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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Hellersdorf-Süd

    28.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Hellersdorfer Straße Ecke Neue Grottkauer Straße wurde an einer Ampel ein Aufkleber von „Der III. Weg“ mit dem LGBTIQ*-feindlichen Motiv „Deutsch bleiben statt Mainstream“ in Regenbogenfarben gesehen.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Pankow

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    Im Eschengraben wurden drei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ gefunden.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Aufkleber in Weißensee

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Rennbahnstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Jugendgruppe "DJV" (Deutsche Jugend Voran) entdeckt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Homofeindlicher Angriff am Nollendorfplatz

    28.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Am Nollendorfplatz wurde ein schwuler Mann an einer Ampel aus einem neben ihm parkenden Auto gezielt angespuckt. Der Autofahrer fuhr anschließend fort.

    Quelle: Maneo 02.07.2025
  • Infostand mit rassistischen Inhalten in Frohnau

    28.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Die "AfD" Reinickendorf führte in der Nähe des S-Bahnhofs Frohnau einen Infostand durch. Dort wurde die Frühjahresausgabe der "AfD"-Zeitung "Blauer Bote" verteilt. Die Inhalte der Ausgabe werden wie folgt bewertet: Darin werden Narrative bedient, die rassistischen und geflüchtetenfeindlichen Erzählungen folgen. Dabei werden Migrant*innen verantwortlich gemacht für eine gestiegene Anzahl an sexualisierter Gewalt und sogenannte "Gruppenvergewaltigungen".

    Quelle: Register Reinickendorf
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber in der U7 in Wilmersdorf

    28.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    An der Station "Konstanzer Straße" wurden in der U7 vier LGBTIQ*-feindliche Sticker entdeckt und entfernt. Auf diesen befanden sich die Slogans: "Es gibt nur zwei Geschlechter" und "Deutsche Farben und Werte statt bunter Ideologie".

    Quelle: Register CW via Signal
  • Queerfeindliche und rassistische Demonstration in Hellersdorf

    28.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Die neonazistische Gruppe "Deutsche Patrioten voran" marschierte in Hellersdorf auf, vom U-Bahnhof Kienberg zum U-Bahnhof Hellersdorf. Das Motto kombinierte Queerfeindlichkeit und Rassismus. Die 34 Neonazis mussten auf dem Bürgersteig laufen. Sie wurden von einem neonazistischen Medienaktivisten begleitet. Von ihnen selbst gingen Bedrohungen gegen Pressefotograf*innen aus. Gegen die neonazistische Demonstration gab es entschiedenen Gegenprotest.

    Quelle: Koordinierung Berliner Register
  • Rassistische Parolen in Baumschulenweg

    28.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Nachmittag riefen zwei junge Männer aus einer Gruppe von ca. 20 Personen heraus am S-Bahnhof Baumschulenweg vom Bahnsteig aus die Treppe runter die Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus".

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistische Pöbeleien in Pankow

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    Eine Schwarze Person erlebte über einen längeren Zeitraum Alltagsrassismus und Mobbing durch weiße Nachbar*innen in Pankow. Die anhaltenden diskriminierenden Erfahrungen führten schließlich dazu, dass die betroffene Person aus ihrer Wohnung auszog.

    Quelle: EOTO / Each One Monitoring
  • Rassistischer Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    28.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    An der Tramhaltestelle Prendener Straße wurde ein Aufkleber mit dem rassistischen Spruch "Abschieben schafft Wohnraum" aus dem Sortiment eines neonazistischen Versandes entdeckt und entfernt.

    Quelle: Lichtenberger Register
  • Rechte Aufkleber in Johannisthal

    28.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Vor einer Kneipe im Sterndamm wurden zwei rechte Aufkleber der "Deutschen Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt und entfernt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen seien demnach gleichwertig und dürfen nebeneinander existieren, doch eine Vermischung von Kulturen sei nicht gewünscht.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Sachbeschädigung und LGBTIQ-feindliche Beleidigungen in Prenzlauer Berg

    28.06.2025 Bezirk: Pankow

    Eine Gruppe von acht Personen näherte sich einer LGBTIQ*-Bar in der Eberswalder Straße. Anschließend entfernte ein junger Mann aus der Gruppe die am Bar angebrachte Regenbogenfahne und warf sie in einen Mülleimer.
    Außerdem soll sich ein weiterer junger Mann aus der Gruppe mit einem Baseballschläger in der Hand auf die Bar zubewegt haben, floh jedoch beim Eintreffen der Polizei.
    Auch nach dem Eintreffen der Polizei beleidigte ein junger Mann den Barbesitzer mit LGBTIQ*-feindlichen Äußerungen.

    Quelle: www.queer.de
  • Strukturelle Benachteiligung in der Behörde

    28.06.2025 Bezirk: Spandau

    Im Bezirk Spandau wurde eine Schwarze Person in einer Behörde wiederholt strukturell benachteiligt. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.

