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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Neonazistische Kundgebung vorm Eastgate (3)

    12.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Neonazis der ehemaligen Bürgerbewegung Marzahn-Hellersdorf halten am Eastgate am S-Bahnhof Marzahn eine Mahnwache ab. Angemeldet wurde die Kundgebung von René Uttke. Sie steht in Konkurrenz zur zeitgleichen Demonstration von der Gruppe “Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“.Die Gruppe von ca. 25 Neonazis steht auf der Treppe am Anfang der Marzahner Promenade mit zwei Transparenten, Reichsfahne und während abwechselnd ihr Anmelder Redebeiträge hält oder Rechtsrock läuft. Uttke hetzt gegen die BÄRGIDA Demonstranten, phantasiert vom „Genozid am deutschen Volke“ und bezieht sich positiv auf den Nationalsozialismus.So erinnert er „ältere Marzahner“ an die Zeiten eines „nationalen und sozialistischen Deutschlands“ in dem ja nicht alles schlecht gewesen wäre. Neben Neonazis der Bürgerbewegung Marzahn-Helllersdorf nehmen auch bezirkliche NPDler teil.
    Quelle: Antirassistisches Register ASH
  • NPD stellt rassistische Anfrage in der BVV (2)

    12.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Während der BVV-Sitzung provozierte ein Verordneter der NPD mit der Frage, ob Geflüchteten im Bezirk Wertgegenstände abgenommen werden um für ihre Unterbringung aufzukommen.

    Quelle: Tagespresse
  • Rassistischer Angriff an der Raoul-Wallenberg-Straße

    12.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Raoul Wallenberg Straße greift eine Gruppe von vermummten Neonazis einen Mann aus rassistischen Motiven mit einer Eisenstange an. Die Täter attackieren den Mann, klauen ihm zwei Tüten mit Einkäufen und verjagen ihn. Die Neonazis waren vermutlich Teil einer Gruppe die den Abend über im Gebiet zwischen Raoul-Wallenberg-Straße und S-Bahnhof Marzahn unterwegs war. Ihr Ziel war es nicht die Naziveranstaltungen zu besuchen, sondern im Schutze der Dunkelheit Menschen zu überfallen und zu attackieren. Es handelte sich nach Augenzeug_innen dabei um 12-15 junge Männer, die einheitlich schwarz gekleidet waren.
    Quelle: Augenzeug_innenbericht / Register ASH
  • Schmiererei gegen Antifa in Ahrensfelde

    12.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Nahe der S-Bahnstation Ahrensfelde in Marzahn-Nord wird ein Schriftzug gemalt mit „Anti-Antifa organisieren“.
    Quelle: Register Lichtenberg / Registe ASH
  • "Wir für Berlin" Demo am S-Bahnhof Marzahn

    12.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Auf dem Parkplatz vor dem S-Bahnhof Marzahn versammeln sich ab 18:30 ca. 50 Neonazis zur Demonstration der Gruppe “Wir Für Berlin & Wir Für Deutschland“. Die Demonstration, „2. Abendspaziergang für eine angemessene Politik“, wurde mit strikten Regeln vom Anmelder angekündigt, die unter anderem Alkohol und Sprechchöre verbieten. Der Demonstrationszug zieht dann gegen 19:00 Uhr los. An der Spitze mit dem Transparent  mit der Aufschrift „Wir für Deutschland – Wir sind das Volk“. Auf Grund der geringen Teilnehmerzahl müssen die Neonazis auf dem Gehweg an der Märkischen Allee entlang ziehen in Richtung Raoul Wallenberg Straße. Von der Märkischen Allee geht es über die Franz Stenzer Straße, Raoul Wallenberg Straße, Landsberger Allee, Pöhlbergstraße auf den Blumberger Damm. Dort endet die Demonstration nahe der Kreuzung zur Landsberger Allee, ca. 200 Meter von der Asylunterkunft entfernt. Abziehende Nazigruppen verteilen sich nach der Demo im Kiez.
    Quelle: Antirassistisches Register ASH
  • Aggressiver Busfahrer der BVG

