Anti-Antifa-Schmiererei in Wedding
Auf einem Schild am Franzosenbecken entlang der Panke in Wedding wurde der von extremen Rechten gebrauchte, gegen die Antifa gerichtete Code "1161" entdeckt und überklebt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf einem Schild am Franzosenbecken entlang der Panke in Wedding wurde der von extremen Rechten gebrauchte, gegen die Antifa gerichtete Code "1161" entdeckt und überklebt.
Auf der Demonstration „Internationalist Queer Pride“, die mit rund 7.000 Teilnehmenden vom Bahnhof Gesundbrunnen durch Wedding zum Leopoldplatz zog, wurde wiederholt aus dem vorderen Demozug mit einigen hundert Personen die Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“ gerufen. Nach Polizeiangaben wurden die Rufe trotz mehrfacher Gespräche mit der Versammlungsleitung fortgesetzt. Die Parole fordert ein Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer und spricht Israel damit das Existenzrecht ab.
In der Geschwister-Scholl-Straße in Mitte wurde eine Aufkleber mit "RPG" im Ehrenkranz entdeckt und entfernt. RPG steht für die extrem rechte Gruppe "Racial Power Germany", die bislang vor allem im Raum Stuttgart aktiv war.
Am Schöneberger Ufer in Tiergarten fand eine extrem rechte Kundgebung gegen den Berliner Christopher Street Day statt. Zu der Veranstaltung unter dem Motto „Wir sagen Nein zum CSD – Schluss mit den Gendern – Es gibt nur zwei Geschlechter: Mann und Frau“ hatten unter anderem die Neonazi-Gruppen „Deutsche Patrioten Voran“ und „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ mobilisiert. An der Kundgebung nahmen etwa 15 Personen vorwiegend aus diesen beiden Gruppen teil.
Zuvor war die Gruppe am Auftaktort ihres Aufmarschs am Potsdamer Platz von der Polizei kontrolliert worden. Die Anmelderin wurde festgenommen, weil sie einen Elektroschocker mitführte. Außerdem stellte die Polizei eine Reichskriegsflagge und Aufkleber sicher.
Ein queerfeindlicher, islamistischer Terroranschlag gegen den Christopher Street Day fand gegen 22:00 Uhr im Großen Tiergarten auf dem Baumschulenweg und dem Ahornsteig bis kurz vor der Bellevueallee statt. Die Demonstration des Christopher Street Day wurde sofort abgebrochen. Der 21-jährige Täter war mit seinem weißen Kleinbus von der Lennéstraße kommend mit hohem Tempo durch die Umgebung der Abschlusskundgebung des Christopher Street Day gefahren. Er steuerte dabei sein Fahrzeug gezielt auf Menschen, um sie zu verletzen, später stach er mit einer Machete auf Menschen ein. Der Mann ermordete eine Frau und verletzte 29 weitere Menschen, davon drei lebensbedrohlich und acht schwer. Der Täter flüchtete zunächst, er wurde am Folgetag von der Polizei bei einem Festnahmeversuch erschossen. Der Generalbundesanwalt hat die Ermittlungen übernommen.
In der Schillingstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "Die Heimat" (ehemals NPD) entdeckt und entfernt.
In der Cornelius-Fredericks-Straße wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt und übermalt.
Eine trans Frau wurde an der Ecke Triftstraße und Teglerstraße in Wedding von einem an ihr vorbeifahrenden Fahrradfahrer LGBTIQ*-feindlich beleidigt und angespuckt.
Eine Schwarze Familie wurde in Wedding von Nachbar*innen rassistisch beleidigt.
In der Ribnitzer Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber mit einer Schwarz-Weiß-Roten Fahne im Hintergrund gefunden und entfernt. Einer hatte die Aufschrift "Kein Verbot für Schwarz-Weiß-Rot" und der andere "Antifa-freie Zone", beide in Frakturschrift. Auf dem zweiten Aufkleber waren außerdem ein durchgestrichener Punk, ein durchgestrichenes Logo der Antifaschistischen Aktion und eine durchgestrichene symbolisierte nicht-binäre Person zu sehen. Der Aufkleber kann also auch als queerfeindlich verstanden werden.
In der Ribnitzer Straße Ecke Wustrower Straße wurde außerdem ein Aufkleber der jungen Berliner Neonazigruppe "Deutsche Patrioten Voran" entdeckt und entfernt. Darauf war das Gruppenlogo inklusive eines Reichsadlers abgebildet.
Am Martha-Ndumbe-Platz Ecke Lindower Straße wurde ein Aufkleber, der "Remigration" forderte und ein "whitelivesmatter"-Aufkleber, entdeckt und entfernt. In der Lindower Straße wurden außerdem zwei Aufkleber einer rechskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, gefunden und entfernt.
