Extrem rechter Aufkleber in Pankow
In der Berliner Straße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Berliner Straße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
In der Singerstraße wurde ein Sticker einer extrem rechten Gruppe unkenntlich gemacht. Darauf stand "Kampfsport statt Kiffen. Deutsche Jugend zu uns.".
Am Abend stand ein Mann an der Tramhaltestelle am S-Bahnhof Schöneweide und rief Schwarzen Menschen Kommentare zu ihrer Hautfarbe hinterher. Auch wenn es sich nicht um explizite Beleidigungen handelte, stellt dieses öffentliche und lautstarke Kommentieren eine Form der Abgrenzung und des Fremdmachen ("Othering") dar.
In einem Einkaufszentrum an der Clayallee in Zehlendorf wurden rassistische Sticker entdeckt. Ein Sticker hatte den Slogan "Sommer, Sonne, Remigration" und zeigte als Motiv ein Comic-Schaf. Ein weiterer Sticker propagierte ebenfalls Remigration. Die Aufkleber wurden unkenntlich gemacht.
In der Skandinavischen Straße wurde ein anti-antifaschistischer Aufkleber der extremen Rechten mit der Aufschrift "Hier wurde Antifa Propaganda überklebt" entdeckt und entfernt.
Eine Schwarze Frau berichtete, dass sie in der Anmeldeschlange in einem Krankenhaus in Wedding lange übergangen und schließlich eine ihrer beiden Einladungen zu Arztbesuchen übersehen worden sei. Als sie sich darüber beschwert habe, dass sie dies als rassistisch empfände, sagte ein danebenstehener Arzt zu ihr, sie "should never come back."
In der Schloßstraße wurde an einer Hauswand die Schmiererei "Jew Hate" entdeckt, welche von Juden*Jüdinnen als bedrohlich wahrgenommen werden kann.
In der James-Hobrecht-Straße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "FCK Antifa" (=Scheiß Antifaschismus).
In einem Supermarkt in der Nähe des S-Bahnhofes Sonnenallee wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Der Aufkleber richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Wie heute bekannt wurde, hinterlegte ein Imbiss im Samariterkiez einen eigenen Post auf seiner Instagramseite mit einer Hitlerrede. Diese wurde zügig durch Musik ersetzt. Zudem wurden durch den Imbiss mehrere Posts abgesetzt, die einen Wolfskopf mit Deutschlandfahne zeigen. Diese wuden als Nähe zu der extrem rechten, rassistischen Gruppierung "Graue Wölfe" eingeordnet.
Auf der Rückseite eines Einkaufscenters wurde ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war die Parole "Kniet nieder, die Deutschen kommen!" in Kombination mit einem Schlagring und einem darauf abgebildeten Eisernen Kreuz abgebildet. Der Aufkleber war in den Farben Schwarz-Weiß-Rot gestaltet.
In der Schloßstraße wurde ein mit Edding geschmiertes Keltenkreuz an einer Hauswand entdeckt.
In der Nähe der Gartenfelder Brücke am Saatwinkler Damm wurde ein Aufkleber mit der rassistischen Beschriftung „Remigration jetzt!!!“ entdeckt und komplett entfernt. Auf dem Aufkleber ist ein Flugzeug zu sehen, das von den Farben der Deutschlandfahne begleitet wird.
Im U-Bahnhof Bernauer Straße wurde erneut die Schmiererei "Remigration" gefunden
An der Ecke Rothenburgstraße und Zimmermannstraße in Steglitz wurde ein Sticker entdeckt und entfernt, der aus einem extrem rechten Versandshop stammte. Der Slogan bezeichnete Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken".
In der Nähe des Bahnhofes Wutzkyallee wurde ein antifeministischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel gesichtet und entfernt. Dieser titelte: „Gegen Gendern! Haltet unsere Sprache sauber!“. Der Aufkleber richtet sich gegen gendersensible Sprache und rekurriert mit der Formulierung „Sprache sauber halten“ Bezug auf die NS-Zeit.
Im Stellingdamm wurde an einem Straßenschild ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
In der Berliner Allee beim Weißen See wurde ein blinder Mensch mit Stock von anderen Passant*innen überholt. Eine Person rempelt hierbei die Betroffene Person stark an, sodass die Betroffene Person stolpert, aber nicht hinfällt.
