Sticker der extremen Rechten im Sewanviertel
In der Volkradstraße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Deutsche Jugend voran" gemeldet und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Volkradstraße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Deutsche Jugend voran" gemeldet und entfernt.
In Alt-Hohenschönhausen gingen mehrere Meldungen extrem rechter Sticker ein. In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Altenhofer Straße wurden zwei Sticker der extremen Rechten auf Verkehrsschildern gemeldet. Auf einem steht "No Asyl", ein weiterer zeigt eine Schwarze Sonne auf dem Hintergrund der Reichskriegsflagge. Beide wurden entfernt. Zudem wurde in der Konrad-Wolf-Straße, an der Haltestelle Simon-Bolivar-Straße, ein Sticker gemeldet, auf dem "Gegen Antifa" stand. In der Simon-Bolivar-Straße Ecke Zechliner Straße wurden zwei Sticker gemeldet, auf denen einmal ein Wehrmachtssoldat mit dem Spruch "Opa war kein Mörder" zu sehen war und einmal "Antifaschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen" stand.
Am Stuttgarter Platz in Höhe der Wilmersdorfer Straße bedrohte ein Mann gegen 19:30 Uhr eine Frau und einen Mann, die gerade antifaschistische Plakate mit der Aufschrift "Björn Höcke ist ein Nazi" aufhingen. Er beschimpfte und bepöbelte sie und trat sehr aggressiv auf. Er fotografierte sie immer wieder nach Art der "Anti-Antifa", sagte immer wieder, er riefe gleich die Polizei und tippte in sein Mobiltelefon. An der Wilmersdorfer Straße Ecke Gervinusstraße wurde er sehr aggressiv und drohte ihnen erneut. Die beiden Antifaschist*innen brachen ihre Plakataktion aufgrund der Aggressivität des Mannes ab und flüchteten in ein Geschäft, aus dem sie sich abholen ließen. Die bedrohliche Lage dauerte etwa eine Viertelstunde an. Am nächsten Tag waren alle aufgehängten Plakate abgerissen.
Vor dem Eingang eines Supermarktes am Maybachufer in Nord-Neukölln hatten zwei Mitarbeitende des Unternehmens der Telekom einen Werbestand aufgebaut. Die beiden Männer verhielten sich sexistisch und homofeindlich gegenüber Passant*innen. Als ein lesbisches Paar händchenhaltend an dem Stand vorbeilief, machte einer der beiden Männer homofeindliche und diskriminierende Kommentare. Der andere Mitarbeitende der Telekom lachte. Als die meldende Person am nächsten Mittag alleine an dem Stand vorbeiging, äußerte sich einer der Männer sexistisch gegenüber der Betroffenen.
Nachdem die betroffene Person das Verhalten den Mitarbeitenden im angrenzenden Supermarkt gemeldet hat, erhielten die beiden Männer mit dem Telekom-Stand einen Platzverweis.
In einem Einkaufszentrum in der Hermannstraße kam es zu einem Streit zwischen einer 20-jährigen, einer 22-jährigen und einer 30-jährigen Frau. Im Zuge der Auseinandersetzung wurde die 20-jährige Frau von der acht Jahre älteren Frau ins Gesicht gespuckt, gegen die Beine getreten und homofeindlich beleidigt.
Das am Nachbarschaftshaus in der Puchanstr. befestigte Banner zum Pride Month wurde über das Wochenende gewaltsam entfernt. Das Banner war mehrfach gesichert und stabil angebracht. Es wurde mit großer Gewalt und Hilfsmitteln entfernt.
In einem Einkaufszentrum in der Hermannstraße kam es zu einem Streit zwischen einer 20-jährigen, einer 22-jährigen und einer 30-jährigen Frau. Im Zuge der Auseinanderstezung wurde die 20-jährige Frau von der acht Jahre älteren Frau angegriffen und homofeindlich beleidigt. Die 22-jährige Begleitung beleidigte die 30-jährige Frau daraufhin rassistisch. Ein hinzugekommener Mann soll der 20-Jährigen anschließend mit der flachen Hand in das Gesicht geschlagen haben. Der Mann und die 30-jährige Frau entfernten sich anschließend aus der Situation.
