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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistische Pöbelei am Markgrafendamm

    13.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einer Packstation am Markgrafendamm pöbelte ein Mann mit einem gelben Mountainbike sämtliche Passant*innen, die sich in der Nähe des Fahrradständers bewegten, laut und aggressiv an. Er brüllte immer wieder "Deutschland!". Eine Person brüllte er an: "Ey, hast du mein Rad angefasst? Scheiß Kanacke. Deutschland!"

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Rassistische Pöbelei im U-Bahnhof Kurfürstenstraße

    13.05.2025 Bezirk: Mitte

    Im U-Bahnhof Kurfürstenstraße äusserte sich am frühen Abend ein angetrunkener Mann mehrfach rassistisch: So sagte er u.a., dass hier unterschiedliche Nationalitäten zu viel seien und es nur eine Frage der Zeit sei, bis alle abgeschoben werden würden. Auch benutzte er explizit rassistische Bezeichnungen. Als ihn ein Zeuge aufforderte, seine rassistischen Bemerkungen zu unterlassen, andernfalls würde er Anzeige erstatten, zeigte der Mann sich davon nicht beeindruckt, sondern antwortete, die deutsche Justiz sei auf seiner Seite. Er habe tags zuvor erst zweimal den Hitlergruß gezeigt und ihm sei nichts passiert.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische und anti-antifaschistische Schmierereien in Schule in Hohenschönhausen

    13.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In den Toiletten-Räumlichkeiten einer Schule in Hohenschönhausen wurden gegen politische Gegner*innen der extrem rechten Szene gerichtete Aufkleber eines Neonazi-Versandes in den Farben der Reichsfahne entdeckt und entfernt. Zudem wurde die Zahlenkombination "1161" auf eine Tür geschmiert. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion". Außerdem wurden auf einer Fensterscheibe ebenfalls die Zahlenkombination "1161", "AfD" und das N-Wort in teils mehrfacher Ausführung in eine Papierfläche geritzt.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Spontane Versammlung gegen politische Gegner*innen in Steglitz

    13.05.2025 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    Auf der Schloßstraße versammelte sich unangemeldet eine Gruppe Jugendlicher mit Deutschlandflaggen. Sie wollten eine gleichzeitig stattfindende Demonstration gegen Rechtsextremismus und Verschwörungsideologien stören. Die Polizei vor Ort wandte sich an die Gruppe wegen unerlaubter Versammlung.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Sticker mit NS-Bezug in der Zeughofstraße

    13.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Eingangstor eines Oberstufenzentrums wurden gegen 17:00 Uhr Sticker eines extrem rechten Onlinehandels entfernt. Darauf stand der Slogan "Grüne an die Ostfront" und eine "18" (Code für "Adolf Hitler").

    Quelle: Berliner Register
  • Verschwörungsidelogischer Aufkleber in Charlottenburg

    13.05.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Im U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz wurde ein Sticker einer verschwörungsideologischen Plattform entfernt. Die Aufschrift lautete u.a. "Sexualität ist ein Geschenk des Schöpfers zum schönsten Austausch von reiner Liebe zwischen zwei, sich am nächsten stehenden Menschen - einem Mann und einer Frau"
    Damit wird gleichgeschlechtliche Liebe negiert und homosexuelle Menschen werden herabgewürdigt.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Moabit

    12.05.2025 Bezirk: Mitte

    In der Paulstraße in Moabit kam es zu einer pro-palästinensischen Kundgebung mit etwa 40 Teilnehmenden. Dabei wurden das Existenzrecht Israels negierende Parolen wie "there is only one state Palestine 48" gerufen. Redner*innen verglichen das Handeln Israels mit dem der Nationalsozialisten. So sagte ein Redner: "Was in Buchenwald geschah, ist auch jetzt im Gazastreifen passiert". Eine andere Rednerin sagte: "Israel ist und bleibt ein Terrorprojekt und es handelt so, wie es einst der Nationalsozialismus tat". Ein Redner delegitimierte Israel als "Apartheidsstaat".

