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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistischer Angriff in Neu-Hohenschönhausen

    28.07.2023 Bezirk: Lichtenberg

    In der Egon-Erwin-Kirsch-Straße fand ein rassistischer Angriff statt. Ein junger Erwachsener war gemeinsam mit einer Freundin gegen 15:00 Uhr auf der Egon-Erwin-Kisch Straße unterwegs, als ihn ein unbekannter Mann zunächst nach seiner Herkunft gefragt und anschließend rassistisch beleidigte. Anschließend hat der Angreifer dem Betroffenen eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen und ist dann in unbekannte Richtung geflüchtet. Der Betroffene erlitt eine Kopfplatzwunde.

    Quelle: Polizei Berlin, 29.07.2023
  • Angriff gegen obdachlose Person in der Ringbahn

    27.07.2023 Bezirk: Lichtenberg

    Eine obdachlose Person versuchte in der Ringbahn (zwischen Greifswalder Straße und Frankfurter Allee) gegen 20:30 Uhr eine Zeitung zu verkaufen und wurde dabei von einer Person verbal und körperlich bedroht und angegriffen. Eine Frau fragte dabei, "ob irgendjemand im Wagen danach gefragt hätte, vollgequatscht zu werden, was das soll, hier alle vollzulabern und was die obdachlose Person hier wolle". Dabei stieß und fasste sie die obdachlose Person wiederholt an. Mitfahrer*innen schritten in die Situation ein, sodass die Angreiferin von der obdachlosen Person abließ.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung am Arbeitsplatz

    27.07.2023 Bezirk: Berlinweit

    Ein Mensch mit Behinderung wird am Arbeitsplatz diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • Beschädigung einer Gedenkplakette nahe Rathaus Lichtenberg

    27.07.2023 Bezirk: Lichtenberg

    Erneut wurde eine Gedenkplakette an einer Parkbank nahe Rathaus Lichtenberg, die an einen verstorbenen obdachlosen Menschen erinnert, beschmiert und so unkenntlich gemacht. Die Plakette wurde mit blauer Farbe überschmiert. Inzwischen wurde sie gereinigt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • LGBTIQ*-feindliche Schmiererei in Charlottenburg

    27.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Hardenbergstraße in der Nähe vom S-Bahnhof Zoologischer Garten wurde ein Werbeplakat für ein Konzert eines*r nichtbinären Künstler*in mit NS-verherrlichenden und LGBTIQ*-feindlichen Sprüchen beschmiert. So wurde dem*der abgebildeten Künstler*in mit schwarzer Farbe "SS" auf die Stirn geschrieben, wobei die Buchstaben als doppelte Siegrune gezeichnet wurden. Die doppelte Siegrune war in der Zeit des Nationalsozialismus das Emblem der Schutzstaffel (SS). Die Verwendung ist heute gesetzlich verboten.
    Außerdem wurde das englische Wort "Poof" (zu deutsch: Tunte) auf den Oberarm des*der Abgebildeten geschrieben.

    Quelle: Register CW
  • "NRJ"-Aufkleber im Prenzlauer Berg

    27.07.2023 Bezirk: Pankow

    In der Spiekermannstraße und in der Ostseestraße wurden Aufkleber der Jugendorganisation der extrem rechten Partei "Der III. Weg" - NRJ - entdeckt und entfernt. Diese hatten das Organisationslogo als Abbildung und die URL.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische Beleidigung und NS-Verherrlichung in Neu-Hohenschönhausen

    27.07.2023 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramstation Rüdickenstraße wurde am Nachmittag eine rassistische Beleidigung und Bedrohung gemeldet. Ein Mann stieg aus der Tram aus, sprach eine nicht-weiße Person an und zeigte ihm den Mittelfinger. Kurz darauf pöbelte er eine weitere Person mit "Willkommen in Pankow-Ausschwitz". Die Melder*innen informierten daraufhin die Polizei.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische Schmiererei in Wedding

    27.07.2023 Bezirk: Mitte

    Im Aufzug eines Wohnhauses in der Otawistraße wurde der rassistische Schriftzug "Ausländer raus. Deutschland den Deutschen" entdeckt.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung
  • Rassistisches Graffiti in Nord-Neukölln

    27.07.2023 Bezirk: Neukölln

    In der Kienitzer Straße wurde an einer Hausfassade ein rassistisches Graffiti mit der Aufschrift "I'm white...I'm proud" entdeckt und übermalt. Ähnliche Slogans werden von der US-amerikanischen extremen Rechten verwendet, welche die "White Supremacy" (dt.: weiße Vorherrschaft) propagieren.

