Aufkleber gegen Antifaschismus im Kaskelkiez
In der Kaskelstraße wurde erneut ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Antifa-Verbot jetzt" gefunden und entfernt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Kaskelstraße wurde erneut ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Antifa-Verbot jetzt" gefunden und entfernt.
An der Ecke Maxstraße / Schulstraße im Ortsteil Wedding wurde ein Aufkleber einer fundamentalistischen katholischen Organisation entdeckt und entfernt. Die Organisation verbreitet LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Friedrichshagen in der Schöneicher Str. wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Pädophilen die Fresse polieren Division H.K.O.“ entfernt. Die Abkürzung "H.K.O." steht für „Head Kicks Only“ und ist einer extrem rechten Jugendgruppe aus Berlin zuzuordnen, welche vorgibt, zum Schutz von Kindern mit Gewalt gegen Pädophile vorzugehen. Pädophilie wird von der extremen Rechten aus strategischen und ideologischen Gründen instrumentalisiert.
An der Kreuzung Duncker- / Krügerstraße wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte den Slogan "Keine macht den Drogen - Stärke durch Disziplin". Darüber hinaus war das Parteilogo abgebildet
An der Tramhaltestelle Ribnitzer Straße Ecke Zingster Straße wurden zwei rassistische Aufklebermotive aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf diesen standen die Parolen "Tierschutz geht uns alle an. Islamisches Schächten ist Tierquälerei. Stoppt den Verkauf von Halal-Fleisch." und "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise."
Hinter dem RIZ und neben dem RIZ in der Zingster Straße, wurden verschiedene Naziaufkleber und zwei Hakenkreuzschmierereien gemeldet, unkenntlich gemacht oder entfernt. Auf den Aufklebermotiven waren die Parolen "Antifa verbieten!", "Gendermainstream ist ein erfundener Scheisßdreck", "Betrug verhindern, Stimmen retten, werde Wahlbeobachter" und eine schwarz-weiß-rote Reichsflagge zu sehen.
In der Siedlung Wartenberg, Straße 5, wurde erneut eine großflächig über eine Trafostation gesprühte Reichsflagge in schwarz-weiß-rot in Kombination mit dem Schriftzug "NS-Dorf" gemeldet. Hier wurde erstmals die Signatur "CF", welche anscheinend für "Chromfaschisten" steht im Zusammenhang mit der Sprüherei verwendet. Zudem wurden auch mehrere Strommasten mit der Farbkombination schwarz-weiß-rot besprüht.
Im Umfeld des Skatetrapez in Wartenberg wurde ein Aufkleber der extrem rechten "Patriotischen Bewegung / Berliner Patrioten" gefunden und entfernt.
Auf einer Mülltonne an der Uferpromenade des Treptower Parks wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten an der Kreuzung Mayschweg/ Brassepfad wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einer Laterne in der Köpenzeile wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf einem Poller an der Kreuzung Köpenzeile/ Flansweg wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
In der Langhansstraße wurde das Kürzel "NRJ" entdeckt und entfernt. Das Kürzel steht für "Nationalrevolutionäre Jugend". Dies ist die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg".
In der Gudvanger Straße wurden die Kürzel "D3W" sowie "NRJ" entdeckt und übermalt. "D3W" steht für die extrem rechte Kleinstpartei "Der III. Weg". "NRJ" bezeichnet die Jugendorganisation dieser Partei mit dem Namen "Nationalrevolutionäre Jugend".
Nach einer Vorfahrtsstreitigkeit im Straßenverkehr zwischen einer Radfahrerin und einem Autofahrer kam es zu einem verbalen Angriff. Die Radfahrerin reagierte sofort aggressiv und beleidigte den Autofahrer lautstark. Im Zuge dessen äußerte sie sich explizit rassistisch mit den Worten: „Du Scheiß Türke hast mir gar nichts zu sagen. Verpiss dich hier.“
Der Betroffene versuchte zunächst, die Situation in normalem Tonfall zu beruhigen. Da die junge Frau die Beschimpfungen jedoch ungemindert fortsetzte, beendete der Autofahrer die Situation mit einer Erwiderung auf Türkisch und setzte seine Fahrt fort.