Am Grenzgraben hinter dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde Richtung Allee der Kosmonauten wurden etwa zehn Schmierereien gesichtet, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richten (1161 und AAFA, beides steht für "Anti-antifaschistische Aktion").
In der Borgmannstr. wurden die Schriftzüge "NRJ" und "D3.W!" (Der III. Weg) an einem Stromkasten entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Schöneweide wurde ein Aufkleber der extrem rechten Gruppierung "Patriotische Bewegung" entdeckt und entfernt.
In Berlin-Marienfelde wurde an der DEGEWO-Baustelle am Lichterfelder Ring eine Schmiererei mit der Aufschrift „Fuck Antifa“ entdeckt. Die Schmiererei war zum Zeitpunkt der Feststellung noch nicht entfernt worden.
Auf dem roten Fuß des Ersatzhaltestellenschildes der Tramlinie 21 am Wismarplatz wurde mit weißer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.
Auf einem Rohr am Friedrichsfelde-Lichtenberger Grenzgraben wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
Im Erdgeschoss eines Hochschulgebäudes in Wedding wurde die israelbezogene antisemitische Schmiererei „IsraHell is a colonialist Project“ entdeckt. Mit der Bezeichnung "IsraHell" als kolonialistisches Projekt wurde der Staat antisemitisch delegitimiert und dämonisiert.
Am Leopoldplatz wurde ein Aufkleber, der "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
In der James-Hobrecht-Straße wurde eine Schmiererei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt. Die Schmiererei lautete „Fuck Antifarea“.
Auf einem Poller in der Straße Alt-Friedrichsfelde wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und überklebt.
In den Straßen rund um der Gerhard Hauptmann Gymnasium wurden insgesamt acht extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sechs der Aufkleber richteten sich gegen Antifaschist*innen.
An einem Zaun am Uferweg auf der Halbinsel Stralau wurde, nahe des Industriedenkmals Werftkran, der Zahlencode „1161“ geschmiert. Dieser, sich gegen die Antifa richtende, Code wird von extremen Rechten auch zur Gebietsmarkierung genutzt.
An einem Mülleimer an der Bushaltestelle S-Bahnhof Baumschulenweg wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Turmstraße beschimpfte eine Frau zwei vorübergehende Männer als "Schwuchteln".
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa fünf Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
An der Straßenbahnhaltestelle Pankow Kirche wurde ein Plakat der Partei Die Linke entdeckt, das mit dem Logo der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ beklebt worden war. Zudem war der Zahlencode „1161“ angebracht, der in der rechtsextremen Szene als Code für „Anti-Antifa“ verwendet wird. Der Schriftzug „Linke“ wurde durchgestrichen und durch „Rechte“ ersetzt.
An der Bushaltestelle Rixdorfer Straße/Britzer Straße wurde ein rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Der von "https://www.refugeesnotwelcome.de/" herausgegebene Aufkleber trug die Aufschrift: „Remigration – schützt unsere Frauen“.
In Kaulsdorf an der U-Bahn Haltestelle Kaulsdorf-Nord wurde ein Sticker der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt. Auf dem Sticker stand "Gegen Drogen!" und er zeigte den Telegramkanal und die Website der Partei. Er wurde entfernt.
Von einem Parkscheinautomat in der Wühlischstraße, Richtung der Ecke Sonntagstraße, wurde ein Sticker entfernt. Abgebildet war der Schriftzug "THE WHITE RACE" und der Telegramkanal eines extrem rechten Medienkollektivs aus Bautzen.
In Neu-Hohenschönhausen wurden sechs große Aufkleber der Neonazi-Parte "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Sie befanden sich an der Tram-Haltestelle Prerower Platz, am Linden-Center bis hin zur Wustrower Straße.
Auf einem öffentlichen Parkplatz in der Gerichtsstraße abgestellten Auto waren u. a. ein Aufkleber von „Querdenken 30 Berlin“ sowie eine Darstellung mit der Aufschrift „Nürnberger Kodex - Artikel 6 - Abschnitt 3“ angebracht. Im Zusammenhang mit weiteren Corona-Protest-Slogans und der Abbildung einer maskierten Person und weiteren Aufklebern am Fahrzeug wurden damit Anti-Corona-Maßnahmen mit Verbrechen gegen die Meschlichkeit von NS-Ärzten gleichgesetzt.
Am Weißen See äußerte eine Gruppe von etwa zehn Jugendlichen beim Abspielen des bekannten Liedes von Gigi D’Agostino die Parole „Deutschland den Deutschen! Ausländer raus!“. Das Alter der Personen wurde auf etwa 14 bis 18 Jahre geschätzt.
Auf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurden fünf extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Diese stammten von den Parteien "Der III. Weg" und "Die Heimat" sowie von der extrem rechten Jugendgruppe "Jägertruppe". Sie waren mehrheitlich LGBTIQ*-feindlich.
In Tempelhof kam es zu einer homophoben Beleidigung. Auf Wunsch der betroffenen Person wurden alle weiteren Angaben anonymisiert.
