Neonazistischer Zahlencode in Köpenick-Nord
An einem Stromkasten an der Ecke Mahlsdorfer Str. / Kaulsdorfer Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An einem Stromkasten an der Ecke Mahlsdorfer Str. / Kaulsdorfer Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Nossener Str. wurden an einem Stromkasten mehrere Plakate von "Der III. Weg" entdeckt. Diese wurden vermutlich anlässlich des 8. Mai, des Tags der Befreiung, aufgehängt und titelten: "Kampf der Rotfront".
Nahe des Haus Sonneneck in Hellersdorf wurden mehrere Schnipsel der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" auf dem Gehweg verstreut, die unter anderem LGBTIQ*-feindliche Inhalte enthielten.
Zwei PoC-Personen (Persons of Color) trugen gegen 18:00 Uhr auf der Oberbaumbrücke eine heftige Schlägerei miteinander aus. Zwei vorbeikommende junge Frauen kommentierten dies rassistisch und bezeichneten die Beteiligten abwertend als "Tiere".
In der Färberstr. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Aßmannstr. wurde der Schriftzug "Anti Antifa" an einem Kleidercontainer entdeckt.
In der Werlseestr. wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der zu Gewalt gegen Antifaschist*innen aufrief.
In Hirschgarten wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Hauffstraße /Pfarrstraße wurde der Schriftzug "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination steht für "Anti-Antifaschistische Aktion".
Zum Tag der Befreiung machten Reichsbürger*innen eine Veranstaltung am sowjetischen Ehrenmal.
Nachdem ein 18-Jähriger nach einem Überfall auf einen Spätkauf in der Warschauer Straße gegen 1:50 Uhr in der Nacht den Ladenbesitzer mit Pfefferspray besprühte und dessen Helfer mit einem Messer in den Oberschenkel stach, wurde er von der Polizei festgenommen. Während des Abtransportes leistete der Täter nicht nur massiven Widerstand, sondern drohte auch mit Anschlägen, u. a. auf eine Moschee. Zudem äußerte er sich rassistisch.
Am Eingang des Wröhmännerparks wurde an einem Mülleimer ein antisemitischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er zeigte ein rotes Dreieck und den Slogan "Long Live the Intifada". Der Begriff "Intifada" ist mit der gezielten Ermordung von Jüdinnen_Juden assoziiert und gilt als Gewaltaufruf.
Am 8. Mai 2025 wurde eine Mitarbeiter*in des Museums Karlshorst von einer Besucherin als Ukrainer*in beschimpft. Zudem wurde ein ausgedrucktes und gebundenes Exemplar der Ausstellungstexte zur neuen Fotoausstellung, welches in ukrainischer Sprache erschienen ist, heimlich zerrissen, unbrauchbar gemacht und danach demonstrativ auf einem Tisch auf der Museumsterrasse abgelegt. In beiden Fällen ist von einer antislawischen, rassistischen Tatmotivation auszugehen.
Auf dem Waldowplatz wurde ein Aufkleber der "NRJ" (Jugendgruppe des "III. Weg") entdeckt und entfernt.
Im Fürstenwalder Damm wurden vier Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Berlin-Buch wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Im Sollmannweg in Gropiusstadt wurden mehrere Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Diese propagierten beispielsweise LGBTIQ*-feindliche Inhalte wie "Homo-Propaganda stoppen".
Ein Mädchen*zentrum in Pankow wurde über eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter mit Gewalt bedroht.
In der Kastanienallee wurden zwei Aufkleber des Neonazi-Versands "Aktivde2 entfernt.
An der Tramhaltestelle S-Prenzlauer Allee wurde erneut ein Aufkleber der „GegenUni“ entdeckt und unkenntlich gemacht.
An der Rolltreppe des U-Bahnhofs Rathaus Spandau wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber zeigte die Abbildung einer gewaltbereiten männlichen Person vor dem Hintergrund der "Schwarzen Sonne" und der Reichsfarben. Dazu der Titel "Good Night Left Side".
Im Matthäusweg in Rudow wurden extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter waren Aufkleber des extrem rechten "Compact Magazins" und der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg".
Neben dem S-Bahnhof Buch wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
An eine Hauswand in der Wilhelmshavener Straße in Moabit wurde ein Hakenkreuz geschmiert.
Am diesjährigen 8. Mai, dem 80. Jahres- und Gedenktag an die deutsche Kapitulation und weltweite Befreiung vom Nationalsozialismus, fanden mehrere Neonaziaktionen vom "III. Weg" in einer S-Bahn im Nordosten Berlins statt. Am S-Bahnhof Heinersdorf wurde ein 2x4m großes Banner entdeckt, auf dem folgender Wortlaut stand: "Keine Befreiung!". Daneben stehen die Buchstaben "NRJ", ein Akronym für "Nationalrevolutionäre Jugend". Hierbei handelt es sich um die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg". Insgesamt ist der Vorfall als extrem rechte Relativierung und Verharmlosung des Nationalsozialismus zu bewerten.
An der Ecke Heinrich-Mann-Straße / Beatrice-Zweig-Straße wurde ein Keltenkreuz entdeckt. Das Keltenkreuz ist ein verbotenes Symbol der NS-Szene.
Am S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf wurde ein 2x4 Meter großes Banner mit dem gesprühten Slogan „Keine Befreiung - NRJ“ entdeckt. Auch dies war Teil der Propagandaaktion der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ anlässlich des 8. Mai 2025.
Die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ führte anlässlich des 8. Mai 2025 – dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – eine Propagandaaktion durch.