    Quelle: Register Neukölln
  • Strukturelle Benachteiligung in einem Geschäft in Tempelhof

    27.07.2023 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Eine Frau wurde in einem Elektronikgeschäft am Tempelhofer Damm benachteiligt, weil sie kein Deutsch sprach. Drei Mitarbeiter*innen des Geschäfts verweigerten ihr die Bedienung und wiederholten dreimal, dass sie in dem Geschäft nicht willkommen sei, da sie kein Deutsch spreche. Die betroffene Person erklärte, dass sie in anderen Geschäften problemlos bedient und nicht wegen mangelnder Sprachkenntnisse abgewiesen worden sei.

    Quelle: Einzelperson über Telefon
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung

    26.07.2023 Bezirk: Berlinweit

    Es wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung erfasst. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung am Arbeitsplatz

    26.07.2023 Bezirk: Berlinweit

    Eine Person mit Behinderung wird an ihrem Arbeitsplatz diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • Extreme rechte Aufkleber rund um den S-Bhf. Marzahn

    26.07.2023 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Rund um den S-Bahnhof Marzahn wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Daneben wurde auf einem Straßenschild ein selbstgebastelter Hakenkreuz-Aufkleber entdeckt und entfernt.
    Quelle: Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Plänterwald

    26.07.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Fahrstuhl des S-Bhf. Plänterwald wurden ein Aufkleber in Reichsfarben, sowie ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Fake-Sticker gegen Grüne und CDU

    26.07.2023 Bezirk: Spandau
    Auf dem Kugelspiel neben Karstadt in der Charlottenstraße wurden zwei Fake-Sticker entdeckt. Der eine imitierte einen Aufkleber von Bündnis 90/ Die Grünen, der ihnen die Enteignung von Dieselfahrern unterstellte. Darunter war der Rest eines weiteren Fake-Stickers zu sehen, der Stickern der CDU ähnelte. Die "CDC" propagierte hier, die Grundrechte seien egal.
    Quelle: Register Spandau
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber in Charlottenburg

    26.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im S-Bahnhof Charlottenburg wurden mehrere LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der extrem rechten "Jungen Alternative" entdeckt. Die Aufkleber nehmen Bezug auf die LGBTIQ*-feindliche, antifeministische und nationalistische Kampagne "Stolzmonat". Diese wurde während des Pride Months durchgeführt, um diesen, sowie die Forderungen und Rechte von LGBTIQ*, lächerlich zu machen und zu delegitimieren.

    Quelle: Register CW
  • NS-Verharmlosender Aufkleber in Mitte

    26.07.2023 Bezirk: Mitte

    In der Nähe der Weinmeisterstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der das russische Regime mit dem NS-Regime verglich und das NS-Regime verharmloste.

    Quelle: Berliner Register
  • Propaganda-Tour vom III. Weg in Hellersdorf

    26.07.2023 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" haben in Hellersdorf Flugblätter gegen politische Gegner*innen verteilt. Die Aktion bewarben sie anschließend mit einem Artikel auf ihrer Homepage. In einem offenen Kommentar auf der Homepage wird ein Berliner Politiker der Partei "Die Linke" verächtlich gemacht. Dabei wird im Hinblick auf die öffentlichen Aussagen des Politikers der Linken geschrieben, dass "einem schon mal das Messer in der Hosentasche aufgehen" könne.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf
  • Queerfeindliche Aufkleber in Tegel

    26.07.2023 Bezirk: Reinickendorf

    Am Ausgang des S-Bahnhof Tegel und in der Illerzeile wurden weitere Aufkleber mit der Aufschrift "#Stolzmonat" in den Farben der deutschen Nationalflagge bemerkt und entfernt. Unter dem Hashtag wendete sich die extreme Rechte gegen den Pride-Monat der queeren Bewegung. In der Nähe wurde außerdem ein Neonazi-Aufkleber mit dem Slogan „Deutsche Jugend voran“ entfernt. Der Slogan wird vom „III. Weg“ benutzt.

    Quelle: Register Reinickendorf
  • Rassistische Sachbeschädigung in Adlershof

    26.07.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Nacht wurden in der Wassermannstr. mehrere Klingelschilder mit arabischen Namen zerstört, sowie mehrfach gegen die Scheibe des Frisörs geschlagen, sodass diese schwer beschädigt wurde.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rassistische Schmiererei in Wedding

    26.07.2023 Bezirk: Mitte

    In der Hochstätter Straße wurde im Hausflur eines Wohnhauses die rassistische Schmiererei "Ausländer raus" entdeckt.

