Hakenkreuz und rassistischer Schriftzug in Baumschulenweg
Am Schild der Bushaltestelle Baumschulenstr./ Königsheideweg wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "NO ISLAM" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Schild der Bushaltestelle Baumschulenstr./ Königsheideweg wurde ein Hakenkreuz und der Schriftzug "NO ISLAM" entdeckt.
Im Landschaftspark Johannisthal zeigten drei Jugendliche mehrfach den Hitlergruß.
In der Blankenburger Straße, Elisabeth-Christinen-Straße, Rolandstraße und Lindenberger Straße wurden insgesamt über 15 Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber hatten unterschiedlichste Motive und Slogan. Sie äußerten sich teilweise gegen Antifaschismus, LGBTIQ*-Rechte und anderes.
In einer Straßenbahn der Linie M13 (Richtung Virchow-Klinikum) kam es an der Haltestelle Möllendorffstraße/Storkower Straße zu einem rassistischen Vorfall. Beim Einsteigen in die volle Bahn äußerte eine Frau im Beisein mehrerer Fahrgäste halblaut, aber deutlich vernehmbar, die Beleidigung: „Meine Fresse. Scheiß T*rken“. Die Äußerung bezog sich offenbar auf Menschen im Einstiegsbereich.
Beim späteren Verlassen der Bahn trat dieselbe Person gegen die Tasche einer Woman of Color, die auf dem Boden stand. Als eine Zeugin die Frau auf ihr Verhalten ansprach, reagierte diese nicht weiter und stieg aus.
In der Sophienstraße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der eine sogenannte "Talahon-freie Zone" ausrief. Das Wort Talahon ist ein Slang-Ausdruck für arabische, junge Männer und wurde an dieser Stelle abwertend gebraucht.
In der Glanzstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der skandinavischen Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser richtete sich inhaltlich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In der Winsstraße wurden zwei Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Diese hatten als Slogan "Sport. Stärke. Gesundheit"
In der Blankenburger Straße wurde über ein Plakat von der Partei "Bündnis 90/ Die Grünen" ein Aufkleber geklebt und entfernt. Dieser Aufkleber hatte als Slogan "Pädophile bekämpfen. Schützt die Kinder" als Abbildung hatte der zwei durchgestrichene Regenbogenfarben".
In der Lindenberger Straße wurden zwei Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Einer hatte den Slogan "Kampf der Rotfront", der andere den Slogan "Kriminelle Ausländer raus".
Gegen 19:50 Uhr wurde am Gleis 11 aus einer sieben- bis achtköpfigen Gruppe heraus von zwei Personen der Hitlergruß gezeigt.
Am Roederplatz wurde ein rassistisches Aufklebermotiv aus einem Neonazi-Versand mit der Parole "Stop the white genocide - White lives matter" gefunden und entfernt. "White Lives Matter" ist ein Slogan, der als Gegenpart zur "Black Lives Matter"-Bewegung benutzt wird. Die "Black Lives Matter"-Bewegung organisiert Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt. Sie thematisiert dabei anti-Schwarzen Rassismus in der Gesellschaft. "White Lives Matter" hingegen wird von weißen extrem rechten Gruppierungen benutzt, die sich überlegen fühlen und den Slogan für sich umdeuten.
In der Einkaufspassage vor dem Einkaufszentrum wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "Refugees not welcome" entdeckt.
Im Berlewitzweg wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Schottstraße Ecke Rüdigerstraße wurden verschiedene Aufkleber aus einem Neonazi-Versand bzw. von der Jugendorganisation der extrem rechten Partei "Die Heimat" (ehemals "NPD") - den "Jungen Nationalisten" ("JN") entdeckt und entfernt. Auf einem Motiv war die Parole "NS-Zone" in Kombination mit einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge und einem durchgestrichenen Punk, einem durchgestrichenen Hammer & Sichel-Symbol und einem durchgestrichenen Logo der antirassistischen "Black lives matter"-Bewegung zu sehen. Zwei andere Aufkleber stellten die Reichsflagge in schwarz-weiß-rot dar. Auf einem weiteren Motiv stand die gegen politische Gegner*innen gerichtete Parole "Good night left side". Außerdem war ein Aufkleber mit dem Logo der "Jungen Nationalisten" mit dabei, sowie drei Aufkleber aus der Fanszene des Hohenschönhausener Regionalligisten BFC Dynamo (Motive: "Ultras BFC", "BFC Dynamo - Unser Leben" und "BFC - Alles für Dynamo"). Alle Aufkleber waren in einer Reihe auf einer Regenrinne aufgeklebt worden.
