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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistischer Aufkleber im Weitlingkiez

    24.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Weitlingstraße Ecke Münsterlandplatz wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Abschiebung schafft Wohnraum!" entdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rechte Sticker am Bersarinplatz

    24.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Mehrere Sticker eines extrem rechten Onlinehandels mit dem Slogan "Überklebt Du Zecke" wurden am Bersarinplatz entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rechte Sticker in der Modersohnstraße

    24.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In der Modersonstraße wurden zwei Sticker entfernt mit dem Slogan "Eure Vielfalt tötet". Damit wurde auf eine Umkehr des Slogans "Rassismus tötet" angespielt.

    Der Sticker stammt von einem extrem rechten Onlinehandel und ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Selbstorganisation erhielt Hass-Mail

    24.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Wieder erhielt eine Selbstorganisation eine beleidigende Hass-Mail in der zudem Gewaltphantasieen verbreitet wurden.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Sozialchauvinistische Maßnahme durch Ordnungsamtsmitarbeiter*innen am U-Bhf. Frankfurter Allee

    24.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine augenscheinlich obdachlose Person mit Behinderung wurde von drei Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes bedrängt und aufgefordert zu verschwinden. Die Person befand sich unter der S-Bahnbrücke gegenüber des Fahrstuhls zur U-Bahn und verstand die Aufforderungen aufgrund einer Sprachbarriere nicht. Sie fühlte sich augenscheinlich bedrängt, konnte sich, im Schlafsack im Rollstuhl sitzend, aber auch nicht ohne weiteres fortbewegen. Die Ordnungsamt-Mitarbeiter*innen griffen daraufhin den Rollstuhl und schoben die wehrlose Person ein paar Meter weiter weg und stellten sie dort ab. Dabei stießen sie den Becher mit Kleingeld um, den die Person vor sich aufgestellt hatte. Auch die anderen Habseligkeiten wurden ignoriert und der Person im Rollstuhl schließlich von Passant*innen gebracht.

    Die Maßnahme des Ordnungsamtes hatte keinerlei erkennbaren Grund, sorgte aber für eine Demütigung des Betroffenen, der sich beschwerte und nach einem "abogado" (Spanisch = Rechtsanwalt) rief. Das wurde ignoriert. Die Tatsache, dass die Ordnungsamt-Mitarbeiter*innen einfach den Rollstuhl anfassen und die Person gegen ihren Willen wegschieben ist ableistisch. Auf Nachfrage einer Zeugin, warum sie den Menschen so behandeln, reagierte einer der Mitarbeiter mit den Worten: "Sind sie die Justizsenatorin oder was?"

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Sticker gegen politische Gegner*innen in Zehlendorf

    24.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf der Sundgauer Straße wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Er stammte aus einem extrem rechten Versandshop.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Anti-antifaschistischer Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    23.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Zwischen dem Lieferant*inneneingang eines Supermarktes am Rotkamp und der Tramstrecke (M5/M17) befand sich ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkeber aus einem extrem rechten Onlineversand. Auf dem Motiv stand "Keine Liebe für die Antifa!".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Antimuslimische E-Mail

    23.10.2025 Bezirk: Spandau

    Die Linke Spandau erhielt eine E-Mail, die antimuslimischen Rassismus und Beleidigung gegen die Parteien Die Linke und Die Grünen enthält.

    Quelle: Die Linke Spandau
  • Anti-Schwarze rassistische Diskriminierung in Mitte

    23.10.2025 Bezirk: Mitte

    Im Bezirk Mitte ereignete sich eine anti-Schwarze rassistische Diskriminierung im Gesundheitswesen. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: EOTO / Each One Monitoring
  • Antisemitische und NS-verherrlichende Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    23.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Auf der Frankfurter Allee zwischen Atzpodienstraße und Hubertusstraße wurden zwei antisemitische und NS-verherrlichende Aufkleber aus dem Spektrum der Reichsbürger-Bewegung entdeckt und entfernt. Auf den beiden Motiven waren die Slogans "Nationalsozialist? Entweder man ist es oder man wird es." und "Sie werden doch wohl noch an den Holocaust glauben!" mit einem Verweis auf eine Internetseite einer Reichsbürger-Gruppierung zu lesen. Beide Aufkleber waren in den Farben der Reichsflagge - in schwarz, weiß und rot - umrandet. Zudem wurde an der gleichen Stelle auch noch ein extrem rechter Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der Aufschrift "Dumm, dümmer, Antifa!" gefunden.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Extreme rechter Schriftzug in Prenzlauer Berg

    23.10.2025 Bezirk: Pankow

    In der August-Lindemann-Straße wurde ein in roter Farbe angebrachter Slogan mit Schablone entdeckt, auf dem „Germanisches Blut Ehre, Stolz und Mut“ stand. Der Schriftzug konnte mittlerweile unkenntlich gemacht werden.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • Extrem rechte Aufkleber in der Köpenicker Altstadt

    23.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. wurden acht extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber hatte einen rassistischen Inhalt, fünf Aufkleber richteten sich gegen Antifaschist*innen, wobei einer zu Gewalt aufrief und drei Aufkleber waren NS-verherrlichend.

