Extrem rechter Aufkleber in Marzahn-Mitte
Ein antifeministischer und queerfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel wurde in der Oberweißbacher Straße am Büro einer CDU-Abgeordneten gefunden.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Ein antifeministischer und queerfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel wurde in der Oberweißbacher Straße am Büro einer CDU-Abgeordneten gefunden.
Auf dem Schaukasten einer Kirchengemeinde wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Sticker richtete sich gegen eine diverse Gesellschaft. Er stammte aus einem extrem rechten Versandshop.
An der Sporthalle Am Baltenring, nahe der Uckermarkstraße, fanden sich ein großes Hakenkreuz sowie der Schriftzug "AfD" in der gleichen Farbe, insgesamt etwa anderthalb Meter hoch. Das Hakenkreuz war sogleich übermalt worden, das Bezirksamt veranlasste die Reinigung aller Schmierereien.
In der S-Bahnlinie S3 in Köpenick wurden ein Aufkleber der "NRJ" sowie ca. 40 Flyer der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Friedrichshagener Str. / Puchanstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Am Abend wurden zwei Personen an der Ecke Schnellerstr. / Brückenstr. von einem ortsbekannten Neonazi bedroht und verfolgt.
Gegen 20:30 Uhr wurde in der S 3 Richtung Spandau an der Warschauer Straße eine lebensgroße Puppe, bestückt und umgeben mit Plakaten und Flyern der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" und dessen Jugendorganisation "NRJ" (Nationalrevolutionäre Jugend) entdeckt. Auf einem an der Puppe großflächig angebrachten Plakat wurde der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus verhöhnt. Die Finderin entfernte das Plakat und versuchte, so viele Flyer wie möglich einzusammeln und zu entsorgen. Weitere ca. fünf Mitfahrende zeigten Desinteresse. Die Puppe hat die Finderin am Ostbahnhof aus der S-Bahn entfernt und am DB-Counter abgegeben. Es wurde Anzeige erstattet. Es war nicht die einzige Puppe, die an diesem Tag aus der S-Bahn entfernt wurde.
In der Umgebung der Weydemeyerstraße im Ortsteil Mitte wurden wurden 9 rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren zwei Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "NPD" (heute "Die Heimat") mit der Aufschrift "Kein Asylbetrüger ist legal" und sechs der Aufkleber mit der Aufschrift "Nein zum Heim".
In der Brüsseler Straße in Wedding wurde ein einwanderungsfeindlich-rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt.
In der Schnellerstr. wurde ein rassistischer Aufkleber, der zu einem "weißen" Deutschland aufrief, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Auf einer Toilettenkabine in einem Gebäude der HTW wurde ein antimuslimischer rassistisch motivierter Schriftzug entdeckt.
Im Luisenhain wurden zwei antifeministische Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen gendersensible Sprache richteten und in ihrer Bildsprache eine Gleichsetzung mit dem Nationalsozialismus ausdrückten.
An einer Laterne wurde ein rassistisches Plakat einer christlich-fundamentalistischen Organisation entdeckt und entfernt
Bei einem Treffen der Jungsozialist*innen im SPD-Kreisbüro in der Berliner Straße riefen zwei unbekannte Männer rassistische und antisemitische Beleidigungen durch das Fenster.
An einem Altkleidercontainer an der Ecke Neumannstraße / Arnold-Zweig-Straße wurde der Schriftzug „FCK AFA“ (Fuck Antifa) entdeckt.
Mitglieder von Bündnis '90/ Die Grünen wurden von zwei vorbeigehenden Männern beleidigt und mit dem Tod bedroht: "Schwuchtel, in vier Jahren verbrennen wir euch".
Zwei Frauen wurden gegen 21:00 Uhr in einem Wohnhaus von einem Mann, dessen Frau und Kinder bereits im Fahrstuhl warteten, queerfeindlich beleidigt und beschimpft. Er schrie sie an und versuchte, ihnen durch körperliches Bedrängen den Zugang zum Wohnhaus zu verweigern. Die gesamte Situation zog sich über fast 10 Minuten und war für die Betroffenen eine schwere psychische Belastung.
An dem Schaukasten einer Jugendeinrichtung wurde ein verschwörungsideologischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der LGBTIQ*-feindliche Inhalte verbreitete.
Im Tiergarten wurden antimuslimisch-rassistische Schmierereien sowie ein Plakat, das für das extrem rechte "Compact"-Magazin warb, entdeckt. Sowohl die Schmierereien, als auch das Plakat waren an der gleichen Stelle bereits im März angebracht worden und wurden zwischenzeitig entfernt.
In der Akazienstraße wurde ein selbst ausgedrucktes Plakat in einer Klarsichtfolie entdeckt und entfernt. Das Plakat richtete sich gegen die Organisation "Omas gegen Rechts" und verbreitete die Verschwörungserzählung eines vermeintlichen geheimen linken NGO-Komplexes.
Im Fahrstuhl des U-Bhf. Kienberg wurden im Laufe des Tages mehrere Neonaziaufkleber („NS-Zone“, „White lives matter“) geklebt.
An der Ecke Oderbruchstraße / Landsberger Allee wurde über einen Juso-Aufkleber zum Thema Migration ein Aufkleber mit Deutschlandflagge und der Aufschrift "Patriotische Aktion" geklebt, dieser wurde wieder abgekratzt.
