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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Antisemitische Sachbeschädigung in Wilmersdorf

    26.03.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Landhausstraße wurden 15 Stolpersteine mit dem Schriftzug "Dresden" besprüht. Es kann davon ausgegangen werden, dass dies auf eine extrem rechte Erzählung anspielt, die Deutsche als unschuldige Opfer der Bombardierung Dresdens während des 2. Weltkrieges darstellt. Dadurch werden die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert, da die Schmiererei Juden*Jüdinnen, die während der Shoa ermordet wurden, mit den deutschen Kriegsopfern gleichsetzt.

    Quelle: Register CW via Instagram
  • Erneut heimliche Tonaufnahmen bei Aktionswochen gegen Rassismus

    26.03.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im Rahmen einer Veranstaltung der Aktionswochen gegen Rassismus im Pangea-Haus kam es zu einem Vorfall unerlaubter Tonaufnahmen. Obwohl die Veranstalter*innen zu Beginn der Veranstaltung mündlich auf das Verbot von Bild- oder Tonaufnahmen hingewiesen haben, nahm eine Reporterin vom rechtspopulistischen Medienportal "NIUS", die sich als interessierte Studentin ausgab, offenbar heimlich Aufnahmen auf.

    Der Vorfall wurde nach Ende der Veranstaltung entdeckt, als die Person in ein Fahrzeug stieg und dort Technik zur Aufnahme übergab.

    Veranstalter*innen und Teilnehmer*innen waren anschließend verunsichert.

    Begleitend zu den Aktionswochen gegen Rassismus veröffentlichte "NIUS" verschiedene diffamierende Beiträge über die Aktionswochen.

    Der Vorfall reiht sich in eine Kampagne der lokalen "AfD"-Fraktion und rechter Medien gegen die jährlich stattfindenen "Aktionswochen gegen Rassismus" ein. Die Kampagne versucht, die Aktionswochen und Engagement gegen Rassismus zu delegitimieren und die beteiligten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen einzuschüchtern.

    Bereits im vergangenen Jahr gab es Störungen bei Veranstaltungen der "Aktionswochen gegen Rassismus"im Bezirk.

    Quelle: Pangea-Haus, Meldeformular der Berliner Register
  • Extrem rechte Aufkleber in Waidmannslust

    26.03.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Zwischen Schluchsee- und Titiseestraße in den Rollbergen in Waidmannslust wurden zwei rassistische bzw. extrem rechte Aufkleber bemerkt und entfernt. Ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Shops forderte die Abschiebung von "Talahons". Der Begriff "Talahon" wird von der extremen Rechten als rassistische und klassistische Bezeichnung genutzt, um als arabisch und muslimisch wahrgenommene Jugendliche, ihren Kleidungsstil und ihr Auftreten abzuwerten. Ein weiterer Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Extrem rechte Sticker in Hellersdorf-Nord

    26.03.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Im Hellersdorfer Norden wurden mehrere extrem rechte Aufkleber gefunden. Sie fanden sich in den Straßen Alt-Hellersdorf, Janusz-Korczak-Straße, Quedlinburger Straße, Louis-Lewin-Straße, Hellersdorfer Straße, Wurzener Straße, Kastanienallee, Lyonel-Feininger-Straße und der Forster Straße. Sie enthielten rassistische und neonazistische Parolen, die unter anderem den Ku-Klux-Klan bewarben, und richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Sie stammten aus dem Versandhandel "Druck 18" und andere wurden von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" verbreitet.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Mehrere rassistische Sticker in Hellersdorf-Ost

    26.03.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Auf dem Spielplatz, der am Auerbacher Ring zum Park Hellwichstorp liegt, und im Park Hellwichstorp wurden mehrere rassistische Aufkleber gefunden. Sie stammten teils aus einem neonazistischen Versandhandel.