An einer Litfaßsäule zwischen Hauptstraße und Kleistpark sowie an einem Briefkasten in der Elßholzstraße wurden je ein antifeministischer und extrem rechter Aufkleber entdeckt mit der Aufschrift: „Stop Baerbock! Save Europe! Get America out of Europe“ (dt.: ‚Baerbock stoppen! Europa Retten! Amerika raus aus Europa!‛) Der Aufkleber enthielt eine sexistische und herabwürdigende Grafik, die die New-Yorker Freiheitsstatue mit dem Kopf von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock darstellte, die in aufreizender Pose mit angewinkelten und geöffneten Beinen, roten Highheels und sichtbarer Vulva lag und die Fackel als Dildo zeigte. Die Fackel der tatsächlichen Freiheitsstatue symbolisiert Fortschritt und Moderne. Die Darstellung richtete sich gegen Baerbock als erfolgreiche Frau und zeigte sie in erniedrigender Weise. Sowohl die Grafik des Aufklebers als auch sein Schriftzug werden interpretiert als extrem rechte Parole mit antifeministischen, antiamerikanistischen, nationalistischen und antimodernistischen Vorstellungen.
Erneut wurden am U-Bahnhof Spichernstraße auf dem U9-Gleis rechte Schmierereien entdeckt. So wurde der Slogan "ANTIFA dumme Handlanger der NWO (Soros-Gates etc Knechte)" auf eine Plakatwand geschmiert. Der Schriftzug nutzt antisemitische Verschwörungserzählungen, um antifaschistisch Engagierte zu verunglimpfen. Die Abkürzung "NWO" steht für den antisemitischen Mythos der "New World Order", zudem fungieren die Namen der benannten Personen (Bill Gates, George Soros) als antisemitische Chiffre.
An der Tramstation Rüdickenstraße wurde ein Sticker der "Identitären Bewegung" mit der Aufschrift "Heimatverliebt" gemeldet und entfernt.
In der Dolgenseestraße bei einem Supermarkt wurde ein Aufkleber gemeldet, auf dem "Deutsches Reichsgebiet" stand. Er wurde entfernt.
Eine Demonstration sogenannter Querdenker*innen und Sympathisant*innen der Partei „Die Basis“ zog vom Rathaus Schöneberg zum Winterfeldtplatz. An der Demonstration nahmen maximal 20 Personen teil. Während mindestens einer der wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen wurde die Zeitung „Demokratischer Widerstand“ verteilt. Personen aus diesem Spektrum demonstrieren öfter mit Mitgliedern der extremen Rechten.
Die Hauswand des Geschäftsbüros der MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschland) in Nord-Neukölln wurde mit antikommunistischen Schmierereien versehen. Neben dem Schriftzug "Kommunismus>80 mio Tote" wurden die Schaukästen mit schwarzen Kreuzen beschmiert.
Eine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Gegen 1:30 Uhr wurde in der Hagelberger Straße ein schwules Paar erst durch einen 21-jährigen Angreifer beleidigt und dann einer der beiden Männer mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und gegen den Körper getreten. Als der Betroffene am Boden lag, wurde auch der Begleiter geschlagen und getreten, bis auch er zu Boden ging.
An der Zehlendorfer Eiche gegen 10 Uhr an der Kreuzung Teltower Damm, Ecke Potsdamer Straße beleidigte jemand zwei Frauen in Begleitung ihrer Kinder auf der Straße: Sie wären Terroristinnen, sie gebären nur Kinder, sie kleideten sich provokativ. Die beiden Frauen waren fassungslos und ihre Kinder hatten Angst.
Im Bezirk Spandau fand ein rassistischer Angriff statt. Weitere Informationen wurden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht. (Datum anonymisiert)
Am Wahlkreisbüro der SPD-Bundestagsabgeordneten Annika Klose in der Turmstraße wurde von unbekannten, vermutlich extrem rechten Täter*innen eine Glasscheibe über einem SPD-Logo beschädigt.
