Rassistische Pöbelei in Mitte
Ein Mann lief vor der St-Michael-Kirche im Ortsteil Mitte entlang und schrie mehrfach: "Scheiß Araber, Scheiß Türken, Raus aus Deutschland, Scheiß Islamisten!"
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein Mann lief vor der St-Michael-Kirche im Ortsteil Mitte entlang und schrie mehrfach: "Scheiß Araber, Scheiß Türken, Raus aus Deutschland, Scheiß Islamisten!"
An der Rolltreppe des S-Bahnhofs Baumschulenweg wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am Rosenfelder Ring wurde auf einem Mülleimer ein "D3W"-Schriftzug entdeckt. Diese Abkürzung steht für die Neonazipartei "Der III. Weg".
Am Sommerbad Wuhlheide wurden mit Schablonen an mindestens fünf Säulen im Eingangsbereich Graffitis gegen Antifaschist*innen angebracht. Zudem wurden mindestens zehn Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Pfarrstraße wurde an einem Laternenmast ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und unkenntlich gemacht.
In der Kleingartenanlage "Am Adlergestell" wurde ein Aufkleber des extrem rechten Kampfsportevents "Kampf der Nibelungen" entdeckt und entfernt.
In der Joachimsthaler Straße Ecke Plauener Straße wurde eine Aufkleber entdeckt, der für einen extrem rechten Telegram-Kanal warb.
Auf einem Tisch in einer Schule in Rudow wurden mehrere Hakenkreuzschmierereien entdeckt.
Aus einer Gruppe von fünf Männern wurden im Bereich des Bahnhofs Lichtenberg lautstark Parolen des Fußballclubs BFC Dynamo gerufen. Zudem zeigten Personen aus der Gruppe mutmaßlich den verbotenen Hitlergruß. Die Gruppe betrat anschließend einen dortigen Kiezshop.
Kurze Zeit später stiegen die Männer in die Straßenbahnlinie M17 in Richtung Hohenschönhausen. Während der Fahrt riefen sie die verbotene nationalsozialistische Parole „Heil Hitler“. An der Haltestelle Hertzbergstraße/Siegfriedstraße verließ die Gruppe die Tram.
In der Admiralstraße und Umgebung wurden mehrere antisemitische Plakate entdeckt. Anlass war der gerade begangene Nakba-Gedenktag. Im Text war Geschichtsrevisionismus dargestellt und die Existenz des Staates Israel wurde in Frage gestellt. So beginnt die Erzählung 1948, die Bezeichnung des Staates Israel wird durchgängig in Anführungszeichen geschrieben und es ist die Rede vom Besatzungsparlament.
Zudem wurden am Kottbusser Damm und in unmittelbarer Nähe der Synagoge am Fraenkelufer mehrere Sticker mit der Aufschrift "Death to IDF" entfernt.
Auf einem Schild zur Rettungsstation oberhalb der Badestelle "Teppich" wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten im Mayschweg wurde fünfmal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf einem Schild am Weg entlang des Müggelsee in der Nähe der Müggelseeperle wurde der Schriftzug "ZECKE VERRECKE!" entdeckt und entfernt.
An einer Werbetafel an der Kreuzung Nalepastr./ Tabbertstr. wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurde ein Aufkleber mit dem Spruch "We hate Antifa", der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet, entdeckt.
An der Straßenbahnhaltesstelle der M2 am Alexanderplatz wurden vier Aufkleber von extrem rechten Versandhandlungen gefunden: Einer stellte verschiedene deutschtümelnde Bildmotive mit dem Wort "Deutsch" in altdeutschem, viel im NS gebrauchtem Schrifttyp dar; drei warben für Kampfsport.
Auf einem Weg am Fennsee in Wilmersdorf wurde eine große Hakenkreuz-Schmiererei an einem Baum entdeckt.
Am Abend stand ein Mann am Nebeneingang des Schöneweidecenter und beleidigte Menschen rassistisch. Darauf angesprochen reagierte er aggressiv und beleidigend.
Während die betroffenen Personen in der Werneuchener Straße im Auto saßen (vordere Fenster geöffnet), lief eine Frau vorbei. Sie beschimpfte die anwesenden Jugendlichen mit Migrationsgeschichte auf rassistische und entmenschlichende Weise als "Scheiß Viecher".