Heute wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Sicker in der Hildegard-Jadamowitz-Straße Ecke Gubener Straße entfernt. Abgebildet war der Text "Feminists unite! Rapefugees not welcome!" (Feministinnen vereinigt euch! Vergewaltigungsflüchtlinge sind nicht willkommen!) und eine geballte Faust in den Regenbogenfarben. Da sich die Wortwahl "Rapefugees" nicht explizit auf Vergewaltiger bezieht, sondern alle Flüchtlinge (Refugees) als Vergewaltiger angesprochen werden, ist der Sticker rassistisch motiviert.
Wie der Melder mitteilte, wurden diese in der letzten Zeit mehrfach im Gebiet angebracht und entfernt.
In der Nacht gegen 01:45 Uhr wurde ein Mann zwischen Schleidenplatz und Voigtstraße von vier Neonazis durch die Rigaer Straße gejagt. Er rannte und schrie, worauf ein Anwohner aufmerksam wurde. Als einer der Täter den Betroffenen fast eingeholt hatte, zog er einen Teleskopschlagstock. Der Anwohner versuchte, durch entsprechende Ausrufe aus dem Fenster die Neonazis zu stoppen, was auch gelang. Sie drehten ab und liefen zurück Richtung S-Bahnhof Frankfurter Allee.
Während eines Vorstellungsgesprächs bei einer Klientin in
Alt-Hohenschönhausen im Bereich der häuslichen Pflege erfährt die sich
vorstellende Pflegekraft anti-asiatischen Rassismus. Durch die
Klientin wurden rassistische und diskriminierende
Äußerungen gegenüber asiatischen Pflegefachkräften getätigt und die
Betroffene wurde aufgrund der ethnischen Herkunft ungleich behandelt.
So wurde sie, im Gegensatz zu ihrem weißen deutschen Kollegen, von der
Klientin im Gespräch ignoriert und nur dem weißen deutschen Kollegen
wurden Getränke angeboten. Asiatische Pfleger:innen wurden in mehreren
Kommentaren durch die Klientin auf rassistische Weise abgewertet.
Am Denkmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Europas in Mitte wurde eine antisemitische Schmiererei entdeckt. Mitarbeitende einer Sicherheitsfirma machten den Schriftzug unkenntlich.
In einer Tiefgarageneinfahrt in der Straße Eschengraben wurde eine große antisemitische Sprüherei entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Entlang der Kaskelstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit verschiedenen Motiven entdeckt und größtenteils entfernt. Darunter das gegen Antifaschismus gerichtete Motiv "Antifaverbot jetzt", ein rassistischer Aufkleber zur "Stadtbild"-Diskussion und ein queerfeindliches Motiv.
In der Bietzkestraße wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der gegen Antifaschismus gerichteten Parole "Fuck Antifa" gemeldet und entfernt.
Am Bahnhof Lichterfelde-Ost und am Kranoldplatz wurden extrem rechte Sticker gefunden und entfernt. Der Aufkleber am Bahnhof stammte von der extrem rechten Gruppe "Ein Prozent" und richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Der andere Sticker am Kranoldplatz ist erhältlich über einen extrem rechten Versandshop. Er hatte den Slogan: "Eure kranke Vielfalt kotzt uns an".
Am 5. Mai 2026 wurde eine Person im Nibelungenpark von einer Gruppe von Kindern (ca. 12 Jahre alt) homofeindlich attackiert. Die Situation begann, als die Person auf einer Parkbank saß und von den Kindern zunächst mit der Frage „Stehen Sie auf Männer?“ und direkt im Anschluss mit der homofeindlichen Beleidigung „Du Scheiß Schwuli“ konfrontiert wurde.
Es folgte ein längeres, unangenehmes Gespräch, in dem die betroffene Person versuchte, den Kindern zu erklären, warum ein solches Verhalten und diese Wortwahl nicht akzeptabel sind. Trotz dieses Aufklärungsversuchs wurde die homofeindliche Beleidigung von den Kindern im weiteren Verlauf des Gesprächs erneut wiederholt.