    11.11.2015 Bezirk: Spandau
    Eine Integrationslotsin, die Kopftuch trägt, begleitet zwei Flüchtlingsfamilien zum Waldkrankenhaus. Beim Einstieg in die Linie 130 wollen sie mit einem 20 Euro-Schein bezahlen, was nicht möglich ist. Der Fahrer ist genervt, weil nachgefragt wird. Als die Durchsage kommt, der Buss fahre nicht bis zum Waldkrankenhaus, ist sich die Integrationslotsin nicht sicher, ob sie das richtig verstanden hat und fragt vorne beim Fahrer nach. Dieser reagiert aggressiv auf ihre Frage. Als sie sich diesen Ton verbittet, wird sie angeschrien, sie solle aus dem Weg gehen. Sie wird ebenfalls laut und entgegnet, sie habe seine Wagennummer notiert und werde sich beschweren. Daraufhin macht sich der Fahrer darüber lustig, sie könne damit sowieso nichts erreichen, sie zähle nicht. Die Meldung an die BVG erfolgt am gleichen Tag, blieb aber bisher unbeantwortet.
    Quelle: GIZ e.V.
  • Aufkleber von Pro Deutschland

    11.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Im Gebiet zwischen Dingelstädter Straße und dem S-Bahnhof Marzahn werden knapp 70 Aufkleber der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland gefunden.
    Quelle: Augenzeug_innenbericht / Register ASH
  • Rassistischer Angriff vor Unterkunft

    11.11.2015 Bezirk: Spandau
    Ein Geflüchteter wird vor einer Erstaufnahmeunterkunft aus einem gegenüber liegenden Haus aus rassistischer Motivation mit einer rohen Kartoffel beworfen und getroffen.
    Quelle: ReachOut
  • 9. November 2015 - Antisemitische Schmierereien an Sozialeinrichtung

    10.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Die Gebäudefassade und Fensterscheibe einer sozialen Einrichtung in Marzahn, die sowohl z.T. aktiv in der Flüchtlingshilfe ist als auch insgesamt als politisch links gilt, wird über Nacht mit antisemitischen Schmierereien beschädigt. An einer Scheibe wurde mit silberner Farbe groß ein „J.“ und ein Davidstern aufgemalt. Die Szene erinnert bzw. soll wohl erinnern an die antisemitischen Hass-Schmierereien im Dritten Reich während des „Boykotts“ 1933 und 1938 rund um die Reichpogromnacht, die sich am 9. November 2015 zum 77. Male jährt. Dieses Datum scheint also entsprechend gewählt worden zu sein. Die Polizei ermittelt.
    Quelle: Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte der Volkssolidarität/ Polis*
  • AN_Berlin Aufkleber entdeckt und entfernt

    10.11.2015 Bezirk: Pankow
    Im Laufe des Tages entdeckten Anwohner*innen im Ortsteil Karow auf der Piazza Aufkleber mit dem Slogan "Linksfaschisten haben Namen und Adressen - AN_Berlin" und entfernten diesen.
    Quelle: Anwohner*in
  • BüSo-Infostand in Baumschulenweg

    10.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Kaisers in Baumschulenweg veranstaltete die BÜSO (Bürgerrechtsbewegung Solidarität) einen Info-Stand. BüSo ist eine Politsekte mit teilweise antisemitischem und extrem rechten Gedankengut.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • "Compact" Sticker in Baumschulenweg

    10.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Baumschulenstraße wurden mehrere Sticker der rechten Zeitschrift „Compact Magazin“ entdeckt und entfernt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Flyer der NPD in Marienfelde

    10.11.2015 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
    Am 10.11.15. verteilte die NPD in Marienfelde Flyer mit rassistischem Inhalt ("Asylbetrug macht uns arm") und dokumentierte diese Aktion auf der entsprechenden Facebookseite. Dabei stand unter anderem der Briefkasten von Anja Schillhaneck, Mitglied des Abgeordnetenhauses (Die Grünen), im Fokus.
    Quelle: Register Tempelhof-Schöneberg
  • NPD und Identitäre Aufkleber in Karow entdeckt und entfernt

    10.11.2015 Bezirk: Pankow
    Im Laufe des Tages wurden im Ortsteil Karow verschiedenste Aufkleber der NPD und Identitäre entdeckt und entfernt. Sie trugen u.a. den Slogan "Islamists not welcome", "Das Boot ist voll" oder "Geld für Oma statt für Sinti und Roma".
    Quelle: Netzwerk für Demokratie und Respekt Buch-Karow
  • Rassistische Mahnwache (28)

    10.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Zum wiederholten Mal fand eine rassistisch motivierte Mahnwache in Nähe der Container-Unterkunft für Geflüchtete im Salvador-Allende Viertel statt.

