Antisemitische Sprüherei in Pankow-Zentrum
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Neumannstraße wurde eine antisemitische Sprüherei an einer Hauswand entdeckt.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Neumannstraße wurde eine antisemitische Sprüherei an einer Hauswand entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Hexenspielsplatz in Schöneberg-Nord wurde ein Auto mit Reichsflagge & eisernen Kreuzen gesehen.
In der Nähe der Bushaltestelle S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
Ein Mann wurde in Wedding bei einem fingierten Date von drei Männern geschlagen, ausgeraubt und LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Der Betroffene hatte sich zuvor über eine Dating-App mit einer Person verabredet. Es erschienen jedoch insgesamt drei Männer, die ihn über drei Stunden festhielten, schlugen, beleidigten, ihm Geld raubten und ihn dazu zwingen wollten, Geld abzuheben oder zu überweisen.
In der Wartiner Straße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem NS-verherrlichenden Motiv war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot und die Parole "Make germany great again" abgebildet. Auf dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Motiv befand sich der Slogan "Antifa-freie Zone" ebenfalls in Kombination mit einer Reichsflagge. Zudem waren auf dem Motiv ein durchgestrichenes Antifa-Logo, ein durchgestrichener Punk und eine durchgestrichene trans Person zu sehen.
In der Ribnitzer Straße wurde zudem erneut ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
In der Warnitzer Straße wurden auf den Fensterscheiben eines interkulturellen Nachbarschaftsprojektes mehrere extrem rechte Aufkleber u.a. mit dem rassistischen Motiv "Abschieben schafft Sicherheit - Kriminelle Ausländer raus" und ein Aufkleber mit Deutschlandfahne in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt.
In der Vincent-van-Gogh-Straße im Welsekiez wurde zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK 161" gemeldet.
Am Roedeliusplatz wurden Hakenkreuzschmierereien auf zwei Bänken neben der dort befindlichen koptischen Kirche gemeldet.
Auf der Frankfurter Allee, Höhe Eingang Stasi-Gelände, wurde auf einem Blumenkübel ein in roter Farbe aufgesprühter "Skins"-Schriftzug festgestellt. Hierbei wurden NS-verherrlichende Sigrunen verwendet.
Im Stadtpark Lichtenberg wurden zudem insgesamt vier Neonaziaufkleber gemeldet und entfernt. Auf einem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv stand "Ich hasse Zecken bis aufs Blut".
In Alt-Kladow am Ritterfelddamm wurde ein Graffiti mit der Aufschrift „Wir denken an die Gefallenen der Wehrmacht” gesichtet. Die Wehrmacht war die Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reichs von 1935 bis 1945. Das Graffiti wurde auf einen Stromkasten geschmiert und über bunte Street-Art-Werke von Schüler*innen einer Grundschule in Kladow.
Der Görlitzer Park war aufgrund des schönen Wetters gut besucht. Eine einzelne Schwarze Person saß auf einer Bank nahe dem Kinderbauernhof. Es war die einzige anwesende Schwarze Person in der Parkumgebung. Eine Gruppe von sieben Polizist*innen trat an die Person heran und durchsuchte sie ohne Anlass. Keine weitere Person wurde angesprochen oder kontrolliert.
In der Ernst-Augustin-Str. und am S-Bahnhof Adlershof wurden jeweils ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Radickestr. wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt.
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Berliner Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt.
In der Wiltbergstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Good Night Left Side“ entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber zeigt eine Person, die einen roten Stern zerschlägt.
An einer Bushaltestelle in Berlin-Buch wurde ein Aufkleber mit den Slogan "D3W" entdeckt und entfernt. Der Slogan ist ein Kürzel und steht für die extrem rechte Partei "Der III. Weg".
An einer Imbissbude in der Ribnitzer Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
Im Briefkasten eines sozialen Trägers in der Ahrenshooper Straße wurde zudem ein mehrseitiger, professionell gedruckter Flyer aufgefunden, der das investigative Medienhaus Correctiv diffamiert, es der Lüge und Desinformation bezichtigt und eine angebliche gesteuerte Verflechtung zwischen Correctiv, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Alt-Bundeskanzler Olaf Scholz konstruiert.
Der Flyer greift die Correctiv-Recherchen zum Potsdamer "Geheimtreffen" von Ende 2023/Anfang 2024 an, bei dem über den Plan einer massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte ("Remigration") gesprochen wurde. Die Recherchen hatten eine große Protestwelle ausgelöst.
Der Flyer kann einem extrem Rechten sowie rechtspopulistischen bis völkischen Spektrum zugeordnet werden und dient neben der Desinformation auch der Mobilisierung und der finanziellen Unterstützung der eigenen Plattform (integriertes Bestell- und Spendenformular).
Auf den Frontscheiben eines Wahlkreisbüros in der Wustrower Straße wurden zudem 5 Aufkleber der Parteijugend "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") der neonazistischen Mutterpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Auf allen fünf Aufklebern stand die Parole einer aktuellen Kampagne der Neonazipartei unter dem Slogan "Unsere Alternative heißt Revolution - NRJ".
