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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Antisemitische Propaganda in Kreuzberg

    17.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Es ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Weitere Informationen werden zum Schutz betroffener Personen nicht veröffentlicht.
    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitischer Vorfall in Mitte

    17.05.2025 Bezirk: Mitte

    Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitismus auf Kundgebung in Tiergarten

    17.05.2025 Bezirk: Mitte

    Am Potsdamer Platz wurde eine pro-palästinensische Kundgebung mit etwa 100 Teilnehmenden veranstaltet. In Reden und auf Schildern wurde dabei die Situation in Gaza mit dem Holocaust gleichgesetzt. So sagte eine Mann: "Stoppt den Holocaust in Gaza. Dieser Holocaust passiert in eurem Namen." Eine Teilnehmerin zeigte ein Schild mit der Aufschrift "Namibia Auschwitz Gaza Germany to the Hague". Es wurde ein Transparent mit der Aufschrift "One genocide does not justify another" gezeigt. Damit wird die Shoah mit dem aktuellen Krieg in Gaza verglichen und relativiert. Teilnehmende riefen auf arabisch "Von Wasser bis Wasser, Palästina ist arabisch". Auch die Parolen "There is only one state; Palestine 48", welche dem Staat Israel das Existenzrecht abspricht und "Israel Kindermörder" wurden gerufen. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt.

    Quelle: Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., Registerstelle Mitte
  • Antisemitismus und NS-Verharmlosung in der U6

    17.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Zwischen Stadtmitte und Platz der Luftbrücke ereignete sich in der U6 ein NS-verharmlosender und Holocaust-leugnender Vorfall. Eine Frau las ein Buch über Anne Frank, das in Art eines Bilderbuches angelegt war. Neben ihr saß ein Mann, der sie fragte, ob er einmal die "wahre Geschichte" dazu erzählen solle. Als er eine Abbildung mit gelben Stern und dem niederländischen Wort "jood" entdeckte, bermerkte er zudem "die können ja nicht mal richtig schreiben". Die Angesprochene versuchte den Mann zu ignorieren und setzte sich weg, als ein anderer Sitzplatz frei wurde. Darauf meinte der Mann, er sei froh sei, dass sie nicht mehr neben ihm säße, hörte aber nicht auf, die Person verschwörungsideologisch und NS-verharmlosend zu agitieren. Obwohl die Bahn recht voll war, reagierte niemand. Die betroffene Person erlitt durch den Vorfall eine Panikattacke.

    Quelle: Berliner Register via Instragram
  • Extrem rechte Aufkleber und Schriftzüge in Spindlersfeld

    17.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Ottomar-Geschke-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber aus dem extrem rechten Onlinehandel "Druck18" entdeckt und entfernt.

    In der Färberstr. wurden ein rassistischer und ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.

    In denselben beiden Straßen wurden weitere zehn Aufkleber und drei Schriftzüge gegen Antifaschist*innen entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Schmierereien und Pöbelei in Mitte

    17.05.2025 Bezirk: Mitte

    Zwei Jugendliche beschmierten ein Haus in der Bartningallee mit nationalsozialistischen Parolen und zogen dann zur Siegessäule. Dabei riefen sie nationalsozialistische Parolen und zeigten den Hitlergruß. An der Siegessäule schmierten die Jugendlichen erneut Parolen in eine Unterführung. Da Zeug*innen die Polizei gerufen hatten und den Jugendliche gefolgt waren, konnte ein Jugendlicher von der Polizei aufgegriffen werden.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1197 vom 18.05.2025
  • Hitlergruß auf dem Potsdamer Platz

    17.05.2025 Bezirk: Mitte

    Ein Mann zeigte auf dem Potsdamer Platz den Hitlergruß. Ein Zeuge, der die Tat gefilmt hatte, rief die Polizei.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 1196 vom 18.05.2025
  • NS-verherrlichende Schmierereien in Frohnau

    17.05.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am Wetterpilz an der Ecke Sigismundkorso und Maximiliankorso in Frohnau wurden mit Sprühfarbe NS-verherrlichende Schmierereien angebracht. Auf die Wände wurden die Slogans "Hitler ist wieder da", "Nazigebiet", "Zecken boxen" und "JN her zu uns" sowie ein Hakenkreuz und Odalrunen gesprüht. Die Abkürzung "JN" steht für "Junge Nationalisten", die Jugendorganisation der Neonazi-Partei "Die Heimat".