    Quelle: Zentrum für Demokratie
  • Antifa-Demo beworfen

    09.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 9. November führte die Moabiter Antifa-Szene ihre traditionelle Demonstration zum Jahrestag der Reichspogromnacht durch. Die Demoteilnehmer wurden als "Scheiß Juden" beschimpft. Außerdem wurde der Demozug aus einem Fenster mit 2-Liter-Tetra Paks beworfen.
    Quelle: Register Mitte
  • Bärgida-Aufmarsch in Mitte

    09.11.2015 Bezirk: Mitte
    Die BärGiDa traf sich am 9. November zu ihrem 48. Abendspaziergang. Nach unterschiedlichen Schätzungen waren es 150 bis 300 Teilnehmer. Im Anschluss an die obligatorische Kundgebung vor dem Hauptbahnhof führte die Demo vom Alexanderplatz in Berlin-Mitte zur S-Bahnstation Prenzlauer Allee in Pankow. Unterwegs marschierten die rechten Demonstranten an der alten Synagoge in der Rykestraße vorbei. Die Synagoge war am 9. November 1938 geplündert worden, wurde aber nicht angezündet, da sie mitten im Wohngebiet liegt. Sie ist daher eine der wenigen/die einzige Synagoge im Originalzustand in Deutschland. Vor dem Hauptbahnhof forderte ein Redner, der russische Autokrat Wladimir Putin möge einen neuen Krieg in Europa verhindern, indem er die "Brunnenvergifter" von der deutschen Bundesregierung beseitigen möge. In einer Presseerklärung setzte sich Bärgida mit den Opfern des NS gleich.
    Quelle: Register Mitte
  • Bärgida-Demonstration in Prenzlauer Berg

    09.11.2015 Bezirk: Pankow
    Am Abend gegen 20:15 Uhr startete die rassistische Demonstration von "Bärgida" am Alexanderplatz über den Kollwitzplatz, Knaackstraße, Prenzlauer Allee bis zum S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Gegen 21:45 löste sich die Demonstration von ca. 60-70 auf. Es protestierten ungefähr genausoviele Menschen dagegen.
    Quelle: NoBärgida, Jusos, Unterstützungskreis Straßburger Straße
  • Mahnmale geschändet

    09.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 9. November, dem Jahrestag der Reichsprogromnacht von 1938, schändeten unbekannte Neonazis gleich mehrere Mahnmahle, die an die Deportationen der Berliner Juden in die Konzentrationslager erinnern: Beschmiert wurden die Denkmäler in der Levetzowstraße 7-8 (ehemalige Synagoge, später Sammellager für Abtransporte), und in der Ellen-Epsein-Straße bzw. auf der Putlitz-Brücke, von wo 32.000 Juden ab Januar 1942 ins KZ abtransportiert wurden. Auf das Denkmal auf der Putlitzbrücke kritzelten die Täter "Gaskammer-Lüge", "Holohoax - Die Täter sind Zionisten" und "9.11. - false flg". "Alles Lüge", behaupteten die Täter an der Ellen-Epsein-Straße.
    Quelle: http://moabit.net/9228
  • Neonazi hetzt auf twitter am 9. November

    09.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Der Anmelder zahlreicher Neonaziveranstaltungen in Marzahn, René Uttke, verbreitet anlässlich des Jahrestages der so genannten Reichsprogromnacht antisemitische Hetze.  Er postet auf Twitter „#9November : Einfach mal die Korken knallen lassen ;)“.
    Quelle: Antirassistisches Register ASH
  • NPD-Mini-Aufmarsch

    09.11.2015 Bezirk: Mitte
    Zum Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November veranstaltete die NPD am Brandenburger Tor, in der Nähe des Mahnmals für die Ermordeten Juden Europas, einen Mini-Aufmarsch mit zehn Teilnehmern. Dabei hielt der NPD-Landesvorsitzende Sebastian Schmidtke eine Rede, über deren Inhalt hier nichts bekannt wurde.
    Quelle: Register Mitte
  • Reichsbürger-Mahnwache

    09.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 9. November veranstalteten die "Reichsbürger" eine Mahnwache am Paul-Löbe-Haus des Bundestages. Die rechte Gruppierung wird von Rüdiger Klasen (ex-NPD) angeführt; es erschienen maximal 20 Teilnehmer.
    Quelle: Eigener Bericht
  • SPD-Mitarbeiter bedroht (2)

    09.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Die Tür des Abgeordnetenbüro von Tom Schreiber in Köpenick wurde eingetreten und ein Mitarbeiter beleidigt und bedroht. Ausserdem äusserte er sich rassistisch gegenüber geflüchteten Menschen.

