Rassistische Propaganda in Mitte
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" entdeckt und entfernt.
Ein 24-jähriger Mann war in der Breite Straße auf Höhe des Bleichröderparks unterwegs, als zwei ihm unbekannte junge Männer ihn am Oberkörper schlugen und rassistisch beleidigten. Der Mann flüchtete, woraufhin die Angreifer ihm folgten. Als er sich an Passant*innen wandte und um Hilfe bat, flüchteten die Angreifer.
Auf einem Mülleimer im Fennpfuhlpark wurden Schriftzüge entdeckt und teilweise unkenntlich gemacht, die sich gegen politische Gegner*innen richten und teils antisemitisch sind ("Judenantifa" und "1161").
An der Bushaltestelle Metzer Platz in Wilhelmstadt wurde eine 13-Jährige, die in Begleitung von drei Freundinnen war, von einer Frau angesprochen und bedrängt, da sie sich angeblich falsch verhalten habe. Dann riss die Frau das Kopftuch des Mädchens herunter. Daher wird das Motiv als rassistisch bewertet. Das Kind zeigte den Vorfall selbst bei der Polizei an und wurde anschließend zu den Eltern gebracht.
In der Wönnichstraße wurde ein antifeministischer Aufkleber mit der Aufschrift "gender mich nicht voll" entdeckt und entfernt. Dieser kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
Ein weißer Fahrlehrer nutzte das N-Wort vor einem Schwarzem Fahrschüler.
In der Sonnenallee wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
In der Weserstraße wurde mehrmals der Schriftzug „ERASE ISRAEL“ angebracht.
Es fand eine antiziganistischer Vorfall im Bezirk Pankow statt. Zum Schutz der betroffenen Person wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
An der Eingangstür eines Supermarktes in der Oberspreestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Ecke Ahornallee/ Ottmar-Geschke-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte ebenfalls von "Druck18".
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurden sechs Aufkleber gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten mehrheitlich aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Rüdesheimer Straße wurde ein Sticker eines extrem rechten Musiklabel entfernt. Er trug neben verschiedenen durchgestrichenen linken Grafiken die Aufschrift "Überklebt, Du Zecke!".
An der Tramstation Rüdickenstr. wurde ein Aufkleber von "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Falkenberger Chaussee / Welsestraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
An der Tramhaltestelle Welsestraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Band "Kategorie C" mit der Aufschrift "Antifa halt's Maul" gesehen und unkenntlich gemacht.
An der Bushaltestelle Piesporter Straße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Darauf stand „Familie – Heimat – Tradition“.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer und behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Im Ortsteil wurden insgesamt 15 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick / Südseite wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" sowie acht weitere Aufkleber aus neonazistischen Onlinehandeln entdeckt. Einige waren rassistisch motiviert und enthielten die Forderung nach einer sog. "Remigration", andere richteten sich gegen Antifaschist*innen.
In der Pablo-Neruda-Str. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der u.a. die Reichsfarben abbildete.
Im Müggelschlößchenweg und der Alfred-Randt-Str. wurden ebenfalls drei extrem rechte Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Oberseestraße wurden etwa ein Dutzend extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter war ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum".
Ein antifeministischer und queerfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel wurde in der Oberweißbacher Straße am Büro einer CDU-Abgeordneten gefunden.
Auf dem Schaukasten einer Kirchengemeinde wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Sticker richtete sich gegen eine diverse Gesellschaft. Er stammte aus einem extrem rechten Versandshop.
An der Sporthalle Am Baltenring, nahe der Uckermarkstraße, fanden sich ein großes Hakenkreuz sowie der Schriftzug "AfD" in der gleichen Farbe, insgesamt etwa anderthalb Meter hoch. Das Hakenkreuz war sogleich übermalt worden, das Bezirksamt veranlasste die Reinigung aller Schmierereien.
In der S-Bahnlinie S3 in Köpenick wurden ein Aufkleber der "NRJ" sowie ca. 40 Flyer der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Friedrichshagener Str. / Puchanstr. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Am Abend wurden zwei Personen an der Ecke Schnellerstr. / Brückenstr. von einem ortsbekannten Neonazi bedroht und verfolgt.
Gegen 20:30 Uhr wurde in der S 3 Richtung Spandau an der Warschauer Straße eine lebensgroße Puppe, bestückt und umgeben mit Plakaten und Flyern der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" und dessen Jugendorganisation "NRJ" (Nationalrevolutionäre Jugend) entdeckt. Auf einem an der Puppe großflächig angebrachten Plakat wurde der 8. Mai als Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus verhöhnt. Die Finderin entfernte das Plakat und versuchte, so viele Flyer wie möglich einzusammeln und zu entsorgen. Weitere ca. fünf Mitfahrende zeigten Desinteresse. Die Puppe hat die Finderin am Ostbahnhof aus der S-Bahn entfernt und am DB-Counter abgegeben. Es wurde Anzeige erstattet. Es war nicht die einzige Puppe, die an diesem Tag aus der S-Bahn entfernt wurde.
In der Umgebung der Weydemeyerstraße im Ortsteil Mitte wurden wurden 9 rassistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren zwei Aufkleber der Neonazi-Kleinpartei "NPD" (heute "Die Heimat") mit der Aufschrift "Kein Asylbetrüger ist legal" und sechs der Aufkleber mit der Aufschrift "Nein zum Heim".
In der Brüsseler Straße in Wedding wurde ein einwanderungsfeindlich-rassistischer Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt.
In der Schnellerstr. wurde ein rassistischer Aufkleber, der zu einem "weißen" Deutschland aufrief, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Auf einer Toilettenkabine in einem Gebäude der HTW wurde ein antimuslimischer rassistisch motivierter Schriftzug entdeckt.
Im Luisenhain wurden zwei antifeministische Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich gegen gendersensible Sprache richteten und in ihrer Bildsprache eine Gleichsetzung mit dem Nationalsozialismus ausdrückten.
An einer Laterne wurde ein rassistisches Plakat einer christlich-fundamentalistischen Organisation entdeckt und entfernt
Bei einem Treffen der Jungsozialist*innen im SPD-Kreisbüro in der Berliner Straße riefen zwei unbekannte Männer rassistische und antisemitische Beleidigungen durch das Fenster.
An einem Altkleidercontainer an der Ecke Neumannstraße / Arnold-Zweig-Straße wurde der Schriftzug „FCK AFA“ (Fuck Antifa) entdeckt.
Mitglieder von Bündnis '90/ Die Grünen wurden von zwei vorbeigehenden Männern beleidigt und mit dem Tod bedroht: "Schwuchtel, in vier Jahren verbrennen wir euch".
Zwei Frauen wurden gegen 21:00 Uhr in einem Wohnhaus von einem Mann, dessen Frau und Kinder bereits im Fahrstuhl warteten, queerfeindlich beleidigt und beschimpft. Er schrie sie an und versuchte, ihnen durch körperliches Bedrängen den Zugang zum Wohnhaus zu verweigern. Die gesamte Situation zog sich über fast 10 Minuten und war für die Betroffenen eine schwere psychische Belastung.
An dem Schaukasten einer Jugendeinrichtung wurde ein verschwörungsideologischer Aufkleber entdeckt und entfernt, der LGBTIQ*-feindliche Inhalte verbreitete.
Im Tiergarten wurden antimuslimisch-rassistische Schmierereien sowie ein Plakat, das für das extrem rechte "Compact"-Magazin warb, entdeckt. Sowohl die Schmierereien, als auch das Plakat waren an der gleichen Stelle bereits im März angebracht worden und wurden zwischenzeitig entfernt.