Reichsbürger*innenkundgebung am Brandenburger Tor
Vor der us-amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Vor der us-amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am S-Bahnhof Feuerbachstraße wurde eine trans gelesene Person aus transfeindlicher Motivation beleidigt.
In der S-Bahn kurz vor dem S-Bahnhof Adlershof zeigte ein junger Mann das "White Power"-Zeichen.
An einem Briefkasten im Bekassinenweg in Heiligensee, wurde ein Aufkleber eines Neonaziversandhandels bemerkt und entfernt. Der Aufkleber warb in völkischer Ästhetik und mit schwarz-weiß-roter Flagge für "Heimatliebe" gestaltet.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.
Auf einer Versammlung wurde in einem Redebeitrag die Situation in Gaza mit der Schoa gleichgesetzt.
An der Humboldt-Universität fand eine propalästinensiche Kundgebung mit ca. 150 Teilnehmenden statt, wobei die Parolen »From the river to the sea, palestine will be free" und "There is only one statt, Palestine 48" gerufen wurden. Diese Parolen können als Aufruf zur Zerstörung Israels, Vertreibung und Auslöschung der jüdischen Bevölkerung verstanden werden.
Propalästinensische Aktivist*innen griffen am Mittag eine Bankfilliale in der Müllerstraße in Wedding an riefen "from the river to the sea, palestine will be free" und hinterließen Markierungen mit großen Hamas-Dreiecken.
An der Tramhaltestelle Pankower Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
In der Nähe der U-Bahnstation Wutzkyallee wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineradios gefunden und entfernt.
In der Nähe des Berliner Doms wurden ein Aufkleber und ein Plakat einer nationalbolschewistischen Kleinstgruppe entdeckt und entfernt.
Rund um die Bernhard-Bästlein-Straße und die Hohenschönhauser Straße wurden Flyer der Neonazipartei "Die Heimat" in Briefkästen verteilt, welche für einen antiziganistischen Aufmarsch der "Heimat" gemeinsam mit deren Jugendorganisation "Junge Nationalisten" (JN) und der jungen Neonazigruppierung "Deutsche Jugend Voran" am Sonnabend, den 29.11.2025 in Berlin-Mitte, aufriefen. Unter dem rassistischen Motto "Betrüger und kriminelle Ausländer raus!" wird in dem Flyer mit offenem Antiziganismus gegen Sinti*zze und Rom*nja gehetzt.
Nachdem am Vortag die extrem rechten Symbole durch Polizeibeamt*innen übermalt worden waren, wurden darüber erneut Hakenkreuze und der extrem rechte Zahlencode "88" in ein Staakener Hochhaus geschmiert. Wieder wurde Anzeige erstattet und die Hausverwaltung informiert. Die Schmierereien wurden entfernt.
Am U-Bahnhof Kleistpark wurde ein Hakenkreuz auf einen Ticketautomaten geschmiert.
Am Abend versperrten drei junge Männer einer Person den Weg zur Toilette im Schöneweidecenter, wobei sie die Person bedrängten und dies mit lauten Ekelgeräuschen kommentierten. Die betroffene Person war so eingeschüchtert, dass sie die Toilette nicht benutzen konnte.
An einem Mülleimer am Spielplatz am Rudolfplatz wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Remigration schützt Frauen" entdeckt und entfernt.
Auf einem Stromkasten an der Ecke von Giesensdorfer Straße und Königsberger Straße in Lichterfelde Ost wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
An einer Schule im Bezirk Mitte ereigneten sich Vorfälle von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Tramhaltestelle Helene-Weigel-Platz wurde mit Edding ein anti-Schwarz rassistischer Spruch angebracht. Dort wurde in Anspielung an die Versklavung Schwarzer Menschen das N-Wort für eine Schwarze Person benutzt und für einen Centbetrag zum Verkauf angeboten.
An einem Parkscheinautomaten in der Holteistraße wurde die Parole "FCK ZIO NZS" mit schwarzem Edding angebracht.
In der Müggelheimer Str. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief.
In der Friedenstraße wurde bei einem antifaschistischen Grafitti das "Anti" entfernt und somit ein pro-faschistische Botschaft vermittelt. Die erste 1 des Zahlencodes "161" (AFA bzw. Antifa) wurde durchgegstrichen und die "61" (FA bzw. Faschismus) wurde unterstrichen.
Zahlreiche Hakenkreuze und der extrem rechte Zahlencode "88" wurden wieder an die Wände des Fahrstuhls in einem Staakener Hochhauses geschmiert. Es wurde Anzeige erstattet und die Hausverwaltung informiert. Die Schmierereien wurden durch Polizeibeamt*innen entfernt.
In Plänterwald wurden LGBTIQ*-feindliche Flyer in private Briefkästen gesteckt. Die Melder*innen sind regelmäßig von LGBTIQ*-Feindlichkeit betroffen. Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall anonymisiert.
