Hakenkreuz-Schmierereien in Marienfelde entdeckt
An den beiden Bushaltestellen Nahmitzer Damm und Marienfelder Allee wurden Hakenkreuze entdeckt, die bisher nicht entfernt wurden.
Um gegen Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen, muss man sie als Problem erkennen. Und man muss beschreiben wem sie passiert, wo sie stattfindet und wie sie funktioniert. Wir veröffentlichen die Vorfälle, die uns gemeldet werden.
An den beiden Bushaltestellen Nahmitzer Damm und Marienfelder Allee wurden Hakenkreuze entdeckt, die bisher nicht entfernt wurden.
In der Vereinsstr. wurde ein Hakenkreuz an einem Zaun entdeckt und entfernt.
Im Sterndamm wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Bewegung Berlin" entdeckt und entfernt.
In einem Fahrstuhl wurde die antisemitische Parole "FCK NZS / FCK ZIOS" (Fuck Nazis / Fuck Zionisten) entdeckt und entfernt. Die Bezeichnung Zios / Zionisten wird häufig als Code für Juden*Jüdinnen verwendet. Zudem wurde hier ein NS-verharmlosender Zusammenhang zwischen Juden*Jüdinnen und Nazis hergestellt. Der genaue Ort wird aus Schutzgründen nicht bekannt gegeben.
Auf dem Waldweg in Richtung Charlotte-E.-Pauly-Str. wurden zwei rassistische Aufkleber, die die Forderung nach einer sog. "Remigration" enthielten, entdeckt und entfernt.
In der Heerstraße betrat eine junge Frau eine Tankstelle. Eine ältere Frau lief direkt auf die junge Frau zu und beleidigte sie rassistisch: „Ausländer machen alles kaputt. Sie haben mich mein Ostern nicht genießen lassen.“ und „Ausländer sind Ungeziefer.“
In der Wilhelminenhofstr. wurde die Schriftzüge "DDD" und "444" entdeckt. Beide Codes stehen für die rassistische Parole "Deutschland den Deutschen".
Ausgehend vom Hauptbahnhof zog eine islamistische Demonstration mit über 100 Teilnehmenden durch Mitte. Auf der Demonstration wurden mehrfach antisemitische Parolen gerufen und antisemitische Schilder und Plakate gezeigt. Teilnehmende riefen "Kindermörder Israel" und „Zionisten sind Faschisten - töten Kinder und Zivilisten“. Mit der Bezeichnung Israels als "Kindermörder" wird auf antisemitische Ritualmordlegenden angespielt. Mit der arabischen Parole "Vom Wasser bis zum Wasser - Palestina ist arabisch" wurde Israel das Existenzrecht abgesprochen. Eine teilnehmende Person zeigte ein Schild, auf dem Israel als "Zionist Entity" bezeichnet wurde. Auf dem Schild wurde außerdem behauptet, die "zionistische Entität" und die USA hätten seit dem zweiten Weltkrieg 12 Millionen Menschen ermordet. Eine andere Person zeigte ein Schild, dem zum Boykott israelischer Waren aufgerufen und gefragt wurde, ob man noch bei "Kinder Killern" kaufe. Auf der Rückseite des Schilds war von "Kinder essenden Pädos" die Rede, die "Jesus nicht zurückbringen" würden. Beide Schilder spielten auf Ritualmordlegenden an. Eine andere Person zeigte ein Schild, dass behauptete Unicef würde sich vom Blut von Kindern ernähren und auf Gaza, den Iran und Jeffrey Epstein verwies. Ein andere Schild behauptete, dass die Welt von Menschen gelenkt würde, die Baal anbeten würden und Feinde von Jesus und der Menschheit seien. Das Schild zeigte eine Teufelsfigur, die ein Baby in den Armen hält.
Am S-Bahnhof Karlshorst wurde ein Aufkleber der Neonazi-Partei "Der III. Weg" entdeckt und entfernt. Das Motiv mit dem Slogan "Sport frei!" beinhaltete die Logos des "III. Wegs" und dessen Jugendorganisation "Nationalrevolutionäre Jugend" ("NRJ").
Nach dem Heimspiel des 1. FC Union gegen den FC Sankt Pauli wurde eine Anwohnerin, die mit ihrem Hund spazieren ging, in der Birnbaumer Str. aus einer Gruppe abreisender Fans als "Scheiß Zecke" beleidigt.
