Extrem rechter Aufkleber in Friedrichshagen
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Friedrichshagen wurde ein extrem rechter Aufkleber, der die Reichsfarben enthielt, entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Friedrichshagen wurde ein extrem rechter Aufkleber, der die Reichsfarben enthielt, entdeckt und entfernt.
In der Mittelbruchzeile im Ortsteil Reinickendorf wurde der Slogan „Zecken raus“ an eine Laterne geschrieben. Offenbar reagierte eine Person damit darauf, dass der Schriftzug "AFD" zuvor durchgestrichen worden war. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet.
Auf die Eingangstür eines Wohnhauses in Rummelsburg wurden drei große Hakenkreuze gesprüht. In dem Haus wohnen mehrere Familien aus verschiedenen Herkunftsländern, weswegen es sich bei der Markierung der Haustür mit Hakenkreuzen um eine gezielte rassistische Bedrohung handeln könnte.
In der Magdalenenstraße wurde ein Hakenkreuz auf einem Gebäude gemeldet. Auf einem Schild in der Gotlindestraße wurden zudem drei extrem rechte Aufkleber gefunden und entfernt. Einer trug die Aufschrift "Good Night Left Side" und stellte einen Gewaltakt gegen eine als kommunistisch markierte Person dar. Einer trug die Aufschrift "Deutsche Jugend Voran" und zeigte eine Person mit schwarz-rot-gelber Sturmhaube. Ein weiterer trägt die Aufschrift "FCK Antifa" und ist in "Schwarz-Weiß-Rot" gehalten.
Ein Mann zeigte auf dem Nollendorfplatz einen Hitlergruß und rief an niemanden Bestimmtes gerichtet dreimal "Heil Hitler" und "Ihr könnt froh sein, dass ihr hier noch Jobs habt." Danach verließ er den Platz in Richtung U-Bahn.
Am Abend kam es in der Tram Linie 27 auf Höhe der Haltestelle Alt-Friedrichsfelde/Rhinstraße zu einer extrem rechten Bedrohung. Die betroffene Person, die Antifa-Buttons an der Mütze trug, wurde von drei Jugendlichen mehrfach homofeindlich, sowie behindertenfeindlich beleidigt. Sie konnte sich entfernen und die Angreifer stiegen aus.
Ein Abgeordneter der Linkspartei Neukölln erhält in sozialen Medien eine Drohnachricht mit rassistischen Inhalten.
Am U-Bahnhof Friedrichsfelde wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der der extrem rechten und neonazistischen Gruppierung "Elblandrevolte" aus dem Raum Dresden und Ostsachsen zugeordnet werden kann. Die Gruppe gilt als sehr gewaltbereit. Der Aufkleber zeigt den Spitznamen eines Mitglieds der "Elblandrevolte". Diese Person agiert in Sozialen Medien als extrem rechter Influencer.
In der Nähe des Tierparks wurde auf einem Mülleimer der neonazistische Zahlencode "88" gefunden. Dieser steht für "Heil Hitler". Auf einem Briefkasten wurde zudem die Aufschrift "FCK Antifa" und der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für Anti-Antifaschistische Aktion. Die Schriftzüge wurden überklebt.
Rund um den Bahnhof Springpfuhl wurden mehrere extrem rechte „Fuck Antifa“-Schmierereien und Aufkleber entdeckt.
Ein, im Bereich antimuslimischer Rassismus arbeitender, Verein in Kreuzberg erhielt eine Postzusendung mit Schädlingsbekämpfungsmitteln.
Am Weidendamm im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Sticker an einer Baustellenabsperrung entdeckt und überklebt. In der Universitätsstraße wurden drei israelbezogene, antisemitische Aufkleber mit der Aufschrift "No Pride in Israeli Apartheid" entdeckt und entfernt.
Auf dem Invalidenfriedhof wurden vor verschiedenen Gräbern Grablichter mit Aufklebern des "Ewigen Bund 1871" mit einem Link zu der Webseite der Organisation entdeckt. Der "Ewige Bund" ist eine dem Reichsbürgerspektrum zugeordnete Organisation. Die Aufkleber wurden entfernt.
Auf einem Mülleimer am Alice-Salomon-Platz war eine "1161"-Schmiererei angebracht.
Am Nachmittag liefen zwei Jugendliche an einer Gruppe Studierender vor der Alice-Salomon-Hochschule vorbei und riefen lautstark „Sieg Heil“.
In einer Kita fand ein antiziganistischer Angriff auf ein Kind statt. Weitere Informationen werden zum Schutz der Personen nicht veröffentlicht.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein antisemitischer Vorfall. Zum Schutz der Betroffenen entspricht das Datum des Eintrags nicht dem Datum des Vorfalls.
In der Zillepromenade wurden ca. 10 Aufkleber aus einem neonazistischen Online-Versandhandel gefunden und entfernt. Einer davon war in Schwarz-Weiß-Rot gehalten und trug die Aufschrift "Freiheit für Deutschland" in Frakturschrift, einer titelte "Schweigen heißt zustimmen. Sei nicht mehr schweigsam, denn es ist dein Land. Hol es dir zurück!".
In der Münsterlandstraße Ecke Weitlingstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der die Aufschrift "Good Night Left Side" trägt und auf dem dargestellt wird, wie eine Person mit einem Totenkopf-Schlauchschal einer Person mit einem Hammer-und-Sichel-Schlauchschal ins Gesicht schlägt.
In der Klingenthaler Straße wurde ein „III. Weg“-Aufkleber entfernt. Auf dem U-Bahnhof Hellersdorf war an einer Tür groß der neonazistische Zahlencode „1161“ angebracht. Auf einem Hinweisschild wurde zudem die Schmiererei „FCK161“ (Fuck-Antifa) entdeckt. Sie wurden entfernt.
