Aufkleber gegen politische Gegner*innen in Karlshorst
An der Tramstation Marksburgstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Grüne an die Ostfront" bemerkt. Dieser Aufkleber kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An der Tramstation Marksburgstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Grüne an die Ostfront" bemerkt. Dieser Aufkleber kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
An der Ecke Hönower Str. / Am Rosenhag wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt.
Am Prerower Platz wurden zahlreiche Aufkleber und Schriftzüge der extremen Rechten entdeckt und entfernt. An eine Litfaßsäule wurde "Tod dem Israel" geschrieben. Weiter befanden sich 12 rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel in der unmittelbaren Umgebung. Diese hetzten gegen Muslim*innen und Geflüchtete. An der Tramstation Ahrenshooper Straße wurden ebenfalls zwei Aufkleber der extremen Rechten gemeldet und entfernt. Es handelt sich hierbei um Propaganda aus einem extrem rechten Versandhandel. Abgebildet waren neben der Reichsflagge auch eine Politikerin der Grünen, die diffamierend dargestellt wurde.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von Behindertenfeindlichkeit. Auf Wunsch der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
In den Briefkasten einer Jugendfreizeiteinrichtung wurden zahlreiche abgerissene Aufkleber gesteckt. Die zerissenen Aufkleber richteten sich gegen die extreme Rechte. Weiter wurde ein Flyer von der extrem rechten Kampagne "1%" entdeckt. Hierbei handelte es sich um einen Einschüchterungsversuch der extremen Rechten gegen Jugendliche und Heranwachsende, die sich demokratisch positionieren.
Auf dem Mauerweg wurde ein Hakenkreuz über ein Graffiti mit der Aufschrift "Antifa Area" gesprüht. Über dem Hakenkreuz befinden sich einige antifaschistische Aufkleber.
In der Küstriner Str. wurden an einem Laternenpfahl drei Hakenkreuze geschmiert. Weiter ist der Zahlencode "1488" zu lesen.
Eine Person wurde von einem Fremden am Eingang einer U-Bahnhaltestelle angesprochen und nach dem Weg gefragt. Es folgten anzügliche Kommentare und frauen- sowie queerfeindliche Beleidigungen, die die Frisur und Geschlechtsidentität der betroffenen Person kommentierten.
In der Allee der Kosmonauten, in der Nähe des Helene-Weigel-Platzes, wurde auf der Rückseite eines Schildes ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber eines neonazistischen Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Am Göschenplatz in Wittenau wurden extrem rechte Aufkleber gesehen und überklebt. Ein Aufkleber mit der Aufschrift "Jugend will Perspektive" war von den Jungen Nationalisten (JN) der Jugendorganisation der NPD (neuerdings "Die Heimat"). Ein anderer trug die Aufschrift "Jung; deutsch; kampfbereit" mit einem durchgestrichenen Antifa-Symbol.
In der Konrad-Wolf-Str. wurde ein Aufkleber mit dem Titel: "Abschieben schafft Sicherheit. Kriminelle Ausländer raus" entdeckt und entfernt.
Am S-Bhf. Friedrichshagen wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der dazu auffordert, Familien nur zwischen weißen Menschen zu gründen.
In einer Sammelunterkunft im Bezirk Reinickendorf kam es zu fortgesetzten rassistischen und LGBTIQ*feindlichen Diskriminierungen einer Schwarzen Person. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An der Ecke Mühlenstraße/Berliner Straße wurde ein Aufkleber gefunden und überdeckt, auf dem steht "Good night left side!", „Sport frei“, sowie das Vereinslogo des BFC Dynamo Berlin.
An einem Drogeriemarkt in der Zossener Straße wurde gegen 12:00 Uhr der Schriftzug "Grün ist das neue Braun" entdeckt.
Dieser Slogan wird in verschiedenen Varianten von der extremen Rechten verbreitet und mit einem drohenden sogenannten 'Ökofaschismus' begründet. Als politische Symbolfarbe steht Braun historisch für den Nationalsozialismus. Die Gleichsetzung zwischen Grün und Braun verharmlost den Nationalsozialismus.
In Tiergarten kam es zu einer anti-Schwarz rassistischen Pöbelei.
Bei einer Versammlung auf der Sonnenallee in Nord-Neukölln wurden antisemitische Sprechchöre wie "Yallah, yallah Intifada" und "From the river to the sea - Palestine will be free" gerufen.