    Quelle: Abgeordnetenbüro Tom Schreiber, MdA
  • SPD-Mitarbeiter bedroht (3)

    09.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Kurz nachdem die Polizei das Büro des Abgeordneten Tom Schreiber's in Köpenick verlassen hatte (siehe vorheriger Vorfall), postierten sich zwei Männer vor dem Büro, skandierten „Scheiß-SPD“ und zeigten mehrmals den Hitlergruß.

    Quelle: Abgeordnetenbüro Tom Schreiber, MdA
  • Stolperstein in Charlottenburg gestohlen

    09.11.2015 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf
    Am 9. November 2015 wurde in der Rönnestraße der Stolperstein zum Gedenken an Heinrich Blumenthal gestohlen. Blumenthal lebte teilweise in Charlottenburg in der Rönnestraße 11 bei Familie Marcus. Er wurde in das Konzentrationslager Sachsenhausen und 1943 schließlich nach Auschwitz deportiert, wo er im Dezember 1944, einen Monat vor der Befreiung durch die Rote Armee, von Deutschen im Gas ermordet wurde. Stolpersteine sind kleine Denkmäler, die ins Straßenpflaster eingelassen an Opfer des Nationalsozialismus erinnern.
    Quelle: Stolpersteine-Initiaitve Charlottenburg-Wilmersdorf, RIAS Berlin
  • Störung bei der Stolpersteinverlegung

    09.11.2015 Bezirk: Spandau
    Bei der Feier anlässlich der Verlegung der Stolpersteine für Zilka Salomon, deren Stein am 2. Juli gestohlen worden war, und für ihre Kinder am 9. November in der Lutherstr. 13 hält ein Mann in einem Auto an und ruft, als der Rabbiner gerade ein Gebet spricht, laut: "Free Gaza".
    Quelle: GIZ e.V.
  • Unterkunft für Geflüchtete am 9.November beschossen

    09.11.2015 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Eine unbekannte Person hat Montag Nacht gegen 22.30 Uhr mit einer Luftdruckwaffe auf ein Fenster der Unterkunft Allende 1 geschossen. Die Kugeln prallten an der Verglasung des Gebäudes in der Salvador-Allende-Straße  ab. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

    Quelle: Pressemeldung der Polizei
  • Zerstörung der Herzl Platte

    09.11.2015 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg
    Auf dem Kreuzberger Mehringplatz befindet sich die Installation „Pfad der Visionäre“. Es handelt sich um in den Boden eingelassene Platten mit Zitaten ausgewählter Persönlichkeiten aus UN-Mitgliedsstaaten. Jede Platte ist mit der Landesflagge des Herkunftslandes der entsprechenden Persönlichkeit versehen. Für den Staat Israel wurde der Schriftsteller und Begründer des politischen Zionismus Theodor Herzl ausgewählt. Am 9. November wurde die Zerstörung der gläsernen Abdeckung sowie das gezielte Abkratzen der israelischen Fahne festgestellt. Dieser Akt des rituellen Zerstörens der Flagge zeigt den Willen an, die Existenz des Staates Israels nicht anzuerkennen. Die zeitliche Nähe der Tat zum 77. Jahrestag der Reichspogromnacht verstärkt ihre Wirkung. Die Annahme eines antisemitischen Tatmotivs ergibt sich aus der gezielten Auswahl der beschädigten Platte und dem für die Sachbeschädigung gewählten symbolträchtigen Datum.
    Quelle: Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus
  • Rassistischer Angriff

    08.11.2015 Bezirk: Reinickendorf
    Auf dem Senftenberger Ring im Märkischen Viertel gegen 14.50 Uhr beleidigt ein 52-jähriger Mann zwei 20-jährige Männer rassistisch und versucht diese zu schlagen.
    Quelle: Reach Out
  • Bundesweite AfD-Demonstration

