Extrem rechter Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen
In der Ribnitzer Straße wurde an einem Glascontainer ein Aufkleber mit der Aufschrift "Lesen, lieben, kämpfen" entdeckt und entfernt, der für einen extrem rechten Versandhandel warb.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Ribnitzer Straße wurde an einem Glascontainer ein Aufkleber mit der Aufschrift "Lesen, lieben, kämpfen" entdeckt und entfernt, der für einen extrem rechten Versandhandel warb.
Eine Zeuge berichtete, dass ein Angestellter einer Bundesbehörde wiederholt extrem rechte Bemerkungen gemacht habe darüber, dass er dass parlamentarisch-demokratische System grundlegend ablehne. Dabei habe er unter Kolleg*innen auch Reichsbürgerideologie verbreitet.
Auf dem Werner-Salomon-Platz wurde ein extrem rechter Sticker entdeckt und entfernt, der für den Neonazi-Aufmarsch am 15. Februar 2025 in Dresden warb. Dieser fand anlässlich des 80. Jahrestags der Bombardierung Dresdens im Zweiten Weltkrieg statt.
"Die Heimat" Reinickendorf veröffentlichte im Januar einige Facebook-Beiträge. Diese behandelten Themen wie Migration, grüne Politik, Altersarmut sowie Veranstaltungen des Ortsverbandes. In einem Post stand: "Ist es wirklich positiv, Messerstechereien, Kindermorde oder Gruppenvergewaltigungen zu ertragen? Ist es klug, die Verdrängung der eigen Kultur widerstandslos hinzunehmen? Wir denken das nicht!" Dieser Beitrag steht beispielhaft für die rassistischen Argumente auf der Seite. Eine vermeintlich nicht-deutsche "Kultur" wird als Ursache von Gewalttaten dargestellt. Außerdem wird Migration als Bedrohung einer vermeintlich homogenen deutschen Kultur dargestellt und zu Widerstand aufgerufen. In weitern Beiträgen wurden radikale Abschottung und Abschiebungen als Lösung präsentiert und den regierenden Parteien eine Mitschuld an Anschlägen gegeben.
In der Odernheimer Str. wurde ein großflächiges Graffiti mit dem Inhalt "NRJ x D2W" entdeckt. Es handelt sich dabei um die Abkürzung der Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei von "Der III.Weg".
Am S-Bahnhof Landsberger Allee riefen zwei Jugendlichen einem Mann verfassungsfeindliche Parolen zu und machten den Hitlergruß, bevor sie in unbekannte Richtung flüchteten.
In der Ringbahn auf Höhe der Station Neukölln kam es zu einer homofeindlichen Pöbelei durch einen alkoholisierten Mann. Der Mann richtete die Beleidigungen gegen eine Gruppe von Erwachsenen und stieg anschließend aus der Bahn.
In der Max-Herrmann-Straße, nahe der gleichnamigen Haltestelle, fanden sich mehreren neonazistische Aufkleber der NPD (inzwischen: Die Heimat), die sich gegen queere Familien richteten. Daneben fanden sich Aufkleber mit dem Fußball-bezogenen Slogan „Scheiß St. Pauli“, wobei der FC St. Pauli hier für einen von der extremen Rechten als politischer Gegner angesehener Fußballverein steht.
In einer Sammelunterkunft im Bezirk Reinickendorf kam es zu fortgesetzten rassistischen Diskriminierungen einer Schwarzen Person.
Auf dem Parkplatz Hönower Straße Ecke Fritz-Reuter-Straße fanden sich die extrem rechten Aufkleber: „White Lives Matter“ sowie „Love Football Hate Antifa“.
In der Brüsseler Str. wurde ein rassistisch-einwanderungsfeindlicher Aufkleber der NPD (inzwischen "die Heimat") auf einem SPD-Wahlplakat entdeckt und entfernt.
Ein Wahlplakat einer Grünen-Politikerin wurde mit einem Sticker beklebt, der sich gegen die Partei richtete. Außerdem wurde das Plakat zerstört. Aufgrund der Vorgehensweise kann von einer gezielten Zerstörung ausgegangen werden.
Am Denkmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Europas in Berlin-Mitte zerstörte ein 36-jährigen Mann mehrere anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz dort abgelegte Kränze und verstreute sie auf dem Gehweg und der Fahrbahn. Als zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes zusammen mit zwei Passanten versuchten, den Mann aufzuhalten, griff er sie körperlich an, beleidigte und bespuckte sie.
Im Bezirk Mitte ereignete sich eine anti-Schwarze rassistische und behindertenfeindliche Diskriminierung im Gesundheitssystem. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In einer Kneipe in der Emser Straße in Neukölln ereignete sich erneut ein antisemitischer Übergriff. Laut dem Betreiber seien zwei Männer gegen 16.00 Uhr in den Laden gekommen und hätten laut "Fuck Israel! Viva Hamas! Tod den Juden! Destroy Israel" gerufen und ihn gefragt, ob er Jude oder Israeli sei. Zudem sollen die angreifenden Personen Flyer und Plakate zerrissen und einen Stuhl geschmissen haben. Der Betreiber habe sie aufgefordert zu gehen und ihnen gesagt, sie würden gefilmt.
In der Kneipe finden regelmäßig antisemitismuskritische Veranstaltungen statt. Im Jahr 2024 kam es bereits zu mehreren gewaltvollen Angriffen.
An der Wand eines Supermarktes war der Schriftzug: "boycott israel" gesprüht. Dieser Aufruf soll dazu dienen, Israel politisch, wirtschaftlich und kulturell zu isolieren.