Im U-Bahnhof Pankstraße wurden zwei israelbezogene, antisemitische Aufkleber mit der Aufschrift "No Pride in Israeli Apartheid" entdeckt und entfernt.
Die Polizei nahm einen Mann fest, der zwei Stelen des Denkmals für die ermordeten Juden Europas beschädigt hatte.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antiziganistische Diskriminierung in einer Bildungseinrichtung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
An einem Postkasten am U-Bahnhof Louis-Lewin-Straße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Auf der Hertabrücke in Nord-Neukölln wurde auf einer Sitzgelegenheit ein Hakenkreuz entdeckt.
In einer Toilette in der Staatsbibliothek an der Potsdamer Straße wurden israelbezogene antisemitische Schmierereien entdeckt.
Es kam zu einem LGBTIQ*-feindlichen Angriff in der U8. Weitere Informationen werden zum Schutz der Personen nicht veröffentlicht.
An der Bushaltestelle Marthastraße in Hermsdorf wurden extrem rechte Aufkleber dokumentiert. Ein Aufkleber trug die Aufschrift "Jugend ohne Migrationshintergrund". Ein weiterer warb mit dem Slogan "Linker Mainstream raus aus unseren Schulen" für eine Schulkampagne der „Jungen Nationalisten“ (JN), der Jugendorganisation der NPD (neuerdings "Die Heimat") aus 2019.
An der Anzeigentafel der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "I (Herz) NS" entdeckt. Der Aufkleber stammt aus dem neonazistischen Onlineversand "Druck18".
Die Berliner Politikerin Sawsan Chebli wurde laut Recherche einer Zeitung im Internet rassistisch diffamiert. Sie wünschte "allen Muslimen einen gesegneten #ramadan. Ich weiß, wie hart dieser Monat angesichts des Horrors in Gaza ist". Darunter schrieb ein Nutzer: "Fahr rüber zu deinen Hamas-Freunden und am besten bleibst du drüben. Darauf einen Schweinebraten." Dies kann so verstanden werden, dass die Politikerin, deren Eltern palästinensischer Herkunft sind, mit den Greueltaten der Hamas in Verbindung gebracht wurde. Der Bezug auf das Schweinefleisch kann als antimuslimische Abwertung verstanden werden. Ein anderer schreibt: "Ich wünsche mir das solche Kreaturen wie sie aus Europa verschwinden, sie sind nichts als nur Abschaum und widerlich." Diese Aussage kann als rassistisch bewertet werden, da hier von einer gebürtigen Deutschen die Ausreise verlangt wurde, sie als unmenschlich und eklig abgewertet wurde
Vor dem sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten kam es zu einer Querfront-Friedenskundgebung mit etwa 100 Teilnehmenden. Neben Personen aus der klassischen "Friedensbewegung" waren vor alle Personen aus der verschwörungsideologischen Szene und dem Reichsbürger*innenmilieu anwesend. Eine Person verglich auf der Bühne die ukrainische Sprachgesetzgebung mit den Nürnberger Rassegesetzen. Auf Schilder, Transparenten und in Reden wurden verschiedene Verschwörungsmythen verbreitet. So sprach eine Rednerin davon, dass die Ukraine "voll mit Biolaboren" sei. Mehre Transparente verbreiteten Verschwörungsmythen über die Corona-Pandemie, die Weltgesundheitsorganisation und Impfungen. Auf einem Schild wurden Antifaschist*innen als Kriminelle bezeichnet. Dasselbe Schild richtete sich gegen die Maskenpflicht im Rahmen der Covid-19 Pandemie. Auf einem anderen Schild wurde Israel als "Apartheid" bezeichnet. Auf der Kundgebung wurde das extrem rechte "Compact"-Magazin verteilt und Teilnehmende schwenkten eine Fahne des Magazins. Mehrere Teilnehmende trugen Buttons und Kleidung in den Farben der Reichsflagge.
Vor der Mahlsdorfer Grundschule wurden an einem Pfeiler zwei rassistische Aufkleber der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.
Im Bezirk Mitte kam es zu einem rassistischen Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen wird Weiteres nicht veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Tag des Vorfalls.
Gegen 22:00 Uhr fuhren drei Radler*innen an der Bushaltestelle S-Ostbahnhof / Erich-Steinfurth-Straße vorbei. Dort stand ein ca. 50 Jahre alter Mann, der ihnen zuerst "Happy Ramadan" entgegenrief. Dann hob er den rechten Arm zum Gruß der Grauen Wölfe, lachte und rief: "Ihr werdet bald alle erlöst sein."
