Extrem rechter Sticker in Charlottenburg
In der Schlossstraße wurde an einem Straßenschild ein Sticker der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.
In der Schlossstraße wurde an einem Straßenschild ein Sticker der extrem rechten "Identitären Bewegung" entdeckt und entfernt.
Auf Tischen eines Klassenraums in einer Schule in Charlottenburg-Wilmersdorf wurden Hakenkreuze, sowie antisemitische und rassistische Beleidigungen geschmiert.
In einer Bankfiliale am S-Bahnhof Halensee wurde eine antimuslimisch-rassistische Schmiererei entdeckt. Mit dem Schriftzug "[Superman-Abzeichen] AFD vs: Allah" wird die Gottheit des Islams und der Islam generell als bedrohlich und pauschal böse eingeordnet. Zudem wird die Notwendigkeit suggeriert den Islam zu bekämpfen. Dies soll in Form einer als "heldenhaften" Gegenspieler dargestellten "AfD" passieren. Die genutzten Gut-Böse-Schemata und der implizite Aufruf zur Bekämpfung des Islams, können als antimuslimischer Rassismus eingeordnet werden.
In der Wilhelmsaue wurde ein rassistischer Sticker mit dem Slogan "Brüste & millionenfache Remigration" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Westend und in der Seelingstraße in Charlottenburg wurden rassistische Sticker entdeckt. Die Botschaft lautete "Heute sind wir tolerant, morgen fremd im eigenen Land" entdeckt. Der Spruch knüpft an eine rassistische Erzählung der "Überfremdung" an.
Der Spruch stammt aus einem extrem rechten Songtext und wurde insbesondere von der Partei "Die Heimat" ehemals "NPD" geprägt.
In der Zillestraße in Charlottenburg wurde die Schmiererei "Death to Zionism" entdeckt. Die Bezeichnungen "Zionism", "Zionisten" oder "Zios" werden häufig als Code für das Juden*Jüdinnen und das Judentum verwendet. Es handelt sich um eine Umwegkommunikation, die Jüdinnen*Juden sowie Israel pauschal delegitimieren und dämonisieren soll.
In der Schloßstraße in Charlottenburg wurde an einem Altkleidercontainer ein Aufkleber von "Auf1 TV" entdeckt und entfernt. Der österreichische TV-Sender "Auf1" verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.
Am S-Bahnhof Halensee wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Er zeigte das Plakat zum Film "Er ist wieder da", welches stilisiert Hitler darstellt. Auf dem Aufkleber trug dieser eine Kufiya. Palästinenser*innen und propalästinensisches Aktivst*innen wird durch diese Bildsprache pauschal Antisemitismus im Ausmaß der NS-Zeit unterstellt. Dadurch werden NS-Verbrechen verharmlost und Rassismus verbreitet.
Erneut wurde in der U2 am U-Bahnhof Ruhleben ein transfeindlicher Sticker entdeckt. Auf dem Sticker war der Ausspruch "Stop transing the gay away" (etwa "Hört auf Homosexuelle wegzutransen") zu lesen. Damit werden trans Menschen als angebliche Bedrohung für eine homosexuelle Identität formuliert und diffamiert.
In der Schloßstraße Ecke Horstweg wurde ein Aufkleber entdeckt, der den Instragram-Account eines extrem rechten Aktivisten bewirbt.
In der Sophie-Charlotten-Straße wurde ein Sticker entdeckt und entfernt, der sich mit den Worten "We hate Antifa" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
In der U2 wurde am U-Bahnhof Ruhleben ein transfeindlicher Sticker entdeckt. Auf dem Sticker war der Ausspruch "Stop transing the gay away" (etwa "Hört auf Homosexuelle wegzutransen") zu lesen. Damit werden trans Menschen als angebliche Bedrohung für eine homosexuelle Identität formuliert und diffamiert.
