betroffenen wurden erst von zwei unbekannten Personen homofeindlich beleidigt und dann mit Reizgas besprüht. Die Angreifenden ergriffen danach die Flucht.
Auf dem Nachbarschaftsportal "nebenan.de" kam es im Zuge eines Posts, zu einer Schließung eines Restaurants in Charlottenburg, zu einer schwulenfeindlichen Beleidigung. Als ein Nutzer die Schließung bedauernd kommentierte und meinte, dass er dort immer gern mit seinem Freund essen war, beleidigte ihn ein anderer mehrfach schwulenfeindlich.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick/ Besuchereingang in der Salvador-Allende-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Briefkasten im Baumschulenweg wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten, entdeckt und entfernt. Auf einem der Aufkleber wurden diese und in einem zusätzlichen Schriftzug entmenschlichend als "Zecken" bezeichnet. Außerdem richtete sich einer der Aufkleber gegen queere Menschen.
In der Karower Chaussee wurde ein Aufkleber entdeckt, auf dem die Reichskriegsflagge sowie eine vermummte Person zu sehen sind, die den „White-Power“-Gruß zeigt. Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ausdruck einer demokratiefeindlichen Gesinnung.
Am Eingang der Kleinen Schwimmhalle in der Wuhlheide wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
An einem Stromkasten in der Mahlsdorfer Str. Nähe Wongrowitzer Steig wurde der Schriftzug "Links/Grün Fotzen" entdeckt.
Auf der Köpenicker Chaussee wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.
An einem Bauzaun am Nöldnerplatz wurde zudem ein trans-feindlicher Aufkleber gefunden und entfernt.
Auf zwei Stickern einer extrem rechten Kampagne wurde die Freilassung von vier verurteilten extrem rechten Straftäter*innen gefordert. Die Sticker wurden an der Warschauer Brücke angebracht.
An einen Mülleimer an der Andreasstraße Ecke Am Ostbahnhof wurde ein Hakenkreuz gemalt.
Als ein Handwerker bei einem Einsatz in Charlottenburg-Nord in der Wohnung einer Frau arbeitete, beleidigte diese ihn zunächst mehrfach rassistisch. Als er daraufhin die Wohnung verlassen wollte, sperrte die Frau ihn ein und bedrohte ihn mit einem Reizstoffsprühgerät. Erst als der Chef des Handwerkers der Frau mit der Polizei gedroht hatte, ließ sie ihn frei. Später äußerte sie sich im Beisein der Polizei abermals mehrfach rassistisch gegenüber dem Handwerker.
An der Nachtbushaltestelle wurde ein Mann von einem anderen Mann homofeindlich beleidigt und dann gegen den Kopf geschlagen.
In der Dorotheenstraße in Mitte schrie ein Mann zwei vor der Humboldt-Uni sitzende queere Studenten an und beleidigte sie LGBTIQ*-feindlich. Unter anderem behauptete er, dass sie "dumme Tunten" und "Stricher" seien und "einen reichen Mann suchen" würden.
In der Radickestr. wurden fünf rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Am Rudolfplatz wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker stand auf schwarz, rot, goldenen Hintergrundfarben "MAKE GERMANY GREAT AGAIN".
Rund um den Boxhagener Platz, zwischen Warschauer Straße und Ostkreuz wurde mehrfach das verbotene NS-Symbol "Wolfsangel" in den Farben schwarz, rot und weiß geschmiert
An der Bushaltestelle Hopfenweg in Rudow wurden vier anti-antifaschistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war sehr klein folgendes Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'". Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
Auf einem Grünanlagen-Schild am Westeingang zu dem Sommerbad Staaken-West wurde eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass die Schmiererei unkenntlich gemacht wurde.
Auf einer Baustellenbake in der Nähe der Massantebrücke in Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti-antifaschistische Aktion) gesichtet und unkenntlich gemacht.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde auf einem Snackautomaten am S-Bahnsteig eine in schwarzer Farbe geschmierte, NS-verharmlosende Schmiererei gemeldet. Dort stand "Adolf Hitler war ein Hooligan".
In der Schloßstraße Charlottenburg wurde an zwei Mülleimern die rassistische Forderung "Remigration" geschmiert.
Zwei trans Personen, 17- und 19-jährig, wurden am späten Abend am Alexanderplatz von drei Tätern im Alter von 16, 19 und 21 Jahren über den Alexanderplatz verfolgt und mehrfach LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Im weiteren Verlauf spuckte der 16-jährige Tatverdächtige der 17-jährigen Person mehrfach ins Gesicht und warf eine Flasche nach ihr, die sie am Oberkörper traf. Anschließend warf derselbe Täter zwei große Bierflaschen in Richtung der 19-jährigen Person.
Am S-Bahnhof Hackescher Markt wurde eine Frau von einem Mann antimuslimisch-rassistisch und sexistisch beleidigt.
In einem Supermarkt in der Laubacher Straße in Wilmersdorf wurde eine Person rassistisch u. a. mit dem "N-Wort" beleidigt.
Die Namensmauer am Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Spandaus wurde mit einem Penis-Graffiti beschmiert. Der Vorfall wurde angezeigt. Das Graffiti wurde entfernt.
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Neumannstraße wurde eine antisemitische Sprüherei an einer Hauswand entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Hexenspielsplatz in Schöneberg-Nord wurde ein Auto mit Reichsflagge & eisernen Kreuzen gesehen.
In der Nähe der Bushaltestelle S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
Ein Mann wurde in Wedding bei einem fingierten Date von drei Männern geschlagen, ausgeraubt und LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Der Betroffene hatte sich zuvor über eine Dating-App mit einer Person verabredet. Es erschienen jedoch insgesamt drei Männer, die ihn über drei Stunden festhielten, schlugen, beleidigten, ihm Geld raubten und ihn dazu zwingen wollten, Geld abzuheben oder zu überweisen.
In der Wartiner Straße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem NS-verherrlichenden Motiv war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot und die Parole "Make germany great again" abgebildet. Auf dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Motiv befand sich der Slogan "Antifa-freie Zone" ebenfalls in Kombination mit einer Reichsflagge. Zudem waren auf dem Motiv ein durchgestrichenes Antifa-Logo, ein durchgestrichener Punk und eine durchgestrichene trans Person zu sehen.
In der Ribnitzer Straße wurde zudem erneut ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
In der Warnitzer Straße wurden auf den Fensterscheiben eines interkulturellen Nachbarschaftsprojektes mehrere extrem rechte Aufkleber u.a. mit dem rassistischen Motiv "Abschieben schafft Sicherheit - Kriminelle Ausländer raus" und ein Aufkleber mit Deutschlandfahne in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt.
In der Vincent-van-Gogh-Straße im Welsekiez wurde zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK 161" gemeldet.
Am Roedeliusplatz wurden Hakenkreuzschmierereien auf zwei Bänken neben der dort befindlichen koptischen Kirche gemeldet.
Auf der Frankfurter Allee, Höhe Eingang Stasi-Gelände, wurde auf einem Blumenkübel ein in roter Farbe aufgesprühter "Skins"-Schriftzug festgestellt. Hierbei wurden NS-verherrlichende Sigrunen verwendet.
Im Stadtpark Lichtenberg wurden zudem insgesamt vier Neonaziaufkleber gemeldet und entfernt. Auf einem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv stand "Ich hasse Zecken bis aufs Blut".
In Alt-Kladow am Ritterfelddamm wurde ein Graffiti mit der Aufschrift „Wir denken an die Gefallenen der Wehrmacht” gesichtet. Die Wehrmacht war die Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reichs von 1935 bis 1945. Das Graffiti wurde auf einen Stromkasten geschmiert und über bunte Street-Art-Werke von Schüler*innen einer Grundschule in Kladow.
Der Görlitzer Park war aufgrund des schönen Wetters gut besucht. Eine einzelne Schwarze Person saß auf einer Bank nahe dem Kinderbauernhof. Es war die einzige anwesende Schwarze Person in der Parkumgebung. Eine Gruppe von sieben Polizist*innen trat an die Person heran und durchsuchte sie ohne Anlass. Keine weitere Person wurde angesprochen oder kontrolliert.