    Quelle: Augenzeug*in
  • NS-verherrlichende Schmierereien in Buckow

    26.03.2025 Bezirk: Neukölln

    Auf einem Werbetransparent vor dem Klinikum Neukölln in Buckow wurden NS-verherrlichende Schmierereien entdeckt. Neben einem Hakenkreuz waren dort mehrere Sigrunen zu erkennen.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Rassistische Aufkleber im Weitlingkiez

    26.03.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Eggersdorfer Straße Ecke Bietzkestraße wurden an einem Fallrohr mehrere Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" entdeckt und entfernt, die aus einem extrem rechten Versandhandel stammten.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistischer Aufkleber in Karlshorst

    26.03.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Hönower Straße wurde ein Aufkleber gesehen und entfernt, die sich gegen Geflüchtete richtete. Der Aufkleber stammte von der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" und titelte "Wir haben keinen Platz".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Transfeindlicher Aufkleber in Nord-Neukölln

    26.03.2025 Bezirk: Neukölln

    An das Ladenfenster eines Nachtcafés für FLINTA* (Frauen*, Lesben*, Inter*, Nonbinary*, Trans*- und Agender*-Personen) in der Nähe der Sonnenallee wurde ein Aufkleber mit transfeindlichem Inhalt geklebt. Ein zweiter Aufkleber zeigte eine Person mit Hijab und titelte: "Frag mich nach meinen Pronomen". Dies suggeriert, dass muslimische Personen nicht queer sein können.

    Im Rahmen einer Neuköllner Veranstaltungsreihe fand an dem Abend eine Gesprächsrunde zum Themenfeld geschlechtsspezifischer Gewalt und Trans*geschlechtlichkeit in dem Nachtcafé statt. Demnach lässt sich von einer gezielten Anbringung der Aufkleber ausgehen.

    Quelle: Register Neukölln
  • Angriff auf Linken-Mitglied in Friedrichsfelde

    25.03.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Vor der Geschäftsstelle der Partei "Die Linke" in der Alfred-Kowalke-Straße wurde ein 18-jähriges Mitglied der Partei von einem Mann bespuckt und bedroht. Nach Einschätzung des Betroffenen könnte der Mann einer extrem rechten Hooliganszene angehören. Bereits in der Vergangenheit wurde der 18-Jährige wegen seines politischen Engagements von extrem rechten Akteur*innen und Gruppen angefeindet, bedroht und körperlich angegangen.

    Quelle: Tagesspiegel vom 27.03.2025
  • Antiasiatisch rassistische Beleidigung im Internet

    25.03.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Ein Barbesitzer kommentierte eine schlechte Online-Bewertung seiner Bar antiasiatisch rassistisch und veröffentlichte zudem Videos der Besucher*innen, die die Bewertung abgegeben hatten, ohne deren Zustimmung mit einer abwertenden Beleidigung.

    Quelle: Meldestelle AAR / GePGeMi
  • Anti-Schwarzer Rassismus im Gesundheitswesen

    25.03.2025 Bezirk: Berlinweit
    In Berlin ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzem Rassismus und behindertenfeindlicher Diskriminierung im Gesundheitswesen. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Each One Monitoring / EOTO
  • Anti-Schwarzer Rassismus im Gesundheitswesen

    25.03.2025 Bezirk: Berlinweit
    In Berlin ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzem Rassismus und behindertenfeindlicher Diskriminierung im Gesundheitswesen. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Each One Monitoring / EOTO
  • Anti-Schwarzer Rassismus im Gesundheitswesen

    25.03.2025 Bezirk: Berlinweit
    In Berlin ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzem Rassismus und behindertenfeindlicher Diskriminierung im Gesundheitswesen. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
    Quelle: Each One Monitoring / EOTO
  • Antisemitische Propaganda in Mitte

    25.03.2025 Bezirk: Mitte

    An der Ecke Torstraße / Friedrichstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Now and forever! Antisemitism" entdeckt. Der Aufkleber war scheinbar selbstgebastelt und aus Aufklebern, die sich gegen Antisemitismus richteten, zusammengesetzt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antiziganistische Beleidigung

    25.03.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine Person wurde von einer anderen Person antiziganistisch beleidigt. Weitere Informationen werden zum Schutz der betroffenen Person nicht veröffentlicht.

    Quelle: Amaro Foro / DOSTA
  • Aufkleber gegen politische Gegner*innen in Waidmannslust

    25.03.2025 Bezirk: Reinickendorf

    An der Tür zu einem Wohnhaus in Waidmannslust wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "dumm dümmer Antifa" und dem Bild einer Person mit bunten Haaren entdeckt und entfernt. Er stammte aus einem Neonazi-Versandhandel. Da in der Umgebung keine weiteren Aufkleber angebracht waren, kann vermutet werden, dass mit dem Aufkleber gezielt Bewohner*innen des Hauses eingeschüchtert werden sollten.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Hakenkreuz in Holzbank geritzt

    25.03.2025 Bezirk: Spandau

    Vor dem Staaken-Center in der Obstallee wurde ein Hakenkreuz entdeckt, das in eine hölzerne Sitzbank geritzt worden war.

