Rassistischer Aufkleber in Karlshorst
In der Hentigstraße Ecke Dorotheastraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv wurde die rassistische Forderung nach "Remigration" propagiert.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Hentigstraße Ecke Dorotheastraße wurde ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv wurde die rassistische Forderung nach "Remigration" propagiert.
In Lichterfelde-West wurden mehrere extrem rechte Sticker und Schmierereien entdeckt und entfernt. In der Drakestraße klebten zwei Sticker eines extrem rechten Versandhandels auf einem Laternenpfahl. Einer der Aufkleber zeigte den rassistischen Spruch "White Lives Matter", der andere Sticker richtete sich gegen muslimische Menschen.
Am Teltowkanal bei der Bäkebrücke wurden mehrere Schmierereien entdeckt, auf denen Linke als Ungeziefer betitelt wurden.
An der Baustellenwand des U-Bahnhofes Senefelder Platz wurde der Slogan "Remigration bis die Startbahn glühen" entdeckt und unkenntlich gemacht.
Vor einem Veranstaltungsort der Partei "Alternative für Deutschland" (AfD) fand eine Kundgebung gegen eine Veranstaltung in dem Ort statt. Nach Angaben der Betroffenen lief ein Mann, der die "AfD"-Veranstaltung besuchen wollte, durch die Gegenkundgebung und bezeichnete die Teilnehmenden als „Faschisten“. Als die Betroffene ihren Regenschirm zum Schutz anderer Demonstrierende vor Fotoaufnahmen hochhielt, schlug der Mann mit der Faust gegen den Schirm. Dabei wurde der Schirm beschädigt. Die Betroffene erklärte, der Schlag hätte aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation schwerwiegende Folgen haben können.
Am Eingang des Einkaufszentrums Schöneweide rempelte ein Mann eine Gruppe muslimischer Frauen gezielt an. Als diese ihm nachriefen, reagierte er mit: "Das ist Deutschland!"
In der Mentlinstraße ziwschen Nalepastraße und Wattstraße wurden verschiedene extrem rechte Sticker entdeckt und entfernt. Darunter waren ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion", ein geflüchtetenfeindlicher Sticker und einer, der sich gegen Antifaschist*innen richtete. Zusätzlich wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Firlstraße Ecke Großstraße wurde zudem der Zahlencode "164" (AfD) entdeckt.
In der Nähe des S-Bahnhofs Pankow-Heinersdorf wurde ein Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Dieser trug den Slogan "Familie. Heimat. Tradition"
Am Storchenhof-Center wurden neonazistische Schmierereien entdeckt. Auf der Glasfront des Einkaufswagenbereiches eines Supermarktes wurden die neonazistischen Zahlencodes "88" und "1161" in schwarzer Farbe aufgesprüht.
An der Tramhaltestelle Alt-Hohenschönhausen wurde ein mit einer Reichsflagge besprühter Mülleimer gemeldet.
Vor einem Supermarkt in der Alfred-Kowalke-Straße, nahe dem U-Bahnhof Friedrichsfelde, kam es zu einem queerfeindlich motivierten Angriff. Eine Frau beschimpfte und beleidigte eine von ihr als queer gelesene FLINTA*-Person und ging diese körperlich an. Dabei äußerte die Angreiferin unter anderem die Drohung: „Der Bürgerkrieg wird kommen und dann werdet ihr brennen“. Zudem gab sie an, sie habe „Bock“ und dafür „heute extra schon Sekt gekauft“. Die betroffene Person blieb körperlich unversehrt und konnte sich in Sicherheit bringen.
In der Bölschestraße wurde an einem Verkehrsschild ein rassistischer Sticker entdeckt und entfernt. Mit dem Slogan "Für die 'Gäste' nur das Beste. Remigration Airlines" propagierte der Sticker das rassistische Konzept der Remigration. Der Aufkleber stammt aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am S-Bahnhof Adlershof wurde der Schriftzug "FCK ANTIFA" entdeckt und entfernt.
In der Johannes-Werner-Straße und am Sternendamm an der Bushaltestelle Lindhorstweg in Johannisthal wurden je ein Aufkleber mit der antimuslimischen Parole "Islamisierung? Nein Danke" entdeckt und entfernt.
Im Wartezimmer einer Arztpraxis in der Breiten Straße beleidigte eine ältere Person zwei Kinder mit dem N-Wort.
Eine anwesende Person meldete den Vorfall dem Arzt der Praxis. Dieser reagierte jedoch nicht auf die rassistischen Beschimpfungen, sondern relativierte den Vorfall mit der Aussage, dass Ähnliches auch in afrikanischen Ländern gegenüber weißen Menschen vorkomme. Die beleidigende Person blieb weiterhin im Wartezimmer und setzte die Beschimpfungen möglicherweise fort.
