"Heimatschutz"-Aufkleber am Reinickendorfer Mauerweg
Am Mauerweg Nähe Interessentenweg in Reinickendorf-Ost wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Jugend" mit der Aufschrift "Umweltschutz ist Heimatschutz"entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Mauerweg Nähe Interessentenweg in Reinickendorf-Ost wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Jugend" mit der Aufschrift "Umweltschutz ist Heimatschutz"entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Hermannstraße entdeckt wurde ein israelfeindlicher Aufkleber entdeckt.
In der Egon-Erwin-Kirsch-Straße fand ein rassistischer Angriff statt. Ein junger Erwachsener war gemeinsam mit einer Freundin gegen 15:00 Uhr auf der Egon-Erwin-Kisch Straße unterwegs, als ihn ein unbekannter Mann zunächst nach seiner Herkunft gefragt und anschließend rassistisch beleidigte. Anschließend hat der Angreifer dem Betroffenen eine Glasflasche auf den Kopf geschlagen und ist dann in unbekannte Richtung geflüchtet. Der Betroffene erlitt eine Kopfplatzwunde.
Eine obdachlose Person versuchte in der Ringbahn (zwischen Greifswalder Straße und Frankfurter Allee) gegen 20:30 Uhr eine Zeitung zu verkaufen und wurde dabei von einer Person verbal und körperlich bedroht und angegriffen. Eine Frau fragte dabei, "ob irgendjemand im Wagen danach gefragt hätte, vollgequatscht zu werden, was das soll, hier alle vollzulabern und was die obdachlose Person hier wolle". Dabei stieß und fasste sie die obdachlose Person wiederholt an. Mitfahrer*innen schritten in die Situation ein, sodass die Angreiferin von der obdachlosen Person abließ.
Ein Schwarzer Kleinunternehmer wurde bei der Kundenakquise von Mitarbeiter*innen eines Geschäfts in Mitte rassistisch beleidigt.
Es fand ein rassistischer Vorfall gegen eine Schwarze Person statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Treppenaufgang eines Hinterhauses in der Schulstraße wurden antisemitische und antiziganistische Schmierereien entdeckt.
Ein Mensch mit Behinderung wird am Arbeitsplatz diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Erneut wurde eine Gedenkplakette an einer Parkbank nahe Rathaus Lichtenberg, die an einen verstorbenen obdachlosen Menschen erinnert, beschmiert und so unkenntlich gemacht. Die Plakette wurde mit blauer Farbe überschmiert. Inzwischen wurde sie gereinigt.
In der Hardenbergstraße in der Nähe vom S-Bahnhof Zoologischer Garten wurde ein Werbeplakat für ein Konzert eines*r nichtbinären Künstler*in mit NS-verherrlichenden und LGBTIQ*-feindlichen Sprüchen beschmiert. So wurde dem*der abgebildeten Künstler*in mit schwarzer Farbe "SS" auf die Stirn geschrieben, wobei die Buchstaben als doppelte Siegrune gezeichnet wurden. Die doppelte Siegrune war in der Zeit des Nationalsozialismus das Emblem der Schutzstaffel (SS). Die Verwendung ist heute gesetzlich verboten.
Außerdem wurde das englische Wort "Poof" (zu deutsch: Tunte) auf den Oberarm des*der Abgebildeten geschrieben.
In der Spiekermannstraße und in der Ostseestraße wurden Aufkleber der Jugendorganisation der extrem rechten Partei "Der III. Weg" - NRJ - entdeckt und entfernt. Diese hatten das Organisationslogo als Abbildung und die URL.
An der Tramstation Rüdickenstraße wurde am Nachmittag eine rassistische Beleidigung und Bedrohung gemeldet. Ein Mann stieg aus der Tram aus, sprach eine nicht-weiße Person an und zeigte ihm den Mittelfinger. Kurz darauf pöbelte er eine weitere Person mit "Willkommen in Pankow-Ausschwitz". Die Melder*innen informierten daraufhin die Polizei.
Es fand ein rassistischer Vorfall gegen eine Schwarze Person statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Aufzug eines Wohnhauses in der Otawistraße wurde der rassistische Schriftzug "Ausländer raus. Deutschland den Deutschen" entdeckt.
In der Kienitzer Straße wurde an einer Hausfassade ein rassistisches Graffiti mit der Aufschrift "I'm white...I'm proud" entdeckt und übermalt. Ähnliche Slogans werden von der US-amerikanischen extremen Rechten verwendet, welche die "White Supremacy" (dt.: weiße Vorherrschaft) propagieren.
Eine Frau wurde in einem Elektronikgeschäft am Tempelhofer Damm benachteiligt, weil sie kein Deutsch sprach. Drei Mitarbeiter*innen des Geschäfts verweigerten ihr die Bedienung und wiederholten dreimal, dass sie in dem Geschäft nicht willkommen sei, da sie kein Deutsch spreche. Die betroffene Person erklärte, dass sie in anderen Geschäften problemlos bedient und nicht wegen mangelnder Sprachkenntnisse abgewiesen worden sei.
In der Reinickendorfer Straße, der Badstraße und erneut in der Prinzenallee in Gesundbrunnen wurden fünf antimuslimisch-rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
Eine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Eine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Es wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung erfasst. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Person mit Behinderung wird an ihrem Arbeitsplatz diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Fahrstuhl des S-Bhf. Plänterwald wurden ein Aufkleber in Reichsfarben, sowie ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" entdeckt und entfernt.