    Quelle: Registerstelle Mitte, Bürger*innenmeldung
  • Rechte Aufkleber in der Köpenicker Dammvorstadt

    26.07.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Seelenbinderstr. wurden mehrere Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine Vermischung von Kulturen ist nicht gewünscht.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Rechter Sticker im Kiez Rathaus Yorckstrasse

    26.07.2023 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Schaukasten des Modellprojekts Rathausblock, am Hauptzugang auf dem Parkplatz von Finanzamt und LPG, wurde ein Sticker der Jungen Alternative "Konsensstörung im Save Space" entfernt.

    Quelle: Kieznetz Rathausblock
  • Schmiererei gegen Antifaschismus in Gropiusstadt

    26.07.2023 Bezirk: Neukölln

    An einem Parkmülleimer in der Grünanlage zwischen dem Bahnhof Britz-Süd und der Johannisthaler Chaussee wurde eine Schmiererei mit der Aufschrift "Scheiß Antifa" gesichtet.

    Quelle: Register Neukölln
  • Schriftzug des "III. Weg" in Köpenick-Nord

    26.07.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An dem Schild eines Supermarktes in der Kaulsdorfer Str. wurde der Schriftzug "NRJ" entdeckt. Die NRJ (Nationalrevolutionäre Jugend) ist die Jugendorganisation der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg".

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Sticker gegen politische Gegner*innen am Roederplatz

    26.07.2023 Bezirk: Lichtenberg

    Erneut wurden Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten am Roderplatz gemeldet. Diese titelten "Nieder mit der roten Pest" und "Zecken jagen". Der Begriff "Zecke" wird abwertend gegenüber Linken von der extremen Rechten genutzt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Transfeindlicher Aufkleber in Alt-Treptow

    26.07.2023 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Bouchéstr. wurde ein transfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Er richtete sich gegen trans Personen im Sport.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Behindertenfeindliche Diskriminierung am Arbeitsplatz

    25.07.2023 Bezirk: Berlinweit

    Es wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung erfasst. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Antidiskriminierungsberatung Alter, Behinderung, Chronische Erkrankung
  • "Der III. Weg"-Sticker in Gropiusstadt

    25.07.2023 Bezirk: Neukölln

    Im Neuköllner Bezirksteil Gropiusstadt im Bereich des Wildmeisterdamms wurden mehrere Sticker der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gesichtet und entfernt.

    Quelle: Register Neukölln
  • Extrem rechter Aufkleber am Zoologischen Garten

    25.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf dem Hardenbergplatz wurde ein Aufkleber der Gruppe "Patriotische Jugend" mit der Aufschrift "Umweltschutz ist Heimatschutz" entdeckt. Das Thema Umweltschutz wird durch die extreme Rechte immer wieder vereinnahmt und mit völkischen Ideologien in Verbindung gebracht.

    Quelle: Register CW
  • Extrem rechter Aufkleber in Wilmersdorf

    25.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der U7 auf Höhe des U-Bahnhofs Berliner Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen den politischen Gegner richtete.

    Quelle: Bürger*innenmeldung via Signal
  • NS-verherrlichende Propaganda in Nord-Neukölln

    25.07.2023 Bezirk: Neukölln

    In Nord-Neukölln in der Umgebung der Okerstraße wurden NS-verherrlichende Schmierereien entdeckt. Neben Hakenkreuzen wurde der Zahlencode "88", der für "Heil Hitler" steht, gesichtet.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • NS-Verherrlichende Schmiererei in Charlottenburg

    25.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Carmerstraße wurde an einem Stromkasten der Schriftzug "Waffen SS" entdeckt und entfernt. Das Wort "SS" war zudem als doppelte Siegrune dargestellt, deren Verwendung gesetzlich verboten ist.

    Außerdem wurde in der Carmerstraße ein Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine Vermischung von Kulturen ist nicht gewünscht.

    Quelle: Register CW
  • Rassistische Beleidigung in Charlottenburg

    25.07.2023 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Gegen 18:35 Uhr wurde eine Frau im 309er Bus Richtung Schlosspark-Klinik auf Höhe der Haltestelle Kaiser-Friedrich-Straße/Kantstraße von einem Mann rassistisch beleidigt. Schon als die Betroffene in den Bus einstieg war der Mann sehr unhöflich zu ihr. Als sie während der Fahrt ein Telefonat führte, befahl er ihr dieses zu beenden und beschimpfte sie rassistisch. Daraufhin pflichtete ein anderer Fahrgast dem Täter bei. Lediglich eine Person solidarisierte sich mit der Betroffenen, während die restlichen Fahrgäste nicht eingriffen.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
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