Extrem rechter Aufkleber in Friedrichshagen
Am S-Bahnhof Hirschgarten wurde ein Aufkleber, der einen extrem rechten Onlinehandel bewarb, entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am S-Bahnhof Hirschgarten wurde ein Aufkleber, der einen extrem rechten Onlinehandel bewarb, entdeckt und entfernt.
Gegen 9:15 Uhr stand eine POC-Person am Uferweg Höhe Friedrich-Junge-Straße, die dort vermutlich nur den Ausblick genießen wollte. Unvermittelt wurde sie von einem Bootsbewohner der Bucht rassistisch beleidigt: „Was guckst Du so? Hä? Verstehst Du kein Deutsch? Geh zurück!“. Eine Zeugin forderte den Mann nachdrücklich auf, die rassistischen Äußerungen zu unterlassen und bot der betroffenen Person Hilfe an. Der Mann fuhr indessen mit seinem Ruderboot zum Friedrichshainer Ufer und dann mit dem Rad davon.
Auf einer Kundgebung kam es zur Verbreitung rechter Narrative. Um 11:00 Uhr begann vor der SPD-Zentrale in der Wilhelmstraße eine Kundgebung "Gegen eine Koalition mit der SED/ Linke" eines Querfrontzusammenschlusses mit ca. 10-15 Teilnehmer*innen. Teile der Teilnehmer*innen sind für ihre Kontakte in die extrem rechte, verschwörungsideologische Szene bekannt (u. a. Corona-Leugner*innen, Pegida-Unterstützer*innen, Mitgründer eines rechten, verschwörungsideologischen Autocorsos, Steglitzer Schildermaler oder Mitglieder im Verein "Freunde der Staatsreparatur" in verantwortlicher Position).
In mehreren Reden wurden extrem rechte, rassistische und verschwörungsideologische Narrative verbreitet. Gesprochen wurde u. a. von einer stattfindenden Umvolkung bzw. eines Bevölkerungsaustausches, einem drohenden Kalifat bzw. einer Übernahme mit migrantischer Hilfe und dass die "SED-Linke" einen "islamo-faschistischen Putsch" plane oder dass es sich nicht um eine demokratische Wahl mit demokratischen gewählten Parteien gehandelt hätte. Benutzt wurde auch das extrem rechte Wording "Linksfaschisten" und es wurde unterstellt, dass die öffentlich rechtlichen Medien keine Wahrheiten verbreiten würden.
Die Veranstaltung wurde von einem extrem rechten Youtuber live gestreamt.
An der Südostalleebrücke wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich in NS-verharmlosender Weise gegen Antifaschist*innen richtete.
In der Schulstraße, Ecke Maxstraße wurde ein Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.
An der Bellevueallee und der Straße des 17. Juni wurdem mehrere gegen die Antifa gerichtete Aufkleber aus extrem rechten Versandhandlungen sowie ein rassistischer Aufkleber einer extrem rechten Kampagnenorganisation entdeckt und entfernt.
Heute bemerkten Mitarbeitende des Jugendclub Cafe Köpenick in der Seelenbinder Str., dass die Pridefahne vom Fahnenmast entfernt wurde.
Bereits im Juli wurde die Fahne im Zuge eines LGBTIQ*-feindlichen Brandanschlags entwendet und verbrannt.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa zehn Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
An Anfang der Langen Brücke wurden sieben rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Mainzer Straße wurde ein Hakenkreuz an einer Fassade unkenntlich gemacht. Zudem wurden auch wieder eine große Anzahl an Wolfsangeln im Friedrichshainer Südkiez entdeckt und unkenntlich gemacht. Betroffen waren wiederholt der Annemirl-Bauer-Platz, der gesamte Boxi-Kiez, die Gürtelstraße, die Neue Bahnhofstraße und die Holteistraße. Hier war die gesamte Straße betroffen. Neben den Wolfsangeln wurden auch wieder Symbole angebracht, die Wolfsangeln und Hakenkreuzen sehr ähnlich sehen. Grundsätzlich ähneln sich Farben und Stil bei allen angebrachten Symbolen augenscheinlich.
Teilweise wurden die entdeckten Wolfsangeln auch in Form des Logos der in Teilen extrem rechten „Asow-Bewegung“ dargestellt. Die ukrainische „Asow-Bewegung“ verwendet nationalsozialistische Symbolik. Ihr Logo enthält beispielsweise eine Wolfsangel. Zudem pflegt die Bewegung Verbindungen zu extrem rechten Gruppen in Deutschland.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung.
