Hakenkreuz und rassistische Schmierereien in Steglitz
In der Nähe der Schildhornstraße wurden NS-verherrlichende und rassistische Schmierereien entdeckt. Auf eine Hauswand war ein Hakenkreuz gemalt worden, zudem stand dort das N-Wort.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Nähe der Schildhornstraße wurden NS-verherrlichende und rassistische Schmierereien entdeckt. Auf eine Hauswand war ein Hakenkreuz gemalt worden, zudem stand dort das N-Wort.
Erneut wurden im Bereich Selgenauer Weg/Neuhofer Straße in Rudow 5 Keltenkreuze gesichtet und übermalt. Zudem wurden fünf Aufkleber der extremen Rechten entfernt ("Der III. Weg", "Junge Alternative" und "NPD"/"Die Heimat").
An der Allee der Kosmonauten Ecke Boschpoler Straße wurde eine doppelte Sig-Rune (SS) an eine Ampel geschmiert.
In einer Bowlingbahn haben sich am Wochenende laut Darstellung von der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" und der Jugendorganisation "NRJ" circa 20 Neonazis getroffen. Laut Darstellung des III. Wegs ging es darum: "Ausgelassen beim Bowling wurden neue Interessenten eingeführt, Termine besprochen und sich tagespolitisch ausgetauscht."
In dem Rahmen gab es auch eine bedrohliche Annäherung gegenüber zwei Personen, die sich im Shopping Center aufhielten, eine davon mit einer "FCK NZS"-Mütze. Eine Person der "NRJ" stellte sich bedrohlich neben die Person mit der Mütze. Als die zwei betroffenen Personen schnell weitergingen, kam ihnen eine weitere Gruppe Neonazis von der NRJ entgegen, die ihnen beim Vorbeigehen "Haha, Nazis boxen" zuriefen.
An einem Postkasten am U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße wurde eine rassistische Schmiererei entdeckt und entfernt. Der Text richtete sich gegen das Recht auf Asyl und forderte, die Grenzen zu schließen.
In der Quedlinburger Straße Ecke Louis-Lewin-Straße wurde eine Schmiererei mit dem Logo der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt.
An einem Stromkasten vor der Mahlsdorfer Grundschule wurde eine Schmiererei mit dem Wortlaut "FCK Antifa" (=Fuck Antifaschismus) geschmiert.
In Westend wurde eine Shoa-bagatellisierende Schmiererei entdeckt.
Es ereignete sich eine antimuslimisch-rassistische Beleidigung in Wedding. Auf Wunsch der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Auf einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor zeigte ein Mann ein antisemitisches Plakat. Auf diesem war das Eingangstor des Konzentrationslagers Auschwitz abgebildet und mit "AuschWITZ" überschrieben, wobei "WITZ" rot hinterlegt war. Der Mann wurde verhaftet.
Am Roederplatz wurde ein Aufkleber gemeldet, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber zeigt durchgestrichen das Symbol von Hammer und Sichel und titelt "Anti-Antifa".
An einem Fenster eines Wohnhauses wurden zwei Hakenkreuze entdeckt, die von innen an die gesprüht waren. Über dem einen Hakenkreuz war ''Heß'' gekritzelt. Der Vorfall wurde bei der Polizei angezeigt. Inzwischen wurden die Hakenkreuze weggewischt.
An einem Kleidercontainer sowie an einem gelben Postkasten in der Lion-Feuchtwanger-Straße wurden Schmiererei der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" sowie von deren Jugendorganisation "NJR" entdeckt und entfernt.
In der Budapester Straße vor dem BIKINI Berlin wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war als Piktogramm eine Familie abgebildet, die einen Regenschirm gegen die Regenbogenfahne aufspannt. Queere Lebensweisen sollen mit dieser Darstellung als Gefahr für Familien diffamiert werden.
In der Donizettistraße in Mahlsdorf wurden zwei extrem rechte Aufkleber aus einem neonazistischen Versandhandel entdeckt und entfernt.