An der Bushaltestelle Buschkrug im Ortsteil Britz wurde ein Aufkleber der extrem rechten Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Es handelte sich um einen Aufkleber mit der Aufschrift „Neuer Deutscher Standard“, der ein weißes, heterosexuelles Familienbild propagiert.
Zudem wurden auf den Sitzgelegenheiten des Haltestellenhäuschens rassistische Schmierereien (K-Wort) gesichtet.
Zwischen dem Bahnhof Rudow und der Zittauer Straße sind extrem rechte Aufkleber und Schmierereien gesichtet und entfernt worden. Neben einem Hakenkreuz an einem Laternenmast, wurde ein Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift „Remigration schützt Frauen“ entdeckt und entfernt. Die Botschaft suggeriert, dass Migrant*innen eine besondere Gefahr für Frauen darstellen würden.
In einer Grundschule im Ortsteil wurden drei Hakenkreuze an der Wand eines Besprechungsraumes entdeckt und zur Anzeige gebracht.
An den Wänden verschiedener Hochhäuser an der Obstallee wurden Schmierereien mit Hakenkreuzen, SS-Runen und der Aufschrift „Hitler“ entdeckt. Darüber hinaus wurden Schmierereien mit antimuslimisch-rassistischen Aufschriften gesichtet, von denen einige einen Bezug zum Nahost-Konflikt hatten.
Auf dem Spielplatz auf der Drachenwiese wurde ein Hakenkreuz entdeckt.
In der Schnellerstr. wurde ein LGBTIQ*-feindlicher Aufkleber der Kampagne "Stolzmonat" entdeckt und entfernt.
In der Rummelsburger Straße wurde ein NS-verharmlosender Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv sind zwei mit Zäunen abgegrenzte Internierungslager abgebildet. Innerhalb des ersten Lagers steht Auschwitz und es ist eine Hakenkreuzfahne am Zaun gehisst. Innerhalb des zweiten Lagers steht Gaza und am Zaun weht die israelische Flagge.
Am Abend wurden drei Personen auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Spindlersfeld von einem Mann, u.a. antifeministisch als "Fotze", beleidigt und später bedroht, nachdem sie verschiedene extrem rechte Aufkleber entfernt hatten.
In der Radickestr. wurden ca. 20 rassistische Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
Gegen 20:10 Uhr wurde eine Gruppe Jugendlicher mit Migrationshintergrund von drei jungen Neonazis massiv beleidigt und bedroht. Die Neonazis äußerten den Jugendlichen gegenüber massive rassistische Beleidigungen (z. B. das K-Wort, "Ihr seid hoffentlich alle bald weg - wir helfen auch nach"). Ein queerer Jugendlicher wurde u. a. als "Schwuchtel" beleidigt. Zudem wurden den Jugendlichen verbal und durch gezeigte Fäuste Prügel angedroht. Die Situation wurde noch bedrohlicher, als ein Auto mit fünf weiteren Neonazis dazukam. Die Gruppe Jugendlicher machte daraufhin einen Umweg, um sich der Situation zu entziehen.
Ein Grundschüler wurde von einem Mitschüler rassistisch beleidigt. Zum Schutz des betroffenen Kindes werden keine weiteren Angaben gemacht.
Am 18. Mai 2026 kam es in der Kaufland-Filiale im Storchenhof-Center zu einem rassistischen Vorfall. Ein Mann beschimpfte eine Mutter, die in Begleitung ihrer drei Kinder unterwegs war, aus offensichtlich rassistischen Motiven. Er bezeichnete die als migrantisch gelesene Familie auf entmenschlichende Weise als „Viecher“.
Gegen 13:35 Uhr brüllte ein ca. 40-jähriger Mann lauthals "Verpisst euch, ihr scheiß Ausländer!". Die meldende Person konnte nicht beobachten, ob der beleidigende Ausruf konkret an sich dort aufhaltende Menschen gerichtet wurde.
Ein Mann lief vor der St-Michael-Kirche im Ortsteil Mitte entlang und schrie mehrfach: "Scheiß Araber, Scheiß Türken, Raus aus Deutschland, Scheiß Islamisten!"
An der Rolltreppe des S-Bahnhofs Baumschulenweg wurde ein rassistischer Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt.
Am Rosenfelder Ring wurde auf einem Mülleimer ein "D3W"-Schriftzug entdeckt. Diese Abkürzung steht für die Neonazipartei "Der III. Weg".
Am Sommerbad Wuhlheide wurden mit Schablonen an mindestens fünf Säulen im Eingangsbereich Graffitis gegen Antifaschist*innen angebracht. Zudem wurden mindestens zehn Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt.
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes spricht die Betroffene trotz erfolgter Namensänderung und Hinweis auf den weiblichen Personenstand weiterhin konsequent mit männlichen Namen an. Auch im Schriftverkehr wird fortlaufend die Bezeichnung „der Vater“ verwendet.
