Rassistische Aufkleber in Niederschöneweide
Auf dem Adlergestell wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber stammte von der neonazistischen Partei NPD.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf dem Adlergestell wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber stammte von der neonazistischen Partei NPD.
Ein rassistischer Sticker der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“ wurde in Mariendorf gefunden. Der Aufkleber trug die Aufschrift: „Ausländergewalt stoppen – Massenabschiebung starten“.
Der Slogan setzt ausländische Menschen mit Gewalt gleich und formuliert die rassistische Forderung nach einem ideologischen „ausländerfreien Deutschland“; daher handelt es sich um eine rassistische Parole.
An einer DHL-Packstation hinter der Robert-Uhrig-Straße wurde in Lichtenberg-Mitte der Schriftzug „Polnischer Adventskalender“ entdeckt. Die Bezeichnung nutzt ein rassistisches Stereotyp, das Menschen aus Polen pauschal mit Diebstahl assoziiert. Zudem befindet sich an der Station das bisher nicht entfernte Graffito „fck ard“, welches aus einem ursprünglichen „fck afd“ übermalt wurde.
Hintergrund: Der Begriff „polnischer Adventskalender“ ist eine diskriminierende Bezeichnung für aufgebrochene Paketfächer, deren offenstehende Türen spöttisch mit den Türchen eines Adventskalenders verglichen werden.
Ein chinesisches Kind und seine Mutter wurden auf einem Spielplatz rassistisch beleidigt und belästigt. Zum Schutz der Betroffenen können keine weiteren Angaben veröffentlicht werden.
Eine Schülerin mit Kopftuch wurde auf der Busfahrt nach Schulschluss von einer erwachsenen Mitfahrerin unvermittelt rassistisch beleidigt und herabgewürdigt.
Am Spandauer Damm Ecke Schloßstraße in Charlottenburg wurden mehrere große rassistische Schriftzüge an einer Baustellenwand und einer Bushaltestelle entdeckt, u. a. "Arabs raus" & "Ausländer raus".
In der Stephanstraße in Moabit wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt und entfernt.
Eine Frau brüllte am S-Bahnhof Savignyplatz lauthals antisemitische und rassistische Parolen.
Auf einer Ampel auf der Straßenbahninselhaltestelle Hohenschönhauser Straße, im Weißenseer Weg und in der Konrad-Wolf-Straße Ecke Hohenschönhauser Straße wurden mehrere LGBTIQ*-feindliche Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die Parole "Stolz statt bunt, Identität braucht keinen Regenbogen".
In der Barther Straße Ecke Dierhagener Straße wurde ein Aufkleber mit dem gegen Antifaschismus gerichteten Slogan "FCK Antifa" gemeldet und entfernt.
Am Warnitzer Bogen wurde zudem ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und entfernt.
In der Wartenberger Straße wurde ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" mit der rassistischen Parole "Grenzen dicht - Asylflut stoppen!" entdeckt und entfernt.
Im Wustrower Park wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und unkenntlich gemacht.
Zudem wurden am Skate Trapez und im Neubrandenburger Park zwei "We hate Antifa"-Aufkleber und ein antimuslimischer Aufkleber mit der Parole "Habibi-freie Zone - Hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt.
Auf dem Wahlkreisbüro von Ines Schwerdtner (MdB, Die Linke) in der Wustrower Straße wurden außerdem zwei Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" gemeldet und entfernt. Auf den Motiven standen die Slogans "Der III. Weg Berlin - Familie, Tradition Heimat" sowie "Gegen Drogen" kombiniert mit Werbung für die Kampfsport-Arbeitsgruppe "Körper und Geist". Auch die Internetseite der Neonazi-Partei wurde darauf beworben.
In der Glasower Straße wurde die NS-verharmlosende und antisemitische Parole "FCK ZIO NZS" entdeckt. Hierbei handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus. Die Bezeichnung wird häufig als Code für Juden*Jüdinnen verwendet.
Am Nöldnerplatz wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gemeldet und entfernt. Auf dem einem Motiv stand die rassistische Parole "White lives matter!" und auf dem anderen "Nicht mein Kanzler! Nie wieder CDU!".