Auf der Zillepromenade wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "The white Race" von einer extrem rechten Gruppe aus Bautzen entdeckt und entfernt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am Abend drohte in der S-Bahnlinie 3 zwischen Alexanderplatz und Hackeschem Markt ein vom Erscheinungsbild mutmaßlich extremer Rechter einem Verkäufer einer Obdachlosenzeitung verbal mit Gewalt, um ihm vom Verkauf seiner Zeitung abzuhalten.
An der Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. standen drei Personen und sammelten Unterschriften für den Wahlantritt der Partei "Die Heimat".
In der Niederwallstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Gegen Gendern. Haltet unsere Sprache sauber!" eines Vereins zur Erhaltung der deutschen Sprache entdeckt und entfernt.
In der Parkanlage am Ende vom Kolkrabenweg in Buckow wurden drei Frauen beim Spazieren von einer Frau rassistisch beleidigt. Die Frau beleidigte die kopftuchtragenden Frauen erst als "Nonnen" und unterstellte ihnen, sie würden Sozialleistungen beziehen. Außerdem forderte sie die Frauen auf, in "ihr Land" zurückzugehen und sagte, sie wären nicht eingeladen worden und sollten deshalb ausreisen. Die Betroffenen forderten die Frau auf, sie in Ruhe zu lassen und drohten mit einer Anzeige bei der Polizei.
Zwischen Sollmannweg und dem U-Bahnhof Lipschitzallee in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel gesichtet und entfernt. Ein Aufkleber enthielt die Reichsfarben sowie den Schriftzug „Make Germany great again“. Ein weiterer rassistischer Aufkleber zeigte ein Flugzeug mit der Aufschrift "Remigration Air" und titelte "Deutschland endlich wieder sicher machen".
An der Bushaltestelle der 256er-Linie wurden am Hagenower Ring verschiedene Nazischmierereien festgestellt. Es wurden die Schriftzüge "Nazi Kiez", "Chrome Faschisten" und "Zecken jagen" gemeldet.
Am späten Abend wurden zwei männlich gelesene Personen aus der extrem rechten Szene im Bereich Lichtenberg Mitte beobachtet. Die beiden Jugendlichen liefen über die Wönnichstraße in Richtung Bahnhof Lichtenberg. Dabei zeigten sie offen den in Deutschland verbotenen Hitlergruß. Gegen 23:10 Uhr liefen die beiden Personen zurück in die Margaretenstraße.
Am Abend wurde in der Frankfurter Allee ein 39-Jähriger von einer Unbekannten rassistisch beleidigt und mit einer Glasflasche ins Gesicht geschlagen. Die Frau flüchtete. Der Betroffene wurde vor Ort von Rettungskräften versorgt.
Am S-Bahnhof Lichtenberg kam es in einer Bahn der Linie S7 (Fahrtrichtung Ahrensfelde) zu einem rassistischen Vorfall:
Eine männlich gelesene Person äußerte sich lautstark und aggressiv gegenüber anderen Fahrgästen. Dabei fielen unter anderem die rassistischen Beleidigungen: „Scheiß krimineller Ausländer! Flieg nach Hause!“
Zudem äußerte die Person eine politische Droh- und Einschüchterungskulisse mit den Worten: „Bald diktiert in Lichtenberg die AfD!“
In der Bietzkestrasse wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der rassistischen Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" gefunden und entfernt.
Im Rathauspark nahe der Rathausstraße wurde eine extrem rechte und gegen politische Gegner*innen gerichtete Schmiererei in schwarzer Farbe auf einem Laternenmast entdeckt. Dort war "FCK linke Zecken" zu lesen.
Eine Pflegekraft erfuhr an ihrem ersten Arbeitstag bei einer neuen Klientin durch diese derart starken antiasiatischen Rassismus, dass sie ihre eigentlich zwölf Stunden dauernde Schicht nach sechs Stunden abbrechen musste. Die Klientin wertete asiatische Pflegekräfte in verschiedenen Aussagen auf beleidigende Weise ab. Bspw. behauptete sie, diese würden stinken, verstünden kein Deutsch, man könne sich nicht mit ihnen unterhalten und wertete ihre Essgewohnheiten ab. Insgesamt stellte sie die Existenzberechtigung asiatischer Pflegekräfte in Deutschland in Frage. Die Betroffene sah sich mit einem respektlosen und entwürdigenden Arbeitsumfeld konfrontiert. So wurde ihre fachliche Qualifikation mehrfach in Frage gestellt, ihr wurden widersprüchliche Arbeitsanweisungen gegeben, was zu Verunsicherung und Konflikt führte und bereits geringfügige Fehler wurden in scharfem Ton kritisiert.