Am Waldspielplatz im Volkspark Wuhlheide wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Im Wongrowitzer Steig wurden zwei LGBTIQ*-feindliche Aufkleber aus einem neonazistischen Onlinehandel entdeckt und entfernt.
Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurden zwei Neonazi-Aufkleber mit der gegen Antifaschist*innen gerichteten Parole "Love animals, hate Antifa" gefunden und entfernt.
In der Ernst-Barlach-Straße wurde zudem auf einem Supermarktschild ein neonazistischer Aufkleber mit der rassistischen Parole "Asylbetrüger nicht willkommen" und ein "We Hate Antifa"-Aufkleber gemeldet.
Auch in der Rostocker Straße wurden Aufkleber aus einem Neonazi-Versand gemeldet. U.a. das Motiv "Achtung! Rechts vor Links" wurde an einer Kneipe gefunden und entfernt.
In der Weitlingstraße, Höhe Bushaltestelle Sophienstraße, wurde der Neonazicode "88" (steht für "Heil Hitler") in schwarzer Farbe auf einer Hauswand entdeckt.
Während des Ostermarschs in der Kastanienallee wurden antisemitische Parolen wie „Kindermörder Israel“ und „There is only one state – Palestine 48“ („Es gibt nur einen Staat – Palästina 48“) gerufen.
An einem Pfeiler in der Andreasstraße wurde "Fuck Zionism Free Gaza" und "Free Hamas" angebracht.
Das Wort Zionismus wird entgegen seiner eigentlichen Bedeutung, als antisemitisches Codewort für "Juden" benutzt. In Verbindung mit den beiden anderen Slogans, wurde die Schmiererei daher als antisemitisch eingeordnet.
In einem Nachbarschaftzentrum in Charlottenburg wurden Flyer entdeckt und entfernt, die für verschwörungsideologische, rechtspopulistische und extrem rechte Medienportale werben.
In der Drakestraße Ecke Ringstraße und im Gardeschützeweg in Lichterfelde wurden drei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Die Sticker richteten sich mit dem Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und der Darstellung verschiedener "linker" Symboliken gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Die Aufkleber wurden entfernt.
Am Malchower See, in der Nähe des Fließgrabens, wurde eine homophobe Schmiererei in Form eines "Antifaggotarea"-Schriftzuges gemeldet.
Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurde auf dem Gehweg ein großes, in weißer Farbe gesprühtes Hakenkreuz entdeckt. Dieses wurde unkenntlich gemacht.
An einem Kleidercontainer in der Grünen Trift wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt und entfernt.
Ein Mann beleidigte an der S-Bahn-Station Storkower Straße einen Mitarbeiter eines Lieferdienstes auf rassistische Weise und drohte ihm zudem mit Gewalt.
Zwei Männer sind in Schöneberg nach dem Verlassen einer Bar rassistisch beleidigt und attackiert worden. Zwei unbekannte Männer fragten die beiden 32-Jährigen in der Nacht zu Samstag in der Winterfeldtstraße, ob sie homosexuell seien und eine Schwulenbar kennen würden, wie die Polizei mitteilte. Die beiden 32-Jährigen verneinten – woraufhin sie aufgrund ihres Aussehens rassistisch beleidigt wurden.
Danach kam es zu einem Angriff: Einer der Täter schlug in ihre Richtung, ein anderer trat ihnen gegen den Kopf. Die Angreifer flüchteten anschließend mit weiteren Personen. Einer der Männer erlitt eine Platzwunde, beide hatten Kopfschmerzen, verzichteten jedoch auf medizinische Behandlung. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung und rassistischer Beleidigung.
Vor der amerikanischen Botschaft am Pariser Platz hielten zwei Reichsbürger eine "Mahnwache" ab. Dabei zeigten sie Reichsfahnen.
Rund um die Hansastraße wurden etwa 30 Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ entdeckt und entfernt. Die Aufkleber trugen unter anderem die Aufschriften „Deutsch bleiben statt Mainstream“ sowie „III. Weg – Berlin, Heimat, Tradition“.
Rund um den U-Bahnhof Lipschitzallee wurden mehrere Aufkleber aus einem extrem rechten Versandhandel entdeckt und entfernt.