Auf dem Eugeniu-Botnari-Platz, dem Vorplatz des Bahnhofs Lichtenberg, wurde ein Infostand der Neonazi-Partei "Die Heimat", betreut von 3-4 Männern und einer Frau, gesehen. Sie warben dort mit einem Aufsteller mit der Aufschrift "Werde Heimatschützer" für sich.
Im Wedding wurde eine nichtbinäre Person von einem vorbeifahrenden Radfahrer LGBTIQ*-feindlich als „Müllmensch“ beleidigt
Auf dem Kaisersteg wurde über mehrere Meter der rassistische Schriftzug "WHITE POWER" entdeckt und entfernt.
In der Einbeckerstraße wurde ein schwules Paar homophob angepöbelt. Als die beiden Männer um etwa 22 Uhr händchenhaltend an einem Imbiss vorbei liefen, riefen vor dem Imbiss sitzende Gäste ihnen hinterher: "Herr Spahn, ihr Kind ist da".
In der Ritterstraße wurde von einem Mülleinmer ein Sticker entfernt, der sich gegen die politische Gegnerschaft richtete. Abgebildet war der Satz "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" und ein Stiefel, der auf ein Antifa-Logo tritt. Der runde Sticker war sehr klein, nur ca. 2 cm im Durchmesser. Er stammte aus einem extrem rechten Onlineshop auf Halle.
Am Nachmittag versammelt sich mehrere Menschen in der Bundeszentrale der Partei "Die Heimat" in der Seelenbinder Str. für eine Gedenkveranstaltung.
Am 17.07.2026 kam es in der Tram-Linie M8 zwischen den Haltestellen Dong Xuan Center und S-Bahnhof Lichtenberg zu einer rassistischen Beleidigung und Bedrohung durch eine Gruppe von fünf Männern. Diese fielen in der Straßenbahn durch eine aggressive Grundhaltung und lautes Pöbeln auf. Die Gruppe äußerte lautstark rassistische Diskriminierungen, die sich gezielt gegen eine asiatisch gelesene Person richteten.
Auf einem Spielplatz in Moabit erregte sich eine alte Frau laut schimpfend über drei dort spielende Schwarze Kinder, sodass diese sehr verängstigt wurden. Als zwei Mütter ihren Kindern zu Hilfe kamen wurden auch sie u.a. mit dem N-Wort beleidigt und ihnen gesagt, dass es Zeit würde dass sie mit ihren "vielen Kindern aus Deutschland deportiert" würden, wenn sie nicht freiwillig gingen.
An der Tram-Haltestelle Hohenschönhauser Straße (M5, M6), stadtauswärts, wurde ein extrem rechter und gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift “Keinen Bock auf Antifa“ gemeldet.
An einem Supermarkt in der Glienicker Str. wurden ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel mit der Reichsflagge und dem Slogan: "Hand in Hand für das Vaterland" entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Im Domstift/Groß-Ziethener Straße in Berlin-Lichtenrade wurde ein Hakenkreuz entdeckt, das bislang noch nicht entfernt wurde.
Entlang des Uferwegs an der Panke im Ortsteil Gesundbrunnen wurden zwei Hakenkreuz-Schmierereien und eine Schmiererei mit dem von extremen Rechten gebrauchten und gegen die Antifa gerichteten Zahlencode 1161 entdeckt und übermalt. Außerdem wurde ein gegen die Antifa gerichteter Aufkleber gefunden und entfernt.
In der Wilhelmstraße wurde eine 22-Jährige von einem 76-Jährigen unvermittelt mit der Hand ins Gesicht geschlagen und im Anschluss rassistisch beleidigt. Der Vorfall ereignete sich gegen 16:15 Uhr, als die Frau an einem auf dem Gewehg geparkten Auto vorbei laufen wollte, welches der Mann gerade entlud.
Eine Frau mit Kinderwagen und in Begleitung von drei weiteren kleinen Kindern wurde in der Seestraße von einer Frau antiziganistisch beleidigt und bedroht. Solche "Z"-Wort wie sie mit ihrem Kinderpack kämen bald weg aus Deutschland, wenn erst die AfD regiere, sagte die Beleidigerin extra laut zu ihrer Begleiterin, damit die Betroffenen und Umstehende es auch gut mithören können. Als eine Zeugin laut protestierte und sich daum bemühte, der Betroffenen und ihren Kinder beizustehen, wurde auch sie von der Beleidigerin verbal angegriffen: "Grün-Links Versiffte" wie sie würden dann am besten mit "rausgeschafft".
An einer Bus-Ersatzhaltestelle am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge wurde ein Aufkleber der Neonazigruppierung "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" gefunden und entfernt. Daneben klebte auch ein anti-muslimischer Aufkleber mit der Parole "Muslimisierung? Nein Danke!".