Rassistischer Aufkleber in Wendenschloß
Im Lobitzweg wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die die sog. "Remigration" forderten.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Im Lobitzweg wurden zwei rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt, die die sog. "Remigration" forderten.
Auf einer Ampel an der Ecke von Wiesen- und Siemensstraße in Lankwitz wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
Zwei Jugendliche äußern sich in der Ringbahn rassistisch gegenüber anderen Fahrgästen. Außerdem verkleben sie extrem rechte Sticker. Als eine engagierte Person die Sticker wieder entfernt, wird sie von den beiden als "Linke Fotze" bezeichnet und attackiert. Andere Fahrgäste greifen nicht ein. Der betroffenen Person gelingt es am Bahnhof Schöneberg auszusteigen und zu fliehen.
An einem Chanukka-Leuchter am Pariser Platz zeigte ein 57-jähriger betrunkener Mann am Sonntagnachmittag den Hitlergruß und rief „Sieg Heil!“. Zeugen alarmierten die Polizei. Der Mann wurde festgenommen
An einem Straßenschild in der Hoernlestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Auf mehreren Mülleimern am Rudolfplatz wurden rechte Sticker entfernt. Sie hatten die Aufschriften "We hate Antifa" und "Fuck Linke".
In der Hohenschönhauser Straße Ecke Herbert-Tschäpe-Straße wurden auf einem Verkehrsschild zwei extrem rechte Aufkleber gemeldet. Auf dem einen Motiv war die gegen politische Gegner*innen gerichtete Parole "Good night left side" abgebildet. Und auf dem anderen Motiv wurde für einen extrem rechten Versand mit der Parole "Make germany great again" geworben.
An der Haltestelle Fürstenwalder Allee/ Schule wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In einem Parkhaus an der Bornstraße in Steglitz wurde auf einem Schild ein Hakenkreuz entdeckt. Es war dort mit Edding hingeschmiert worden.
Die Neonazipartei "Der III. Weg" führte Montagvormittag einen Infostand mit einer handvoll Aktivisten (laut Fotos mindestens sieben Beteiligte) vor dem Lindencenter durch. Die Aktion war als Weihnachtsaktion getarnt. Ein Aktivist war als Weihnachtsmann verkleidet. Es wurde Schokolade, Geschenketüten und extrem rechtes Propagandamaterial an Passant*innen verteilt.
Im Mayschweg wurde an einem Stromkasten der zwei mal neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
An einem Stromkasten in der Grünen Trift wurde ebenfalls zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Pestalozzistraße in Charlottenburg wurden zwei Frauen auf eine Frau of color aufmerksam, musterten sie abschätzig, kamen schnellen Schrittes auf sie zu, was bereits bedrohlich für die Betroffene wirkte, und spuckten sie schließlich an. Die Betroffene vermutet Rassismus, da sie die Frauen nicht kannte und die Handlung ohne erkennbaren Anlass geschah.
An der Wand eines Supermarktes an der Ecke Edisonstr./ Rummelsburger Str. wurde der Schriftzug "WHITE POWER!" entdeckt und im Markt gemeldet.
An der Kreuzung Florstraße Ecke Mühlenstraße wurde die Sprüherei "Florakiez 1161-frei" entdeckt und unkenntlich gemacht. Der Zahlencode richtet sich gegen Antifaschismus.
Auf dem langen Gehweg, der durch den Görlitzer Park führt, wurde gegen 8:30 Uhr relativ zentral auf Höhe Falckensteinstraße ein ca. 50 x 50 cm großes Graffiti auf dem Boden entdeckt. In blau-weiß gehalten waren "SS"-Runen aufgemalt. Die Polizei wurde informiert und das Graffiti entfernt.
In der Magaretenstraße im Weitlingkiez wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber aus einem extrem rechten Versand mit dem Motiv "Fck Antifa" gemeldet.
In der Mahlsdorfer Str. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Auf dem Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor hielt die neonazistische Kleinpartei "Die Heimat" (ehemals NPD) erneut eine Kundgebung ab. Bereits am Vortag hatte eine ähnliche Kundgebung auf der anderen Straßenseite stattgefunden. Die Kundgebung mit etwa 20 Teilnehmenden richtete sich gegen die Bezeichnung "Winter- und Genussmärkte". Diese stünde dem Erhalt der "christlich-abendländischen Kultur" entgegen. An der Kundgebung beteiligten sich auch junge Neonazis aus dem Umfeld der Gruppe "Deutsche Jugend Voran" (DJV). Es wurden Reichsfahnen gezeigt.