    07.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 7. November veranstaltete die "Alternative für Deutschland" (AfD) eine bundesweite (Groß-)Demonstration unter dem Motto "Asyl braucht Grenzen. Rote Karte für Merkel" in der Berliner Innenstadt. Dazu konnte die Partei insgesamt 5.000 Anhänger mobilisieren, die mit zahlreichen Fahnen und Transparenten aufmarschierten. "Merkel muss weg!", lautete die Parole des Tages. Die Demonstration begann in der Nähe des Roten Rathauses und führte über die Straße Unter den Linden und die Wilhelmstraße zum Hauptbahnhof. Am Ausgangsort sprachen die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch und der Brandenburgische AfD-Landesvorsitzende Alexander von Gauland. Dieser verglich in seiner Rede den aktuellen Flüchtlingsstrom nach Deutschland mit der Völkerwanderung aus dem antiken Germanien, die zum Untergang des weströmischen Reiches geführt habe, "als die Barbaren den Limes überrannten". Am Hauptbahnhof hielt die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry eine allzu lange Rede. Sie warf den übrigen Parteien vor, sie würden durch ihre Migrationspolitik die nationale Identität Deutschlands gefährden; außerdem seinen die Kapazitäten des Sozialsystems begrenzt. Nach Angaben der Polizei versammelten sich rund 1.100 bis 1.200 Antifaschisten, die sich in kleinen Gruppen in allen Seitenstraßen entlang der Demoroute versammelten. Außerdem hatten die Berliner Landesverbände von SPD, CDU, Grünen und Linken zu einer Gegenkundgebung am Brandenburger Tor aufgerufen. Die Polizei setzte rund 1.100 Beamte ein. Es kam zu kleineren Zwischenfällen: Vor dem Dom räumte die Polizei gewaltsam eine Sitzblockade, an der Einbuchtung Neustädtische Kirchstraße gab es Rangeleien zwischen Demoteilnehmern und Gegendemonstranten. Bei einer Gegendemonstration vor dem Roten Rathaus wurde der Abgeordnete Oliver Höfinghoff (Piratenfraktion) von einem AfD-Mitglied aus Bayern geschlagen. Auch der Pressefotograf Kaveh Rostamkhani beschwerte sich, er sei von AfDler im Bereich des Hauptbahnhofes "mehrfach bedrängt und behindert und beleidigt" worden. Die Polizei setzte Pfefferspray, Gummiknüppel und Kampfhunde ein. Insgesamt wurden 59 Gegendemonstranten vorübergehend festgenommen. Nach Angaben der Polizei wurden 29 Beamte verletzt.
    Quelle: http://www.zeit.de/politik/2015-11/afd-demonstration-berlin-asyl-fluechtlinge-merkel, http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/wegen-landfriedensbruch-und-koerperverletzung-79-strafanzeigen-nach-afd-demonstration-in-berlin/12557434.html
  • NPD-Infostand in Marzahn (7)

    07.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Am Samstag findet an der Jan-Petersen-Straße ein Infostand der NPD Marzahn-Hellersdorf statt.
    Quelle: Antirassistisches Register ASH
  • Politischer Gegner

    07.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 7. November 2015 ereignete sich im Ortsteil Mitte ein Angriff gegen einen Politischen Gegner, zu dem die Berliner Polizei aus datenschutzrechtlichen Gründen keine näheren Angaben machte.
    Quelle: ReachOut
  • Pro Deutschland sammelt Unterschriften (5)

    07.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Die rechtspopulistische Partei Pro Deutschland sammelt am Vormittag gegen 11 Uhr Unterschrifte für ein Bürgerbegehren am Einkaufszentrum Eastgate, nahe dem S-Bahnhof Marzahn.
    Quelle: Augenzeug_innenbericht /Register ASH
  • Rassistischer Mann schubst geflüchtete Kinder

    07.11.2015 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die als Asylsuchende in Marzahn leben, werden am Nachmittag Ziel rassistischer Aggressionen. Ein Mann begegnet den jungen Menschen nahe dem Brodowiner Ring an der Landsberger Allee. Der Mann rempelt mehrere Jugendliche absichtlich an und versucht sie zum stolpern zu bringen.
    Quelle: Augenzeug_innebericht/ Register ASH
  • Antisemitische Email

    06.11.2015 Bezirk: Mitte
    Am 6. November erhielt das Büro des Zentralrats der Juden in der Tucholskystraße eine E-Mail mit antisemitischem Inhalt.
    Quelle: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/SchrAnfr/S17-17735.pdf
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