An der Ecke Blücherstraße / Urbanstraße wurde an der Rückseite einer Geschäftszeile die antisemitische Parole "ISRAHELL DIE" geschmiert.
Zudem wurden nur wenige Meter entfernt der Synagoge am Fraenkelufer der Spruch "Free Gaza" und an der Friedhofsmauer Zossener Straße der Spruch "Stop IDF Rapists" und mehrere Palästina-Flaggen angebracht. Auf dem Friedhof haben viele jüdische Menschen ihre letzte Ruhestätte.
In der Frankfurter Allee, nahe U-Bahnhof Samariterstraße, wurde ein antisemitischer Sticker entfernt, auf dem Zionisten als kriminelle Nazis bezeichnet wurden.
Am Monimbo-Platz Ecke Frankfurter Allee wurde oben an der Säule einer Werbetafel ein extrem rechter Aufkleber mit der gegen politische Gegner*innen gerichteten Aufschrift "Antifa Verbot jetzt" gemeldet.
In der Lauffener Straße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "We hate Antifa" entdeckt und entfernt.
In der Hasselwerderstraße wurde ein Aufkleber mit der Parole "FCK ANTIFA" entdeckt und entfernt.
Am Bahnhof Schöneweide wurde ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extrem Rechten und zusätzlich gegen queere Menschen richtete.
In der Tabbertstraße wurde ein Aufkleber entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete.
An der Bushaltestelle Rahnsdorf/Waldschänke wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Versandhandels entdeckt, der den neonazistischen Zahlencode "1161" enthielt.
Am Martha-Ndumbe-Platz und in der Groninger Straße wurden drei Aufkleber einer christlich-fundamentalistischen rechtskatholischen Organisation, die LGBTIQ*-Feindlichkeit und antimuslimischen Rassismus verbreitet, entdeckt und entfernt.
In der Große-Leege-Straße Ecke Simon-Bolivar-Straße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle Alt-Hohenschönhausen (Storchenhof-Center) wurden mehrere Nazisprühereien in roter Farbe festgestellt. Auf einer BVG-Säule wurden die neonazistischen Zahlencodes "1161" und "88" sowie ein Hakenkreuz aufgesprüht.
An der Streitstraße, gleich vor der Ecke zur Rauchstraße, wurden zwei übereinander geklebte rassistische Aufkleber mit den Sprüchen „Raus mit die Viecher“ und „Remigration jetzt“ entdeckt.
Im Gerichtsgebäude des Amtsgerichts Tiergarten in Moabit kam es zu einer rassistischen Äußerung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Am Helmholtzplatz wird ein obdachloser älterer Mensch mit Behinderung wiederholt rassistisch beleidigt. Unter anderem wurde ihm zugerufen: „Geh zurück nach Ägypten“. Zudem wird berichtet, dass ihm regelmäßig gegen das Bein getreten und er mit einem Schlüsselbund geschlagen wird, während er morgens auf einer Parkbank schläft.
In Spandau kam es zu einer rassistischen und sexistischen Beleidigung. Zum Schutz der betroffenen Person werden keine weiteren Informationen veröffentlicht. Das Datum entspricht nicht dem Tag des Vorfalls.
Die Wände von zwei Bahnhofstoiletten am Bahnhof Südkreuz wurden großflächig mit rassistischen Schmierereien beschmiert, die sich überwiegend gegen Schwarze Menschen richteten. Zudem wurden dort auch antiziganistische Schmierereien sowie Verherrlichungen von NS-Persönlichkeiten festgestellt.
In einer Zahnartpraxis in Mitte wurde eine Patientin rassistisch und LGBTIQ*-feindlich diskriminiert und ihr die Weiterbehandlung verweigert.
Gegen Mitternacht beobachtete ein Zeuge zwei Männer am Markgrafendamm nahe Laskerstraße. Einer schlug mit einem Baseballschläger auf zwei mutmaßliche Obdachlose ein, der andere sicherte in kurzer Entfernung den Angriff ab.
Als diese Person den Zeugen erblickte, machte er mit der Hand eine eindeutige Geste in seine Richtung: Er drohte, indem er andeutete, ihm die Kehle durchzuschneiden.
Der Zeuge wählte den Notruf. Als Krankenwagen und Polizei eintrafen, waren die Täter bereits geflüchtet.
Eine Schwarze Frau in Begleitung einer Freundin wurde am Abend in der Straße Alt-Moabit von zwei jungen Männern rassistisch und sexistisch beleidigt.
In der Rummelsburger Straße Ecke Edisonstraße wurde ein Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt.
