Aufkleber gegen Antifaschist*innen in der Köpenicker Dammvorstadt
Auf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Am Start des Kaiserstegs wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt, der diese in entmenschlichender Form als "Zecken" betitelte.
In der Wilhelminenhofstr. wurden ca. 15 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten alle aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Rüdesheimer Straße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt, der sich mit der Aufschrift "Überklebt, du Zecke!" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet.
Auf der Barbarossastraße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" entdeckt. Der Sticker wurde entfernt.
An der Bushaltestelle Kleinschewskystr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Um 17:05 Uhr in der Straßenbahnlinie M8 bedrohten drei Frauen eine Mitreisende asiatischer Herkunft auf rassistische Weise. Dies geschah in Hellersdorf zwischen den Haltestellen S-Bahnhof Marzahn und Riesaer Straße. Die drei Frauen drohten ihr, dass sie die Frau anzünden wollten, weil sie ein Video ohne Kopfhörer laut in der Tram hörte. Dies schüchterte auch eine weitere Fahrgästin ein, die ein Kopftuch trug. Andere Fahrgäste mischten sich nicht ein.
In der Einbecker Straße wurden zwei rassistische Aufkleber der extrem rechten "Ein Prozent"-Kampagne mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" und "Remigration rettet Leben" entdeckt und entfernt.
In der Wönnichstraße im Weitlingkiez wurde ein gegen trans Personen gerichteter Aufkleber aus einem extrem rechten Versand gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Transformers not welcome".
Auf der Herrentoilette des Ring-Center II in der Frankfurter Allee wurden zwei Schmierereien, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten, entdeckt und unkenntlich gemacht. Dort waren die Parolen "Kommunismus hat in Deutschland nichts zu suchen" und "Antifa Nutten" zu lesen.
Gegen Mittag beschimpfte vor dem Bahnhofsgebäude am Bahnhof Lichtenberg eine männlich wahrgenommene Person eine andere, in relativ weiter Entfernung gehende Person aufgrund eines Kopftuches rassistisch und forderte diese auf, das Land zu verlassen. Auf Ansprache durch engagierte Passant*innen reagierte die pöbelnde Person uneinsichtig und aggressiv und drohte zudem mit Schlägen. Nach dem Vorfall wurde ein Mitarbeiter der DB-Sicherheit im Bahnhofsgebäude verständigt. Die rassistisch pöbelnde und drohende Person konnte daraufhin vom DB-Sicherheitsdienst des Ortes verwiesen werden.
Auf dem Kaisersteg wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt, der diese in entmenschlichender Form als "Zecken" betitelte.
Am Allendecenter wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Good Night Left Side" (Gute Nacht linke Seite) und einem Bild, wie einem vermeintlichen Linken so stark mit der Faust ins Gesicht geschlagen wird, dass das Blut spritzt.
In der Müggelheimer Str. wurden insgesamt vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter ein Aufkleber, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief und diese auch darstellte.
In der Vereinsstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Schwarz weiß rote Jugend Voran" entdeckt und entfernt. Neben dem Schriftzug waren Boxhandschuhe und ein schwarz-weiß-rotes Schild abgebildet.
Von der Hohenschönhauser Straße auf Höhe der Judith-Auer-Straße bis hin zur Oderbruchstraße wurden auf der Straßenseite stadteinwärts zahlreiche in den auf den parkenden Autos liegenden Schnee gemalte Hakenkreuze gemeldet.
Als eine Frau eine Bäckerei in Halensee verlässt, sagt sie laut zu ihrem Hund „Ja, du riechst das alles, was nicht Deutsch ist, das tut dir nicht gut“. In der Bäckerei arbeiten Menschen, die Rassismus erleben und die die Frau wahrscheinlich mit der entmenschlichenden und rassistischen Aussage "alles, was nicht Deutsch ist" meinte.
Zwischen 17:00 und 21:00 Uhr fand eine Sachbeschädigung in der Colbestraße statt. Bei einem Träger, der sich gegen Rassismus engagiert, wurden der Briefkasten und das Vereinschild von der Wand gerissen. Zudem entstand ein Schaden an der Fassade.
Im Untergeschoss der East Side Mall an der Tamara-Danz-Straße wurde der Code "14 Words" angebracht und übermalt.
In der Franz-Jacob-Straße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "We hate Antifa" entdeckt und unkenntlich gemacht.
In der Weitlingstraße wurde ein in schwarzer Farbe auf einer Hauswand aufgesprühter "Anti-Antifa"-Schriftzug, der gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtet war, gemeldet.
In der Brehmstraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt.
