Rassistische Beleidigung im U-Bhf. Möckernbrücke
Am frühen Nachmittag wurde eine Person im U-Bhf. Möckernbrücke mehrmals rassistisch beleidigt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Am frühen Nachmittag wurde eine Person im U-Bhf. Möckernbrücke mehrmals rassistisch beleidigt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Ein Facebook-Beitrag der Berliner Zeitung informierte über eine "Clean Up Aktion" des Büro für Bürger*innenbeteiligung des Bezirksamts Mitte von Berlin zu der die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger, unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für saubere Kieze“ eingeladen hatte. Zu der Aktion wurden auf Facebook zahlreiche rassistische und klassistische Hasskommentare verfasst.
In der Weydemeyerstraße wurde ein rassistischer Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "NPD" (heute die Heimat) entdeckt und entfernt.
In der Universitätsstraße wurden zwei rassistische Schmierereien mit den Aufschriften "Pali Nazis raus" und "Pali Nazis fuck off" entdeckt.
Im Müggelschlößchenweg wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie stammten alle aus einem neonazistischen Onlinehandel und richteten sich in Teilen gegen geflüchtete Menschen.
In Neukölln wurde eine Person aus transfeindlicher Motivation beleidigt und bedroht. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine trans Person wurde beim Einsteigen in die S-Bahn an der Schönhauser Allee geschubst. Anschließend fragte sie ein Junge, ob sie ein Mann oder eine Frau sei. Die betroffene Person antwortete, dass man so etwas nicht fragt, woraufhin der Junge weiter insistierte. Deshalb wechselte die betroffene Person den Waggon. Am Ende rief einer der Begleiter des Jungen ihr noch eine sexistische Beleidigung hinterher.
An einer Laterne am Nöldnerplatz wurde eine neonazistische Schmiererei entdeckt. Sie richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
In Neukölln ereignete sich ein antifeministischer Vorfall.
Im Franz-Cornelsen-Weg wurde an dem Wochenende vom 27. bis zum 28. April 2025 zum vierten Mal eine Bank des Projekts "Rote Bänke" beschädigt. Aus der Aufschrift "Keine Gewalt gegen Frauen" wurde "Gewalt gegen Frauen" durch Schmierereien gemacht.
Die roten Bänke setzten im Bezirk ein sichtbares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, um das Thema aus der Tabuzone zu holen und die Gesellschaft zu sensibilisieren.
Eine Schwarze Person wurde von einem Mann am Abend auf dem Alexanderplatz angepöbelt und rassistisch beleidigt.
Im Strandschloßweg wurden ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten entdeckt und entfernt sowie ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Tramhaltestelle Bahnhofstr. / Seelenbinderstr. wurde ein Aufkleber von "GegenUni" entdeckt und entfernt. 'GegenUni' ist ein Projekt der Neuen Rechten, das versucht, theoretische Grundlagen für ein rechtes Lager zu erarbeiten und zu vermitteln.
An der Tür einer Wohnung in der Florastraße wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversand mit der Aufschrift "Heimat. Freiheit. Tradition" entdeckt.
An der Tramhaltestelle Freiheit wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Im Britzer Garten soll eine Familie von drei Frauen rassistisch beleidigt worden sein. Zudem sollen die Frauen hörbar NS-verherrlichende Parolen von sich gegeben haben.
In einer U-Bahn der Linie 5 Richtung Hauptbahnhof stiegen am U-Bahnhof Museumsinsel zwei unbekannte Männer in den Zug und beleidigten eine 15-jährige Jugendliche sowie ihre 19-jährige Begleiterin rassistisch und griffen sie körperlich an. Einer der Unbekannten schlug der 15-Jährigen mit der flachen Hand auf den Oberschenkel und der 19-Jährigen mit dem Ellenbogen gegen ihren Oberarm.
In der Hasselwerderstr. wurde ein anti-muslimischer rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen und Ampeln entfernt. Sie stammen aus verschiedenen rechten Onlineshops. Überwiegend richteten sie sich gegen die politische Gegnerschaft wie z. B. "Fuck Antifa" oder vermittelten demokratiefeindliche Stereotype wie z. B. "Make Germany great again".
In der Luckenwalder Straße wurde auf einem Skateplatz ein "1161"-Graffiti gefunden. Die Zahlenfolge steht für "Anti-Antifa".
In einer Toilette im Kulturzentrum Fontane-Haus im Märkischen Viertel wurde eine Schmiererei bemerkt, die für eine neurechte Theoriezeitschrift warb.
