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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Stolpersteine in der Waldeyerstraße beschmiert

    13.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Wiederholt wurden die drei Stolpersteine in der Waldeyerstraße 1a mit einer unklaren schwarzen Flüssigkeit übergossen. Die Beschädigung wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht und das Bezirksamt wurde informiert.

    Quelle: Stolpersteine FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
  • Transfeindlicher Angriff in Nord-Neukölln

    13.07.2026 Bezirk: Neukölln

    Eine Frau stieg am frühen Morgen an der U-Bahn Haltestelle Hermannstraße aus und lief auf der westlichen Seite Richtung Warthestraße. Dort wurde sie von mindestens drei jungen Männern körperlich angegriffen. Sie verlor bei dem Angriff das Bewusstsein und wachte erst im Krankenhaus wieder auf. Die Betroffene führte den Angriff auf ihre Transidentität zurück.

    Quelle: Register Neukölln
  • Erneut rassistische Sticker im Gebiet um die Admiralstraße

    12.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Im Gebiet um die Admiralstraße nahe der Synagoge am Fraenkelufer wurden mehrere rassistische Sticker entfernt. Abgebildet war ein Foto einer Politikerin, mehrere Palestina-Flaggen und der Slogan "Nieder mit dem Zionismus".

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Hakenkreuz in Tempelhof entdeckt

    12.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Bushaltestelle S-Bahnhof Attilastraße wurde ein Hakenkreuz entdeckt und anschließend überklebt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Hakenkreuz und extrem rechte Propaganda in Nord-Hohenschönhausen

    12.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf dem Fahrradweg entlang der Hohenschönhauser Straße sowie im weiteren Verlauf in Richtung Falkenberg wurden NS-verherrlichende und extrem rechte Kreidezeichnungen bzw. Schmierereien festgestellt.

    In das "o" eines Namens wurde ein Hakenkreuz hineingezeichnet.

    Mit derselben Farbe wurde ein Galgen mit einer hängenden Figur auf den Boden gezeichnet. Im Gesicht der gezeichneten Person befand sich der Buchstabe "E". Wenige Meter weiter wurde der Schriftzug "E sind Kinderficker" angebracht. ​Nahe der Kreuzung Hohenschönhauser Straße Ecke Dorfstraße wurde ein weiterer Schriftzug mit dem Inhalt "Pedo E" gesichtet. Im Zusammenhang können die Zeichnungen und Schriftzüge als die Forderung "Todesstrafe für Kinderschänder" verstanden werden, die in extrem rechten Kreisen verbreitet ist und eine jahrelange Kampagne der extrem rechten Szene und Parteien in ganz Deutschland war.

    Die Bekämpfung von Kindesmissbrauch und Pädophilie wurde und wird von der extremen Rechten gezielt als emotionales Vehikel instrumentalisiert, um Feindbilder zu konstruieren, demokratische Strukturen zu untergraben und queerfeindliche, rassistische sowie antisemitische Hetze gesellschaftsfähig zu machen. Dieses propagandistische Vorgehen zieht sich historisch wie ein roter Faden seit der Terrorherrschaft der NSDAP bis hin zu heutigen Neonazigruppierungen durch.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Schmiererei in der Rummelsburger Bucht

    12.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Auf einer Parkbank an der Rummelsburger Bucht wurde die in roter Farbe geschmierte rassistische Forderung nach Deportation in Form eines "Remigrations"-Schriftzuges gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische und extrem rechte Aufkleber am Alexanderplatz

    12.07.2026 Bezirk: Mitte

    Am Alexanderplatz wurden sechs rassistische und extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Davon forderte einer "Remigration, einer richtete sich gegen die Willkommenskultur, ein weiterer auf völkische Weise gegen Einwanderung, einer gegen die "Brandmauer" und zwei waren von napolitanischen Neofaschisten, die heute eng mit der italienischen Identitären Bewegung um "Casa Pound" verbunden sind.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anti-kurdisch rassistische Bedrohung in Mitte