Im Ernst-Thälmann-Park wurde an einer Parkbank der Aufkleber mit dem Slogan "FCK LGBTIQ" entdeckt und entfernt.
Am Alexanderplatz wurde ein A4-Plakat mit dem faschistischen Symbol der "Schwarzen Sonne" entdeckt und entfernt.
An der Massante-Brücke im Ortsteil Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti Antifaschistische Aktion) entdeckt und übermalt.
In der Friedrichstraße Ecke Unter den Linden wurden drei anti-Schwarze rassistisch-einwanderungsfeindliche Aufkleber entdeckt und entfernt.
Von einem Mülleimer am Spielplatz Rudolfplatz wurde ein rassistischer Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entfernt. Abgebildet waren viele bunte, in Herzform angeordnete Flugzeuge und das Wort "Remigration".
Bei einem Telefonat mit einem Amt in Pankow in der Storkower Straße wurde eine Klientin der Migrationsberatung rassistisch behandelt. Da die Klientin kein Deutsch spricht, versuchte sie, sich auf Englisch zu verständigen. Die Sachbearbeiterin forderte sie wiederholt in unhöflicher Weise auf, Deutsch zu lernen, obwohl eine Übersetzung möglich gewesen wäre.
Auf dem Bahnsteig am S-Bahnhof Lichterfelde West wurde erneut ein Sticker der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" entdeckt. Dieser hatte den Slogan: "Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt. Unsere Heimat ist nicht verhandelbar" und richtete sich damit gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Daneben war auf einem anderen Sticker eine Schmiererei geschrieben, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
An der Tramhaltestelle Röderplatz wurde ein neonazistischer Aufkleber mit der Parole "Anti-Antifa organisieren! - BLCLV" in Kombination mit einer mit einer Sturmhaube vermummten Person entdeckt und unkenntlich gemacht. "BLCLV" steht für die Bautzener Neonazi-Gruppe „Balaclava Graphics“. In einer Sturmhaube, der sogenannten Balaclava, präsentiert sich das selbsternannte „Medienkollektiv“ auf Instagram, Telegram, Facebook und YouTube. Bei der Gruppe handelt es sich um eine Mischung aus hippen Influencern mit militantem Neonazismus und NS-Glorifizierung.
Auf der Sonnenallee wurde eine Schmiererei entdeckt, die abspricht, dass Israel ein echter Staat sei.
Auf einer Kundgebung am Potsdamer Platz wurden antisemitische Parolen gerufen.
An der Bushaltestelle Sterndamm/ Schule wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Breiten Straße wurden zwei Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ entdeckt und überklebt.
An der Haltestelle Großbeerenstraße / Daimlerstraße wurden mehrere Hakenkreuze entdeckt.
In der Seelingstraße in Charlottenburg wurde ein israelbezogener antisemitischer Sticker mit der Aufschrift „Boycott Israeli Apartheid“ entdeckt und entfernt.
In der Auguststraße in Mitte wurde die NS-relativierende Schmiererei "Pali Nazis Fuck Off" entdeckt und entfernt
An einem Denkmal zur Erinnerung der Toten des Zweiten Weltkriegs auf einem Friedhof an der Humboldtstraße im Ortsteil Reinickendorf wurde ein Grablicht bemerkt, auf dem ein Aufkleber mit einer schwarz-weiß-roten Flagge zu sehen war. Die Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot waren von 1871 bis 1919 und von 1933 bis 1945 die Flagge des Deutschen Reiches in der Kaiserzeit sowie zur Zeit des Nationalsozialismus mit dessen Hakenkreuz-Flagge. In der Weimarer Republik wurden sie durch die republikanischen Farben Schwarz-Rot-Gold ersetzt. In dieser Zeit standen die alten Reichsfarben für die Ablehnung der Demokratie und Umsturzversuche. Schwarz-Weiß-Rot steht heutzutage für einen autoritären Nationalismus und die Ablehnung der parlamentarischen Demokratie und prägt öffentliche Auftritte der extremen Rechten. Da die Reichsfahne sowie verschiedene Varianten der Reichskriegsflagge in der BRD nicht grundsätzlich strafbar sind, werden sie auch als Ersatz für die verbotene Hakenkreuzfahne verwendet.
In der Seelingstraße in Charlottenburg wurde an dem Schild eines Treffs für obdachlose Menschen mit Edding die obdachlosenfeindliche Beleidigung "Assis" geschmiert.
In der Neuen Krugallee und der Willi-Sänger-Str. wurden drei rassistische Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
An einer Ampel in der Greifswalder Straße wurden zwei rassistischer Aufkleber entdeckt. Auf den Aufklebern steht der Schriftzug „Free Europe from Palestine“.
In der Garderobe der Staatsbibliothek in der Potsdamer Straße wurde eine Frau im Vorbeigehen von einer anderen Nutzerin rassistisch und sexistisch beleidigt und angeschrien, dass sie aus Deutschland auswandern solle.
An der Ecke Schloßstraße/Deitmerstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der aus einem extrem rechten Versand stammte. Er richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.