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Vorfalls-Chronik


Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.

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Glossar
  • Extrem rechte und rassistischer Aufkleber und Schriftzug gegen Antifaschist*innen in Oberschöneweide

    09.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Vor einer Schule in der Nalepastraße wurde auf einem Straßenschild ein Schriftzug gegen Antifaschist*innen entdeckt.

    In der Nalepastraße wurden zusätzlich mehrere extrem rechte Sticker mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" und ein rassistischer mit der Aufschrift "Sommer, Sonne, Remigration" entdeckt und entfernt.

    In der Fritz-Kirsch-Zeile wurde ebenfalls ein extrem rechter Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hakenkreuz-Schmierereien in Wartenberg

    09.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurden an der Kreuzung Schälingsweg Ecke Pappelweg NS-verherrlichende Schmierereien in Form von zwei auf dem Boden aufgemalten Hakenkreuzen vor einer Parkbank entdeckt. Zudem stand daneben auch noch eine als rassistisch und sexistisch wahrzunehmende Beschimpfung, die gegen zwei namentlich benannte Personen gerichtet war.

    An der Haltestelle Dorfstraße Ecke Lindenberger Straße stadteinwärts in Wartenberg wurde zudem ein in einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge komplett besprühter Postkasten der Deutsche Post gemeldet. Darauf befand sich außerdem ein Aufkleber aus einem Neonazi-Versand mit einem rassistischen, antimuslimischen Motiv ("Wir müssen leider draußen bleiben").

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • "III. Weg"-Aufkleber in Niederschönhausen

    09.06.2026 Bezirk: Pankow

    In der Blankenburger - und Pasewalker Straße wurden insgesamt sechs Aufkleber der extrem rechten Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Diese trugen u.a. die Slogan "Terrorstaat Israel", "LGBTIQ* brechen" und "Antifa-Banden zerschlagen".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • LGBTIQ*-feindlicher, extrem rechter Aufkleber in Altstadt Spandau

    09.06.2026 Bezirk: Spandau

    In der Carl-Schurz-Straße wurde ein Aufkleber der "Jungen Nationalisten" mit der Aufschrift: "AUS ANNE WIRD FRANK, DAS IST DOCH KRANK! Gegen den Genderwahnsinn!" entdeckt. Die "Jungen Nationalisten" siind die Jugendorganisation der Neonazi-Partei "Die Heimat", ehemalige „NPD“. Auf dem Aufkleber wird Trans* sein als "krank" bezeichnet. Zudem zeigt der Aufkleber eine heteronormative Kleinfamilie, die sich vor einem Regenbogen "schützt". Außerdem trägt der Aufkleber, wegen der Anspielung auf Anne Frank, eine antisemitische Bedeutung.

    Quelle: Register Spandau
  • Nazi-Schriftzug im Weitlingkiez

    09.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Rupprechtstraße Ecke Giselastraße wurde der Schriftzug "Nazi" festgestellt und gemeldet.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Neonazi-Aufkleber im Umfeld einer JFE in Alt-Hohenschönhausen

    09.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Gegenüber einer Jugendfreizeiteinrichtung am Malchower Weg wurden zwei Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gefunden und entfernt. Auf einem Motiv war die rassistische Parole "Ku Klux Klan - White power - Section germany" abgebildet. Auf dem anderen Motiv wurde mit dem Slogan "Ganz Deutschland hasst die Antifa" gegen Antifaschist*innen gehetzt.

    Quelle: Lichtenberger Register, JFE
  • Propaganda gegen politische Gegner*innen in Lichterfelde

    09.06.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In der Heinersdorfer Straße in Lichterfelde wurde ein selbstgemachter Sticker entdeckt und entfernt. Auf dem Sticker werden politische Gegner*innen der extremen Rechten abwertend als "Zecken" bezeichnet, während die Schreibenden sich "Kammerjäger" nennen. Dies kann so gelesen werden, dass politische Gegner*innen der extremen Rechten "beseitigt" werden sollen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Rassistischer Kommentar in Pankow

    09.06.2026 Bezirk: Pankow

    Eine Dienstleistungsanbieterin im Rathaus Center Pankow äußerte in einem Gespräch, dass noch mehr „von denen“ (gemeint waren Ausländer*innen) ins Land kommen würden.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Runenschmiererei am Mehringdamm

