Rassistische Pöbelei am Roederplatz
In der Nähe eines Supermarkts am Roederplatz fuhr gegen 15.15 Uhr ein Mann auf einem E-Scooter Richtung Landsberger Allee und rief dabei "Ausländer raus. Deutschland den Deutschen. Ausländer raus."
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Nähe eines Supermarkts am Roederplatz fuhr gegen 15.15 Uhr ein Mann auf einem E-Scooter Richtung Landsberger Allee und rief dabei "Ausländer raus. Deutschland den Deutschen. Ausländer raus."
Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt.
Im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ereignete sich ein rassistischer Vorfall im bestehenden Wohnverhältnis. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Im Kiez um den Pilnitzer Weg wurden zahlreiche rassistische Sticker entdeckt und entfernt (u.a. mit dem Slogan "Remigration").
In der Myslowitzer Straße vor dem Klinikum Kaulsdorf wurden die Zahlencodes "444" (Deutschland den Deutschen) und "11612 (Anti-Antifaschistische Aktion) an einen Zaun geschmiert.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Spindlersfeld wurde der Schriftzug "FCK AFA" (Fuck Antifa) und ein rassistischer Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18" entdeckt.
Auf einer Sitzbank in der Nähe des Betriebsbahnhofs Rummelsburg wurde der Zahlencode "1161" entdeckt, der für "Anti-Antifaschistische Aktion" steht und sich gegen Gegner*innen der extremen Rechten richtet.
Auch in der Gensingerstraße wurde eine "1161"-Schmiererei auf einem Schild in einer Parkanlage entdeckt.
Eine Frau stand mit einer regenbogenfarbenen Tüte an der Ampel an der Ecke Adlergestell / Dörpfeldstr. als zwei Jugendliche auf E-Rollern an ihr vorbeifuhren, sie anstarrten und dann einer "Iiiih, ne T***!" rief.
Die Schulleitung einer Schule in Pankow bezeichnete den Hinweis auf das Recht auf schulische Inklusion von Menschen mit Behinderung – ein Recht, das auch im Schulgesetz verankert ist – als „ideologische Indoktrination“.
Bei einer Behörde im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von antiziganistischer Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Personen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Im Wohngebiet in Hirschgarten wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber zeigte das Logo der Jugendorganisation "NRJ", der andere das Logo der "AG Körper & Geist".
Auf dem Radweg der Riesaer Straße zwischen der Louis-Lewin-Straße und der Mark-Twain-Straße befanden sich an fünf Leitbaken-Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg". Sie konnten entfernt werden.
Im Stegeweg im Ortsteil Reinickendorf wurde ein Flugblatt von "Die Heimat" Reinickendorf (NPD) entdeckt. Der Flyer der Neonazi-Partei warb für Mitglieder und Unterstützung durch Unterschriften für den Wahlantritt. Des Weiteren verbreitete er rassistische und antifeministische Inhalte mit Sätzen wie "Migration tötet! Täglich neue Einzelfälle, Machetenangriffe, Terroranschläge, Morde, Vergewaltigungen. Die Täter sind immer die gleichen" oder "Den Gender-Fanatikern geht es nicht um Gleichberechtigung, sondern um die Abschaffung von Identität und Familie". Bereits im Januar wurden im Ortsteil rassistische Flugblätter der Partei in Briefkästen verteilt.
Im Landschaftspark Johannisthal wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
An der Ecke Müggelheimer Str. / Salvador-Allende-Str. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der für einen neonazistischen Onlinehandel warb.
Die Hauswand der Synagoge in der Bunnenstraße in Mitte wurde erneut antisemitisch beschmiert. Auf dieses Gemeindezentrum war am 18.10.2023 ein Anschlag mit Molotowcocktais verübt worden. Am 08.11.2023 waren teilnehmende einer Mahnwache vor dem Gemeindezentrum anlässlich dieses Brandanschlags von einem Mann mit antisemitischen und extrem rechten Parolen angepöbelt worden. Am 25.02.2025 war die Synagogenfassade bereits antisemitisch beschmiert worden.
Am S-Bahnhof Karlshorst wurde auf einer Parkbank ein Hakenkreuz, sowie die Zahlenkombination "1161" entdeckt. Diese richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Am S-Bahnhof Rahnsdorf wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Nähe des Bahnhofes Wutzkyallee wurde an einem Zaun eine NS-verherrlichende Schmiererei entdeckt und unkenntlich gemacht. Neben einem Hakenkreuz war dort der Schriftzug "Hi Hitler" abgebildet.
Im Güntzelkiez in Wilmersdorf wurden erneut Hakenkreuze und in einem Fall auch SS-Runen in mehrere Autos geritzt. Ähnliches passierte bereits Anfang April 2025.
In Charlottenburg ereignete sich ein queerfeindlicher Angriff. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
Entlang der Eichbuschallee, zwischen Köpenicker Landstr. und Kiefholzstr., wurden insgesamt acht rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt. Sie enthielten im Hintergrund "schwarz-weiß-rote" Farben und eine "Schwarze Sonne".
In einer Kneipe in der Paulsborner Straße in Wilmersdorf hat ein alkoholisierter Mann Gäste der Kneipe mehrfach rassistisch beleidigt und NS-verherrlichende Parolen wie "Heil Hitler" gerufen.