An der Bushaltestelle Marktstraße wurde ein extrem rechtes Symbol auf einer Wand entdeckt. Es handelte sich um eine Wolfsangel-Schmiererei in roter Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld. Die Wolfsangel wurde über einen Schriftzug gesprüht, der zu einem Schüler*innenstreik am 25.9.2026 aufrief.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zudem von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Das Graffiti reiht sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung.
Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code.
Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumeinnahme im öffentlichen Raum.
In der Wühlischstraße, nahe Ecke Gryphiusstraße, wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel mit der Aufschrift "Talahon freie Zone" entfernt.
"Talahon“ ist ein Schlagwort zur Bezeichnung von Personen mit stereotypen Merkmalen junger Männer mit u.a. arabischem Migrationshintergrund. Die extreme Rechte verwendet den Begriff als Projektionsfläche für das Feindbild junger muslimischer Männer, die als frauenfeindlich, patriarchal und gewaltverherrlichend dargestellt werden. Der Begriff wird gezielt eingesetzt, um diese Gruppe rassistisch abzuwerten.
Ein rassistischer Sticker der extrem rechten Kleinstpartei „Der III. Weg“ wurde an zwei Bushaltestellen in Mariendorf gefunden. Der Aufkleber trug die Aufschrift: „Ausländergewalt stoppen – Massenabschiebung starten“.
Im Bereich des Landschaftsparks Herzberge, entlang der Rhinstraße, wurden Sprühereien gegen Antifaschismus und politische Gegner*innen der extremen Rechten festgestellt. Es wurden in pinker Farbe aufgesprühte Slogans wie "FCK ZCKN" und der neonazistische Buchstabencode "AAFA" (= "Anti-antifaschistische Aktion") dokumentiert.
In der Normannenstraße, in der Glaschkestraße und in der Rüdigerstraße wurde zudem je ein extrem rechtes Symbol entdeckt. Es handelte sich hierbei in allen drei Fällen um eine Wolfsangel-Schmiererei in weißer Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus zudem von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Die Graffitis reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung.
Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code.
Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumeinnahme im öffentlichen Raum.
Im Ursula-Mamlok-Park wurde ein Sticker einer extrem rechten Kampagne gesichtet und entfernt.
Die "Save Europe Act", die vom ehemaligen Sprecher der Identitären Bewegung Österreich Martin Sellner und der niederländischen rechten Aktivistin Eva Vlaardingerbroek gestartete Initiative fordert, dass "die politische Elite die Ersetzungsmigration stoppt, unsere Grenzen sichert und die ethno-kulturelle Kontinuität der europäischen Nationen schützt".
Die Kampagne verbreitet rassistische Ideologien und Verschwörungstheorien wie den „Großen Austausch“ und fordert die rassistische Forderung nach Remigration.
In der Zillestraße in Charlottenburg wurde an einem Stromkasten erneut die israelbezogene antisemitische Schmiererei "Death to Zios" entdeckt. Die Bezeichnungen "Zionism", "Zionisten" oder "Zios" werden häufig als Code für das Juden*Jüdinnen und das Judentum verwendet. Es handelt sich um eine Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll.
In der Treskowallee wurde an der Tramhaltestelle Volkspark Wuhlheide ein rassistisches Aufklebermotiv mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" entdeckt und entfernt.
In der Treskowallee Ecke Gregoroviusweg (HTW) wurde ein antisemitischer Aufkleber gefunden und entfernt. Auf diesem stand "Freedom by any means" in Kombination mit einem roten Hamasdreieck. Das rote Dreieck wird von der Terrororganisation Hamas als Markierung für Angriffsziele verwendet und ist hier gegen den Staat Israel gerichtet.
In der Hentigstraße wurde erneut ein rassistischer "Remigrations"-Aufkleber gemeldet und entfernt. Dieser klebte auf einem Wahlkampf-Plakat der CDU.
Auf einem mehrsprachigen Willkommenschild einer Jugendfreizeiteinrichtung in der Hönower Straße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Es handelte sich u.a. um rassistische Motive mit dem Slogan "Abschieben schafft Wohnraum!" und der rassistischen Forderung nach "Remigration".