Im Weitlingkiez wurden 12 Hakenkreuze gemeldet. Diese wurden mit einer weißen Farbrolle an Häuserwände geschmiert. Inzwischen sind diese übermalt. Weiter wurde der Tag "NS" für "Nationalsozialismus" verwendet.
An der Tramhaltestelle Marktsstr. wurde ein antisemitischer Aufkleber gemeldet und entfernt.
Im Bereich des Selgenauer Wegs und Alt-Rudow wurden fünf Hakenkreuze in der Größe von 10-35 cm geschmiert. Weiter wurden bis zu 14 Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Sowohl die Hakenkreuzschmierereien als auch die Aufkleber wurden entfernt bzw. unkenntlich gemacht.
An einer Brücke in der Gottschalkstraße in Gesundbrunnen wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker entdeckt und entfernt.
Gegen 16:45 Uhr wurde vor einem Technoclub eine aufgrund ihrer Kleidung als schwul und links erkennbare Person angesprochen und aggressiv aufgefordert mitzukommen. Als sich die Person weigerte, verschwand der Täter zunächst. Etwa 30 Minuten später kehrte der Täter zurück und bewarf die betroffene Person mit einer Sektflasche, welche nur sehr knapp ihr Ziel verfehlte, und rannte weg.
Im Gerichtsgebäude in Moabit des Amtsgerichts Tiergarten kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In Pankow fand ein rassistischer Bedrohung statt. Das genaue Datum des Angriffs ist nicht bekannt.
Bei einer Wanderung auf dem Krampenburger Weg wurde eine Gruppe von Frauen, unter denen auch mehrere PoC waren, rassistisch beleidigt. Ein junger Mann mit einer Bierflasche in der Hand schrie aggressiv mehrfach das N-Wort sowie "Heil Hitler" und zeigte den Hitlergruß, zudem brüllte er "verschwindet aus Deutschland".
Eine Person wurde von einer Berliner Bank aus einem rassistischem Motiv strukturell benachteiligt, in dem für die Auszahlung eines überwiesenen Geldbetrages mehrere unnötige Unterlagen eingefordert wurden. Die Person solle beweisen, dass es sich um geliehenes Geld handele. Auch nach Einreichen dieser Unterlagen und persönlicher Bestätigung der überweisenden Person wird die Auszahlung weiter hinausgezögert.
Eine Familie ging mit ihren Freunden nach Hause. Zwischen der Bruno-Apitz-Straße und Wolfgang-Heinz-Straße wurde die Mutter von einer anderen Frau rassistisch beleidigt und angegriffen. Die Frau sagte, dass sie „zu viele Kinder“ habe, "nur wegen dem Kindergeld da sei" und "in ihre Heimat zurück gehen soll". Weiter sagte die Frau, dass "dieses Land ihr gehöre". Die Mutter erwiderte, dass ihr Zuhause in Deutschland ist. Daraufhin erwiderte die Frau erneut, dass dies nicht ihr Zuhause wäre und sie sich „verpissen“ soll. Die Betroffene machte ein Video von der Situation. Die Frau merkte dies und wollte die Mutter schlagen, die Bekannte ging dazwischen. Die Bekannte wurde von der Frau an der Hand festgehalten. Der Mann der Mutter wollte dazwischen gehen, woraufhin die Frau ihm Gewalt androhte. Der Mann trat zurück. Die Mutter bat einen Passanten, die Polizei zu rufen. Die Frau wurde immer wütender und griff die Mutter an. Die Frau versuchte die Mutter zu schlagen und zu würgen. Die Mutter wehrte sich. Der Passant versuchte, die Frau zu beruhigen. Die Frau flüchtete daraufhin.
In Pankow fand ein rassistischer Angriff statt. Das genaue Datum des Angriffs ist nicht bekannt.
In der Charlottenburger Schlossstraße und im Schustehruspark wurden Aufnahmen für ein rechtes, verschwörungsideologisches Video, welches am 15.07. von der Partei "Die Basis" auf mehreren Videoportalen veröffentlicht wurde, gemacht. Darin wird ein Aktivist aus dem Umfeld verschwörungsideologischer Versammlungen interviewt. In diesem Interview bewirbt er unter anderem mehrere extrem rechte Internetseiten und verbreitet Verschwörungsmythen.