In der Morusstraße in Nord-Neukölln wurde eine Person aus homofeindlicher Motivation von vier Männern angegriffen. Der Betroffene habe vor einer Haustür gewartet, weil er sich über eine Dating-App dort verabredet hatte. Es handelte sich vermutlich um eine Falle. Die Angreifenden sprühten dem Betroffenen Pfefferspray ins Gesicht, schlugen und traten auf ihn ein und beschimpften ihn als "pädophil". Eine anwohnende Person half dem Betroffenen schließlich und begleitete ihn zu einer Polizeiwache.
In der Walter-Friedrich-Straße wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinpartei „Der III. Weg“ mit dem Slogan „Die wahre Krise ist das System“ entdeckt.
Auf einem Plakat an einer Litfaßsäule am Mehringdamm wurde mit schwarzem Edding "Fickt den Islam" geschmiert. Die Schmiererei wurde übmalt.
An einer Imbissbude in der Ribnitzer Straße Ecke Zingster Straße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt. U.a. von der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" und vom neonazistischen "Druck 18"-Versand. Die Aufkleber wurden unkenntlich gemacht.
In der Sundgauer Straße in Zehlendorf wurde ein Sticker eines extrem rechten Versandhandels entdeckt und entfernt. Mit dem Slogan des Stickers wurden politische Gegner*innen der extremen Rechten herabwürdigend als "Zecken" bezeichnet.
Um ca. 21:20 Uhr im Bus Linie 240 (Richtung Storkower Straße), machte eine männlich wahrgenommene Person in BFC-Fankleidung beim Ausstieg aus dem Bus an der Haltestelle Freiaplatz, den Hitlergruß. Auch außerhalb des Busses wiederholte die Person den Hitlergruß noch einmal.
Auf einem Laternenpfahl an der Ecke von Malteser- und Belßstraße in Lanckwitz wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für "AAFA" und meint "Anti-Antifaschistische Aktion". Außerdem war unter dem Code in gleicher Farbe der Schriftzug "NRJ" geschrieben. Dies ist die Abkürzung der Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend". Sie gehört zur neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg". Die Schmierereien wurden unkenntlich gemacht.
In der Rönnestraße wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich mit dem Schriftzug "Antifa Scum" gegen politische Gegener*innen der extremen Rechten richtet.
Eine Person malte auf die Werbeanzeige in der Bushaltestelle Hoernlestr. ein Hakenkreuz.
In der Siemensstr. zeigte ein Mann um 0.10 Uhr den Hitlergruß.
Am U-Bahnhof Adenauerplatz wurde ein Aufkleber von "aktiv.berlin" entdeckt. Der Aufkleber zeigte ein zerstörtes Berlin und zwei Menschen auf Fahrrädern. Die Aufschrift lautete "Remigration! ...bevor es zu spät ist."
Hinter dem Begriff "Remigration" der extremen Rechten steht die Absicht der Abschiebung von Geflüchteten sowie Eingewanderten und ihrer Nachkommen in vermeintliche Herkunftsländer.
In einer Wohnung in der Große-Leege-Straße in Alt-Hohenschönhausen war von der Straße aus eine Reichsflagge mit einem Reichsadler zu sehen.
In der Große-Leege-Straße Ecke Schöneicher Straße wurde auf einem Stromkasten ein gegen Antifaschist*innen gerichtetes "Fck Antifa"-Graffiti gemeldet.
Auf einem Spielplatz in der Otto-Marquardt-Straße gegenüber einer Jugendfreizeiteinrichtung wurden zwei Aufkleber der Neonazipartei "Der III.Weg" entdeckt und entfernt. Auf den beiden Motiven waren die Parolen "Härtere Strafen für Kinderschänder" und "Homo-Propaganda stoppen" zu lesen.
An der Giebelwand eines Hauses in der Konrad-Wolf-Straße wurde am Neujahrsmorgen eine Hass-Schmiererei mit Israel-Bezug in Form eines "FCK Israel"-Schriftzuges festgestellt.
Auf einer DHL Packstation in der Sophienstraße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter "Anti-Antifa"-Schriftzug gemeldet.
An der Haltestelle Irenenstraße wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (="Anti-antifaschistische Aktion") gemeldet.
Auch in der Lückstrasse Ecke Weitlingstraße wurde ein "Anti-Antifa"-Schriftzug gesichtet.
In der Wönnichstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Heimat schützen - Familie, Volk, Identität" entdeckt und entfernt.
In der Winfriedstraße in Zehlendorf wurde ein Sticker der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Außerdem wurde in der Nähe ein Sticker gefunden, der sich gegen die Partei "Die Grünen" richtete.