    11.07.2026 Bezirk: Mitte

    Im Bezirk Mitte wurde ein Person antikurdisch-rassistisch bedroht. Dabei zeigte einer der Bedroher den "Wolfsgruß", das Handzeichen türkischer Faschisten. Zum Schutz der betroffenen Peson werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Hitlergruß in der Köpenicker Dammvorstadt

    11.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Vormittag wurde ein Mann auf einem Floß Höhe Salvador-Allende-Brücke beobachtet, der in Richtung eines anderen Floß den Hitlergruß zeigte.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Infostand mit rassistischen Inhalten in Charlottenburg-Nord

    11.07.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) veranstaltete am U-Bahnhof Halemweg einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt.

    In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.

    Zusätzlich wurde ein Flyer mit dem Titel "7 Punkte zur Remigration" verteilt. Der verwendete Begriff „Remigration“ wird in dem Flyer als neutral dargestellt. Seit mindestens 2016 nutzen allerdings extrem rechte Akteure den Ausdruck als Kampfbegriff in politischen Kampagnen. Darin beschreibt Remigration euphemistisch die Vertreibung eines großen Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien. Versuche, den Begriff positiv umzudeuten, führen zu einer Normalisierung extrem rechter Konzepte.

    Quelle: Register CW via Instagram
  • LGBTIQ*-feindlicher Angriff in Mitte

    11.07.2026 Bezirk: Mitte

    Kurz nach Mitternacht wurde ein Mann im James-Simon-Park mutmaßlich aufgrund seiner sexuellen Orientierung und von mehreren Unbekannten angegriffen. Dabei erlitt er Verletzungen im Gesicht.

    Quelle: Polizeimeldung Nr.0836 vom 11.07.2026
  • Rassistische Propaganda auf Wahlkampfstand einer Partei

    11.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) veranstaltete am S-Bahnhof Tegel einen Infostand. Dort wurde die "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Sommer 2026" verteilt. Mehrere Personen demonstrierten gegen Stand; anschließend veröffentlichte der Bezirksverband der "AfD" einen Facebook-Beitrag mit einem Bild eines einzigen Demonstranten.

    In der Zeitung werden Migrant*innen mit Sicherheitsmängeln in Berlin in Zusammenhang gebracht und „unkontrollierte Masseneinwanderung“ als Ursache für die Wohnungsknappheit benannt. In einem Artikel wird postuliert, dass es beim Umgang mit und der Verfolgung von Sexualstraftaten einen „Kulturbonus für Migranten“ gäbe, die aufgrund ihrer „Kultur“ und aus „Angst vor Marginalisierung“ nicht ausreichend bestraft werden. In einem weiteren Artikel der Zeitung wird der Gebrauch von Schusswaffen hauptsächlich „nichtdeutschen Tatverdächtigen“ unterstellt. Durch diese Darstellungen werden Kriminalität, sexualisierte Gewalt und gesellschaftliche Problemlagen pauschal mit zugewanderten Menschen beziehungsweise Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit assoziiert. Zugleich wird die Vorstellung einer ungerechtfertigten Bevorzugung von Migrant*innen vermittelt, der eine Benachteiligung der übrigen Bevölkerung gegenübergestellt wird. Diese Argumentationsweise kann als rassistisch eingeordnet werden, da sie komplexe gesellschaftliche und politische Problemlagen auf die Anwesenheit von Migrant*innen beziehungsweise Geflüchteten verkürzt, strukturelle und vielfältige Ursachen für gesellschaftliche Problemlagen weitgehend ausblendet und zugewanderte Menschen als Ursache oder Sündenbock für diese Probleme konstruiert.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Antiasiatischer Rassismus und Verherrlichung des NS-Regimes in der U3