An einem Verkehrsschild Duncker- Ecke Krügerstraße wurde großflächig das Kürzel "NRJ" entdeckt und übermalt. Das Kürzel steht für "Nationalrevolutionäre Jugend". Dies ist die Jugendorganisation der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg".
Auf Mülltonnen vor einem Supermarkt am S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit der Forderung nach einem "Antifaverbot" gefunden und unkenntlich gemacht. Daneben klebten auch Aufkleber der AfD mit dem Slogan "Linksextremismus stoppen".
An einer Bushaltestelle in der Siegfriedstraße wurde ein Haltestellen-Schild mit diversen Neonaziaufklebern aus einem bekannten Versand sowie von der Neonazipartei "Die Heimat" gemeldet. Auf den Motiven waren selbstdarstellerische, NS-verherrlichende, rassistische und LGBTIQ*-feindliche Inhalte mit u.a. diesen Parolen zu sehen: "Habibi-freie Zone", "Auch ohne Sonne braun" in Kombination mit einer "Schwarzen Sonne", eine kombinierte Reichs- und Reichskriegsflagge, "Raus aus der Nato" ("Die Heimat"), "Deutschland, Deutschland über alles" in Kombination mit einer Reichsflagge, "White lives matter" ("Die Heimat"), "Es gibt nur Mann und Frau - Weg mit dem Genderwahn" ("Die Heimat") und "Anti-LGBTQ" ("Die Heimat").
In der Siegfriedstraße Ecke Herzbergstraße wurde auf einer Bushaltestelle zudem ein Neonaziaufkleber mit der Aufschrift "Deutschland, meine Heimat" mit Reichsadler und Reichsflagge gemeldet und unkenntlich gemacht.
In der Egon-Erwin-Kisch-Straße wurde ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Love animals - hate Antifa" gefunden und entfernt.
In der Ribnitzer Straße wurde an einer Imbissbude ein "Antifa verbieten"-Aufkleber und an einem Verkehrsschild ein Aufkleber der "Patriotische Bewegung - Berliner Patrioten" gemeldet und entfernt.
Am S-Bahnhof Wartenberg wurde zudem ein extrem rechter Aufkleber mit der rassistischen Parole "Für die Gäste nur das Beste - Remigration", entdeckt und entfernt.
In der Ernst-Barlach-Straße wurde an einem Supermarkt ebenfalls ein gegen Antifaschismus gerichteter Aufkleber mit dem Motiv "Love animals - hate Antifa" gefunden und entfernt.
An der Tramhaltestelle in der Welsestraße stadteinwärts wurde eine "Zecken jagen"-Schmiererei gemeldet.
Am Firmenschild eines Wohlfahrtsverbandes wurde ein extrem rechter Sticker entfernt. Darauf war eine Blondine im Comic-Stil zu sehen, die ein Herz wegpustet.
Der Sticker ist Teil einer Serie von Tilda-Memes, die eine blonde junge Frau zeigen. Die Figur ist Teil einer wachsenden Bildwelt, in der blonde, junge, muskulöse Personen als Stellvertreter*innen Deutschlands auftreten. Diese bildliche Darstellung transportiert die in extrem rechten Kreisen verbreitete rassistische Vorstellung, dass nur weiße Personen zum deutschen Volk gehören. Der Spruch auf dem Aufkleber "Alles Liebe - Für Deutschland" ist der verbotenen SA-Parole "Alles für Deutschland" ähnlich. Ein bewusstes Spiel mit den Grenzen der Strafbarkeit liegt nahe.
An der Gartenfelder Straße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei auf einer Gehwegplatte vor einem Hauseingang entdeckt.
In einer Lichtenberger Facebook-Gruppe wurde anlässlich einer mutmaßlichen gewaltvollen Auseinandersetzung um ein Grillverbot in der Lincolnstraße in den Kommentaren stark rassistisch gepöbelt und einem mutmaßlichen Täter, angeblich nichtdeutscher Herkunft, der Tod gewünscht.
