Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Niederschöneweide
An einem Straßenschild vor dem Zentrum Schöneweide in der Schnellerstraße wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An einem Straßenschild vor dem Zentrum Schöneweide in der Schnellerstraße wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Ecke Königsheideweg / Sterndamm wurde ein rassistischer anti-Schwarzer Aufkleber, der sich gegen geflüchtete Menschen richtete, entdeckt und entfernt.
An der Ecke Winckelmannstr. / Köpenicker Str. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Landsberger Allee/Rhinstraße wurde der rassistische Schriftzug "Ukraineschweine raus" und ein Aufkleber mit der Aufschrift "We hate Antifa" entdeckt.
In der Wustrower Straße wurde an einem Stromhäuschen zwei Plakate der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richten (Aufschrift: "Kampf der Rotfront").
An der Tram-Haltestelle Zingster Straße/Ribnitzer Straße wurde ein Aufkleber vom extrem rechten Verein "Ein Prozent" gefunden und entfernt. Dieser zeigt weiße Kinderhände, die sich aus einem Abgrund aus Regenbogenfarben emporrecken und darauf ist zu lesen: "Keine Gender-Ideologie in Schulen und Kitas! Finger weg von unseren Kindern!". Diese Aussage kann als LGBTIQ-feindlich verstanden werden.
In Wartenberg, am Schweriner Ring, wurde in die Kühlerhaube eines Autos ein großes Hakenkreuz geritzt.
Am Tag darauf wurden weitere beschädigte Autos gemeldet. Insgesamt wurden 8 Autos mit Hakenkreuzen versehen.
Erneut wurde an der Bushaltestelle Friedhof Mariendorf ein Hakenkreuz geschmiert. Dabei wurde der Kopf einer Schwarzen Person auf einer Reklame übermalt.
Am Betriebsbahnhof Rummelsburg wurde ein Hakenkreuz in eine Säule geritzt.
An der Ecke Hauffstraße /Pfarrstraße wurde der Schriftzug "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination steht für "Anti-Antifaschistische Aktion".
In der Wurzener Straße hielten sich mehrere Jugendliche auf Bänken auf, die zur Begrüßung „Heil Hitler“ riefen.
In einem öffentlich zugänglichen Hinterhof in Hellersdorf-Nord saß eine Personengruppe. Eine neu dazukommende Person begrüßten sie lautstark mit "Heil Hitler". Die Parole ist als Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in Deutschland verboten.
In einer Schule in Hohenschönhausen zeigte ein 12-Jähriger einen Hitlergruß. Datum und Ort des Vorfalls wurden anoymisiert.
Auf einem Fahrradständer am Goethe Gymnasium Lichterfelde wurde ein Sticker mit dem Slogan "#Stolz statt Pride" entdeckt. Im Hintergrund ist die Flagge des sogenannten „Stolzmonats“ abgebildet. Es handelt sich dabei um eine extrem rechte, queerfeindliche Kampagne, welche den Pride-Month, sowie Forderungen und Rechte von LGBTIQ* delegitimieren soll.
An einem Stromkasten an der Ecke Mahlsdorfer Str. / Kaulsdorfer Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Nossener Str. wurden an einem Stromkasten mehrere Plakate von "Der III. Weg" entdeckt. Diese wurden vermutlich anlässlich des 8. Mai, des Tags der Befreiung, aufgehängt und titelten: "Kampf der Rotfront".
Nahe des Haus Sonneneck in Hellersdorf wurden mehrere Schnipsel der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" auf dem Gehweg verstreut, die unter anderem LGBTIQ*-feindliche Inhalte enthielten.
Am Beerenpfuhlgraben wurden mehrere gemalte Hakenkreuze gefunden. In der Zossener Straße wurde ein "1161"-Schriftzug gefunden.
Zwei PoC-Personen (Persons of Color) trugen gegen 18:00 Uhr auf der Oberbaumbrücke eine heftige Schlägerei miteinander aus. Zwei vorbeikommende junge Frauen kommentierten dies rassistisch und bezeichneten die Beteiligten abwertend als "Tiere".
In der Färberstr. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Aßmannstr. wurde der Schriftzug "Anti Antifa" an einem Kleidercontainer entdeckt.
In der Werlseestr. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief.
In Hirschgarten wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Zum Tag der Befreiung machten Reichsbürger*innen eine Veranstaltung am sowjetischen Ehrenmal.
Nachdem ein 18-Jähriger nach einem Überfall auf einen Spätkauf in der Warschauer Straße gegen 1:50 Uhr in der Nacht den Ladenbesitzer mit Pfefferspray besprühte und dessen Helfer mit einem Messer in den Oberschenkel stach, wurde er von der Polizei festgenommen. Während des Abtransportes leistete der Täter nicht nur massiven Widerstand, sondern drohte auch mit Anschlägen, u. a. auf eine Moschee. Zudem äußerte er sich rassistisch.
Auf einer Kundgebung wurden u.a. antisemitische und terrorverherrlichende Parolen gerufen.
Am Eingang des Wröhmännerparks wurde an einem Mülleimer ein antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er zeigte ein rotes Dreieck und den Slogan "Long Live the Intifada". Der Begriff "Intifada" ist mit der gezielten Ermordung von Jüdinnen_Juden assoziiert und gilt als Gewaltaufruf.