In der Flutstr. wurden zwei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Wilhelminenhofstr. wurden fünf Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An der Kühltheke eines Supermarktes in der Kreuzung Edisonstr./ Rummelsburger Str. wurden vier Aufkleber mit der Aufschrift "patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
Am Calisthenicspark im Volkspark Wuhlheide wurden zwei Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Zudem wurde der Schriftzug "FCK ANTIFA" sowie ein Bild des deutschen Reiches mit der Aufschrift "Deutschland" entdeckt.
In der Hufeisensiedlung in Neukölln-Britz wurde eine Gedenktafel für das Zwangsarbeiter*innenlager in der Onkel-Bräsig-Straße beschädigt.
In der Hans-Otto-Straße wurde ein etwa 50 cm großes Hakenkreuz in den Lack eines geparkten Autos geritzt. Das Hakenkreuz wurde entfernt.
Im Landschaftspark Wartenberger Feldmark wurden verschiedene neonazistische Aufkleber gefunden und entfernt. Auf einem Motiv der Neonazi-Partei "Der III. Weg" wurde die rassistische Parole "Asylflut stoppen!" propagiert. Auf anderen Motiven eines bekannten Neonazi-Versandes wurde u.a. gegen politische Gegner*innen mit der Parole "Dumm, dümmer, Antifa" gehetzt, mit dem Slogan "Gender mich nicht voll!" gegen das Gendern polemisiert und ebenfalls rassistisch motiviert "Remigration" gefordert und ein angeblicher "Fachkräftemangel" im Bundestag beklagt - umrandet von einer schwarz-weiß-roten Reichsflagge.
Auf einer Parkbank in einer Grünanlage nahe der Hildburghauser Straße in Lankwitz wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für "AAFA" und meint "Anti-Antifaschistische Aktion".
In der Hoernlestr. wurde an einem Stromkasten und an einem Schaukasten insgesamt dreimal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt.
In der Weitlingstraße Ecke Rupprechtstraße wurde der neonazistische Zahlencode "88" in weißer Farbe auf einer Hauswand entdeckt.
In der Robert-Uhrig-Straße Ecke Paul-Gesche-Straße wurde ein Aufkleber aus einem extrem rechten Versand entdeckt und entfernt. Auf dem Motiv stand "Hier wurde linker Müll überklebt" in Kombination mit einer Deutschlandflagge und einem Wehrmachtssoldaten.
In der Egmontstraße wurden mehrere "FCK Grüne"-Aufkleber entdeckt und entfernt.
Im Landschaftspark Herzberge wurden erneut gegen Antifaschist*innen gerichtete Schmierereien enteckt. Auf einem der Gewächshäuser befand sich der neonazistische Zahlencode "1161". Einige Meter weiter befand sich eine "FCK Zecken"-Schmiererei. Und am Gewächshaus Richtung Friedhof wurde ein ebenfalls gegen Antifaschist*innen gerichteter, neonazistischer Buchstabencode in Form eines "AAFA" gemeldet.
Am Fahrstuhl zum U-Bahnhof Südstern wurde ein Sticker der "Identitären Bewegung" mit der Aufschrift "Still not loving Antifa" entdeckt
In der Woldegker Straße Ecke Darguner Straße wurde ein aus einem Neonaziversand stammender Aufkleber mit der antimuslimischen Aufschrift "Habibi-freie Zone - Hier wird Deutsch gesprochen!" kombiniert mit einem Reichsadler gefunden und entfernt.
In der Ernst-Barlachstraße wurde zudem ein antimuslimischer Aufkleber mit der Aufschrift "Wir müssen draußen bleiben!" mit darauf abgebildeten Muslim*innen entdeckt und entfernt.
In der Bushaltestelle Hoernlestr. wurde ein Aufkleber gegen Antifaschist*innen entdeckt und entfernt. Er stammte aus dem neonazistischen Onlinehandel "Druck18".
