Extrem rechte Sprüherei im Prenzlauer Berg
In der Prenzlauer Allee wurde das Kürzel "D3W" gesprüht. Das Kürzel steht für die extrem rechte Partei "Der III. Weg".
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
In der Prenzlauer Allee wurde das Kürzel "D3W" gesprüht. Das Kürzel steht für die extrem rechte Partei "Der III. Weg".
In der Behmstraße wurde ein Hakenkreuz an einem Verkehrsschild entdeckt und überklebt.
In der Nacht kam es zu einem homofeindlichen Angriff in der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die drei Betroffenen wurden erst von zwei unbekannten Personen homofeindlich beleidigt und dann mit Reizgas besprüht. Die Angreifenden ergriffen danach die Flucht.
Auf dem Nachbarschaftsportal "nebenan.de" kam es im Zuge eines Posts, zu einer Schließung eines Restaurants in Charlottenburg, zu einer schwulenfeindlichen Beleidigung. Als ein Nutzer die Schließung bedauernd kommentierte und meinte, dass er dort immer gern mit seinem Freund essen war, beleidigte ihn ein anderer mehrfach schwulenfeindlich.
An der Bushaltestelle Krankenhaus Köpenick/ Besuchereingang in der Salvador-Allende-Str. wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
An der Fußgängerampel in der Wiltbergstraße wurde ein Aufkleber mit einer Reichskriegsflagge und den Buchstaben „APR“ entdeckt. Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ausdruck einer demokratiefeindlichen und nationalistischen Haltung.
An einem Briefkasten im Baumschulenweg wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel, die sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richteten, entdeckt und entfernt. Auf einem der Aufkleber wurden diese und in einem zusätzlichen Schriftzug entmenschlichend als "Zecken" bezeichnet. Außerdem richtete sich einer der Aufkleber gegen queere Menschen.
In der Karower Chaussee wurde ein Aufkleber entdeckt, auf dem die Reichskriegsflagge sowie eine vermummte Person zu sehen sind, die den „White-Power“-Gruß zeigt. Die Reichskriegsflagge dient in der extrem rechten Szene häufig als Ausdruck einer demokratiefeindlichen Gesinnung.
Im Rahmen einer privaten Einmietung kam es in einem Jugendclub in der Seelenbinderstr. zu einer Sachbeschädigung. An einer Wand wurde der Schriftzug "HEIL HITLER" entdeckt. Der Jugendclub war in der Vergangenheit vermehrt Anfeindungen durch die extreme Rechte ausgesetzt.
Am Eingang der Kleinen Schwimmhalle in der Wuhlheide wurde der Schriftzug "FUCK ANTIFA" entdeckt.
An einem Stromkasten in der Mahlsdorfer Str. Nähe Wongrowitzer Steig wurde der Schriftzug "Links/Grün Fotzen" entdeckt.
Auf der Köpenicker Chaussee wurde ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber der extremen Rechten mit der Aufschrift "FCK Antifa" entdeckt und entfernt.
An einem Bauzaun am Nöldnerplatz wurde zudem ein trans-feindlicher Aufkleber gefunden und entfernt.
Auf zwei Stickern einer extrem rechten Kampagne wurde die Freilassung von vier verurteilten extrem rechten Straftäter*innen gefordert. Die Sticker wurden an der Warschauer Brücke angebracht.
An einen Mülleimer an der Andreasstraße Ecke Am Ostbahnhof wurde ein Hakenkreuz gemalt.
Als ein Handwerker bei einem Einsatz in Charlottenburg-Nord in der Wohnung einer Frau arbeitete, beleidigte diese ihn zunächst mehrfach rassistisch. Als er daraufhin die Wohnung verlassen wollte, sperrte die Frau ihn ein und bedrohte ihn mit einem Reizstoffsprühgerät. Erst als der Chef des Handwerkers der Frau mit der Polizei gedroht hatte, ließ sie ihn frei. Später äußerte sie sich im Beisein der Polizei abermals mehrfach rassistisch gegenüber dem Handwerker.
