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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistische Aufkleber in Charlottenburg

    05.11.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Ecke Windscheidstraße/Suarezstraße wurden drei „Send them Back“-Sticker aus der rassistischen Kampagne "Save Europe Act" entdeckt und entfernt. Die europaweite Kampagne stammt aus dem Umfeld extrem rechter Akteure der "Identitären Bewegung". Sie verbreitet rassistische Ideologien und Verschwörungsideologien wie die des „Großen Austausch“ und fordert eine europaweite „Remigration“.

    Quelle: Register CW
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    04.11.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Spreestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und weitere vier Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte und rassistische Propaganda in Mitte

    04.11.2026 Bezirk: Mitte

    An einer Bushaltestelle an der Kochstraße, Ecke Wilhelmstraße in Mitte wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer richtete sich gegen die Linke, der andere war ein rassistischer Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" mit dem Slogan "Remigration Airlines."

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Propaganda in Wedding

    04.11.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem U-Bahnhof Rehberge wurde ein "Remigration" fordernder rassistischer Aufkleber einer extrem rechten Kampagne entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Schmierereien in Tiergarten

    03.11.2026 Bezirk: Mitte

    Im Großen Tiergarten nahe dem Venus-Bassin wurden die Sockel zweier Tierskulpturen mit roter Farbe beschmiert. Dort stand „Traut keinem Juden“ und „Der Jude mordet“. Die Parolen stellen Jüdinnen und Juden pauschal als hinterhältig und mörderisch dar.

    Quelle: Tagesspiegel vom 04.11.26; Polizeimeldung Nr. 1463 vom 04.11.2026
  • Hakenkreuz in der Hasenheide

    03.11.2026 Bezirk: Neukölln

    Im Volkspark Hasenheide wurde ein in den Sand gemaltes Hakenkreuz entdeckt und unkenntlich gemacht.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Queerfeindliche Beleidigung in Spandau

    03.11.2026 Bezirk: Spandau

    In einem Bus der Linie M45 in Richtung Zoologischer Garten wurde eine queere Person von einer Frau beleidigt. Als die Person aussteigen wollte, zeigte die Frau Handgesten mit der Bedeutung „Weg von mir!“ und beleidigte die Person queerfeindlich. Außerdem sagte die Frau, dass die Person sie nicht angucken solle, und deutete ein großes Kreuz mit Gesten an.

    Quelle: Register Spandau
  • Rassistische Propaganda in Gropiusstadt

    03.11.2026 Bezirk: Neukölln

    Zwischen den U-Bahnhöfen Lipschitzallee und Wutzkyallee wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer trug die Aufschrift „Remigration Airlines. Für die Gäste nur das Beste“ und stammte aus einem extrem rechten Versandhandel. Ein weiterer Aufkleber richtete sich gegen antifaschistisches Engagement.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Antisemitische Propaganda in Neukölln

    02.11.2026 Bezirk: Neukölln

    In der Flughafenstraße in Neukölln wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der gesamt Israel in seiner Existenz delegitimiert.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschöneweide

    02.11.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An einem Parkhaus in der Schnellerstr. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Überklebt, du Zecke" entdeckt und entfernt. Dieser bildete zusätzlich eine durchgestrichene Pridefahne ab.

    Daneben wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Schmiererei in Mitte

    01.11.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem Brandenburger Tor wurde auf einem Poller eine Schmiererei gefunden und übermalt, die eine Mischung aus Hakenkreuz und Wolfsangel darstellte. Ähnliche Schmierereien in gleicher Schriftart und Farbe wurden in letzter Zeit vielfach in Lichtenberg und Friedrichshain entdeckt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Pöbelei in der U-Bahn in Mitte

    01.11.2026 Bezirk: Mitte

    In der U-Bahnlinie 8 zwischen Janowitzbrücke und Heinrich-Heine-Straße pöbelte ein Mann rassistisch. Er schrie, dass hier nur noch Ausländer seien und er sich wie im Ausland fühle.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Parole in der Auguststraße in Mitte

    31.10.2026 Bezirk: Mitte

    In der Auguststraße in Mitte rief am Abend ein Fahrgast aus einem vorbeifahrenden Taxi einer Gruppe, die sich auf Englisch unterhielt, „Deutschland den Deutschen“ zu. Die Parole spricht Menschen, die nicht als deutsch wahrgenommen werden, die Zugehörigkeit ab.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anspielung auf SA-Losung an Auto in Wedding

