Queerfeindliche Pöbelei in Neukölln
In Neukölln ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In Neukölln ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Am Wochenende rund um den Internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit wurden die Pride-Fahne und die Regenbogenbank vor der Theodor-Heuss-Bibliothek in der Hauptstraße mit einem gezeichneten Mittelfinger und dem Wort "Nein" beschmiert.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Bezirk fand eine antimuslimisch, rassistisch motivierte Beleidigung statt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.
Kurz nachdem ein 50-jähriger Mann den Bus M29 an der Haltestelle Reichpietschufer / Hallesches Ufer betrat, beleidigte er einen Jugendlichen rassistisch. Anschließend brüllte der Mann herum und belästigte die übrigen Fahrgäste, sodass der Busfahrer die Fahrt am Mendelssohn-Bartholdy-Park nicht fortsetzte und die Polizei alarmierte.
In der Müllerstraße wurden zwischen Seestraße und Leopoldplatz drei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Kantstraße in Charlottenburg wurde ein Aufkleber gefunden und entfernt, der eine "Talahon freie Zone" forderte. Der Begriff "Talahon" kommt aus der Jugendsprache und war zu Beginn eine positive Selbstbezeichnung von migrantischen und migrantisierten Jugendlichen. Mittlerweile wird er in rechten bis extrem rechten Kreisen zur rassistischen Abwertung dieser Jugendlichen genutzt. Auf dem Aufkleber war zudem der Name eines Abgeordneten der AfD im Brandenburger Landtag zu lesen sowie das Bild des extrem rechten Memes "Pepe the frog".
Auf dem Pariser Platz hielt ein Reichsbürger eine Kundgebung ab. Dabei zeigte er Reichsfahnen.
In der Aßmannstr. wurde an einem Kleidercontainer der Schriftzug "Anti-Antifa" entdeckt und entfernt.
In der Straße Am Bahndamm wurde ein Schriftzug gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Eine bekannte trans Bloggerin wurde bei einer Restauranteröffnung in der Straße des 17. Juni von mehreren Personen transfeindlich beleidigt, geschubst und am Boden liegend geschlagen. Die Bloggerin erhielt im Nachhinein auf Social Media in den Kommentaren zu einem darauf bezogenen Posting Todeswünsche.
Familien, die Kurdischunterricht für ihre Kinder beantragen, werden auf Türkischunterricht verwiesen.
Dieser Vorfall wurde heute in einem Beratungsgespräch bekannt. Zum Schutz der betroffenen Personen wurde das Datum des Bekanntwerdens und nicht des Vorfalls selbst angegeben.
In einer Neuköllner Schule ereignete sich eine antikurdisch rassistische Beleidigung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Im U-Bahnhof Birkenstraße wurde eine kopftuchtragende Frau mit Kindern und Kinderwagen von einer anderen Frau antimuslimisch-rassistische beleidigt.
In der Nöldnerstraße wurden auf einem Aufkleber mit der Aufschrift „believe israeli women“ das Wort „israeli“ durchgestrichen.
In der Leopoldstraße wurde ebenfalls eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
An der Kreuzung Brüsseler Straße / Antwerpener Straße wurde ein israelbezogener, antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "No Pride in Israeli Apartheid" entdeckt und entfernt.
In Blankenburg wurde ein Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel „Druck88“ gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Trusetaler Straße klebte an einem Schild ein „Fck Antifa“-Aufkleber.
Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) lud zu einem Bürgerdialog im Charlottenburger Rathaus. Dort wurde die Frühjahresausgabe der AfD-Zeitung "Blauer Bote" ausgelegt für die Besucher*innen. In der Frühjahresausgabe der Zeitung „Blauer Bote“ der AfD Berlin werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. Dabei werden Migrant*innen verantwortlich gemacht für eine gestiegene Anzahl an sexualisierter Gewalt und sogenannte "Gruppenvergewaltigungen".
Im Kastanienboulevard wurden zwei queerfeindliche Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt. In der Riesaer Straße wurde ein weiterer „III. Weg“-Aufkleber entfernt. Auch in der Nossener Straße wurde ein „III. Weg“-Aufkleber mit der Aufschrift „Antifa-Banden zerschlagen“ entdeckt.
Im Havelländer Ring und der Elfriede-Brüning-Straße wurden neonazistische Aufkleber mit dem Slogan „Good Night Left Side“ entdeckt und zum Teil entfernt.
Am Cottbusser Platz wurde ein Aufkleber mit dem Text: „Für die 'Gäste' nur das Beste! Remigration Airlines“ entdeckt. Dieser ist rassistisch und spielt zynisch auf die zwangsweise Abschiebung von Migrant*innen an. Er stammte vermutlich aus dem extrem rechten Umfeld und nutzte menschenfeindliche Begriffe wie „Remigration“, um Hetze zu verbreiten.
An der Bushaltestelle U-Bahnhof Friedrichsfelde wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt. Dieser zeigt eine mit einer Sturmhaube vermummte Person, die mit einer Hand den Gruß der "Elblandrevolte" zeigt, der eine "88" darstellen soll und damit für "Heil Hitler" steht. Die "Elblandrevolte" ist eine extrem rechte und neonazistische Gruppierung aus dem Raum Dresden und Ostsachsen, die als sehr gewaltbereit gilt. Auf der Sturmhaube ist der Spitzname eines Mitglieds der Elblandrevolte zu lesen, das in Sozialen Medien als extrem rechter Influencer agiert. Im Hintergrund ist eine Schwarze Sonne zu sehen.