In der U7 Höhe Mehringdamm bezeichnete ein älterer Mann eine Person, die sich zu ihm in ein Viererabteil setzte, als "Talahon". Dazu stand er auf und beleidigte die Person. Als er bemerkte, das mehrere Menschen mit Migrationhintergrund in der Bahn saßen, die ihn aufforderten den Mund zu halten, schritt er im Stechschritt den ganzen Waggon ab, kam zurück und setzte sich auf einen anderen Platz.
Der Begriff "Talahon" kommt aus der Jugendsprache und war zu Beginn eine positive Selbstbezeichnung von migrantisierten Jugendlichen. Mittlerweile wird er häufig genutzt, um rassistische Vorurteile zu bündeln.
Das Datum des Eintrags stimmt nicht mit dem Vorfallsdatum überein.
In der Friedrich-Richter-Straße wurde eine „Anti-Antifa“-Schmiererei entdeckt. Diese richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Im Bereich des ehemaligen Regierungskrankenhauses wurden insgesamt sieben NS-verherrlichende, eine rassistische und fünf gegen politische Gegner*innen gerichtete Schmierereien entdeckt. Das ehemalige Krankenhaus wird laut Schilderungen vermehrt von extrem rechten Jugendlichen als Treffpunkt genutzt.
Am U-Bahnhof Schloßstraße soll es zu einer sozialchauvinistischen Benachteiligung gekommen sein. Nach Angaben des Tagesspiegels wurde ein Ort im U-Bahnhof, den obdachlose Menschen genutzt haben, um Habseligkeiten sicher zu verstauen, verriegelt. Obdachlosen Menschen bleibt oft nur der öffentliche Raum, um Dinge, die ihnen gehören, zu verstauen und zu lagern. Das Versperren von Räumen oder defensive Architektur lösen dabei das Problem von Obdachlosigkeit und sozialen Problemen nicht, sondern verdrängen es.
Auf dem Kranoldplatz und auf dem Ostpreußendamm wurden mehrere Sticker entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Sie stammten aus extrem rechten Versandshops. Die Aufkleber wurden entfernt.
Bei der regelmäßigen Kundgebung "Menschen mit Schildern" trug eine Teilnehmerin einen Sticker auf ihrer Warnweste, auf dem Beatrix von Storch abgebildet war, mit dem Satz "Es gibt nur zwei Geschlechter". Das kann als Transfeindlichkeit und Interfeindlichkeit bewertet werden.
An der Ecke Buschallee/Hansastraße wurde die Zahlenkombination „1161“ entdeckt. Diese richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und bedeutet „Anti-Anti-Faschistische Aktion“.
Ein Bürgerdeputierter der Linksfraktion wurde am Mittwochabend überfallen und schwer am Kopf verletzt. Der Betroffene sprach nach eigenen Angaben am Telefon über politische, linke Themen und wurde von dem Angreifer in der Rummelsburger Str. verfolgt und mit einem Schlag am Hinterkopf getroffen. Der Betroffene musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der Betroffene berichtete von anhaltenden Bedrohungen, darunter Morddrohungen gegen ihn.
In der U3 Höhe Hallesches Tor zog sich ein Mann mittleren Alters die Augenlider lang und äußerte rassistische Bemerkungen, darunter "ching chang chong".
Das Datum des Eintrags stimmt nicht mit dem Vorfallsdatum überein.
In einem Hauseingang in der Emser Straße wurde u.a. die Schmiererei „FCK ZIO NZS“ entdeckt.
Im Tiergarten wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen wurde dieser Vorfall anonymisiert und das Datum verändert.
In der Skalitzer Straße und in der Falckensteinstraße wurden antisemitische Schmierereien entdeckt.
Am Checkpoint Charlie hielten etwa 60 Teilnehmende eine pro-palästinensische Kundgebung ab. Dabei wurde ein Banner mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" gezeigt. Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Teilnehmende riefen die Parole Vom Wasser zum Wasser, Palästina ist arabisch".
An der erst am 19.5.2025 eingeweihten Gedenktafel für Eugenio Botnari auf dem Eugenio-Botnari-Platz vor dem Bahnhof Lichtenberg wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt. Botnari war in einem Supermarkt im Bahnhofsgebäude rassistisch, antiziganistisch und sozialchauvinistisch motiviert so brutal misshandelt worden, dass er wenige Tage später, am 20.09.2016 seinen Verletzungen erlegen war.
In der Parkaue wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels gefunden, der mit schwarz-rot-goldenen und schwarz- "weiß-roten Elementen" gestaltet ist und die Aufschrift "Werde aktiv - für deine Zukunft - für deine Heimat" trägt.
Auf Statue in Hellersdorfer Promenade wurde eine "Schwarze Sonne" und mehrere "Anti-Antifa"-Schmierereien angebracht. In der Michendorfer Straße an Haltestelle "1161"-Schmiererei gesehen. An der Tramhaltestelle Zossener Straße / Stendaler Straße wurde ein Sticker mit dem Slogan „Abschieben schafft Sicherheit“ entfernt.
Ein älterer Mann stieg an der Haltestelle Fröbelstraße aus der Tram. Zwei Frauen traten zur Seite, um ihm das Aussteigen zu erleichtern. Der Mann stieß sie beiseite, zeigte den Hitlergruß und rief „Heil Hitler“.
In der S-Bahn am Ostkreuz wurde ein lesbisches Paar von einem Mann LGBTIQ*-feindlich und sexistisch angepöbelt. Die Betroffenen wehrten sich verbal. Sie wurden durch Mitreisende nicht unterstützt.
Auf einem Briefkasten am Thuner Platz wurde der extrem rechte Zahlencode "18" (= Adolf Hitler) entdeckt.