    30.10.2026 Bezirk: Mitte

    An der Seestraße in Wedding, an der Ampel zum Virchow-Klinikum, wurde morgens ein Fahrzeug einer Baufirma mit dem Aufdruck „Alles ¨ Deutschland“ gesehen. Die Umlautpunkte über der Leerstelle spielen auf die verbotene SA-Losung „Alles für Deutschland“ an.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Propaganda in Gropiusstadt

    30.10.2026 Bezirk: Neukölln

    Im Sollmannweg in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber der extrem rechten Gruppierung "Patriotische Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Extrem rechter Aufkleber in Niederschönhausen

    30.10.2026 Bezirk: Pankow

    Auf Höhe der Schönhauser Straße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.

    Quelle: Pankower Register via Signal
  • LBTIQ*-Feindliche Bedrohung in der Gerichtstraße

    30.10.2026 Bezirk: Mitte

    In einem Fitnessstudio in der Gerichtstraße in Wedding beleidigte ein Unbekannter am Vormittag eine Person in den Nassräumen LBTIQ*-feindlich und bedrohte sie. Dabei nahm er eine bedrohliche Körperhaltung ein und erhob die Hand. Die betroffene Person flüchtete in einen Personalraum und erlitt dort eine Panikattacke.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1445 vom 31.10.2026; Tagesspiegel vom 31.10.2026
  • Neonazi-Aufkleber in Mitte

    30.10.2026 Bezirk: Mitte

    In der Nähe des Kino International im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber einer Neonazi-Versand- und Verlagsbuchhandlung gefunden.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Beleidigung auf der Halbinsel Stralau

    30.10.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 9:15 Uhr stand eine POC-Person am Uferweg Höhe Friedrich-Junge-Straße, die dort vermutlich nur den Ausblick genießen wollte. Unvermittelt wurde sie von einem Bootsbewohner der Bucht rassistisch beleidigt: „Was guckst Du so? Hä? Verstehst Du kein Deutsch? Geh zurück!“. Eine Zeugin forderte den Mann nachdrücklich auf, die rassistischen Äußerungen zu unterlassen und bot der betroffenen Person Hilfe an. Der Mann fuhr indessen mit seinem Ruderboot zum Friedrichshainer Ufer und dann mit dem Rad davon.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    29.10.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Rolltreppe im S-Bahnhof Westend in Charlottenburg wurde ein rassistischer Sticker entdeckt und entfernt. Die Botschaft lautete "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land". Der Spruch knüpft an eine rassistische Erzählung der "Überfremdung" an. Der Spruch stammt aus einem extrem rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.

    Quelle: Register CW
  • Rassistischer Aufkleber in Karow

    29.10.2026 Bezirk: Pankow

    An der Ecke Blankenburger Chaussee/Str. 43 wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Wir müssen draußen bleiben" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Pankower Register via Signal
  • Veranstaltung gegen politische Gegnerschaft in der Wilhelmstraße

    29.10.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Auf einer Kundgebung kam es zur Verbreitung rechter Narrative. Um 11:00 Uhr begann vor der SPD-Zentrale in der Wilhelmstraße eine Kundgebung "Gegen eine Koalition mit der SED/ Linke" eines Querfrontzusammenschlusses mit ca. 10-15 Teilnehmer*innen. Teile der Teilnehmer*innen sind für ihre Kontakte in die extrem rechte, verschwörungsideologische Szene bekannt (u. a. Corona-Leugner*innen, Pegida-Unterstützer*innen, Mitgründer eines rechten, verschwörungsideologischen Autocorsos, Steglitzer Schildermaler oder Mitglieder im Verein "Freunde der Staatsreparatur" in verantwortlicher Position).
    In mehreren Reden wurden extrem rechte, rassistische und verschwörungsideologische Narrative verbreitet. Gesprochen wurde u. a. von einer stattfindenden Umvolkung bzw. eines Bevölkerungsaustausches, einem drohenden Kalifat bzw. einer Übernahme mit migrantischer Hilfe und dass die "SED-Linke" einen "islamo-faschistischen Putsch" plane oder dass es sich nicht um eine demokratische Wahl mit demokratischen gewählten Parteien gehandelt hätte. Benutzt wurde auch das extrem rechte Wording "Linksfaschisten" und es wurde unterstellt, dass die öffentlich rechtlichen Medien keine Wahrheiten verbreiten würden.
    Die Veranstaltung wurde von einem extrem rechten Youtuber live gestreamt.