Eine Schwarze Person auf einem E-Roller wurde nahe der U-Bahnstation Eberswalder Straße mehrfach von drei jungen Männern aus einer größeren Männergruppe heraus rassistisch beleidigt. Die betroffene Person hielt an und entgegnete etwas. Eine anwesende Person bot Unterstützung an, blieb jedoch etwas abseits. Daraufhin drohten die Männer mit körperlicher Gewalt. Die betroffene Person fuhr anschließend mit dem Roller weiter, worauf einer der Männer ihr zurief, sie solle das Land verlassen. Alle drei Männer hatten Flaschen in der Hand und wirkten sehr bedrohlich. Die anwesende Person entfernte sich daraufhin ebenfalls von der Situation.
Am Nachmittag zeigte ein junger Mann aus einer 15-köpfigen Gruppe heraus auf dem Adlergestell den Hitlergruß. Die alarmierte Polizei nahm seine Personalien auf.
In der Siedlung Wartenberg kam es in den vergangenen sechs Monaten zwischen Straße 4 und 5, dem Birkholzer Weg und Umgebung wiederholt zu NS-verherrlichenden, rassistischen und auch antisemitischen Schmierereien an Stromkästen und anderen Orten. Zudem wurden massenhaft Aufkleber aus einem bekannten Neonaziversand und in zwei Fällen auch von der Neonazipartei „Der III. Weg“ gemeldet. Die Neonazis versuchen in diesem Gebiet offensichtlich den Schein einer Straßendominanz aufzubauen.
Hier eine Sammelübersicht, da die Vorfälle nicht mehr genau einzelnen Tagen zugeordnet werden können:
- Ein Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein Stromkasten wurde innerhalb kurzer Zeit mehrfach mit der Parole „Nazidorf“ besprüht.
- Ein Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot in Kombination mit der Parole „NS-Dorf Ihr Fotzen!“ besprüht.
- Ein Stromkasten wurde in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Deutsches Reichsgebiet“ (2x), „Good night left side“ (2x) und „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (2x).
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg Ecke Straße 5 klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Good night left side“ (7x), „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (2x), „Klagt nicht, kämpft!“ (2x), „Deutsches Reichsgebiet“ (1x), „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Gott mit uns“ in Kombination mit einer Reichsflagge (2x)
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Gott mit uns“ in Kombination mit einer Reichsflagge (3x), „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Sie waren die besten Soldaten der Welt“ in Kombination mit einem Eisernen Kreuz, einen Wehrmachtssoldaten und einer Reichsflagge, „Good night left side“, „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ u.v.m.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Gott mit uns“ in Kombination mit einer Reichsflagge, „Mir stinken die Linken“, „Saufen gegen links“, „Deutschland den Deutschen“, „Antifa zerschlagen“, Reichsflaggen mit verschiedenen Parolen (4x) u.v.m.
- Auf einen Glascontainer wurde in schwarzer Farbe ein Hakenkreuz, eine Doppel-Sigrune und die Parole „Ausländer raus“ gesprüht.
- Auf einem BSR-Mülleimer klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Ku Klux Klan – White power – Section germany“, „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne, „Good night left side“, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Thank you for not mixing“ in Kombination mit einem durchgestrichenen Paar mit jeweils schwarzer und weißer Hautfarbe, „Auch ohne Sonne braun“ in Kombination mit einer schwarzen Sonne.
- Ein Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht. Zudem stand darauf „NS-Dorf“ und das Kürzel „CF“ (=“Chromfaschisten“).
- Ein Stromkasten wurde in den Farben der Reichsflagge und mit der Parole „Nazidorf“ besprüht. Zudem stand an der Seite die antisemitische Parole „Judensau“.
- Auf einer Baustellenabsperrung wurden drei Hakenkreuze (2x in schwarz, 1x in rot), der rassistische Slogan „Nigger raus“ und die NS-verherrlichende Parole „Sieg Heil“ aufgesprüht.
- Auf einen Stromkasten wurde oberhalb der rassistische Schriftzug „Nigger“ in Kombination mit zwei NS-verherrlichenden Hakenkreuzen in schwarzer Farbe geschmiert.
- Ein Stromkasten wurde in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein weiterer Stromkasten wurde in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein doppelter Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein Straßenschild wurde in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein doppelter Stromkasten wurde großflächig mit „Nazidorf“ besprüht.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Klagt nicht, kämpft!“, „Ku Klux Klan – White power – Section germany“, „Wir müssen leider draußen bleiben!“ in Kombination mit darauf abgebildeten Muslim*innen.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (2x), „Braun ist bunt genug“ und „Love europe, hate the EU – Volksaufklärung“ (3x).