In einem Aufzug wurden die Fahrstuhlwände erneut mit dem extrem rechten Zahlencode "88" sowie mit den Schmierereien "SA" und "SS" beschmiert. Der Vorfall wurden bei der Polizei angezeigt.
In der Bucher Chaussee wurde an einem Verkehrsschild ein Aufkleber der extrem rechten Partei III. Weg entdeckt und entfernt.
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurden erneut mehrere extrem rechte LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und entfernt.
Bei einem Treffen in einer Jobcoaching-Firma wurden rassistische Aussagen von einer mitarbeitenden Person geäußert. Die Person stellte Geflüchtete als „Asylmissbrauchende“ dar und behauptete, sie kämen nur wegen des guten Gesundheits- und Sozialsystems nach Deutschland und seien „faul“. Außerdem sagte die Person, alte und kranke Menschen sollten in ihre Herkunftsländer zurückgehen. Die Person behauptete auch, in manchen Ländern in Afrika gäbe es weder Krieg noch Armut. Zusätzlich äußerte die Person, dass Frauen mit vielen Kindern nicht arbeiten wollten und lieber zu Hause bleiben. Das Datum entspricht nicht dem Vorfallstag.
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Auf dem Hof eines Supermarktes in der Wilhelminenhofstr. wurde an einer Müllcontainerverkleidung der rassistische Schriftzug "WHITE POWER" entdeckt.
In der Atzpodienstraße wurde ein in eine Fensterbank geritztes Hakenkreuz gemeldet.
Das Verwenden von Hakenkreuzen ist in Deutschland gemäß § 86a StGB grundsätzlich strafbar. Das öffentliche Zeigen, Verbreiten oder Verwenden auf Kleidung, Flaggen oder im Internet wird mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen geahndet. Ausnahmen gelten nur für Kunst, Forschung, Lehre und die staatsbürgerliche Aufklärung.
An der Bushaltestelle Balatonstraße wurde ein rassistischer Aufkleber mit dem Motiv "Sommer, Sonne, Remigration (millionenfach)" entdeckt und entfernt.
In der Wedellstraße in Lankwitz wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
Auf dem Bahnsteig des Bahnhofs Lichterfelde Ost wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt. Der Slogan bezeichnete Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken".
Im Müggelheimer Damm wurde ein Aufkleber, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
An der Kreuzung Schnellerstr./ Hasselwerderstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt, der diese in entmenschlichender Form als "Zecken" betitelt.
An der Kreuzung Schnellerstr./ Spreestr. wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Aktion" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof "Sundgauer Straße" wurde ein Sticker der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Er klebte an einem Waggon der S-Bahnlinie S1. Der Sticker hatte den Slogan "Deutsche Jugend voran" und bewarb die Webseite und Kontaktdaten der Partei.
In der Kottmeierstr. sangen am Nachmittag mehrere junge Männer laut "Ausländer raus".
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten etwa fünf Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Im Schweizer Viertel in Lichterfelde-West wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen Antifaschist*innen richtete. Dazu waren verschiedene Runen geschmiert, u.a. die Todesrune.
In der Bundeszentrale von "Die Heimat" in der Seelenbinderstr. trafen sich mehrere Personen zu einem sog. "Anwärtertreffen" der "DJV". Diese Treffen werden genutzt, um Jugendliche in die extrem rechte Szene einzubinden.
Am Archibaldweg an der Treppe runter zur S-Bahn-Haltestelle Nöldnerplatz und in der Kaskelstraße wurde je ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels mit der Aufschrift "Antifaverbot jetzt" entdeckt und entfernt. Auch an einem Mülleimer an der Bushaltestelle Lückstraße Ecke Archibaldweg und in der Weitlingstraße wurden zwei weitere Exemplare gefunden und entfernt.
In der Straße Alt-Friedrichsfelde wurden auf einem Stromkasten und auf einem Briefkasten der "PIN AG" zudem drei gegen politische Gegner*innen gerichtete Aufkleber aus extrem rechten Versänden gefunden und entfernt. Auf den Motiven stand "Fck Antifa", "Good night left side" mit einem Konterfei von Donald Trump und "Mir stinken die Linken" in Kombination mit einem Stinktier.
