Rassistische Neonazi-Propaganda in Mitte
In der Schillingsstraße im Ortsteil Mitte wurden zwei rassistische Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" (vormals NPD) entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Schillingsstraße im Ortsteil Mitte wurden zwei rassistische Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" (vormals NPD) entdeckt und entfernt.
In der Münsterlandstraße Ecke Eitelstraße wurde auf einer blauen Papiertonne ein Aufkleber der Neonazipartei "NPD" (heute "Die Heimat") gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand die rassistische Parole "Gute Heimreise!".
Am Zachert-Sportplatz wurde zudem eine gegen Antifaschist*innen gerichtete "Fuck Antifa"-Schmiererei in schwarzer Farbe festgestellt.
In der Brüsseler Straße im Ortsteil Wedding wurden sechs Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus.
Ein Schwarzes Paar wurde im Wohnumfeld diskriminiert und angepöbelt. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In der Wallensteinstraße wurde ein aus einem Naziversand stammender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem rassistischen Motiv wurde der Slogan "Remigration jetzt - Refugees not welcome" propagiert.
In der Junker-Jörg-Straße wurden im Umfeld einer von Migrant*innen bewohnten Wohnung rassistische Aufklebermotive aus einem Naziversand verklebt. Auf dem einen Aufkleber war der NS-verherrlichende und antimuslimische Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot zu sehen. Der andere zeigte das rassistische bzw. anti-muslimische Motiv mit der Aufschrift "Wir müssen draußen bleiben" in Kombination mit darauf abgebildeten muslimischen Menschen - einer Frau mit Burka und Sprengstoff und einem Mann mit Gewehr. Muslim*innen werden auf diesem Motiv pauschal mit Terrorismus identifiziert und als Gefahr dargestellt.
Am Hauptbahnhof beleidigte am Vormittag eine ältere weiße Frau einen Schwarzen Reisenden rassistisch. Eine Zeugin ging dazwischen, drohte mit der Polizei und verjagte die Frau.
In der Braunschweiger Straße in Neukölln wurde eine Schmiererei mit israelbezogenem antisemitischen Inhalt entdeckt. Darauf wurde Israel in Anführungszeichen gesetzt. Dies suggeriert die Infragestellung des Existenzrechts Israels.
An der Tramhaltestelle Altenhofer Straße wurde ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" in Form des Parteilogos gemeldet.
An einem Kleidercontainer vor einem Supermarkt in der Köpenicker Landstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Helga-Hahnemann-Str. wurde der Schriftzug "DRECKS ZECKEN" entdeckt.
Auf der Marggraffbrücke wurde ein selbst gemachter transfeindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
Vor einem Getränkemarkt in der Große-Leege-Straße klebte auf einem E-Roller ein Aufkleber aus einem Neonaziversand. Auf dem Motiv war eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge und die Parole "Deutschland, meine Heimat" in Kombination mit einem Reichsadler zu sehen.
Eine Gruppe migrantischer Jugendlicher hielt sich auf einer Bank im Nahbereich einer Grundschule in der Liebenwalder Straße auf, als ein vorbeigehendes Paar begann, ihre Sprache spöttisch nachzuäffen. Als die Jugendlichen das Paar zur Rede stellten und fragten, warum sie ihre Sprache nachäffen würden, entgegnete der Mann: „Wir sind in Deutschland.“.
Im Unterstand der Bushaltestelle U-Blaschkoallee in Britz wurden drei Hakenkreuzschmierereien entdeckt.
Auf Geräten im Calisthenicspark Wulhheide wurde dreimal der neonazistische Zahlencode "1161" sowie der Schriftzug "FCK 161" (Fuck Antifa) entdeckt.
Am Eingang zur Wuhlheide auf der Höhe Firlstr. wurde an einem Stadtplan der Schriftzug "FCK ANTIFA" entdeckt.
Mehrere junge Männer rufen von einem Mietfloß aus "Heil Hitler!" in der Nähe des Kaiserstegs.
An der Schulstraße Ecke Maxstraße und am Martha-Ndumbe-Platz wurden je zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.
In der Wallensteinstraße Ecke Blockdammbrücke wurde ein rassistisches Aufklebermotiv aus einem Naziversand gefunden und entfernt. Auf dem Aufkleber stand die Parole "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise".
An der Kreuzung Salvador-Allende-Str./ Pablo-Neruda-Str. wurde ein Aufkleber gegen gendersensible Sprache entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Ausgehend vom Roten Rathaus zog eine Demonstration mit über 100 Teilnehmenden durch Mitte. Die Demonstration war in Teilen islamistisch geprägt. Während der Demonstration wurden antisemitische Aussagen auf Schilder, in Parolen und in Reden verbreitet. Ein Teilnehmerin zeigte ein Plakat mit der Aufschrift "Israel vergast Kinder". Das Wort "vergast" war dabei durchgestrichen und "verbrennt" darüber geschrieben. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und "Kindermord ist Kindermord". Auch Gegendemonstrant*innen wurden als "Kindermörder" beleidigt. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Auch die Parole "there is only one state - Palestine 48" wurde gerufen und es wurde ein "arabisches Palästina vom Wasser (Jordan) bis zum Wasser (Mittelmeer)" gefordert. Beide Aussagen sprechen Israel das Existenzrecht ab. Außerdem wurde eine Parole gerufen, die den bewaffneten Arm der Hamas glorifizierte. Auf mehreren Schildern wurde ein Zusammenhang zwischen Israel und dem Sexualstraftäter Epstein konstruiert. Ein Schild bezeichnete verschiedene westliche Politiker*innen als "blutdurstige, kindermordende Israelbevorzuger" und "Epsteinsche Dämonen". Ein anderes zeigte den israelischen Premierminister mit Teufelshörnern und einem Epstein-T-Shirt, der den als Esel stilisierten amerikanischen Präsidenten reitet.