Wie der Bezirksverband der AfD auf seinen Social-Media Kanälen mitteilte, hielt dieser einen Infostand in der Drakestraße ab. Dort wurde die AfD-Zeitschrift „Blauer Bote“ verteilt. In der Ausgabe Winter/Frühjahr 2024 wird ein Zusammenhang zwischen sozialen Problemen, wie Kriminalität und Wohnungsnot und Migration konstruiert, der als rassistisch gewertet werden kann. Weiter entsteht der Eindruck, dass Antisemitismus in erster Linie ein „importiertes Problem“ darstellt, das mit „illegalen Flüchtlingsströmen“ nach Deutschland gekommen ist. Diese Propaganda fördert die Ausgrenzung und Stigmatisierung von Migrant*innen und Muslim*innen.
An der Tramstation S+U-Bahnhof Lichtenberg wurde ein rassistischer Aufkleber gemeldet und entfernt. Dieser titelt: "Der Islam gehört zu Deutschland wie Scheisse aufs Brötchen".
In der Kienitzer Straße in Nord-Neukölln wurden auf einen Sticker für die von der Hamas entführten Geiseln mehrere selbstbeschriebene Etiketten geklebt. Darauf waren israelbezogene antisemitische Schriftzüge wie "Israel steals organs" und "Israel snipes babys" zu lesen. In der Straße wurden noch weitere dieser Etiketten entdeckt.
Die provisorische Trauerstelle für die von der Hamas ermordete Berlinerin Carolin Bohl auf der Admiralbrücke wurde zerstört. Dies wurde vom Melder als antisemitischer Vorfall gewertet, weil eine ähnliche Trauerstelle für die Zeitungsverkäuferin Emma Hartmann auf der Admiralbrücke wochenlang unbeschädigt blieb. Im Übrigen befindet sich eine Synagoge in Sichtweite.
Auf mehreren Mülleimern am Paul-Linke-Ufer wurden antisemitische Schmierereien entdeckt.
An einer Hauswand in der Colbestraße neben einem Pizzaladen wurde ein mit Edding geschmiertes „Fck Isrl“ entdeckt.
In Charlottenburg fand ausgehend von der Wilmersdorfer Straße über den Kurfürstendamm zum Wittenbergplatz eine Demonstration unter dem Titel "Solidarität mit Palästina - Stop Genocide Now" statt. Bei dieser Demonstration wurden mehrere Schilder mit NS-relativierenden und antisemitischen Inhalten gezeigt. Zudem äußerte der Hauptredner mehrfach israelbezogene antisemitische Inhalte. Zu Beginn wurde zudem ein Schild von der Polizei konfisziert, das Orte in Gaza mit den Konzentrationslagern im Nationalsozialismus verglich. An der Versammlung nahmen etwa 1.000 Personen teil.
In der Bernkasteler Straße vor dem unabhängigen Jugendzentrum Bunte Kuh wurden mehrere Aufkleber entdeckt und entfernt. Mehrere waren von der extrem rechten Partei "Der III. Weg" und hatten die Slogans "Deutscher Sozialismus jetzt" und „Werde aktiv. Für deine Zukunft. Für deine Heimat". Ebenso waren das Parteilogo und die URL der Homepage abgebildet.
Ein anderer Aufkleber hatte als Abbildung eine durchgestrichene Regenbogenfahne, ein durchgestrichenes Antifa Aktionszeichen sowie ein durchgestrichenes Hammer und Sichel-Symbol. Auf weiteren Aufklebern stand "Für Verein und Vaterland" und "Ganz Deutschland hasst die Antifa!".
In der Heerstraße Ecke Kranzallee in Westend wurde an einem Laternenpfahl mehrere Hakenkreuz-Schmierereien sowie der Schriftzug "AFD" entdeckt.
Im Selgenauer Weg in Rudow wurden wieder drei Hakenkreuze und drei Keltenkreuze entdeckt. Außerdem wurde ein Aufkleber der verbotenen extrem rechten Organisation "Freies Netz Süd" gesichtet.
In der Borgmannstr. und der Parisiusstr. wurden jeweils ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie stammen vom neonazistischen Onlinehandel "Druck18" und bezeichnen Geflüchtete als "Viecher".
An der Tramhaltestelle Josef-Nawrocki-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der dazu auffordert Familien nur zwischen weißen Menschen zu gründen.
In der Schleusinger Str. wurde der rassistische Schriftzug "White Power" entdeckt.