Antimuslimisch rassistischer Vorfall in Neukölln
In Neukölln hat sich ein antimuslimisch rassistischer Vorfall ereignet. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In Neukölln hat sich ein antimuslimisch rassistischer Vorfall ereignet. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht
Gegen 19:00 Uhr griffen fünf bis sechs Jugendliche erneut den Betreiber eines Ladens in der Falckensteinstraße an. Sie setzten Pfefferspray gegen den Rollstuhlfahrer ein. Als er laut um Hilfe schrie, verschwanden die Angreifer. Wenige Minuten später kehrten sie zurück, setzten erneut Pfefferspray ein und schlugen mit Feuerlöschern auf den Kopf des Ladenbetreibers ein. Dies hatte stark blutende Wunden zur Folge: eine größere am Hinterkopf und Abwehrverletzungen am Arm.
(siehe auch 07.10.26 Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße und 09.10.26 Sachbeschädigung in der Falckensteinstraße)
Am S-Bahnhof Blankenburg hat eine Gruppe von sieben Personen Menschen bedroht, die von der Gruppe als vermeintlich links eingestellte Personen identifizieren wurden. Die sieben Personen haben sich hierfür vermummt und sprachen teilweise Menschen wahllos an, bedrohten und beleidigten sie. Dabei stellten sie die rhetorische Frage, ob die angesprochenen Personen "Zecken" seien.
An der Bellevueallee und der Straße des 17. Juni wurden mehrere gegen die Antifa gerichtete Aufkleber aus extrem rechten Verandhandlungen sowie ein antimuslimisch-rassistischer und ein einwanderungsfeindlich-rassistischer Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
Am Jugendcontainer im Schäferstege Park wurden 6 Personen beobachtet, die ein Kampfsporttraining abhielten. Die Personen konnten teilweise der extrem rechten Gruppierung "Deutsche Patrioten Voran" (DPV) zugeordnet werden.
An einer Fahrradampel am Elcknerplatz wurden auf die drei Leuchten jeweils ein Hakenkreuz angebracht.
Auf dem Friedhof Baumschulenweg wurden auf Schildern, Wasserhähnen und Containern insgesamt 17 mal der neonazistische Zahlencode "1161" sowie viermal der Spruch "Antifa = Nazis" entdeckt.
In der U8 zwischen den Stationen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz wurde am frühen Abend ein Mann, der eine israelische Zeitung las, aus einer Gruppe von ca. zehn Personen heraus als "Kindermörder" beschimpft und bedroht.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurden zwei Frauen, von denen eine einen Davidsstern an einer Kette trug, von einer Gruppe von sechs Personen israelbezogen antisemitisch beleidigt und bedroht.
Eine jüdische Studentin wurde an der Humboldt-Universität nach einem Seminar von einer Mitstudentin angesprochen und ihr wurde gesagt: "Jetzt halten alle deutschen Politiker wieder Reden für euch Juden, aber ihr Zios habt das voll verdient!"
Unter dem Motto „Until total liberation“ (bis zur vollständigen Befreiung) feierten propalestinensische Gruppen den Jahrestag des Massakers der Hamas gegen ein Festival in Israel am 07.10.2023. 1500 Menschen starben, die meisten davon Zivilisten, 250 Menschen wurden verschleppt. Bereits das Bild auf dem Aufruf zeigte den antisemitischen Charakter der Demonstration. Abgebildet war ein schwerer Bulldozer, der einen mit Stacheldraht bewehrten Zaun durchbricht. Die Zeichnung war einem Foto des Angriffs nachempfunden. Auch Kämpfer der Hamas waren auf diesem Weg von Gaza nach Israel gelangt. Im Aufruf wurde der Tod von ca. 1200 Menschen unter anderem als "Leuchtfeuer der Standhaftigkeit" angepriesen und damit die Ermordung von Juden gefeiert. Das Landeskriminalamt hat wegen Gewaltverherrlichung Ermittlungen aufgenommen.
Die Demonstration startete um 18:00 Uhr am Oranienplatz und sollte bis zum Hermannplatz führen. Etwa 850 Teilnehmer*innen, darunter auch die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, zogen durch Kreuzberg. Teilnehmende riefen in Sprechchören u. a.: "There is only one solution. Intifada Revolution" (Es gibt nur eine Lösung. Intifada-Revolution.) und "From the river to the sea".
Wegen wiederholt zahlreicher Verstöße gegen die Auflagen und erheblicher Gefährdung der öffentlichen Sicherheit beendete die Polizei die Demo vorzeitig am Kottbusser Damm. Es gab auch Festnahmen wegen der Verwendung verbotener Symbole der Terrororganisation Hamas.
Gegen 19:20 Uhr griffen fünf bis sechs Jugendliche den Betreiber eines Ladens in der Falckensteinstraße an. Sie beleidigten den Rollstuhlfahrer und setzten Pfefferspray gegen ihn ein. Als er laut um Hilfe schrie, rannten die Jugendlichen weg.
Hintergrund:
Am 03.10.26 hängte der Ladeninhaber Infoplakate vor seinem Laden in der Falckensteinstraße auf. Zu sehen war ein Plakat zum Tag der offenen Moschee und daneben ein Plakat gegen Judenfeindschaft, u. a. mit der Parole „Wir werden wieder tanzen“. Sie stammt von Überlebenden, die damit deutlich machten, dass sie sich dem Hamas-Terror nicht beugen werden. Der Ladeninhaber hängte die Plakate nebeneinander, um deutlich zu machen, dass jüdische und muslimische Menschen friedlich zusammenleben und feiern können sollen. Der Rollstuhlfahrer und Kreuzberger Urgestein HG wendete sich bereits seit Jahrzehnten mit seinem Angebot im "M99-Gemischtwarenladen mit Revolutionsbedarf" gegen alle Arten von Missständen. So vielfältig sein Angebot, so vielfältig ist auch seine Kundschaft. Viele kennt er bereits über Jahre, so auch die jugendlichen Täter, die ihren Antisemitismus bereits ausdrückten. Immer wieder fragten sie, ob HG Jude sei. Angebrachte Infos zur Freilassung der israelischen Geiseln oder gegen die Hamas in der Vergangenheit wurden mehrmals unkenntlich gemacht.
Mit dem Aufhängen der Plakate am 3. Oktober wurden die Bedrohungen durch die Jugendlichen massiver. Eine Gruppe von mindestens fünf Jugendlichen kam täglich in den Laden und machte deutlich, dass sie nicht in friedlicher Absicht kamen. Der Betreiber schrie jedes Mal so laut, dass sie wieder verschwanden. Der Betroffene vermutet zudem, dass der Angriff am 7. Oktober, dem Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel, kein Zufall war.
(siehe auch 08.10.26 Antisemitischer Angriff auf Ladeninhaber in der Falckensteinstraße und 09.10.26 Sachbeschädigung in der Falckensteinstraße)
Der Schriftzug "NUKE ISRAHELL NOW!“ (Atomisiert Israel jetzt) wurde an der Fassade am Frankfurter Tor angebracht.
Überwiegend in der Rigaer und der Voigtstraße wurde eine wieder neue angebrachte Serie von Wolfsangeln erneut unkenntlich gemacht.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Am Eingang zum Bürgerpark an der Wilhelm-Kuhr-Straße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
An der Bushaltestelle Friedhof Mariendorf (Buslinie M77) wurden extrem rechte Symbole und Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter befanden sich Hakenkreuze, zwei Sticker des „III. Wegs“ sowie zwei weitere extrem rechte Aufkleber, die sich gegen Antifaschist*innen richten.
In der Leipziger Straße und der Friedrichstraße wurden drei Aufkleber mit einem Slogan entdeckt und entfernt, mit dem Israel das Existenzrecht abgesprochen wird.
Im Sollmannweg in Gropiusstadt wurden erneut Aufkleber mit dem Slogan "Schwarz Rot Gold ist bunt genug“ entdeckt und entfernt. Der Slogan kann als queerfeindlich und rassistisch verstanden werden. Außerdem wurden zwei Aufkleber gesichtet und entfernt, die sich gegen antifaschistisches Engagement richteten.
An der Tramhaltestelle Alt-Hohenschönhausen wurden zwei rassistische Aufkleber gefunden und entfernt. Auf einem stand der Slogan „Ein Herz für Remigration“ und auf dem anderen wurde der neonazistische "Activ Club Dietsland" in Kombination mit einem "White Power"-Zeichen und einem Löwen beworben.