Gegen 17:50 Uhr trat ein Mann (22-Jahre) einen anderen Mann (26-Jahre). Der Angreifer zeigte anschließend die Hitlergruß und rief extrem rechte Parolen. Zusammen mit weiteren Personen stieg der Angreifer in den Bus.
Bei einer Bäckerei am Südkreuz hat ein Mann einer Verkäuferin, die ein Kopftuch trug, unauffällig eine Visitenkarte mit einem Bibelvers und den Kontaktdaten einer christlichen Kirche über den Tresen zugeschoben. Er entfernte sich schnell, bevor ihn jemand darauf ansprechen konnte. Die Verkäuferin reagierte sichtbar betroffen und brach in Tränen aus. Das Verhalten ist eine Diskriminierung aufgrund der religiösen Zugehörigkeit der Verkäuferin.
In der Donaustraße wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt.
Eine jüdische Musikerin wurde in einer Konzertpause, während der sie vor dem Club rauchte, von einem jungen englischsprachigen Paar aufgrund ihres Namens angesprochen, ob sie Jüdin oder gar Israelin sei und ob sie den "Genozid" verurteile. Als sie meinte, dass falls der terroristische Angriff auf Israel und die Reaktion darauf gemeint sei, sie dies wohl anders sehe und sie in ihrer Konzertpause in Ruhe gelassen werden wolle, wurde sie von beiden aggressiv antisemitisch u.a. als "Kindermörderin", "Völkermörderin" und "jewish Nazi" beschimpft. Als sie weggehen wollte, wurde sie von der Täterin mehrfach heftig geschubst, während der Täter sie gleichzeitig so stark festhielt, dass sie nicht weggehen konnte und Hämatome am Oberarm erlitt. Erst als Musikerkollegen und Konzertbesucher*innen dies mitbekamen und ihr zu Hilfe eilten, ließ das Täterpaar von ihr ab und flüchtete.
In der Köpenicker Straße im Ortsteil Mitte wurden zwei zerkratzte Stolpersteine entdeckt.
Anhänger von BFC Dynamo haben Fans von Stuttgart, die in eine Bahn in Charlottenburg-Wilmersdorf eingestiegen sind, mit Sinti- und Roma-feindlichen Beleidigungen und einer antiziganistischen Fremdbezeichnung begrüßt.
Am S-Bahnhof Grünau, am Ausgang Richterstr., wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen an einem Briefkasten entdeckt und entfernt.
Ausgehend vom Roten Rathaus zog eine extrem rechte Demonstration mit etwa 300 Teilnehmenden durch Mitte. Die Demonstration stand unter dem Titel "Gemeinsam für Deutschland" und war Teil einer bundesweiten Kampagne. Die Demonstration war durch junge Neonazis geprägt, es nahmen jedoch auch Personen aus der Reichsbürger*innenszene, dem verschwörungsideologischen Milieu und "Friedensbewegte" teil. So waren neben Personen aus dem Umfeld der neonazistischen Gruppe "Deutsche Jugend Voran" und der Neonazi-Kleinpartei "Der III. Weg" auch Menschen aus dem Umfeld der verschwörungsideologischen Gruppe "Freedom Parade" und verschiedener "Montagsdemonstrationen" anwesend. Teilnehmende riefen typische neonazistische Parolen wie "Frei, sozial und national". Es wurden deutsche und russische Fahnen gezeigt und Teilnehmende trugen Kleidung in Reichsfarben. Generell trugen viele der Teilnehmenden für die Neonazi-Szene typische Kleidung: Szenemarken wie "Thor Steinar", T-Shirts mit der "Schwarzen Sonne" und Springerstiefel prägten die Demonstration. Teilnehmende zeigten den Hitlergruß und das "White Power"-Handzeichen.
In der Grabbeallee wurden von einer fünfköpfigen Personengruppe heraus extrem rechte Parolen gerufen. Eine Person hatte zuvor einen Angriff getätigt.
In der Wildenower Straße Ecke Triftstraße wurde ein Aufkleber für einen extrem rechten Online-Aktivisten, der derzeit eine einjährige Haftstraße wegen zahlreichen Volksverhetzungen absitzt, entdeckt und entfernt.
Vor dem Kaufland in der Einkaufspassage in der Walter-Friedrich-Straße hielten mehrere Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" eine öffentlichkeitswirksame Propagandaaktivität in Form eines Infostands ab. Das Ziel besteht in der Ansprache von Passant*innen und der Verbreitung extrem rechter Inhalte. Parallel dazu fanden weitere Vorfälle in Karow und Blankenburg statt.