Auf einer Parkbank im Paul-Ernst-Park am Schlachtensee wurden mehrere Schmierereien gefunden, die sich gegen die Ukraine richteten und gleichzeitig die NS-Zeit verharmlosten. So standen dort u. a. "Kill Ukraine", "Putin is king" oder "Nazi Ukraine". Dabei wurde bei einigen Schmierereien das "I" in Ukraine durch Hakenkreuze ersetzt.
Zwei Personen stellten auf dem Invalidenfriedhof im Ortsteil Mitte eine Kerze auf das eingeebnete Grab des NS-Verbrechers Reinhard Heydrich. Eine der Personen tätschelte die Überreste des Grabsteins. Auf der Kerze stand "Ewig lebt der Toten Tatenruhm". Heydrich war einer der Hauptorganisatoren des Holocausts, leitete die Wannseekonferenz und war für Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in Tschechien verantwortlich.
In der Welsestraße Ecke Falkenberger Chaussee wurde ein queerfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war ein Piktogramm einer heterosexuellen Familie abgebildet, die sich mit einem schwarzen Regenschirm vor heruntertropfenden Regenbogenfarben der Regenbogenflagge schützt.
Auf einem Plakat an einem Stromkasten an der Ecke Ackerstraße / Bernauer Straße in Gesundbrunnen wurde der Schriftzug "Deutschland den Deutschen" entdeckt und unkenntlich gemacht. Das Plakat der Partei die Linke wurde in Teilen abgerissen.
Bei einer propalästinensischen Demonstration durch Kreuzberg wurde Antisemitismus verbreitet. So wurde die Freilassung eines inhaftierten Hamas-Terroristen gefordert, der für zahlreiche Anschläge auf israelische Zivilist*innen verantwortlich ist. Zudem wurde auf arabisch die Parole "Vom Wasser bis zum Wasser, Palästina ist arabisch" skandiert, mit welcher Israel das Existenzrecht abgesprochen wird. Teilnehmende riefen außerdem die arabisch-nationalistischen und antisemitischen Parolen "Palästina den Arabern" und "Zionismus raus aus Palästina". Dabei kann "Zionismus" als Umwegkommunikation für "Juden" bewertet werden.
In der Oranienstraße wurde ein Pressevertreter von einer männlichen Person bedrängt und massiv beschimpft. Kurz darauf kam eine Frau auf ihn zu und schlug mit Wucht gegen seine Hand und die Aufnahmetechnik.
In der Nacht von Freitag zu Samstag wurden mehrere ehemalige Gäste des Jugendclubs Café Köpenick am S-Bahnhof Köpenick von einer Gruppe junger Neonazis angegriffen.
An der Kreuzung Mahlsdorfer Str./ Gehsener Str. wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt.
An der Sporthalle einer Grundschule in der Sewanstraße wurden mehrere von verschiedenen Neonaziversänden stammende Aufkleber gemeldet. U.a. das gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Motiv mit der Aufschrift "Good night left side".
Im Ortsteil Tiergarten vor dem Brandenburger Tor hielt die neonazistische Kleinpartei "Die Heimat" (ehemals NPD) eine Kundgebung ab. Die Kundgebung mit etwa 20 Teilnehmenden richtete sich gegen die Bezeichnung "Winter- und Genussmärkte". Dese stünde dem Erhalt der "christlich-abendländischen Kultur" entgegen. An der Kundgebung beteiligten sich auch junge Neonazis aus dem Umfeld der Gruppe "Deutsche Jugend Voran" (DJV). Es wurden Reichsfahnen gezeigt.
Im Bus 165 von Baumschulenweg zum S-Bahnhof Schöneweide wurde eine Frau und ihre kleine Tochter von einem älteren Mann rassistisch beleidigt.
An einem Infokasten auf dem Gleis des S-Bahnhofs Köpenick wurde ein rassistischer Aufkleber der Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten etwa fünf Reichsbürger*innen eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Auf einem Laternenpfahl an der Wismarer Straße in Lichterfelde wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
In der Einbecker Straße wurde Nachmittags eine Person dabei beobachtet, wie diese "Sieg Heil" quer über die Straße grölte und dann in ein dort gelegenes Bistro einkehrte.
In der Stralauer Allee wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Antifascism is the new fascism" (Antifaschismus ist der neue Faschismus) entfernt.
Auf der Kurfürstenstraße wurde eine Schmiererei mit dem Inhalt "FCK 161", wobei die 161 ein Code für "Antifaschistische Aktion" ist, entdeckt und teilweise übermalt.
In einem Bus in Dahlem wurde ein Aufkleber entdeckt, der die zionistische Bewegung für die Shoah verantwortlich macht.
Im Müggelschlößchenweg wurden vier Aufkleber der extrem rechten Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.
Am S-/U-Bahnhof Pankow wurden zwei Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen Antifaschismus richteten.
