Rassistische Bedrohung in Gesundbrunnen
Eine Mitarbeiterin einer Imbissbude am Bahnhof Gesundbrunnen wurde rassistisch beleidigt und bedroht.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Eine Mitarbeiterin einer Imbissbude am Bahnhof Gesundbrunnen wurde rassistisch beleidigt und bedroht.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Spindlersfeld wurde ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.
An einem Mülleimer in der Straße Unter den Linden wurde die rassistische Parole "Pali-Nazis fuck off" entdeckt.
In der Konrad-Wolf-Str. wurden zwei Aufkleber entdeckt, die der extremen Rechten zuzuordnen sind. Ein Aufkleber titelt: "Abschieben schafft Wohnraum, kriminelle Ausländer raus". Der andere zeigt einen QR-Code zu einem extrem rechten Versandhandel.
Im Park Herzberge wurde folgende Schmiererei gemeldet: "Am Israel Chai. Hamass wird sterben". Bei dem Wort "Hamass" wurde der Buchstabe "S" in der Schreibweise der "Schutzstaffel" des Nationalsozialismus geschrieben.
Auf einen Weg im Nibelungenpark wurde ein großes Hakenkreuz gesprüht.
Auf zwei Parkbänken im Heinrich-Laehr-Park wurden antisemitische Schmierereien entdeckt. Auf den Bänken stand u.a. "FCK Zios", wobei "Zios" die Kurzform für Zionisten ist und als Chiffre für Jüd*innen verstanden wird. Außerdem wurden dort die Slogans "Long life Intifada" (dt. "Lang lebe die Intifada") und "Glory to the martyrs" (dt. "Ehre den Märtyrern") geschmiert. Eine der Schmierereien nahm Bezug auf die Shoah und verglich sie mit dem aktuellen Krieg in Gaza. Dieser Vergleich relativiert die Shoah.
In der Wendenschloßstr. und im Volkspark wurden insgesamt vier Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Ecke Bruno-Wille-Str. / Karl-Frank-Str. wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie waren rassistisch motiviert und richteten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In Hirschgarten wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
In der Harzburger Straße Ecke Lautentaler Straße wurde ein Aufkleber, der mit dem Logo der Jugendorganisation "NRJ" ("Nationalrevolutionäre Jugend") der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" versehen ist, an einem Straßenmast entdeckt und entfernt.
An der Ecke Hochstädter Straße / Maxstraße in Wedding wurde ein Aufkleber einer fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation entdeckt und entfernt, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet.
An einem Laternenpfahl in der Lichtenberger Straße wurde ein extrem rechter Sticker entfernt, auf dem neben einem Bild von Kindern/Jugendlichen in Fraktur-Schrift der Slogan "Deutsche wehrt Euch!" stand. Der untere Rand war in den Farben der Reichkriegsflagge begrenzt.
Am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof wurden zwei antimuslimisch-rassistische und zwei einwanderungsfeindlich-rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
In Tempelhof-Schöneberg ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Am S-Bahnhof Spindlersfeld wurden zwei NS-verherrlichende Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer enthielt die Aufschrift "Deutsches Reichsgebiet", der andere bildete einen Spruch der Wehrmacht ab. Beide Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Bürgerpark wurde eine Schmiererei mit der Aufschrift „H8: Heil Hitler“ gefunden.
Eine kurdische Person berichtete von einem Vorfall, bei dem sie aufgrund ihrer sexuellen Identität Hass ausgesetzt gewesen sei.
An der Bushaltestelle am S-Bhf. Mehrower Allee wurde ein rassistischer Aufkleber der „Nationalen Volkssozialisten“ aus den Niederlanden gefunden.
Auf dem Fußweg zwischen der Ludwig-Renn-Straße und Tagore-Oberschule im Bürgerpark Marzahn wurde die Zeichnung eine Männchens mit Penis und Hakenkreuz-Binde auf den Boden gesprüht.
In der Umgebung eines Discounters in der Romain-Rolland-Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Remigration jetzt!“ gefunden. Außerdem wurden sieben Aufkleber der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“ sowie ein Aufkleber mit der Darstellung der „Schwarzen Sonne“ entdeckt.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen und Ampeln entfernt. Sie stammen aus verschiedenen rechten Onlineshops. Überwiegend richteten sie sich gegen die politische Gegnerschaft wie z. B. "Fuck Antifa" oder vermittelten demokratiefeindliche Stereotype wie z. B. "Make Germany great again".
Auf einem Bolzplatz an der Ecke Sophienstraße / Wönnichstraße wurde der Schriftzug "1161" entdeckt. Dieser richtet sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten.
