Shoa-bagatellisierende Schmiererei in Neukölln
In Neukölln wurde eine Schmiererei mit Shoa-bagatellisierendem Inhalt entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In Neukölln wurde eine Schmiererei mit Shoa-bagatellisierendem Inhalt entdeckt.
In der Oranienstraße wurde ein antisemitischer Sticker entdeckt.
Zwischen dem 24. und 25. November wurde an einer Hausfassade in der Reichenberger Straße eine Schmiererei entdeckt, die u.a. Zionismus mit dem Nationalsozialismus gleichsetzt.
In einer Freizeiteinrichtung in der Storkower Straße wurde ein antisemitischer Aufkleber gefunden. Der Aufkleber zeigt Hühner in einer Massentierhaltung und die Aufschrift "End the animal holocaust".
Am Görlitzer Bahnhof wurde gegen 00:00 Uhr eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
An der Bushaltestelle Blissestr./Uhlandstr. in Wilmersdorf wurde die israelbezogene antisemitische Schmiererei "Kindermörder Israel" entdeckt
In Waidmannslust wurden antisemitische und LGBTIQ*-feindliche Aufkleber dokumentiert.
Im Luisenhain wurde ein Aufkleber, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufruft, entdeckt und entfernt.
Die Şehitlik-Moschee in Nord-Neukölln bekommt fortwährend bedrohliche Telefonanrufe.
Es wurde eine behindertenfeindliche Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt dokumentiert. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Die Şehitlik-Moschee erhielt wie auch andere Moscheen in Berlin, Hassbriefe, mit angebrannten Textseiten, Wurstscheiben und Erde oder Dreck. In einem gedruckten Text wurden in deutscher und türkischer Sprache der Koran, Allah und Mohammed höchst aggressiv beschimpft. Anzeige wurde erstattet.
Am S+U-Bahnhof Zoologischer Garten wurden erneut mehrere Aufkleber der Gruppe "Studenten stehen auf" entdeckt. In der Gruppe agieren extrem rechte Personen und in Texten der Gruppe wird die Zeit des Nationalsozialismus und der Shoa relativiert.
Eine queere Person wurde in einem Geschäft in der Potsdamer Straße von drei Mitarbeitern des Ladens aus LGBTIQ*-feindlicher Motivation bedroht. Als sie das Geschehen der Gewaltandrohung mit ihrem Handy aufnehmen wollte und versuchte sich aus der Situation zurückzuziehen, wurde ein Ladenmitarbeiter aggressiv. Als die queere Person den Laden verließ, wurde sie von Mitarbeitern verfolgt und von einem aus der Gruppe von hinten mit einem Griff gewürgt. Es gelang ihr, sich von den drei Männer zu entfernen, wobei ihre Brille zerbrach.
In der U-Bahnlinie 7 wurde ein Hakenkreuz und das Kürzel "SS" in das Gummi einer Tür geritzt.
In der Schloßstraße Ecke Otto-Grüneberg-Weg, sowie in der Wilmersdorfer Straße Ecke Spielhagen Straße wurden Aufkleber der extrem rechten "Jungen Alternative" (Jugendorganisation der AfD) mit dem Slogan "Unsere Heimat, unsere Zukunft!" entdeckt und entfernt.
In der Mahlsdorfer Straße wurden an zwei Werbeplakaten der Schriftzug "Fuck Antifa" entdeckt.
Gegen 13:30 Uhr schläft eine offensichtlich obdachlose Person in der U-Bahn Höhe Hermannplatz/ Südstern. Eine einsteigende Frau beginnt den Mann lauthals zu beleidigen. Sie sprach daraufhin auch in abwertender und beleidigender Weise gegenüber der obdachlosen Person Mitreisende an, vermutlich um Zuspruch zu erhalten. Trotz der Aufforderung von Mitreisenden, die Beleidigungen zu unterlassen, pöbelte sie weiter bis sie ausstieg. Beim Aussteigen schrie sie nochmals beleidigende Worte in Richtung der obdachlosen Person und zeigte auf diese.
Eine Moschee im Ortsteil Tiergarten erhielt einen antimuslimisch-rassistischen Hassbrief. Der Umschlag enthielt verbrannte Koranseiten, Schweinefleisch und Fäkalien. Ähnliche Briefe wurden in Berlin und deutschlandweit an Moscheen verschickt.