In Deutschland hat sich im letzten Jahr ein neues extrem rechtes Netzwerk etabliert: Sogenannte "Active Clubs", eine weltweite gewaltorientierte White-Supremacy-Bewegung, fitness- und kampfsportaffin, die das Ziel eint, einen angeblichen sogenannten „weißen Genozid“ zu verhindern.
Im Katzengraben wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
Im Rudower Wäldchen am Wildmeisterdamm in Gropiusstadt wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer trug die Aufschrift „Remigration Airlines. Für die Gäste nur das Beste“ und stammte aus einem extrem rechten Versandhandel. Ein weiterer Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen.
Auf einem Mülleimer im Schlosspark Schönhausen wurde der extrem rechte Zahlencode "1161" entdeckt. Der Zahlencode richtet sich gegen Antifaschismus.
Am Boxhagener Platz und Umgebung, in der Libauer Straße und in der Gabriel-Max-Straße wurde eine angebrachte Serie von Wolfsangeln unkenntlich gemacht. In den gleichen Straßen und zusätzlich in der Mainzer und Scharnweberstraße angebrachte, der Wolfsangel und dem Hakenkreuz sehr ähnlich sehende, Symbole wurden ebenfalls unkenntlich gemacht.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Gegen 8:00 Uhr wurde, vor einer Baustellenabsperrung in der Gärtnerstraße / Ecke Wühlischstraße, eine mit weißer Farbe auf der Straße angebrachte SS-Rune entdeckt.
In der Gorkistraße an einer Baustellenabsperrung wurde ein Sticker entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Der Sticker stammte aus einem extrem rechten Versandshop und trug die Aufschrift "Dumm, dümmer, Antifa". Auf ihm waren Regenbogenfarben sowie eine Person mit bunten Haaren zu sehen.
Im Fennpfuhlpark ereignete sich ein anti-Schwarzer rassistischer Vorfall.
Zwei Personen unterhielten sich auf einer Parkbank im Fennpfuhlpark, als eine der Personen wegen ihres Aussehens rassistisch angefeindet wurde. Eine vorbeigehende Person beleidigte die Betroffene mit anti-Schwarzen und rassistischen Äußerungen.
Am S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde ein rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber trug die Aufschrift "Antifa = antideutsch, nutzlos, terroristisch, idiotisch, feige, asozial" sowie ein durchgestrichenes Logo der "Antifaschistischen Aktion".
Beim S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten Kleinstparten "Der III. Weg" und ihrer Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend (NRJ)" entdeckt. Auf den Aufklebern waren unterschiedliche Aufschriften zu sehen, u.a. "Deutsch bleiben statt Mainstream" und "LGBTQ brechen! Natürliche Familien fördern!".
Die Aufkleber wurden alle entfernt oder überklebt.
Auf dem Schaukasten der SPD Hermsdorf in der Heinsestraße wurden erneut extrem rechte Sticker entdeckt und teilweise überklebt. Die Sticker richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und enthielten rassistische Botschaften wie "Remigration jetzt", die aus extrem rechten Online-Shops stammten.
An der Bellevueallee und der Straße des 17. Juni wurden mehrere gegen die Antifa gerichtete Aufkleber aus extrem rechten Verandhandlungen sowie ein antimuslimisch-rassistischer und ein einwanderungsfeindlich-rassistischer Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
In der Kaiser-Wilhelm-Straße in Lankwitz wurde mehrere Sticker des österreichischen TV-Senders "Auf1" entdeckt. Der TV-Sender verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.
An einer Hausfassade wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz angebracht.
An einem Schild an der Kreuzung Wendenschloßstr./ Lienhardweg wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
Die auf dem Gelände des AWO-Stadtteilzentrums in der Adalbertstraße angebrachte große Regenbogenfahne wurde beschädigt. Ein großes Stück der Fahne wurde herausgerissen. Es wurde Anzeige erstattet.
In der Welsestraße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und unkenntlich gemacht. Auf einem Motiv war die rassistische Parole "Für die "Gäste" nur das Beste: Remigration Airlines!" zu lesen. Auf dem anderen Motiv war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot abgebildet.