In der Fischerstraße zwischen Paul-Kalkbrenner-Sportfeld und Schlichtallee wurden knapp 40 Aufkleber der Fanszene des BFC Dynamo in Kombination mit extrem rechten Aufklebern gefunden und entfernt. Die Aufkleber stammen vermutlich von einem Fanmarsch der Fanszene des BFC Dynamo, welcher im Zusammenhang mit dem Halbfinale des Berliner Landespokals zwischen Sparta Lichtenberg und dem BFC Dynamo am 29.3.2026 stand. Auf den eindeutig extrem rechten Aufklebern waren gegen Antifaschismus gerichtete Parolen wie "Fck Antifa" und "Antifaverbot jetzt" und auch rassistische Slogans wie "Remigration" und "Talahons abschieben" zu lesen. Die meisten Aufkleber der Fanszene des BFC Dynamo stammten von der Gruppierung "Fraktion H".
An der Kreuzung Schnellerstr./ Flutstr. wurden drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
In der Brückenstr. wurden weitere drei Aufkleber mit der Aufschrift "Patriotische Aktion" entdeckt und entfernt.
An einer Baustellenabsperrung am Elcknerplatz wurde ein Aufkleber mit der Aufschrift „Organisieren gegen Pädophilie Division H.K.O.“ entfernt. Dies steht für „Head Kicks Only“ und ist einer extrem rechten Jugendgruppe aus Berlin zuzuordnen, welche vorgibt, zum Schutz von Kindern mit Gewalt gegen Pädophile vorzugehen. Pädophilie wird von der extremen Rechten aus strategischen und ideologischen Gründen instrumentalisiert.
Auf der Bank an der Haltestelle Köpenicker Landstr./ Baumschulenstr. wurden drei Hakenkreuze entdeckt und entfernt.
In der Vulkanstraße wurde ein in gelber Farbe auf einem Baum aufgemaltes Hakenkreuz gemeldet.
Am Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurden mindestens zwei gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten gerichtete Aufkleber mit der Aufschrift "Fck Antifa" gemeldet. In einem Fall wurde der Aufkleber auf eine Gedenktafel für das "Revolutionsdenkmal" geklebt.
Auf der Wand einer Toilette in der Freien Universität Berlin (FU) wurde eine Schmiererei der neonazistischen Kleinstpartei "Der III. Weg" entdeckt. Zusätzlich waren dort die Buchstaben "NRJ" geschmiert. NRJ ist die Abkürzung für "Nationalrevolutionäre Jugend", die Jugendorganisation des "III. Wegs". Außerdem wurde der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt. Dieser steht für "AAFA" und meint "Anti-Antifaschistische Aktion".
An der Ecke Magistratsweg/Heerstraße wurde auf einer Paket-Zustellbox der neonazistische Zahlencode „1161“ entdeckt. Die Box wurde von beiden Seiten mit diesem Zahlencode beschmiert.
Unter der Kiefholzbrücke wurde zweimal der neonazistische Zahlencode "1161" entdeckt sowie die NS-relativierenden Schriftzüge "Antifa = Nazipack" und "Antifa = Nazis = Boxen".
An einem Mülleimer Weser- / Ecke Jessnerstraße wurde die Runenschmiererei "SS" überklebt.
In der Köpenicker Str. wurde der rassistische Schriftzug "K*** raus mit den Viechern! 88" auf dem Gehweg entdeckt.
In der Herweghstr. wurde ein anti-muslimischer Aufkleber entdeckt und entfernt.
Am Fahrstuhl der U7 am U-Bhf. Südstern wurde ein rassistischer Sticker mit der Aufschrift "Refugees not welcome" entfernt.
Im Letterhausweg an der Ecke Heilmannring wurde ein rassistischer Sticker mit dem Slogan "Rapefugees not welcome" entdeckt.
Auf der Straße Senftenberger Ring im Märkischen Viertel wurden zwei Sticker, die sich gegen Antifaschist*innen richteten, entdeckt und überklebt. Auf einem Aufkleber wurden diese in entmenschlichender Form als "Zecken" bezeichnet. Die Sticker waren aus dem extrem rechten Versandhandel "Patriotenshop" der Jugendgruppierung "Patriotische Bewegung".
In Zehlendorf wurden zwei Aufkleber aus einem extrem rechten Versandshop entdeckt. Einer klebte an der Bushaltestelle "S Zehlendorf", ein weiterer wurde an der Ecke zwischen Berliner Straße und Seehofer Straße entdeckt. Die Sticker richteten sich mit dem Text "Hier wurde Gedankenabfall überklebt" und der Darstellung verschiedener "linker" Symboliken gegen politische Gegner*innen der extremen Rechten. Sie wurden entfernt.