Eine Gruppe Jugendlicher rief in der Schäferstege „Heil Hitler“ und „Mein Führer“ und zeigte den Hitlergruß.
Nah des U-Bhf. Elsterwerdaer Platz wurde ein Aufkleber der extrem rechten „Identitäten Bewegung“ mit der Aufschrift „Heimat Freiheit Tradition“ entdeckt.
Eine Frau of Color stieg mit ihrem Rollator in den Bus M37 ein und hielt sich in Türnähe fest. Eine andere Frau mit Rollator äußerte daraufhin: "Der Bus ist doch voll, immer diese Ausländer." Auf die Nachfrage, was sie gesagt habe, schwieg sie. Als sie aussteigen wollte, musste sie über den Arm der Frau of Color greifen, um den Halteknopf zu drücken und sagte zu ihr: "Weg da". Diese entgegnete, dass auch Senioren das Wort "bitte" benutzen dürften. Daraufhin wird sie von der Frau geschubst.
Erneut wurde über mehrere Meter auf dem Boden des Kaiserstegs der Schriftzug "White Power" aufgebracht.
An einer Hauswand in der Dieffenbachstraße / Ecke Graefestraße wurde die Schmiererei "Free Shlomo" angebracht.
Dabei handelt es sich um "Shlomo Finkelstein", ein Pseudonym eines extrem rechten Onlineaktivisten aus Köln, der u. a. rassistische, islamfeindliche und antifeministische Inhalte verbreitete. Im Mai 2025 wurde er nach einer Verurteilung, u. a. wegen Volksverhetzung und Verbreitens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, aus der Haft entlassen.
Am S-Bahnhof Storkower Straße wurde ein Flugblatt mit antisemitischen Inhalten verteilt. Darin wird z.B. von der „zionistischen Entität“ sowie von der „zionistischen Bestie“ geschrieben und zum Widerstand aufgerufen.
Auf einem Straßenpoller waren zwei Aufkleber mit der Aufschrift „From the River to the Sea“ mit einem Landkartenumriss in den Farben der palästinensischen Flagge, das das israelische Staatsgebiet einschließt. Ein ebenfalls dort angebrachter Aufkleber, der das am 7. Oktober von Terrorgruppen entführte und dann ermordete Baby Kfir Bibas zeigte wurde beschädigt, wie auch ein „Fuck Hamas“-Aufkleber.
In der Pflügerstraße wurde ein antisemitischer Aufkleber entdeckt.
An der Ecke Lütticher Straße / Seestraße wurde ein israelbezogener, antisemitischer Aufkleber entdeckt, der pauschal ganz Israel mit "Apartheid" verbindet und zum Boykott israelischer Waren aufruft.
Im Vorraum einer Sparkasse in Wedding wurde eine Schmiererei mit Bezug auf „Rotschild“ [Fehler im Original] entdeckt.
Die Kundgebung unter dem Titel „Nakba 77“ begann um 16:20 Uhr. Es wurden Parolen gerufen wie z. B. "Free Palestine from the River to the sea", „Kindermörder Israel“ oder „Yallah, yallah Intifada“. Sie werden als antisemitisch bewertet, weil das Recht der Israelis auf einen eigenen Staat damit verneint wurde, an die antijudaistische Ritualmordlegende angeknüpft wurde und zu einem gewaltvollen Vorgehen gegen die jüdischen Bewohner*innen Israels aufgerufen wurde. Im weiteren Verlauf kam es zu massiven Auseinandersetzungen zwischen Demonstrationsteilnehmer*innen und der Polizei, in deren Folge es auch zu schweren Verletzungen kam. Die Veranstaltung war als Demonstration vom Südstern nach Neukölln angemeldet worden und gerichtlich als örtliche Kundgebung begrenzt und beauflagt worden. Etwa 1100 Menschen nahmen teil.
Es wurden mehrere Aufkleber mit Bezug zur neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und von einem extrem rechten Versand auf einem Basketballplatz (an den Körben/Brettern, an den Gitttern, an der Hausordnung) in der Landsberger Allee gemeldet und zum Großteil entfernt.
In der Müggelheimer Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Silbersteinstraße Ecke Bruno-Bauer-Straße wurde ein Aufkleber gesichtet, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Der Aufkleber wurde unkenntlich gemacht.
In der Falkenberger Chaussee Ecke Rüdickenstraße wurde an einer Laterne ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser richtete sich mit der Aufschrift "Antifa Banden zerschlagen" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick / Südseite wurden vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich gegen Antifaschist*innen und verherrlichten das Deutsche Reich. Dabei wurden die Reichsfarben abgebildet. Drei der Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Zinsgutstr. wurden ein rassistischer Aufkleber und einer gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten von der extrem rechten Kampagne "1%".
Am Cecilienplatz Nähe U-Bhf. Kaulsdorf-Nord wurden mehrere „FCK Antifa“-Aufkleber entfernt.
Rund um den Bahnhof Rudow wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter war ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Asylflut stoppen!". Zudem wurde ein Aufkleber in Reichsfarben (schwarz-weiß-rot) in Alt-Rudow gesichtet und entfernt.