Die "NS-Zone"-Aufkleber wurden am gleichen Tag auch noch an anderen Stellen in der Schottstraße von weiteren Bürger*innen gemeldet. Ebenfalls in der Rüdigerstraße Ecke Plonzstraße wurden Nazi-Aufkleber in Form von den Motiven "NS-Zone", "Reichsflagge" und "Kein Verbot für Schwarz-Weiß-Rot" gemeldet.
Am Weg entlang des Britzer Verbindungskanal in der Nähe der Kiefholzbrücke wurde an einem Schild der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Bernhard-Bästlein-Straße wurde eine Reichskriegsflagge gemeldet. Die Flagge war im Fenster einer Privatwohnung aufgehängt und von der Straße aus für Passant*innen deutlich sichtbar.
Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ersatzsymbol für verbotene Kennzeichen und als Ausdruck einer demokratiefeindlichen Gesinnung. Durch die Platzierung im Fenster wird der öffentliche Raum mit dieser Symbolik markiert.
Am S-Bahnhof Adlershof wurde der Schriftzug "049-Zecken Jagen" entdeckt und entfernt.
Auf einem Plakat zum Hanau-Gedenktag wurde wurde in der Reichenberger Straße ein queerfeindlicher Sticker entfernt. Der Sticker zeigt eine Familie, die einem Regenschirm mit der Aufschrift "Islam" trägt und dadurch einen Regenbogen abwehrt, der mit Symbolen für Kommunismus, Feminismus, und LGBTIQ*, sowie westlichen Nationalflaggen versehen ist.
Die Botschaft soll wohl lauten, dass der Islam Familien vor westlicher Indoktrination schütze. Ähnliche Sticker sind aus der extremen Rechten bekannt.
Am Kupferkamp wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen entdeckt und entfernt. Zudem wurden mehrere Aufkleber einer sogenannten "Patriotischen Aktion" entdeckt.
An der Kreuzung Segelfliegerdamm/ Straße am Flugplatz wurden sechs Aufkleber einer sog. "schwarz-weiß-roten Jugend" entdeckt und entfernt.
In der Lindower Straße, der Müllerstraße und der Nazarethkirchstraße in Wedding wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber stammt von einer fundamentalistischen katholischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet. Zwei rassistische Aufkleber forderten "Remigration". Einer dieser Aufkleber war von "aktiv.berlin".
An der Tramhaltestelle Prenzlauer Allee / Ostseestraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Diese hatte eine abstrakte Darstellung von Adolf Hitler.
An der Tramhaltestelle Ottomar-Geschke-Str. wurde ein queerfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber enthielt neben LGBTIQ*-feindlichen Aussagen auch die Reichsfarben. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An einem Haltestellenschild in der Borgmannstr. wurde ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurden auf der Falkenberger Chaussee zwei extrem rechte Aufkleber gemeldet und entfernt. Auf dem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv stand "We hate Antifa". Auf dem anderen Motiv war die nationalistische Parole "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein" zu lesen.
Zudem wurde in der Randowstraße im Randowpark ein rassistischer Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war zu lesen: "Deutschland liegt Dir am Herzen? Remigration! - Illegale Migration stoppen, für ein sicheres Deutschland!".
In Pasteurstraße Ecke Esmarchstraße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Dieser hatte als Abbildung schwarz-rot-gold sowie den Slogan "Make Germany great again".