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. , Registerstelle Mitte
  • Aufkleber des "III. Weg" in Niederschöneweide

    12.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Moosstr. wurden drei Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.

    Am S-Bahnhof Oberspree wurden zwei Aufkleber des "III. Weg" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Aufkleber des "III. Weg" in Oberschöneweide

    12.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf dem Parkplatz des Freizeit- und Erholungszentrums FEZ wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und ein Aufkleber mit der Aufschrift "NS ZONE" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Bedrohung gegen politische Gegner*innen in Neukölln

    12.05.2025 Bezirk: Neukölln

    Am U-Bahnhof Neukölln wurde eine Person von einem Mann aufgrund eines T-Shirtaufdruckes angepöbelt. Auf dem Shirt war das Logo einer Organisation für Seenotrettung abgebildet. Der Mann sprach die betroffene Person an und sagte „Was für ein Pack. Kümmer dich mal lieber um die Leute hier, aber es ist ja eh bald vorbei mit euch“. Beide stiegen in verschiedene Waggons. Beim Aussteigen lief der Mann noch einmal an der U-Bahnscheibe vorbei und zeigte der Person den Mittelfinger.

    Quelle: Register Neukölln
  • „Der III. Weg“-Propaganda in Hellersdorf-Nord

    12.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Tangermünder Straße, Quedlinburger Straße und Louis-Lewin-Straße wurden mindestens 30 Aufkleber des „III. Weg“ („Antifa-Banden zerschlagen“, „Härtere Strafen für Kinderschänder“ und „kriminelle Ausländer raus“) entfernt. In der Stendaler Straße zwischen U-Bhf. Hellersdorf und Henny-Porten-Straße wurden 10 „III. Weg“-Plakate mit u.a. dem Slogan „8. Mai Wir feiern nicht", sowie mehrere Aufkleber gefunden.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Friedrichshagen

    12.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Werlseestr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten aus einem extrem rechten Versandhandel.

    An der Ecke Bruno-Wille-Str./ Klutstr. wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt. Er enthielt die Reichsfarben und eine "Schwarze Sonne".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte und rassistische Aufkleber in Hellersdorf-Süd

    12.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am U-Bhf. Cottbusser Platz wurden mehrere rassistische und NS-verherrlichende Neonazi-Aufkleber („I love NS“, „Raus mit die Viecher“) entfernt. An der Hellersdorfer Straße wurde ein antimuslimisch rassistischer Aufkleber entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Hakenkreuze in Reinickendorf-Ost

    12.05.2025 Bezirk: Reinickendorf

    An der Bushaltestelle Gotthardstraße / Teichstraße im Ortsteil Reinickendorf wurden Hakenkreuze bemerkt, die auf die Werbetafeln gemalt bzw. in sie geritzt wurden.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Hitlergruß in Alt-Treptow

    12.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Ecke Fanny-Zobel-Str. / Martin-Hoffmann-Str. zeigte ein Mann den Hitlergruß. Zuvor beleidigte er eine Person als "Zecke".

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hitlergruß und Angriff in der Tram in Gesundbrunnen

    12.05.2025 Bezirk: Mitte

    In einer Tram der Linie M10 in Richtung Turmstraße auf der Höhe der Bernauer Straße/Julie-Wolfthorn-Straße/Gartenstraße schrie ein unbekannter Mann am frühen Abend herum und zeigte den Hitlergruß. Als ein 17-jähriger Zeuge Zivilcourage bewies und dagegen einschritt, wurde er von dem Täter am Kragen gepackt, konnte jedoch den Angriff erfolgreich abwehren. Daraufhin flüchtete der Täter an der Haltestelle Nordbahnhof aus der Tram.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1160 vom 13.05.2025
  • Rassistische Aufkleber u.a. in Spindlersfeld

    12.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Färberstr. wurden sieben rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen und ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".

