Antisemitische Propaganda in Moabit
Am Bahnhof Westhafen wurde "zion scum" ("zionistischer Abschaum") an eine Werbetafel geschmiert.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am Bahnhof Westhafen wurde "zion scum" ("zionistischer Abschaum") an eine Werbetafel geschmiert.
Am Rande einer Demonstration gegen Wehrpflicht wurde ein Mann, der eine Antifa-Fahne trug, auf der im Antifa-Emblem zwei Israelflaggen abgebildet waren, vor dem Brandenburger Tor von einem Demonstrationsteilnehmer angesprungen und ihm wurde mit körperlicher Gewalt die Fahne entrissen. Bereits vorher war eine kleine Gruppe um den Fahnenträger von einer deutlich größeren Gruppe von Demoteilnehmenden aus der Demo an den Rand gedrängt worden.
In der Ausstellung eines Museums wurde ein Ausstellungsstück homofeindlich beschmiert und dadurch beschädigt.
Im Telegram-Kanal der Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" (NRJ) wurde über einen Gemeinschaftstag der Gruppe in Berlin-Weißensee berichtet. Der Beitrag zeigt mehrere Personen an einer Tramhaltestelle in Weißensee sowie beim gemeinsamen Billardspielen. Die Veranstaltung wird im Text als Stärkung der Gemeinschaft dargestellt. Zudem wird behauptet, der Bezirk sei im Anschluss „von geistiger Umweltverschmutzung etlicher Linksextremer gereinigt“ worden.
Auf einer Baustellenbarke an der Hildburghauser Straße in Lichterfelde-Süd wurde ein queerfeindlicher Sticker entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte ein Piktogramm einer heteronormativen Kleinfamilie, die sich mit einem Regenschirm vor einer Progress-Pride Flag "schützt". Im Regenschirm ist ein christliches Kreuz abgebildet.
Im Heinrich-Lassan-Park wurde ein Bank des Projektes „Rote Bänke“ – bei dem der Bezirksrat rote Bänke mit der Aufschrift „Kein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ aufgestellt hatte – mutwillig beschädigt. Die Aufschrift auf der Bank wurde durch Einritzungen in „Ein Platz für Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ geändert.
Die Bänke dienen als sichtbares Symbol gegen geschlechtsspezifische Gewalt und sollen auf Hilfsangebote aufmerksam machen.
Es wurde ein antisemitisches Plakat gefunden, auf dem "The Protocols of the Elders of Zion" verbrannt wird.
"Die Protokolle der Weisen von Zion" sind ein antisemitisches Pamphlet. Es wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von unbekannten Redaktoren vermutlich in Russland auf der Grundlage mehrerer fiktionaler Texte erstellt und gilt als zentrales Referenzdokument des weltweiten Antisemitismus und insbesondere des antisemitischen Verschwörungsdenkens. Die Protokolle geben vor, die Pläne jüdischer Weltverschwörer wiederzugeben.
An einer Ampel an der Kreuzung Brückenstr./ Schnellerstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt.
Erneut wurden in Neu-Hohenschönhausen mehrere großflächige, NS-verherrlichende Graffiti gemeldet:
In der Crivitzer Straße Ecke Grevesmühler Straße wurden Stromkästen mit der schwarz-weiß-roten Reichsflagge und dem Schriftzug "Chromfaschisten", sowie dem Kürzel "CF" besprüht.
Zudem wurde dort auch ein in chrom gesprühtes Graffiti mit "CF" und der Parole "Adolf unvergessen" entdeckt.
In der Nähe eines dort gelegenen Jugendtreffs befand sich ebenfalls ein in schwarz-weiß-rot besprühter Stromkasten.
An der Tiertafel in der Wustrower Straße wurde ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift „Love Football. Hate Antifa“ gefunden und entfernt.
Und neben dem Lindencenter in der Falkenberger Chaussee wurde ein Aufkleber der Neonazipartei "Der III. Weg" mit der Parole „Neuer deutscher Standard“ gemeldet und entfernt.
An der Ecke Brüsseler Straße / Lütticher Straße wurde ein Aufkleber, der "Millionenfache Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Vereinsstr./ Johannes-Werner-Str. wurde ein anti-muslimischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Teltowkanal, sowohl auf der West-, als auch auf der Ostseite in Lichterfelde wurden mehrere Schmierereien gegen Antifaschist*innen entdeckt und unkenntlich gemacht. Mehrere Schmierereien befanden sich in der Nähe des Hubschrauberlandeplatzes des Benjamin-Franklin-Krankenhauses. Eine weitere Schmiererei wurde in der Bäkestraße entdeckt.