An der Nachtbushaltestelle wurde ein Mann von einem anderen Mann homofeindlich beleidigt und dann gegen den Kopf geschlagen.
Im Tiergarten wurde ein queeres Paar von zwei Männern angepöbelt, unautorisiert gefilmt und LGBTIQ*feindlich beleidigt.
In der Dorotheenstraße in Mitte schrie ein Mann zwei vor der Humboldt-Uni sitzende queere Studenten an und beleidigte sie LGBTIQ*-feindlich. Unter anderem behauptete er, dass sie "dumme Tunten" und "Stricher" seien und "einen reichen Mann suchen" würden.
In der Radickestr. wurden fünf rassistische Aufkleber aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt.
An der Tramhaltestelle S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde der Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser richtet sich gegen Antifaschismus.
Am Rudolfplatz wurde ein Sticker aus einem extrem rechten Onlinehandel entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker stand auf schwarz, rot, goldenen Hintergrundfarben "MAKE GERMANY GREAT AGAIN".
Rund um den Boxhagener Platz, zwischen Warschauer Straße und Ostkreuz wurde mehrfach das verbotene NS-Symbol "Wolfsangel" in den Farben schwarz, rot und weiß geschmiert
Das Gedenkgraffiti für Eugeniu Botnari am Eugeniu-Botnari-Platz wurde mit schwarzer Farbe zerstört.
Eugeniu Botnari (* 1982; † 20. September 2016 in Berlin) wuchs in Moldau auf. In Berlin hatte er keinen festen Wohnsitz und kam bei Freund:innen und Verwandten unter. Er wurde vom Filialleiter eines Supermarktes in Lichtenberg nach dem Vorwurf eines Ladendiebstahls aus rassistischen, antiziganistischen und sozialchauvinistischen Motiven so schwer verprügelt, dass er in der Folge daran verstarb.
An der Bushaltestelle Hopfenweg in Rudow wurden vier anti-antifaschistische Aufkleber entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker war sehr klein folgendes Zitat des italienischen Sozialisten Ignazio Silone abgebildet: "Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: 'Ich bin der Faschismus.' Nein, er wird sagen: 'Ich bin der Antifaschismus'". Silone floh vor dem italienischen Faschismus ins Exil und hatte auch eben jenen Faschismus vor Augen als er diese Warnung aussprach.
In der Damerowstraße wurden mehrere Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.
Ebenso wurden mehrere Aufkleber mit dem Slogan "Freiheit für alle politischen Gefangenen" entdeckt und abgemacht. Auf dem Aufkleber waren vier inhaftierte extrem rechte Personen abgebildet.
Am S-Bahnhof Greifswalder Straße wurde an einem Güterwagon, der dort schon seit mehreren Wochen steht, eine Hakenkreuz-Schmiererei entdeckt. Zusätzlich gab es den Zahlencode "1161" (= Anti-Antifaschistische Aktion).
Auf einem Grünanlagen-Schild am Westeingang zu dem Sommerbad Staaken-West wurde eine Hakenkreuzschmiererei entdeckt. Es wurde berichtet, dass die Schmiererei unkenntlich gemacht wurde.
Auf einer Baustellenbake in der Nähe der Massantebrücke in Rudow wurde der neonazistische Zahlencode "1161" (=Anti-antifaschistische Aktion) gesichtet und unkenntlich gemacht.
In der Bölschestr. wurde an einem Mülleimer der neonazistische Zahlencode "1347" entdeckt und entfernt.
Am S-Bahnhof Hohenschönhausen wurde auf einem Snackautomaten am S-Bahnsteig eine in schwarzer Farbe geschmierte, NS-verharmlosende Schmiererei gemeldet. Dort stand "Adolf Hitler war ein Hooligan".
Am Richard-Wagner-Platz kam es in einem Bus der Linie M45 zu einem rassistischen Vorfall. Ein Schwarzer Mann wurde in Begleitung seiner zwei Kleinkinder durch den Busfahrer schreiend aufgefordert, den Bus zu verlassen, da sie den Notausgang verstellen würden. Umstehende haben sofort Platz geschaffen, sodass die Familie die Fahrt fortsetzen konnte.