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Pöbelei durch Neonazi bei Fest in Niederschöneweide

    17.05.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Stand des Zentrums für Demokratie auf dem Fest für Demokratie tauchte ein bekannter Neonazi auf und rief laut: "Demokratie? Faschismus!" Der Mann hatte bereits in der Vergangenheit Mitarbeitende des Zentrums für Demokratie bedroht.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Queerfeindliche Propaganda in Schöneberg

    17.05.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am Wochenende rund um den Internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit wurden die Pride-Fahne und die Regenbogenbank vor der Theodor-Heuss-Bibliothek in der Hauptstraße mit einem gezeichneten Mittelfinger und dem Wort "Nein" beschmiert.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische Beleidigung im Bezirk

    17.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Im Bezirk fand eine antimuslimisch, rassistisch motivierte Beleidigung statt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Person nicht veröffentlicht.

    Quelle: Report! Berlin / CLAIM
  • Rassistische Beleidigung im Bus

    17.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Kurz nachdem ein 50-jähriger Mann den Bus M29 an der Haltestelle Reichpietschufer / Hallesches Ufer betrat, beleidigte er einen Jugendlichen rassistisch. Anschließend brüllte der Mann herum und belästigte die übrigen Fahrgäste, sodass der Busfahrer die Fahrt am Mendelssohn-Bartholdy-Park nicht fortsetzte und die Polizei alarmierte.

    Quelle: Polizei Nr. 1199
  • Rassistischer Aufkleber in Charlottenburg

    17.05.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In der Kantstraße in Charlottenburg wurde ein Aufkleber gefunden und entfernt, der eine "Talahon freie Zone" forderte. Der Begriff "Talahon" kommt aus der Jugendsprache und war zu Beginn eine positive Selbstbezeichnung von migrantischen und migrantisierten Jugendlichen. Mittlerweile wird er in rechten bis extrem rechten Kreisen zur rassistischen Abwertung dieser Jugendlichen genutzt. Auf dem Aufkleber war zudem der Name eines Abgeordneten der AfD im Brandenburger Landtag zu lesen sowie das Bild des extrem rechten Memes "Pepe the frog".

    Quelle: Register CW via Signal
  • Transfeindlicher Angriff in Charlottenburg

    17.05.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Eine bekannte trans Bloggerin wurde bei einer Restauranteröffnung in der Straße des 17. Juni von mehreren Personen transfeindlich beleidigt, geschubst und am Boden liegend geschlagen. Die Bloggerin erhielt im Nachhinein auf Social Media in den Kommentaren zu einem darauf bezogenen Posting Todeswünsche.

    Quelle: tagesspiegel vom 23.05.2025
  • Anti-kurdische Diskriminierung in einer Schule

    16.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Familien, die Kurdischunterricht für ihre Kinder beantragen, werden auf Türkischunterricht verwiesen.
    Dieser Vorfall wurde heute in einem Beratungsgespräch bekannt. Zum Schutz der betroffenen Personen wurde das Datum des Bekanntwerdens und nicht des Vorfalls selbst angegeben.

    Quelle: Yekmal e. V.
  • Antisemitische Propaganda in Rummelsburg

    16.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Nöldnerstraße wurden auf einem Aufkleber mit der Aufschrift „believe israeli women“ das Wort „israeli“ durchgestrichen.

    In der Leopoldstraße wurde ebenfalls eine antisemitische Schmiererei entdeckt.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Propaganda in Wedding

    16.05.2025 Bezirk: Mitte

    An der Kreuzung Brüsseler Straße / Antwerpener Straße wurde ein israelbezogener, antisemitischer Aufkleber mit der Aufschrift "No Pride in Israeli Apartheid" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Aufkleber gegen Antifaschist*innen in Blankenburg

    16.05.2025 Bezirk: Pankow

    In Blankenburg wurde ein Aufkleber aus dem neonazistischen Onlinehandel „Druck88“ gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Bürgerdialog mit rassistischen Inhalten in Charlottenburg

    16.05.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Die Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) lud zu einem Bürgerdialog im Charlottenburger Rathaus. Dort wurde die Frühjahresausgabe der AfD-Zeitung "Blauer Bote" ausgelegt für die Besucher*innen. In der Frühjahresausgabe der Zeitung „Blauer Bote“ der AfD Berlin werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. Dabei werden Migrant*innen verantwortlich gemacht für eine gestiegene Anzahl an sexualisierter Gewalt und sogenannte "Gruppenvergewaltigungen".