Ein schwules Paar wurde im Schustehruspark in Charlottenburg von einem Unbekannten erst homofeindlich beleidigt. Anschließend stieß der Unbekannte den einen Mann zu Boden und als der andere ihn filmen wollte, stieß er ihn ebenfalls zu Boden, trat ihm in den Rücken, schlug und bedrohte ihn.
Im Fahrstuhl am U-Bahnhof Hermannplatz wurde ein Aufkleber gesichtet, der sich gegen antifaschistisch Engagierte richtet und sagt: „Von roten Ketten macht uns frei“. Darauf sind Hände abgebildet, die eine rote Kette zerreißen, und der Spruch „FuckAntifa“. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Versandhandel.
In Tegel wurde eine Schmiererei mit dem neonazistischen Zahlencode „1161“ gemeldet. Der Schriftzug befand sich an einer Wand nahe des ehemaligen C&A am U-Bahnhof Alt-Tegel. Die Schmiererei war zum Zeitpunkt der Meldung noch nicht entfernt worden.
Am Abend führte die Partei "Die Linke" am Allendecenter einen Informationsstand mit einem Lastenfahrrad durch. Dabei wurden sie mit einem Bengalischen Feuer beworfen. Es wurde niemand verletzt.
In der Kaskelstraße wurde erneut ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Antifa-Verbot jetzt" gefunden und entfernt.
An der Ecke Maxstraße / Schulstraße im Ortsteil Wedding wurde ein Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Friedrichshagen in der Schöneicher Str. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Pädophilen die Fresse polieren Division H.K.O.“ entfernt. Die Abkürzung "H.K.O." steht für „Head Kicks Only“ und ist einer extrem rechten Jugendgruppe aus Berlin zuzuordnen, welche vorgibt, zum Schutz von Kindern mit Gewalt gegen Pädophile vorzugehen. Pädophilie wird von der extremen Rechten aus strategischen und ideologischen Gründen instrumentalisiert.
An der Kreuzung Duncker- / Krügerstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte den Slogan "Keine macht den Drogen - Stärke durch Disziplin". Darüber hinaus war das Parteilogo abgebildet
An der Tramhaltestelle Ribnitzer Straße Ecke Zingster Straße wurden zwei rassistische Aufklebermotive aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf diesen standen die Parolen "Tierschutz geht uns alle an. Islamisches Schächten ist Tierquälerei. Stoppt den Verkauf von Halal-Fleisch." und "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise."
Hinter dem RIZ und neben dem RIZ in der Zingster Straße, wurden verschiedene Naziaufkleber und zwei Hakenkreuzschmierereien gemeldet, unkenntlich gemacht oder entfernt. Auf den Aufklebermotiven waren die Parolen "Antifa verbieten!", "Gendermainstream ist ein erfundener Scheisßdreck", "Betrug verhindern, Stimmen retten, werde Wahlbeobachter" und eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge zu sehen.
In der Siedlung Wartenberg, Straße 5, wurde erneut eine großflächig über eine Trafostation gesprühte Reichsflagge in schwarz-weiß-rot in Kombination mit dem Schriftzug "NS-Dorf" gemeldet. Hier wurde erstmals die Signatur "CF", welche anscheinend für "Chromfaschisten" steht im Zusammenhang mit der Sprüherei verwendet. Zudem wurden auch mehrere Strommasten mit der Farbkombination schwarz-weiß-rot besprüht.
Im Umfeld des Skatetrapez in Wartenberg wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Patriotischen Bewegung / Berliner Patrioten" gefunden und entfernt.
Auf einer Mülltonne an der Uferpromenade des Treptower Parks wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten an der Kreuzung Mayschweg/ Brassepfad wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einer Laterne in der Köpenzeile wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf einem Poller an der Kreuzung Köpenzeile/ Flansweg wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Langhansstraße wurde das Kürzel "NRJ" entdeckt und entfernt. Das Kürzel steht für "Nationalrevolutionäre Jugend". Dies ist die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg".
In der Gudvanger Straße wurden die Kürzel "D3W" sowie "NRJ" entdeckt und übermalt. "D3W" steht für die extrem rechte Kleinstpartei "Der III. Weg". "NRJ" bezeichnet die Jugendorganisation dieser Partei mit dem Namen "Nationalrevolutionäre Jugend".
Nach einer Vorfahrtsstreitigkeit im Straßenverkehr zwischen einer Radfahrerin und einem Autofahrer kam es zu einem verbalen Angriff. Die Radfahrerin reagierte sofort aggressiv und beleidigte den Autofahrer lautstark. Im Zuge dessen äußerte sie sich explizit rassistisch mit den Worten: „Du Scheiß Türke hast mir gar nichts zu sagen. Verpiss dich hier.“
Der Betroffene versuchte zunächst, die Situation in normalem Tonfall zu beruhigen. Da die junge Frau die Beschimpfungen jedoch ungemindert fortsetzte, beendete der Autofahrer die Situation mit einer Erwiderung auf Türkisch und setzte seine Fahrt fort.