Die Schmierereien reihen sich in eine erkennbare, systematische Serie ein. Die Tags weisen dieselbe Handschrift (Schwung, Linienführung und Hooks/Häkchen an den Enden) auf wie weitere Schmierereien an anderen Orten in Friedrichshain und Umgebung. Die Darstellungen nutzen auch Abwandlungen bekannter rechter Symbole (u. a. Hakenkreuz, Wolfsangel / „Idee der Nation“), um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren, bedienen jedoch gezielt denselben extrem rechten Code. Die Anbringung dient der systematischen Reviermarkierung und der extrem rechten Raumnahme im öffentlichen Raum.
In der Auerstraße / Ecke Weidenweg wurde ein Sticker gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war "FCK Antifa" zu lesen. Auf dem Sticker war außerdem sehr klein das Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus.'" Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
In der U-Bahnlinie 6 zwischen den Stationen Seestraße und Rehberge wurde eine Schwarze Frau von einem angetrunkenen Mann zunächst sexistisch bedrängt. Nachdem sie ihn demonstrativ zu ignorieren versucht hatte, beleidigte er sie aggressiv rassistisch und näherte sich ihr immer mehr. Ein Mitfahrender stellte sich dazwischen und stieg dann mit ihr in einen anderen Waggon um.
Am S-Bahnhof Hirschgarten wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Um den Schillerpark wurden drei "Remigration" fordernde rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Lüdersstr./ Alter Markt wurde an einem Mülleimer ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
In der Straße am Ostbahnhof wurde erneut eine angebrachte rassistische Stickerserie der "Identitären Bewegung" entfernt. Mit Verweis auf eine Internetseite waren auf vier Stickern zwei Motive abgebildet "Send them back" und ein Flugzeug und der Schriftzug "FCK KALIFAT".
Am Pariser Platz vor der US-amerikanischen Botschaft hielten zwei Reichsbürger*innen eine Mahnwache ab, bei der schwarz-weiß-rote Reichsfahnen gezeigt wurden.
An der Liebenwalder Straße wurde ein Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.
In der Giselastraße wurde eine mit blauer Farbe auf eine Hauswand geschmierte "Free J"-Parole gemeldet. "J" bezieht sich auf eine Führungsfigur der extrem rechten Gruppierung "Deutsche Jugend Voran" ("DJV"), die für begangene und verurteilte Straftaten im August 2025 eine Haftstrafe antreten musste.
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurden ein Dutzend rassistische Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Wongrowitzer Steig/ Güldenauer Weg wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Straße am Ostbahnhof wurden drei angebrachte rassistische Sticker der "Identitären Bewegung" entfernt. Abgebildet war der Slogan "Send them back" und ein Flugzeug mit Verweis auf eine Internetseite.
Auf dem Washingtonplatz in Moabit fand eine antifeministische Kundgebung der katholisch-fundamentalistischen Bewegung „Tradition, Familie und Privateigentum“ (TFP) gegen Schwangerschaftsabbrüche mit rund 20 Personen statt. Die Teilnehmenden zeigten TFP-Fahnen und ein Transparent, das dazu aufrief, die „Sünde der Abtreibung“ zu beenden.
Auf einem Hinweisschild am S-Bhf. Ostkreuz, Zugang Sonntagstraße, war ein Hakenkreuz geschmiert. Es wurde überklebt.
In einem Jugendpavillion im Quartiers-Park Neubrandenburger Straße wurden mit weißer Farbe gemalte Schmierereien in Form eines NS-verherrlichenden "Sieg Heil" und eines rassistischen "Ausländer verboten!"-Schriftzuges gemeldet. Daneben befand sich auch ein "AfD"-Schriftzug in der gleichen Farbe.
In der Wustrower Straße wurden erneut Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" entdeckt. Dieses Mal mit den folgenden Motiven:
- "Europa ist nicht der Orient - Kampf der Islamisierung! - Der III. Weg"
- "Terrorstaat Israel - Der III. Weg"
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein "We hate Antifa"-Aufkleber gefunden und entfernt.
Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gemeldet und entfernt. Es handelte sich dabei um das rassistische Motiv "Asylbetrüger nicht willkommen" und den gegen Antifaschist*innen gerichteten Aufkleber mit dem Slogan "Dumm, dümmer, Antifa".
In der Linienstraße in Mitte wurde ein rassistisch-einwanderungsfeindlicher Aufkleber einer extrem rechten Kampagnen-Organisation gefunden und überklebt.
In der Wustrower Straße und in der Ahrenshooper Straße wurden erneut Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" bzw. deren Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) gefunden und entfernt.
Auf den Motiven waren folgende Parolen - jeweils in Kombination mit Werbung für die Partei - zu lesen:
- "Nationalrevolutionäre Jugend - NRJ"
- "Gegen Drogen! AG Körper und Geist"
Am Malchower Weg Ecke Wartenberger Straße wurde zudem ein extrem rechter und rassistischer Aufkleber von einem Neonazi-Versand entdeckt und entdeckt. Auf diesem stand der Slogan "Raus mit die Viecher".
