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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow-Zentrum

    06.07.2026 Bezirk: Pankow

    In der Nähe der Tram-Haltestelle Pankow Kirche wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Neonazistische Drohung in Alt-Treptow

    06.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Bouchéstr. in der Nähe einer Grundschule parkte ein Auto mit zwei Männern, die einen Lieferfahrer aus dem Auto beschimpften. Ein Passant mischte sich daraufhin ein und forderte einen respektvolleren Umgang. Daraufhin entstand ein Wortgefecht, in dem der Passant fragte, ob er nun verprügelt wird. Einer der Männer reagierte mit der Aussage "Ja, am 8.8. werden wir kommen.". Der 8.8. kann hier als neonazistischer Code (88) gewertet werden. Der Autofahrer fotografierte dem Passanten zudem ins Gesicht.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • NS-Propaganda in Mitte

    06.07.2026 Bezirk: Mitte

    In der Nähe des Alexanderplatzes wurde eine SS-Schmiererei entdeckt und übermalt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • NS-Relativierung auf Kundgebung in Wedding

    06.07.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa zehn Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Extrem rechte Aufkleber und Hakenkreuzschmierereien in Lichtenberg-Mitte

    05.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Sewanstraße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv "Antifa, Asozial, Nutzlos, Terroristisch, Idiotisch, Feige, Arbeitsscheu" in Kombination mit einem durchgestrichenen Logo der "Antifaschistischen Aktion" werden Antifaschist*innen auf ableistische und sozialchauvinistische Weise abgewertet. Auf dem anderen Motiv war die nationalistische Parole "Du bist Deutscher, mach was draus!" zu lesen und ein extrem rechter Versand wurde beworben.

    Auf der Glaswand eines Zugangs von der Fußgängerbrücke Lichtenberg zwischen Rosenfelder Ring und Robert-Uhrig-Straße wurden zudem zwei in schwarzer Farbe angebrachte Hakenkreuze gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechter Aufkleber in Niederschönhausen

    05.07.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Achtermannstraße Ecke Klaustaler Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und überklebt. Dieser trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Rassistischer Gesang zu „L'Amour Toujours“ in Wittenau

    05.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    In der Finsterwalder Straße, Ecke Steinkirchener Straße in Wittenau, wurde aus Richtung einer Bar das Lied L'Amour Toujours von Gigi D'Agostino abgespielt. Dazu grölten mehrere Personen den umgedichteten rassistischen Text „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“. Ob der Gesang tatsächlich aus der Bar oder aus der unmittelbaren Umgebung kam, konnte nicht eindeutig festgestellt werden.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistischer Schriftzug in Hermsdorf

    05.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Am S-Bahnhof Hermsdorf wurde im Aufzug mit schwarzem Stift das Wort "Remigration" geschmiert. Dies ist eine extrem rechte Forderung und wird von der Neuen Rechten als Kampfbegriff in politischen Kampagnen verwendet, in denen sie die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien fordert. Der Schriftzug wurde entfernt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistische und NS-verherrlichende Aufkleber im Welsekiez

    05.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Umfeld der Tramhaltestelle Welsestraße wurden 4 Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "White lives matter" in Kombination mit den Farben der schwarz-weißroten Reichsflagge.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Antimuslimische Schmiererei am Nollendorfplatz

    04.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Eine antimuslimische Schmiererei mit der Aufschrift „Um Muslim zu sein, muss man wirklich dumm sein“ wurde auf einer Parkbank am Nollendorfplatz entdeckt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Antisemitische Bedrohung und Angriff im Prenzlauer Berg

    04.07.2026 Bezirk: Pankow

    In der Fehrbelliner Straße riefen zwei Personen antisemitische Parolen wie „Fuck Zionismus“ und „Viva Hamas“. Als eine Augenzeugin die Situation mit ihrem Smartphone filmte, griff der männliche Täter sie an, stieß sie und bedrohte sie.

    Quelle: Tagesspiegel vom 7.7.2026
  • Extrem rechter Aufkleber in Niederschönhausen

    04.07.2026 Bezirk: Pankow

    In der Achtermannstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und überklebt. Dieser trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Hakenkreuz im Stadtpark Lichtenberg

    04.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Stadtpark Lichtenberg wurde ein Hakenkreuz in weißer Farbe gemeldet. Dieses wurde auf den Treppenabschnitt im hinteren Teil des Parks auf der Rückseite des Theaters gesprüht.