    Zudem wurde ein Schriftzug gegen Antifaschist*innen an einem Schaukasten entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    12.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tram-Haltestelle Zingster Straße / Ribnitzer Straße wurde ein Aufkleber gesehen und unkenntlich gemacht, auf dem der Slogan "Döp dödö döp" abgebildet war - eine Anspielung auf den Gigi d'Agostino-Song „L’amour toujours“ (Sylt-Song), der im Sommer 2024 mit einer verfremdeten Version, die rassistische Parolen enthielt, neue Bekanntheit erlangte. Der Aufkleber stammt aus einem extrem rechten Online-Versandhandel.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rassistische und gegen politische Gegner*innen gerichtete Aufkleber in Niederschönhausen

    12.05.2025 Bezirk: Pankow

    In der Sachsenstraße wurde ein Aufkleber gefunden, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Darauf steht „Antifa nach Afrika“. Der Aufkleber zeigt eine rassistische Darstellung einer Schwarzen Person, die um einen Kochtopf tanzt, aus dem eine weiße Faust mit einer Antifa-Fahne ragt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Schmiererei gegen politische Gegner*innen in Prenzlauer Berg

    12.05.2025 Bezirk: Pankow

    An einem Mülleimer an der Tram-Haltestelle Greifswalder Str./Danziger Str. wurde eine Schmiererei mit der Zahlenkombination „1161“ entdeckt. Diese richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und steht für „Anti-Anti-Faschistische Aktion“.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Transfeindlicher Angriff in einem Imbiss in der Warschauer Straße

    12.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Drei Männer beleidigten zwei Frauen in einem Imbiss in der Warschauer Straße in aggressiver Art und Weise mehrmals transfeindlich. Die Betroffenen wehrten sich verbal. Es kam zu einem lauten Wortgefecht, wobei sich einer der Männer einer Frau so dicht näherte, dass sich nur noch durch wegstoßen an der Schulter dem Mann entziehen und einen kleinen Abstand herstellen konnte. Dieser drohte daraufhin körperliche Gewalt an. Beide Männer zogen sich dann aber zurück. Die Betroffenen saßen bereits mit ihrem Essen an einem Tisch, als die Männer sich wieder einzeln näherten. Sie versuchten sich halbherzig zu entschuldigen, wobei einer der Männer einer Frau immer wieder auf den Rücken klopfte. Den Frauen mussten dies über sich ergehen lassen, bis die Männer sich endlich entfernten.

    Quelle: Berliner Register
  • Antisemitische Propaganda in Neukölln

    11.05.2025 Bezirk: Neukölln

    In der Weserstraße wurde der Schriftzug „Death to Israhell“ entdeckt.

    Durch diese Wortzusammensetzung wird Israel nicht sachlich kritisiert, sondern dämonisiert und als grundsätzlich böse dargestellt. Die Darstellung knüpft an ein altes antijüdisches Stereotyp an, das Jüdinnen*Juden mit dem Teufel in Verbindung bringt.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Aufkleber des „III. Weg“ in Pankow

    11.05.2025 Bezirk: Pankow

    In der Straße Eschengraben wurden zwei Aufkleber entdeckt und entfernt. Der erste stammt von der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“, der zweite von ihrer Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend NRJ“.

    Quelle: Berliner Register via Signal
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    11.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am U-Bhf. Louis-Lewin-Straße wurden mehrere Aufkleber des „III. Weg“ entdeckt und entfernt, in der Nossener Straße ein Plakat. Am U-Bhf. Hellersdorf wurden mehrere „III. Weg“-Aufkleber gegen „Ausländergewalt“ entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • "DJV"-Schriftzug am Fenster von Jugendclub in Hohenschönhausen-Nord

    11.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Fensterscheibe im Außenbereich eines Jugendclubs in Hohenschönhausen-Nord wurde ein eingeritzes "DJV" entdeckt. Dieses Kürzel wird von der Neonazigruppierung "Deutsche Jugend Voran" verwendet.

    Zudem wurden in den vergangenen Wochen, und auch schon davor, wiederholt politische Aufkleber aus dem rechten Fußball- und Parteienspektrum im Außenbereich des Jugendclubs entdeckt und überklebt.

    Quelle: Berliner Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Mahlsdorf

    11.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Straußstraße und Hummelstraße wurden mehrere Neonaziaufkleber („We hate Antifa“) entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
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