An einem Oberstufenzentrum am Landschaftspark Herzberge wurden zwei Wolfsangeln in weißer und in schwarzer Farbe gemeldet.
Auch gegenüber vom Sportplatz des SV Lichtenberg 47 auf der Bornitzstraße, wurde eine großflächige Wolfsangel in grüner und gelber Farbe auf einer Hauswand gemeldet.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Das Graffiti reiht sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
In der Gotlindestraße Ecke Wotanstraße wurde auf einem Stromkasten ein in schwarzer Farbe aufgesprühter "1161"-Neonazi-Zahlencode entdeckt.
Am Nordbahnhof wurden zwei rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation und ein gegen die Antifa gerichteter Sticker entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Bellevue wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Veteranenstraße und der Brunnenstraße in Mitte wurden zwei antimuslimisch-rassistische und zwei rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
Der Schaukasten eines Jugendclubs in der Hoernlestr. wurde aufgrund eines Plakats für eine Demonstration gegen Rechts eines anderen Jugendclubs beschädigt.
Wieder wurde eine Serie von Wolfsangeln im Samariter-Kiez entdeckt und unkenntlich gemacht. Betroffen waren überwiegend die Eldenaer, Rigaer und Voigtstraße. In diesen Straßen wurden zudem auch, in gleichen Farben und ähnlichem Stil, leicht abgewandelte angebrachte Symbole unkenntlich gemacht. Bis auf kleine Abweichungen sahen sie einer Wolfsangel oder einem Hakenkreuz sehr ähnlich.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Außerdem wurden vorhandene "161"-Graffities und Transsymbole überwiegend in der Umgebung der Wolfsangeln verändert. Transsymbole wurden durchgestrichen, beim 161-Code wurde die erste eins durchgestrichen, sodass der Code "61" für Faschistische Aktion stehen blieb.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Eine Person entdeckte einen schwarzen Schriftzug, der "Fuck Islam" lautete, auf einem Briefkasten am Konzer Platz.
Im U-Bahnhof Rathaus Neukölln wurde ein antisemitischer Schriftzug entdeckt.
In der Brennerstraße wurde ein Sticker entdeckt, der sich in Darstellung und Text gegen „linke Ideologien“ richtet. Der Aufkleber zeigt eine Figur, die eine Progress-Pride-Flagge, das Wort „*Gendern“ und das "Hammer und Sichel"-Symbol in einen Mülleimer wirft. Der Aufkleber wurde überklebt.
An der Tramhaltestelle Arnimstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand die gegen politische Gegner*innen gerichtete Parole "Antifa-freie Zone" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot, einem durchgestrichenen Punk, einem durchgestrichenen Antifa-Logo und einer durchgestrichenen trans Person.
In der Rüdickenstraße wurde ebenfalls ein Neonazi-Aufkleber gefunden und entfernt. Auf diesem stand der Slogan "In uns brennt die schwarze Sonne" in Kombination mit der Abbildung eines solchen NS-verherrlichenden Symbols.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa zehn Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
In der Leipziger Straße, der Littenstraße und der Voltairestraße in Mitte wurden in den letzten Tagen mehrfach rassistische "Remigrations"-Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
Bei den Tischtennisplatten des Kinderspielplatz Schäferstege wurde die Parole „Fuck Antifa“ aufgesprüht.
Vom Markgrafendamm über Seumestraße, Boxhagener Platz, Kreutzigerstraße bis Petersburger Straße wurde gleich von mehreren Melder*innen eine Serie von angebrachten Wolfsangeln in den Farben weiß, gelb, schwarz und blau gemeldet. Sie waren u. a. an Fassaden, an Laternenmasten und Pollern angebracht.
Zusätzlich wurden im selben Gebiet weitere, der Wolfsangel sehr ähnlich aussehende, teils auch an Hakenkreuze erinnernde Schmierereien gemeldet. Auch diese wurden unkenntlich gemacht.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Im Wasgensteig an der Ecke Schlehdornsteig in Niolassee wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt und entfernt. Der Sticker richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten, zeigte aber auch eine queerfeindliche Darstellung. Direkt daneben klebte ein Sticker, der die "AfD" verherrlichte.