In einem Cafe in Charlottenburg wurde einer Person, die auf einen Assistenzhund angewiesen ist, der Zugang zum Geschäft mit dem Assistenzhund verweigert. Zwar wurden "hygenische Gründe" als Begründung vorgeschoben, da es sich bei dem Assistenzhund allerdings um ein für die Person notwendiges Hilfsmittel handelt, ist dies als behindertenfeindliche Benachteiligung einzuordnen.
In Westend in der Westendallee wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstparter "Der III. Weg entdeckt.
Mindestens fünf Jugendliche einer extrem rechten Jugendgruppe sprühten in der Fußgängerunterführung an der Messe/ICC ein Transparent gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten. Sie waren dabei größtenteils vermummt, teilweise auch mit Merchandise der Jugendgruppe.
Später posierten Jugendliche mit dem Transparent in Alt-Treptow und hingen es dort auf.
An einer Tafel eines Restaurants in der Berliner Straße wurde ein eingeritztes Hakenkreuz entdeckt.
In der Carmerstraße in Charlottenburg wurde eine Schmiererei entdeckt, die den muslimischen Glauben schwulenfeindlich beleidigt.
An der Ecke Preußenallee/Heerstraße wurde an einem Stromkasten eine Schmiererei der neonazistische Zahlencode „1161“ (=„Anti-Antifaschistische Aktion“) entdeckt.
An einem Bankautomaten am Stuttgarter Platz wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Neben den Worten "International Geldautomat" wurde ein "Fick Juden" mit schwarzem Edding geschmiert. Viele antisemitische Verschwörungserzählungen behaupten fälschlicherweise, dass jüdische Menschen eine wichtige Rolle im internationalen Bankensystem einnehmen würden.
In der Schlüterstraße wurde die Schmiererei "FCK ZIONZS" an einem Fensterrahmen entdeckt. Bei "ZIONZS" (ausgeschrieben Zionazis) handelt es sich um eine Gleichsetzung von Zionist*innen und den Verbrecher*innen des Nationalsozialismus.
Als eine Person ein Restaurant in Charlottenburg mit ihrem Hund betrat, äußerte sich eine mitarbeitende Person mit den Worten “Sie haben Ihr eigenes Essen, ich meine, einen Hund, mitgebracht”. Die betroffene Person führt diese respektlose Aussage auf antiasiatisch-rassistische Bilder zurück.
Die Restaurantleitung entschuldigte sich anschließend schriftlich und kündigte an diesen Vorfall intern nachzubereiten.
In Westend auf dem Messegelände wurde bei einer Protestaktion ein antisemitisches Banner gezeigt.
In der Schloßstraße wurde an einer Hauswand die Schmiererei "Jew Hate" entdeckt, welche von Juden*Jüdinnen als bedrohlich wahrgenommen werden kann.
In der Schloßstraße wurde ein mit Edding geschmiertes Keltenkreuz an einer Hauswand entdeckt.
Ein LGBTIQ*-feindlicher Sticker wurde in der Wilmersdorfer Straße entdeckt. Die Bezeichnung "Gay" und zwei Männlichkeitszeichen werden darauf zur Diffamierung eines Fußball-Teams genutzt. Zudem wird auch eine sexistische Beleidigung genutzt.
Auf einem Stromkasten in der Weimarer Straße Ecke Schillerstraße wurde eine Schmiererei mit einem Mordaufruf gegen Antifaschist*innen entdeckt.
An einem Eingang des U-Bahnhofs Zoologischer Garten wurde ein transfeindlicher und rassistischer Sticker entdeckt und entfernt. Auf diesem war eine Progress Pride Flag zu sehen. Allerdings war diese am mehrfarbigen Wimpel an der linken Seite um die Abbildung einer Schere und Schnittkante ergänzt. Die dadurch abgetrennten Farben repräsentieren trans Personen, Schwarze und People of Color und die durch die AIDS-Krise erkrankten oder verstorbenen Queers. Die Symbolik des Heraustrennens ist als aktive Ausgrenzung aus der Community zu verstehen und daher als transfeindlich und rassistisch einzuordnen.