    09.06.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    An Mehringdamm, gegenüber dem Finanzamt, wurde eine Runenschmiererei angebracht. Dabei handelte es sich um türkische Orchon-Runen "𐱅𐰇𐰼𐰰" (in lateinischer Schrift: "Türk"). Diese Symbolik wird überwiegend von türkischen Faschisten, den "Grauen Wölfen", verwendet.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Sticker gegen Politische Gegner*innen in Lichterfelde West

    09.06.2026 Bezirk: Steglitz-Zehlendorf

    In der Baseler Straße im Schweizer Viertel in Lichterfelde wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt und entfernt. Ein Sticker zeigte eine Karikatur von Politker*innen der Partei DIE LINKE. Der andere Aufkleber richtete sich mit dem Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und der Darstellung verschiedener "linker" Symboliken gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten.

    Quelle: Bürger*innenmeldung über Signal
  • Wiederholt antisemitische Sticker am Planufer

    09.06.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Am Planufer, gegenüber der Synagoge am Fraenkelufer, wurden wiederholt zwei Sticker entfernt, auf denen stand auf der linken Seite "Vergewaltiger, Nazis Mörder, Verbrecher", auf der rechten Seite "Als Touristen getarnt unterwegs" und unten drunter "Murderer Nazi Israelis YOU ARE NOT SAVE".

    Zudem befand sich im Außenbereich eines Lokals in der Grimmstraße an mehreren Stellen antisemitische Propaganda. Angebracht wurde: "FCK ZIOS" (Fuck Zionisten) und "FCK ISR" (Fuck Israel), die in FOR ZIOS und FOR ISR verändert wurden. Außerdem wurden zwei angebrachte gelbe Schleifen, die für die Solidarität mit den von der Hamas verschleppten Geiseln stehen, mit einem großen roten Kreuz durchgestrichen.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Anti-Antifa-Schmiererei in Gesundbrunnen

    08.06.2026 Bezirk: Mitte

    An einem Parkplatz beim U-Bahnhof Osloer Straße wurde eine Schmiererei mit dem von extremen Rechten gegen die Antifa gerichteten Code "1161" entdeckt.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechte Aufkleber in Niederschönhausen

    08.06.2026 Bezirk: Pankow

    An der Kreuzung Blankenburger - Ecke Klothildestraße sowie an der Tramhaltestelle Lindenberger Straße wurden Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und überklebt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • (Extrem) rechte Aufkleber in Pankow-Zentrum

    08.06.2026 Bezirk: Pankow

    In der Granitzstraße bei der Bushaltestelle S-Bahnhof Pankow wurden drei Aufkleber eines (extrem) rechten Onlineversandhandels entdeckt und überklebt. Die Aufkleber hatte u.a. die Slogan "FCK Linke", "Gegen den Linksterror" sowie "Antifascism is the new fascism".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte Propaganda in Mitte

    08.06.2026 Bezirk: Mitte

    Auf dem Pariser Platz wurde ein gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichteter Aufkleber entdeckt und entfernt. Der Aufkleber enthielt auch LGBTIQ*-feindliche Inhalte sowie ein Keltenkreuz und stammt aus der Fanszene eines polnischen Fußballclubs.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow-Zentrum

    08.06.2026 Bezirk: Pankow

    In der Damerowstraße vor einer Kneipe wurde ein Aufkleber des extrem rechten Online-Versandhandels „Sturmzeichen-Versand“ mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt.

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Extrem rechte und gegen Antifaschist*innen gerichtete Sticker in Oberschöneweide

    08.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Kleingartenkolonie Grüne Aue und in der Rummelsburger Straße Ecke Edisonstraße wurden mehrere extrem rechte Sticker mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.

    In der Wilhelminenhofstraße auf Höhe des MaHalla wurde außerdem ein Sticker entdeckt und entfernt, der sich gegen Antifaschist*innen richtete.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Hakenkreuze und Neonazicodes vor Schule im Sewanviertel

    08.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Direkt vor dem Eingang einer Schule in der Dolgenseestraße wurde eine Hakenkreuz-Schmiererei und die neonazistischen Zahlencodes "88" und "1488" gemeldet. Die Schule wurde informiert und eine Entfernung angekündigt.