Die Muradiye Moschee in Nord-Neukölln erhielt einen antimuslimisch-rassistischen Hassbrief. Neben einer Nachricht, die den Koran beschimpfte, waren in dem Umschlag auch Schweinefleisch, angebrannte Koranseiten und Fäkalien enthalten. Ähnliche Briefe wurden in Berlin und deutschlandweit an weitere Moscheen des türkischen Dachverbands DITIB verschickt.
Es wurde eine anti-Schwarze rassistische Diskriminierung dokumentiert. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
In Charlottenburg wurde antisemitische Propaganda entdeckt.
In einer Landesbehörde kam es zu einer antiziganistischen Bedrohung durch eine*n Mitarbeiter*in. Das Datum und Details des Vorfalls wurden zum Schutz der Betroffenen anonymisiert.
Ein jüdischer Student wurde von zwei Mitstudenten israelbezogen antisemitisch beleidigt und bedroht. Zum Schutz des Betroffenen wurden Details des Vorfalls anonymisiert.
In Charlottenburg wurden die Wände einer Moschee mit Hakenkreuzen und Davidsternen beschmiert. Die Bedrohung der Gemeinde in Charlottenburg ereignete sich im Zusammenhang mit anderen ähnlichen Bedrohungen berlinweit, darunter auch Hassbriefe und -anrufe.
Am S-Bahnhof in Karow wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Nazizone" gefunden.
An der Ecke Eschachstraße und Gorkistraße in Tegel wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Für Identität und Heimat" bemerkt und entfernt.
In der Simon-Bolivar-Straße wurden mehrere Hakenkreuze an einem Stromkasten entdeckt.
Am U-Bahnhof Parchimer Allee im Bezirksteil Britz wurden zwei Hakenkreuze entdeckt. Die Schmierereien wurden unkenntlich gemacht.
Ein Mensch aus Berlin berichtete einer Beratungsstelle von einem gewaltsamen Vorfall in Berlin mit LGBTIQ*-feindlicher Motivation. Zum Schutz von Betroffenen werden weitere Informationen nicht veröffentlicht.
Am Plänterwald wurde ein Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels gegen Linke entdeckt und entfernt.
Es wurde eine Diskriminierung an einer Schule dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An Schaukasten der CDU am Ludolfinger Platz in Frohnau wurde von Unbekannten eine rassistische Schmiererei angebracht. Die Schlagworte "CDU = Islam" und "2015" verwiesen auf die Einwanderung von muslimischen Flüchtlingen im Jahr 2015 und machten die CDU dafür verantwortlich. Der Islam und muslimische Migrant*innen wurden zugleich pauschal abgewertet, weil sie als etwas Negatives dargestellt wurden. Der benachbarte Schaukasten des Bürgervereins Frohnau wurde von derselben Person mit dem Schriftzug "FUCK GRÜNE" beschmiert.
An die Hausfassade der Muradiye Moschee auf dem Kottbusser Damm in Nord-Neukölln wurden Hakenkreuze und Davidsterne geschmiert.
Am S-Bhf. Oberspree wurde der Schriftzug "Anti Antifa", sowie fünf Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg" entdeckt.
Die Beratungsstelle "entschwört", die Beratungen zu Verschwörungsmythen im persönlichen Umfeld durchführt, wird seit mehreren Wochen durch Anrufer beleidigt und bedroht. Ein sogenannter "Shitstorm" der extremen Rechten thematisiert und diskreditiert die Beratungsstelle wiederholt in ihren Kanälen. Es ist davon auszugehen, dass diese Drohanrufe als Reaktion des Shitstorms durch die extreme Rechte erfolgten.
In Kreuzberg kam es zu einer antisemitischen Bedrohung im ÖPNV am Kottbusser Tor. Weitere Informationen werden nicht veröffentlicht.
Im Bezirk wurde eine antisemitische Bedrohung dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Grunewald wurde in der Nähe des Teufelssee ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Der Aufkleber, der auf einem Flyerkasten angebracht war, richtet sich auf antisemitische Weise gegen den Staat Israel.
In der U-Bahnstation Hermannplatz in Nord-Neukölln wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
Auf einer Kundgebung am Alexanderplatz mit zirka 50 Teilnehmenden wurde auf Schildern israelbezogener Antisemitismus verbreitet.
In der Konrad-Wolf-Str. wurde ein Aufkleber entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber mit dem BFC-Logo zeigt eine Person, die eine andere Person brutal verprügelt. Weiter ist der Spruch "Good night left side" abgebildet.
Es wurde eine rassistische Diskriminierung an einer Schule dokumentiert. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.