    Quelle: Berliner Register, Bürger*in
  • Rassistische Pöbelei in Oberschöneweide

    04.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Vor dem Eingang eines Supermarktes in der Wilhelminenhofstr. wurde eine Gruppe Menschen von einem älteren Mann rassistisch unter anderem mit den Worten "Scheiß K***!" angepöbelt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistische Propaganda in Hermsdorf

    04.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Auf dem Schaukasten des SPD-Büros in Hermsdorf wurde eine Schmiererei entdeckt. Es handelte sich um die rassistische Forderung nach "Remigration". Ein Schriftzug mit demselben Inhalt wurde einen Tag später auch, ganz in der Nähe des Schaukastens, am S-Bahnhof Hermsdorf entdeckt und später entfernt.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistische und extrem rechte Sticker in Gropiusstadt

    04.07.2026 Bezirk: Neukölln

    In der Nähe des U-Bahnhofs Lipschitzallee in Gropiusstadt wurde erneut ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Darauf war der Slogan "White lives matter" abgebildet. Es handelt sich bei „White Lives Matter“ um eine extrem rechte Parole, die als rassistische Umdeutung und Gegenbewegung zur antirassistischen Bewegung „Black Lives Matter“ entstand. Sie wird gezielt genutzt, um rassistische Diskriminierung zu verschleiern und gleichzeitig Vorurteile in Bezug auf „weiße Opfer“ von Gewalttaten nicht-weißer Täter*innen zu schüren. Die Parole ist Ausdruck weißen Überlegenheitsdenkens. Der Aufkleber stammte zudem aus einem extrem rechten Versandhandel.

    Außerdem wurden im Theodor-Loos-Weg mehrere Aufkleber einer extrem rechten Gruppierung entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Extrem rechte Aufkleber in Oberschöneweide

    03.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Tabbertstr. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber enthielt die Aufschrift "Patriotische Aktion", der andere richtete sich gegen politische Gegner*innen und queere Menschen und bezeichnete diese in abwertender Form als "Zecke".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Französisch Buchholz

    03.07.2026 Bezirk: Pankow

    An einer BVG-Säule an der Tramhaltestelle Arnouxstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt. Er trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    Quelle: Pankower Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    03.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Pablo-Picasso-Straße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und unkenntlich gemacht. Auf dem gegen Antifaschismus gerichteten Motiv stand die Parole "Love animals, hate Antifa".

    Quelle: Pankower Register
  • Rassistischer Angriff in Oberschöneweide

    03.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am späten Abend stieg ein Mann in die Tram an der Haltestelle Wilhelminenhofstr./ Edisonstr. und ging an einer Gruppe von vier Männern vorbei, aus der heraus er rassistisch beleidigt und geschubst wurde. Zudem schlug ein Mann ihm seinen Hut vom Kopf. Ein weiterer Fahrgast zeigte Zivilcourage und stellte sich dazwischen.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0802 vom 04.07.2026
  • Aufkleber von extrem rechtem Musiklabel im Fennpfuhl

    02.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Paul-Junius-Straße, am Eingang zum Fennpfuhlpark, wurden drei Aufkleber eines extrem rechten Musik-Labels mit der Aufschrift "Keiner hat den Kampfgeist von Opa" gefunden. Neben der Schrift ist ein Soldat auf einem Pferd zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • LGBTIQ*-feindliche und rassistische Schmierereien auf Werbeplakaten am Frankfurter Tor

    02.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf einem Plakat eines Nachtclubs an der M10-Station Frankfurter Tor wurde der queerfeindliche Schriftzug "leckt euch doch die scheiße aus dem arschloch gays" entfernt. Direkt unter dem entfernten Plakat befand sich noch ein weiterer rassistischer Schriftzug: "Sucht eure Weiber doch im Kongo, das ist niedrig genug für deutsches Niveau". Der Schriftzug wurde ebenfalls entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Neonazi-Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    02.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Rhinstraße Ecke Plauener Straße wurde auf einer Ampel ein Neonaziaufkleber mit der gegen Antifaschismus gerichteten Parole "Love animals, hate antifa" gefunden und entfernt.