Ein rassistisches Motiv liegt nahe, da die Familie direkt und unverhätnismäßig aggressiv mit der Aufforderung zum Aussteigen adressiert wurde, obwohl die Situation offenbar durch ein einfaches Platzmachen der anderen Fahrgäste gelöst werden konnte.
In der Schloßstraße Charlottenburg wurde an zwei Mülleimern die rassistische Forderung "Remigration" geschmiert.
Zwei trans Personen, 17- und 19-jährig, wurden am späten Abend am Alexanderplatz von drei Tätern im Alter von 16, 19 und 21 Jahren über den Alexanderplatz verfolgt und mehrfach LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Im weiteren Verlauf spuckte der 16-jährige Tatverdächtige der 17-jährigen Person mehrfach ins Gesicht und warf eine Flasche nach ihr, die sie am Oberkörper traf. Anschließend warf derselbe Täter zwei große Bierflaschen in Richtung der 19-jährigen Person.
Am S-Bahnhof Hackescher Markt wurde eine Frau von einem Mann antimuslimisch-rassistisch und sexistisch beleidigt.
In einem Supermarkt in der Laubacher Straße in Wilmersdorf wurde eine Person rassistisch u. a. mit dem "N-Wort" beleidigt.
Die Namensmauer am Mahnmal für die ermordeten Jüdinnen*Juden Spandaus wurde mit einem Penis-Graffiti beschmiert. Der Vorfall wurde angezeigt. Das Graffiti wurde entfernt.
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Neumannstraße wurde eine antisemitische Sprüherei an einer Hauswand entdeckt.
In der Kottmeierstr. wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Die Aufkleber stammten aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
Am Hexenspielsplatz in Schöneberg-Nord wurde ein Auto mit Reichsflagge & eisernen Kreuzen gesehen.
In der Nähe der Bushaltestelle S-Bahnhof Plänterwald wurde ein Aufkleber der "Patriotischen Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
Ein Mann wurde in Wedding bei einem fingierten Date von drei Männern geschlagen, ausgeraubt und LGBTIQ*-feindlich beleidigt. Der Betroffene hatte sich zuvor über eine Dating-App mit einer Person verabredet. Es erschienen jedoch insgesamt drei Männer, die ihn über drei Stunden festhielten, schlugen, beleidigten, ihm Geld raubten und ihn dazu zwingen wollten, Geld abzuheben oder zu überweisen.
In der Wartiner Straße wurden zwei Aufkleber aus einem Neonaziversand gefunden und entfernt. Auf dem NS-verherrlichenden Motiv war eine Reichsflagge in schwarz-weiß-rot und die Parole "Make germany great again" abgebildet. Auf dem gegen Antifaschist*innen gerichteten Motiv befand sich der Slogan "Antifa-freie Zone" ebenfalls in Kombination mit einer Reichsflagge. Zudem waren auf dem Motiv ein durchgestrichenes Antifa-Logo, ein durchgestrichener Punk und eine durchgestrichene trans Person zu sehen.
In der Ribnitzer Straße wurde zudem erneut ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
In der Warnitzer Straße wurden auf den Fensterscheiben eines interkulturellen Nachbarschaftsprojektes mehrere extrem rechte Aufkleber u.a. mit dem rassistischen Motiv "Abschieben schafft Sicherheit - Kriminelle Ausländer raus" und ein Aufkleber mit Deutschlandfahne in Kombination mit einem Reichsadler gefunden und entfernt.
In der Vincent-van-Gogh-Straße im Welsekiez wurde zudem ein gegen Antifaschist*innen gerichteter Aufkleber mit der Aufschrift "FCK 161" gemeldet.
Am Roedeliusplatz wurden Hakenkreuzschmierereien auf zwei Bänken neben der dort befindlichen koptischen Kirche gemeldet.