    Quelle: Stadtteilzentrum Obstallee, Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V.
  • Hitlergruß im Bahnhof Wutzkyallee

    25.03.2025 Bezirk: Neukölln

    Auf dem Bahnsteig im U-Bahnhof Wutzkyallee in Gropiusstadt wurde eine Frau und ihre Tochter von einem Mann beleidigt. Anschließend zeigte der Mann mehrfach den Hitlergruß und verließ den Bahnhof.

    Quelle: Polizeimeldung vom 26.03.2025 (Nr. 0787)
  • Neonazistische Aufkleber in Hellersdorf-Süd

    25.03.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Neuen Grottkauer Straße Ecke Etkar-André-Straße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" gefunden, der die Haftentlassung eines Neonazis forderte, der wegen der Verbreitung nationalsozialistischer Propaganda und Betätigung und Waffenbesitzes verurteilt worden war.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Neonazistische Aufkleber und Schmiererei in Mahlsdorf

    25.03.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Hönower Straße, an der Bushaltestelle Hönower Str. / Riesaer Str. wurden rassistische Aufkleber gefunden, die den Ku-Klux-Klan ("Ku Klux Klan / White Power / Section Germany") bewarben. Andere Aufkleber dort stammten aus dem neonazistischen Versandhandel "Druck 18". Das geschmierte Kürzel "1161" (kodiert für "Anti-Antifa") fand sich in der Parkstraße in Mahlsdorf.

    Quelle: Augenzeug*in
  • Neonazistischer Zahlencode in Friedrichsfelde

    25.03.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An einer Baustellenabsperrung in der Biezkestraße Ecke Archenholdstraße, sowie an dem Schild einer Apotheke am U-Bahnhof Friedrichsfelde wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Der Code steht für "Anti-Antifaschistische Aktion".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rechter Sticker auf der Stralauer Halbinsel

    25.03.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einer Bushaltestelle in der Straße Alt-Stralau wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Deutsche Jugend Voran" entdeckt. Dabei handelt es sich um ein gewaltbereites, rechtes Jugendbündnis.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rechte Sticker in Gropiusstadt

    25.03.2025 Bezirk: Neukölln

    Im Friedrich-Kayßler-Weg in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber des rechten Internet-Radios "Kontrafunk" gesichtet und entfernt.

    Quelle: Register Neukölln via Signal
  • Störversuch des Fastenbrechens im Rathaus Charlottenburg

    25.03.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im Rahmen der „Aktionswochen gegen Rassismus“ kam es bei der Veranstaltung des Fastenbrechens im Rathaus Charlottenburg zu einem rechten Störversuch. Der ehemalige Vorsitzende der aufgelösten, extrem rechten Jugendorganisation der "AfD" „Junge Alternative“ sowie Reporter des rechtspopulistischen Medienportals "NIUS" versuchten, sich Zutritt zu der ausgebuchten Veranstaltung zu verschaffen, ohne vorherige Anmeldebestätigung. Dabei filmten sie den Eingangsbereich der Veranstaltung und weigerten sich, trotz mehrfacher Hinweise der Veranstalter*innen, den Veranstaltungsort zu verlassen.

    Über eine halbe Stunde lang bedrängten sie die Organisator*innen, filmten die Szene und versuchten, durch ihre Präsenz Druck aufzubauen. Erst nach anhaltenden Verweisen verließen sie den Veranstaltungsort.

    Der Vorfall reiht sich in eine Kampagne der lokalen "AfD"-Fraktion und rechter Medien gegen die jährlich stattfindenen "Aktionswochen gegen Rassismus" ein. Die Kampagne versucht die Aktionswochen und Engagement gegen Rassismus zu delegitimieren und die beteiligten zivilgesellschaftlichen Akteur*innen einzuschüchtern.

    Bereits im vergangenen Jahr gab es Störungen bei Veranstaltungen der "Aktionswochen gegen Rassismus"im Bezirk.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
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