    10.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    In der U3 unterhielten sich drei junge, etwa 23 Jahre alte Neonazis gut hörbar und positiv über Adolf Hitler. Dabei fiel unter anderem die Aussage: „Er war der letzte erfolgreiche Deutsche mit Zielen. “Eine asiatisch gelesene Fahrgästin intervenierte und forderte die drei Personen auf, ihre Klappe zu halten und die Lautstärke zu reduzieren. In einer für die extreme Rechte typischen Täter-Opfer-Umkehr wurde sie daraufhin unter anderem als Holocaustleugnerin und Rassistin beschimpft und beleidigt. Die Bahn war sehr voll. Dennoch erhielt die zivilcouragierte Person keine Unterstützung von den Mitreisenden.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antimuslimische Schmierereien am Forckenbeckplatz

    10.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An mindestens fünf Mülleimern rund um den Forckenbeckplatz wurden antimuslimisch rassistische Schmierereien angebracht. Angebracht wurde jeweils das Wort "Palinazi" mit Pfeilen in die Mülleimeröffnung.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitischer Vorfall in der U5 Richtung Kaulsdorf-Nord

    10.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Eine Person wurde während der Fahrt in der U5 (Fahrtrichtung Kaulsdorf-Nord, im Streckenabschnitt zwischen den Bahnhöfen Frankfurter Allee, Magdalenenstraße und Lichtenberg) aufgrund eines sichtbaren hebräischen Tattoos von zwei Personen antisemitisch beleidigt und bedrängt. Als die betroffene Person die Situation zur Eigensicherung mit dem Handy filmen wollte, reagierten die Täter*innen zunehmend bedrohlicher. Insbesondere der männliche Täter trat äußerst aggressiv auf. Die betroffene Person wurde immer wieder antisemitisch angefeindet und als „Kindermörderin“ beschimpft.

    ​Eine unbeteiligte junge Frau bewies Zivilcourage, stellte sich unterstützend vor die betroffene Person und forderte den Angreifer mehrfach auf, zu gehen. Die Täter*innen führten einen Kampfhund mit sich. Eine polizeiliche Anzeige wurde erstattet.

    Zeug*innen können sich beim Lichtenberger Register melden.

    Quelle: Lichtenberger Register, Augenzeug*in
  • Aufkleberserie gegen politische Gegner*innen in der Victoriastadt

    10.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Pfarrstraße Ecke Kernhofer Straße wurden mehrere gegen politische Gegner*innen gerichtete Aufkleber wie "Wokies not welcome" gefunden und entfernt. Das Wort „woke“ wird von der extremen Rechten als politischer Kampfbegriff eingesetzt, der zivilgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit als „verrückt“ und „bedrohlich“ abwerten soll.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow-Zentrum

    10.07.2026 Bezirk: Pankow

    In der Grunowstraße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und überklebt. Dieser trug den Schriftzug „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ und zeigte vier Fotos sowie die Namen von Personen aus der extrem rechten Szene. Bei einigen der abgebildeten Personen handelt es sich um verurteilte Holocaustleugner*innen. Der Aufkleber wird über einen extrem rechten Versandhandel vertrieben.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Hakenkreuz im Steglitz

    10.07.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    An einer Baustellenbarke in der Rothenburgstraße wurde ein Hakenkreuz entdeckt. Dieses wurde bei der Polizei gemeldet, die es anschließend entfernt hat.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • LGBTIQ*-feindlicher Sticker in Zehlendorf

    10.07.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In der Martin-Buber Straße in Zehlendorf wurden mehrere Sticker einer verschwörungsideologischen Gruppe entdeckt und teilweise unkenntlich gemacht. Einige der Sticker richteten sich mit ihrem Inhalt gegen LGBTIQA* und verwiesen auf die Webseite der Gruppe.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über das Vorfallsformular
  • Rassistische Beleidigung in einem Ladengeschäft in der Reichenberger Straße

    10.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Gegen 13:00 Uhr wurde eine mit Migrationshintergrund gelesene Frau von einem Mann mehrmals rassistisch u. a. mit dem N-Wort beleidigt. Zudem behauptete der Mann gegenüber einem Mitarbeiter des Ladens, dass die Frau ihn angeblich angegriffen hätte. Der Vorfall ereignete sich in einem Ladengeschäft in der Reichenberger Straße.