    Quelle: Berliner Register
  • NS-Relativierung auf Kundgebung in Wedding

    08.06.2026 Bezirk: Mitte

    Vor dem Gebäude des Robert-Koch-Instituts am Nordufer in Wedding hielten etwa 10 Personen aus der verschwörungsideologischen Szene eine Kundgebung ab. Die Mahnwache forderte die "Aufarbeitung" der Corona-Pandemie. Dabei wurde ein Bild eines NS-Verbrechers, das während der Nürnberger Ärtzteprozesse aufgenommen wurde, gezeigt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistische Pöbelei in Mitte

    08.06.2026 Bezirk: Mitte

    Am Bahnhof Friedrichstraße pöbelte ein betrunkener Mann Passant*innen mit rassistischen Bemerkungen und Schreiereien an.

    Quelle: Bürger*innenmeldung
  • Bedrohung gegen politische Gegner*innen in Pankow

    07.06.2026 Bezirk: Pankow

    Am Infostand der Linken vor dem Rathaus-Center Pankow äußerte eine Passantin zunächst, sie hätte „lieber die AfD“. Nachdem ihr darauf sachlich entgegnet worden war, dass dies dort anders gesehen werde, warf sie einer anwesenden Person vor, „für Vergewaltigungen“ zu sein, und äußerte den Wunsch, diese möge vergewaltigt werden.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Extrem rechte Aufkleber in Oberschöneweide

    07.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    In der Kleingartenkolonie Grüne Aue und in der Tabbertstraße wurden mehrere extrem rechte Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.

    In der Kleingartenanlage wurde zusätzlich ein Aufkleber entdeckt und entfernt, der sich gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten richtete. Dieser war zusätzlich queerfeindlich und verwendete den entmenschlichenden Ausdruck "Zecke" für politische Gegner*innen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Extrem rechter Aufkleber in Pankow-Zentrum

    07.06.2026 Bezirk: Pankow

    In der Vesaliusstraße wurde ein Aufkleber des extrem rechten Onlineversandhandels "aktivde" entdeckt und entfernt. Der Aufkleber hatte den Slogan "Liebe zur Heimat".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Neonaziaufkleber in Alt-Hohenschönhausen

    07.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    An der Haltestelle Hohenschönhauser Tor wurden insgesamt fünf neonazistische Aufkleber eines extrem rechten Online-Versandhandels mit der Aufschrift „Lesen, lieben, kämpfen“ entdeckt und entfernt bzw. unkenntlich gemacht.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Propaganda gegen politische Gegner*innen von extrem rechten Youtube-Streamer in der Kreutzigerstraße

    07.06.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Im Anschluss an das Straßenfest in der Kreutzigerstraße hielt sich gegen 0:50 Uhr ein extrem rechter Streamer auf, der live auf Youtube streamte. Er filmte einen Polizeieinsatz am Druchgang zur Frankfurter Allee und nutzte die Gelegenheit, dazukommende Gäste des Festes, die sich auf den Heimweg begeben wollten, mehrmals abzufilmen. Der Streamer äußerte sich in seinem Kanal postitiv gegenüber dem brutalen Vorgehen durch die Polizei und veröffentlichte zudem extrem rechte Narrative, wie z. B. "Anfifas sind die größten Faschisten in der heutigen Zeit". Er verbreitete zudem die Behauptung, dass es sich bei den Gästen um Antifas gehandelt hätte und er hätte sich nur unter Polizeischutz entfernen können.

    Das grundlose, massive und überzogene Vorgehen der Polizei gegen Gäste, die das Fest verlassen wollten, führte zudem im Nachgang zu Veröffentlichungen in der Tagespresse und auch Bezirkspolitiker*innen schalteten sich ein. Die von massiver Polizeigewalt betroffenen Festbesuchenden haben sich zusammengeschlossen und fordern eine lückenlose Aufklärung des Polizeieinsatzes, der auch zur Behandlung im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses vorgesehen wurde.