Auf dem Charité Campus Mitte wurde ein Aufkleber, der sich gegen Antifaschist*innen richtete, entdeckt.
In der Nähe des U-Bahnhofs Walther-Schreiber-Platz wurde eine asiatisch wahrgenommene Frau unvermittelt von einer Frau im Rentenalter angegriffen und als Affe bezeichnet. Die ältere Frau forderte die andere Person auf, ihr Handy wegzulegen. Ein Zeuge, der die Situation beobachtete, entschloss sich, schützend einzugreifen. Die ältere Frau entfernte sich.
In Marzahn-Nord wurden zwei rassistisch motivierte Schmierereien an einem Wohnhaus entdeckt und entfernt. Zu lesen waren die Worte "Go Home" sowie "go home ihr Penner".
Eine Person in Lichtenberg wurde auf dem Wohnungsmarkt im bestehenden Wohnverhältnis strukturell diskriminiert. Es handelte sich um eine rassistische Diskriminierung. Zusätzlich kam es zu einer beleidigenden Aussage.
Es fand ein rassistischer Vorfall gegen eine Schwarze Person statt. Auf Wunsch der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Schwarze Person wurde im Bezirk Mitte von einem anderen Fahrgast im ÖPNV rassistisch angegriffen und erlebte in diesem Zusammenhang auch noch anti-Schwarze rassistische Diskriminierungen.
Antisemitischer Aufkleber in einem Imbiss in der Schönhauser Allee entdeckt.
In Spandau ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
Am Bahnhof Ostkreuz (Gleis 6/5) wurde an einen Pfeiler eine "Fuck Israel"-Schmiererei mit einem durchgestrichenen Davidstern entdeckt.
Am Toilettenhäuschen auf dem Lausitzer Platz wurde gegen 15:20 Uhr eine antisemistische Schmiererei entdeckt. Mit schwarzem Edding wurde ein großer Davidstern mit einem Hakenkreuz in der Mitte abgebildet. Am Folgetag war die Schmiererei beseitigt.
An der Wand im U-Bhf Schönleinstraße wurde großflächig ein Davidstern mit einem Hakenkreuz in der Mitte angebracht.
Gleich mehrere Personen haben die Schmiererei gesehen und an das Register gemeldet.
Auf einer Versammlung am Kanzleramt wurden in einem Redebeitrag antisemitische Äußerungen getätigt.
Im Schweizer Viertel, in der Baseler Str./Ecke Altendorfer Str. wurden zwei Sticker gefunden, die sich gegen die Partei "Die Grüne" wenden. Diese Aufkleber finden sich bei extrem rechten Versandhandeln. Beide Aufkleber wurden entfernt.
Am Prerower Platz wurde ein Aufkleber entdeckt, der der extrem rechten Selbstdarstellung dient. Zu sehen ist die Reichsflagge und ein eisernes Kreuz. Der Aufkleber wurde entfernt.
Am Konzer Platz in Frohnau wurden rassistische Schmierereien gemeldet. Auf einem Briefkasten war "Stop Islam" und "Fuck Grün" geschrieben. Bereits im November wurden ähnliche Schriftzüge in der Umgebung dokumentiert.
Am Zentrum Schöneweide wurden drei Aufkleber des neonazistischen Onlinehandels "Druck18" entdeckt und entfernt.
In der Köpenicker Landstr. zwischen Dammweg und Eichbuschallee wurden 18 Aufkleber des neonazistischen Onlinehandels "Druck18" entdeckt und entfernt.
In der Thomas-Mann-Straße wurde in den Schnee, der auf einer Mülltonne lag, ein Hakenkreuz gemalt.
In der Windscheidstraße wurde auf der Motorhaube eines Autos ein Hakenkreuz im Schnee entdeckt.