In der Ernst-Augustin-Str. und am S-Bahnhof Adlershof wurden jeweils ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Radickestr. wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Buschkrug im Ortsteil Britz wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Es handelte sich um einen Aufkleber mit der Aufschrift „Neuer Deutscher Standard“, der ein weißes, heterosexuelles Familienbild propagiert.
Zudem wurden auf den Sitzgelegenheiten des Haltestellenhäuschens rassistische Schmierereien (K-Wort) gesichtet.
Zwischen dem Bahnhof Rudow und der Zittauer Straße sind extrem rechte Aufkleber und Schmierereien gesichtet und entfernt worden. Neben einem Hakenkreuz an einem Laternenmast, wurde ein Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift „Remigration schützt Frauen“ entdeckt und entfernt. Die Botschaft suggeriert, dass Migrant*innen eine besondere Gefahr für Frauen darstellen würden.
An einer Imbissbude in der Ribnitzer Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
Im Briefkasten eines sozialen Trägers in der Ahrenshooper Straße wurde zudem ein mehrseitiger, professionell gedruckter Flyer aufgefunden, der das investigative Medienhaus Correctiv diffamiert, es der Lüge und Desinformation bezichtigt und eine angebliche gesteuerte Verflechtung zwischen Correctiv, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Alt-Bundeskanzler Olaf Scholz konstruiert.
Der Flyer greift die Correctiv-Recherchen zum Potsdamer "Geheimtreffen" von Ende 2023/Anfang 2024 an, bei dem über den Plan einer massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte ("Remigration") gesprochen wurde. Die Recherchen hatten eine große Protestwelle ausgelöst.
Der Flyer kann einem extrem Rechten sowie rechtspopulistischen bis völkischen Spektrum zugeordnet werden und dient neben der Desinformation auch der Mobilisierung und der finanziellen Unterstützung der eigenen Plattform (integriertes Bestell- und Spendenformular).
In einer Grundschule im Ortsteil wurden drei Hakenkreuze an der Wand eines Besprechungsraumes entdeckt und zur Anzeige gebracht.
An den Wänden verschiedener Hochhäuser an der Obstallee wurden Schmierereien mit Hakenkreuzen, SS-Runen und der Aufschrift „Hitler“ entdeckt. Darüber hinaus wurden Schmierereien mit antimuslimisch-rassistischen Aufschriften gesichtet, von denen einige einen Bezug zum Nahost-Konflikt hatten.
Auf dem Spielplatz auf der Drachenwiese wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Schnellerstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
In der Rummelsburger Straße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.
Am Abend wurden drei Personen auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Spindlersfeld von einem Mann, u.a. antifeministisch als "Fotze", beleidigt und später bedroht, nachdem sie verschiedene extrem rechte Aufkleber entfernt hatten.
In der Radickestr. wurden ca. 20 rassistische Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
Gegen 20:10 Uhr wurde eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund von drei jungen Neonazis massiv beleidigt und bedroht. Die Neonazis äußerten den Jugendlichen gegenüber massive rassistische Beleidigungen (z. B. das K-Wort, "Ihr seid hoffentlich alle bald weg - wir helfen auch nach"). Ein queerer Jugendlicher wurde u. a. als "Schwuchtel" beleidigt. Zudem wurden den Jugendlichen verbal und durch gezeigte Fäuste Prügel angedroht. Die Situation wurde noch bedrohlicher, als ein Auto mit fünf weiteren Neonazis dazukam. Die Gruppe Jugendlicher machte daraufhin einen Umweg, um sich der Situation zu entziehen.
Am 18. Mai 2026 kam es in der Kaufland-Filiale im Storchenhof-Center zu einem rassistischen Vorfall. Ein Mann beschimpfte eine Mutter, die in Begleitung ihrer drei Kinder unterwegs war, aus offensichtlich rassistischen Motiven. Er bezeichnete die als migrantisch gelesene Familie auf entmenschlichende Weise als „Viecher“.
Gegen 13:35 Uhr brüllte ein ca. 40-jähriger Mann lauthals "Verpisst euch, ihr scheiß Ausländer!". Die meldende Person konnte nicht beobachten, ob der beleidigende Ausruf konkret an sich dort aufhaltende Menschen gerichtet wurde.