    Quelle: NARUD e.V.
  • Verschwörungsideologische Demonstration durch Mitte

    28.06.2025 Bezirk: Mitte

    Ausgehend vom Alexanderplatz zog eine verschwörungsideologische Demonstration mit etwa 100 Teilnehmenden durch Mitte. Neben Verschwörungsideolog*innen beteiligten sich auch Reichsbürger*innen an der Demonstration. Mindestens eine Person trug eine Reichsfahne an der Kleidung. Ein Teilnehmer zeigte die Flagge des Königreichs Sachsen, die bei den extrem rechten "Freie Sachsen" beliebt ist. Die Demonstration richtete sich gegen die Weltgesundheitsorganisation WHO und es wurde Verschwörungsmythen über Impfungen und die Corona-Pandemie verbreitet. So war in Reden und auf Schildern von einer "Plandemie" die Rede. Eine Rednerin forderte Reformen, die "den Ausverkauf unserer Rechte an Konzern-Globalisten" beenden. Auf einem Lautsprecherwagen war ein Banner angebracht, dass ein Nein zum "weltweiten Pandemie-Diktat der Welt Herrschafts Organisation WHO" forderte.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Weiterer homofeindlicher Angriff im Nollendorfkiez

    28.06.2025 Bezirk: Tempelhof-Schöneberg

    Der Besitzer des Schwulen-Cafés „Romeo & Romeo“ im Schöneberger Nollendorfkiez wurde vor seinem Geschäft beleidigt und körperlich angegriffen. Er kam nach dem Angriff mit einer Platzwunde in ein Krankenhaus.

    Quelle: Tagesspiegel 29.06.2025, Polizei Berlin Nr. 1749 29.06.2025
  • Aufkleber des "III. Weg" in einer Schule in Alt-Hohenschönhausen

    27.06.2025 Bezirk: Lichtenberg

    In Räumlichkeiten einer Schule in Alt-Hohenschönhausen wurden zwei Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" mit dem Motiv "Antifabanden zerschlagen" entdeckt.

    An der Tramhaltestelle in der Judith-Auer-Straße wurde ein weißer Schriftzug "1161" entdeckt. Die Zahlenkombination „1161“ richtet sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten und meint "Anti-antifaschistische-Aktion".

    Quelle: Lichtenberger Register
  • „Der III. Weg“-Aufkleber in Marzahn-Nord

    27.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    Am S-Bahnhof Ahrensfelde wurde ein Aufkleber von „Der III. Weg“, der sich gegen politische Gegner*innen richtet, entfernt. In der Märkischen Allee wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber von „Der III. Weg“ gefunden.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber im Allendeviertel

    27.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Müggelschlößchenweg auf Höhe des Krankenhauses wurden zwei extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Aufkleber richtete sich gegen Antifaschist*innen, der andere hatte die Aufschrift "Deutsche Jugend voran!" und es war eine Person mit einer schwarz-rot-goldenen Hasskappe abgebildet.

    Quelle: BENN Allende-Viertel
  • Extrem rechte Aufkleber in Hellersdorf-Nord

    27.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf

    In der Gothaer Straße wurde ein Aufkleber der „Freiheit für […]“ fordert entdeckt und teilweise entfernt. Gemeint ist hier ein Mann, der in Österreich wegen nationalsozialistischer Aussagen verurteilt wurde. Auch in Deutschland solidarisieren sich extrem rechte Gruppen und Einzelpersonen, wie „Der III. Weg", mit dem Mann. In der Alten Hellersdorfer Straße wurde ein „Der III. Weg"-Aufkleber mit dem rassistischen Slogan „Deutschland den Deutschen“ entfernt. Vor der Ernst-Hackel-Schule wurde der antimuslimisch-rassistische Aufkleber „Wir müssen draußen bleiben“ mit der stereotypischen Darstellung von muslimischen Menschen als Terrorist*innen entfernt.

    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • Extrem rechte Aufkleber in Wendenschloß

    27.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Im Mayschweg und an der Ecke Köpenzeile / Flansweg wurden insgesamt sechs extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Einige warben für einen extrem rechten Onlinehandel, andere richteten sich gegen Antifaschist*innen und queere Menschen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechte Propaganda in Mitte

    27.06.2025 Bezirk: Mitte

    An der Ecke Wallstraße / Inselstraße im Ortsteil Mitte wurde ein Aufkleber der Gruppierung "Deutsche Patrioten mit Migrationshintergrund" entdeckt. Auf der Internetseite dieser Gruppierung wird das rassistische Konzept des Ethnopluralismus propagiert. Das Konzept stammt aus der Neuen Rechten und ersetzt das Wort "Rasse" durch "Kultur". Kulturen seien demnach gleichwertig und dürften nebeneinander existieren, doch eine Vermischung von Kulturen sei nicht gewünscht.