Am Tierpark auf der Höhe vom Tierpark Hotel wurde auf einem Verkehrsschild ein anti-antifaschistischer Aufkleber von einem extrem rechten Versand mit dem Motiv "Keine Liebe für die Antifa" gemeldet und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Zingster Straße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt. U.a. mit dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Motiv "Antifa verbieten" und einem durchgestrichenen Logo der "Antifaschistischen Aktion" als auch ein Aufkleber mit dem Motiv "Enkel gegen Links".
Am Bahnhof Hermannplatz wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt und unkenntlich gemacht. Auf einem der Sticker war der Slogan „Kein Bier für Linke“ sowie ein QR-Code abgebildet. Der Code verwies auf einen extrem rechten Onlineshop.
An der Bushaltestelle U-Warschauer Straße wurde ein Sticker der extrem rechten Gruppierung "Patriotische Aktion" im Stil eines abgeänderten Antifa-Symbols mit Deutschlandfahne entfernt.
In der Straße Zur Nachtheide wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, mit der Aufschrift "Game over red Scum - You should have run" (Game Over roter Abschaum - du hättest rennen sollen) und einen Bild, dass einen kommunistischen Mann auf den Knien zeigt, der von einem anderen Mann eine Waffe an den Kopf gehalten bekommt.
Auf dem Hof vom Stasimuseum in der Normannenstraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gemeldet. Auf diesem war die Parole "Ohne Bauernstand stirbt das Vaterland!" in Kombination mit der Webadresse des Neonaziversandes abgebildet.
Am Berl wurde auf einem Kitaschild ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war der rassistische und antimuslimische Slogan "Habibi-freie Zone - Hier wird Deutsch gesprochen!" zu lesen.
Vor der russischen Botschaft auf der Straße Unter den Linden versammlten sich etwa 10 Reichsbürger*innen und hielten eine Kundgebung ab. Dabei zeigten sie neben Reichsfahnen auch preussische, russische und amerikanische Fahnen.
An der Kreuzung Edisonstr./ Zeppelinstr. wurden die Schriftzüge "ANTIFAFOTZEN" und "FIGHT ANTIFA" an einer Hauswand entdeckt.
Zwischen den Bahnhöfen Wutzkyallee und Lipschitzallee wurde ein Aufkleber entdeckt, der sich gegen antifaschistisches Engagement richtete und den neonazistischen Zahlencode "1161" zeigte. Außerdem wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Radios "Kontrafunk" gesichtet. Beide Aufkleber wurden entfernt.
An der Tramhaltestelle Ribnitzer Straße wurde ein DHL-Paket-Aufkleber mit einem selbst aufgemalten und gegen Antifaschist*innen gerichteten "Fck 161"(="Fuck Antifaschistische Aktion")-Schriftzug gemeldet.
In der Türrschmidtstraße auf Höhe des Türrschmidtparks wurde auf einem Parkanlagen-Schild der neonazistische Zahlencode "1161" (="Anti-antifaschistische Aktion") gemeldet. Daneben war in der gleichen Farbe auch ein "AfD"-Schriftzug aufgesprüht.
An einer Fassade in der Rigaer Straße wurde mit schwarzem Edding der Spruch "If Jesus was born today, he´d be murdered by Israelis" ( Wenn Jesus heute geboren würde, würde er von Israelis ermordet werden.) angebracht.
Hier werden antisemitische Vorurteile von Juden auf Israelis übertragen. Juden wurden in der Kirchengeschichte durchgehend als „Gottesmörder“, „Christusmörder“, „Mörder des Herrn“ oder „Heilandsmörder“ bezeichnet und dargestellt. Dadurch verankerte sich die Dämonisierung von Juden und Jüdinnen in der Volksfrömmigkeit und trug wesentlich dazu bei, dass in der Geschichte Europas Judenfeindlichkeit ein „kultureller Code“ wurde.
Am S-Bahnhof Wilhelmsruh im Ortsteil Reinickendorf wurde ein Aufkleber der extrem rechten Gruppe "Identitäre Bewegung" bemerkt und entfernt. Neben dem Slogan "Ho ho ho, abschieben!" war darauf eine fotographische Collage einer männlichen Statue mit einer Weihnachtsmannmütze sowie der griechische Buchstabe Lambda, das Symbol der Gruppierung, zu sehen. Die von der Gruppe geforderten großflächigen Abschiebungen wurden so als Weihnachtsgeschenk präsentiert. Der Aufkleber ist somit eingebettet in jüngere Strategien der extremen Rechten, ihre "Remigrationspläne" als lustig und harmlos darzustellen.
An einem Fallrohr eines Getränkemarktes in der Schnellerstr. wurde ein Aufkleber der extrem rechten "JN" entdeckt und entfernt.