Auf der Falkenberger Chausee Ecke Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein antimuslimischer Aufkleber mit der Parole "Habibi-freie Zone - Hier wird deutsch gesprochen" in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt. Ebenfalls dort wurde ein Aufkleber in Form einer schwarz-weiß-roten Reichsfahne gefunden und entfernt.
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde auf einem Altkleider-Container auch noch ein "FCK Antifa"-Aufkleber sowie ein "We hate Antifa"-Motiv entdeckt und jeweils entfernt. Ebenfalls dort befand sich ein Neonazi-Aufkleber mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Parole "Antifa-freie Zone" in Kombination mit einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot, einem durchgestrichenen Punk, einem durchgestrichenen Antifa-Logo und einer durchgestrichenen trans Person. Zudem befanden sich dort jeweils ein Neonazi-Aufkleber mit den Motiven "Der einzige Fachkräftemangel herrscht im Bundestag" umrundet von einer Reichsflagge in schwarz-weiß-rot und "Habibi-freie Zone".
Am S-Bahnhof Wartenberg wurde auf einem Verkehrsschild der neonazistische Zahlencode "1161" in Kombination mit einem "White Power"-Zeichen in weißer Farbe gemeldet.
In der Woldegker Straße befand sich auf einem Briefkasten der Deutschen Post ein "We hate Antifa"-Aufkleber. Dieser wurde entfernt.
Am Leopoldplatz wurde ein Aufkleber einer rechtskatholischen christlich-fundamentalistischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.
Auf der Clayallee in Zehlendorf wurden zwei Sticker entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Einer der Sticker stammte von der extrem rechten Gruppierung "Ein Prozent" und hatte den Slogan „Hier wurde linksextreme Propaganda überklebt. Unsere Heimat ist nicht verhandelbar“. Die Aufkleber wurden unkenntlich gemacht.
An einer Kita in der Südostallee wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In einem Pavillion in der Straße Breiter Weg wurde der Schriftzug "NSDAP" entdeckt und entfernt.
Auf der Rathausstraße Ecke Frankfurter Allee wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber gemeldet. Auf dem Motiv waren rechts-autoritäre politische Personen (Trump, Netanjahu, Musk, Putin...) abgebildet, eingearbeitet in scheinbare Originalfotos von Personen in NS-Uniformen. Darauf waren Hakenkreuze und andere NS-Abzeichen zu sehen. Dies wurde überschrieben mit "The turd Reich" (Das Fäkalien-Reich), in Anspielung auf das "Dritte Reich". Durch diesen überspitzten Vergleich stellen die Plakate eine Verharmlosung des Nationalsozialismus dar.
Am Hegelplatz wurde ein den Nationalsozialismus relativierender antimuslimisch-rassistischer Aufkleber mit Nahostbezug entdeckt und entfernt.
In der Guineastraße und der Seestraße wurden zwei "Remigration" fordernde rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
Weitlingstraße Ecke Münsterlandplatz wurde eine Wolfsangel in weißer Farbe auf einer Parkbank entdeckt.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Die Schmierereien reihen sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
In der Egon-Erwin-Kisch Straße Ecke Neubrandenburger Straße wurde ein Neonazi-Aufkleber mit der rassistischen bzw. muslimfeindlichen Aufschrift "Wir müssen draussen bleiben" in Kombination mit darauf abgebildeten Menschen in muslimischer Kleidung entdeckt und unkenntlich gemacht.
Auf der Paul-Junius-Straße zwischen Scheffelstraße und Storkower Straße wurden insgesamt 8 kleinere und größere Wolfsangeln in weißer, schwarzer, grüner und gelber Farbe auf Zäunen, Laternenmasten und Stromkästen gemeldet und unkenntlich gemacht.
Wolfsangeln fanden im Nationalsozialismus u.a. bei der Hitlerjugend, der "SA-Standarte Feldherrenhalle" sowie dem "Nationalsozialistischen Schülerbund" Verwendung. Auch nach dem NS wird das Symbol gelegentlich weltweit in extrem rechten Kreisen aufgegriffen.
Die Schmierereien reihen sich in eine Serie im Kiez ein, die der Reviermarkierung und extrem rechten Raumnahme dient. In der Serie werden extrem rechte Symbole häufig leicht abgewandelt, um eine direkte Zuordnung und strafrechtliche Verfolgung zu erschweren.
Am Toilettenhäuschen U-Hallesches Tor wurden angebrachte Neonazi-Schmierereien überklebt. Angebracht wurde "Scheiß K...." (wir reproduzieren die rassistische Propaganda hier nicht), ein Hakenkreuz und der Code "88".
In der Wartenberger Straße auf Höhe des Cabuwazi, in der Wustrower Straße und am Prerower Platz wurden erneut Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" bzw. deren Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) gefunden und entfernt.