    Quelle: Berliner Register
  • Extrem rechter Aufkleber in Weißensee

    27.06.2025 Bezirk: Pankow

    In der Pistoriusstraße Ecke Woelckpromenade wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels, der sich gegen politische Gegner*innen und trans Menschen richtete, entdeckt und entfernt. Der Aufkleber war in den Reichsfarben Schwarz-Weiß-Rot und trug die Aufschrift "Antifa-Freie Zone".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Sticker in der U7

    27.06.2025 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am U-Bhf. Yorckstraße wurden in der U7 in mehreren Waggons verschiedene extrem rechte Sticker entdeckt, u. a. "KuKluxKlan WhitePower Section Germany" und "FCK ANTIFA". Zum Teil waren die Sticker bereits enfernt, so dass die reche Propaganda nicht mehr lesbar war.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • LGBTIQ*-feindliche Aufkleber in Hellersdorf-Ost

    27.06.2025 Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
    In der Glauchauer Straße wurde ein Aufkleber vom „Der III. Weg“ entfernt. Auf dem Kastanienbouleard wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber entdeckt und teilweise entfernt.
    Quelle: Register Marzahn-Hellersdorf / Augenzeug*in
  • LGBTIQ-feindliche Propaganda in Pankow

    27.06.2025 Bezirk: Pankow

    An der Bushaltestelle neben dem S-Bahnhof Wollankstraße wurde eine Holztafel mit der Aufschrift „Stolzmonat“ auf dem Boden gefunden und entfernt.
    Der „Stolzmonat“ ist eine extrem rechte Online-Kampagne, die im Juni 2023 als Gegenentwurf zum „Pride Month“ initiiert wurde. Sie dient der Verhöhnung und Ablehnung von LGBTIQ*-Personen und -Rechten in Verbindung mit Nationalismus. Erkennungszeichen ist die in den Nationalfarben Deutschlands eingefärbte Regenbogenflagge. Beteiligt waren zahlreiche Blogger*innen der extremen Rechten, rechte Influencer*innen und Mitglieder der AfD.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • LGBTIQ*-feindliche Schmiererei in Charlottenburg

    27.06.2025 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    Auf einer Bank an dem Durchgang zwischen Otto-Suhr-Allee und Frauenhoferstraße wurde eine LGBTIQ*-feindliche Schmiererei entdeckt. Die Schmiererei bestand aus den Buchstaben "m" und "w" und dem Wort "debil". In Anspielung auf den Geschlechtseintrag "divers", für nicht-binäre oder intergeschlechtliche Personen, werden diese Gruppen der LGBTIQ*-Community hier verunglimpft.

    Quelle: Register CW via Signal
  • Rassistische Aufkleber in Tegel

    27.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am Saatwinkler Steg in Tegel wurden an einem Ortsschild neben Fußball-Stickern auch rassistische Aufkleber entdeckt. Einer trug den Slogan "abschieben schafft sicherheit". Der Aufkleber nahm damit Bezug auf die Vorstellung, Migranten seien besonders gewalttätig. Ein weiterer antimuslimisch-rassistischer Aufkleber sprach sich mit Verweis auf "Tierschutz" gegen Schächten und den Verkauf von Halal-Fleisch aus. Daneben war noch ein Sticker mit der Aufschrift "FCK Antifa" angebracht.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Rassistische Beleidigungen in Prenzlauer Berg

    27.06.2025 Bezirk: Pankow

    Eine Gruppe von Frauen, die im Mauerpark picknickte, wurde rassistisch beleidigt, weil sie Kopftücher trugen. Der Vorfall war angespannt und drohte zu eskalieren. Mithilfe des Parkläufer-Teams konnte die Situation jedoch deeskaliert werden, indem dieses mit den betroffenen Frauen das Gespräch suchte.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistischer Schriftzug in Grünau

    27.06.2025 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Sockel der Fuß- und Radwegbrücke am Alter Radelander Weg wurde über mehrere Meter der Schriftzug "Deutschland den Deutschen FCK Linke" entdeckt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rassistischer Sticker auf Parkplatz

    27.06.2025 Bezirk: Spandau

    Auf Parkplatz eines Spandauer Baumarkts wurde ein anti-Schwarzer Sticker entdeckt und entfernt, der sich gegen die Black-Power-Bewegung richtet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Antisemitische Schmierereien am Reinickendorfer Schäfersee

    26.06.2025 Bezirk: Reinickendorf

    Am Schäfersee im Ortsteil Reinickendorf wurden erneut extrem rechte und antisemitische Schmierereien entdeckt. Sie richteten sich "Zecken". In extrem rechten Kreisen werden Linke und Punks als "Zecken" abgewertet. Mit dem Zusatz "Soros bezahlt" wurde zudem Bezug auf antisemitische Verschwörungserzählung rund um den US-amerikanischen Milliardär George Soros genommen.

    Quelle: Meldung einer Einzelperson
  • Antiziganistischer Vorfall in Berlin

    26.06.2025 Bezirk: Berlinweit
    Ein Berliner AfD-Politiker äußerte sich auf seinem X-Account. Er sprach über "osteuropäische Kriminelle", die den deutschen Staat unterwanderten und ausbeuteten. Dies wurde als antiziganistische Aussage bewertet.
    Quelle: DOSTA / Amaro Foro
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