    Quelle: BENN Allende-Viertel
  • Hakenkreuz in Hellersdorf-Ost

    23.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Im Regine-Hildebrandt-Park wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt und übermalt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Israelbezogener Antisemitismus in Mitte

    23.10.2025 Bezirk: Mitte

    In Räumlichkeiten der Humboldt-Universität in der Dorotheenstraße wurde Schriftzug "From the river to the sea, Palestine will be free" mehrfach an die Tür einer Toilette geschrieben. Durch ein Palästina "vom Fluss zum Meer" wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber in Frohnau

    23.10.2025 Bezirk: Reinickendorf

    In der Schönfließer Straße Ecke Golanczstraße in Frohnau wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Dieser zeigte durchgestrichene Regenbogenflaggen und titelte "Pädophilie bekämpfen" und "schützt die Kinder". Hierbei handelt es sich um eine gezielte Desinformationskampagne, die queere Menschen in Verbindung mit sexualisierter Gewalt oder Kindesmissbrauch stellt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistische Beleidigung in Alt-Friedrichsfelde

    23.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Ein Mann sagte in der Tram 27 Richtung Pasedagplatz auf Höhe des S-Bahnhofes Friedrichfelde Ost zu zwei Mitfahrenden, die sich leise unterhielten: „Deutsch sprechen wär auch nicht schlecht, überall nur noch Ka*****“.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistischer Aufkleber in Adlershof

    23.10.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Gellertstr. wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Schmiererei gegen Antifaschist*innen und extrem rechte Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    23.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Große-Leege-Straße wurde auf einem Stromkasten der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".

    An der Bushaltestelle in der Leuenberger Straße wurden zudem zwei Aufkleber aus einem Neonaziversand gemeldet und entfernt. Einmal war das rassistische Motiv "Talahons abschieben" und einmal die Parole "Dumm, dümmer, Antifa" zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Selbstorganisation erhielt Hass-Mail

    23.10.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine Selbstorganisation erhielt eine beleidigende Hass-Mail in der zudem extrem rechte Narrative verbreitet wurden.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Sprüherei gegen Antifaschist*innen in Lichtenberg-Nord

    23.10.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Unterführung Schlichtallee Ecke Zobtener Straße, unterhalb der S-Bahn Brücke, wurde ein gesprühter „EHL“-Schriftzug (= "Einheit Lichtenberg") in Kombination mit dem neonazistischen Zahlencode „1161“ gemeldet. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für "Anti-antifaschistische Aktion".

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Vielzahl an extrem rechten und rassistischen Stickern in Steglitz

    23.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In der Rothenburgstraße wurde eine große Anzahl an Stickern entdeckt und teilweise entfernt. Die Sticker stammten u.a. von der extrem rechten Gruppierung "aktiv.berlin". Einige der Sticker propagierten das rassistische Konzept der sog. "Remigration". Andere Sticker warben für die extrem rechte Kampagne "Stolzmonat".

    Quelle: Bürger*innenmeldung über das Vorfallsformular
  • Antimuslimische E-Mails

    22.10.2025 Bezirk: Spandau

    Die Linke Spandau erhielt zwei Emails von derselben Person mit antimuslimischem rassistischen Inhalt. Die E-Mails enthielten auch Schimpfwörter und Beleidigungen gegen die Parteien Die Linke und Die Grünen.

    Quelle: Die Linke Spandau
  • Antisemitische Bedrohung in Berlin

    22.10.2025 Bezirk: Berlinweit
    Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall online. Weitere Informationen werden zum Schutz der Betroffenen nicht veröffentlicht. Zudem wurde das Vorfallsdatum geändert.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Parolen auf einer Kundgebung

    22.10.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Auf einer Kundgebung am Wittenbergplatz wurden u.a. antisemitische Parolen gerufen und Schilder gezeigt, die z.B. den Zionismus mit Faschismus, Rassismus und Nationalsozialismus gleichsetzen.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Propaganda in Tiergarten

    22.10.2025 Bezirk: Mitte

    Vor der Philharmonie im Ortsteil Tiergarten wurde ein Zettel an eine Laterne geklebt, der u.a. die Schoa bagatellisierte, eine antisemitische Täter-Opfer-Umkehr vornahm und das Judentum als „Volksmafia“ beschrieb.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitischer Vorfall in Steglitz-Zehlendorf

    22.10.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall in Steglitz-Zehlendorf. Um betroffene Personen zu schützen wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum verändert.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Immer wieder erlebten Rom*nja aus der Ukraine in Marzahn-Hellersdorf Racial Profiling durch die Berliner Polizei, da die Polizist*innen sie für Menschen aus Moldau hielten und sie zwecks Abschiebung anhielten.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Das Jobcenter verweigerte monatelang und ungerechtfertigt den Zugang zu existenzsichernden Leistungen und behauptete, die eingereichten Anträge seien leider verschwunden. Die Gründe wurden als antiziganistisch motiviert eingeschätzt. Das Datum entspricht nicht dem Datum der Leistungsverweigerung, sondern wurde geändert.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Eine Mutter mit drei Kindern bittet in einer Unterkunft um einen Krankenwagen für ihr Kind, das hohes Fieber hatte, was ihr verweigert wurde. Dies wurde als antizigainistische Benachteiligung bewertet.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Immer wieder werden Menschen, die als Rom*nja wahrgenommen werden, in Marzahn-Hellersdorf Plätze zur Ableistung von Sozialstunden verweigert, während andere Menschen von diesen Trägern angenommen werden.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Das Jobcenter verweigerte ungerechtfertigt den Zugang zu existenzsichernden Leistungen. Die Gründe wurden als antiziganistisch motiviert eingeschätzt. Das Datum entspricht nicht dem Datum der Leistungsverweigerung, sondern wurde geändert.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Das Jobcenter verweigerte ungerechtfertigt den Zugang zu existenzsichernden Leistungen. Die Gründe wurden als antiziganistisch motiviert eingeschätzt. Das Datum entspricht nicht dem Datum der Leistungsverweigerung, sondern wurde geändert.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
  • Antiziganistischer Vorfall in Marzahn-Hellersdorf

    22.10.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Auf der Suche nach einer hausärztlichen Praxis wurde ein Rom abgelehnt, man nehme angeblich keine Patient*innen mehr an. Eine weiße Person wurde einen Tag zuvor angenommen.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
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