In einem Supermarkt im Bezirk Mitte wurde eine Familie aus antiziganistischen Vorurteilen fälschlich des Diebstahls beschuldigt.
Ein Mann wurde von der Berliner Polizei kontrolliert, als er einem Kollegen bei der Arbeit half. Die Kontrolle erfolgte durch eine verdeckte Einheit, da die Beamten sich laut dem Betroffenen in einem Polizeibus versteckten und gezielt auf ihn zugingen. Er vermutet, dass er entweder durch eine gezielte Meldung oder durch Racial Profiling ins Visier genommen wurde.
In der Bornitzstraße wurde am Schild eines Supermarktes ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen die Grünen richtet. Darauf war das Piktogramm von zwei Personen vor einem blauen Hintergrund zu sehen, die sich mit einen Regenschirm in schwarz-weiß-rot mit der Aufschrift "Deutschland" vor grüner Farbe schützen. Dazu war in Frakturschrift die Parole "Heimatschutz. Werft die Grünen aus dem Land!" abgebildet. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Versandhandel.
In der Vesaliusstraße wurden an einem Papierkorb drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die Aufkleber waren von einem extrem rechten Onlineversandhandel und richteten sich gegen den Politischen Gegner und hatten LGBTIQ*-feindliche Aussagen.
Am U-Bahnhof-Louis-Lewin-Straße auf einem Großflächenplakat der FDP mit einem Foto Christian Lindners fand sich der Aufkleber: „Dumm dümmer Antifa“. Dieser richtete sich gegen die Antifa als Gegner*innen der extremen Rechten. Auch der Liberalismus gilt der extremen Rechten als Feindbild. In der Louis-Lewin-Straße an der Bushaltestelle Branitzer Straße fand sich der Aufkleber „Mir stinken die Linken“. Aus dem extrem rechten Versandhandel "Druck88" fand sich dort der Aufkleber: „Lieber Kernkraft statt Flüchtlingsstrom“.
Im U-Bahnhof Tempelhof wurde zwei Aufkleber der extrem rechten "Jungen Alternative" entdeckt und entfernt.
Gegen 15:00 Uhr wurden mehrere Nazi-Sticker in der Ebertystraße entfernt. Sie hatten rassistische Inhalte und richteten sich gegen die Antifa.
In der Klingenhöferstraße in Tiergarten störten Aktivist*innen aus dem verschwörungsideologische Milieu eine antifaschistische Kundgebung.
In der Müllerstraße am S- und U-Bahnhof Wedding wurde ein rassistischer Aufkleber, der zu "Remigration" aufrief, entdeckt und entfernt.
In der Seelenbinderstr. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
In der Ribnitzer Straße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, auf dem die Abschiebung von "Talahons" gefordert wird. Der Begriff "Talahon" kommt aus der Jugendsprache und war zu Beginn eine positive Selbstbezeichnung von migrantischen und migrantisierten Jugendlichen. Mittlerweile wird er häufig genutzt, um rassistische Vorurteile zu bündeln. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Versandhandel.
An der Tramhaltestelle Prendener Straße wurde ein Aufkleber mit dem rassistischen Spruch "Abschieben schafft Wohnraum" des extrem rechten Vereins "Ein Prozent" entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Großer Stern wurde ein verschwörungsideologischer Aufkleber, der das NS-Regime relativierte, entdeckt und entfernt.
Eine bipolare Schwarze Person erfährt Amtsmissbrauch durch die Polizei und Drohungen durch falsche Rechtsbehauptungen. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Während eines Gesprächs benennt ein Mann seinen Gesprächspartner mehrfach mit dem Z-Wort. Dieser erklärt mehrfach, dass das beleidigend ist und bittet ihn aufzuhören. Der Mann weigert sich und fühlt sich im Recht. Er benutzt auch das N-Wort im Bezug auf schwarze Menschen.
In einem Chat einer Dating App wurde einem Benutzer, nachdem er mitgeteilt hatte, dass er aus Rumänien komme, geschrieben, dass er "für einen [Z-Wort] zu weiß" sei.
In der Friedenstr., Thomas-Müntzer-Str. und Radickestr. wurden insgesamt über 75 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und aus dem neonazistischen Onlineshop "Druck18" und riefen mehrheitlich zu Gewalt auf.
Am Ausgang des Bahnhofs Pankow wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK AFA" (Fuck Antifa) entdeckt.
An der Rolltreppe am S-Bahnhof Westend in Charlottenburg wurden zwei Sticker entdeckt, die sich mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten.
In der Werneuchener Straße wurde an einem Fallrohr ein Aufkleber mit dem Slogan "Good night left side" aus einem extrem rechten Onlineversand entdeckt und entfernt.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Eine soziale Einrichtung erhielt erneut einen Brief mit Inhalten, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechte und gegen Muslim*innen richten. Die Einrichtung erhält seit 2023 in unregelmäßigen Abständen ähnliche Briefe. Um die Mitarbeiter*innen und Besucher*innen der Einrichtung zu schützen, wurde dieser Vorfall teilweise anonymisiert.
An der Ecke Müggelschlößchenweg/ Salvador-Allende-Str. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt, der Familien mit einem Regenschirm in Reichsfarben abbildet.
An der Ecke Pablo-Neruda-Str./ Salvador-Allende-Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Ecke Müggelschlößchenweg/ Fliederstr. wurden zwei Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Ecke Müggelschlößchenweg/ Erlenstr. wurde ebenfalls ein Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt, der die Reichsfarben zeigte.
In der Alfred-Randt-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.