In der Hagenstr. wurde ein Aufkleber der extremen Rechten entdeckt und entfernt. Er richtet sich gegen die Antifa.
In der Heinrich-von-Gagern-Straße im Regierungsviertel hielten kam es zu einer Kundgebung mit etwa 30 Teilnehmenden. An der Kundgebung nahmen Personen aus der verschwörungsideologische Szene, Reichsbürger*innen und junge Neonazis teil. Teilnehmende trugen Kleidung von verschiedenen extrem rechten Bündnissen und zeigten die Flagge des Königreichs Sachsen, die bei den extrem rechten "Freie Sachsen" beliebt ist. Die Kundgebung richtete sich gegen die Wahl von Friedrich Merz zum Kanzler.
An der Ecke Lennéstraße / Ebertstraße in Tiergarten wurde ein Aufkleber mit der Flagge der kroatischen, faschistischen "Ustascha"-Diktatur entdeckt und entfernt.
In Prenzlauer Berg griff eine Gruppe von etwa 15 bis 20 Personen zwei 21-jährige Personen mit LGBTIQ*-feindlicher Motivation an. Zunächst wurden die beiden beleidigt, anschließend mit Gegenständen beworfen.
An der Haltestelle Oberseestr. wurden mehrere Aufkleber der extremen Rechten entdeckt. Darunter auch ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift: "Abschieben schafft Wohnraum", sowie ein weiterer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel mit der Aufschrift: "Grüne an die Ostfront".
Zudem wurde in der Konrad-Wolf-Straße Ecke Oberseestraße auf einem Altkleidercontainer eine aufgesprühte Deutschlandfahne in Kombination mit dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Zahlencode "1161" gemeldet. Darüber hinaus wurde auf dem Container auch das rassistische und verbotene "White Power"-Symbol bzw. ein Keltenkreuz aufgesprüht und unkenntlich gemacht.
In der Buslinie X21 am Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf-West wurden Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt. Auf einem der Aufkleber stand der Slogan "Nix Yallah, Yallah! Hier wird Deutsch gesprochen!" in Frakturschrift. Auf einem zweiten Aufkleber war eine weiße blonde Frau mit einer Milchkanne vor einer Reichsflagge abgebildet. Auf dem Aufkleber stand "Liebe ist, wenn es Heimatliebe ist". Der Spruch ist ein Verweis auf die Werbung eines Molkerei-Unternehmens.
In der Borgmannstr. wurde an einer Hausfassade der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Ottomar-Geschke-Str. wurden drei rassistische Aufkleber, die aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" stammten, entdeckt und entfernt.
An einer Reinickendorfer Schule äußerte sich eine Lehrkraft antiziganistisch.
Im Schienenersatzbus von Adlershof zur Grünbergallee beschimpfe ein Fahrgast lautstark seinen Sitznachbarn rassistisch. Erst als sich eine Frau einmischte, unterließ er seine Beleidigungen.
In der Tram ab der Haltestelle S-Bahnhof Schöneweide / Sterndamm beleidigte ein Mann einen anderen Mitfahrenden anti-muslimisch rassistisch und forderte diesen auf, "Deutschland zu verlassen", denn "dafür seien seine Großeltern nicht gestorben". Als sich eine Frau gegen die Beleidigungen aussprach, wurde sie anti-asiatisch rassistisch von dem Mann beleidigt. Der Mann stieg einige Stationen später aus.
Im S-Bahnhof Sonnenallee sollen zwei junge Frauen von einer Person angegriffen worden sein. Die Angreiferin soll erst nach den beiden Betroffenen gespuckt, sie rassistisch beleidigt und sie mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben. Im Zuge der weiteren Auseinandersetzung soll eine der Betroffenen mit einem Reizstoffsprühgerät nach der Angreiferin gesprüht haben. Diese soll daraufhin die Flucht ergriffen haben.
In der Kirchhofstraße in Nord-Neukölln wurde eine ältere Frau aus rassistischer Motivation von einem Mann angegriffen. Der Angreifer rief zuerst rassistische Parolen, trat der Frau dann in den Rücken, sodass sie zu Boden stürzte. Als Passant*innen eingriffen und der Frau aufhalfen, schlug der Mann noch nach der älteren Frau. Der Angreifer fuhr mit seinem Fahrrad davon, als weitere Personen einschritten.
An der Ecke Sophienstraße / Wönnichstraße wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt. Auf diesem ist der Slogan "Remigration? Na klar!" zu lesen. Das Schlagwort "Remigration" verweist auf die Forderung der Neuen Rechten nach zwangsweiser Abschiebung von Personen, die als "nicht-deutsch" angesehen werden. Der Aufkleber wurde entfernt.
Zudem wurde auf einem Fallrohr in der Pfarrstraße ein Aufkleber gesehen und überklebt, der sich gegen politische Gegner*innen richtet. Er zeigt einen Wehrmachtssoldaten auf Schwarz-Rot-Goldenem Untergrund.
In der Max-Dohrn-Straße in Charlottenburg-Nord wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der die sogenannte "Remigration" forderte.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Bei einer spontanen Versammlung wurde u.a. eine antisemitische Parole gerufen.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein antiziganistischer Vorfall. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
An der Ersatzhaltestelle Freiheit wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Im Fürstenwalder Damm, Stillerzeile und Löbauer Weg wurden insgesamt vier Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Sie hatten mehrheitlich LGBTIQ*-feindliche Inhalte.