Am Ludwigskirchplatz wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels bemerkt und entfernt.
Bei einer Veranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Theodor-Heuss-Platz in Westend äußerte sich eine 59-Jährige antisemitisch gegenüber den Teilnehmenden. Sie sprach zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren lautstark antisemitisch an.
Am S-Bahnhof Jungfernheide reagierte ein Mann auf vorbeigehende Passant*innen mit den Worten "Sieg Heil".
Bei einer Protestaktion zur Lage in Rojava Kurdistan in der Bibliothek der "Technischen Universität" Berlin in Charlottenburg, kam es zu einem rassistischen und transfeindlichen Angriff auf eine protestierende Person durch das Sicherheitspersonal der Universität. Als die Protestierenden sich bereit erklärten, friedlich das Gebäude zu verlassen, wurde mehrfach versucht eine teilnehmende Person des Protestes gewaltvoll festzuhalten, erst an den Armen, dann auch an den Haaren. Als Personen einschritten, wurden diese geschubst und angeschrien. Die betroffenen Personen führen dieses aggressive Vorgehen auf eine antikurdisch-rassistische und transfeindliche Motivation des Sicherheitspersonals zurück.
Die TU teilt daraufhin mit, dass die entsprechenden Mitarbeiter nicht mehr in der Universität im Einsatz sind.
Zwischen dem S-Bahnhof Olympiastadion und dem Olympiastadion wurde an einem Verkaufstand eine Schmiererei mit dem Slogans "Anti-Antifa!" in roter Farbe entdeckt.
An der Ecke Sächsische Straße/Zähringerstraße wurde an einem Straßenschild ein extrem rechter Sticker verklebt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Diese wurden auf dem Sticker entmenschlichend als "Zecken" betitelt. Zudem ist auf dem Sticker eine durchgestrichene Pride-Flagge abgebildet.
An der Bushaltestelle Rüdesheimer Platz und in der Aßmannshauser Straße wurden erneut extrem rechte Sticker verklebt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Zwei Sticker stammten von einem extrem rechten Onlineversandhandel und zeigten verschiedene linke Symbole mit der Aufschrift "Hier wurde Gedankenabfall überklebt". Außerdem wurde ein Sticker mit Edding so verändert, dass er die Botschaft "Kein Mensch braucht Linke" trug.
Entlang der Brandenburgischen Straße wurden an mindestens drei Papierkörben antimuslimisch-rassistische Schriftzüge entdeckt. Der Schriftzug „Islam“ ist jeweils mit Pfeilen versehen, die auf die Öffnung des Papierkorbs zeigen.
Auf Höhe der Station Blissestraße in Wilmersdorf wurden in der U7 - neben verschiedenen Aufklebern mit Fußballbezug - extrem rechte Aufkleber entdeckt. Auf diesen war unter anderem der Slogan "We hate Antifa" zu lesen, welcher sich gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten richtet. Auf einem weiteren Aufkleber war der antifeministische und LGBTIQ*-feindliche Slogan "Fuck Gendern" abgebildet.
Auch in diesem Jahr verteilten Neonazis der Kleinstpartei "Der III. Weg" vor dem Messe-Gelände in Westend Flyer an Besucher*innen der "Grünen Woche". "Der III. Weg" wirbt auf den Flyern unter anderem mit dem Slogan "Umweltschutz ist Lebensschutz! Wir sind die echten Grünen". Die extreme Rechte versucht immer wieder Umweltschutzthemen zu vereinnahmen und setzt diese in einen Zusammenhang mit völkischer Ideologie. Zudem wurden Flyer mit dem Slogan "Unsere Alternative ist Revolution!" verteilt.
