Sticker gegen politische Gegner*innen in Rudow
Im Rhodeländerweg in Rudow wurde ein Aufkleber gesichtet und entfernt, der sich gegen antifaschistisches Engagement richtete.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Im Rhodeländerweg in Rudow wurde ein Aufkleber gesichtet und entfernt, der sich gegen antifaschistisches Engagement richtete.
Eine asiatisch gelesene Frau und ihr Freund wurden im U-Bahnhof Bundestag von einem älteren Mann asiatisch-rassistisch beleidigt.
In der Carmerstraße in Charlottenburg wurde eine Schmiererei entdeckt, die den muslimischen Glauben schwulenfeindlich beleidigt.
In der Ribnitzer Straße wurden auf der Rückseite eines Supermarktes erneut zwei verschiedene Aufklebermotive der extremen Rechten gefunden und entfernt. Einmal wurde eine NS-verherrlichende "Reichsflagge" in Kombination mit dem Spruch "Gott mit uns" verklebt und einmal ein Motiv der extrem rechten "EinProzent"-Kampagne.
Im Fußgängertunnel am Helene-Weigel-Platz wurde mit schwarzer Farbe ein Hakenkreuz geschmiert.
In der Nähe der Kreuzung Dörpfeldstr./ Adlergestell schrie ein oberkörperfreier Mann aus einer Wohnung eine Frau aus transfeindlicher Motivation an.
In Oberschöneweide wurden im Gebiet zwischen Spree, Kottmeierstr., Edisonstr. und Zeppelinstr. ca. 170 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren viele Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie Aufkleber in den Farben schwarz-weiß-rot.
In Niederschöneweide rund um die Hasselwerderstr., Schnellerstr., Hainstr., Kupferkamp und Helga-Hahnemann-Str. wurden ca. 130 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren viele Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten sowie Aufkleber in den Farben schwarz-weiß-rot.
Eine der Regenbogenbänke am Innsbrucker Platz wurde mit schwarzer Farbe überschmiert.
An der Ecke Preußenallee/Heerstraße wurde an einem Stromkasten eine Schmiererei der neonazistische Zahlencode „1161“ (=„Anti-Antifaschistische Aktion“) entdeckt.
In einer Schule in Lichterfelde-West wurde ein Sticker entdeckt, der sich gegen Antifaschist*innen richtete. Der Aufkleber stammte aus einem extrem rechten Versandhandel.
In der Guntherstraße wurde auf einer Hauswand der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Wartenbergstraße wurde an einem Verkehrsschild ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten gefunden und entfernt. Auf dem Motiv stand "FCK Antifa".
In Neukölln hat sich eine antifeministische Sachbeschädigung ereignet. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
In der Schierker Straße in Nord-Neukölln wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt.
Auf dem jüdischen Friedhof in der Großen Hamburger Straße im Ortsteil Mitte wurde eine Gedenktafel zerstört.
An einem Bankautomaten am Stuttgarter Platz wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Neben den Worten "International Geldautomat" wurde ein "Fick Juden" mit schwarzem Edding geschmiert. Viele antisemitische Verschwörungserzählungen behaupten fälschlicherweise, dass jüdische Menschen eine wichtige Rolle im internationalen Bankensystem einnehmen würden.
In der Hasselwerderstr. wurden vier Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt, die diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichneten.
In der Franz-Mett-Straße wurden erneut drei extrem rechte Aufkleber aus einem Rechtsrockversand entdeckt und entfernt. Das Motiv "Überklebt Du Zecke" richtete sich gegen Antifaschist*innen, Anarchist*innen und Kommunist*innen/Sozialist*innen und betitelt diese in entmenschlichender Form als "Zecken".
Der Aufkleber stammte vom Rechtsrocklabel "Rock-o-Rama Records". Dieses Label war in den frühen 1980er Jahren ein bedeutender Vertrieb für deutschen und finnischen Punk und später für Rechtsrock. Mitte der 1990er Jahre wurde Rock-O-Rama vom Bundesamt für Verfassungsschutz als europaweit größter Hersteller und Vertrieb extrem rechter Musik bezeichnet.
In Oberschöneweide rund um die Wilhelminenhofstr. und Edisonstr. sowie in den angrenzenden Straßen wurden insgesamt ca. 35 Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Darunter war viele Aufkleber auf denen Antifaschist*innen in entmenschlichender Weise als "Zecken" bezeichnet wurden.
Im Müggelschlößchenweg wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Schönhauser Allee wurde ein Mann LGBTIQ*-feindlich beleidigt.
In der Wisbyer Straße wurde an dem Büro der Partei DIE LINKE ein LGBTIQ*feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte eine durchgestrichene Regenbogenfahne als Abbildung.