An zwei Schildern in der Friedrichshagener Str. wurde jeweils der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Schulstraße im Ortsteil Wedding wurde ein rassistischer Aufkleber, der "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
An einem Laternenmast in der Gabriel-Max-Straße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Überklebt, Du Zecke!" entfernt. Der Sticker verweist zudem auf einen Telegramkanal eines extrem rechten Rechtsrocklabels.
Auf der Dathepromenade wurde ein trans-feindlicher Aufkleber mit der Aufschrift "Es gibt nur zwei Geschlechter" entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war zudem das Konterfei der "AfD"-Politikerin Beatrix von Storch abgebildet.
In der Nähe der Walther-Hut-Str. klebten zwei Jugendliche am Abend extrem rechte Aufkleber, als eine Person sie dabei zufällig beobachtete. Daraufhin folgten die Jugendlichen der Person über eine Strecke von mehr als einem Kilometer und pfiffen der Person hinterher. Die betroffene Person empfand die Situation als sehr bedrohlich.
Auf dem Parkplatz eines Supermarktes im Sterndamm wurden drei Aufkleber der "Schwarz-weiß-roten Jugend" sowie ein Aufkleber, der zu Anti-Antifa aufrief, entdeckt und entfernt.
Im Landschaftspark Johannisthal wurden weitere neun Aufkleber der "schwarz-weiß-roten Jugend" und weitere drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Im Bahnhof Gesundbrunnen wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser titelt „Volkstod stoppen“.
In der Paul-Junius-Straße wurden auf einem "Grillen verboten"-Parkschild drei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit zum Teil rassistischen Inhalten gemeldet. Ein Aufkleber imitierte das Design der antirassistischen Initiative "Kein Mensch ist illegal" und stellte mit dem Spruch "Sozialstaat und offene Grenzen schließen sich aus" Migrant*innen pauschal als Belastung dar. Auf den beiden anderen Motiven waren die Parolen "Heimat schützen - Familie, Volk, Identität" und "Defend europe" zu lesen. Zudem wurden auf dem Schild auch noch zwei Sprachen, auf die die Aufschrift "Grillen verboten" übersetzt worden war, durchgestrichen.
In der Zillestraße in Charlottenburg wurde die Schmiererei "Death to Zionism" entdeckt. Die Bezeichnungen "Zionism", "Zionisten" oder "Zios" werden häufig als Code für das Juden*Jüdinnen und das Judentum verwendet. Es handelt sich um eine Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll.
Im Schäfersteg wurde ein Aufkleber mit der "schwarzen Sonne" entdeckt und entfernt.
In Neukölln wurde an einem Gebäude gezielt ein extrem rechter Schriftzug angebracht. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
In der Schloßstraße in Charlottenburg wurde an einem Altkleidercontainer ein Aufkleber von "Auf1 TV" entdeckt und entfernt. Der österreichische TV-Sender "Auf1" verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.
Am U-Bahnhof Gleisdreieck wurden zwei Sticker mit Verweis auf das Instagramprofil der extrem rechten "Patriotischen Bewegung" entfernt.
Der eine Sticker hatte die Aufschrift "Make Germany Great Again" im Hintergrund die Farben der Deutschlandflagge. Auf dem zweiten war ein Soldat in einer stilisierten Wehrmachtsuniform, der sich den Finger vor den Mund hält, und der Spruch "Hier wurde linker Müll überklebt" (in Frakturschrift) abgebildet.
Auf dem S-Bahnhof Landsberger Allee hielt ein Mann eine Frau mit Baby fest. Der Mann beleidigte die Frau antiziganistisch und rassistisch. Eine hinzukommende Person fragte, was passiert sei und teilte dem Mann mit, dass er die Frau nicht festhalten dürfe. Andere herumstehende Personen taten nichts.
Im Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung in Neu-Hohenschönhausen wurde ein Heft mit dem Titel "Schöpfung – Gestern und morgen: Die Erde – unser Lebensraum" von Dr. Gustav Krüger aufgefunden. Als Herausgeber firmiert der Verein "Die Deutschen Konservativen e.V." (Sonderausgabe des "Deutschland-Magazins").