Im S-Bahnhof Charlottenburg wurden mehrere LGBTIQ*-feindliche Aufkleber der extrem rechten "Jungen Alternative" entdeckt. Die Aufkleber nehmen Bezug auf die LGBTIQ*-feindliche, antifeministische und nationalistische Kampagne "Stolzmonat". Diese wurde während des Pride Months durchgeführt, um diesen, sowie die Forderungen und Rechte von LGBTIQ*, lächerlich zu machen und zu delegitimieren.
In der Nähe der Weinmeisterstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der das russische Regime mit dem NS-Regime verglich und das NS-Regime verharmloste.
Am Ausgang des S-Bahnhof Tegel und in der Illerzeile wurden weitere Aufkleber mit der Aufschrift "#Stolzmonat" in den Farben der deutschen Nationalflagge bemerkt und entfernt. Unter dem Hashtag wendete sich die extreme Rechte gegen den Pride-Monat der queeren Bewegung. In der Nähe wurde außerdem ein Neonazi-Aufkleber mit dem Slogan „Deutsche Jugend voran“ entfernt. Der Slogan wird vom „III. Weg“ benutzt.
In der Nacht wurden in der Wassermannstr. mehrere Klingelschilder mit arabischen Namen zerstört, sowie mehrfach gegen die Scheibe des Frisörs geschlagen, sodass diese schwer beschädigt wurde.
In der Hochstätter Straße wurde im Hausflur eines Wohnhauses die rassistische Schmiererei "Ausländer raus" entdeckt.
In der Seelenbinderstr. wurden mehrere Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine Vermischung von Kulturen ist nicht gewünscht.
Am Schaukasten des Modellprojekts Rathausblock, am Hauptzugang auf dem Parkplatz von Finanzamt und LPG, wurde ein Sticker der Jungen Alternative "Konsensstörung im Save Space" entfernt.
An einem Parkmülleimer in der Grünanlage zwischen dem Bahnhof Britz-Süd und der Johannisthaler Chaussee wurde eine Schmiererei mit der Aufschrift "Scheiß Antifa" gesichtet.
An dem Schild eines Supermarktes in der Kaulsdorfer Str. wurde der Schriftzug "NRJ" entdeckt. Die NRJ (Nationalrevolutionäre Jugend) ist die Jugendorganisation der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg".
Erneut wurden Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten am Roderplatz gemeldet. Diese titelten "Nieder mit der roten Pest" und "Zecken jagen". Der Begriff "Zecke" wird abwertend gegenüber Linken von der extremen Rechten genutzt.
In der Bouchéstr. wurde ein transfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Er richtete sich gegen trans Personen im Sport.
In der Prinzenallee in Gesundbrunnen wurden zwei antimuslimisch-rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
Eine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Eine jüdische Organisation erhält eine antisemitische Email.
Es wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung erfasst. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Neuköllner Bezirksteil Gropiusstadt im Bereich des Wildmeisterdamms wurden mehrere Sticker der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" gesichtet und entfernt.
Auf dem Hardenbergplatz wurde ein Aufkleber der Gruppe "Patriotische Jugend" mit der Aufschrift "Umweltschutz ist Heimatschutz" entdeckt. Das Thema Umweltschutz wird durch die extreme Rechte immer wieder vereinnahmt und mit völkischen Ideologien in Verbindung gebracht.
In der U7 auf Höhe des U-Bahnhofs Berliner Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen den politischen Gegner richtete.
In der Konrad-Wolf-Str. wurde ein Graffiti von "Der III. Weg" entdeckt, dass mit einem Stencil (Schablone) an einen Altkleidercontainer gesprüht wurde.
In der Bismarkstraße wurden zwischen Schloßstraße und Weimarer Straße mehrere NS-verharmlosende Aufkleber mit Bezug zum Ukraine-Konflikt entdeckt.
An einer Rolltreppe in der U-Bahnstation Turmstraße wurden schwarz-weiss-rote Sticker mit der Aufschrift "NS-Zone" entdeckt und entfernt.
In Nord-Neukölln in der Umgebung der Okerstraße wurden NS-verherrlichende Schmierereien entdeckt. Neben Hakenkreuzen wurde der Zahlencode "88", der für "Heil Hitler" steht, gesichtet.
In der Carmerstraße wurde an einem Stromkasten der Schriftzug "Waffen SS" entdeckt und entfernt. Das Wort "SS" war zudem als doppelte Siegrune dargestellt, deren Verwendung gesetzlich verboten ist.
Außerdem wurde in der Carmerstraße ein Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen sind demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren. Eine Vermischung von Kulturen ist nicht gewünscht.
Gegen 18:35 Uhr wurde eine Frau im 309er Bus Richtung Schlosspark-Klinik auf Höhe der Haltestelle Kaiser-Friedrich-Straße/Kantstraße von einem Mann rassistisch beleidigt. Schon als die Betroffene in den Bus einstieg war der Mann sehr unhöflich zu ihr. Als sie während der Fahrt ein Telefonat führte, befahl er ihr dieses zu beenden und beschimpfte sie rassistisch. Daraufhin pflichtete ein anderer Fahrgast dem Täter bei. Lediglich eine Person solidarisierte sich mit der Betroffenen, während die restlichen Fahrgäste nicht eingriffen.