Auf der Frankfurter Allee, Höhe Eingang Stasi-Gelände, wurde auf einem Blumenkübel ein in roter Farbe aufgesprühter "Skins"-Schriftzug festgestellt. Hierbei wurden NS-verherrlichende Sigrunen verwendet.
Im Stadtpark Lichtenberg wurden zudem insgesamt vier Neonaziaufkleber gemeldet und entfernt. Auf einem gegen politische Gegner*innen gerichteten Motiv stand "Ich hasse Zecken bis aufs Blut".
In Alt-Kladow am Ritterfelddamm wurde ein Graffiti mit der Aufschrift „Wir denken an die Gefallenen der Wehrmacht” gesichtet. Die Wehrmacht war die Armee des nationalsozialistischen Deutschen Reichs von 1935 bis 1945. Das Graffiti wurde auf einen Stromkasten geschmiert und über bunte Street-Art-Werke von Schüler*innen einer Grundschule in Kladow.
Der Görlitzer Park war aufgrund des schönen Wetters gut besucht. Eine einzelne Schwarze Person saß auf einer Bank nahe dem Kinderbauernhof. Es war die einzige anwesende Schwarze Person in der Parkumgebung. Eine Gruppe von sieben Polizist*innen trat an die Person heran und durchsuchte sie ohne Anlass. Keine weitere Person wurde angesprochen oder kontrolliert.
In der Ernst-Augustin-Str. und am S-Bahnhof Adlershof wurden jeweils ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung nach einer sog. "Remigration" entdeckt und entfernt.
In der Radickestr. wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlinehandels entdeckt und entfernt.
Im Gutspark Marienfelde wurde auf einer Sitzbank ein rassistisches Graffiti mit den Schriftzügen „Deutschland den Deutschen!!“, „Fick die Antifa!“ sowie „Beschützt mal eure Vergewaltiger und Steuerhinterzieher“ entdeckt.
An der Kreuzung Granitzstraße Ecke Berliner Straße wurde ein Aufkleber eines extrem rechten Onlineversandhandels entdeckt und entfernt.
In der Wiltbergstraße wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Good Night Left Side“ entdeckt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtet. Der Aufkleber zeigt eine Person, die einen roten Stern zerschlägt.
An einer Bushaltestelle in Berlin-Buch wurde ein Aufkleber mit den Slogan "D3W" entdeckt und entfernt. Der Slogan ist ein Kürzel und steht für die extrem rechte Partei "Der III. Weg".
An einer Imbissbude in der Ribnitzer Straße wurde ein extrem rechter Aufkleber gefunden und entfernt. Auf dem Motiv war die Aufschrift "Ist im Kopf nur grüner Mist, wird man Klimaaktivist" zu lesen.
Im Briefkasten eines sozialen Trägers in der Ahrenshooper Straße wurde zudem ein mehrseitiger, professionell gedruckter Flyer aufgefunden, der das investigative Medienhaus Correctiv diffamiert, es der Lüge und Desinformation bezichtigt und eine angebliche gesteuerte Verflechtung zwischen Correctiv, dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Alt-Bundeskanzler Olaf Scholz konstruiert.
Der Flyer greift die Correctiv-Recherchen zum Potsdamer "Geheimtreffen" von Ende 2023/Anfang 2024 an, bei dem über den Plan einer massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationsgeschichte ("Remigration") gesprochen wurde. Die Recherchen hatten eine große Protestwelle ausgelöst.
Der Flyer kann einem extrem Rechten sowie rechtspopulistischen bis völkischen Spektrum zugeordnet werden und dient neben der Desinformation auch der Mobilisierung und der finanziellen Unterstützung der eigenen Plattform (integriertes Bestell- und Spendenformular).
Auf den Frontscheiben eines Wahlkreisbüros in der Wustrower Straße wurden zudem 5 Aufkleber der Parteijugend "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ") der neonazistischen Mutterpartei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Auf allen fünf Aufklebern stand die Parole einer aktuellen Kampagne der Neonazipartei unter dem Slogan "Unsere Alternative heißt Revolution - NRJ".