Bei einem Fußballspiel der zweiten Bundesliga im Olypmiastadium soll sich im Zuge einer gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Hertha-Fans und Einsatzkräften der Berliner Polizei ein Polizist rassistisch gegenüber einem Präsidiumsmitglied von Hertha BSC geäußert haben.
In der Schlüterstraße in Charlottenburg wurde an einem Papierkorb ein antimuslimisch-rassistischer Schriftzug entdeckt. Der Schriftzug „Islam“ ist jeweils mit Pfeilen versehen, die auf die Öffnung des Papierkorbs zeigen.
Auf einem Bahnsteig des S-Bahnhof Charlottenburg wurden zwei Sticker aus einem neonazistischen Online-Versandhandel entdeckt und entfernt. Auf dem einen Sticker war der rassistische Slogan "White Lives Matter" und auf dem Anderen der Slogan "Weiblichkeit annehmen!" zu lesen.
Im U-Bahnhof Bismarckstraße wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich mit den Worten "FCK ANTIFA" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
In der Schloßstraße in Charlottenburg wurde an einem Parkscheinautomat ein Aufkleber von "Auf1 TV" entdeckt und entfernt. Der österreichische TV-Sender "Auf1" verbreitet unter anderem extrem rechte und verschwörungsideologische Inhalte.
Nachdem eine Jugendliche von einem Bekannten zu einer Chatgruppe hinzugefügt worden war, wurde sie dort unmittelbar als "Linke Zecke" und "Fotze" beleidigt. Zusätzlich wurde ihr gesagt, sie solle "in die Gaskammer" gehen. Die Chatgruppe hat den Namen "Rechts vor Links", verwendet das extrem rechte "White Power"-Zeichen im Gruppennamen und bekennt sich in der Gruppenbeschreibung zur Partei "AfD".
Im Verlauf des Chats wurden zusätzlich rassistische Beleidgungen und weitere NS-verherrlichende Aussagen und Bilder wie beispielsweise Hakenkreuze gepostet.
In der Schlossstraße in Charlottenburg wurde ein NS-verherrlichender Aufkleber mit der Aufschrift "In uns brennt die schwarze Sonne!" entdeckt. Die "Schwarze Sonne" wurde im Nationalsozialismus von der SS genutzt und kann entweder als drei übereinandergelegte Hakenkreuze oder als Rad aus zwölf "Sieg-Runen" gedeutet werden.
In der Rüdesheimer Straße wurde ein Sticker eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt, der sich mit der Aufschrift "Überklebt, du Zecke!" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet.
In der Rönnestraße wurde eine Schmiererei entdeckt, die sich mit dem Schriftzug "Antifa Scum" gegen politische Gegener*innen der extremen Rechten richtet.
In Berlin fand ein diskriminierender Vorfall statt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Vorfallstag.
Am U-Bahnhof Adenauerplatz wurde ein Aufkleber von "aktiv.berlin" entdeckt. Der Aufkleber zeigte ein zerstörtes Berlin und zwei Menschen auf Fahrrädern. Die Aufschrift lautete "Remigration! ...bevor es zu spät ist."
Hinter dem Begriff "Remigration" der extremen Rechten steht die Absicht der Abschiebung von Geflüchteten sowie Eingewanderten und ihrer Nachkommen in vermeintliche Herkunftsländer.
In der Osnabrücker Straße wurde eine Schmiererei des Slogans "Zionists are genocidal scum" entdeckt. Damit wurden Zionist*innen pauschal zu "Volkermördern" erklärt und diffamiert. Die Bezeichnung "Zionisten" wird zudem häufig als Code für Juden*Jüdinnen verwendet.
In der Pestalozzistraße in Charlottenburg wurden zwei Frauen auf eine Frau of color aufmerksam, musterten sie abschätzig, kamen schnellen Schrittes auf sie zu, was bereits bedrohlich für die Betroffene wirkte, und spuckten sie schließlich an. Die Betroffene vermutet Rassismus, da sie die Frauen nicht kannte und die Handlung ohne erkennbaren Anlass geschah.