    Quelle: Berliner Register
  • Rassistischer und politisch motivierter Angriff in der Lückstraße

    10.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Nacht vom 10. auf den 11. Juli kam es in der Lückstraße zu einer rassistisch und politisch motivierten Hetzjagd. Drei vermutlich extrem rechte Jugendliche verfolgten einen Mann aus Polen auf der Straße. Der Betroffene suchte Zuflucht in einem dortigen Spätkauf.

    ​Der Betreiber des Spätkaufs schützte den Betroffenen, indem er ihn in das Geschäft ließ, die Angreifer nicht einließ und sich deeskalierend dazwischen stellte. Daraufhin wurde auch der Späti-Verkäufer von der Gruppe körperlich bedroht.

    ​Ein Augenzeuge beobachtete und dokumentierte den Vorfall mittels Video- und Audioaufnahmen. Auf den Tonaufnahmen ist laut Angaben des Zeugen ein Geständnis der Angreifer zu hören, in dem sie mit Tritten und Schlägen gegen den Betroffenen prahlen. Zudem fielen extrem rechte und misogyne Parolen wie „Schnappt die linke Zecke!“ und „Die linke Fotze da hinten, die schnappen wir uns auch noch!“.

    ​Zusätzlich wurde berichtet, dass die Tätergruppe im selben Zeitraum zweimal versuchte, unbeteiligte Rollerfahrer während der Fahrt vom Fahrzeug zu stoßen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in, Augenzeug*in
  • Rassistischer und queerfeindlicher Aufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    10.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Judith-Auer-Straße wurden zwei extrem rechte Aufkleber gemeldet. Auf einem Motiv war die rassistische Parole "Dein Land liegt Dir am Herzen? Remigration! Illegale Massenmigration stoppen!" zu lesen, auf dem anderen Motiv wurde sich queerfeindlich mit dem Slogan "Stolz statt bunt" positioniert.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Antifeministische und NS-verharmlosende Äußerung in der Lichtenberger BVV

    09.07.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Die "AfD" nutzte in der Bezirksverordnetenversammlung den NS-Propagandabegriff "Flintenweiber" im Rahmen der Diskussion zu einem im Bezirk geplanten Frauenzentrum. Der Begriff kann als Herabwürdigung queerer Menschen und Frauen verstanden werden. Die Begrifflichkeit des „Flintenweibs“ wurde durch die NS-Propaganda institutionalisiert. Vor allem während des Überfalls auf die Sowjetunion ab 1941 prägte die Wehrmacht den Begriff, um sowjetische Soldatinnen im NS-Sprech als „unweibliche“, „blutrünstige“ oder „entartete Untermenschen“ zu verunglimpfen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in, BVV-Livestream
  • Anti-Schwarze rassistische Diskriminierung in Prenzlauer Berg

    09.07.2026 Bezirk: Pankow

    Eine Schwarze Frau wurde an der Haltestelle Schönhauser Allee/Bornholmer Straße rassistisch diskriminiert. Nachdem die Tram der Linie 50 ihre Türen geschlossen hatte, rannte die Frau zur vorderen Tür beim Fahrer, um noch einzusteigen. Obwohl die Tram noch etwa 20 Sekunden an der Haltestelle stand, öffnete der Fahrer die Tür nicht. Die Frau überquerte daraufhin die Fahrbahn und stellte sich wieder an die Haltestelle. Kurz darauf klopfte ein weißer Mann an dieselbe Tür und wurde vom Fahrer eingelassen. Die Schwarze Frau musste auf die nächste Tram warten.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Aufkleber gegen politische Gegner*innen in Zehlendorf