In der S-Bahn-Station Pankow wurde eine lebensgroße Puppe in einem weißen Ganzkörperanzug entdeckt und entfernt. Umgehängte Schilder trugen NS-verharmlosende Aufschriften. Das an der Puppe befestigte Plakat trug die Aufschrift: „Vertreibung, Mord und Vergewaltigung – das nennt ihr Befreiung. 8. Mai – wir feiern nicht!“.
Auf dem weißen Anzug war in grüner Farbe das Logo der „Nationalrevolutionären Jugend“, der Jugendorganisation von „Der III. Weg“, aufgesprüht.
An der S+U-Bahn-Station Pankow wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt.
Zwei ältere Frauen haben sich an einem Stand einer antifaschistischen Initative insofern geäußert, dass, wenn Nazi-Läden angegriffen würden es das gleiche wäre, was die Nazis mit den Juden gemacht haben. Auch nach mehrfachen Hinweisen auf den NS-relativierenden Charakter des Vergleichs, bestanden die Frauen darauf, dass es keinen Unterschied gäbe.
Am Kastanienboulevard, Riesaer Straße und in der Hellersdorfer Straße wurden sechs Plakate des „III. Weg“ („8. Mai – wir feiern nicht“ und „Kampf der Rotfront“) gefunden. Auch im Mylauer Weg fand sich ein "NRJ"-Aufkleber.
Zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung, wurden am Cottbusser Platz mehrere Plakate von "Der III. Weg" entdeckt. Diese titeln: "Kampf der Rotfront" oder auch: "8. Mai - Wir feiern nicht".
In der Quedlinburger Straße wurden drei Aufkleber des „III. Weg“ mit der Aufschrift „Deutschland den Deutschen“ und „Kriminelle Ausländer raus“ entfernt. In der Kastanienallee wurden zwei Aufkleber des Neonazi-Versands "Aktivde" entfernt.
In der Berolinastraße im Ortsteil Mitte wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum" entdeckt und entfernt.
Ein 24-jähriger Mann war in der Breite Straße auf Höhe des Bleichröderparks unterwegs, als zwei ihm unbekannte junge Männer ihn am Oberkörper schlugen und rassistisch beleidigten. Der Mann flüchtete, woraufhin die Angreifer ihm folgten. Als er sich an Passant*innen wandte und um Hilfe bat, flüchteten die Angreifer.
Auf einem Mülleimer im Fennpfuhlpark wurden Schriftzüge entdeckt und teilweise unkenntlich gemacht, die sich gegen politische Gegner*innen richten und teils antisemitisch sind ("Judenantifa" und "1161").
An der Bushaltestelle Metzer Platz in Wilhelmstadt wurde eine 13-Jährige, die in Begleitung von drei Freundinnen war, von einer Frau angesprochen und bedrängt, da sie sich angeblich falsch verhalten habe. Dann riss die Frau das Kopftuch des Mädchens herunter. Daher wird das Motiv als rassistisch bewertet. Das Kind zeigte den Vorfall selbst bei der Polizei an und wurde anschließend zu den Eltern gebracht.
In der Wönnichstraße wurde ein antifeministischer Aufkleber mit der Aufschrift "gender mich nicht voll" entdeckt und entfernt. Dieser kommt aus einem extrem rechten Versandhandel.
Ein weißer Fahrlehrer nutzte das N-Wort vor einem Schwarzem Fahrschüler.
An der Eingangstür eines Supermarktes in der Oberspreestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt. Der Aufkleber stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
An der Ecke Ahornallee/ Ottmar-Geschke-Str. wurde ein rassistischer Aufkleber entdeckt und entfernt. Er stammte ebenfalls von "Druck18".
Am S-Bahnhof Baumschulenweg wurden sechs Aufkleber gegen politische Gegner*innen entdeckt und entfernt. Sie stammten mehrheitlich aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Rüdesheimer Straße wurde ein Sticker eines extrem rechten Musiklabel entfernt. Er trug neben verschiedenen durchgestrichenen linken Grafiken die Aufschrift "Überklebt, Du Zecke!".
An der Tramstation Rüdickenstr. wurde ein Aufkleber von "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
An der Ecke Falkenberger Chaussee / Welsestraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
An der Tramhaltestelle Welsestraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Band "Kategorie C" mit der Aufschrift "Antifa halt's Maul" gesehen und unkenntlich gemacht.
An der Bushaltestelle Piesporter Straße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Darauf stand „Familie – Heimat – Tradition“.
Im Bezirk Mitte ereignete sich ein Vorfall von anti-Schwarzer rassistischer und behindertenfeindlicher Diskriminierung. Zum Schutz der betroffenen Person wird Weiteres nicht veröffentlicht.
Im Ortsteil wurden insgesamt 15 extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick / Südseite wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" sowie acht weitere Aufkleber aus neonazistischen Onlinehandeln entdeckt. Einige waren rassistisch motiviert und enthielten die Forderung nach einer sog. "Remigration", andere richteten sich gegen Antifaschist*innen.
In der Pablo-Neruda-Str. wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt, der u.a. die Reichsfarben abbildete.
Im Müggelschlößchenweg und der Alfred-Randt-Str. wurden ebenfalls drei extrem rechte Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Tram-Haltestelle Oberseestraße wurden etwa ein Dutzend extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Darunter war ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "Abschieben schafft Wohnraum".
Ein antifeministischer und queerfeindlicher Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel wurde in der Oberweißbacher Straße am Büro einer CDU-Abgeordneten gefunden.
Auf dem Schaukasten einer Kirchengemeinde wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Sticker richtete sich gegen eine diverse Gesellschaft. Er stammte aus einem extrem rechten Versandshop.