Heute wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Sicker in der Hildegard-Jadamowitz-Straße Ecke Gubener Straße entfernt. Abgebildet war der Text "Feminists unite! Rapefugees not welcome!" (Feministinnen vereinigt euch! Vergewaltigungsflüchtlinge sind nicht willkommen!) und eine geballte Faust in den Regenbogenfarben. Da sich die Wortwahl "Rapefugees" nicht explizit auf Vergewaltiger bezieht, sondern alle Flüchtlinge (Refugees) als Vergewaltiger angesprochen werden, ist der Sticker rassistisch motiviert.
Wie der Melder mitteilte, wurden diese in der letzten Zeit mehrfach im Gebiet angebracht und entfernt.
In der Nacht gegen 01:45 Uhr wurde ein Mann zwischen Schleidenplatz und Voigtstraße von vier Neonazis durch die Rigaer Straße gejagt. Er rannte und schrie, worauf ein Anwohner aufmerksam wurde. Als einer der Täter den Betroffenen fast eingeholt hatte, zog er einen Teleskopschlagstock. Der Anwohner versuchte, durch entsprechende Ausrufe aus dem Fenster die Neonazis zu stoppen, was auch gelang. Sie drehten ab und liefen zurück Richtung S-Bahnhof Frankfurter Allee.
Während eines Vorstellungsgesprächs bei einer Klientin in
Alt-Hohenschönhausen im Bereich der häuslichen Pflege erfährt die sich
vorstellende Pflegekraft anti-asiatischen Rassismus. Durch die
Klientin wurden rassistische und diskriminierende
Äußerungen gegenüber asiatischen Pflegefachkräften getätigt und die
Betroffene wurde aufgrund der ethnischen Herkunft ungleich behandelt.
So wurde sie, im Gegensatz zu ihrem weißen deutschen Kollegen, von der
Klientin im Gespräch ignoriert und nur dem weißen deutschen Kollegen
wurden Getränke angeboten. Asiatische Pfleger:innen wurden in mehreren
Kommentaren durch die Klientin auf rassistische Weise abgewertet.
Am Denkmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Europas in Mitte wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Mitarbeitende einer Sicherheitsfirma machten den Schriftzug unkenntlich.
In einer Tiefgarageneinfahrt in der Straße Eschengraben wurde eine große antisemitische Sprüherei entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Entlang der Kaskelstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit verschiedenen Motiven entdeckt und größtenteils entfernt. Darunter das gegen Antifaschismus gerichtete Motiv "Antifaverbot jetzt", ein rassistischer Aufkleber zur "Stadtbild"-Diskussion und ein queerfeindliches Motiv.
In der Bietzkestraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der gegen Antifaschismus gerichteten Parole "Fuck Antifa" gemeldet und entfernt.
Am Bahnhof Lichterfelde-Ost und am Kranoldplatz wurden extrem rechte Sticker gefunden und entfernt. Der Aufkleber am Bahnhof stammte von der extrem rechten Gruppe "Ein Prozent" und richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Der andere Sticker am Kranoldplatz ist erhältlich über einen extrem rechten Versandshop. Er hatte den Slogan: "Eure kranke Vielfalt kotzt uns an".
Am 5. Mai 2026 wurde eine Person im Nibelungenpark von einer Gruppe von Kindern (ca. 12 Jahre alt) homofeindlich attackiert. Die Situation begann, als die Person auf einer Parkbank saß und von den Kindern zunächst mit der Frage „Stehen Sie auf Männer?“ und direkt im Anschluss mit der homofeindlichen Beleidigung „Du Scheiß Schwuli“ konfrontiert wurde.
Es folgte ein längeres, unangenehmes Gespräch, in dem die betroffene Person versuchte, den Kindern zu erklären, warum ein solches Verhalten und diese Wortwahl nicht akzeptabel sind. Trotz dieses Aufklärungsversuchs wurde die homofeindliche Beleidigung von den Kindern im weiteren Verlauf des Gesprächs erneut wiederholt.
An einem Verkehrsschild Duncker- Ecke Krügerstraße wurde großflächig das Kürzel "NRJ" entdeckt und übermalt. Das Kürzel steht für "Nationalrevolutionäre Jugend". Dies ist die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg".
Auf Mülltonnen vor einem Supermarkt am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit der Forderung nach einem "Antifaverbot" gefunden und unkenntlich gemacht. Daneben klebten auch Aufkleber der AfD mit dem Slogan "Linksextremismus stoppen".
An einer Bushaltestelle in der Siegfriedstraße wurde ein Haltestellen-Schild mit diversen Neonaziaufklebern aus einem bekannten Versand sowie von der Neonazipartei "Die Heimat" gemeldet. Auf den Motiven waren selbstdarstellerische, NS-verherrlichende, rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte mit u.a. diesen Parolen zu sehen: "Habibi-freie Zone", "Auch ohne Sonne braun" in Kombination mit einer "Schwarzen Sonne", eine kombinierte Reichs- und Reichskriegsflagge, "Raus aus der Nato" ("Die Heimat"), "Deutschland, Deutschland über alles" in Kombination mit einer Reichsflagge, "White lives matter" ("Die Heimat"), "Es gibt nur Mann und Frau - Weg mit dem Genderwahn" ("Die Heimat") und "Anti-LGBTQ" ("Die Heimat").
In der Siegfriedstraße Ecke Herzbergstraße wurde auf einer Bushaltestelle zudem ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Deutschland, meine Heimat" mit Reichsadler und Reichsflagge gemeldet und unkenntlich gemacht.
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Love animals - hate Antifa" gefunden und entfernt.
In der Ribnitzer Straße wurde an einer Imbissbude ein "Antifa verbieten"-Aufkleber und an einem Verkehrsschild ein Aufkleber der "Patriotische Bewegung - Berliner Patrioten" gemeldet und entfernt.
Am S-Bahnhof Wartenberg wurde zudem ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Parole "Für die Gäste nur das Beste - Remigration", entdeckt und entfernt.
In der Ernst-Barlach-Straße wurde an einem Supermarkt ebenfalls ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Love animals - hate Antifa" gefunden und entfernt.
An der Tramhaltestelle in der Welsestraße stadteinwärts wurde eine "Zecken jagen"-Schmiererei gemeldet.
Am Firmenschild eines Wohlfahrtsverbandes wurde ein extrem rechter Sticker entfernt. Darauf war eine Blondine im Comic-Stil zu sehen, die ein Herz wegpustet.
Der Sticker ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören. Der Spruch auf dem Aufkleber "Alles Liebe - Für Deutschland" ist der verbotenen SA-Parole "Alles für Deutschland" ähnlich. Ein bewusstes Spiel mit den Grenzen der Strafbarkeit liegt nahe.
An der Gartenfelder Straße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf einer Gehwegplatte vor einem Hauseingang entdeckt.
Im Gerichtsgebäude des Amtsgerichts Tiergarten in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einer Lichtenberger Facebook-Gruppe wurde anlässlich einer mutmaßlichen gewaltvollen Auseinandersetzung um ein Grillverbot in der Lincolnstraße in den Kommentaren stark rassistisch gepöbelt und einem mutmaßlichen Täter, angeblich nichtdeutscher Herkunft, der Tod gewünscht.
Gegen 22:45 Uhr löste ein Mann einen Polizeieinsatz in Tempelhof aus. Er soll am Platz der Luftbrücke eine im Auto sitzende Frau beleidigt und angespuckt haben. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen fest. Als die Polizisten den Festgenommenen zum Einsatzwagen bringen wollten, leistete er Widerstand, schlug seinen Kopf in Richtung einer Dienstkraft und versuchte, beide Beamten zu treten. Dabei machte er antisemitische Äußerungen.
In der Nähe des Wildmeisterdamms in Gropiusstadt wurden erneut Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels gesichtet und entfernt. Ein Aufkleber propagierte "Islamisierung? Nein danke!". Ein weiterer richtete sich gegen antifaschistisches Engagement.
An der Kreuzung Krüllstr./ Kiefholzstr. verklebt ein Mann rechte Aufkleber. Als einer Person dies auffiel, folgte sie ihm, entfernte die Aufkleber und sprach ihn an. Nach einem kurzen Wortgefecht ging der Mann ganz nah an die Person heran und fragte: "Willst du, dass ich dich absteche?" In dem Moment hielt eine Frau mit ihrem Auto und bot der Person Hilfe an. Der Mann verschwand daraufhin.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde auf einem Wartehäuschen an der Tramhaltestelle Richtung Hauptbahnhof eine gegen politische Gegner*innen gerichtete Schmiererei in schwarzer Farbe mit der Aufschrift „Zecken jagen!“ entdeckt.
In der Ritterstraße wurde die Schmiererei "ZECKEN BXN" (Zecken boxen, Umschreibung für: Linke angreifen) entdeckt.
Auf einem Straßenschild nahe des S-Bahnhofs Schlachtensee klebte ein Sticker, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Der Aufkleber wurde entfernt.
In einem Haus in der Gärtnerstraße wurden mehrere Hakenkreuze gesichtet.