In der Berliner Allee wurden zwei Aufkleber gefunden. Einer stammt von der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ und wurde entfernt. Der andere trägt den Slogan „Döp dödö döp“, eine Anspielung auf den Gigi-d’Agostino-Song „L’amour toujours“ (Sylt-Song), der im Sommer 2024 durch eine verfremdete Version mit rassistischen Parolen neue Bekanntheit erlangte.
Eine Gruppe von Männern rief extrem rechte Parolen und zeigte den Hitlergruß in Niederschönhausen. Einer der Männer griff zudem einen jungen Mann an. Nach den polizeilichen Maßnahmen ließ die Polizei die Gruppe wieder ziehen. Doch wenig später riefen sie erneut verfassungsfeindliche Parolen.
In der Walter-Friedrich-Straße hielt die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen Infostand ab.
Auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Blankenburg hielten mehrere Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg" eine öffentlichkeitswirksame Propagandaaktivität in Form eines Infostands ab. Das Ziel besteht in der Ansprache von Passant*innen und der Verbreitung extrem rechter Inhalte. Parallel wurden weitere ähnliche Vorfälle in Karow und Buch gemeldet.
Auf dem Stadtplatz "Piazza" in der Achillesstraße hielten mehrere Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei "III. Weg" eine öffentlichkeitswirksame Propagandaaktivität in Form eines Infostands ab. Das Ziel besteht in der Ansprache von Passant*innen und der Verbreitung extrem rechter Inhalte. Parallel wurden weitere ähnliche Vorfälle in Buch und Blankenburg gemeldet.
Nach einer extrem rechte Demonstration durch Mitte versammelten sich eine Gruppe junger Neonazis am Ludwig-Erhard-Ufer in Tiergarten. Sie zeigten eine Reichsfahne.
Gegen 14 Uhr wurden vier Frauen, die in der Tegeler Innenstadt einen Informationsstand der Omas gegen Rechts durchführten, von einem Mann beleidigt. Nach Polizeiangaben äußerte er mehrfach volksverhetzende Sätze und beschimpfte die Frauen im Alter von 66 bis 70 Jahren. Nach Angaben von Anwesenden echauffierte er sich anfangs sehr aggressiv über das Wort "rechts". Als eine jüngere Frau und weitere Passant*innen sich einmischten, rief er diesen und den Frauen vom Stand zu "Ihr gehört gef*ckt!" und "Ihr gehört verbrannt!". Eine Frau rief daraufhin die Polizei. Der Mann entfernte sich vor dem Eintreffen der Beamt*innen.
Einem übermitteltem Zeugenbericht auf Instagram, inklusive Videoaufzeichnung, war Folgendes zu entnehmen:
Zwei queere PoC bemerkten beim Betreten des U-Bahnhofs Schönleinstraße Kontrolleure auf dem Bahnsteig und drehten daher wieder um. Kein Ticket zu haben, wurde zur "Rechtfertigung" für körperliche Gewalt. Die Kontrolleure sind den beiden hinterhergelaufen, haben sie verfolgt, bedroht und schließlich angegriffen. Einer der Kontrolleure sagte sinngemäß: "Ich sorge dafür, dass ihr in Kreuzberg nicht sicher seid." Eine der betroffenen Personen wurde bei dem Angriff schwer verletzt und lag am Boden. Beide Betroffene sprachen kein Deutsch. Eine von Ihnen rief ihre Partnerin um Hilfe. Als diese eintraf, fand sie die beiden verletzt und eingeschüchtert, umringt von ca. 20 Polizist*innen vor. Als sie vor Sorge zu ihrer Partnerin wollte, wurde auch sie von einem Polizisten angegriffen.
Die Polizei wurde ursprünglich gerufen, um den Angriff durch den BVG-Kontrolleur zur Anzeige zu bringen. Stattdessen schützte sie die Täter und übte selbst Gewalt gegen die Betroffenen aus.
Neben offensichtlicher Queerfeindlichkeit ist nicht auszuschließen, dass auch Rassismus und / oder Racial Profiling Tatmotive gewesen sein könnten.
Drei Kinder spielten in einem Innenhof in Wedding. Eins der Kinder war Schwarz, eins asiatischer Herkunft. Ein älterer Mann kam kam hinzu, bedrohte und beleidigte die Kinder rassistisch und sagte zu dem dritten weißen Kind, es solle sich nicht mit "solchen geborenen und zukünftigen Verbrechern" abgeben, aber bei der Mutter des Kindes sei eine solche Warnung wohl völlig hoffnungslos.