In der Umgebung des Alexanderplatzes wurden fünf extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Vier der Aufkleber richteten sich gegen Antifaschist*innen und waren aus extrem rechten Versandhandeln.
Am Hauptbahnhof wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof wurde eine "Nazi-Kiez"-Schmiererei gemeldet, sowie zahlreiche weitere extrem rechte Schriftzüge, die bereits weitestgehend unkenntlich gemacht worden waren. Viele davon richteten sich gegen Antifaschist*innen.
Auf dem Alice-Salomon-Platz waren an einem Schaufenster zwei Hakenkreuze in den Staub gezeichnet. Zudem wurde ein neonazistischer Aufkleber entfernt, der auf dem Gesicht einer queeren Person auf einem Plakat angebracht wurde.
Vor dem S-Bahnhof Schulzendorf in Heiligensee wurde ein rassistischer Aufkleber der Neonazi-Kleinstpartei "Der III. Weg" mit der Aufschrift "Deutschland den Deutschen" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber wurde angezeigt.
Auf dem Briefkasten einer Bildungseinrichtung im Jungfernstieg klebte ein Aufkleber der neonazistischen Kleinpartei "Die Heimat" (ehemals NPD). Der Slogan auf dem Sticker lautete: "Es gibt nur Mann und Frau! Weg mit dem Genderwahn."
Auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Köpenick wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
An einer Bank auf dem Spielplatz An der Filmfabrik wurde ebenfalls der Code "1161" entdeckt.
An der Haltestelle Filehner Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Mahlsdorfer Str./ Hoernlestr. wurde ebenfalls der Zahlencode "1161" entdeckt.
Gegen 18:00 Uhr rief eine Gruppe von 47 ehemaligen Teilnehmenden eines „Friedensmarsches“, darunter 22 Minderjährige, in der Rochstraße im Ortsteil Mitte rassistische und extrem rechte Parolen und bepöbelten damit umstehende Personen. Als Polizeieinsatzkräfte die Gruppe daraufhin anhielt, wurden auch Polizist*innen rassistisch beleidigt und tätlich angegriffen.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen, Ampeln, Gehwegen und Parkscheinautomaten entfernt. Sie stammen aus verschiedenen extrem rechten Onlineshops. Verklebt wurden z. B. "Fck Antifa"-Sticker oder "Hier wurde linker Müll überklebt".
In Rummelsburg gab es einen Steinwurf auf die Wohnung einer*s Antifaschist*in. Hierbei wurde ein Fensterglas zerstört. Hinter der eingeworfenen Scheibe befindet sich die Eingangstür. Bereits in der Vergangenheit war der*die Bewohner*in wiederholt Bedrohungen und Angriffen aus der Neonaziszene ausgesetzt, so dass eine extrem rechte und "anti-antifaschistische" Tatmotivation naheliegt.
Im Popitzweg in Charlottenburg-Nord wurde ein extrem rechter Sticker entdeckt, der sich mit den Worten "Zecken boxen" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Zusätzlich richtete er sich gegen LGBTIQ*.
Kurz vor 16:00 Uhr wurde am U-Bhf. Kottbusser Tor eine Frau transfeindlich beleidigt und mit Reizgas besprüht. Nach Zeugenangaben war die Frau von der U12 in Richtung U8 unterwegs, als sie auf der Rolltreppe in der Zwischenebene von Unbekannten beleidigt wurde. Als sie die Rolltreppe verlassen hatte, seien die zwei Männer auf sie zugelaufen, sprühten ihr unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht und flüchteten. Die Frau ging zu Boden, erlitt eine Augen- sowie Atemwegsreizung und wurde von alarmierten Rettungskräften am Ort behandelt. Zudem erlitten zwei weitere Zeuginnen durch das Sprühen ebenfalls eine Atemwegsreizung.
Auf einem Markt im Kollwitzkiez wurde eine Person antisemitisch von einem Standbetreiber beschimpft, nachdem dieser erfahren hatte, dass sie jüdisch ist.
Auf einer Kundgebung am Leopoldplatz im Ortsteil Wedding wurden u.a. die antisemitische Parole „Kindermörder Israel“ gerufen.
An der Ecke Kissingenstraße/Neumannstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „FCK AFA“ entdeckt und entfernt.
In der U5 in Höhe der Station Tierpark wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Dieser Aufkleber wurde entfernt.
Am Rande einer extrem rechten Demonstration in der Paulstraße in Moabit drohte ein Teilnehmer einem Journalisten, er solle "zum Schutz" seinerseits das Filmen unterlassen.
In der Alfred-Randt-Str. wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber bildete die Reichsfarben ab, beide stammten aus einem neonazistischen Onlinehandel.
Ausgehend von der Straße des 17. Juni zog eine extrem rechte "Friedensdemonstration" mit etwa 850 Teilnehmenden durch Mitte. An der Demonstration beteiligten sich Personen aus dem Umfeld von verschwörungsideologischen und extrem rechten Gruppen. Darunter waren die neonazistischen Kleinparteien "Die Heimat" (ehemals NPD) und "Der III. Weg", die verschwörungsideologische Kleinpartei "Die Basis", die AfD und die "Werteunion". Auch Reichsbürger*innen und verschwörungsideologische Kleingruppen wie die "Freedom Parade" und Personen aus dem Umfeld der "Freien Geister 4G" nahmen teil. Außerdem beteiligte sich ein Block von jungen Neonazis. Personen aus dieser Gruppe trugen verbotene Runen auf ihrer Kleidung. Teilnehmende zeigten außerdem die "White-Power"-Handgeste und ein Teilnehmer zeigte den Hitlergruß. Es wurden Parolen gegen Antifaschist*innen und die Parole "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" gerufen.