    An der Tramhaltestelle Rhinstraße Ecke Gärtnerstraße wurde zudem ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Make germany great again" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonaziaufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    02.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Am Pavillon am Warnitzer Bogen wurden an einem Verkehrsschild insgesamt neun Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf allen Motiven stand die rassistische Forderung nach "Remigration jetzt!" in Kombination mit Werbung für den Naziversand.

    Zudem klebten vor Ort noch zwei weitere Aufkleber - einer mit der LGBTIQ*-feindlichen Aufschrift "FCK LGBTQ" - und ein weiterer mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Parole "Good night left side" in Kombination mit zwei darauf abgebildeten Reichsflaggen.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Neonazistische Propaganda in Lichtenberg-Mitte

    02.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Bushaltestelle am S-Bahnhof Nöldner Platz wurden drei Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Zwei davon richteten sich gegen Antifaschismus mit Parolen wie "FCK Antifa". Ein dritter Aufkleber beinhaltete den antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer NS-verherrlichenden Reichsflagge in schwarz-weiß-rot.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Propaganda der extrem rechten Partei "Die Heimat" in Tegel

    02.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Am S-Bahnhof Tegel wurde extrem rechte Propaganda gefunden. Es handelte sich um eine Liste zur Sammlung von Unterschriften, damit die extrem rechte Partei "Die Heimat" (ehemals NPD) zur Abgeordnetenhaus-Wahl zugelassen wird.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschönhausen

    01.07.2026 Bezirk: Pankow

    In der Blankenburger Straße und in der Rolandstraße wurden jeweils ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und überklebt. Dieser trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechter Sticker in Charlottenburg

    01.07.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Ecke Wilmersdorfer Straße/Gervinusstraße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt. Abgebildet waren auf dem Sticker unter anderem die Reichsfarben.

    Quelle: Register CW via Signal
  • LGBTIQ*-feindliche Beleidigung im Fahrstuhl am S-Warschauer Straße

    01.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine trans Frau wurde gegen 9:30 Uhr im Fahrstuhl am S-Bahnhof Warschauer Straße mit Beleidigungen wie "Scheiß Tunten, ihr seid so eklig!" und "Ihr scheiß Tunten gehört alle umgebracht!" attackiert. Weil die Betroffene als Punk auch als politische Gegnerin gelesen wurde, sagte der Täter beim Gehen auch, dass er stolz sei "rechts" zu sein und nannte sie eine "linke Fotze".

    Quelle: Berliner Register
  • Neonazischmierereien in Falkenberg

    01.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Landschaftsschutzgebiet Falkenberg - im Bereich hinter dem Tierheim - wurden auf einem öffentlichen Müllbehälter zahlreiche Nazisymbole entdeckt. Folgendes war darauf mit einem schwarzen Stift angebracht: "HH" (="Heil Hitler"), die Neonazizahlencodes "1161", "18" und "88", sowie ein Hakenkreuz und ein "SS"-Schriftzug.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistischer Angriff auf einen Essenslieferanten in der Palisadenstraße/Friedenstraße

    01.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 12:00 Uhr kam es an der Ecke Palisadenstraße/Friedenstraße in Friedrichshain zu einem rassistischen Angriff auf einen Essenslieferanten. Nach einer Verkehrsunstimmigkeit zwischen zwei Fahrradfahrern beschimpfte ein etwa Mitte 30-jähriger, weißer Mann auf einem Fahrrad den betroffenen Kurier, der als Person of Color beschrieben wurde. Der Mann fuhr neben dem Betroffenen her, spuckte auf den Boden und trat ihm zweimal heftig gegen das Bein. Anschließend fuhr er weiter und beleidigte den Kurier lautstark rassistisch, unter anderem als „Kanacke“ und „Hund“.
    Etwa vier Zeug*innen sprachen den Betroffenen danach an, boten Unterstützung an und fragten, ob er die Polizei rufen wolle.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistischer Angriff sowie Beleidigung an einer Bushaltestelle in Mariendorf

