Anti-Schwarz rassistische Diskriminierung an einer Schule in Pankow
In einer Schule im Bezirk Pankow kam es zu einem Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In einer Schule im Bezirk Pankow kam es zu einem Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer Diskriminierung.
Am Vormittag pöbelte ein bekannter Neonazi am NS-Dokumentationszentrum in der Britzer Straße. Dabei rief er u.a. "Scheiß Zionisten!" sowie darüber hinaus weiteres Unverständliches.
Im Eingangsbereich eines Wohnhauses wurde ein Bild gemalt, dass einen Galgen zeigte, an dem ein Davidstern hing.
Ein Politiker nahm an einem Panel zum Thema "Antiziganismus im Bildungssystem" und behandelt Expert*innen aus verschiedenen Sinti*zze und Rom*nja Communities abwertend. Sie kritisieren das deutsche Bildungssystem und er behauptete, sie hätten das System einfach nicht verstanden.
Solche Aussagen relativieren bzw. leugnen Antiziganismus allgemein und es zeigt eine ablehnende Haltung gegenüber den Expert*innen.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Eine behinderte Person wurde die Begleitung durch eine Assistenz verwehrt.
An der Ecke Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. wurden an einem Straßenschild drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen, ein Aufkleber war rassistisch motiviert und richtete sich gegen geflüchtete Menschen und der dritte Aufkleber enthielt die Aufschrift "HKNKRZ" (Hakenkreuz).
Auf einer Bank auf dem Kastanienboulevard wurde eine „1161"-Schmiererei entdeckt, sowie zwei rassistische „White Lives Matter“ Aufkleber entfernt. Im Auerbacher Ring wurde ein NS-verharmlosender Sticker in Reichsfarben entfernt.
In der Radickestr. wurde auf einem Briefkasten ein Hakenkreuz entdeckt. Es war in den Schriftzug "Fck Gaza" integriert und ersetzte das "z".
Am S-Bahnhof Westhafen beleidigte ein Mann einen anderen Mann homofeindlich und griff ihn dann an. Dem Betroffenen wurde ins Gesicht geschlagen und er wurde getreten. Dabei erlitt er blutige Verletzungen an der Nase. Der betrunkene Täter wurde am Bahnhof Jungfernheide festgenommen.
In Gesundbrunnen wurde am frühen Morgen ein Regenbogen-Türvorleger vor einer WG-Wohnungstür angezündet.
Auf einem Verkehrsschild in der Oderbruchstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten und LGBTIQ+-feindlichen "Stolzmonat"-Kampagne gefunden und entfernt. Zudem wurde ebenfalls in der Oderbruchstraße ein rassistischer Aufkleber mit dem Motiv "Remigration jetzt!" gemeldet.
An der Tramhaltestelle Möllendorfstraße Ecke Storkower Straße wurde ein "1161"-Schriftzug auf einem Mülleimer gemeldet. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".
In der Gotlindestraße wurde zudem ein Aufkleber der Neonazikleinstpartei "Der "III. Weg" mit der migrationsfeindlichen Aufschrift "Ausländergewalt beenden - Massenabschiebungen starten" gemeldet und entfernt.
Am Eingang zu einem Garten zwischen der Widderstraße und der Steinbockstraße wurde ein Schild mit der Aufschrift "Deutsche Reichsgrenze" und einem Reichsadler entdeckt.
An der Unterführung Malchower Chaussee Ecke Darßer Straße wurde auf einem Anhänger mit Werbeplakat ein in schwarzer Farbe gesprühtes Hakenkreuz und der Schriftzug "Hail Hitla" (sic!) entdeckt.
Am Info-Aushang des Registerbüros wurde ein dort befindlicher Sticker mit einem Davidstern und der Aufschrift "Wir schützen jüdisches Leben!" unkenntlich gemacht und mit "FCK IOF" (für "Fuck Israeli Occupation Forces", eine Fremdbezeichnung der israelischen Armee, wobei hier Jüdinnen*Juden kollektiv für Handlungen des Staates Israel verantwortlich gemacht wurden) beschmiert. Ein angebrachter Sticker "Gegen Nazis mit einer Faust, die ein Hakenkreuz zerstört" wurde bis zur Unkenntlichkeit zerkratzt. Ein Queer-Space-Sticker in den Farben der Pridefahne und der Aufschrift "Offen für alle" wurde versucht zu entfernen. Als dies scheinbar nicht gelang, wurde er mit einem Sticker auf dem ein Anus abgebildet war, überklebt.