In der Schlüterstraße wurde die Schmiererei "FCK ZIONZS" an einem Fensterrahmen entdeckt. Bei "ZIONZS" (ausgeschrieben Zionazis) handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Wriezener Straße wurde auf einem orangenen Mülleimer der Berliner Stadtreinigung der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Als eine Person ein Restaurant in Charlottenburg mit ihrem Hund betrat, äußerte sich eine mitarbeitende Person mit den Worten “Sie haben Ihr eigenes Essen, ich meine, einen Hund, mitgebracht”. Die betroffene Person führt diese respektlose Aussage auf antiasiatisch-rassistische Bilder zurück.
Die Restaurantleitung entschuldigte sich anschließend schriftlich und kündigte an diesen Vorfall intern nachzubereiten.
An der Bushaltestelle Granitzstraße wurde ein Aufkleber mit dem Slogan "FCK Antifa" (= Scheiß Antifaschismus) entdeckt. Ebenso wurde ein weiterer Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt.
Am S- und U-Bahnhof Pankow wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
Am S-/U-Bahnhof Pankow wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
Auf dem Columbiadamm wurde mehrfach ein Symbol der türkischen extremen Rechten dokumentiert. Dort wurde der Schriftzug "Rojava" mit drei Halbmonden übermalt. Die drei Halbmonde sind ein Symbol der extrem rechten "Ülkücü-Bewegung", auch bekannt als „Graue Wölfe“.
In der Elisabeth-Christinen-Straße zwischen Blankenburger Straße und Rolandstraße wurden ca. zehn Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Diese trugen u.a. die Slogan "Antifa-Banden zerschlagen!", "Volkstod stoppen!" oder "Ausländergewalt stoppen! Massenabschiebung starten".
Darüber hinaus wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
Ebenso wurde eine Schmiererei mit dem Zahlencode "1161" entdeckt. Der Zahlencode richtet sich gegen Antifaschismus.
In der Straße Am Wiesenrain wurde ein rassistischer Aufkleber, der die sog. "Remigration" forderte, entdeckt und entfernt.
In einem S-Bahnzug im Bezirk Mitte wurde ein friedlich schlafender, mutmaßlich wohnungsloser Fahrgast von einem Bahnmitarbeiter barsch aus dem Zug entfernt. Als ein anderer Fahrgast dies kritisierte, wurde er vom Bahnmitarbeiter beleidigt und ihm wurde körperliche Gewalt angedroht. Bei einem weiteren Fahrgast fand er jedoch Unterstützung, sodass der Bedroher schließlich wegging.
Vom Bahnhof Gesundbrunnen zog eine pro-palästinensische Demonstration durch den Bezirk Mitte. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel". Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit der Parole "There is only one state - Palestine 48" und der auf Arabisch gerufen Parole "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Ein Transparent behauptete, mit der Staatsgründung Israels habe die "Menschlichkeit" aufgehört zu existieren. Außerdem wurden mit einem Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Eine Person zeigte ein Bild, auf dem der Teufel mit einer israelischen Fahne in der Hand abgebildet war. Die Behauptung, dass sich Juden*Jüdinnen im Pakt mit dem Teufel befinden, ist ein klassisches antisemitisches Narrativ. Ein anderes Schild solidarisierte sich mit einem inhaftierten Kommandeur der Hamas, der für Anschläge auf Zivilist*innen verantwortlich ist.
In der Mellenseestraße wurden auf Verkehrsschildern erneut zwei extrem rechte Aufkleber aus einem Rechtsrockversand entdeckt und entfernt. Das Motiv "Überklebt Du Zecke" richtete sich gegen Antifaschist*innen, Anarchist*innen und Kommunist*innen/Sozialist*innen und betitelt diese in entmenschlichender Form als "Zecken".
Der Aufkleber stammte vom Rechtsrocklabel "Rock-o-Rama Records". Dieses Label war in den frühen 1980er Jahren ein bedeutender Vertrieb für deutschen und finnischen Punk und später für Rechtsrock. Mitte der 1990er Jahre wurde Rock-O-Rama vom Bundesamt für Verfassungsschutz als europaweit größter Hersteller und Vertrieb extrem rechter Musik bezeichnet.
Auf einem Stromkasten in der Pfarrstraße wurde zudem ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Antifaverbot jetzt" entdeckt und entfernt.
In Wittenau wurde bei einem an Schildern klar erkennbaren antifaschistischem Protest ein Demonstrant angegriffen. Der Protest fand am Rande der Gründung der neuen "AfD"-Jugendorganisation "Generation Deutschland" in Wittenau statt. Ein Demonstrant, der auf seinem Fahrrad zur Protestkundgebung fahren wollte, wurde von einem Auto angefahren, dessen Fahrer sich laut der Zeitung taz gerade auf dem Weg zur "Generation Deutschland"-Veranstaltung befand. Der Aktivist berichtete der Zeitung taz, der Fahrer habe den Motor zuvor mehrfach aufheulen lassen und ging davon aus, dass dieser vorsätzlich handelte. Der Zusammenstoß ging glimpflich aus und der Betroffene kam mit leichten Schmerzen am Bein davon. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
Am S-/U-Bahnhof Pankow wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
Auf den Sitzen an der Bushaltestelle Halbauer Weg in Lankwitz wurden mehrere Hakenkreuze entdeckt. Diese waren dort hingeschmiert worden. Außerdem stand auf einem Sitz der Spruch "Islam raus". Die Schmierereien wurden der BVG zur Entfernung gemeldet.