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „FCK Bnt“, „Klagt nicht, kämpft!“, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Gott mit uns“ in Kombination mit einer Reichsflagge und „Sie waren die besten Soldaten der Welt“ in Kombination mit einem Eisernen Kreuz, einen Wehrmachtssoldaten und einer Reichsflagge.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Ku Klux Klan – White power – Section germany“, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Auch ohne Sonne braun“ in Kombination mit einer schwarzen Sonne, „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne, „White lives matter“, „Wir müssen draußen bleiben“ und „Thank you for not mixing“.
- Am Birkenholzer Weg wurden auf einem Laternenmasten und einem Mülleimer der BSR zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven schwarz-weiß-rote Reichsflagge, „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ , „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne, „Good night left side“, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Thank you for not mixing“ und „Auch ohne Sonne braun“ in Kombination mit einer schwarzen Sonne gefunden.
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg Ecke Straße 5 klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Good night left side“, „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (2x), „Klagt nicht, kämpft!“, „Wir müssen draußen bleiben“ (2x), „Love Gehacktes, hate Halal“, „Auch ohne Sonne braun“ in Kombination mit einer schwarzen Sonne, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Thank you for not mixing“, „White lives matter“.
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg Ecke Straße 5 klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (4x), „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“ (2x), „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne, „Good night left side“, „Gott mit uns“ in Kombination mit einer Reichsflagge, „Sie waren die besten Soldaten der Welt“ in Kombination mit einem Eisernen Kreuz, einen Wehrmachtssoldaten und einer Reichsflagge.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber mit den Motiven „Braun ist bunt genug“ (2x), „Good night left side“, „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“, „Wir müssen draußen bleiben“, „Klagt nicht, kämpft!“, „Deutsches Reichsgebiet“, „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne.
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg Ecke Straße 5 klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Für die Gäste nur das Beste – Remigration Airlines“ (2x), „Thank you for not mixing“, „Good night left side“, „Braun ist bunt genug“, „Wir müssen draußen bleiben“, „In uns brennt die schwarze Sonne“ in Kombination mit einer brennenden schwarzen Sonne.
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg Ecke Straße 5 klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Good night left side“ (2x), „Deutsches Reichsgebiet“ (2x), „Ku Klux Klan – White power – Section germany“ (2x), „Nix yally, yallah – Hier wird deutsch gesprochen!“ in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot.
- Auf einem Laternenmasten am Birkenholzer Weg klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Mir stinken die Linken“, „Reichsflagge“ und „Die Deutschen kommen“ in Kombination mit einem Schlagring.
- Auf einem Laternenmasten klebten zahlreiche Neonaziaufkleber u.a. mit den Motiven „Die Deutschen kommen“ in Kombination mit einem Schlagring (3x), Reichsflagge in Kombination mit verschiedenen Parolen (5x), „Deutsches Reichsgebiet“, „Saufen gegen links“.
- Auf einem privaten Briefkasten klebte ein Aufkleber der Neonazipartei „Der III. Weg“ mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“.
- Auf einem dreifachen Stromkasten waren die neonazistischen Zahlencodes „88“, „444“ und „1161“ in schwarzer Farbe aufgesprüht. Zudem zwei Hakenkreuze.
- Auf einem doppelten Stromkasten wurden die neonazistischen Zahlencodes „88“ (3x) und „1161“ (2x) in schwarzer und roter Farbe entdeckt. Zudem zwei Hakenkreuze.
- Ein dreifacher Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Ein doppelter Stromkasten wurde großflächig in den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot besprüht.
- Auf einem Laternenmasten klebte ein Neonaziaufkleber mit dem Motiv „Linker Lump zur praktischen Arbeit“.
- Auf einem Laternenmasten klebte ein Neonaziaufkleber mit dem Motiv „Saufen gegen links“.
- Auf einer Wand an einer Baustelle klebten zwei Neonaziaufkleber mit den Motiven „Sie waren die besten Soldaten der Welt“ in Kombination mit einem Wehrmachtssoldaten und einer schwarzen Sonne in Kombination mit einer Reichsflagge.
- Auf einem Laternenmasten klebte ein Aufkleber der Neonazipartei „Der III. Weg“ mit der rassistischen Parole „Deutschland den Deutschen“.