    Quelle: Youtube
  • Rassistische Aktion der Identitären Bewegung

    07.06.2026 Bezirk: Mitte

    Die extrem rechte Identitäre Bewegung veröffentlichte in ihren Social-Media-Kanälen einen Beitrag zu einer rassistischen Propaganda-Aktion, die mit acht Personen mit der Forderung „Wo bleibt die Migrationswende?" am Brandenburger Tor stattgefunden hatte. Dort hatten die extrem rechten Aktivisten eine Banner mit der Bezeichnung „Lügenfritz“ entrollt.

    Quelle: Registerstelle Mitte
  • Rassistische Pöbelei und Bedrohung durch junge Neonazis in Lichtenberg-Mitte

    07.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Eine Gruppe von fünf Jugendlichen aus dem extrem rechten Spektrum hielt sich in der Nöldnerstraße auf. Als ein Lieferando-Fahrer vorbeifuhr, kommentierten sie dies lautstark mit rassistischen Sprüchen wie „Warum fliegt der denn nicht auf einem Teppich“ und „Was will der hier“. Als eine Zeugin ein Foto der Gruppe machte, bemerkten dies die jungen Neonazis und gingen bedrohlich auf sie zu. Die Betroffene flüchtete in ein Haus und brachte sich in Sicherheit.

    Quelle: Register Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Rassistische Propaganda in Gesundbrunnen

    07.06.2026 Bezirk: Mitte

    In der Wiesenstraße Ecke Reinickendorfer Straße wurde ein rassistischer Aufkleber mit der Forderung "Remigration" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Meldeformular Berliner Register
  • Rassistischer Aufkleber in Neu-Hohenschönhausen

    07.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    In der Rostocker Straße wurde an einem Kiosk ein Aufkleber aus einem Neonaziversand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv war der rassistische Slogan "Remigration Airlines - Für die Gäste nur das Beste!" zu lesen.

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • Rassistische Schmiererei in der Jahnstraße

    07.06.2026 Bezirk: Friedrichshain-Kreuzberg

    Eine in der Jahnstraße angebrachte Parole "FRIEDEN FÜR KURDISTAN" wurde so verändert, dass dort "FUCK KURDIS" stand. Dabei handelt es sich um antikurdischen Rassismus.

    Quelle: Berliner Register
  • "White Power"-Geste bei Planspiel im Deutschen Bundestag

    07.06.2026 Bezirk: Mitte

    Bei einem Planspiel "Jugend und Parlament" für Jugendliche zwischen 17 und 20 Jahren im Deutschen Bundestag zeigte ein Teilnehmer die "White Power"-Geste und äußerste rassistische Kommentare.

    Quelle: SZ vom 10.06.2026, web.de vom 11.06.2026, Der Spiegel vom 11. und 12.06 2026; tagesschau.de vom 13.06.2026
  • Antisemitismus bei Demonstration in Mitte

    06.06.2026 Bezirk: Mitte

    Auf einer Demonstration durch Berlin-Mitte mit ca. 150 Teilnehmenden wurde Israel in einer Rede pauschal als "rassistischer Apartheidsstaat" delegitimiert und wurden alle Israelis als Siedler in besetzten Gebieten bezeichnet. Sie seien heute "die größte faschistische Bewegung" und in Täter-Opfer-Umkehr-Logik wurde behauptet, Israel selbst sei antisemitisch. In Sprechchören wurde gerufen, "Kindermörder Israel" und damit an klassisch antisemitische Ritualmordlegenden angeknüpft, sowie "There is only one state, Palestine '48", womit Israel das Existenzrecht abgesprochen wurde. Mit dem Plakat "One genocide does not justify another" wurde die Schoa relativiert. Ein Teilnehmer zeigte den Wolfsgruß, das Handzeichen türkischer Faschisten.

    Quelle: Registerstelle Mitte, JFDA
  • Extreme rechte Parolen bei Sommerfest in Pankow

    06.06.2026 Bezirk: Pankow

    In einer Kleingartenanlage in der Prenzlauer Promenade wurden während eines Sommerfestes zu einem abgespielten Lied laut die Parolen „Deutschland den Deutschen“ und „Ausländer raus“ gerufen. Die Rufe erfolgten vor zahlreichen anwesenden Personen.