An dem Gedenken anlässlich des achten Jahrestages des Anschlags auf dem Breitscheidplatz beteiligte sich die extrem rechte Frauengruppe "Lukreta" und legte Grabkerzen ab, um das Gedenken für ihre rassistische Propaganda zu instrumentalisieren. Die Gruppe stammt aus dem Umfeld der extrem rechten "Identitäten Bewegung". Zudem wurden auf Social Media von unterschiedlichen (extrem) rechten Akteur*innen zahlreiche rassistische Inhalte in Bezug auf das Gedenken verbreitet.
Die Fahrstuhlwände wurden erneut großflächig mit dem extrem rechte Zahlencode "88" beschmiert. Außerdem wurde an verschiedene Stellen und ebenfalls in schwarz "NSU" (kurz für: "Nationalsozialistischer Untergrund") sowie "AfD" geschrieben. Auch diese Schmierereien wurden entfernt.
An einer Säule im U-Bahnhof Weberwiese wurde eine NS-verherrlichende Schmiererei mit Hakenkreuz, einem Eisernen Kreuz und dem Schriftzug "Russia" entdeckt.
Am Abend stiegen eine kleine Gruppe Menschen in die Tram am S-Bahnhof Schöneweide. Eine Frau öffnete dann das Fenster, da es in der Tram stank. Sie wurde daraufhin von einem Mann angemotzt, das Fenster zu schließen. Der Mann schloss dann das Fenster und begann, die Frau und ihre Begleitung zu beschimpfen. Darunter Aussagen wie "Verpisst euch ihr Linksversifften!" und "Fick die Antifa!". Selbst nachdem sich die kleine Gruppe weggesetzt hatte, hörte der Pöbler nicht auf. Als sie ausstiegen, drohte er weiterhin aus der Tram.
Am U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße wurde ein Sticker mit der Aufschrift "Remigration!" entdeckt und entfernt.
"Remigration" wird seit einigen Jahren von der extremen Rechten, insbesondere der sogenannten "Identitären Bewegung" benutzt. Damit wird die Vertreibung eines Teils der deutschen Bevölkerung anhand rassistischer Kriterien gefordert.
In der Falkstraße im Rollbergkiez wurde eine Schmiererei mit dem neonazistischen Zahlencode "1161" (="Anti Antifaschistische Aktion") entdeckt.
In einem Hort in Spandau äußerte eine leitende Person antimuslimische rassistische Äußerungen über eine ehemalige dort beschäftigte Person, nachdem Kinder Fragen zu deren Kündigung gestellt hatten. Während einer Elternversammlung in demselben Hort bestätigte die leitende Person diese rassistischen Äußerungen auf Nachfrage von Eltern.
In der Rosenthaler Straße im Ortsteil Mitte wurden ein Aufkleber von Abtreibungsgegner*innen sowie ein antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Der antisemitische Aufkleber verglich Israels Vorgehen im Gazastreifen mit der NS-Vernichtungspolitik im besetzten Europa und kam dabei zu dem Ergbniss, dass die Nazis immerhin "keine neukolonialen, genozidalen Verrückten" waren.
In der Grunerstraße im Ortsteil Mitte fand eine propalästinensische Demonstration mit etwa 20 Teilnehmenden statt. Teilnehmende sprachen Israel mit den Parolen „There is only one state, Palestine `48“, "Free Palestine - From the river to the sea" und auf Arabisch "Vom Wasser bis zum Wasser - Palästina ist arabisch" das Existenzrecht ab.
Als zwei Frauen an einem Bahnsteig in Charlottenburg-Wilmersdorf sich unterhielten, wurden zwei eine andere Frauen auf diese aufmerksam. Die eine fragte die andere dann abwertend und entmenschlichend "Was ist das?", die andere antwortete daraufhin mit einer rassistischen Fremdbezeichnung für Sint*izze und Rom*nja.
Mehrere Menschen machten einer Frau mit Kinderwagen, die traditionelle Kleidung trug, keinen Platz im Bus. Als sie sich diesen einforderte, wurde sie antiziganistisch beledigt.
Die Security eines Geschäfts bezichtigt eine Romni des Diebstahls und holt die Polizei dazu. Die Frau erklärt mehrmals nichts gestohlen zu haben und wird trotzdem mit zur Polizeiwache genommen. Der Vorfall wird als antiziganistisch gewertet, weil eine Romni aufgrund ihrer Gruppengehörigkeit stereotypisierend bezichtigt wurde, durch Diebstahl auf Kosten anderer zu leben.
Um den Schweinchenplatz wurden sechs Aufkleber der Partei "Die Heimat" entdeckt und entfernt.