Am Abend fuhren sieben junge Männer mit Fahrrädern durch die Wilhelminenhofstr. und riefen "Deutschland über alles" und "Sieg Heil".
Vor einem Jugendzentrum in der Wutzkyallee in Rudow wurden mehrere Plakate der extrem rechten "Identitären Bewegung" gesichtet und entfernt.
An der Tramhaltestelle Hohenschönhauser Straße wurden drei extrem rechte Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" (ehemals NPD) gefunden.
Auf den Aufklebern ist der Schriftzug „döp dödö döp“ zu lesen – eine direkte Anspielung auf die rassistisch verfremdete Version des Liedes „L'amour toujours“ („Sylt-Song“), die für rassistische Parolen genutzt wird.
Die linke Bildhälfte zeigt grölende Männer zum Teil in Trikots mit den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot; die rechte Bildhälfte zeigt eine Person mit einer Regenbogenflagge (LGBTIQ*-Symbol), die im Kontext des Aufklebers diffamiert und als Feindbild dargestellt wird.
Die Darstellung verbindet Rassismus mit LGBTIQ*-Feindlichkeit und NS-Verherrlichung.
Zudem wurden an der Tramhaltestelle Hohenschönhauser Straße auch noch zwei Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
An der Ecke Mainzer Straße/Rollbergstraße wurde der antimuslimisch rassistische Schriftzug "Fickt den Islam" entdeckt und unkenntlich gemacht.
In der Tabbertstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet. Zudem richtete sich der Aufkleber zusätzlich gegen queere Menschen.
An der Tramhaltestelle Wilhelminenhofstr./ Edisonstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Schulze-Boysen-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber gemeldet und entfernt. Der Aufkleber trug die Aufschrift: „Die häufigsten Vornamen von Empfängern von Bürgergeld (Kosten 47 Mrd. €/Jahr): 1. Platz: Mohammed, 3. Platz: Ahmad. Quelle: Bundesregierung“.
Durch die gezielte Nennung arabisch bzw. muslimisch gelesener Namen im Kontext von Sozialleistungen (Bürgergeld) sollen rassistische Ressentiments und Sozialneid bedient sowie Vorurteile gegenüber Migrant*innen und Muslim*innen geschürt werden. Der Aufkleber kann also als rassistisch, geflüchtetenfeindlich und antimuslimisch verstanden werden.
Im Stadtpark Lichtenberg wurden zudem mehrere Neonazi-Aufkleber gemeldet und entfernt. Auf den Motiven standen die Parolen "MWD - Männlich, weiß, deutsch" und "Ich hasse Zecken bis aufs Blut".
In der Naumannstr./Torgauer Str wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt. Dieser hatte als Abbildung schwarz-rot-gold sowie den Slogan "Make Germany great again".
Am Gleis 41 am Bhf. Ostkreuz wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel von einem Automaten entfernt. Darauf stand in Frakturschrift "Hier wurde linker Müll überklebt". Der Sticker war in den Landesfarben dargestellt und in der Mitte befand sich ein stilisierter Soldat in Wehrmachtsuniform, der sich den Finger vor den Mund hält.
An der Tramhaltestelle Oberseestraße in Richtung Hauptbahnhof wurde ein in lilaner Farbe aufgesprühtes Hakenkreuz gemeldet.
An Sportgeräten in der Hasenheide in Nord-Neukölln wurde ein Aufkleber mit NS-verharmlosendem Motiv entdeckt. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.
In der Rostocker Straße wurden zwei Neonazi-Aufkleber mit dem NS-verherrlichenden und rassistischen Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot gemeldet und entfernt.
Am Anhalter Bahnhof wurden drei rassistische Sticker, aus einem extrem rechten Onlinehandel aus Leipzig, entfernt. Auf ihnen stand "Remigration schützt Frauen".
Am Monimbo-Platz wurden auf einem Mülleimer zwei Aufkleber der Neonazipartei "Die Heimat" gefunden. Auf einem Motiv stand der rassistische Slogan "White lives matter" und auf dem anderen war eine LGBTIQ*-feindliche Abbildung zu sehen.
Am S-Bahnhof Nöldnerplatz wurde zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "Antifaverbot jetzt" gefunden und entfernt.
Das Deportationsmahnmal auf der Putlitzbrücke in Moabit wurde beschmiert.
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Wedding wurden zwei Aufkleber einer christlich-fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt. Am Ausgang des S-Bahnhofs wurden außerdem rassistisch-einwanderungsfeindliche Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.