In Neukölln ereignete sich ein queerfeindlicher Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Angaben gemacht.
In der Titiseestraße in der Rollberge-Siedlung in Waidmannslust wurden vier rassistische bzw. extrem rechte Aufkleber bemerkt und teilweise entfernt. Sie waren an einem Zigarettenautomaten angebracht worden. Die Aufkleber richteten sich pauschal gegen Migrant*innen. In der Kombination von Bild und Text wurde auf einem Aufkleber die rassistische Vorstellung aufgerufen, Migrant*innen würden die vermeintliche Reinheit des deutschen Volkes bedrohen. Ein anderer Aufkleber eines extrem rechten Onlineversands bewarb Abschiebungen als Präventionsmaßnahme gegen Straftaten. Andere Aufkleber machten Werbung für die "Jungen Nationalisten" oder verbreiteten geschichtsrevisionistische und nationalistische Inhalte.
In einer Geflüchtetenunterkunft werden eine Frau mit Behinderung, die einen Hidschab trägt, und ihr Kind von einem Nachbarn aufgrund von antimuslimischem Rassismus beleidigt und massiv bedroht.
In der Neuen Christstraße in Charlottenburg wurden ein Sticker und eine Schmiererei entdeckt und entfernt, die sich beide gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Neben dem neonazistische Zahlencode "1161" befand sich ein Sticker eines extrem-rechten Onlineversandhandel.
An der Ecke Erwin-Bock-Str./Alfred-Randt-Str. wurde der Schriftzug "NRJ! D3.W" (Nationalrevolutionäre Jugend und Der III. Weg) entdeckt.
Im Müggelschlößchenweg wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und ein antifeministischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Pablo-Neruda-Str. wurden ebenfalls zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Auf dem Gelände der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft) in der Wilhelminenhofstr. wurde an der Spree ein Schriftzug gegen Antifaschist*innen entdeckt.
In der Wönnichstraße wurden zwei transfeindliche Aufkleber von einem rechten Online-Versand gemeldet und entfernt.
In der Wichertstraße wurde eine NS-verharmlosende Schmiererei entdeckt: Ein Davidstern mit einem darin gezeichneten Hakenkreuz sowie dem Schriftzug „Holocaust II, the return“.
Am Alexanderplatz wurde ein verschwörungsideologischer Aufkleber, der den Nationalsozialismus verharmlost, entdeckt und entfernt.
In der Jahnstraße wurde der Spruch "Feminismus verdirbt Frauen" unkenntlich gemacht.
Der Slogan wird als organisiertes Vorgehen als Teil einer politischen Strategie gegen feministische Emanzipationsbestrebungen gewertet. Die Parole stellt es so dar, als würde der Feminismus, der sich für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft einsetzt, diesen tatsächlich schaden. Es ist anzunehmen, dass dem die misogyne Idee der natürlichen, untergeordneten Frau zu Grunde liegt.
An der Tramhaltestelle S-Prenzlauer Allee wurde ein antimuslimisch-rassistischer Aufkleber entdeckt. Er trug die Aufschrift „Wir müssen draußen bleiben“ und zeigte die Abbildung eines bewaffneten Mannes und einer verschleierten, bewaffneten Frau in religiöser Kleidung.
Vor einer Moscheegemeinde in Moabit wurden antimuslimisch-rassistische Schmierereien entdeckt und entfernt.
Ein Mann, der auf einem Roller an einer Ampel stand, wurde aus einem neben ihn haltenden Auto heraus von zwei Männern und einer Frau aufgrund von antimuslimschen Rassismus beleidigt und bespuckt. Anschließend verfolgte das Auto den Betroffenen, dabei wurde sein Bein zwischen Roller und Auto eingeklemmt und verletzt. Die Täter konnten flüchten.
Die Polizei hat den Unfall aufgenommen und der Betroffene wurd mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.