Gegenüber der Ehefrau der Betroffenen äußert die Mitarbeiterin zudem, die Betroffene sei objektiv weiterhin ein Mann, obwohl eine weibliche Geschlechtsidentität, entsprechende gender Präsentation sowie eine laufende medizinische Transition vorliegt.
Die Transidentität der Betroffenen wird nicht anerkannt und teilweise auch schriftlich im Zusammenhang mit einer angeblichen Kindeswohlgefährdung erwähnt. Im Gespräch wird die Betroffene zudem aufgrund ihrer Transidentität gegenüber der Ehefrau als potenziell gefährlicher Mann bezeichnet, ohne nachvollziehbare fachliche Grundlage.
Eine Schwarze Familie wurde im Wedding durch zwei Nachbar*innen aus rassistischen Motiven gemobbt und mehrfach rassistisch beleidigt.
In der Pfarrstraße wurde an einem Laternenmast ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK Antifa" gefunden und unkenntlich gemacht.
In der Kleingartenanlage "Am Adlergestell" wurde ein Aufkleber des extrem rechten Kampfsportevents "Kampf der Nibelungen" entdeckt und entfernt.
In der Joachimsthaler Straße Ecke Plauener Straße wurde eine Aufkleber entdeckt, der für einen extrem rechten Telegram-Kanal warb.
Auf einem Tisch in einer Schule in Rudow wurden mehrere Hakenkreuzschmierereien entdeckt.
Aus einer Gruppe von fünf Männern wurden im Bereich des Bahnhofs Lichtenberg lautstark Parolen des Fußballclubs BFC Dynamo gerufen. Zudem zeigten Personen aus der Gruppe mutmaßlich den verbotenen Hitlergruß. Die Gruppe betrat anschließend einen dortigen Kiezshop.
Kurze Zeit später stiegen die Männer in die Straßenbahnlinie M17 in Richtung Hohenschönhausen. Während der Fahrt riefen sie die verbotene nationalsozialistische Parole „Heil Hitler“. An der Haltestelle Hertzbergstraße/Siegfriedstraße verließ die Gruppe die Tram.
In der Admiralstraße und Umgebung wurden mehrere antisemitische Plakate entdeckt. Anlass war der gerade begangene Nakba-Gedenktag. Im Text war Geschichtsrevisionismus dargestellt und die Existenz des Staates Israel wurde in Frage gestellt. So beginnt die Erzählung 1948, die Bezeichnung des Staates Israel wird durchgängig in Anführungszeichen geschrieben und es ist die Rede vom "Besatzungsparlament".
Zudem wurden am Kottbusser Damm und in unmittelbarer Nähe der Synagoge am Fraenkelufer mehrere Sticker mit der Aufschrift "Death to IDF" entfernt.
Auf einem Schild zur Rettungsstation oberhalb der Badestelle "Teppich" wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An einem Stromkasten im Mayschweg wurde fünfmal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Auf einem Schild am Weg entlang des Müggelsee in der Nähe der Müggelseeperle wurde der Schriftzug "ZECKE VERRECKE!" entdeckt und entfernt.
An einer Werbetafel an der Kreuzung Nalepastr./ Tabbertstr. wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
Am Bahnhof Friedrichstraße wurde ein Aufkleber mit dem Spruch "We hate Antifa", der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet, entdeckt.
An der Straßenbahnhaltesstelle der M2 am Alexanderplatz wurden vier Aufkleber von extrem rechten Versandhandlungen gefunden: Einer stellte verschiedene deutschtümelnde Bildmotive mit dem Wort "Deutsch" in altdeutschem, viel im NS gebrauchtem Schrifttyp dar; drei warben für Kampfsport.
Auf einem Weg am Fennsee in Wilmersdorf wurde eine große Hakenkreuz-Schmiererei an einem Baum entdeckt.
Am Abend stand ein Mann am Nebeneingang des Schöneweidecenter und beleidigte Menschen rassistisch. Darauf angesprochen reagierte er aggressiv und beleidigend.
Während die betroffenen Personen in der Werneuchener Straße im Auto saßen (vordere Fenster geöffnet), lief eine Frau vorbei. Sie beschimpfte die anwesenden Jugendlichen mit Migrationsgeschichte auf rassistische und entmenschlichende Weise als "Scheiß Viecher".
Auf der Zillepromenade wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Aufschrift "The white Race" von einer extrem rechten Gruppe aus Bautzen entdeckt und entfernt.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten vier Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Am Abend drohte in der S-Bahnlinie 3 zwischen Alexanderplatz und Hackeschem Markt ein vom Erscheinungsbild mutmaßlich extremer Rechter einem Verkäufer einer Obdachlosenzeitung verbal mit Gewalt, um ihm vom Verkauf seiner Zeitung abzuhalten.
An der Kreuzung Müggelheimer Str./ Wendenschloßstr. standen drei Personen und sammelten Unterschriften für den Wahlantritt der Partei "Die Heimat".