Ein Mann erfuhr aufgrund von antiasiatischem Rassismus strukturelle Benachteiligung bei der Wohnungssuche in Lichtenberg. Die Details und das genaue Datum werden zum Schutz des Betroffenen anonymisiert.
Am Gabriele-von-Bülow-Gymnasium in der Hatzfeldallee in Tegel wurde ein rassistisches Flugblatt mit Klebeband an einer Außenwand befestigt. Es war an der Rückseite der Sporthalle in der Nähe des Durchgangs zu Sporthalle angebracht. Das Flugblatt richtete sich direkt an Schüler*innen und warb dafür, sich bei der "Identitäten Bewegung" zu engagieren. Im Text wurde "Remigration" gefordert und Asylsuchende wurden pauschal für Gewalt an Frauen sowie eine Reihe gesellschaftlicher Probleme verantwortlich erklärt.
Am Europaplatz vor dem Hauptbahnhof wurde ein rassistischer Aufkleber "gegen internationale Familien mit Schwarzen Vätern" entdeckt und entfernt.
Am Checkpoint Charlie wurde eine pro-palästinensische Kundgebung mit etwa 30 Teilnehmenden abgehalten. Dabei wurde die Parole "There is only one state; Palestine 48" gerufen, welche dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht. Ein Teilnehmer rief "Stopp the Holocaust". Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. An der Kundgebung nahmen zwei Medienaktivisten aus dem Umfeld der Neonazi-Partei "Die Heimat" teil.
In der Nähe des Leopoldplatzes fand eine pro-palästinensische Kundgebung statt. Ein Redner bezeichnete Israel als "Monster" und "Blutsauger" und sagte "Sie sind so faschistisch, so gierig und Blutsauger."
In der Carola-Neher-Straße wurde ein „III. Weg“-Aufkleber für einen verhafteten Neonazi gefunden, in der Klingenthaler Straße zwei weitere Motive („Deutsch bleiben statt Mainstream“ und „Familie, Heimat, Tradition“). Die Route führte über die Riesaer Straße, in der drei weitere Aufkleber der Neonazipartei („Deutschland den Deutschen“, „Antifa-Banden zerschlagen“) entfernt wurden.
An einem Gleis am S-Bahnhof Lichtenberg wurden Aufkleber mit der Aufschrift: "Hier wurde linke Propaganda überklebt. Antideutsche Vereinsstrukturen trockenlegen" gesehen und entfernt. Sie stammen aus dem einem extrem rechten Versand.
In der Rüdigerstr. wurden zudem zahlreiche Schmierereien gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten mit dem Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Friedrichshagener Str. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der für einen extrem rechten Onlinehandel warb.
In der Unterführung zum Forum Köpenick wurde der Schriftzug "FCK Antifa" entdeckt.
An einem Briefkasten in der Pistoriusstraße wurde eine Schmiererei mit dem Schriftzug „NRJ“ entdeckt. Die „NRJ“ (Nationalrevolutionäre Jugend) ist die Jugendorganisation der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“.
An der Ecke Preußstraße/Grellstraße wurde ebenfalls eine „NRJ“-Schmiererei entdeckt.
Am Betriebsbahnhof Rummelsburg wurden extrem rechte Zahlencodes auf Wände geschrieben: "88" steht für "Heil Hitler" und "1161" steht für "Anti-Antifaschistische Aktion" und richtet sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten.
In der Hasselwerderstr. wurde ein anti-muslimischer rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Kurz nach 1:00 Uhr beobachtete eine Person aus einer Bar in der Eberswalder Straße eine vierköpfige Personengruppe beim Herunterreißen einer Regenbogenflagge. Anschließend wurde die entwendete Regenbogenfahne an der Kreuzung Eberswalder Straße Ecke Schönhauser Allee angezündet, auf dieser herumgetrampelt und dabei LGBTIQ*-feindliche Hassparolen gerufen. Als die herbeigerufene Polizei eintraf, flohen die Personen in verschiedene Richtungen. Die queere Bar rief am darauffolgenden Dienstag zu einer Solidaritätskundgebung auf.
Auf dem Pariser Platz vor der US-Botschaft hielten drei Reichsbürger eine Mahnwache ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
In der Hohenschönhauser Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels entdeckt und entfernt. Er trug die Aufschrift: "Weiblichkeit statt Feminismus", in Frakturschrift, und zeigte eine blonde Frau, die ein blondes Baby auf dem Arm hielt.
Im Strandschloßweg und vor dem Krankenhaus Köpenick wurde jeweils ein Aufkleber mit der Reichsflagge und dem Slogan: "Hand in Hand für das Vaterland" entdeckt und entfernt.