Gegen 22:45 Uhr löste ein Mann einen Polizeieinsatz in Tempelhof aus. Er soll am Platz der Luftbrücke eine im Auto sitzende Frau beleidigt und angespuckt haben. Alarmierte Einsatzkräfte nahmen den Tatverdächtigen fest. Als die Polizisten den Festgenommenen zum Einsatzwagen bringen wollten, leistete er Widerstand, schlug seinen Kopf in Richtung einer Dienstkraft und versuchte, beide Beamten zu treten. Dabei machte er antisemitische Äußerungen.
In der Nähe des Wildmeisterdamms in Gropiusstadt wurden erneut Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels gesichtet und entfernt. Ein Aufkleber propagierte "Islamisierung? Nein danke!". Ein weiterer richtete sich gegen antifaschistisches Engagement.
An der Kreuzung Krüllstr./ Kiefholzstr. verklebt ein Mann rechte Aufkleber. Als einer Person dies auffiel, folgte sie ihm, entfernte die Aufkleber und sprach ihn an. Nach einem kurzen Wortgefecht ging der Mann ganz nah an die Person heran und fragte: "Willst du, dass ich dich absteche?" In dem Moment hielt eine Frau mit ihrem Auto und bot der Person Hilfe an. Der Mann verschwand daraufhin.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde auf einem Wartehäuschen an der Tramhaltestelle Richtung Hauptbahnhof eine gegen politische Gegner*innen gerichtete Schmiererei in schwarzer Farbe mit der Aufschrift „Zecken jagen!“ entdeckt.
In der Ritterstraße wurde die Schmiererei "ZECKEN BXN" (Zecken boxen, Umschreibung für: Linke angreifen) entdeckt.
Auf einem Straßenschild nahe des S-Bahnhofs Schlachtensee klebte ein Sticker, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Der Aufkleber wurde entfernt.
In einem Haus in der Gärtnerstraße wurden mehrere Hakenkreuze gesichtet.
Am Betriebsbahnhof Rummelsburg wurde ein in ein antifaschistisches Graffiti geritztes Hakenkreuz gemeldet.
In der Delbrückstraße Ecke Lincolnstraße und Umfeld wurden zwei gegen Antifaschist*innen gerichtete "FCK Antifa"-Aufkleber gefunden und entfernt.
Ein betrunkener Mann forderte in einer U-Bahn der Linie U2 eine Frau auf, ihm ihre Telefonnummer auszuhändigen. Als die Frau sich weigerte, wurde der Mann zunehmend aggressiv. Zwei Begleiter*innen der Frau stellten sich schützend vor sie. Dies veranlasste den Mann, einen Begleiter der Frau homofeindlich und rassistisch zu beleidigen und ins Gesicht zu schlagen. Der andere Begleiterin trat der Mann in den Bauch. Umstehende Personen griffen ein und hielten den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Auf einem Schild an der Bushaltestelle Neuköllner Straße/Zwickauer Damm in Rudow wurde erneut der Schriftzug "Zecken jagen!" entdeckt.
Am Abend stieg eine Gruppe Menschen, die sich auf Englisch unterhielt und als links und queer erkennbar waren, am S-Bahnhof Treptower Park in die S-Bahn. Dabei wurde eine Person von einem Mann hart auf den Hinterkopf geschlagen. Als der Mann in der Bahn damit konfrontiert wurde, reagierte er erst mit körperlicher Einschüchterung und stieg dann später aus.
Ein extrem rechter Youtube-Streamer wurde gegen 21:00 Uhr im Vorbeigehen von einer Person, die an der 1. Mai-Demonstration in Kreuzberg teilnahm, mit ein paar Spritzern aus einer Bierflasche leicht getroffen. Darauf hin lief der Streamer der Person hinterher und brachte sie mit einem gezielten Tritt von hinten gegen die Waden zu Fall. Ein weiterer extrem rechter Streamer filmte den Vorfall und veröffentlichte ihn auf Youtube.
Im Wildmeisterdamm in Gropiusstadt, zwischen Fritz-Erler-Allee und Lipschitzallee, wurden zwei anti-antifaschistische Aufkleber von einem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war außerdem sehr klein folgendes Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'". Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
Am Nordfeld in Heiligensee wurden fünf identische Sticker mit der Aufschrift „Deutschland endlich wieder sicher machen“ und „Remigration Air“ entdeckt. Die Aufkleber stammen aus dem Umfeld des extrem rechten „Patriotenshop“.