Auf der Schloßstraße in Steglitz wurden mehrere extrem rechte Aufkleber entdeckt und entfernt. Ein Sticker stammte von der neonazistischen Partei "Die Heimat" (ehemals NPD). Ein weiterer Sticker an der Ecke Schloßstraße und Zimmermannstraße hatte den Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und richtete sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.
Ein Aufkleber mit den Reichsfarben und der „Schwarzen Sonne“ wurde im Gutspark in Mariendorf entdeckt und entfernt.
An einem Baum bei einer Badestelle am westlichen Müggelsee wurden zwei Hakenkreuze entdeckt.
In der Einkaufspassage führte die extrem rechte Partei "Der III. Weg" einen Informationsstand durch.
In der Konrad-Wolf-Straße Ecke Werneuchener Straße, in der Konrad-Wolf-Straße Ecke Oberseestraße sowie an der Haltestelle Oberseestraße (stadteinwärts) wurden insgesamt drei Aufkleber entdeckt und entfernt, die sich für die Freiheit sogenannter "politischer Gefangener" einsetzten. Bei den Gefangenen handelt es sich zum großen Teil um Menschen, die wegen der Leugnung des Holocaust im Gefängnis sind.
An der Haltestelle Sandinostraße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
In der Nazarethkirchstraße wurden am Nachmittag zwei Frauen von einem ihnen unbekanntem Mann rassistisch beleidigt.
Auf dem Nachbarschaftsportal "nebenan.de" kam es unter dem Beitrag eines Mannes, der Deutsch lernen und neue Kontakte in Charlottenburg-Nord knüpfen wollte, zu rassistischen Kommentaren. Dabei wurden Menschen mit (zugeschriebener) arabischer Herkunft pauschal als integrationsunwillig dargestellt und ihnen die Bereitschaft abgesprochen, die deutsche Sprache zu lernen.
In der Gerichtstraße Ecke Adolfstraße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung "Remigration" entdeckt und entfernt.
An mehreren Bushaltestellen entlang des Nahmitzer Damms in beide Richtungen wurden Graffiti mit der Aufschrift „Kanaken raus“ entdeckt. Zudem fanden sich in unmittelbarer Nähe zueinander mehrere Hakenkreuze sowie der Schriftzug „AfD“, die mit demselben Stift angebracht wurden.
Auf dem Gelände eines Jugend- und Kulturzentrums in Wilmersdorf wurde eine Bank des Projekts "Rote Bänke", die die Aufschrift "keine Gewalt gegen Frauen" trug, massiv beschädigt.
Die roten Bänke sollen im Bezirk ein sichtbares Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt setzen, das Thema aus der Tabuzone holen und die Gesellschaft sensibilisieren.
Vor einem Lokal im Ortsteil Gesundbrunnen wurde eine Frau von zwei Männern antikurdisch-rassistisch und sexistisch beleidigt.
Auf einem Parkplatz einer Tankstelle an der Grenzallee in Neukölln wurde ein Aufkleber entdeckt und unkenntlich gemacht, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Dieser stammt aus einem extrem rechten Versandhandel.
In der Naumannstr. wurde zehnmal der Aufkleber mit der Aufschrift „Wer der Antifa applaudiert, wäre ’33 mitmarschiert“ gefunden.
Ein Mann mit einem T-Shirt "Antifaschistische Seenotrettung" wurde auf dem Weg zur Bushaltestelle Großer Stern im Tiergarten von zwei Männern auf Elektrorollern überholt, die dann vor ihm Kreise zogen, sodass er sie passieren musste, um zur Bushaltestelle zu gelangen. Kurze Zeit später fuhren sie erneut an ihm vorbei, wobei sie ihn hasserfüllt drohend anschrien, wovon von dem Betroffenen nur "Scheiß-Antifa..." verstanden wurde.
Am S-Bahnhof Köpenick wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt, der eine sog. "Deutsche Zone" ausrief.
Es wurde ein Hakenkreuz an der Bushaltestelle Sommerbad in Mariendorf gefunden und unkenntlich gemacht.
Auf dem Spielplatz am Buddeplatz in Tegel wurde ein Hakenkreuz auf dem Kletterturm bemerkt. Die NS-verherrlichende Schmiererei wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht.
Ein Mann mit Begleiterin beleidigte in der Marksburgstraße Ecke Weseler Straße abends eine Frau als "Schwuchtel".
In der Oberseestraße wurde ein neonazistischer Aufkleber des Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
An der Haltestelle Simon-Bolivar-Straße wurde zudem ein Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandes mit der Aufschrift "Lieber ein Ort im Grünen, als einen Grünen im Ort" gefunden und entfernt.