Im Herzbergepark wurden zwei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber gefunden und entfernt. Auf den Motiven standen die beiden Slogans "FCK Antifa" und "FCK Grüne".
Auf dem Schmollerplatz und in der Mengerzeile wurden vier extrem rechte Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
In der Tabbertstr. wurden drei Aufkleber gegen Antifaschist*innen aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Dämeritzstr. wurden zwei Hakenkreuze entdeckt.
In der Nähe des Straußberger Platzes noch im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber der Neonazi-Partei "Die Heimat" (vormals NPD) entdeckt und entfernt, der den Austritt aus der EU forderte.
Im Außenbereich einer Kneipe in der Brückenstr. saßen drei Männer und pöbelten eine Fahrradfahrerin als "Scheiß linke Zecke" und einen Mann, der vorbeilief, als "Dreckszecke" an.
Auf dem Bahnsteig und am Ausgang des S-Bahnhofs Wedding wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die "Remigration" forderten.
An einer Bushaltestelle im Theodor-Heuss-Weg im Ortsteil Gesundbrunnen wurde die Schmiererei "Fck Antifa" gefunden und übermalt.
Im Park am S-Bahnhof Spindlersfeld wurde an einem Schild ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Auf einem Spielplatz in der Plönzeile wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
An der Kreuzung Tabbertstr./ Nalepastr. ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet. Zudem richtete sich der Aufkleber zusätzlich gegen queere Menschen.
In einer S-Bahn in Lichtenberg-Nord kam es zu einem rassistischen Vorfall. Ein männlicher Fahrgast beleidigte andere Mitreisende mit der Äußerung „Ebola aus Afrika“ und untermalte dies mit einer abwertenden Kotzmimik. Die meldende Person verließ die S-Bahn am S-Bahnhof Storkower Straße.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Köpenick wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber enthielt rassistische Inhalte, der andere einen Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen.
Hinter dem Forum Köpenick wurde ein weiterer Aufkleber der Partei mit einem Gewaltaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Rummelsburger Bucht und auf der Marie-Curie-Allee wurden mehrere neonazistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf den Motiven standen der Slogan "Make germany great again", der gegen politische Gegner*innen gerichtete Spruch "Mir stinken die Linken" und die antimuslimisch bzw. rassistisch motivierte Forderung "Talahons abschieben!".
Am Eingang des Goldmannpark wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Der Aufkleber bildete u.a. einen Wehrmachtssoldaten ab.
In der Nacht kam es zu einem homofeindlichen Angriff in der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die drei Betroffenen wurden erst von zwei unbekannten Personen homofeindlich beleidigt und dann mit Reizgas besprüht. Die Angreifenden ergriffen danach die Flucht.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick/ Besuchereingang in der Salvador-Allende-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf der Köpenicker Chaussee wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.
An einem Bauzaun am Nöldnerplatz wurde zudem ein trans-feindlicher Aufkleber gefunden und entfernt.
An der Nachtbushaltestelle wurde ein Mann von einem anderen Mann homofeindlich beleidigt und dann gegen den Kopf geschlagen.
In der Radickestr. wurden fünf rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Hopfenweg in Rudow wurden vier anti-antifaschistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war sehr klein folgendes Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'". Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
Auf einer Baustellenbake in der Nähe der Massantebrücke in Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti-antifaschistische Aktion) gesichtet und unkenntlich gemacht.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde auf einem Snackautomaten am S-Bahnsteig eine in schwarzer Farbe geschmierte, NS-verharmlosende Schmiererei gemeldet. Dort stand "Adolf Hitler war ein Hooligan".
In der Schloßstraße Charlottenburg wurde an zwei Mülleimern die rassistische Forderung "Remigration" geschmiert.
Zwei trans Personen, 17- und 19-jährig, wurden am späten Abend am Alexanderplatz von drei Tätern im Alter von 16, 19 und 21 Jahren über den Alexanderplatz verfolgt und mehrfach LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Im weiteren Verlauf spuckte der 16-jährige Tatverdächtige der 17-jährigen Person mehrfach ins Gesicht und warf eine Flasche nach ihr, die sie am Oberkörper traf. Anschließend warf derselbe Täter zwei große Bierflaschen in Richtung der 19-jährigen Person.
In einem Supermarkt in der Laubacher Straße in Wilmersdorf wurde eine Person rassistisch u. a. mit dem "N-Wort" beleidigt.
In der Kottmeierstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Hexenspielsplatz in Schöneberg-Nord wurde ein Auto mit Reichsflagge & eisernen Kreuzen gesehen.
In der Nähe der Bushaltestelle S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
Ein Mann wurde in Wedding bei einem fingierten Date von drei Männern geschlagen, ausgeraubt und LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Der Betroffene hatte sich zuvor über eine Dating-App mit einer Person verabredet. Es erschienen jedoch insgesamt drei Männer, die ihn über Stunden festhielten, schlugen, beleidigten, ihm Geld raubten und ihn dazu zwingen wollten, Geld abzuheben oder zu überweisen.