Am Ludolfingerplatz veranstaltete der Bezirksverband der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) einen Infostand. Dort wurde die AfD-Zeitung "Blauer Bote" in der Ausgabe "Winter/Frühjahr 2026" verteilt. In der Zeitung werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. So ist die Rede von einer angeblich "ungebremsten Einwanderung in die Sozialsysteme". Dabei wurden auch "Deutsche mit Migrationshintergrund" als Teil dieses "Problems" genannt. Die Inhalte können als rassistisch gewertet werden.
Auf der Gründungsveranstaltung des Berliner Landesverbands der neuen Jugendorganisation "Generation Deutschland" der Partei "AfD", die in der Parteizentrale in Wittenau stattfand, wurden Migrant*innen pauschal als kriminell verurteilt und ein Bedrohungsszenario durch sogenannte "Fachkräfte" verbreitet. „Fachkraft“ wird hier ironisch verwendet, um sich über den politischen Begriff „Fachkräftezuwanderung“ lustig zu machen. In diesem spöttischen Gebrauch dient das Wort als Code für Migrant*innen. Nach außen wirkt es wie ein Witz – für ein eingeweihtes Publikum ist die abwertende Botschaft aber eindeutig.
Auch der neurechte Kampfbegriff "Remigration", welcher die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien fand mehrmals Verwendung. Die aktuelle politische Situation sei nicht normal und es müsse dafür gekämpft werden, dass alle illegalen und straffälligen "Ausländer" aus Deutschland ausgewiesen werden.
In Westend auf dem Messegelände wurde bei einer Protestaktion ein antisemitisches Banner gezeigt.
In der Mahlsdorfer Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Fennpfuhl Park, nahe der Paul-Junius-Straße, wurde ein Aufkleber der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Dieser richtet sich gegen die Grünen und titelt den extrem rechten und nationalsozialistisch geprägten Kampfbegriff: "Volksverrat".
In der Großen Seestraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Auf dem Aufkleber war der Slogan „Asylflut stoppen!“ zu lesen.
Im U-Bahnhof Heinrich-Heine-Platz wurde eine wohnungslose Person von Security-Mitarbeitern derart gewaltsam aus der Station entfernt, dass sie vor der Station zusammenbrach, wo sie von Zeug*innen erstversorgt wurde. Auch eine der Zeug*innen wurde von den Security-Mitarbeitern körperlich angegriffen und ihr die Brille weggenommen, die sie erst von der herbeigerufenen Polizei zurückerhielt.
In einer Lokalität in der Emser Straße fand eine transfeindliche Veranstaltung statt.
In dem Vortrag wurde die Repräsentation von Transsein in sozialen Medien als Gefahr für Kinder und Jugendliche inszeniert und vor dem Risiko "sozialer Ansteckung" gewarnt.
Auf einem Mülleimer an der Ecke Altenbraker Straße/Jonasstraße in Nord-Neukölln war "Islam" gefolgt von zwei Pfeilen zum Eingang des Mülleimers geschmiert worden.
In der Mellenseestraße wurden auf Verkehrsschildern drei extrem rechte Aufkleber aus einem Rechtsrockversand entdeckt und entfernt. Das Motiv "Überklebt Du Zecke" richtete sich gegen Antifaschist*innen, Anarchist*innen und Kommunist*innen/Sozialist*innen und betitelt diese in entmenschlichender Form als "Zecken".
Der Aufkleber stammte vom Rechtsrocklabel "Rock-o-Rama Records". Dieses Label war in den frühen 1980er Jahren ein bedeutender Vertrieb für deutschen und finnischen Punk und später für Rechtsrock. Mitte der 1990er Jahre wurde Rock-O-Rama vom Bundesamt für Verfassungsschutz als europaweit größter Hersteller und Vertrieb extrem rechter Musik bezeichnet.
An einer Straßenlaterne in der Anton-Saefkow-Straße wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker entdeckt. Darauf ist ein Bild zu sehen, auf dem Eltern einen Regenschirm mit einem christlichen Kreuz über sich und ihre Kinder halten, um sich symbolisch vor einer Pride-Flagge „zu schützen“.
In der Mentelinstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Müggelseedamm und in der Bölschestr. wurde jeweils ein Aufkleber gegen Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Der extrem rechte Zahlencode „88” wurde erneut an den Fahrstuhlwänden eines Hochhauses in Staaken geschmiert. Außerdem wurde neben dem Zahlencode die Abkürzung „NSU” (für „Nationalsozialistischer Untergrund”) geschrieben. Es wurde berichtet, dass der Vorfall angezeigt werden wurde.