Am S-Bahnhof Karlshorst wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden. Darauf war die Parole "Good night left side" in Kombination mit einem durchgestrichenen Hammer und Sichel-Symbol, einem durchgestrichenen Anarchie-Zeichen, einer durchgestrichenen Black Power-Faust und einem durchgestrichenen LGBTIQ*-Symbol zu sehen.
Unter der S-Bahn-Brücke am Innsbrucker Platz wurde ein extrem rechtes Graffiti gefunden.
Dabei handelte es sich um einen NS-verherrlichenden Schriftzug, der sich gegen politische Gegner richtet: „Linke ins KZ“.
Vor einer Schule in Marienfelde wurden mehrere extrem rechte Sticker gesichtet.
In der Schönwalder Straße wurde ein auf den Bürgersteig gesprühtes Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
An einem Schild am Piratenspielplatz wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Auf einer Toilette im FEZ wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Zachertstraße Ecke Robert-Uhrig-Straße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber gemeldet und entfernt. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.
Am Eingangsbereich des Nibelungenparks und in der Rüdigerstraße wurden insgesamt zwei Wolfsangel-Schmierereien in jeweils unterschiedlichen Farben (weiß und gelb) mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld gefunden.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Die Graffitis reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
Gegen 15:15 Uhr wurde ein Anwohner der Kreutzigerstraße von einem vorbeikommenden Passanten aufgrund seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt.
An der Bushaltestelle Kleinschewskystraße äußerte sich ein Mann rassistisch, u. a. mit den Worten „Ihr kotzt mich alle an, ihr Wichser, alle abschieben!“.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick Besuchereingang wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der den Ku Klax Klan bewarb.
Gegen 18:30 Uhr wurde auf einem Parkscheinautomat in der Sorauer Straße folgende mit Edding angebrachte Schmiererei entdeckt: "Remigration für eure geliebten Görli Dealer!"
Auf einem Werbeplakat für den Britzer Garten wurde der Slogan „Enrico vermisst die Blumenwiese aus dem Britzer Garten“ teilweise mit Edding durchgestrichen und durch „Enrico vermisst die Blumenwiese seiner Heimat. Ab die Post wie auch alle anderen“ ersetzt. Auf einem der Schuhe der Werbefigur wurde „Ende!“ geschrieben. Ebenfalls durchgestrichen wurde der Schrift „In Berlin.“ und durch „Nach Hause Terrorpenner m/w“ ersetzt.
Am Eingangsbereich einer Kleingartenanlage wurde in der Wartenberger Straße ein rassistischer und zur Gewalt aufrufender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war eine Person mit hochgekrempelten Ärmeln und einem Baseballschläger in der Hand zu sehen, in Kombination mit der Parole "Dein Land braucht Dich, werde Abschiebehelfer!". Zudem wurde ein extrem rechter Versand beworben.
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber gemeldet und entfernt. In einem Fall handelte es sich um einen "Stolzmonat"-Aufkleber, im anderen Fall um ein Motiv mit einer heteronormativen Kleinfamilie, die mit einem Regenschirm vor den heruntertropfenden Farben eines Regenbogens geschützt wurde. Beide Aufklebermotive bewarben zudem einen rechten Versand.
In der Müllerstraße und der Seestraße wurden drei Aufkleber mit dem Slogan "From the river to the sea palestine will be free" entdeckt und entfernt. Mit dem Slogan wird Israel das Existenzrecht abgesprochen.
In der Werneuchener Straße Ecke Goeckestraße wurden zwei Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" gefunden und entfernt bzw. unkenntlich gemacht. Auf den beiden Motiven standen die Slogans "Grenzen sichern!" und "Dann wähl doch die Heimat!".
In der Werlseestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
In der Siemensstraße in Moabit wurde ein gegen die Antifa gerichteter Aufkleber entdeckt und entfernt.
Von einem Fallrohr in der Ritterstraße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Make Germany great again", der von einem extrem rechten Onlinehandel vertrieben wird, entfernt.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Grünau wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt.