Auf der Clayallee in Zehlendorf wurden mehrere extrem rechte Sticker entdeckt. Auf einem Mülleimer klebten Aufkleber der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent". Sie hatten den rassistischen Slogan "Remigration rettet Leben".
Außerdem wurde ein Sticker gefunden, der Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnete. Die Aufkleber wurden entfernt.
In der Wilhelmstraße im Ortsteil Mitte wurde eine Gedenktafel, die an die Berliner Afrikakonferenz von 1884 erinnerte, gestohlen.
Ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker wurde in der Wilmersdorfer Straße entdeckt. Die Bezeichnung "Gay" und zwei Männlichkeitszeichen werden darauf zur Diffamierung eines Fußball-Teams genutzt. Zudem wird auch eine sexistische Beleidigung genutzt.
In der Franz-Jacob-Straße Ecke Landsberger Allee wurde ein Aufkleber der neonazistischen Jugendorganisation "Junge Nationalisten" ("JN") der extrem rechten Partei "Die Heimat" (ehemals "NPD") entdeckt und entfernt. Der Aufkleber war von deren Kampagne "Schülersprecher.info", die sich an Jugendliche richtete, und hatte den Slogan "Das ist die deutsche Minderheit in unseren Schulen" und "Wehr dich!". Abgebildet waren eine Vielzahl von schwarzen Menschen und in der Mitte zwei weiße Menschen.
In der Grünanlage zwischen dem Bahnhof Leinestraße und dem Tempelhofer Feld wurden mehrere Aufkleber entdeckt, die sich gegen antifaschistisches Engagement richten. Die Aufkleber wurden entfernt.
Im Bürgeramt in der Frankfurter Allee ereignete sich ein rassistisch, antiasiatisch motivierter Vorfall. Weitere Informationen werden zum Schutz der Personen nicht veröffentlicht.
In der Ringbahn zwischen Tempelhof und Südkreuz erzählte ein kleines Mädchen ihrer Mutter einen antisemitischen Witz, der auf der Melodie eines Weihnachtsliedes gesungen wurde. Die Mutter blieb daraufhin sprachlos und eine Mitfahrende sprach das Mädchen darauf an, das angab, den Witz aus der Schule zu kennen.
In der Ringbahn zwischen Tempelhof und Südkreuz erzählte ein kleines Mädchen ihrer Mutter einen antisemitischen Witz, der auf der Melodie eines Weihnachtsliedes gesungen wurde. Die Mutter blieb daraufhin sprachlos und eine Mitfahrende sprach das Mädchen darauf an, das angab, den Witz aus der Schule zu kennen.
In der Plönzeile wurden zehn Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Auf einigen Aufklebern werden Antifaschist*innen in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet.
In der Müggelheimer Str. wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels entdeckt. Auf ihm stand "Deutsche Jugend voran!" und es war eine Person mit einer schwarz-rot-goldenen Hasskappe abgebildet.
In einer Jugendeinrichtung in Lichterfelde wurde ein geschmiertes Hakenkreuz an einer Wand entdeckt. Das Hakenkreuz wurde entfernt.
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurden mehrere extrem rechte LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Erwin-Bock-Str. wurde ein Aufkleber in schwarz-weiß-rot mit der Aufschrift "NS-ZONE" entdeckt.
In einem Bus der Linie 294 wurden zwischen den Haltestellen Alt-Hohenschönhausen und Rhinstraße/Gärtnerstraße auf der Rückseite eines Sitzplatzes diverse neonazistische und zum Teil verfassungswidrige Schmierereien entdeckt. Es wurden die neonazistischen Szenecodes 18 (="Adolf Hitler"), 88 (="Heil Hitler"), 444 (="Deutschland den Deutschen"), 1161 (="Anti-antifaschistische Aktion") und ein Hakenkreuz dokumentiert. Daneben befand sich in der gleichen Schrift zudem der Schriftzug "AfD". Der Fahrer wurde beim Aussteigen von der meldenden Person auf die Schmierereien aufmerksam gemacht.
Das Verwenden von Hakenkreuzen ist in Deutschland gemäß § 86a StGB grundsätzlich strafbar. Das öffentliche Zeigen, Verbreiten oder Verwenden auf Kleidung, Flaggen oder im Internet wird mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen geahndet. Ausnahmen gelten nur für Kunst, Forschung, Lehre und die staatsbürgerliche Aufklärung.