Reichsbürger*innen hielten eine Kundgebung mit ca. 10 Teilnehmenden vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz ab, auf der NS-Verharmlosungen und Verschwörungsmythen aus regierungsorientierten russischen Quellen zum Ukraine-Krieg verbreitet wurden.
Am Roederplatz rief eine Person gegen 10:00 Uhr am Abend laut "Sieg Heil".
An der Landsberger Allee wurden Aufkleber von der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gemeldet. Diese richteten sich gegen politische Gegner*innen.
An einer bezirklichen Schule kam es zu einer antiziganistisch motivierten kriminalisierenden Unterstellung.
Zum Schutz der Betroffenen wurde der Vorfall, sowie das Vorfalldatum anonymisiert.
Auf dem Hermann-Ehlers-Platz fand eine Kundgebung eines verschwörungsideologischen, extrem rechten Autokorsos statt. An der Kundgebung nahmen mehrere Personen und Redner*innen aus dem Reichsbürger*innenmilieu teil, die z.B. Kleidung in Reichsfarben trugen. Einer der Redner trug Kleidung, welche der extrem rechten Szene zuzuordnen ist. Dabei verbreiteten die Teilnehmenden Verschwörungsmythen, vor allem zum Krieg in der Ukraine, zur Corona-Pandemie und den Medien.
Es fand ein rassistischer Vorfall gegen eine Schwarze Person statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine aus der Ukraine geflüchtete Schwarze Person wurde bei der Wohnungssuche im Bezirk Mitte rassistisch beleidigt.
Gegen 19:30 Uhr bedrohte ein Mann im RE1 Richtung Frankfurt Oder mehrere Frauen auf NS-verherrlichende Weise und sprach Todesdrohungen aus. So beschimpfte er die Betroffenen sinngemäß mit Äußerungen wie "Ihr gehört alle ins KZ" und "Ich vergas euch alle". Am Bahnhof Charlottenburg nahm die hinzugerufene Polizei den 39-Jährigen vorläufig fest.
An der Ecke Richardstraße/Böhmische Straße in Nord-Neukölln wird ein 22-jähriger Mann im Vorbeigehen von einem Unbekannten aus rassistischer und LGBTIQ*-feindlicher Motivation beleidigt und ins Gesicht gespuckt.
An einem leeren Schaukasten vor einem Supermarkt in der Bernauer Straße in Tegel-Süd wurden Aufkleber der "Jungen Alternative", der Jugendorganisation der AfD, bemerkt und entfernt. Sie richteten sich gegen Safe Spaces an Universitäten, also Schutzräume für Personen, die von Diskriminierung betroffen sind.
Am Kiehlufer, zwischen der Innstraße und der Elsenstraße, wurde auf dem Boden ein antifeministisches Graffiti mit dem Slogan "Femi Sluts" entdeckt. Zudem wurden bei weiteren Graffitis das Hammer und Sichel-Symbol mehrfach durchgestrichen und mit dem Wort "Hure" überschmiert.
Eine Institution erhält eine antisemitische Mail.
Auf dem S-Bahnhof Alexanderplatz wurde ein jüdischer Israeli von zwei jungen Männern angegriffen. Die Täter sagten, dass er Jude und Israeli sei, verfluchten ihn, dann wurde er bespuckt, getreten, geschlagen und auf arabisch beschimpft. Die Täter versuchten auch, sein Telefon zu stehlen.
Es ereignete sich ein antisemitischer Angriff.
In einer Grünanlage zwischen Wuhletalstraße und Trusetaler Straße wurde ein Hakenkreuz auf einen Weg geschmiert.
Im Volkspark Friedrichshain wurde ein Sticker angebracht, der im Layout Bezug auf eine Aktion von Fussballfans gegen Homophobie nimmt und sich gegen diese Aktion richtet.
Angebracht wurde er über einem Sticker von Merchbaenchen "Antitransphobe Aktion", die sich für Gleichberechtigung, Menschlichkeit und Toleranz einsetzen.