An einem Baustellenschild auf dem Elcknerplatz wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Wendenschloßstr. Nähe Lienhardweg wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa fünf Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
Auf einem Mülleimer in der Harnackstraße am kleinen Park, auf Höhe der Frankfurter Allee 178, wurde ein extrem rechtes Symbol entdeckt. Es handelte sich hierbei um eine Wolfsangel-Schmiererei in weißer Farbe mit möglichem Bezug zum Symbol „Idee der Nation“ aus dem extrem rechten Asow-Umfeld.
Die Wolfsangel wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von nationalsozialistischen Organisationen und SS-Einheiten verwendet. Später wurde das Symbol von extrem rechten Organisationen benutzt, die in der Bundesrepublik Deutschland als verfassungsfeindlich eingestuft wurden. Die Wolfsangel ist somit wegen ihrer Geschichte ein Kennzeichen im Sinne der Strafnorm § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) und deshalb in Verbindung mit einer verbotenen Organisation strafbar.
Das Graffiti reiht sich in eine erkennbare, systematische Serie im Kiez ein. Das Tag weist dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Lichtenberg und Umgebung. Die Darstellungen nutzen Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
In der Facebook-Gruppe „Unser Lichtenberg“ kam es im Rahmen von Diskussionen über Wahlergebnisse zu mehreren rassistischen, abwertenden sowie volksverhetzenden Aussagen:
Eine Nutzerin hetzte gegen Migrant*innen und bezweifelte deren Recht auf demokratische Teilhabe mit der Aussage, es sei „nicht demokratisch wenn unintegrierbare Kulturen über das deutsche Volk entscheiden sollen“. Eine weitere Nutzerin äußerte sich rassistisch gegenüber Kandidat*innen mit Migrationsgeschichte und unterstellte Wähler*innen pauschal eine rein ethnisch motivierte Stimmabgabe sowie Mangel an Intelligenz.
In einem weiteren Beitrag wurden politische Gegner*innen der extremen Rechten entmenschlicht und herabgewürdigt („hoffe, es trifft die Zecken selbst“).
An der Ecke Kreuzgraben / Beuthstraße wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit der rassistischen Aufschrift „Abschieben schafft Wohnraum“ entdeckt und entfernt.
Von einem Laternenpfahl in der Revaler Straße wurde ein rassistischer Sticker entfernt. Abgebildet war der Slogan "Remigration? Na klar!" mit einem Flugzeug und der Schriftzug "AfD" Brandenburg mit Landeslogo.
Der verwendete Begriff „Remigration“ wird auf dem Sticker als neutral dargestellt. Seit mindestens 2016 nutzen allerdings extrem rechte Akteure den Ausdruck als Kampfbegriff in politischen Kampagnen. Darin beschreibt Remigration euphemistisch die Vertreibung eines großen Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien. Versuche, den Begriff positiv umzudeuten, führen zu einer Normalisierung extrem rechter Konzepte.
An der Haltestelle Freiheit und dem anschließenden Spielplatz wurde viermal der Schriftzug "NRJ" und zweimal der Schriftzug "D3W" entdeckt und entfernt.
Eine Schwarze Familie wurde in Wedding durch ein Nachbars-Ehepaar rassistisch beleidigt. Die Familie war schon wiederholt vom selben Paar rassistisch beleidigt und behelligt worden.
Ein Sticker mit der Aufschrift "Ohne AfD sind Katzis traurig" und einer weinenden Katze wurde von einem Laternenmast am Rudolfplatz entfernt. Der Sticker wird über einen exrem rechten Onlinehandel vertrieben.
In der Springbornstr. und im Sterndamm wurden jeweils ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Auf einer Schultoilette in Schmargendorf wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei an einer Trennwand entdeckt. Die Räumlichkeiten wurden an diesem Tag auch als Wahllokal genutzt.
Gegen 0:50 Uhr beobachteten Einsatzkräfte in der Nähe des Uber Platzes, wie mehrere Männer auf einen anderen Mann einschlugen und ihn dabei homofeindlich beleidigten. Der angegriffene Mann gab an, aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigt worden zu sein. Ein 20-jähriger Tatverdächtiger konnte unmittelbar nach der Tat angehalten und identifiziert werden.