    Quelle: Meldeformular der Berliner Register
  • Extrem rechte Bedrohung bei Infostand in Pankow-Zentrum

    06.06.2026 Bezirk: Pankow

    Am Rathauscenter führte die Partei DIE LINKE einen Informationsstand durch. Es kam ein Mann vorbei. Dieser hatte ein "444"-Tatoo. Der Zahlencode steht für den vierten Buchstaben im Alphabet und bedeutet "Deutschland den Deutschen". Der Mann zeriss Material der Partei und sagte "Ihr seid hier nicht willkommen".

    Quelle: [moskito] Fach- und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt
  • Homofeindliche und rassistische Beleidigung und Bedrohung am U-Bahnhof Magdalenenstraße

    06.06.2026 Bezirk: Lichtenberg

    Am Samstag kam es auf dem U-Bahnhof Magdalenenstraße zu einem verbalen Übergriff auf eine Person. Ein unbekannter Mann echauffierte sich zunächst lautstark darüber, dass eine „Schwuchtel“ neben ihm sitze. Anschließend ging er mit einer Bierflasche in der Hand aggressiv auf die betroffene Person zu, stellte deren Identität infrage und bezog sich dabei direkt auf die von ihr getragene Kuffiyah (Palästinensertuch). Er schrie die Person an, sie solle „bloß nicht nach Lichtenberg kommen“. Danach stieg der Täter in eine U-Bahn der Linie U5 in Richtung Hönow.​

    Quelle: Lichtenberger Register, Bürger*in
  • LGBTIQ*-feindliche Schmiererei in der Altstadt Köpenick

    06.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Am Abend streichen zwei Kinder auf dem Schloßplatz Aufkleber mit der Pride-Flagge durch und malen darüber den neonazistischen Zahlencode "1161". Darauf angesprochen reagierten die Kinder mit rechten Verschwörungserzählungen.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
  • Rechte Veranstaltung in Wilmersdorf

    06.06.2026 Bezirk: Charlottenburg-Wilmersdorf

    In einer Eventlocation am Hohenzollerndamm fand das jährliche Sommerfest der neurechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF) mit hunderten bundesweit angereisten Gästen statt. Es nahmen unter anderem mehrere prominente AfD-Politiker*innen der Bundes- und Landesebene teil und ein Politiker der rechten Kleinstpartei "Bündnis Deutschland" sowie ein ehemaliges Vorstandsmitglied der inzwischen aufgelösten extrem rechten "Jungen Alternative" Berlin. Anwesend waren auch die Vorsitzende der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung und ein prominenter Besucher des Potsdamer Treffens von 2023. Zudem waren verschiedene Redakteur*innen rechter Medien und rechte Influencer*innen vor Ort.

    Die JF gilt als zentrale Publikation und Sprachrohr der Neuen Rechten und vertritt unter dem Deckmantel des Konservatismus zum Teil auch nationalistische, antidemokratische und völkische Positionen. Veranstaltungen wie diese können der Vernetzung und des Austauschs ultrakonservativer bis extrem rechter Akteure und Parteien dienen.

    Quelle: Register CW via Instagram, X und facebook
  • Antimitismus bei Demonstration in Mitte

    05.06.2026 Bezirk: Mitte

    Bei einer Demonstration durch Berlin-Mitte mit ca. 150 Teilnehmenden wurden mehrere israelfeindliche Plakate und Parolen verbreitet, die eine Kritik an israelischer Regierungspolitik überschritten und eine antisemitische Dämonisierung Israels enthielten. Teilnehmende riefen Sprechchöre wie "Kindermörder Israel", was klassisch antisemitische Kindermordlegenden konnotiert und "There is only one state, Palestine '48", womit Israel das Existenzrecht abgesprochen wurde. Hamas und Hizbolla wurden in Reden als Teil eines legitimen "Widerstands" glorifiziert.

    Quelle: Registerstelle Mitte, JFDA
  • Anti-muslimische Schriftzüge in Adlershof

    05.06.2026 Bezirk: Treptow-Köpenick

    Auf einer Bank auf dem Arndtplatz wurden die Schriftzüge "Islam = Terror" und "Ausländer raus" entdeckt und entfernt.

    In der Radickestr. wurden an zwei Baustellenabsperrungen ebenfalls der Schriftzug "Islam = Terror" entdeckt und entfernt.

    Quelle: Register Treptow-Köpenick
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