Am 8. Mai 2025 wurde eine Mitarbeiter*in des Museums Karlshorst von einer Besucherin als Ukrainer*in beschimpft. Zudem wurde ein ausgedrucktes und gebundenes Exemplar der Ausstellungstexte zur neuen Fotoausstellung, welches in ukrainischer Sprache erschienen ist, heimlich zerrissen, unbrauchbar gemacht und danach demonstrativ auf einem Tisch auf der Museumsterrasse abgelegt. In beiden Fällen ist von einer antislawischen, rassistischen Tatmotivation auszugehen.
Es fand eine Volksverhetzung mit antiziganistischem Inhalt statt.
In einer Sportstätte in Reinickendorf wies ein Mann einen anderen daraufhin, dass dessen Tattoo mit dem Z*-Wort diskriminierend sei. Der Mann bestätigte dies. Andere Männer klatschten daraufhin Beifall.
Auf dem Waldowplatz wurde ein Aufkleber der "NRJ" (Jugendgruppe des "III. Weg") entdeckt und entfernt.
Im Fürstenwalder Damm wurden vier Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Berlin-Buch wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Neben dem S-Bahnhof Buch wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
Im Sollmannweg in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Diese propagierten beispielsweise LGBTIQ*-feindliche Inhalte wie "Homo-Propaganda stoppen".
Ein Mädchen*zentrum in Pankow erhielt eine Gewaltandrohung auf dem Anrufbeantworter.
In der Kastanienallee wurden zwei Aufkleber des Neonazi-Versands "Aktivde2 entfernt.
An der Tramhaltestelle S-Prenzlauer Allee wurde erneut ein Aufkleber der „GegenUni“ entdeckt und unkenntlich gemacht.
An der Rolltreppe des U-Bahnhofs Rathaus Spandau wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte die Abbildung einer gewaltbereiten männlichen Person vor dem Hintergrund der "Schwarzen Sonne" und der Reichsfarben. Dazu der Titel "Good Night Left Side".
Im Matthäusweg in Rudow wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren Aufkleber des extrem rechten "Compact Magazins" und der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
An eine Hauswand in der Wilhelmshavener Straße in Moabit wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
An der Ecke Heinrich-Mann-Straße / Beatrice-Zweig-Straße wurde ein Keltenkreuz entdeckt. Das Keltenkreuz ist ein verbotenes Symbol der NS-Szene.
Am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf wurde ein 2x4 Meter großes Banner mit dem gesprühten Slogan „Keine Befreiung - NRJ“ entdeckt. Auch dies war Teil der Propagandaaktion der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ anlässlich des 8. Mai 1945.
In der S-Bahn-Station Pankow wurde eine lebensgroße Puppe in einem weißen Ganzkörperanzug entdeckt und entfernt. Umgehängte Schilder trugen NS-verharmlosende Aufschriften. Das an der Puppe befestigte Plakat trug die Aufschrift: „Vertreibung, Mord und Vergewaltigung – das nennt ihr Befreiung. 8. Mai – wir feiern nicht!“.
Auf dem weißen Anzug war in grüner Farbe das Logo der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation von „Der III. Weg“, aufgesprüht.
An der S+U-Bahn-Station Pankow wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt.
Zwei ältere Frauen haben sich an einem Stand einer antifaschistischen Initative insofern geäußert, dass, wenn Nazi-Läden angegriffen würden es das gleiche wäre, was die Nazis mit den Juden gemacht haben. Auch nach mehrfachen Hinweisen auf den NS-relativierenden Charakter des Vergleichs, bestanden die Frauen darauf, dass es keinen Unterschied gäbe.
Am Kastanienboulevard, Riesaer Straße und in der Hellersdorfer Straße wurden sechs Plakate des „III. Weg“ („8. Mai – wir feiern nicht“ und „Kampf der Rotfront“) gefunden. Auch im Mylauer Weg fand sich ein "NRJ"-Aufkleber.
In der Quedlinburger Straße wurden drei Aufkleber des „III. Weg“ mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“ und „Kriminelle Ausländer raus“ entfernt. In der Kastanienallee wurden zwei Aufkleber des Neonazi-Versands "Aktivde" entfernt.
Zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung, wurden am Cottbusser Platz mehrere Plakate von "Der III. Weg" entdeckt. Diese Titel: "Kampf der Rotfront" oder auch: "8. Mai - Wir feiern nicht".
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" entdeckt und entfernt.
Ein 24-jähriger Mann war in der Breite Straße auf Höhe des Bleichröderparks unterwegs, als zwei ihm unbekannte junge Männer ihn gegen den Oberkörper schlugen und rassistisch beleidigten. Der Mann flüchtete, woraufhin die Angreifer ihm folgten. Als er sich an Passant*innen wandte und um Hilfe bat, flüchteten die Angreifer.
Auf einem Mülleimer im Fennpfuhlpark wurden Schriftzüge entdeckt und teilweise unkenntlich gemacht, die sich gegen politische Gegner*innen richten und teils antisemitisch sind ("Judenantifa" und "1161").
An der Bushaltestelle Metzer Platz in Wilhelmstadt wurde eine 13-Jährige, die in Begleitung von drei Freundinnen war, von einer Frau angesprochen und bedrängt, da sie sich angeblich falsch verhalten habe. Dann riss die Frau das Kopftuch des Mädchens herunter. Daher wird das Motiv als rassistisch bewertet. Das Kind zeigte den Vorfall selbst bei der Polizei an und wurde anschließend zu den Eltern gebracht.
In der Wönnichstraße wurde ein antifeministischer Aufkleber mit der Aufschrift "gender mich nicht voll" entdeckt und entfernt. Dieser kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
Ein weißer Fahrlehrer nutzte das N-Wort vor einem Schwarzem Fahrschüler.