Neonazistischer Zahlencode und Schriftzug gegen Antifaschist*innen in Niederschöneweide
Auf einem Sitzblock an der Spree an der Obrikatstr. wurden der neonazistische Zahlencode "1161" und der Schriftzug "Fuck Antifa" entdeckt und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
Auf einem Sitzblock an der Spree an der Obrikatstr. wurden der neonazistische Zahlencode "1161" und der Schriftzug "Fuck Antifa" entdeckt und entfernt.
Im Gerichtsgebäude in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der Betroffenen werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Eine Schwarze Frau wartete mit ihrem Baby auf die Buslinie M32, als ein Mann auf sie zukam und sie anschrie, sie solle dorthin zurückgehen, wo sie herkomme, sie sei hier nicht willkommen.
Eine Frau joggte durch den Volkspark Rehberge und telefonierte. Sie lief an einem Mann vorbei, der sie rassistisch beleidigte. Er fühlte sich offenbar durch ihr Telefonieren gestört. Als die Frau etwas erwiderte, griff er sie an und schlug ihr gegen den Kopf. Der Mann versuchte, ihr das Handy abzunehmen, stieß die Frau zu Boden und schlug weiter auf sie ein. Zwei Augenzeugen griffen ein und unterstützten die Frau. Von der alarmierten Polizei fühlte sich die Frau nicht ernst genommen. Die Polizist*innen nahmen aber die Anzeige und die Personalien der Beteiligten auf. Die Frau erlitt verschiedene Verletzungen unter anderem an der Schulter und musste sich in ärztliche Behandlung begeben.
Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er spielte auf die rassistischen Gesänge zu einem Popsong an.
Bei einer Online-Veranstaltung einer Partei zu dem Thema "Antimuslimischer und antipalästinensischer Rassismus" kam es zu einer Störaktion. Zu Beginn der digitalen Veranstaltung haben teilnehmende Personen auf dem Bildschirm pornografische Inhalte und ein Hakenkreuz geteilt. Die Veranstalter*innen konnten vier Fake-Accounts ausfindig machen und die Störaktion so unterbinden. Die Veranstaltung wurde öffentlich in sozialen Netzwerken beworben.
An einer Infotafel im Sprengelkiez wurden ein Hakenkreuz und das N-Wort geschmiert. Das Datum des Eintrags stimmt nicht mit dem Vorfallsdatum überein.
An der Bushaltestelle beim S-Bahnhof Buch wurde eine Schmiererei mit dem Zahlencode „1161“ entdeckt. Die Zahlen richten sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
An der Tür eines geschlossenen Ladengeschäftes an der Ecke Wilhelminenhofstr. / Edisonstr. wurden der Schriftzug "Fuck Antifa" und ein Keltenkreuz entdeckt.
An einem Baucontainer am Platz am Kaisersteg wurden die Schriftzüge "FCK 161" (Fuck Antifa) und "FCK LINKSFASCHISMUS" entdeckt. Unter den Schriftzügen befand sich an Kürzel, was bereits mehrfach auch bei Gewaltdrohungen gegen Antifaschist*innen entdeckt wurde.
In der Kantstraße, Nähe U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße, wurden mehrere verschwörungsideologische Aufkleber entdeckt, die NS-Verbrechen relativierten.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von antimuslimisch-rassistischer und behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Zwischen den Bahnhöfen der U7 Adenauerplatz und Richard-Wagner-Platz beleidigte ein Mann mehrere Frauen, die Kopftuch trugen, antimuslimisch rassistisch und sexistisch.
Im Quartierspark des Rosenfelder Rings wurde ein "FCK ANTIFA"-Aufkleber entdeckt und entfernt.
In der Nehringstraße wurde ein Sticker entdeckt und entfernt, der sich mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
Erneut wurden im Ostseeviertel etwa 25 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Ahrenshooper Straße wurden mehrere Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt, die rassistische und NS-verherrlichende Symboliken und Sprüche enthielten. So war auf einem der Aufkleber eine Reichsfahne mit einer "Schwarzen Sonne" abgebildet. Ein anderer Aufkleber titelte "Abschieben verhindert Straftaten" und bringt somit Geflüchtete auf rassistische Weise in Verbindung mit Kriminialität. Direkt neben den Aufklebern wurde zudem eine AfD-Visitenkarte an der Tramhaltestelle entdeckt.
In der Ribnitzer Straße, Zingster Straße und Wiecker Straße wurden ebenfalls Aufkleber mit rassistischen Slogans, wie beispielsweise der Forderung nach "Remigration" von der extrem rechten Kampagne "Ein Prozent" oder NS-verherrlichende Schmierereien, wie die "doppelte Sigrune (SS)" entdeckt.
Auch am Malchower See wurden an einem Hinweisschild NS-verherrlichende Aufkleber in Reichsfarben entdeckt.
In der Darßer Straße Ecke Hansa Straße wurden Aufkleber vom "Völkischen Bund", einer extrem rechten, NPD-nahen Organisation aus Wiesbaden, welche 1995 aufgelöst wurde, entdeckt und entfernt.
Im Weitlingkiez wurde eine Person erneut im Beisein ihrer Kinder von einer Passantin und deren Begleitung als "Scheiß Zecke!" beschimpft. Als die Person die beiden aufforderte dieses Verhalten insbesondere wegen der Anwesenheit der Kinder zu unterlassen, beschimpfte die Frau die betroffene Person abermals. Anschließend verfolgte die männliche Begleitung der Frau die Person und drohte ihr Gewalt an.
Im Beerenpfuhlgraben wurde mehrere Aufkleber der extremen Rechten entdeckt. Ein Aufkleber war von "Der III. Weg" und titelt: "Kriminelle Ausländer raus". An der Senftenberger Str. /Kastanienalle wurde ein Aufkleber mit einem Stahlhelmsoldaten, Runenschrift, der Deutschlandfahne und dem Slogan: "Hier wurde linker Müll überklebt" entdeckt.
In der Ottomar-Geschke-Str. wurden sieben extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Vier Aufkleber stammten von der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" und richteten sich gegen politische Gegner*innen, wobei ein Aufkleber auch einen Gewaltaufruf enthielt. Die anderen Aufkleber waren rassistisch motiviert und stammten zum Teil von der sogenannten "Identitären Bewegung".
In der Dathepromenade wurde an einem Mülleimer ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels, der sich gegen politische Gegner*innen und trans Menschen richtete, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber war in den Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot und trug die Aufschrift "Antifa-Freie Zone".
Am Mauerweg in Marienfelde wurde ein Hakenkreuz auf eine Wanderkarte zusammen mit dem Schriftzug "Hertha Hools" geschmiert. Dazu gab es auch den Schriftzug "Hertha Hools 88".
In der Sulzfelder Straße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“ entdeckt und entfernt.
Auf einer Toilette des Geographischen Instituts der Humboldt-Universität in der Rudower Chaussee wurde ein Hakenkreuz entdeckt und entfernt.
In der Umgebung des Löwensteinrings in Neukölln-Gropiusstadt wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt. Der Aufkleber richtete sich gegen LGBTIQ*. Dieser zeigte eine durchgestrichene Regenbogenflagge und titelte "Pädophilie bekämpfen". Hierbei handelt es sich um eine gezielte Desinformationskampagne, die von der extremen Rechten ausgeht und queere Menschen in Verbindung mit sexualisierter Gewalt oder Kindesmissbrauch bringt.
An der Tür des linken Projekts Kubiz in der Bernkasteler Str. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Freiheit für Manuel" entdeckt und entfernt. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Auch in Deutschland solidarisieren sich extrem rechte Gruppen und Einzelpersonen, wie "Der III. Weg", mit dieser Person.
In der Nähe des Schmiedeteichs in Rudow wurde ein Aufkleber einer neonazistischen Gruppe aus Bautzen mit israelbezogenem antisemitischen Inhalt entdeckt und entfernt.
In der Wendenschloßstr. wurden etwa zehn rassistische Aufkleber gegen geflüchtete Menschen entdeckt und entfernt. Einige enthielten die rassistische Forderung nach "Remigration". Sie stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Ebenfalls in der Wendenschloßstr. wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Oberseestraße wurden mehrere rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Auf diesen ist der Slogan: "Thank you for not mixing" (dt: "Danke, dass Sie sich nicht vermischen"). Abgebildet ist eine weißes und ein schwarzes Strichmännchen. Der Spruch ist an die Rassentheorie angelehnt.
An der Bushaltestelle Balatonstraße wurde ein Aufkleber mit der rassistischen Forderung nach "Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Nähe des U-Bahnhofes Rudow wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Ku-Klux-Klan - WEISSE MACHT. Tradition seit 1925" entdeckt und entfernt.
Auf dem Deckel eines Straßencontainers im Büchnerweg wurde der antimuslimisch rassistische Schriftzug "ISLAM=TERROR" entdeckt.
Auf der Robert-Lück-Str. wurden mehrere Sticker entdeckt, deren Inhalt sich gegen antifaschistisch Engagierte richtete.
Im Bezirk Mitte ereignete sich in einem Krankenhaus ein Vorfall von antimuslimisch-rassistischer und behindertenfeindlicher Beleidigung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
In der Friedbergstraße in Charlottenburg wurden eine Frau, die eine Kette mit einem Davidstern trug, und ein Mann von zwei Unbekannten antisemitisch beleidigt. Später wurde der Mann auch angegriffen, als er versuchte, die Beleidigungen zu filmen.
In einen Fahrstuhl eines Wohnhauses im Eisenhutweg wurden ein Hakenkreuz und der Schriftzug "AfD" eingekratzt.
An der Fassade eines Supermarkts in der Weitlingstraße wurden erneut extrem rechte Graffiti angebracht. Diese enthielten die Parolen "Fuck Antifa", sowie "Antifa Fotzen!" und den neonazistischen Zahlencode "1161" (Anti-Antifaschistische Aktion).
In der Fanninger Str. wurden zwei Aufkleber von der NRJ, der Jugendorganisation von "Der III.Weg" entdeckt und entfernt.
In mehreren Straßen rund um die Piesporter Straße wurden etwa 13–17 Plakate der neonazistischen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ entdeckt und entfernt. Die Plakate enthielten u. a. den Slogan „Deutschland den Deutschen“, der als rassistische und antisemitische Parole zu werten ist. Er steht für ein völkisches Weltbild, das nicht nur migrantische Menschen, sondern auch Jüdinnen und Juden sowie weitere marginalisierte Gruppen ausschließt. Die Plakate waren teils noch frisch geklebt, was auf eine koordinierte nächtliche Aktion hinweist.
In der Ackerstraße in Gesundbrunnen wurden ein rassistischer, ein antimuslimisch-rassistischer sowie vier gegen Antifaschist*innen und politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Gontardstraße am Alexanderplatz wurden zwei gegen Antifaschist*innen gerichtete Aufkleber, ein anti-Schwarz rassistischer Aufkleber und ein Aufkleber in Reichsfarben entdeckt und entfernt.
In Hellersdorf wurde gemeldet, dass eine Gruppe jugendlicher Neonazis durch die Straßen zog und queerfeindliche sowie rassistische Parolen rief. Die Route ist dem Register Marzahn-Hellersdorf bekannt.
An der Ecke Puchanstr. / Kinzerallee wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber entdeckt und entfernt.
Beim Fußweg am Beerenpfuhlgraben fand sich ein Graffiti der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“.
In der Josef-Nawrocki-Str. wurde an einer Hauswand der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Auf dem Marktplatz wurden drei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie warben für einen neonazistischen Onlinehandel.
Im Spreepark wurde ein weiterer Aufkleber, der für einen neonazistischen Onlinehandel warb, entdeckt und entfernt.
An den Werbetafeln eines Supermarktes im Sterndamm wurden der neonazistische Zahlencode "1161" und ein Keltenkreuz sowie der Schriftzug "FCK AFA" (Fuck Antifa) entdeckt und entfernt.
An den Bushaltestellen Titiseestraße und Zabel-Krüger-Damm/Titiseestraße in der Rollberge-Siedlung in Waidmannslust wurden selbstgeschriebene Neonazi-Aufkleber gesehen und entfernt. Dabei handelte es sich um "Hello my name is [ ]"-Aufkleber, die von Graffiti-Sprayern zum verbreiten von Tags verwendet werden. Auf diesen Aufklebern waren die Abkürzung "DJV" (Deutsche Jugend voran), die Neonazicodes "1161" (Anti-Antifa) und "444" (Deutschland den Deutschen) sowie SS-Runen geschrieben. Aus dem Buchstaben O wurde ein Keltenkreuz gemacht.
In der Umgebung des linken Projekts Kubiz in der Bernkasteler Str. wurden ein Aufkleber und fünf Plakate der kleinen neonazistischen Partei „Der III. Weg“ gefunden und entfernt. Der Aufkleber propagiert die weiße, heterosexuelle und gesunde Familie als Norm.
In mehreren Hauseingängen einer Straße im Richard-Sorge-Viertel in Friedrichshain wurden gegen 1:00 Uhr Sticker mit der Aufschrift "We hate Antifa" und "FCK Antifa" entfernt. Die Sticker befanden sich in mehreren Hauseingängen, aus denen Bewohner*innen Antifa- und Regenbogenfahnen an den Balkonen befestigt hatten.
Am Bahnsteig der S-Bahnstation Osdorfer Straße wurden mehrere Sticker aus extrem rechten Versandshops entdeckt. Mit Slogans wie "Bitte flüchten Sie weiter! Es gibt hier nichts zu wohnen" oder "Refugees not welcome" richteten sie sich inbesondere gegen geflüchtete Menschen.
Am S-Bahnhof Frohnau wurden Aufkleber eines Neonaziversands gesehen. Ein antimuslimisch-rassistischer Aufkleber zeigte eine blonde junge Frau mit zwei langen geflochtenen Zöpfen. Sie trug eine Uniform des nationalsozialistischen "Bund Deutscher Mädchen" und hielt eine Fahne in Reichsfarben. Daneben stand: "Nix "Yallah, Yallah" Hier wird Deutsch gesprochen!", wobei das Wort Deutsch in Fraktur geschrieben war.
Rund um den Rudolfplatz bis zur Warschauer Straße wurden in der vergangenen Woche fast täglich mehrere rechte und demokratiefeindliche Sticker von Laternen und Ampeln entfernt. Sie stammen aus verschiedenen rechten Onlineshops. Überwiegend richteten sie sich gegen die politische Gegnerschaft wie z. B. "Fuck Antifa" oder vermittelten demokratiefeindliche Stereotype wie z. B. "Make Germany great again".