Der Herausgeberverein "Die Deutschen Konservativen e.V." wurde über Jahre hinweg in Verfassungsschutzberichten als rechtsextremistisch eingestuft und steht für einen aggressiven Nationalismus sowie geschichtsrevisionistische Positionen. Das eingeworfene Material nutzt eine scheinbar ökologisch-konservative Rhetorik ("Bewahrung der Schöpfung"), um extrem rechtes Gedankengut anschlussfähig zu machen und im vorpolitischen Raum – hier gezielt in einer Einrichtung für Jugendliche – Einfluss zu gewinnen.
Der gezielte Einwurf in eine Jugendeinrichtung kann als Versuch gewertet werden, junge Menschen mit demokratiefeindlichen Inhalten zu konfrontieren und den öffentlichen Raum ideologisch zu besetzen.
Am Abend saßen drei Jugendliche im Bus Richtung Schöneweide. Als an der Haltestelle Köpenicker Landstr./ Dammweg eine der Jugendlichen ausstieg, zeigte sie den Hitlergruß und kommentierte dies mit den Worten: "Wie man in Deutschland Tschüss sagt."
In der Zobtener Straße Ecke Schlichtalle wurden mehrere Aufkleber mit rassistischen und nationalistischen Inhalten aus extrem rechten Versänden gefunden und entfernt.
An einer Bahnbrücke in der Wuhlheide in der Nähe des S-Bahnhof Wuhlheide wurden 15 Hakenkreuze, viermal "SS", zweimal "88" und der Schriftzug "Sieg Heil" entdeckt und zur Anzeige gebracht. Die einzelnen Graffitis hatten eine Größe von ca. 1 Meter bis zu 3 Metern.
Auf der Sportanlage am Nibelungenpark wurde auf einer steinernen Sitzgelegenheit ein in weißer Farbe gesprühtes Hakenkreuz gemeldet.
Bereits an der Bushaltestelle Pflügerstraße wurden gegen 13:00 Uhr zwei sich küssende Frauen von einem Mann mittleren Alters LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Im Bus setzten sich die Frauen nach oben, um sich dem Mann zu entziehen. Er folgte ihnen jedoch, setzte sich vor sie und brüllte sie immer wieder mit den Worten "You are sick!" (Ihr seid krank) an. Niemand der Mitreisenden solidarisierte sich mit den Frauen, die die Situation nicht noch länger ertrugen und vorzeitig den Bus verließen.
In der Magaretenstraße wurde ein NS-verharmlosender Ausdruck entdeckt und entfernt. Er zeigte das Plakat zum Film "Er ist wieder da" in abgeänderter Form. Zu sehen ist eine stilisierte Hitler-Darstellung, die eine Kufiya trägt. Diese Darstellung stellt eine Verharmlosung der NS-Verbrechen dar und enthält zudem eine rassistische Dimension.
Gegen 5:00 Uhr sprach ein Unbekannter eine 30-jährige Frau in der Schlesischen Straße auf Ihr Aussehen an. Als sie versuchte ihren Weg fortzusetzen, hielt der Mann sie fest und schlug sie mehrfach, bevor er flüchtete. Die Frau erlitt Gesichtsverletzungen, die stationär behandelt werden mussten.
In einem Kreuzberger Club wurde in der Nacht eine trans* Frau durch zwei Frauen beleidigt. Es wurden durch die Frauen gegenüber der Security auch verleumderische Darstellungen einer Situation angegeben, wodurch klassische transfeindliche Stereotype bedient wurden.
Eine Mitarbeiterin hat sich deutlich mit der betroffenen Person solidarisiert, sich entschuldigt und weitere Maßnahmen in Aussicht gestellt, damit sich eine solche Situation möglichst nicht wiederholt.
In der Egmontstraße Ecke Skandinavische Straße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichterter Aufkleber mit der Parole "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.