    Quelle: Youtube
  • "Anti-Antifa"-Aufkleber in Lichtenberg-Nord

    28.10.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Haltestelle Roederplatz in Richtung Warschauer Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Anti-Antifa organisieren. Nazi-Kiez" entdeckt. Auf dem Aufkleber war eine Person in Sturmhaube abgebildet und außerdem das Kürzel eines extrem rechten "Medienkollektivs" aus Bautzen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Propaganda in Rudow

    28.10.2026 Bezirk: Neukölln

    Rund um den Bahnhof Rudow, im Neudecker Weg und im Selgenauer Weg wurde extrem rechte Propaganda gesichtet. Neben mehreren Stickern von der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" wurde eine Hakenkreuzschmiererei und der Schriftzug "Linke raus" entdeckt.

    Quelle: Register Neukölln
  • Hakenkreuz in der U-Bahnlinie 7 in Wilmersdorf

    28.10.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einer U-Bahn der Linie 7 wurde auf Höhe des Bahnhofes Berliner Straße in Wilmersdorf ein Hakenkreuz entdeckt, das in eine Fensterscheibe geritzt war.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Hakenkreuz in Weißensee

    28.10.2026 Bezirk: Pankow

    Auf einem Mülleimer im Park am Weißen See wurde ein aufgesprühtes Hakenkreuz entdeckt. Der Vorfall wurde dem Ordnungsamt gemeldet und die Sprüherei entfernt.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Extrem rechte Propaganda in Neu-Hohenschönhausen

    27.10.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurde zwischen Graben und Fußballplatz ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden, der die Aufschrift "Achtung! Hier gilt rechts vor links" in Frakturschrift trug und für den Neonazi-Versand warb.

    Außerdem wurden Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" in schwarz-weiß-rot und einer mit dem antimuslimischen Slogan "Nix yallah, yallah, hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einer NS-verherrlichenden Reichsflagge in schwarz-weiß-rot aus einem Neonazi-Versand gefunden und entfernt.

    Auch die Schriftzüge "Jeder Schuss ein Russ", "Saurussen" und "Russenvotzen" wurden gemeldet. Die abwertenden Beschimpfungen zeugen von anti-slawischem Rassismus. Der Spruch "Jeder Schuss ein Russ" war ein sehr weit verbreiteter Propagandaspruch im ersten Weltkrieg und wurde u.a. auf Propagandapostkarten verbreitet, um patriotische Kriegsbegeisterung und deutschen Militarismus zu befeuern und den Gegner herabzuwürdigen und zu entmenschlichen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechte Propaganda in Wedding

    27.10.2026 Bezirk: Mitte

    In der Schulstraße, Ecke Maxstraße wurde ein Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • "III. Weg"-Aufkleber in Lichtenberg-Mitte

    27.10.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Margaretenstraße wurde ein Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" gefunden, auf dem diese mit ihrem Namen wirbt. Der Aufkleber wurde so platziert, dass er antirassistische Aufkleber mit der Aufschrift "Good night white pride" überdeckt.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • NS-Gruß an der Apostel-Paulus-Kirche

    27.10.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Gegen 20:35 Uhr wurde an der Apostel-Paulus-Kirche eine Person beobachtet, die auf den Treppen der Kirche saß und vorbeigehende Menschen anpöbelte. Dabei rief die Person „Sieg Heil“ und äußerte sich unverständlich, unter anderem zu Deutschland. Die Person wirkte aggressiv und stand möglicherweise unter Alkoholeinfluss.

    Quelle: Email
  • Sozialchauvinistischer Angriff in Neukölln

    27.10.2026 Bezirk: Neukölln

    An der Ecke Weserstraße / Elbestraße in Neukölln wurde eine obdachlose, im Rollstuhl sitzende Person, von drei Jugendlichen mit Pfefferspray angegriffen. Die Angreifenden flohen daraufhin und riefen noch beleidigende Aussagen. Zwei Personen versorgten die betroffene Person.

    Quelle: Register Neukölln
  • Extrem rechte Propaganda in Tiergarten

    26.10.2026 Bezirk: Mitte

    An der Bellevueallee und der Straße des 17. Juni wurdem mehrere gegen die Antifa gerichtete Aufkleber aus extrem rechten Versandhandlungen sowie ein rassistischer Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
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