    01.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Eine Schwarze queere Frau wurde an der Bushaltestelle Westphalweg (Richtung Mariendorf/Dardanellen) während eines Telefonats auf Seychellen-Kreolisch von einer älteren Frau zunächst wegen des Telefonierens in abwertendem Ton angegangen. Die Betroffene, die in Berlin geboren und aufgewachsen ist, fragte daraufhin: „Wat ham Sie jesagt?“ Daraufhin wurde sie von der Frau als „widerliches Pack“ beleidigt und angespuckt. Im Bus setzte sich die Auseinandersetzung fort. Eine weitere Frau solidarisierte sich mit der Angreiferin. Schließlich sagte diese zu der Betroffenen: „Gehen Sie dahin zurück, wo Sie herkommen.“ Zwei Haltestellen später verließ die Betroffene den Bus, um sich der Situation zu entziehen. Sie berichtete zudem, in den vergangenen drei Jahren nahezu monatlich rassistische oder queerfeindliche Anfeindungen erlebt zu haben.

    Quelle: Persönliche Meldung
  • Rassistisches Verhalten und Aussagen in Waidmannslust

    01.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Im Rosengarten in der Titiseestraße kam es zu einem rassistischen Vorfall. Eine von Rassismus betroffene Angestellte wies eine Gruppe aus circa acht bis zehn weißen Personen auf das Grill- und Feuerverbot im Rosengarten hin. Die Menschen aus der Gruppe ignorierten die Person und das Verbot, äußerten sich abfällig und sprachen ihr ab, dass sie überhaupt etwas zu sagen hätte. Die Person entfernte sich, rief in einer Chatgruppe um Hilfe und zudem die Polizei. Als ihre weiße, deutsche Kollegin eintraf, sprach die Gruppe ausschließlich mit der Kollegin und machte rassistische Äußerungen darüber, wem es angeblich erlaubt sei Feuer zu machen und wem nicht. Als die Security eintraf und der Gruppe einen Platzverweis erteilte, verließen die Menschen zunächst nicht den Garten. Nach einiger Zeit gingen sie. Die betroffene Person fühlte sich abgewertet, nicht ernstgenommen und bedroht durch das Verhalten der weißen Gruppe. Die Polizei erschien nicht.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Sprüherei gegen Antifaschismus in Karlshorst

    01.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Beim Gehweg hinter einer Kita in der Treskowallee wurde eine gegen Antifaschist*innen gerichtete Sprüherei in schwarzer Farbe in Form der Parole "FCK Antifa" gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Pankow-Zentrum

    30.06.2026 Bezirk: Pankow

    In der Nähe des S-Bahnhofes Pankow-Zentrum wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und überklebt. Dieser trugen den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigten vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    In der Vesaliusstraße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt. Ebenso wurde in der Vesaliusstraße ein Aufkleber der rassistischen Organisation "KuKluxKlan" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber trug den Slogan "KuKluxKlan White Power Section Germany".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Politisch motivierter Flaschenangriff auf Linken-Mitglied im Nibelungenpark

    30.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Gegen Mitternacht wurde ein 19-jähriger Mann im Nibelungenpark in Lichtenberg Opfer eines mutmaßlich politisch motivierten Angriffs. Der junge Mann, der nach eigenen Angaben Mitglied der Partei Die Linke ist, war im Park zu Fuß unterwegs, als ihm ein unbekannter Mann entgegenkam.

    ​Kurz nach dem Vorbeigehen beleidigte der Unbekannte den 19-Jährigen laut Polizeiangaben als "dumme Zecke" und warf ihm eine Glasflasche an den Hinterkopf. Der Verletzte konnte aus dem Park flüchten. Eine aufmerksame Anwohnerin bemerkte den Verletzten und alarmierte die Rettungskräfte. Der junge Mann musste mit Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

    ​Da ein politisches, gegen politische Gegner*innen gerichtetes Motiv im Raum steht, hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung übernommen.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 0791 vom 01.07.2026, Tagesspiegel vom 01.07.2026, ND vom 01.07.2026, taz vom 01.07.2026
  • Rassistischer Aufkleber in Johannisthal

    30.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Groß-Berliner-Damm/ Benno-König-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Aufkleber in Oberschöneweide

    30.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Schild am Eingang zur Wuhlheide an der Kreuzung Rummelsburger Str./ An der Wuhlheide wurde ein Aufkleber mit dem NS-verherrlichenden und antimuslimischen Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
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