Am U-Bahnhof Hellersdorf wurde ein gegen politische Gegner*innen gerichteter Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Gegen 18:30 Uhr wurde in der U8, zwischen den Stationen Hermannplatz und Moritzplatz, eine sichtbar non-binäre und schwerbehinderte Person von einem ca. 50jährigen Mann homophob und ableistisch beleidigt. Unter anderem brüllte der Mann die Person mit den Worten an (Triggerwarnung!): "Du Fotze!", "Du Drecks-Hure!" und "Bei dir haben die wohl vergessen, den Gashahn aufzudrehen!". Von den umstehenden Mitreisenden griff niemand ein. Die öffentliche Beschreibung des Vorfalls ist der meldenden Person wichtig, daher wurden die genauen Wortlaute in die Vorfallsbeschreibung aufgenommen.
Am S-Bahnhof Kaulsdorf wurden zwei Aufkleber aus neonazistischen Versandhandeln entdeckt und entfernt. Einer der Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Zudem wurde in der Heinrich-Grüber-Straße Ecke Bausdorfstraße eine Schmiererei der Jugendorganisation des "III. Wegs" an einer Hausfassade entdeckt.
Mitglieder der extrem rechten Partei "Der III. Weg" verteilten Propaganda an der Mildred-Harnack- Schule in Lichtenberg-Nord.
In der Markgrafenstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und unkenntlich gemacht. Dieser propagierte "Remigration". Das Schlagwort "Remigration" verweist auf die Forderung der Neuen Rechten nach zwangsweiser Abschiebung von Migrant*innen.
Am S-Bahnhof Karow wurde ein Aufkleber des rechten Onlineversandhandels Druck18 entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "Nicht mein Kanzler" und das Konterfei von dem Bundeskanzler Olaf Scholz.
An verschiedenen Stellen des S-Bhf. Hirschgarten wurden die Schriftzüge "Grüne an die Ostfront" (2 mal), "Ampel muss weg!" und "ANTIFA AUFS MAUL!" entdeckt.
Am U-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik wurden zwei junge Erwachsene aus transfeindlichen Motiven angegriffen. Nach 22:00 Uhr wurden die Betroffenen während der Fahrt mit der U8 von einer siebenköpfigen Personengruppe bedrängt und zu ihrem Geschlecht befragt. Als die beiden am U-Bahnhof Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ausstiegen, folgte ihnen die Gruppe und schlug auf sie ein. Beide Personen wurden im Gesicht verletzt. Eine wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
In der Halle des S-Bhf. Köpenick wurde ein Zettel angebracht, dass eine Person ihren Schlüssel verloren hat. Dazu wurde auf die Wand der Halle geschrieben: "Würde ick mal sagen Pech jehabt - Der III. Weg wär mal ne Lösung".
Pro-palästinensische Aktivist*innen forderten am Alexanderplatz Kund*innen einer Kaffeehauskette zum Boykott auf. Mit Schildern und Flaggen liefen sie durch das Geschäft und riefen Parolen. Boykottaufrufe gegen die Kette wurden in der Vergangenheit meist mit antisemitischen Verschwörungsmythen begründet.
In der Lindenallee wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Die Aufkleber hatten LGBTIQ*-feindliche und rassistische Inhalte.
Um die Kreuzung von Roedernallee und Am Nordgraben in Wittenau wurden mehrere extrem rechte Aufkleber dokumentiert. Die Aufkleber trugen die Aufschrift "Remigration" und den Verweis zu einem Instagramprofil mit extrem rechten Inhalten. Das Schlagwort "Remigration" verweist auf die Forderung nach der erzwungenen Rückkehr aller Migrant*innen in ihre vermeintlichen Herkunftsländer. Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Good night left side" richtete sich gegen queeren und antifaschistischen Aktivismus.
In der Nähe des U-Bahnhofs Heinrich-Heine-Straße riss eine Gruppe von etwa 6 Personen zunächst eine Regenbogenfahne herunter und bewarf dann eine Person mit Schneebällen.
An die Außenfassade eines Jugendzentrums in der Wittenberger Straße wurde ein Hakenkreuz geschmiert.