    Quelle: Register CW via Telegram
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    16.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Im Kastanienboulevard wurden zwei queerfeindliche Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt. In der Riesaer Straße wurde ein weiterer „III. Weg“-Aufkleber entfernt. Auch in der Nossener Straße wurde ein „III. Weg“-Aufkleber mit der Aufschrift „Antifa-Banden zerschlagen“ entdeckt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    16.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Im Havelländer Ring und der Elfriede-Brüning-Straße wurden neonazistische Aufkleber mit dem Slogan „Good Night Left Side“ entdeckt und zum Teil entfernt.

    Am Cottbusser Platz wurde ein Aufkleber mit dem Text: „Für die 'Gäste' nur das Beste! Remigration Airlines“ entdeckt. Dieser ist rassistisch und spielt zynisch auf die zwangsweise Abschiebung von Migrant*innen an. Er stammte vermutlich aus dem extrem rechten Umfeld und nutzte menschenfeindliche Begriffe wie „Remigration“, um Hetze zu verbreiten.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in, Koordinierung der Berliner Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Friedrichsfelde

    16.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Bushaltestelle U-Bahnhof Friedrichsfelde wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt. Dieser zeigt eine mit einer Sturmhaube vermummte Person, die mit einer Hand den Gruß der "Elblandrevolte" zeigt, der eine "88" darstellen soll und damit für "Heil Hitler" steht. Die "Elblandrevolte" ist eine extrem rechte und neonazistische Gruppierung aus dem Raum Dresden und Ostsachsen, die als sehr gewaltbereit gilt. Auf der Sturmhaube ist der Spitzname eines Mitglieds der Elblandrevolte zu lesen, das in Sozialen Medien als extrem rechter Influencer agiert. Im Hintergrund ist eine Schwarze Sonne zu sehen.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • "IB"-Aufkleber in Biesdorf

    16.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Nah des U-Bhf. Elsterwerdaer Platz wurde ein Aufkleber der extrem rechten „Identitäten Bewegung“ mit der Aufschrift „Heimat Freiheit Tradition“ entdeckt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Rassistische Beleidigung und Angriff im Bus M37

    16.05.2025 Bezirk: Spandau

    Eine Frau of Color stieg mit ihrem Rollator in den Bus M37 ein und hielt sich in Türnähe fest. Eine andere Frau mit Rollator äußerte daraufhin: "Der Bus ist doch voll, immer diese Ausländer." Auf die Nachfrage, was sie gesagt habe, schwieg sie. Als sie aussteigen wollte, musste sie über den Arm der Frau of Color greifen, um den Halteknopf zu drücken und sagte zu ihr: "Weg da". Diese entgegnete, dass auch Senioren das Wort "bitte" benutzen dürften. Daraufhin wird sie von der Frau geschubst.

    Quelle: Mahnwache Spandau
  • Rassistische Propaganda in Hellersdorf-Nord

    16.05.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An der Haltestelle Michendofer Straße fand sich ein rassistischer Schriftzug auf dem Boden, der Menschen aus asiatischen Herkunftsländern beleidigte.
    Quelle: Meldestelle AAR / GePGeMi
  • Rechte Schmiererei in der Dieffenbachstraße

    16.05.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An einer Hauswand in der Dieffenbachstraße / Ecke Graefestraße wurde die Schmiererei "Free Shlomo" angebracht.

    Dabei handelt es sich um "Shlomo Finkelstein", ein Pseudonym eines extrem rechten Onlineaktivisten aus Köln, der u. a. rassistische, islamfeindliche und antifeministische Inhalte verbreitete. Im Mai 2025 wurde er nach einer Verurteilung, u. a. wegen Volksverhetzung und Verbreitens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, aus der Haft entlassen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Flyer am S-Bahnhof Storkower Straße

    15.05.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Am S-Bahnhof Storkower Straße wurde ein Flugblatt mit antisemitischen Inhalten verteilt. Darin wird z.B. von der „zionistischen Entität“ sowie von der „zionistischen Bestie“ geschrieben und zum Widerstand aufgerufen.

    Quelle: RIAS Berlin
  • Antisemitische Propaganda im Prenzlauer Berg

    15.05.2025 Bezirk: Pankow

    Auf einem Straßenpoller waren zwei Aufkleber mit der Aufschrift „From the River to the Sea“ mit einem Landkartenumriss in den Farben der palästinensischen Flagge, das das israelische Staatsgebiet einschließt. Ein ebenfalls dort angebrachter Aufkleber, der das am 7. Oktober von Terrorgruppen entführte und dann ermordete Baby Kfir Bibas zeigte wurde beschädigt, wie auch ein „Fuck Hamas“-Aufkleber.

    Quelle: RIAS
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