An der Tramhaltestelle in der Paul-Junius-Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber entdeckt und entfernt. Dieser stammte aus einem neonazistischen Onlinehandel. Der Aufkleber bewarb ein extrem rechtes Musiklabel.
In der Hagenstraße wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "Antifaverbot jetzt" gefunden und unkenntlich gemacht.
Eine Gruppe von ca. 5 Männern, im Alter zwischen 20-30 Jahre, teilweise alkoholisiert, beleidigten auf der Monumentenbrücke im Vorbeigehen zwei Frauen homofeindlich. Der Vorfall ereignete sich gegen 17:00 Uhr.
In einem Restaurant im Kiez Lausitzer Platz wurde eine Trans*Person beim Anstehen an einer geschlechtsneutralen Toilette von einem Mann erst körperlich abgescannt und dann mehrfach aufgrund des Geschlechts angesprochen. Die betroffene Person konnte sich der Situation nicht entziehen und empfand das aufgedrängte Raten um das Geschlecht als übergriffig und beleidigend.
Drei Personen (argentinisch, kolumbianisch, türkisch-kurdisch) hielten sich im Außenbereich eines Imbisses in der Weitlingstraße auf, als ein unbekannter Mann im Vorbeigehen eine rassistische Bemerkung („K-Wort“) äußerte. Als eine*r der Betroffenen verbal gegen die Beleidigung protestierte, eskalierte die Situation sofort.
Der Unbekannte griff die Gruppe mit einem Stuhl an und schlug anschließend mit den Fäusten auf einen der Betroffenen ein, auch nachdem dieser zu Boden gestürzt war.
Der Betroffene flüchtete in den Imbiss, um Schutz zu suchen. Die Mitarbeiter versuchten jedoch, den Schutzsuchenden am Betreten des Bereichs hinter dem Tresen zu hindern. Nachdem der Angreifer aus dem Laden verwiesen wurde, rief er in die Richtung der Betroffenen, dass er sie töten werde, wenn sie den Laden verlassen. Die Mitarbeiter forderten auch die Betroffenen auf, das Geschäft umgehend zu verlassen – trotz des Hinweises auf die weiterhin bestehende Gefahr im Außenraum und der Bitte um Solidarität. Ein Verlassen durch den Hinterausgang wurde von den Betroffenen abgelehnt.
Die Betroffenen verblieben bis zum Eintreffen der Polizei (ca. 00:00 Uhr) im Laden. Aufgrund der körperlichen Übergriffe wurde ein Rettungswagen (RTW) zur medizinischen Erstversorgung angefordert. Die Gruppe verließ den Ort nach der Behandlung mit einem Taxi.
Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurde an einem Verkehrsschild ein Aufkleber aus einem Neonaziversand mit der rassistischen Aufschrift "Asylbetrüger nicht willkommen - Heimreise statt Einreise" entdeckt und entfernt.
Im Oberhaardter Weg wurde ein rassistischer Sticker entdeckt und entfernt, der mit der Aufschrift "Defend Europe" an eine gleichnamige extrem rechte Kampagne und die Erzählung eines "Großen Austausch" anschließt.
Im Bahnhof Lichterfelde-Ost wurden mehrere Schriftzüge entdeckt, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten. Neben einem Schriftzug gegen Antifaschist*innen, stand dort u.a. "Fck NGOs" und "Linke Ratten".
In der Stromstraße in Moabit wurde ein Mann von zwei Teenager-Mädchen antiasiatisch-rassistisch beleidigt.
In der Pfarrstraße Ecke Kaskelstraße wurden ca. 10 gegen Antifaschismus gerichtete "FCK Antifa"-Aufkleber gemeldet und entfernt.
Zudem wurden am Monimbo-Platz, am S-Bahnhof Nöldnerplatz und in der Türrschmittstraße mehrere "Antifa Verbot jetzt" Aufkleber gefunden und entfernt.
An einem Straßenschild an der Kreuzung Spreestr./ Kupferkamp wurde ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt.