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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Rassistische Aufkleber der extremen Rechten in Lichtenberg Mitte

    30.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Delbrückstraße und in der Archenholdstraße wurden verschiedene Aufkleber aus einem bekannten Neonaziversand entdeckt. Es wurden folgende rassistische Motive gefunden und entfernt: "Talahons abschieben!", "Nix Yallah, Yallah! Hier wird Deutsch gesprochen!" in Frakturschrift, "Asylbetrüger nicht willkommen! Heimreise statt Einreise!" und "White boy summer - Jetzt auch in Deiner Stadt!".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Transfeindlicher und rassistischer Shitstorm am Arbeitsplatz

    30.06.2025 Bezirk: Berlinweit

    In Folge der Berichterstattung des Medienportals NIUS über ein Projekt des Vereins Frauenhauskoordinierung e.V. zur Förderung von Intersektionalität in Frauenhäusern riefen Unbekannte die Schwarze Projektleiterin mehrere Tage lang an und verlangten eine Stellungnahme. In dem Artikel wurde zudem ein Foto sowie persönliche Informationen der Mitarbeiterin verbreitet, bei der es sich nicht um eine öffentlich bekannte Person handelte. Verbunden mit den Hassanrufen sah diese sich dadurch eingeschüchtert. Dies wurde als rassistisch motiviert eingeschätzt. Die Arbeitgeberin musste Schutzmaßnahmen für ihre Angestellte ergreifen.

    Quelle: Frauenhauskoordinierung e.V.
  • Anti-Antifa-Aufkleber und Schmiererei in Alt-Hohenschönhausen

    29.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    Im Malchower Weg Ecke Döhrendalstraße wurde ein Anti-Antifa-Aufkleber aus einem neonazistischen Versand mit dem Motiv "Antifa-freie Zone" mit einem durchgestrichenen Antifa-Logo, einem durchgestrichenen Punk und einer durchgestrichenen symbolisierten nicht-binären Person vor der schwarz-weiß-roten Reichsfahne entdeckt und entfernt.

    Am Obersee wurde am Lindenweg Ecke Käthestraße eine Schmiererei mit der Zahlenkombination "1161" gemeldet. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Antiasiatisch-rassistische Bedrohung im ICE nach Berlin

    29.06.2025 Bezirk: Mitte

    In einem ICE nach Berlin bedrohten und beleidigten fünf Teenager einen Mitreisenden auf antiasiatisch-rassistische Weise bis er am Berliner Hauptbahnhof ausstieg und ihnen, die dort ebenfalls ausgestiegen waren, über einen anderen Ausgang entkommen konnte. Weitere Mitreisende, welche die Bedrohung mitbekommen hatten, hatten im Zug nicht interveniert.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Aufkleber des "III. Weg" in Adlershof

    29.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am S-Bahnhof Adlershof wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber im Allendeviertel

    29.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick / Südseite und in der Erwin-Bock-Str. wurden insgesamt vier extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Sie richteten sich gegen Antifaschist*innen, enthielten die Reichsfarben und warben für einen extrem rechten Onlinehandel.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    29.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Im Auerbacher Ring und dem Kastanienboulevard wurden mehrere Sticker mit rassistischen und LGBTIQ*-feindlichen Inhalten entdeckt und teilweise entfernt. In der Glauchauer Straße wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Mahlsdorf

    29.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Bachstraße wurden mindestens sieben extrem rechte Aufkleber entdeckt. Diese enthielten die gegen politische Gegner*innen gerichteten Slogans wie „Good Night Left Side“ und „Antifa-freie Zone", sowie den rassistischen Slogan „White Lives Matter“. Sie wurden großteils unkenntlich gemacht oder entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Marzahn-Nord

    29.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    An der Bushaltestelle Am Gehrensee wurden drei Aufkleber von „Der III. Weg“ entfernt. Sie enthielten die Slogans „Deutsche Jugend Voran“ und „Ausländer Raus“. An der Tramhaltestelle Barnimplatz klebte ein Aufkleber mit dem revisionistischen Slogan „Befreie dich vom Schuldkult“. Am S-Bahnhof Ahrensfelde klebten mehrere Aufkleber von „Der III. Weg", mit dem rassistischen Slogan „Deutschland den Deutschen“ sowie dem gegen politische Gegner*innen gerichteten „Kampf der Rotfront“.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber und neonazistische Zahlencodes in Friedrichshagen

    29.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    An der Ecke Werlseestr. / Rahndorfer Str, Ecke Möllenseestr. / Flakenseestr., in der Peetzseestr. und der Karl-Frank-Str. wurden insgesamt acht extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Die meisten richteten sich gegen Antifaschist*innen, ein großer Teil der Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18", ein Aufkleber richtete sich gegen gendersensible Sprache.

    Auf dem Geländer der Brücke über die Erpe im Grillenweg wurde zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" und der Schriftzug "Hate Antifa" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Propaganda in Wedding

    29.06.2025 Bezirk: Mitte

    Im U-Bahnhof Leopoldplatz und in seiner Umgebung wurden mehrere Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und anti-muslimischen Rassismus.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Sticker in Pankow

    29.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Ossietzkystraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "Deutsche Jugend Voran" (DJV) mit der Aufschrift "Alles fürs Vaterland!" entdeckt und entfernt. Darauf war eine vermummte Person mit einem Reichsadler auf dem T-Shirt und einem Schlagstock in der Hand abgebildet.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Hakenkreuz und Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    29.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Cottbusser Straße und am Cottbusser Platz wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei, sowie zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und unkenntlich gemacht.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • NS-verherrlichende Aufkleber und Aufkleber gegen politische Gegner*innen in Neu-Hohenschönhausen

    29.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Rüdickenstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber gemeldet, einige davon vom Versandhändler "Druck88". Auf einem Motiv stand die Parole "Ich wurde als Deutscher geboren und schulde der Welt einen Scheiß", im Hintergrund eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge.

    Am selben Ort wurde ein Aufklebermotiv mit der Aufschrift "Enkel gegen Links" gemeldet. Dieses Motiv soll den politischen Gegner diffamieren, indem die zivilgesellschaftliche Organisation "Omas gegen Rechts" persifliert wird.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • NS-verherrlichende Schmierereien in Heiligensee

    29.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Im Elchdamm und im Wesselburer Weg in Heiligensee wurden morgens NS-verharmlosende Schmierereien bemerkt. Insgesamt wurden an 18 Autos, teils unleserliche, Graffitis bemerkt. Auf vier der Fahrzeuge hatten Unbekannte verfassungswidrige Inhalte hinterlassen, darunter den Schriftzug NSDAP sowie Hakenkreuze. Ein Zeuge rief die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts ermittelt.

    Quelle: Polizeimeldung Nr. 2756 vom 30.06.2025
  • Rassistischer Angriff in Friedenau

    29.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    An der Kreuzung Grazer Damm / Prellerweg wurde eine Frau von zwei Jugendlichen auf einem E-Scooter rassistisch beleidigt. Die beiden Jugendlichen versuchten auch sie zu bespucken und traten ihr von dem E-Scooter aus gegen den Oberschenkel. Als die beiden Jugendlichen an den Vorfallsort zurückkehrten, war auch die Polizei schon eingetroffen. Sie entschuldigten sich bei der Betroffenen, die aber trotzdem Anzeige stellte.

    Quelle: Polizeimeldung von 30.06.2025
  • Schmiererei gegen Antifaschist*innen in Alt-Lichtenberg

    29.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Nähe eines Fitnesszentrums in der Siegfriedstraße wurden zwei Schmierereien der "EHL" (="Einheit Lichtenberg") in Kombination mit der Zahlenkombination "1161" an Außentüren des Gebäudes gemeldet. Auch "zkn bxn" (="Zecken Boxen") wurde an die Wand geschmiert. Mit "Zecken" bezeichnet die Neonaziszene politisch links stehende Gegner*innen.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Transfeindliche Aufkleber in Neukölln

    29.06.2025 Bezirk: Neukölln

    In einer Kneipe in Neukölln liegen Aufkleber mit transfeindlichem Inhalt aus. Die Bitte einer Person, die Sticker zu entfernen, wurde vom Barpersonal abgelehnt.

    Quelle: Register Neukölln
  • Anti-Antifa-Propaganda in Friedrichsfelde

    28.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In der Rummelsburger Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "FCK ANTIFA" entdeckt. Auf dem Sticker war außerdem sehr klein das Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone zu lesen: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus.'" Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.

    Zudem wurde an der Haltestelle Rummelsburger Straße der Zahlencode "1161" auf Gehwegplatten gesprüht. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Antisemitische Pöbelei in Schöneberg

    28.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Ein unbekannter Mann sprach auf der Straße einen jüdischen Israeli an, der sich mit einer Freundin auf Englisch unterhielt, und sagte in diesem Zuge, dass er hoffe, dass Hitler bald wiederkommen werde.

    Quelle: RIAS Berlin
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Hellersdorf-Süd

    28.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Hellersdorfer Straße Ecke Neue Grottkauer Straße wurde an einer Ampel ein Aufkleber von „Der III. Weg“ mit dem LGBTIQ*-feindlichen Motiv „Deutsch bleiben statt Mainstream“ in Regenbogenfarben gesehen.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Pankow

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    Im Eschengraben wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ gefunden.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Aufkleber in Weißensee

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Rennbahnstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "DJV" (Deutsche Jugend Voran) entdeckt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Homofeindlicher Angriff am Nollendorfplatz

    28.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am Nollendorfplatz wurde ein schwuler Mann an einer Ampel aus einem neben ihm parkenden Auto gezielt angespuckt. Der Autofahrer fuhr anschließend fort.

    Quelle: Maneo 02.07.2025
  • Infostand mit rassistischen Inhalten in Frohnau

    28.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Die "AfD" Reinickendorf führte in der Nähe des S-Bahnhofs Frohnau einen Infostand durch. Dort wurde die Frühjahresausgabe der "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" verteilt. Die Inhalte der Ausgabe werden wie folgt bewertet: Darin werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. Dabei werden Migrant*innen verantwortlich gemacht für eine gestiegene Anzahl an sexualisierter Gewalt und sogenannte "Gruppenvergewaltigungen".

    Quelle: Register Reinickendorf
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber in der U7 in Wilmersdorf

    28.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Station "Konstanzer Straße" wurden in der U7 vier LGBTIQ*-feindliche Sticker entdeckt und entfernt. Auf diesen befanden sich die Slogans: "Es gibt nur zwei Geschlechter" und "Deutsche Farben und Werte statt bunter Ideologie".

    Quelle: Register CW via Signal
  • Queerfeindliche und rassistische Demonstration in Hellersdorf

    28.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Die neonazistische Gruppe "Deutsche Patrioten voran" marschierte in Hellersdorf auf, vom U-Bahnhof Kienberg zum U-Bahnhof Hellersdorf. Das Motto kombinierte Queerfeindlichkeit und Rassismus. Die 34 Neonazis mussten auf dem Bürgersteig laufen. Sie wurden von einem neonazistischen Medienaktivisten begleitet. Von ihnen selbst gingen Bedrohungen gegen Pressefotograf*innen aus. Gegen die neonazistische Demonstration gab es entschiedenen Gegenprotest.

    Quelle: Koordinierung Berliner Register
  • Rassistische Parolen in Baumschulenweg

    28.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Nachmittag riefen zwei junge Männer aus einer Gruppe von ca. 20 Personen heraus am S-Bahnhof Baumschulenweg vom Bahnsteig aus die Treppe runter die Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus".

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische Pöbeleien in Pankow

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    Eine Schwarze Person erlebte über einen längeren Zeitraum Alltagsrassismus und Mobbing durch weiße Nachbar*innen in Pankow. Die anhaltenden diskriminierenden Erfahrungen führten schließlich dazu, dass die betroffene Person aus ihrer Wohnung auszog.

    Quelle: EOTO / Each One Monitoring
  • Rassistischer Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    28.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Prendener Straße wurde ein Aufkleber mit dem rassistischen Spruch "Abschieben schafft Wohnraum" aus dem Sortiment eines neonazistischen Versandes entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
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