Am Vormittag pöbelte ein bekannter Neonazi am NS-Dokumentationszentrum in der Britzer Straße. Dabei rief er u.a. "Keine Juden!" und "Wo ist Preußen?", sowie weiteres Unverständliches.
An einer Bushaltestelle am Invalidenpark wurde eine Schmiererei entdeckt, die suggeriert, dass Israel kein echter Staat sei.
Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall in Lichtenberg. Weitere Informationen werden zum Schutz der betroffenen Person nicht veröffentlicht. Das Datum des Eintrags entspricht nicht dem Datum des Vorfalls.
Im Kiez Frankfurter Allee Süd wurden an einem Trafo-Häuschen antisemitische Schmierereien in Form von "Death to IsraHell"- und "Zionisten sind Faschisten"-Schriftzügen entdeckt. Mit der Parole "IsraHell" wird Israel als Staat nicht einfach kritisiert, sondern dämonisiert und als grundsätzlich böse dargestellt.
in der Bernauer Straße wurden zwei am Eingang des Mauerparks auf den Boden gesprühte Davidsterne mit dem Slogan „Never Again“ mit einem Hakenkreuz übermalt.
Beim Infostand diverser Rom*nja Vertretungen erkundet sich eine Frau nach der Bedeutung des Wortstamms Zigan und erklärte, es sei ein Fremdwort. Auf den Erklärungsversuch, es handele sich um eine Ableitung einer rassistischen Fremdbezeichnung, begann sie die Mitarbeiter*innen anzuschreien. Über mehrerere Minuten griff sie die Mitarbeiter*innen verbal an und beleidigte einen von ihnen. Erst das Eingreifen des Sicherheitsdienstes beendete die Situation.
Bei einer Firma im Bezirk Mitte wurde eine Person im Arbeitsverhältnis fortgesetzt antiziganistisch diskriminiert. Zum Schutz der betroffenen Personen wurden keine weiteren Informationen veröffentlicht und das Datum anonymisiert.
Es kam zu einer Beleidigung und bedrohlichem Auftreten eines Neonazis am Arbeitsplatz in Niederschöneweide.
In der Carola-Neher Straße wurden zwei Aufkleber von „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Einer enthielt das antisemitische Motiv „Terrorstaat Israel“ und der andere den LGBTIQ*-feindlichen Slogan „Deutsch bleiben statt Mainstream“ mit Regenbogenfarben im Hintergrund. Ein weiterer Aufkleber von „Der III. Weg“ wurde in der Klingenthaler Straße entdeckt und entfernt.
Erneut wurden rund um die Bushaltestelle und den U-Bahnhof Rüdesheimer Platz mehrere Sticker entdeckt und entfernt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richten. Die Sticker stammen von einem extrem rechten Onlineversandhandel und zeigen verschiedene linke Symboliken mit der Aufschrift "Hier wurde Gedankenabfall überklebt".
Im Müggelschlößchenweg wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einer rief ein "Deutsches Reichsgebiet" aus und stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18". Die anderen beiden waren antifeministisch motiviert und richteten sich gegen Antifaschist*innen.
In der Pablo-Neruda-Str. wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "DJV" entdeckt und entfernt und ein weiterer Aufkleber gegen Antifaschist*innen.
In der Salvador-Allende-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber und ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen und queere Menschen entdeckt und entfernt.
In der Carl-Schurz-Straße wurde ein Aufkleber gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt. Er stammt von einem extrem rechten Versandhändler.
Es wurde ein aufgesprühtes Hakenkreuz auf dem Dach der Bushaltestelle Schwarzmeerstraße in Lichtenberg-Mitte gemeldet. Mittlerweile wurde es unkenntlich gemacht.
In der Pfarrstraße in Victoriastadt in Lichtenberg-Mitte wurde auf einem Stromkasten eine Schmiererei gegen Antifaschist*innen mit dem Slogan "Anti-Antifa Area" entdeckt.
Außerdem wurde am S-Bahnhof Nöldnerplatz ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlineversand, der zum "Widerstand gegen Regierung und Mainstreammedien" aufruft, entdeckt.
An der Haltestelle Freiheit in der Kirchstr. wurden der neonazistische Zahlencode "1161", zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen und ein transfeindlicher und antisemitischer Aufkleber der "JN" entdeckt und entfernt.