    09.07.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Entlang des Teltower Damms, an der Ecke zum Dorfanger, wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Überklebt, du Zecke!“ entfernt. Auf dem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv waren ein durchgestrichenes Anarchie-Symbol, eine durchgestrichene Flagge der „Antifaschistischen Aktion“ und ein durchgestrichenes Symbol des Kommunismus abgebildet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Extreme rechte Aufkleber in Pankow

    09.07.2026 Bezirk: Pankow

    An der Eingangstür des Büros von Bündnis 90/Die Grünen in der Berliner Straße wurden vier extrem rechte und rassistische Aufkleber angebracht. Die Aufkleber trugen unter anderem die Aufschriften „Braun ist bunt genug“, „Ihr werdet uns nicht austauschen“ (in den Farben Schwarz-Weiß-Rot), „Good Night Left Side“ sowie „Bitte flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen! Refugees not welcome!“.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Hetze gegen politische Gegner*innen auf "Menschen mit Schildern"-Demonstration

    09.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Die Demonstrationsgruppe „Menschen mit Schildern“ trifft sich wöchentlich und verbreitet verschwörungstheoretische sowie rassistische Inhalte. Bei der Demonstration auf dem Tempelhofer Damm war unter anderem ein Plakat gegen politische Gegner*innen mit der Aufschrift „Gutmenschen!; Eure Brandmauer; Ist wie Apartheid!“ zu sehen.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • Queerfeindlicher Angriff in Hakenfelde

    09.07.2026 Bezirk: Spandau

    In der Rauchstraße wurde eine nicht-binäre Person von drei Jugendlichen angegriffen und beleidigt. Die Jugendlichen beleidigten die Person zunächst aufgrund ihres Aussehens. Danach attackierten zwei von ihnen die Person mit einer leeren Plastikflasche und Badelatschen. Außerdem feuerte der dritte Jugendliche zwei Feuerwerkskörper auf die Person ab. Diese explodierten über der Person. Die Person wurde dabei nicht verletzt.

    Quelle: Polizeimeldung vom 10.07.2026 Nr. 0834, stern.de 10.06.2026
  • Rassistischer Angriff am Alexanderplatz

    09.07.2026 Bezirk: Mitte

    An einer Ampel neben dem Alexa am Alexanderplatz wurde am Abend ein Fahrradfahrer von einem anderen, weißen, ihm unbekannten Fahrradfahrer aus rassistischer Motivation angeschrien und angespuckt.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische Sticker im Gebiet um die Admiralstraße

    09.07.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Im Gebiet um die Admiralstraße nahe der Synagoge am Fraenkelufer wurden mehrere rassistische Sticker entfernt. Abgebildet war ein Foto einer Politikerin, mehrere Palestina-Flaggen und der Slogan "Nieder mit dem Zionismus"

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Erneut extrem rechte Veranstaltung in Tegel

    08.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Die extrem rechte Partei "Die Heimat" veranstaltete erneut einen Stand auf der Berliner Straße Ecke Gorkistraße. Mit dem Stand sammelten sie Unterschriften für die Zulassung zur Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Extrem rechte Sticker in Frohnau

    08.07.2026 Bezirk: Reinickendorf

    Am Zeltinger Platz wurden Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel gemeldet, die sich gegen politische Gegner*innen richten. Einer diese beinhaltete den neonazistischen Zahlencode "1161", der für "Anti-Antifaschistische Aktion" steht. In der Ecke Welfenallee und Kasinoweg wurde zudem ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Keltenkreuz in Schöneberg-Nord

    08.07.2026 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    In der Regensburger Straße wurde auf einem Stromkasten ein Keltenkreuz entdeckt und überklebt.

    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • NS-verherrlichender Aufkleber in Oberschöneweide

    08.07.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Kreuzung Schillerpromenade/ Griechische Allee wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet" und den Reichsfarben entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
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