Auf den Motiven waren folgende Parolen - jeweils in Kombination mit Werbung für die Partei zu lesen:
- "Neuer deutscher Standard - Der III. Weg und NRJ"
- "Sport frei - Der III. Weg und NRJ"
- "Deutsch bleiben statt Mainstream - Der III. Weg"
- "AG Körper und Geist - Der III. Weg"
- "Deutsche Jugend voran - Der III. Weg"
- "Nationalrevolutionäre Jugend - NRJ"
- "Miethaie abfischen! Wohnen ist kein Luxus! Für bezahlbaren Wohnraum! - Der III. Weg"
Am Prerower Platz wurde zudem ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Halte Deine Region sauber!" und einer durchgestrichenen Regenbogenflagge gefunden und entfernt.
An der Bushaltestelle in der Körtingstraße in Mariendorf wurden zwei Sticker aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Die Sticker trugen die Aufschrift „Schweigen heißt zustimmen. Es ist dein Land! Hol es dir zurück!“. Dieser Text ist eine direkte Folge der rassistischen Behauptung, der Nationalstaat gerate unter die Kontrolle einer fremden Macht oder von „Ausländern“, was als größte Bedrohung dargestellt wird und daher als rassistisch interpretiert werden kann.
In der Kadiner Straße wurde eine ganze Serie extrem rechte Sticker mit drei verschiedenen Erscheinungsformen entfernt. Auf dem einen Sticker, in den Farben der Reichskriegsflagge, stand der Slogan "Die Deutsche Jugend" und abgebildet war ein stilisierter Hitlerjunge. Ein weiteres Motiv enthielt in Frakturschrift den Schriftzug "Linker Lump! Zur praktischen Arbeit!" und das dritte Motiv trug den Slogan "Antifa verbieten!" und enthielt einen Verweis auf eine extrem rechte Internetseite.
In der Schulzendorfer Str. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heteronormativen Kleinfamilie, die sich mit einem Regenschirm vor einer Pride Flag "schützt".
An einem, an einer Hauswand hängendem, alten Automaten wurde das Wort "Transe" unkenntlich gemacht. „Transe“ ist eine Form der Abwertung und Diskriminierung gegenüber transgeschlechtlichen Personen.
Nachdem zwei Männer im Bus 165 mehrfach eine Person angepöbelt hatten, mischte sich ein Mann ein. Bevor die beiden Pöbler an der Haltestelle Bärenlauchstr. ausstiegen, ging einer von ihnen auf den Mann zu und beleidigte und povozierte ihn. Dabei bezog er sich auf die Intervention des Mannes und schrie diesem ins Gesicht und kam ihm so nah, dass er ihn mehrfach berührte.
Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa zehn Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.
An der Ecke Skalitzer Straße / Mariannenstraße wurde die NS-verharmlosende und antisemitische Parole "FCK ZIO NZS" entdeckt. Hierbei handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus. Die Bezeichnung wird häufig als Code für Juden*Jüdinnen verwendet.
Zudem war daneben angebracht "AK 47". Hierbei handelt es sich um das weltweit verbreitetste halbautomatische Sturmgewehr, erfunden von Michail Kalaschnikow. Mit diesem Zusatz kann die Schmiererei auch als Aufforderung zur Gewalt gegen Menschen verstanden werden.
An der Bushaltestelle S-Bahnhof Schöneweide wurde eine Person von zwei Männern mit den Worten "Scheiß linkes Pack" beschimpft. Einer der Männen spuckte danach in die Richtung der Person.
Nachdem alle in den Bus 165 eingestiegen waren, pöbelten die Männer an der Haltestelle "NS Dokumentationszentrum" erneut gegen die Person und sagten Dinge wie "Können sie gleich da abgeben." und "Lass aussteigen und Stress machen." An dieser Stelle bat ein Mann die beiden ihre Pöbeleien zu unterlassen.
Im Bahnhof Lichtenberg, Ausgang Richtung Eugeniu-Botnari-Platz, wurde eine "FCK Antifa"-Schmiererei in schwarzer Farbe gemeldet.
An der Baustelle am Lichterfelder Ring in Marienfelde wurden zwei extrem rechte Sticker entdeckt: ein Sticker der „Patriotischen Bewegung“ und ein weiterer mit der Aufschrift „Islamisierung? Nein danke“.
Am Weigandufer in Nord-Neukölln wurde der neonazistische Zahlencode „88" gesprüht. Der Zahlencode „88“ steht für „Heil Hitler“, da H der achte Buchstabe des Alphabets ist.
In Alt-Friedrichsfelde wurde auf einem Stromkasten ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot in Kombination mit einem Wehrmachtssoldaten, einem eisernen Kreuz und dem Slogan "Sie waren die besten Soldaten der Welt" zu sehen.